Nietgerät in kompakter Bauweise
Die vorliegende Offenbarung betrifft ein Nietgerät und insbesondere ein Blindniet-Setzgerät , ein Blindnietmutter-Setzgerät und ein Blindnietschraube-Setzgerät .
Nietgeräte werden üblicherweise eingesetzt , um eine Nietverbindung zwischen zwei oder mehr Materialien, wie beispielsweise Blechen, an einer Verbindungsstelle herzustellen, an der die Materialien aneinander liegen . Zur Ausbildung der Nietverbindung wird ein plastisch verformbares , meist zylindrisches Verbindungselement genutzt , welches im Allgemeinen als Niet bezeichnet wird . Der Niet hat gewöhnlich an einem Ende einen vorgefertigten Setzkopf . Zur Herstellung der Nietverbindung wird der Niet in ein an der Verbindungsstelle vorliegendes Verbindungsloch bis zum Setz kopf eingebracht und anschließend wird das andere Ende des Niets zu einem Schließ kopf plastisch umgeformt .
Nietgeräte können auch eingesetzt werden, um Bauteile mit geringer Wandstärke mit Gewinde auszustatten . Dafür werden Nietmuttern oder Nietschrauben genutzt , bei denen ein Niet mit einem Gewinde aufweisenden Element kombiniert ist . Die Nietmuttern bzw . Nietschrauben werden in ein vorgefertigtes Nietloch des Bauteils eingebracht und anschließend wird ein Bereich des Niets zu einem Schließ kopf plastisch umgeformt .
Gebräuchliche Nietgeräte umfassen üblicherweise ein Nietwerkzeug , welches dazu eingerichtet ist , eine den Schließ kopf ausbildende plastische Umformung zu bewirken . Zum Betätigen des Nietwerkzeugs weisen die Nietgeräte eine in einem Gerätegehäuse untergebrachte Antriebseinrichtung auf . Die Antriebseinrichtung ist häufig elektromechanisch und umfasst beispielsweise einen Elektromotor und ein als Kugelgewindetrieb ausgebildetes Spindelgetriebe mit einer Gewindespindel und einer Spindelmutter . Üblicherweise ist die Spindelmutter von dem Elektromotor angetrieben und die Gewindespindel ist über Drehmomentstützen gegen ein Verdrehen gesichert , so dass bei einer Drehung der Spindelmutter, die Gewindespindel sich axial verschiebt und dabei auf das Nietwerkzeug wirkt .
Ein solches Nietgerät ist in der EP 0 527 414 Al beschrieben . Das Nietgerät ist zum Blindnieten ausgebildet und eingerichtet ,
durch Ausüben einer Zugbewegung einen Nietdorn aus dem Nietkörper eines Blindniets unter einer einen Schließkopf erzeugenden Stauchung des Nietkörpers heraus zuziehen, bis es zu einem Abreißen des Nietdorns kommt . Das abgerissene Nietdornstück kann über eine durchgehende Bohrung in der Gewindespindel und ein sich daran anschließendes Rohrelement in einen Auf f angbehälter entsorgt werden .
Bei diesem Nietgerät sind die Drehmomentstützen am Außenumfang der Gewindespindel befestigt , und zwar an einem dem Auf f angbehälter zugewandten hinteren Ende der Gewindespindel . Durch die Drehmomentstützen ist im Bereich des hinteren Endes der Gewindespindel ein radialer Bauraum eingenommen, der in vertikaler Richtung des Nietgerätes hin zu dem Elektromotor größer als der Durchmesser der Gewindespindel im Bereich ihres Bewegungsgewindes ist .
Bei diesem Nietgerät ist ferner das Rohrelement am Gerätegehäuse axial unverschiebbar befestigt . Dazu ist in eine Durchgangsöffnung des Gerätegehäuses eine Zwischenhülse axial verschiebefest eingelassen, an welcher einerseits im Zentrum das Rohrelement befestigt ist und andererseits eine Halterung für den Auf f angbehälter angeschraubt ist . Zur Ausübung dieser Befestigungsfunktionen steht die Zwischenhülse von der Innenseite des Gerätegehäuses mit einem Längenabschnitt hervor und nimmt damit im Inneren des Gerätegehäuses axialen Bauraum ein .
Im Zuge einer fortwährenden Weiterentwicklung kann ein Bedarf darin gesehen werden, die Kompaktheit eines Nietgerätes zu verbessern . Dem liegt die Erwartung zugrunde , dass eine verbesserte Kompaktheit das Erreichen schwer zugänglicher Nietstellen erleichtert , um dort einen Niet setzen zu können . Ferner liegt die Erwartung zugrunde , dass eine verbesserte Kompaktheit das Nietgerät gewichtsmäßig leichter und/oder handlicher macht .
Eine Ausführungsform eines grundlegenden Nietgerätes umfasst ein Gerätegehäuse , ein Nietwerkzeug und eine Antriebseinrichtung, vorzugsweise in dem Gerätegehäuse , zum Betätigen des Nietwerkzeuges . Beispielsweise ist das Nietgerät , insbesondere das Nietwerkzeug , zum Blindnieten geeignet , bei dem mittels eines Nietdorns der Nietvorgang von einer Seite des mit einem Blindniet zu versehenden Materials durchgeführt wird . Anstelle eines Blindniets kann auch eine Blindnietmutter oder eine Blindnietschraube verwendet sein .
Bevorzugt hat das Nietwerkzeug ein Mundstück und eine gegenüber dem Mundstück entlang bzw . in Richtung einer Wirkachse bewegbare Dornaufnahme . Beispielsweise umfasst die Dornaufnahme ein gegenüber dem Mundstück entlang bzw . in Richtung der Wirkachse bewegbares Futtergehäuse und wenigstens ein in dem Futtergehäuse entlang eines Spannweges bewegbares Spannelement , insbesondere Spannbacke .
Bevorzugt hat die Antriebseinrichtung hat eine , vorzugsweise ein Bewegungsgewinde aufweisende Gewindespindel , welche mit der Dornaufnahme wirkverbunden ist und insbesondere eingerichtet ist , entlang der Wirkachse bewegt zu werden . Insbesondere ist die Gewindespindel als Hohlspindel mit einem in Richtung ihrer Längserstreckung verlaufenden Durchgang ausgebildet , beispielsweise um einen Dornentsorgungspfad bereitzustellen . Insbesondere ist der Gewindespindel eine Drehmomentstütze zugeordnet , welche die Gewindespindel gegen Drehen relativ zum Gerätegehäuse sichert .
Eine Verbesserung in der Kompaktheit bietet eine Ausführungsform des Nietgerätes , bei der die Drehmomentstütze über den Durchgang an der Gewindespindel befestigt ist . Zur Befestigung der Drehmomentstütze ist somit der Durchgang der Gewindespindel genutzt . Die Befestigung hat auf diese Weise einen geringeren radialen Bauraumbedarf beispielsweise gegenüber einer Befestigung am Außenumfang der Gewindespindel .
Das verbesserte Nietgerät kann so beschaffen sein, dass die Drehmomentstütze durch Einschrauben in den Durchgang an der Gewindespindel befestigt ist . Dadurch ist eine einfach herzustellende stabile Befestigung der Drehmomentstütze an der Gewindespindel ermöglicht .
Weitere Fortschritte erzielt ergänzend oder alternativ eine Ausführungsform, bei der die Drehmomentstütze mit der Gewindespindel durch Verschrauben über ein Befestigungsgewinde befestigt ist , wobei das Befestigungsgewinde und das Bewegungsgewinde der Gewindespindel zueinander gegenläufig sind . Dadurch ist einem Lösen der Schraubverbindung zwischen der Drehmomentstütze und der Gewindespindel bei einer Betätigung des Nietgerätes bzw . im Betrieb der Antriebsvorrichtung entgegengewirkt . Vielmehr ist auf diese Weise ein selbsttätiges Festschrauben der Drehmomentstütze bei einem Zugvorgang durch die Gewindespindel bzw . einer Bewegung der
Gewindespindel begünstigt . Dies ist montagefreundlich und spart Kosten .
Beispielsweise ist das Befestigungsgewinde in dem Durchgang der Gewindespindel ausgebildet . Beispielsweise handelt es sich bei dem Befestigungsgewinde um ein Innengewinde . Beispielsweise ist die Drehmomentstützte unter Eingriff in das Befestigungsgewinde in den Durchgang eingeschraubt .
Bei einer Ausführungsform weist die Drehmomentstütze einen Basiskörper auf , welcher von der Gewindespindel axial heraussteht . Das verbesserte Nietgerät kann in diesem Fall so beschaffen sein, dass der Basiskörper, beispielsweise direkt oder indirekt über wenigstens ein Zwischenelement , gegen ein Widerlager eine Verdrehsicherung bildet . Dadurch ist eine technisch einfache Realisierung der Drehmomentstütze begünstigt , deren Befestigung an der Gewindespindel über den Durchgang erfolgt . Beispielsweise ist das Widerlager gehäusefest bezüglich dem Gerätegehäuse und/oder gegenüber dem Gerätegehäuse verdrehgesichert .
Das verbesserte Nietgerät kann ferner so beschaffen sein, dass der Basis körper eine quer, insbesondere orthogonal zur Spindelachse der Gewindespindel verlaufende Bohrung aufweist , in welcher ein magnetisch wirkendes Magnetelement für eine Hall-Sensoreinrichtung, wie beispielsweise ein Permanentmagnet , aufgenommen ist . Dem Basiskörper kommt somit eine Mehrfachfunktion zu . Dadurch ist eine verbesserte Funktionsintegration erreicht . Eine einfache Befestigung des Magnetelementes ist begünstigt , wenn beispielsweise das Zwischenelement ein Eisenelement ist , also eisenhaltig ist , und die Bohrung nahe an dem Zwischenelement angeordnet ist . Dadurch kann das Magnetelement aufgrund wirkender Magnetkraft in der Bohrung gehalten werden .
Das verbesserte Nietgerät kann ferner so beschaffen sein, dass ausgehend von der Spindelachse der Basiskörper in wenigstens eine Raumrichtung eine radiale Erstreckung bezüglich der Spindelachse aufweist , welche kleiner oder gleich der radialen Erstreckung der Gewindespindel im Bereich des Basis körpers ist . Aufgrund der Befestigung der Drehmomentstütze über den Durchgang der Gewindespindel ist eine solche radiale Kompaktheit des Basiskörpers ermöglicht .
Bei einer Ausführungsform ist die Gewindespindel in Eingriff mit einer Spindelmutter eines Spindelgetriebes und insbesondere hat die Antriebseinrichtung einen Elektromotor und eine zwischen dem Elektromotor und dem Spindelgetriebe zwischengeschaltete Untersetzungsstufe , vorzugsweise mit einer Zwischenwelle . Insbesondere ist die Untersetzungsstufe und/oder die Zwischenwelle und/oder die Abtriebswelle des Elektromotors achsparallel zu der Spindelachse der Gewindespindel angeordnet . Insbesondere ist in axialer Richtung die Untersetzungsstufe zwischen der Spindelmutter und einem Wandungsabschnitt des Gerätegehäuses angeordnet .
Das verbesserte Nietgerät kann bei dieser Ausführungsform so beschaffen sein, dass ausgehend von der Wellenachse der Zwischenwelle die Untersetzungsstufe eine radiale Erstreckung aufweist , welche kleiner als der Abstand zwischen der Wellenachse der Zwischenwelle und der zugewandten Außenseite des Basis körpers und/oder der zugewandten Außenseite der Gewindespindel ist . Dadurch ist eine Reduzierung von axialem Bauraum begünstigt , da eine hintereinanderliegende axiale Anordnung des freizuhaltenden Raumes für die tatsächlich genutzte Hubstrecke der Gewindespindel einerseits und die Untersetzungsstufe andererseits vermieden werden kann . Insofern geht auch diese Maßnahme in die Richtung , die Kompaktheit des Nietgerätes zu verbessern .
Weitere Fortschritte erzielt ergänzend oder alternativ eine Ausführungsform, bei der die Zwischenwelle über ein Radiallager gehäusefest bezüglich des Gerätegehäuses radial gelagert ist und das Radiallager auf der dem Wandungsabschnitt des Gerätegehäuses abgewandten Seite der Untersetzungsstufe vorliegt . Dadurch kann ein Radiallager auf der dem Wandungsabschnitt zugewandten Seite der Untersetzungsstufe vermieden und die Zwischenwelle verkürzt ausgebildet werden und damit axialer Bauraum eingespart werden . Durch eine verkürzte Zwischenwelle ergibt sich zudem ein Gewichtsvorteil . In diese Richtung zielt insbesondere auch die Maßnahme , dass ein Getriebeelement der Untersetzungsstufe an der Zwischenwelle im Bereich eines dem Wandungsabschnitt zugewandten freien Endes der Zwischenwelle angeordnet ist bzw . an einem dem Wandungsabschnitt zugewandten Ende des Zwischenwelle angeordnet ist .
Bei einer weiteren Ausführungsform umfasst das Nietgerät ein Federelement , welches mit einer Kraft in die Dornaufnahme hinein wirkt . Beispielsweise ist das Federelement eingerichtet , dass es das
wenigstens eine Spannelement mit einer Kraft in das Futtergehäuse hinein beaufschlagt . Insbesondere ist das Federelement in dem Durchgang der Gewindespindel angeordnet .
Das verbesserte Nietgerät kann bei dieser Ausführungsform so beschaffen sein, dass ein in dem Durchgang vorliegender Abschnitt bzw . Fortsatz der Drehmomentstütze als Gegenhalter für das Federelement genutzt ist . Die Drehmomentstütze wird somit als Bestandteil der Verdrehsicherung der Gewindespindel genutzt und übt darüber hinaus eine Gegenhaltefunktion für das Federelement aus . Durch diese Mehrfachfunktion der Drehmomentstütze ist eine verbesserte Funktionsintegrität erreicht .
Bei einer weiteren Ausführungsform umfasst das Nietgerät ein Rohrelement und einen Auf fangbehälter , beispielsweise für Dornreste bzw . abgerissene Nietdornstücke . Insbesondere ist über den das Rohrelement ein Verbindungs kanal , insbesondere Dornkanal , von dem Durchgang der Gewindespindel zu dem Auf fangbehälter gebildet . Insbesondere ist das Rohrelement an einem Wandungsabschnitt des Gerätegehäuses , beispielsweise dem vorstehend beschriebenen Wandungsabschnitt , befestigt . Insbesondere verläuft der Wandungsabschnitt quer , beispielsweise orthogonal zur Rohrachse des Rohrelementes . Insbesondere hat der Wandungsabschnitt eine der Gewindespindel zugewandte Innenseite und eine gegenüberliegende Außenseite .
Weitere Fortschritte in der Kompaktheit erzielt ergänzend oder alternativ eine Ausführungsform, bei der das Rohrelement eine Befestigungsstruktur aufweist , welche mit der Innenseite und/oder der Außenseite des Wandungsabschnitts im Wesentlichen bündig abschließt oder gegenüber der Innenseite und/oder der Außenseite des Wandungsabschnitts tiefer liegt . Dadurch kann ein für die Befestigungsstruktur vorzusehender zusätzlicher Bauraum in axialer Richtung bezüglich der Wirkachse bzw . der Spindelachse eingespart werden .
Weitere Fortschritte in der Kompaktheit erzielt ergänzend oder alternativ eine Ausführungsform, bei der das Rohrelement eine Befestigungsstruktur mit zwei Flanschabschnitten aufweist , welche j eweils entlang eines anderen Umfangsabschnitts um den Außenumfang des Rohrelementes verlaufen und eine Flanschfläche aufweisen, welche mit einer Gegenfläche des Wandungsabschnitts zusammenwirkt , wobei
die Flanschflächen in zueinander entgegengesetzte Richtung weisen und/oder axial einander zugewandt sind und eine der Gegenflächen an der Innenseite und die andere Gegenfläche an der Außenseite des Wandungsabschnitts ausgebildet ist . Dadurch ist in axialer Richtung bezüglich der Wirkachse bzw . der Spindelachse eine kompakte Ausführung der Befestigung des Rohrelementes an dem Gerätegehäuse möglich . Auch ist ein Einbau des Rohrelementes an dem Gerätegehäuse erleichtert , da dazu keine weiteren Befestigungselemente benötigt werden . Denn alleine durch die zwei Flanschflächen des Rohrelementes ist bereits eine axiale Lagesicherung des Rohrelementes gegenüber dem Gerätegehäuse durch Formschluss ermöglicht .
Das weiter verbesserte Nietgerät kann so beschaffen sein, dass das Gerätegehäuse mehrteilig ist und wenigstes zwei in einer Teilungsebene aneinander liegende Gehäuseteile aufweist , denen j eweils eine der Gegenflächen des Wandungsabschnitts zugeordnet ist . Dadurch ist eine einfache Montage des Rohrelementes an dem Gerätegehäuse begünstigt . Es kann bereits durch ein Zusammenfügen der Gehäuseteile die Befestigung des Rohrelementes realisiert werden .
Weitere Fortschritte in der Kompaktheit erzielt ergänzend oder alternativ eine Ausführungsform, bei der das Rohrelement in den Durchgang der Gewindespindel eingreift , insbesondere direkt und/oder unmittelbar eingreift . Dadurch braucht in axialer Richtung bezüglich der Wirkachse bzw . der Spindelachse der vorzusehende Bauraum im Wesentlichen auf den von der Gewindespindel ausführbaren Hub ausgelegt zu werden . Insbesondere greift das Rohrelement in den Durchgang der Gewindespindel teleskopartig ein . Darunter ist in der vorliegenden Offenbarung zu verstehen, dass bei einer Hubbewegung der Gewindespindel das Rohrelement mehr oder weniger aus dem Durchgang heraus kommt , vorzugsweise aber dabei der Eingriff in den Durchgang erhalten bleibt .
Bei einer weiteren Ausführungsform ist das Nietgerät als Handnietgerät ausgebildet und umfasst ein Griffteil , welches beispielsweise eine Längserstreckung quer zur Wirkachse hat . Beispielsweise ist das Griffteil an dem Gerätegehäuse ausgebildet , insbesondere daran angeformt . Durch das Griff teil kann das Nietgerät in der Hand gehalten bzw . händisch geführt werden . Insbesondere ist durch das Griffteil ein händisches Ansetzen des Nietgerätes an eine zu nietende Stelle ermöglicht .
Nach einem Aspekt wird ein Blindniet-Setzgerät vorgeschlagen . Das Blindniet-Setzgerät umfasst das vorstehend beschriebene Nietgerät und hat einen in seiner Dornaufnahme auf genommenen Nietdorn eines zu setzenden Blindniets .
Nach einem weiteren Aspekt wird ein Blindnietmutter-Setzgerät vorgeschlagen . Das Blindnietmutter-Setzgerät umfasst das vorstehend beschriebene Nietgerät und hat einen in seiner Dornaufnahme auf genommenen Gewindenietdorn für eine zu setzende Blindnietmutter .
Nach einem weiteren Aspekt wird ein Blindnietschraube-Setzgerät vorgeschlagen . Das Blindnietschraube-Setzgerät umfasst das vorstehend beschriebene Nietgerät und hat einen in seiner Dornaufnahme auf genommenen Gewindenietdorn einer zu setzenden Blindnietschraube .
Weitere Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung . Es zeigen
Fig . 1 eine exemplarische Ausführungsform eines Nietgerätes mit einem Nietwerkzeug und einer Antriebseinrichtung zum Betätigen des Nietwerkzeuges in einer schematisierten Schnitt dar Stellung ,
Fig . 2 das exemplarische Nietgerät in einem vergrößerten Ausschnitt der Figur 1 im Bereich der Antriebseinrichtung und einer Drehmomentstütze ,
Fig . 3 das exemplarische Nietgerät in einem vergrößerten Ausschnitt im Bereich der Drehmomentstütze als Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie A-A der Figur 2 ,
Fig . 4 die Drehmomentstütze des exemplarischen Nietgerätes der Figur 1 in einer schematisierten Darstellung als perspektivische Ansicht ,
Fig . 5 das exemplarische Nietgerät in einem vergrößerten Ausschnitt der Figur 1 im Bereich eines Rohrelementes zur Dornabführung,
Fig . 6 das Rohrelement des exemplarischen Nietgerätes der Figur 1 in einem vergrößerten Bereich einer Befestigungsstruktur als perspektivische Darstellung ,
Fig . 7 und 8 j eweils ein Gehäuseteil eines Gerätegehäuses für das exemplarische Nietgerät der Figur 1 in einem vergrößerten Bereich einer Aufnahme für das Rohrelement der Figur 6 ,
Fig . 9 eine mögliche Ausführungsform eines Blindniet-Setzgerätes mit dem exemplarischen Nietgerät der Figur 1 in einer schematisierten Teildarstellung,
Fig . 10 eine mögliche Ausführungsform eines Blindnietmutter- Setzgerätes mit dem exemplarischen Nietgerät der Figur 1 in einer schematisierten Teildarstellung , und
Fig . 11 eine mögliche Ausführungsform eines Blindnietschraube- Setzgerätes mit dem exemplarischen Nietgerät der Figur 1 in einer schematisierten Teildarstellung .
Figur 1 zeigt den Aufbau einer exemplarischen Ausführungsform eines Nietgerätes 1 , das in Fachkreisen auch als Setzgerät bezeichnet wird . Das exemplarische Nietgerät 1 ist zum Anbringen von Nieten nach dem Blindnietverfahren geeignet und diesbezüglich für einen Einsatz von Blindnieten ausgelegt .
Das exemplarische Nietgerät 1 umfasst ein Nietwerkzeug 10 und eine Antriebseinrichtung 30 zum Betätigen des Nietwerkzeugs 10 . Bevorzugt ist das Nietwerkzeug 10 in einem Werkzeuggehäuse 4 aufgenommen . Bevorzugt ist die Antriebseinrichtung 30 in einem Gerätegehäuse 5 auf genommen . Bevorzugt ist das Werkzeuggehäuse 4 ein Metallgehäuse . Bevorzugt ist das Gerätegehäuse 5 ein Kunststoff gehäuse .
Bei dem exemplarischen Nietgerät 1 kann es sich um ein Handnietgerät handeln . Das Handnietgerät 1 weist beispielsweise eine Grifffläche 2 . 1 auf , welche an dem Gerätegehäuse 5 zumindest teilweise ausgebildet sein kann . Beispielsweise hat das Handnietgerät 1 ein Griff teil 2 , welches durch das Gerätegehäuse 5 zumindest teilweise gebildet ist . Durch die Grifffläche 2 . 1 bzw . das Griffteil 2 kann das Nietgerät 1 in der Hand gehalten werden, wenn
es zum Setzen eines Niets , insbesondere Blindniets , an ein Werkstück angesetzt wird . Der Nietvorgang als solches erfolgt dann durch Betätigung des Nietwerkzeugs 10 über die Antriebseinrichtung 30 .
Bevorzugt handelt es sich bei der Antriebseinrichtung 30 um eine elektromechanische Antriebseinrichtung . Die elektromechanische Antriebseinrichtung 30 umfasst beispielsweise einen Elektromotor 31 mit einer rotierbaren Abtriebswelle 31 . 1 und vorzugsweise ein Spindelgetriebe 32 , welches von dem Elektromotor 31 antreibbar ist . Bevorzugt ist das Spindelgetriebe 32 eingerichtet , eine von der Abtriebswelle 31 . 1 ausgehende rotatorische Antriebsbewegung in eine entlang einer Wirkachse W wirkende translatorische Antriebsbewegung zum Betätigen des Nietwerkzeugs 10 zu wandeln . Bei dem Spindelgetriebe 32 kann es sich um einen Kugelgewindetrieb handeln .
Zur elektrischen Energieversorgung der Antriebseinrichtung 30 kann ein vorzugsweise austauschbarer elektrischer Energiespeicher, wie beispielsweise ein Akkumulator 3 , vorgesehen sein, welcher beispielsweise im Bereich eines dem Nietwerkzeug 10 abgewandten Endes des Griffteils 2 angeordnet ist . Insofern kann es sich bei dem Nietgerät 1 um ein Akkugerät handeln .
Das Nietwerkzeug 10 kann ein Mundstück 11 und eine gegenüber dem Mundstück 11 in Richtung einer Wirkachse W bewegbare Dornaufnahme 12 umfassen . Beispielsweise hat die Dornaufnahme 12 ein Futtergehäuse 13 und wenigstens ein, vorzugsweise mehrere in dem Futtergehäuse 13 entlang eines Spannweges bewegbare Spannelemente 14 , 14 ' , insbesondere Spannbacken . Bevorzugt sind das Mundstück 11 und/oder die Dornaufnahme 12 und/oder das Futtergehäuse 13 und/oder die Spannelemente 14 , 14 ' ein Metallteil .
Das Mundstück 11 dient beispielsweise der Aufnahme eines ( in der Figur 1 nicht dargestellten) zu setzenden Niets , insbesondere Blindniets , und weist vorzugsweise ein Durchgangsloch 11 . 1 auf , um darin den Nietdorn des Niets einzuführen . Die Dornaufnahme 12 dient beispielsweise dazu, den Nietdorn zu fixieren, so dass eine verschiebefeste Verbindung zwischen dem auf genommenen Nietdorn und der Dornaufnahme 12 erzeugt ist . Dies kann beispielsweise über das Futtergehäuse 13 mit den darin bewegbar angeordneten Spannelementen 14 , 14 ' geschehen, durch welche der Nietdorn in dem Futtergehäuse 13 fixiert wird, insbesondere eingespannt wird .
Beispielsweise ist ein Federelement 15 vorgesehen, welches mit einer Kraft , beispielsweise über ein Drückteil 16 , in die Dornaufnahme 12 wirkt . Die Kraft des Federelements 15 kann als Vorspannkraft genutzt sein, durch welche die Fixierung des Nietdorns in der Dornaufnahme 12 bewirkt ist oder zumindest unterstützt ist . Beispielsweise ist das Federelement 15 vorgesehen, um die Spannelemente 14 , 14 ' mit einer Federkraft in das Futtergehäuse 13 hinein zu beaufschlagen . Dadurch werden die Spannelemente 14 , 14 ' gegen einen über das Durchgangsloch 11 . 1 des Mundstücks 11 in das Futtergehäuse 13 eingeführten Nietdorn beispielsweise eines Blindniets in Spannposition gedrückt . Beispielsweise handelt es sich bei dem Federelement 15 um eine Druckfeder .
Durch die Antriebseinrichtung 30 kann das Nietwerkzeug 10 dahingehend betätigt werden, dass die Dornaufnahme 12 bzw . das Futtergehäuse 13 mit dem darin fixierten Nietdorn in Richtung der Wirkachse W von dem Mundstück 11 wegbewegt wird . Dies geschieht beispielsweise dadurch, dass durch die Antriebseinrichtung 30 die Dornaufnahme 12 bzw . das Futtergehäuse 13 von dem Mundstück 11 weggezogen wird . Diese an sich bekannte Funktionsweise und das damit ausführbare Blindnieten ist in der Druckschrift EP 0 116 954 A2 näher beschrieben, auf die zum Zweck der Vervollständigung und Ergänzung der vorliegenden Offenbarung hiermit Bezug genommen wird mit dem Hinweis , dass die Druckschrift gleichlautenden Begriffen eventuell eine Bedeutung beilegt , welche von der vorliegenden Bedeutung abweicht .
Bevorzugt ist das Mundstück 11 an dem Werkzeuggehäuse 4 befestigt , beispielsweise damit verschraubt . Bevorzugt ist in dem Werkzeuggehäuse 4 die Dornaufnahme 12 , insbesondere das Futtergehäuse 13 , in Richtung der Wirkachse W bewegbar aufgenommen . Beispielsweise ist das Werkzeuggehäuse 4 rohrförmig ausgebildet . Beispielsweise ist an einem Ende des Werkzeuggehäuses 4 das Mundstück 11 befestigt und das gegenüberliegende Ende ist dem Gerätegehäuse 5 zugewandt .
Bevorzugt ist in dem Gerätegehäuse 5 das Spindelgetriebe 32 angeordnet . Bevorzugt umfasst das Spindelgetriebe 32 eine Gewindespindel 33 mit einem Bewegungsgewinde 33 . 3 und eine damit in Eingriff stehende oder bringbare Spindelmutter 34 . Bevorzugt hat die Gewindespindel 33 ein der Dornaufnahme 12 , insbesondere dem Futtergehäuse 13 zugewandtes vorderes Ende 33 . 1 und ein
gegenüberliegendes hinteres Ende 33 . 2 . Bevorzugt sind die Gewindespindel 33 und die Spindelmutter 34 konzentrisch zueinander bezüglich einer Getriebeachse angeordnet . Bevorzugt liegt die Spindelachse S der Gewindespindel 33 auf der Getriebeachse . Bevorzugt ist achsparallel zu der Getriebeachse die Abtriebswelle 31 . 1 des Elektromotors 31 angeordnet . Bevorzugt liegt die Getriebeachse bzw . die Spindelachse S auf der Wirkachse W .
Beispielsweise sind die Gewindespindel 33 und die Spindelmutter 34 derart eingerichtet , dass die Spindelmutter 34 das von dem Elektromotor 31 angetriebene bzw . antreibbare Getriebeelement ist und die Gewindespindel 33 zum Ausführen der translatorischen Antriebsbewegung genutzt ist , um das Nietwerkzeug 10 zu betätigen . Beispielsweise ist dazu die Gewindespindel 33 an ihrem vorderen Ende 33 . 1 direkt oder indirekt , beispielsweise über ein Zwischenstück, mit der Dornaufnahme 12 bzw . dem Futtergehäuse 13 , verschiebefest verbunden . Beispielsweise ist ferner die Spindelmutter 34 in radialer Richtung bezüglich der Getriebeachse bzw . der Wirkachse W über wenigstens ein, vorzugsweise zwei Radiallager 35 , 35 ' in dem Gerätegehäuse 5 drehbar gelagert .
Beispielsweise sind die Radiallager 35 , 35 ' in axialem Abstand zueinander angeordnet . Beispielsweise befindet sich zwischen den Radiallagern 35 , 35 ' eine Antriebsstelle , über welche der Elektromotor 31 mit der Spindelmutter 34 wirkverbunden ist . Beispielsweise handelt es sich bei den Radiallagern 35 , 35 ' um ein Wälzlager , insbesondere ein Rillenkugellager .
Beispielsweise ist die Spindelmutter 34 über ein Axiallager 36 in einem als Lagergehäuse dienenden Stützring 39 axial bezüglich der Getriebeachse bzw . der Wirkachse W gelagert , wobei sich der Stützring 39 in axialer Richtung über das Werkzeuggehäuse 4 an dem Mundstück 11 abstützt . Das Werkzeuggehäuse 4 selbst ist beispielsweise über eine Haltestruktur 6 , wie beispielsweise ein ringförmiges Deckelelement , an dem Stützring 39 gehalten, insbesondere lose gehalten .
Bevorzugt ist der Stützring 39 verformungssteif bzw . druckfest ausgebildet . Beispielsweise handelt es sich bei dem Stützring 39 um ein Metallteil . Beispielsweise ist der Stützring 39 ein separates Bauteil . Beispielsweise handelt es sich bei dem Axiallager 36 um ein
Axial-Wälzlager . Grundsätzlich kann das Axiallager 36 auch ein Nadellager sein .
Wie aus der Figur 1 ersichtlich ist , können wenigstens eine , vorzugsweise zwei Untersetzungsstufen 37 , 37 ' zwischen dem Elektromotor 31 und dem Spindelgetriebe 32 zwischengeschaltet sein . Beispielsweise sind die Untersetzungsstufen 37 , 37 ' im Kraftfluss hintereinandergeschaltet . Beispielsweise nutzen die Untersetzungsstufen 37 , 37 ' eine gemeinsame Zwischenwelle 38 . Beispielsweise handelt es sich bei wenigstens einer der Untersetzungsstufen 37 , 37 ' um eine Stirnradstufe und die zugehörigen Getriebeelemente sind Stirnradgetrieberäder . Zur radialen Lagerung der Untersetzungsstufen 37 , 37 ' kann ebenfalls das Gerätegehäuse 5 genutzt sein . Auch zur radialen Lagerung des Elektromotors 31 kann das Gerätegehäuse 5 genutzt sein .
Bezüglich der Lagerung des Spindelgetriebes 32 , insbesondere der Spindelmutter 34 , der Lagerung der Untersetzungsstufen 37 , 37 ' , insbesondere der gemeinsamen Zwischenwelle 38 , und der Lagerung des Elektromotors 31 wird zum Zweck der Vervollständigung und Ergänzung der vorliegenden Offenbarung auf die deutsche Patentanmeldung mit dem amtlichen Aktenzeichen DE 10 2022 116 406 . 3 Bezug genommen mit dem Hinweis , dass die Patentanmeldung gleichlautenden Begriffen eventuell eine Bedeutung beilegt , welche von der vorliegenden Bedeutung abweicht .
Bevorzugt ist die Gewindespindel 33 als Hohlspindel mit einem in Richtung ihrer Längserstreckung verlaufenden Durchgang 40 ausgebildet . Über den Durchgang 40 ist es ermöglicht , ein aus einem Nietvorgang verbleibenden Rest eines Nietdorns von dem Nietwerkzeug 10 abzuführen . Beispielsweise ist in diesem Fall das am vorderen Ende 33 . 1 der Gewindespindel 33 angeordnete Drückteil 16 in dem Durchgang 40 aufgenommen und selbst als Hohlkörper mit einem Durchgang 16 . 1 ausgebildet .
Beispielsweise mündet der Durchgang 40 am hinteren Ende 33 . 2 der Gewindespindel 33 in einem Rohrelement 50 , welches wiederum in einem Auf f angbehälter 4 mündet . Beispielsweise ist auf diese Weise ein Dornentsorgungspfad über die Gewindespindel 33 realisiert , wobei der Auf f angbehälter 4 als Sammler für Dornreste dient . Bevorzugt ist der Auf f angbehälter 4 gehäusefest bezüglich des Gerätegehäuses 5
angeordnet, insbesondere lösbar angeordnet, beispielsweise an dem Gerätegehäuse 5 befestigt, insbesondere lösbar befestigt.
Figur 2 zeigt das exemplarische Nietgerät 1 im Bereich des Spindelgetriebes 32 und des Rohrelementes 50 in einem vergrößerten Ausschnitt der Figur 1. Figur 3 zeigt das exemplarische Nietgerät 1 in einer Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie A-A der Figur 2. Wie insbesondere daraus ersichtlich ist, ist bevorzugt eine Drehmomentstütze 41 vorgesehen, welche beispielsweise der Gewindespindel 33 zugeordnet ist, insbesondere um die Gewindespindel 33 gegen Drehung relativ zum Gerätegehäuse 5 zu sichern.
Bei dem exemplarischen Nietgerät 1 ist die Drehmomentstütze 41 über den Durchgang 40 an der Gewindespindel 33 befestigt bzw. drehfest verbunden. Auf diese Weise kann Bauraum in radialer Richtung bezüglich der Spindelachse S eingespart werden, da zur Befestigung der Drehmomentstütze 41 ein radial dem Zentrum der Gewindespindel 33 naher Bereich genutzt ist.
Bevorzugt ist die Drehmomentstütze 41 an der Gewindespindel 33 durch Einschrauben in den Durchgang 40 befestigt. Beispielsweise weist die Gewindespindel 33 im Bereich ihres hinteren Endes 33.2 ein Befestigungsgewinde 40.1, insbesondere Innengewinde, in dem Durchgang 40 auf, in das die Drehmomentstütze 41 eingeschraubt ist. Beispielsweise ist die Steigung des Befestigungsgewinde 40.1 gegenläufig zu der Steigung des Bewegungsgewindes 33.3 der Gewindespindel 33 ausgebildet. Dadurch ist ein selbsttätiges Festschrauben der Drehmomentstütze 41 bei einer Betätigungsbewegung bzw. Zugbewegung der Gewindespindel 33 ermöglicht.
Bevorzugt hat die Drehmomentstütze 41 einen Basiskörper 41.1, welcher von der Gewindespindel 33 axial heraussteht. Bevorzugt hat die Drehmomentstütze 41 einen in dem Durchgang 40 eingebrachten Abschnitt, welcher beispielsweise ein Fortsatz 41.2 des Basiskörpers
41.1 ist. Beispielsweise hat der Fortsatz 41.2 ein Gewinde, insbesondere Außengewinde, über welches die Schraubverbindung mit der Gewindespindel 33 gebildet ist. Beispielsweise ist der Fortsatz
41.2 als Gegenhalter für das Federelement 15 genutzt (Figur 2) .
Bevorzugt bildet der Basiskörper 41.1, beispielsweise über wenigstens ein Zwischenelement 42 bzw. 42', gegen ein Widerlager 43 eine Verdrehsicherung für die Gewindespindel 33 (Figur 3) .
Beispielsweise ist das Widerlager 43 gegenüber dem Gerätegehäuse 5 verdrehgesichert angeordnet. Beispielsweise ist das Widerlager 43 in dem Gerätegehäuse 5 angeordnet. Beispielsweise ist das Widerlager 43 als Hohlkörper, insbesondere käfigartiger Hohlkörper, mit einem in axialer Richtung verlaufendem Durchgang 43.1 ausgebildet. Beispielsweise ist in dem Durchgang 43.1 des Widerlagers 43 der Basiskörper 41.1 der Drehmomentstütze 41 auf genommen.
Beispielsweise hat der Durchgang 43.1 des Widerlagers 43 einen unrunden, insbesondere mehreckigen, beispielsweise viereckigen Querschnitt. Beispielsweise hat der Basiskörper 41.1 der Drehmomentstütze 41 einen unrunden, insbesondere mehreckigen, beispielsweise viereckigen Querschnitt. Bevorzugt sind der Querschnitt des Durchgangs 43.1 und der Querschnitt des Basiskörpers
41.1 korrespondierend zueinander ausgebildet. Bevorzugt sind das Widerlager 43, insbesondere deren Durchgang 43.1, und die Drehmomentstütze 41, insbesondere der Basiskörper 41.1, koaxial bezüglich der Spindelachse S bzw. der Wirkachse W angeordnet. Bevorzugt sind der Querschnitt des Durchgangs 43.1 des Widerlagers 43 und der Querschnitt des Basiskörpers 41.1 derart ausgebildet, dass zwischen dem Außenumfang des Basiskörpers 41.1 und dem Umfang des Durchgangs 43.1 ein Spalt vorliegt.
Bevorzugt weist das Widerlager 43 wenigstens eine Führungsbahn
43.2 bzw. 43.2' auf, an der die Drehmomentstütze 41 unter Beibehaltung der Verdrehsicherung geführt ist, wenn die Gewindespindel 33 eine translatorische Bewegung entlang der Wirkachse W ausführt. Beispielsweise ist die wenigstens eine Führungsbahn 43.2 bzw. 43.2' an einem Flächenabschnitt des Durchgangs 43.1 des Widerlagers 43 ausgebildet und/oder an einem Flächenabschnitt einer seitlichen Vertiefung in einer den Durchgang 43.1 begrenzenden Seitenwandung ausgebildet. Beispielsweise ist an der wenigstens einen Führungsbahn 43.2 bzw. 43.2 ' das wenigstens eine Zwischenelement 42 bzw. 42' des Basiskörpers 41.1 geführt. Das wenigstens eine Zwischenelement 42 bzw. 42' des Basiskörpers 41.1 kann ein Gleitkörper oder ein Rollkörper, wie beispielsweise ein Nadellager oder ein Gleitlager, sein oder umfassen. Das Zwischenelement 42 bzw. 42' kann beispielsweise ein Zylinderstift sein .
Beispielsweise hat der Basiskörper eine Bohrung 44 oder ein sonstiges Loch, in der ein magnetisch wirkendes Magnetelement 45 für
eine magnetfeldnutzende Sensoreinrichtung, wie beispielsweise eine Hall-Sensoreinrichtung , aufgenommen ist . Beispielsweise ist die Bohrung 44 bzw . das Loch mit ihrer Mittelachse quer zur Spindelachse S angeordnet . Beispielsweise ist das Magnetelement durch Magnetkraft in der Bohrung 44 bzw . dem Loch gehalten . Dazu weist das Zwischenelement 42 bzw . 42 ' beispielsweise ein entsprechend metallisches Material , wie beispielsweise Eisen, auf oder besteht daraus .
Bei dem exemplarischen Nietgerät 1 ist die wenigstens eine Untersetzungsstufe 37 in axialer Richtung zwischen der Spindelmutter 34 und einem Wandungsabschnitt 7 des Gerätegehäuses 5 angeordnet . Bevorzugt hat für diesen Fall , ausgehend von der Wellenachse A der Zwischenwelle 38 , die Untersetzungsstufe 37 eine radiale Erstreckung , welche kleiner als der Abstand D zwischen der Wellenachse A der Zwischenwelle 38 und der zugewandten Außenseite des Basiskörpers 41 . 1 und/oder der Gewindespindel 33 ist ( Figur 1 ) . Dadurch liegt bei dem exemplarischen Nietgerät 1 die wenigstens eine Untersetzungsstufe 37 , insbesondere ein an der Zwischenwelle 38 angeordnetes und/oder drehfest gehaltenes Getriebeelement 37 . 1 der wenigstens einen Untersetzungsstufe 37 , in axialer Richtung in der Hubstrecke der Gewindespindel 33 , aber in radialer Richtung in einem ausreichend großen Abstand, dass eine Störung des Hubes der Gewindespindel 33 im Betrieb des Nietgerätes 1 durch das Getriebeelement 37 . 1 verhindert ist ( siehe beispielsweise Figur 2 ) . Bei dem Getriebeelement 37 . 1 kann es sich um ein Stirnrad handeln .
Um radialen Bauraum einzusparen, ist beispielsweise vorgesehen, dass der Basiskörper 41 . 1 eine radiale Erstreckung in Richtung zu der Zwischenwelle 38 aufweist , welche zumindest gleich oder kleiner der radialen Erstreckung der Gewindespindel 33 ist . Beispielsweise ist die Zwischenwelle 38 in vertikaler Richtung unterhalb der Gewindespindel 33 angeordnet . Beispielsweise ist das wenigstens eine Zwischenelement 42 bzw . 42 ' der Drehmomentstütze 41 in Bezug auf ihre Mittelachse in horizontaler Richtung an dem Basis körper 41 . 1 angeordnet . Beispielsweise ist die Bohrung 44 mit dem darin auf genommenen Magnetelement 45 an der Seite des Basis körpers 41 . 1 angeordnet , welche in vertikaler Richtung der Zwischenwelle 38 abgewandt ist .
Figur 4 zeigt die Drehmomentstütze 41 in einer schematisierten perspektivischen Ansicht , beispielhaft dargestellt mit dem
wenigstens einen Zwischenelement 42 bzw . 42 ' und dem Magnetelement 45 . Die Drehmomentstütze 41 kann als Hohlkörper mit einem in Richtung seiner Längserstreckung verlaufenden Durchgang 41 . 3 ausgebildet sein . Beispielsweise ist der Durchgang 41 . 3 der Drehmomentstütze 41 ein Bestandteil des Dornentsorgungspfades zum Auf f angbehälter 60 .
Wie aus der Figur 1 ersichtlich ist , ist die Zwischenwelle 38 über ein Radiallager 46 gehäusefest bezüglich des Gerätegehäuses 5 radial gelagert . Um axialen Bauraum einzusparen, kann es vorgesehen sein, dass das Radiallager 46 auf der dem Wandungsabschnitt 7 abgewandten Seite der Untersetzungsstufe 37 vorliegt , also die Untersetzungsstufe 37 zwischen dem Radiallager 46 und dem Wandungsabschnitt 7 des Gerätegehäuses 5 angeordnet ist . Beispielsweise ist die Untersetzungsstufe 37 , insbesondere das eine Getriebeelement 37 . 1 , an der Zwischenwelle 38 im Bereich eines dem Wandungsabschnitt 7 zugewandten freien Endes der Zwischenwelle 38 angeordnet . Vorzugsweise ist ergänzend zu dem Radiallager 46 ein weiteres Radiallager 46 ' vorgesehen, über welches die Zwischenwelle 38 gehäusefest bezügliche des Gerätegehäuses 5 radial gelagert ist .
Beispielsweise greift das Rohrelement 50 mit einem Ende in den Durchgang 40 der Gewindespindel 33 ein . Beispielsweise bleibt das Rohrelement 50 über den Hubweg der Gewindespindel 33 in Eingriff in dem Durchgang 40 . Bevorzugt ist das Rohrelement 50 , beispielsweise mit seinem anderen Ende , an einem gehäusefest bezüglich des Gerätegehäuses 5 angeordneten Wandungsabschnitt bzw . dem Wandungsabschnitt 7 befestigt ist . Beispielsweise verläuft der Wandungsabschnitt 7 quer, insbesondere orthogonal zur Rohrachse des Rohrelementes 50 . Bevorzugt liegt die Rohrachse des Rohrelementes 50 koaxial zur Wirkachse W und/oder der Spindelachse S .
Figur 5 zeigt das Rohrelement 50 im Bereich des Wandungsabschnitts 7 in einem vergrößerten Ausschnitt der Figur 2 , wobei in der Figur 5 die Schnittebene gegenüber der Schnittebene der Figur 2 um 90 Grad gedreht ist . Figur 6 zeigt das Rohrelement 50 in perspektivischer Darstellung .
Zur Befestigung des Rohrelementes 50 an dem Gerätegehäuse 5 bzw . dem Wandungsabschnitt 7 kann eine Befestigungsstruktur 51 vorgesehen sein . Beispielsweise umfasst die Befestigungsstruktur 51 zwei dem Rohrelement 50 zugeordnete zwei Flanschabschnitte 52 , 53 ,
insbesondere plattenförmige Flanschabschnitte 52, 53. Bevorzugt sind die Flanschabschnitte 52, 53 sind mit dem Rohrelement 50 fest verbunden, beispielsweise daran angeformt. Beispielsweise sind die Flanschabschnitte 52, 53 axial versetzt zueinander angeordnet. Beispielsweise verlaufen die Flanschabschnitte 52, 53 jeweils entlang eines anderen Umfangsabschnitts um den Außenumfang des Rohrelementes 50 (Figur 6) .
Beispielsweise haben die Flanschabschnitte 52, 53 jeweils eine Flanschfläche 52.1 bzw. 53.1, welche mit einer Gegenfläche 7.1 bzw. 7.1' des Wandungsabschnitts 7 zusammenwirkt. Beispielsweise sind die Flanschflächen 52.1, 53.1 quer, insbesondere orthogonal zur Rohrachse des Rohrelementes 50 angeordnet. Beispielsweise weisen die Flanschflächen 52.1 53.1 in zueinander entgegengesetzte Richtung. Beispielsweise sind die zugehörigen Gegenflächen 6.1, 6.1' an unterschiedlichen Seiten des Wandabschnitts 7 angeordnet. Beispielsweise sind eine der Gegenflächen 6.1, 6.1' an einer der Gewindespindel 33 zugewandten Innenseite 7.2 und die andere Gegenfläche 6.1' an einer gegenüberliegenden Außenseite 7.3 des Wandungsabschnitts 7 ausgebildet ist.
Um axialen Bauraum einzusparen, kann die Befestigungsstruktur 51 so ausgebildet sein, dass sie mit der Innenseite 7.2 und/oder der Außenseite 7.3 des Wandungsabschnitts 7 zumindest im Wesentlichen bündig abschließt oder gegenüber der Innenseite 7.2 und/oder der Außenseite 7.3 des Wandungsabschnitts 7 tiefer liegt. Dazu ist beispielsweise vorgesehen, dass die Flanschabschnitte 52, 53 in ihrer Dicke entsprechend dimensioniert sind, so dass beispielsweise die nach außen weisende Seite wenigstens einer der Flanschabschnitte 52, 53, also die der Flanschfläche 52.1 bzw. 53.1 des Flanschabschnitts 52 bzw. 53 entgegensetzt liegende Seite, mit Innenseite 7.2 und/oder der Außenseite 7.3 des Wandungsabschnitts 7 im Wesentlichen bündig abschließt oder gegenüber der Innenseite 7.2 und/oder der Außenseite 7.3 des Wandungsabschnitts 7 tiefer liegt.
Beispielsweise ist das Gerätegehäuse 5 mehrteilig, insbesondere wenigstens zweiteilig aufgebaut und hat wenigstens zwei Gehäuseteile 8, 8 ', insbesondere Gehäuseschalen. Beispielsweise liegen die Gehäuseteile 8, 8' in einer Teilungsebene aneinander, wenn sie zusammengebaut sein. Figuren 7 und 8 zeigen beispielhaft jeweils eines der Gehäuseteile 8, 8' im Bereich des Wandungsabschnitts 7. Wie daraus ersichtlich, ist beispielsweise den Gehäuseteilen 8, 8 '
jeweils eine der Gegenflächen 6.1 bzw. 6.1' zugeordnet. Beispielsweise ist jeweils eine der Gegenflächen 6.1, 6.1' an einem der Gehäuseteile 8, 8 ' ausgebildet. Das Rohrelement 50 braucht lediglich in eine Aufnahme 8.1 bzw. 8.1' eines der Gehäuseteile 8, 8 ' eingelegt zu werden und durch ein Zusammenfügen der Gehäuseteile 8, 8' ist zugleich die Befestigung des Rohrelementes 50 realisiert. Beispielsweise bilden die Aufnahmen 8.1, 8.1' im zusammengefügten Zustand ein Durchgangsloch 9 für das Rohrelement 50.
Figur 9 zeigt beispielhaft eine mögliche Ausführungsform eines Blindniet-Setzgerätes 100. Das Blindniet-Setzgerät 100 hat den Aufbau des vorstehend beschriebenen exemplarischen Nietgerätes 1, wobei in der Figur 9 zur Vereinfachung lediglich ein Ausschnitt des exemplarischen Nietgerätes 1 im Bereich des Nietwerkzeuges 10 dargestellt ist. Bei dem Blindniet-Setzgerät 100 ist ein Nietdorn 120 eines Blindniets 110 in das Mundstück 11 eingeführt und in der Dornaufnahme 12, insbesondere dem Futtergehäuse 13, auf genommen und beispielsweise durch das wenigstens eine Spannelement 14 bzw. 14 ' in axialer Richtung fixiert. Die Figur 9 zeigt den Blindniet 110 in dem Zustand vor dem Vernieten, in dem der Nietkörper 130 des Blindniets 110 noch in seinem Ausgangszustand ist.
Figur 10 zeigt beispielhaft eine mögliche Ausführungsform eines Blindnietmutter-Setzgerätes 200. Das Blindnietmutter-Setzgerät 200 hat den Aufbau des vorstehend beschriebenen exemplarischen Nietgerätes 1, wobei die Dornaufnahme 12 und das Drückteil 16 im Hinblick auf einen Nietdorn für eine Blindnietmutter modifiziert sind und der Nietdorn ein Gewindenietdorn ist. Beispielsweise hat das Drückteil 16 dort eine Funktion im Hinblick auf ein Spindeln des Gewindenietdorns in die Blindnietmutter. In der Figur 10 ist zur Vereinfachung lediglich ein Ausschnitt des Nietgerätes 1 im Bereich des Nietwerkzeuges 10 dargestellt. Bei dem Blindnietmutter-Setzgerät 200 ist ein Gewindenietdorn 220 für eine Blindnietmutter 210 in der Dornaufnahme 12 auf genommen. Die Figur 10 zeigt die Blindnietmutter 210 in dem Zustand vor dem Vernieten, in dem der Nietkörper 230 der Blindnietmutter 210 noch in seinem Ausgangszustand ist.
Beispielsweise ist bei dem exemplarischen Blindnietmutter- Setzgerät 200 das Drückteil 16 in eine Aufnahme des Gewindenietdorns 220 eingeführt und bildet über die Aufnahme mit dem Gewindenietdorn 220 eine formschlüssige drehfeste Verbindung aus. Beispielsweise ist durch die Kraft des Federelementes 15 des Nietgerätes 1 (Figur 1) ,
welche auf das Drückteil 16 axial wirkt , das Drückteil 16 in der Aufnahme des Gewindenietdorns 220 gehalten .
Figur 11 zeigt beispielhaft eine mögliche Ausführungsform eines Blindnietschraube-Setzgerätes 300 . Das Blindnietschraube-Setzgerät 300 hat den Aufbau des vorstehend beschriebenen exemplarischen Nietgerätes 1 , wobei die Dornaufnahme 12 im Hinblick auf einen Nietdorn einer Blindnietschraube modifiziert ist und der Nietdorn ein Gewindenietdorn ist . In der Figur 11 ist zur Vereinfachung lediglich ein Ausschnitt des Nietgerätes 1 im Bereich des Nietwerkzeuges 10 dargestellt . Bei dem Blindnietschraube-Setzgerät 300 ist ein Gewindenietdorn 320 einer Blindnietschraube 310 in der Dornaufnahme 12 auf genommen . Die Figur 11 zeigt die Blindnietschraube 310 in dem Zustand vor dem Vernieten, in dem der Nietkörper 330 der Blindnietschraube 310 noch in seinem Ausgangszustand ist .
B e z u g s z e i c h e n l i s t e
1 Nietgerät
2 Griff teil
2.1 Griff fläche
3 Akkumulator
4 Werkzeuggehäuse
5 Gerätegehäuse
6 Haltestruktur
7 Wandungsabschnitt
7.1, 7.1' Gegenfläche
7.2 Innenseite
7.3 Außenseite
8, 8 ' Gehäuseteil
8.1, 8.1' Aufnahme
9 Durchgangs loch
10 Nietwerkzeug
11 Mundstück
11.1 Durchgangs loch
12 Dornaufnahme
13 Futtergehäuse
14, 14 ' Spannelement
15 Fe de re lerne nt
16 Drückteil
16.1 Durchgang
30 Antriebseinrichtung
31 Elektromotor
31.1 Abtriebswelle
32 Spindel get riebe
33 Gewinde spindel
33.1 vorderes Ende
33.2 hinteres Ende
33.3 Bewegung sgewinde
34 Spindelmutter
35, 35 ' Radiallager
36 Axiallager
37, 37 ' Unters et zungs stufe
37.1 Getriebeelement
38 Zwischenwelle
39 Stützring
40 Durchgang
40.1 Befestigungsgewinde
41 Drehmomentstütze
41.1 Basiskörper
41.2 Fortsatz
41.3 Durchgang
42, 42 ' Zwischenelement
43 Widerlager
43.1 Durchgang
43.2, 43.2 ' Führungsbahn
44 Bohrung
45 Magnetelement
46, 46' Radiallager
50 Rohrelement
51 Befestigungsstruktur
52 Flanschabschnitt
52.1 Flanschfläche
53 Flanschabschnitt
53.1 Flanschfläche
60 Auf f angbehälter
100 Blindniet-Setzgerät
110 Blindniet
120 Nietdorn
130 Nietkörper
200 Blindnietmutter-Setzgerät
210 Blindnietmutter
220 Gewindenietdorn
230 Nietkörper
300 Blindnietschraube-Setzgerät
310 Blindnietschraube
320 Gewindenietdorn
330 Nietkörper
W Wirkachse
S Spindelachse
A Wellenachse
D Abstand