B E S C H R E I B U N G
VORRICHTUNG ZUR REPLIKATION EINES MASTER HOLOGRAPHISCH OPTISCHEN ELEMENTS MIT VARIABLER BELEUCHTUNG
TECHNISCHES GEBIET
Verschiedene Beispiele betreffen Techniken, um ein holographisch optisches Element (HOE) durch Replikation eines Master-HOE herzustellen. Verschiedene Beispiele betreffen insbesondere Techniken, um die Beleuchtung des Master-HOE bei der Replikation variabel anzupassen.
HINTERGRUND
HOE werden in verschiedenen Anwendungsgebieten eingesetzt. Beispielsweise können HOE dazu verwendet werden, um einen transparenten Bildschirm zu implementieren. Anwendungsgebiete betreffen zum Beispiel die Verwendung in einem Head-Up-Display im Automobil oder die Integration eines holographisch optischen Elements in einen Spiegel. HOE werden zur Erzeugung von Hologrammen verwendet: dazu wird das HOE beleuchtet; sodass das Hologramm rekonstruiert wird.
Eine Technik, um HOE herzustellen, beruht auf der Verwendung eines Master-HOE, welches in einem Belichtungsprozess des HOE verwendet wird, um das HOE auszubilden. Dabei wird die Trägerschicht (zum Beispiel ein Fotopolymer, welches auf einem Substrat angeordnet ist) des Master-HOE entlang der Trägerschicht des zu replizierenden HOE (nachfolgend einfach „repliziertes HOE“) angeordnet. Durch Belichtung kann dann die Beugungsstruktur des Master-HOE im replizierten HOE repliziert werden.
Solche Herstellungsverfahren, welche eine Replikation des Master-HOE zur Herstellung des HOE verwenden, können zum Beispiel einen Rolle-zu-Rolle-Prozess einsetzen, bei
dem das Master-HOE und das HOE auf einer jeweiligen Rolle als Fixierelement angeordnet sind, die miteinander synchronisiert rotiert werden, so dass jeweils ein Teilbereich das Master-HOE sich entlang eines entsprechenden Teilbereichs des replizierten HOE erstreckt. Eine weitere Technik ist der Flachbrett-Prozess; dabei werden das Mas- ter-HOE und das replizierte HOE auf einem jeweiligen ebenen bzw. flachen Träger fixiert, sodass sich die gesamte Fläche der jeweiligen Trägerschichten entlang einander erstrecken.
Bei solchen Herstellungsverfahren ist die Oberflächenform der Trägerschicht des Mas- ter-HOE sowie des HOE während des Prozesses zur Replikation durch die technischen Randbedingungen dieses Prozesses vorgegeben. Beispielsweise wird beim Rolle-zu- Rolle-Prozess das Master-HOE eindimensional gekrümmt; während beim Flachbett-Prozess das Master-HOE eben angeordnet ist. Diese Vorgabe der Oberflächenform erschwert die Herstellung von HOE, welche nach dem Belichtungsprozess bei Anwendung in beliebigen Oberflächenformen fixiert werden sollen, beispielsweise aufgrund von Randbedingungen des Anwendungsgebiets. Manche Anwendungsgebiete können eine Integration des HOE in gekrümmte Flächen erfordern, beispielsweise aufgrund des begrenzten Bauraums usw.
KURZE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Es besteht ein Bedarf für verbesserte Herstellungsverfahren für HOE. Insbesondere besteht ein Bedarf für verbesserte Herstellungsverfahren, welche eine flexible Oberflächenform von HOE in der Anwendung ermöglichen. Es besteht Bedarf, um HOE mit hoher Güte herzustellen.
Diese Aufgabe wird gelöst von den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche. Die Merkmale der abhängigen Patentansprüche definieren Ausführungsformen.
Ein Verfahren zur Herstellung eines replizierten HOE durch Replikation eines Master- HOE im Rahmen eines Belichtungsprozesses wird offenbart. Während des Belichtungsprozesses ist dabei eine Trägerschicht des Master-HOE entlang einer Trägerschicht des
replizierten HOE angeordnet. Das Verfahren umfasst das Ansteuern einer Strahlungsquelle, um während des Belichtungsprozesses Licht auf das Master-HOE auszusenden, so dass das HOE belichtet wird. Das Master-HOE wird repliziert. Außerdem umfasst das Verfahren das Ansteuern eines Positionierungsmoduls, um während des Belichtungsprozesses einen entlang eines Strahlengangs des Lichts angeordneten Bezugspunkt in Bezug auf das Master-HOE auf einer Bahnkurve zu bewegen.
Die Bahnkurve bezeichnet also einen Pfad entlang dessen ein Punkt entlang des Strahlengangs des Lichts bewegt wird. Der Strahlengang des Lichts kann in Bezug auf diesen Bezugspunkt fixiert werden, d.h. durch Vorsehen eines entsprechenden optischen Elements am Bezugspunkt durch den Bezugspunkt verlaufen. Zu verschiedenen Zeitpunkten befindet sich der Bezugspunkt an unterschiedlichen Positionen entlang der Bahnkurve.
Am Bezugspunkt kann eine punktförmige Lichtquelle angeordnet sein. Ein Emitter der Lichtquelle kann am Bezugspunkt angeordnet sein. Oder der Emitter der Lichtquelle kann weiter strahlaufwärts angeordnet sein; und es kann z.B. eine Fokussierung des vom Emitter ausgesendeten Lichts im Bezugspunkt erfolgen. Das vom Emitter emittierte Licht kann kollimiert werden. Der kollimierte Strahlengang kann durch den Bezugspunkt verlaufen.
Der Bezugspunkt kann also denjenigen Punkt entlang des Strahlengangs bezeichnen, an dem das Positonierungsmodul auf den Strahlengang des Lichts zeitveränderlich einwirkt. Der Strahlengang ist mit dem Bezugspunkt verknüpft und wird am Bezugspunkt geführt und/oder gelenkt. Am Bezugspunkt kann das Positionierungsmodul den Strahlengang z.B. zeitveränderlich verkippen und/oder umlenken und/oder translatorisch versetzen und/oder drehen.
Der Bezugspunkt kann strahlabwärts von der Strahlungsquelle angeordnet sein. Die Strahlungsquelle könnte aber auch im Bezugspunkt angeordnet sein; d.h. der Bezugspunkt wäre gang am Anfang des Strahlengangs angeordnet.
Zusätzlich kann ein optisches Element vorgesehen sein, das am Bezugspunkt zeitunveränderlich auf den Strahlengang einwirkt; z.B. kann der Strahlengang aufgeweitet oder kollimiert werden.
Die Bahnkurve kann gekrümmt sein (d.h. in einem globalen Koordinatensystem einer entsprechenden Anlage). Die Bahnkurve kann gerade sein.
Die Bahnkurve kann sich innerhalb einer Ebene erstrecken. Die Bahnkurve kann sich auch im dreidimensionalen Raum erstrecken.
Die Bahnkurve kann sich eine Komponente senkrecht zur Trägerschicht des Master- HOE und zur Trägerschicht des replizierten HOE umfassen.
Die Strahlungsquelle kann zum Beispiel Licht im sichtbaren Spektrum emittieren. Es könnte auch Strahlung im ultravioletten oder infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums ausgesendet werden. Die Strahlungsquelle kann eine kohärente Laserlicht- Quelle sein. Beispielsweise könnte die Strahlungsquelle einen oder mehrere Kanäle aufweisen, bei unterschiedlichen Wellenlängen. Zum Beispiel könnte die Strahlungsquelle 3 Kanäle aufweisen, etwa rot-grün-blau.
Die Strahlungsquelle kann punktförmig ausgebildet sein. Das bedeutet, dass eine Emitter-Fläche besonders klein ist. Typische Emitter-Flächen können Kantenabmessungen von kleiner 1 mm oder kleiner als 100 pm oder kleiner als 50 pm aufweisen.
Ein entsprechendes optisches System kann verwendet werden, um einen Lichtpunkt des Lichts auf dem Master-HOE auszubilden. Das bedeutet, dass das Master-HOE nicht großflächig beleuchtet wird, sondern nach und nach mittels Bewegung des Lichtpunkts beleuchtet wird. Die Bewegung des Lichtpunkts wird insbesondere durch die Bewegung des Bezugspunkts auf einer Bahnkurve erreicht.
Das Master-HOE kann in einem Fotopolymer ausgebildet sein, welches Teil der Trägerschicht ist. Die Trägerschicht könnte auch zusätzlich noch ein Substrat umfassen. Die Trägerschicht könnte Folien-basiert sein. Es könnte ein sogenanntes Volumen-HOE verwendet werden.
Das HOE kann in einem Fotopolymer ausgebildet werden, welches Teil der entsprechenden Trägerschicht ist. Die Trägerschicht könnte auch zusätzlich noch ein Substrat umfassen. Die Trägerschicht könnte Folien-basiert sein. Es könnte ein sogenanntes Vo- lumen-HOE verwendet werden.
Durch die Replikation kann eine Beugungsstruktur des Master-HOE im HOE kopiert werden. Zur Replikation wird das HOE belichtet. Dies bewirkt typischerweise eine Verkettung von Polymeren. Die Beugungsstruktur entspricht einer lokalen Variation des Brechungsindex, etwa durch unterschiedliche Kettenlängen oder einen unterschiedlichen Grad der Verkettung von Polymeren in einer entsprechenden Schicht. Wenn die Beugungsstruktur beleuchtet wird, wird das Hologramm rekonstruiert. Nachfolgend wird die Terminologie „Belichtung“ oder „belichten“ im Zusammenhang mit der Replikation des Master-HOE bei Erzeugung des HOE verwendet; während die Terminologie „Beleuchtung“ oder „beleuchten“ im Zusammenhang mit der Verwendung eines bereits hergestellten HOE zur Rekonstruktion eines Hologramms verwendet wird.
Durch die Verwendung des Positionierungsmoduls kann ein variabler Einfallswinkel des Lichts auf das Master-HOE (und damit auf das replizierte HOE) während des Belichtungsprozesses ermöglicht werden. Insbesondere kann der Einfallswinkel des Lichts als Funktion des Orts eines entsprechenden Lichtpunkts des Lichts auf dem Master-HOE variiert werden. Das bedeutet, dass das Positionierungsmodul eingerichtet ist, um einen Lichtpunkt des Lichts der Strahlungsquelle über die Trägerschicht des HOE (bzw. des Master-HOE) zu bewegen. Für verschiedene Positionen des Lichtpunkts werden unterschiedliche Einfallswinkel realisiert. Dies wird beispielsweise durch eine geeignete Bahnkurve ermöglicht, etwa durch eine geeignete Krümmung. Alternativ oder zusätzlich können geeignete Scan-Muster verwendet werden. Durch solche Techniken wird erreicht, dass eine Krümmung der Trägerschicht des Master-HOE während des Belichtungsprozesses, die aufgrund des Herstellungsprozesses vorgegeben ist und von der Oberflächenform im angestrebten Anwendungsgebiet abweicht, kompensiert wird. Anders formuliert kann also eine Krümmung des Trägermaterials des Master-HOE während des Belichtungsprozesses kompensiert werden (wobei diese Krümmung z.B. in Bezug auf ein Referenz-Koordinatensystem definiert ist, welches durch die Form des Trägermaterials des Master-HOE während der Herstellung des Master-HOE definiert ist).
Durch Verwendung des Positionierungsmoduls können insbesondere variable gekrümmte Bahnkurven ermöglicht werden („Freiform-Bahnkurven“). Das bedeutet, dass je nach Ansteuerung des Positionierungsmoduls unterschiedliche gekrümmte Bahnkurven implementiert werden können. Dies wird durch entsprechende Freiheitsgrade der Bewegung des Positionierungsmoduls ermöglicht. Dadurch können unterschiedliche Krümmungen des Master-HOE während des Belichtungsprozesses kompensiert werden.
Je nach Implementierung des Positionierungsmoduls und zugehöriger Optik sind unterschiedliche Implementierungen für den Bezugspunkt denkbar. Beispielsweise könnte der Bezugspunkt einem Fokuspunkt des Lichts entlang des Strahlengangs entsprechen, das heißt das Licht kann beim Fokuspunkt einen geringeren Strahlquerschnitt aufweisen als stromabwärts oder stromaufwärts entlang des Strahlengangs. Alternativ oder zusätzlich könnte der Bezugspunkt koinzident mit der Anordnung einer Linse oder einem Spiegel sein, welche eine letzte Strahlablenkung vor Auftreffen des Lichts auf das Mas- ter-HOE implementiert.
In manchen Beispielen könnte neben einer Bewegung des Bezugspunkts entlang der z.B. gekrümmten Bahnkurve mittels des Positionierungsmoduls auch eine Strahlablenkung des Strahlengangs im Bezugspunkt eingestellt werden.
Dadurch können unterschiedliche Scan-Muster für die Bewegung eines Lichtpunkts zur Belichtung des HOE erreicht werden.
Diese Strahlablenkung kann in einem Beispiel durch die Bewegung des Bezugspunkts eingestellt werden; das bedeutet: indem sich der Bezugspunkt zu Lichtquelle verschiebt, kann eine andere Strahlablenkung erreicht werden. Das bedeutet in anderen Worten, dass sich die Position des Bezugspunkts und die Strahlablenkung nicht separat voneinander einstellen lassen.
In anderen Beispielen wäre es aber auch denkbar, dass die Strahlablenkung unabhängig von der Bewegung des Bezugspunkts eingestellt werden kann. Dazu kann zum Beispiel ein optisches Element, wie zum Beispiel eine Linse oder ein Umlenk-Spiegel oder ein Prisma im Bezugspunkt verkippbar angeordnet sein, um derart den Austrittswinkel
des Strahlengangs im Bezugspunkt entlang der gekrümmten Bahnkurve in Bezug auf das Master-HOE zu verändern.
Durch diesen zusätzlichen Freiheitsgrad, der die Orientierung des Strahlengangs in Bezug auf den Bezugspunkt betrifft, kann der Einfallswinkel des Lichts auf das Master- HOE während des Belichtungsprozesses weiter variiert werden. Es können flexible Scan-Muster implementiert werden.
Beispielsweise könnte eine solche Variation des Austrittswinkels des Strahlengangs im Bezugspunkt mittels des Positionierungsmoduls schrittweise erfolgen. Ein Spiegel könnte schrittweise verkippt werden. Die Veränderung des Austrittswinkels des Strahlengangs im Bezugspunkt könnte durch Verkippung mit einem entsprechenden motorisierten Gelenk erfolgen.
Eine solche Variation des Austrittswinkels des Strahlengangs im Bezugspunkt mittels des Positionierungsmoduls kann überlagert werden von einer Scanbewegung des Strahlengangs. Der Bezugspunkt könnte zum Beispiel als Zentrum der Scanbewegung definiert sein. Die Scanbewegung kann einer periodischen Bewegung um einen Scanmittelpunkt entsprechen. Es kann Mittelpunkt kann im Bezugspunkt entsprechen. Im Zusammenhang mit der Scanbewegung können also eine Scanfrequenz und eine Scanamplitude definiert werden.
Beispielsweise könnte das Verfahren ferner das Ansteuern eines Scanspiegels umfassen, um während des Belichtungsprozesses das Licht in Bezug auf das Master-HOE zu scannen.
Durch die Verwendung des Scanspiegels ist es möglich, den Lichtpunkt über einen ausgedehnten Bereich des Master-HOE zu scannen, um derart im Rahmen des Belichtungsprozesses alle Bereiche des Master-HOE zu beleuchten. Dazu wird ein Scan-Muster verwendet.
Als allgemeine Regel könnte eine über den Belichtungsprozess integrierte lokale Bestrahlungsstärke (beispielsweise in Watt pro Quadratmeter ausgedrückt) als Funktion
der Position auf dem Master-HOE nicht mehr als plus minus 20 Prozent variieren, optional nicht mehr als plus minus 5 Prozent. Entsprechendes kann für die Dosis zusammen mit der Verweildauer des Lichtpunkts auf den verschiedenen Positionen des Master- HOE gelten.
Insbesondere kann eine Scanrichtung beim Scannen eines Lichtpunkts des Lichts auf dem Master-HOE während des Belichtungsprozesses eine Komponente aufweisen, die orthogonal ist zu einer Bewegungsrichtung des Lichtpunkts des Lichts auf dem Master- HOE, die durch die Bewegung des Bezugspunkts entlang der gekrümmten Bahnkurve hervorgerufen wird.
In anderen Worten könnte der Lichtpunkt des Lichts auf dem Master-HOE durch die Bewegung des Bezugspunkts entlang der z.B. gekrümmten Bahnkurve vornehmlich von links nach rechts (in einem beliebig definierten Bezugssystem) bewegt werden; während der Lichtpunkt des Lichts auf dem Master-HOE durch das Scannen vornehmlich von oben nach unten bewegt wird. Dadurch kann eine im Wesentlichen homogene über den Belichtungsprozess integrierte Bestrahlung bzw. Belichtung erzielt werden; gleichzeitig kann aber eine flexible Kompensation unterschiedlicher Oberflächenformen der Trägerschicht des HOE während des Belichtungsprozesses und in der nachfolgenden Anwendung ermöglicht werden.
Durch die Kombination der Bewegung entlang der z.B. gekrümmten Bahnkurve (und optional einer Veränderung des Austrittswinkels mittels des Positionierungsmoduls) einerseits und dem Scannen andererseits kann also der Einfallswinkel des Lichts auf dem Master-HOE flexibel variiert werden. Außerdem kann eine möglichst homogene integrierte Bestrahlung in den verschiedenen Bereichen des Master-HOE während des Belichtungsprozesses erzielt werden. Entsprechend ist es möglich, die Scanamplitude und/oder die Scanfrequenz flexibel anzupassen. Beispielsweise könnte die Scanamplitude so angepasst werden, dass sich der Lichtpunkt des Lichts beim Scannen jeweils von Kante zu Kante des Master-HOE bewegt. Dies entspricht z.B. einem kartesischen Scan-Muster mit Scanlinien. Zusammen mit einer variablen Scanamplitude kann die Scanfrequenz angepasst werden, so dass die Verweildauer des Lichtpunkts in den ver-
schiedenen Bereichen entlang einer Scanlinie unabhängig von der Scanamplitude konstant bleibt; dadurch kann eine homogene integrierte Bestrahlung in den verschiedenen Bereichen des Master-HOE während des Belichtungsprozesses ermöglicht werden.
In einer einfachen Variante wäre es denkbar, dass das Master-HOE während des Belichtungsprozesses so angeordnet ist, dass die Scanfrequenz und optional die Scanamplitude während des Belichtungsprozesses konstant bleiben kann. Beispielsweise könnte das Master-HOE mit einer bestimmten fixen Querausdehnung so angeordnet werden, dass diese fixe Querausdehnung durch das Scannen des Lichtpunkts mit fester Scanamplitude und Scanfrequenz überstrichen wird.
Der Scanspiegel könnte im Bezugspunkt angeordnet sein. Es wäre aber auch denkbar, dass der Scanspiegel versetzt zum Bezugspunkt angeordnet ist, insbesondere stromaufwärts entlang des Strahlengangs. Es wäre denkbar, dass der Scanspiegel in einem Fokuspunkt des Strahlengangs angeordnet ist. Wenn der Scanspiegel im Fokuspunkt des Strahlengangs angeordnet ist, können vergleichsweise kleine Spiegelflächen ausreichend sein; dies ermöglicht höhere Scanfrequenzen, weil die bewegte Masse und damit die benötigten Kräfte bzw. dynamischen Verformungen abnehmen.
Es sind unterschiedliche Implementierungen des Scanspiegels denkbar. Beispielsweise könnte ein Scanspiegel mit Galvanometer-Antrieb verwendet werden, d.h. ein sog. Galvanometerspiegel. Es könnte auch ein Mikro-Elektromechanisch (MEMS) implementierter Spiegel verwendet werden. Es könnte ein Polygon-Scanspiegel verwendet werden.
Es könnte auch ein akustooptischer Deflektor verwendet werden.
Der Scanspiegel kann ein oder mehrere Freiheitsgrade der Scanbewegung aufweisen. Zum Beispiel könnte ein eindimensionales oder zweidimensionales Scannen ermöglicht werden.
Der Scanspiegel könnte ein zweidimensional verkippbarer Scanspiegel des Positionierungsmoduls sein. In einem solchen Szenario könnte der Scanspiegel angesteuert werden, um - überlagert mit dem Scannen - außerdem den Austrittswinkel des Strahlen-
gangs im Bezugspunkt in Bezug auf das Master-HOE zu verändern. Eine solche Veränderung des Austrittswinkels kann besonders langsam im Vergleich zu dem Scannen erfolgen.
Voranstehend wurden Techniken beschrieben, um das HOE zu belichten, indem das Master-HOE beleuchtet wird, wenn die entsprechenden Trägermaterialien nebeneinander angeordnet sind.
In verschiedenen Beispielen kann das Verfahren auch das Herstellen des Master-HOE in einem weiteren (vorgelagerten) Belichtungsprozess umfassen. Typischerweise wird in einem solchen weiteren Belichtungsprozess zur Herstellung des Master-HOE die Trägerschicht des Master-HOE in einer Oberflächenform fixiert, welche der Oberflächenform entspricht, welche das replizierte HOE im Anwendungsfall aufweist. Es ist also möglich, dass die Trägerschicht des Master-HOE während des weiteren Belichtungsprozesses eine erste Oberflächenform aufweist, die verschieden ist von einer zweiten Oberflächenform der Trägerschicht während des Belichtungsprozesses.
So wäre es zum Beispiel denkbar, dass die erste Oberflächenform (während Belichtung des Master-HOE zur Herstellung des Master-HOE) einer eindimensionalen Krümmung der Trägerschicht entspricht; und die zweite Oberflächenform (während Beleuchtung des Master-HOE zu Belichtung und Herstellung des replizierten HOE) einer ebenen Ausgestaltung der Trägerschicht, das heißt ohne Krümmung, des Master-HOE entspricht. Dies wäre insbesondere für einen Flachbett- Replikationsprozess möglich.
In einem anderen Beispiel wäre es denkbar, dass die erste Oberflächenform (während Belichtung des Master-HOE zur Herstellung des Master-HOE) eben ist; und die zweite Oberfläche (während Beleuchtung des Master-HOE zur Belichtung und Herstellung des replizierten HOE) einer eindimensionalen Krümmung der Trägerschicht entspricht. Das wäre zum Beispiel in einem Rolle-zu-Rolle-Replikationsprozess möglich.
Dies bedeutet, dass in solchen Fällen durch geeignete Wahl der z.B. gekrümmten Bahnkurve und/oder des Einfallswinkels des Lichts während der Beleuchtung des Master- HOE zur Belichtung und Herstellung des replizierten HOE lediglich eine eindimensionale Veränderung der Krümmung der Trägerschicht kompensiert werden muss.
In einem solchen Beispiel kann die Scanrichtung der Scanbewegung, die durch den Scanspiegel bewirkt wird, senkrecht zu der Achse der eindimensionalen Krümmung verlaufen.
Als allgemeine Regel ist es nicht in allen Varianten erforderlich, einen Scanspiegel zum Scannen während des Belichtungsprozesses zu verwenden. Beispielsweise wäre es in manchen Szenarien denkbar, dass ein oder mehrere optische Elemente (z.B. Linsen und/oder Spiegel, etwa dichroitische Spiegel) im Bezugspunkt entlang des Strahlengangs angeordnet sind, welche bewirken, dass der Lichtpunkt des Lichts auf dem Mas- ter-HOE aufgeweitet wird (das heißt in Bezug auf einen Fall, in dem die mindestens eine Linse nicht vorhanden wäre). Beispielsweise könnte eine solche Aufweitung eindimensional entlang einer Achse erfolgen - die beispielsweise in einem anderen Implementierungsszenario gescannt werden würde. Beispielsweise könnte eine solche Aufweitung des Lichtpunkts so erfolgen, dass der Lichtpunkt die gesamte Querausdehnung des Master-HOE abdeckt.
In manchen Beispielen wäre auch eine Kombination von mindestens einem aufweitenden optischen Element, wie obenstehend beschrieben, mit einem Scanspiegel denkbar.
Es sind grundsätzlich unterschiedliche Implementierungen für das Positionierungsmodul denkbar. Zum Beispiel könnte das Positionierungsmodul einen Roboterarm mit mehreren verstellbaren Achsen umfassen. Es wäre auch denkbar, dass das Positionierungsmodul einen mehrachsigen optischen Linearverstelltisch umfasst. Ein Verstelltisch könnte optional auch einen rotatorischen Freiheitsgrad aufweisen. Allgemein kann das Positionierungsmodul ein oder mehrere Aktuatoren umfassen, die unterschiedliche Freiheitsgrade der Verstellung des Positionierungsmoduls adressieren, um derart die gekrümmte Bahnkurve und/oder eine Veränderung des Austrittswinkels zu ermöglichen.
Das Positionierungsmodul kann Computer-implementiert gesteuert werden.
Beispielsweise kann das Ansteuern des Positionierungsmoduls basierend auf Steuerdaten erfolgen, welche die z.B. gekrümmte Bahnkurve und/oder optional auch den Austrittswinkel des Lichts im Bezugspunkt in Bezug auf das Master-HOE bestimmen.
Anhand der Steuerdaten kann der Einfallswinkel des Lichts auf dem Master-HOE bestimmt werden.
Anhand der Steuerdaten wird das Scan-Muster bzw. der Einfallswinkel des Lichts zur Replikation des Master-HOE bei Belichtung des HOE als Funktion der Position des Lichtpunkts auf der Trägerschicht bestimmt.
Es wäre in manchen Beispielen auch denkbar, dass die Steuerdaten den Einfallswinkel des Lichts auf dem Master-HOE angeben, d.h. als Funktion der Position des Lichtpunkts auf der Trägerschicht; dann mittels einer entsprechenden Logik - die typischerweise von der Architektur des Positionierungsmoduls abhängt - der Einfallswinkel des Lichts auf dem Master-HOE in eine geeignete Bewegung des Positionierungsmoduls übersetzt werden. Das bedeutet also, dass die Steuerdaten den Einfallswinkel des Lichts auf dem Master-HOE angeben / indizieren können.
In manchen Beispielen kann das Verfahren auch das Berechnen der Steuerdaten umfassen. Zum Beispiel könnten die Steuerdaten basierend auf einer ersten Oberflächenform des Trägermaterials des Master-HOE während des weiteren Belichtungsprozesses zur Belichtung des Master-HOE sowie basierend auf einer zweiten Oberflächenform des Trägermaterials des Master-HOE während des Belichtungsprozesses (zur Belichtung des replizierten HOE), sowie weiter basierend auf dem Einfallswinkel von Licht als Funktion des Ortes auf dem Master-HOE während des weiteren Belichtungsprozesses berechnet werden.
Beim Berechnen der Steuerdaten kann auch die Emittergeometrie einer Lichtquelle, die später bei Rekonstruktion des Hologramms durch Beleuchtung des HOE verwendet wird, berücksichtigt werden. Derart können zum Beispiel auch flächige Lichtquellen zur Beleuchtung des HOE bei Rekonstruktion des Hologramms ermöglicht werden, während bei Replikation des Master-HOE eine nicht-flächige Lichtquelle (oder allgemein eine Lichtquelle mit anderer Emittergeometrie) verwendet wird.
Bei der Berechnung der Steuerdaten kann eine Verformung der Beugungsstruktur des Master-HOE aufgrund einer Veränderung der Oberflächenform berücksichtigt werden.
Aufgrund der Verformung der Beugungsstruktur resultiert ein verändertes Beugungsmuster. Diese veränderte Beugungsstruktur des Master-HOE während des Belichtungsprozesses zur Belichtung des replizierten HOE wird auf das replizierte HOE kopiert. Das bedeutet, wenn das replizierte HOE im Anschluss an den Belichtungsprozessen einer anderen Oberflächenform - typischerweise der ersten Oberflächenform, die bei Belichtung des Master-HOE vorlag - fixiert wird, die inverse Veränderung der Oberflächenform vorliegt und auch eine inverse Veränderung des Beugungsmusters. Das replizierte HOE kann dann in flexibler Oberflächenform beleuchtet werden. Es können unterschiedliche Lichtquellen zur Beleuchtung verwendet werden, z.B. auch ausgedehnte Lichtquellen.
Um diese Veränderung der Oberflächenform (bzw. die inverse Veränderung der Oberflächenform) zu kompensieren, kann der Einfallswinkel des Lichts bei Belichtung des replizierten HOE entsprechend angepasst werden. Dies wird geeignet in den Steuerdaten hinterlegt.
Typischerweise kann eine solche Berechnung der Steuerdaten zum Beispiel bei Herstellung des Master-HOE erfolgen. Die Steuerdaten können dann in einer entsprechenden Datenbank bzw. Nachschlagetabelle hinterlegt werden.
Es können verschiedene Eingangsgrößen bei der Berechnung der Steuerdaten berücksichtigt werden. Beispielsweise kann die Oberflächenform des HOE bei Belichtung berücksichtigt werden und die Oberflächenform des HOE bei Beleuchtung zur Rekonstruktion des Hologramms. Es kann auch die Beleuchtungsgeometrie bzw. Emittergeometrie bei Beleuchtung berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass eine Anordnung der zur Beleuchtung bei Rekonstruktion des Hologramms verwendeten Lichtquelle zum HOE berücksichtigt werden kann; und auch eine Ausdehnung der Lichtquelle. Es können Aberrationen antizipiert und korrigiert werden, etwa aufgrund von Materialausdehnung usw.
Es wäre denkbar, dass in Abhängigkeit vom verwendeten Master-HOE eine Auswahl der Steuerdaten aus einer Steuerdaten-Nachschlagetabelle erfolgt. Die Steuerdaten- Nachschlagetabelle kann dabei eine Vielzahl von Kandidaten-Steuerdaten umfassen, die mit unterschiedlichen Master-HOE assoziiert sind, in einem solchen Szenario ist es
also möglich, je nach Master-HOE - damit typischerweise auch je nach intendierter Oberflächenform für das replizierte HOE - unterschiedliche Steuerdaten zu verwenden.
Voranstehend wurden also Techniken zur Herstellung des replizierten HOE beschrieben. Nach dem Belichtungsprozess zur Replikation des Master-HOE kann dann die Trägerschicht des replizierten HOE in einer Oberflächenform fixiert werden, die verschieden ist von der Oberflächenform dieser Trägerschicht während des Belichtungsprozesses des replizierten HOE.
Ein Computerprogramm umfasst Programmcode, der von einem Prozessor geladen und ausgeführt werden kann. Wenn der Prozessor den Programmcode ausführt, bewirkt dies, dass der Prozessor ein Verfahren zur Herstellung eines HOE durch Replikation eines Master-HOE im Rahmen eines Belichtungsprozesses ausführt. Während des Belichtungsprozesses ist eine Trägerschicht des Master-HOE entlang einer Trägerschicht des HOE angeordnet. Das Verfahren umfasst das Ansteuern einer Strahlungsquelle, um während des Belichtungsprozesses Licht auf das Master-HOE auszusenden, so dass das HOE belichtet wird. Außerdem umfasst das Verfahren das Ansteuern eines Positionierungsmoduls, um während des Belichtungsprozesses einen entlang eines Strahlengangs des Lichts angeordneten Bezugspunkt in Bezug auf das Master-HOE auf einer gekrümmten Bahnkurve zu bewegen.
Eine Datenverarbeitungseinheit umfasst mindestens einen Prozessor und einen Speicher. Der mindestens eine Prozessor ist eingerichtet, um Programmcode aus dem Speicher zu laden und auszuführen. Dies bewirkt, dass der mindestens eine Prozessor ein Verfahren zur Herstellung eines HOE durch Replikation eines Master-HOE im Rahmen eines Belichtungsprozesses ausführt. Während des Belichtungsprozesses ist eine Trägerschicht des Master-HOE entlang einer Trägerschicht des HOE angeordnet. Das Verfahren umfasst das Ansteuern einer Strahlungsquelle, um während des Belichtungsprozesses Licht auf das Master-HOE auszusenden, so dass das HOE belichtet wird. Außerdem umfasst das Verfahren das Ansteuern eines Positionierungsmoduls, um während des Belichtungsprozesses einen entlang eines Strahlengangs des Lichts angeordneten Bezugspunkt in Bezug auf das Master-HOE auf einer gekrümmten Bahnkurve zu bewegen.
Eine Vorrichtung (kann auch als Belichtungssystem bezeichnet werden) zur Herstellung eines HOEs umfasst mindestens ein Fixierelement, auf dem eine Trägerschicht eines Master-HOE und eine Trägerschicht des HOE während eines Belichtungsprozesses angeordnet werden können, sodass sich diese zumindest lokal entlang einander erstrecken. Die Vorrichtung umfasst auch eine Strahlungsquelle, die eingerichtet ist, um während des Belichtungsprozesses Licht auf das Master-HOE auszusenden, sodass das HOE belichtet wird. Außerdem umfasst die Vorrichtung auch ein Positionierungsmodul das eingerichtet ist, um einen Strahlengang des Lichts während es Belichtungsprozesses relativ in Bezug auf die Trägerschicht des Master-HOE und die Trägerschicht des HOE zu bewegen.
Eine Datenverarbeitungseinheit umfasst mindestens einem Prozessor und einen Speicher. Der mindestens eine Prozessor ist eingerichtet, um Programmcode aus dem Speicher zu laden und auszuführen. Der mindestens eine Prozessor ist auch eingerichtet, um basierend auf dem Programmcode, Steuerdaten für die Steuerung einer Vorrichtung zur Replikation eines Master-HOE bzw. zu Belichtung eines HOE zu berechnen.
Es wird auch entsprechender Programmcode offenbart, der von mindestens einem Prozessor ausgeführt werden kann. Wenn der mindestens eine Prozessor dem Programmcode ausführt, bewirkt dies, dass der mindestens eine Prozessor Steuerdaten für die Steuerung einer Vorrichtung zur Replikation eines Master-HOE bzw. zu Belichtung eines HOE berechnet.
Die oben dargelegten Merkmale und Merkmale, die nachfolgend beschrieben werden, können nicht nur in den entsprechenden explizit dargelegten Kombinationen verwendet werden, sondern auch in weiteren Kombinationen oder isoliert, ohne den Schutzumfang der vorliegenden Erfindung zu verlassen. Beispielsweise wurden obenstehend Techniken im Zusammenhang mit einem Verfahren zur Herstellung eines HOE durch Replikation eines Master-HOE beschrieben. Entsprechende Verfahren und Techniken können implementiert werden von einer Vorrichtung bzw. einem Belichtungssystem, wie es obenstehend beschrieben wurde. Außerdem wurden voranstehend Techniken im Zusammenhang mit der Verwendung von Steuerdaten zur Steuerung ein oder mehrere
Komponenten eines solchen Vorrichtung beschrieben. Entsprechende Techniken können kombiniert werden mit einer Datenverarbeitungseinrichtung, die zur Berechnung entsprechender Steuerdaten eingerichtet ist.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
FIG. 1 ist ein Flussdiagramm eines beispielhaften Verfahrens zur Herstellung eines HOE.
FIG. 2 illustriert schematisch ein System zur Belichtung eines HOE im Rahmen einer Replikation eines Master-HOE gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 3 illustriert schematisch eine Variation des Systems aus FIG. 2.
FIG. 4 illustriert schematisch die Beleuchtung eines Master-HOE in einer Ziel-Oberflä- chenform gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 5 illustriert schematisch die Beleuchtung eines Master-HOE in einer Belichtungs- Oberflächenform die von der Ziel-Oberflächenform abweicht, gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 6 ist ein Flussdiagramm eines beispielhaften Verfahrens.
FIG. 7 illustriert schematisch einen Flachbrett-Replikationsprozess zur Belichtung eines HOE durch Replikation eines Master-HOE gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 8 illustriert schematisch einen Rolle-zu-Rolle-Replikationsprozess zur Belichtung eines HOE durch Replikation eines Master-HOE gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 9 illustriert schematisch ein Master-HOE mit einer eindimensional gekrümmten Ziel- Oberflächenform gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 10A illustriert schematisch das Master-HOE aus FIG. 9 mit einer ebenen Beleuchtungs-Oberflächenform gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 10B ist eine Seitenansicht des Master-HOE aus FIG. 10A.
FIG. 10C ist eine weitere Seitenansicht des Master-HOE aus FIG. 10A.
FIG. 11 illustriert schematisch ein HOE mit einer eindimensional gekrümmten Oberflächenform und einer flächigen Beleuchtung zur Replikation eines Hologramms gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 12A entspricht FIG. 11 , wobei virtuelle Punktlichtquellen als Ersatz für die flächige Beleuchtung gezeigt sind.
FIG. 12B illustriert schematisch das HOE aus FIG. 11 bei Belichtung gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 13 illustriert Aspekte im Zusammenhang mit einem Positionierungsmodul gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 14 illustriert Aspekte im Zusammenhang mit einem Positionierungsmodul gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 15 illustriert Aspekte in Bezug auf einen Rolle-zu-Rolle-Replikationsprozess gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 16 illustriert Aspekte im Zusammenhang mit einem Rolle-zu-Rolle-Replikationspro- zess gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 17 zeigt eine Seitenansicht eines HOEs bei Replikation gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 18 entspricht FIG. 17, wobei eine sphärische Aberration vorliegt.
FIG. 19 zeigt die Belichtung eines Master-HOE zur Replikation bei Kompensation einer sphärischen Aberration gemäß verschiedenen Beispielen.
FIG. 20 illustriert schematisch eine Datenverarbeitungseinheit gemäß verschiedenen Beispielen.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert werden.
Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder ähnliche Elemente. Die Figuren sind schematische Repräsentationen verschiedener Ausführungsformen der Erfindung. In den Figuren dargestellte Elemente sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu dargestellt. Vielmehr sind die verschiedenen in den Figuren dargestellten Elemente derart wiedergegeben, dass ihre Funktion und genereller Zweck dem Fachmann verständlich wird. In den Figuren dargestellte Verbindungen und Kopplungen zwischen funktionellen Einheiten und Elementen können auch als indirekte Verbindung oder Kopplung implementiert werden. Eine Verbindung oder Kopplung kann drahtgebunden oder drahtlos implementiert sein. Funktionale Einheiten können als Hardware, Software oder eine Kombination aus Hardware und Software implementiert werden.
Nachfolgend werden Techniken zur Herstellung von HOE beschrieben. Beispielsweise können mittels der hierin beschriebenen Techniken Volumen-HOE oder Oberflächen- HOE hergestellt werden.
Die hierin beschriebenen Techniken beruhen auf der Replikation eines Master-HOE zur Herstellung eines replizierten HOE. Zur Herstellung des Master-HOE kann voran gelagert ein entsprechender Belichtungsprozess verwendet werden. Verschiedene hierin beschriebenen Beispiele betreffen insbesondere die Belichtung des replizierten HOE, durch Replikation des Master-HOE.
Verschiedene Beispiele beruhen auf der Erkenntnis, dass unterschiedliche Anwendungsgebiete die Integration von HOE in gekrümmten Flächen benötigen. Das bedeutet,
dass je nach Anwendungsgebiet eine Trägerschicht des replizierten HOE in einer gekrümmten Oberflächenform fixiert wird. Dazu könnte die Trägerschicht des replizierten HOE beispielsweise auf einen entsprechenden Träger, der zum Beispiel in einem Spritzgussverfahren oder mittels additiver Fertigung hergestellt wird, aufgebracht werden. Die entsprechende Krümmung der Oberflächenform kann eindimensional oder zweidimensional sein.
In einem solchen Fall kann das Master-HOE in einem Zustand belichtet werden, in dem die Trägerschicht des Master-HOE dieselbe Oberflächenform aufweist, die das replizierte HOE im Anwendungsfall aufweist. Diese Oberflächenform wird nachfolgend Ziel- Oberflächenform genannt, weil es sich dabei um die intendierte Oberflächenform nach Beendigung des Herstellungsverfahrens für das replizierte HOE handelt.
Während des Herstellungsverfahrens für das replizierte HOE kann es aber aufgrund technischer Limitierungen notwendig sein, von der Ziel-Oberflächenform abzuweichen. Insbesondere kann es denkbar sein, dass die Oberflächenform des Trägermaterials des replizierten HOE während der Replikation, das heißt während der Belichtung des replizierten HOE, von der Ziel-Oberflächenform abweicht. Diese Oberflächenform des Trägermaterials des replizierten HOE während der Replikation, das heißt während der Belichtung des replizierten HOE, wird nachfolgend als Belichtungs-Oberflächenform bezeichnet.
Beispielsweise erfordert ein Rolle-zu-Rolle-Prozess oder ein Flachbett-Kopierverfahren bestimmte Belichtungs-Oberflächenformen. Das bedeutet, dass zum Beispiel im Rolle- zu-Rolle-Prozess oder im Flachbett-Kopierverfahren die Belichtungs-Oberflächenform des replizierten HOE (und entsprechend des Master-HOE) vorgegeben sein kann und insbesondere von der Ziel-Oberflächenform abweichen kann.
Neben einer solchen durch die System-Integration des HOE bedingten Abweichung zwischen der Oberflächenform bei Belichtung und der Oberflächenform bei Beleuchtung zur Rekonstruktion des Hologramms kann es alternativ oder zusätzlich auch zu einer durch die System-Integration bedingten Beleuchtungsgeometrie oder Emittergeometrie bei Beleuchtung zur Rekonstruktion des Hologramms kommen, die von der Beleuchtungsgeometrie bzw. Emittergeometrie bei Belichtung abweicht. Beispielsweise kann bei
der Belichtung eine punktförmige Lichtquelle verwendet werden. Ein Lichtpunkt kann über das Trägermaterial des HOE zur Belichtung bewegt werden. Bei Beleuchtung kann eine ausgedehnte Lichtquelle verwendet werden. Das bedeutet, dass eine Emitter-Fläche der Lichtquelle bei Beleuchtung signifikant größer ist als eine Emitter-Fläche der Strahlungsquelle bei Belichtung. Beispielsweise kann die Emitter-Fläche der Lichtquelle bei Beleuchtung mindestens um einen Faktor 1000 größer sein als die Emitter-Fläche der Strahlungsquelle bei Belichtung. Die Lichtquelle bei Beleuchtung kann auch ein Array von einzelnen Emittern umfassen, z.B. ein Leuchtdioden-Panel (also z.B. ein Array aus Leuchtdioden oder allgemeiner einer Anordnung mehrerer Leuchtdioden auf einem Träger). Auch solche durch die System-Integration des HOE bedingte Beleuchtungsgeometrien können bei der Belichtung berücksichtigt werden.
FIG. 1 illustriert ein Verfahren zur Herstellung eines replizierten HOE gemäß verschiedenen Beispielen.
In Box 3005 erfolgte Herstellung eines Master-HOE. Dazu wird ein entsprechendes Fotopolymer belichtet, welches sich in oder auf einer Trägerschicht des Master-HOE befindet. Für die Belichtung kann ein Objektstrahl und ein Referenzstrahl entsprechenden Lichts verwendet werden, die phasenkohärent zueinander ausgebildet sind. Eine analoge Belichtung könnte erfolgen, bei der das Objekt den Objektstrahl erzeugt. Es könnte auch eine digitale Belichtung mit einem pixelierten Licht-Modulator und einem Stitching- Verfahren verwendet werden.
In FIG. 1 ist gezeigt, dass das Master-HOE (oder genauer genommen das Trägermaterial des Master-HOE) in Box 3005, also bei Belichtung des Master-HOE die Ziel-Oberflä- chenform 911 aufweist. Diese Ziel-Oberflächenform 911 wird in Fig. 1 beispielhaft und schematisch als gekrümmt dargestellt, könnte aber eine beliebige Form aufweisen.
Dann wird in Box 3010 das replizierte HOE belichtet, durch Replikation des Master- HOE. Es kann ein Rolle-zu-Rolle Prozess oder ein Flachbett-Kopierprozess verwendet werden.
In Box 3010 wird typischerweise ein Laser als Strahlungsquelle verwendet. Der Laserstrahl kann gescannt werden. Ein Lichtpunkt des Laserstrahls kann über die Oberfläche der Trägerschicht, in der das HOE erzeugt wird, bewegt werden.
In Box 3010 weist das Trägermaterial des Master-HOE sowie das Trägermaterial des replizierten HOE eine Belichtungs-Oberflächenform 912 auf; dieses wird beispielhaft in FIG. 1 als eben dargestellt, könnte aber auch eine Krümmung aufweisen.
Die Belichtungs-Oberflächenform 912 ist verschieden von der Ziel-Oberflächenform 911.
Nach dem Belichtungsprozess für die Trägerschicht des replizierten HOE wieder in der Ziel-Oberflächenform 911 fixiert, Box 3015. Es erfolgt eine System-Integration für eine Zielanwendung, beispielsweise in einem Kraftfahrzeug. Anschließend kann das replizierte HOE mit einer geeigneten Lichtquelle beleuchtet werden, so dass das Hologramm rekonstruiert wird, Box 3020.
Das replizierte HOE kann dann beleuchtet werden, um ein Hologramm zu rekonstruieren. Die Beleuchtung kann mit einer beliebigen Lichtquelle, z.B. einer Punktlichtquelle oder einer flächigen Lichtquelle erfolgen. Allgemein formuliert weicht in bestimmten Beispielen die zur Beleuchtung verwendete Lichtquelle von der zur Belichtung verwendeten Strahlungsquelle ab.
FIG. 2 illustriert Aspekte im Zusammenhang mit einer Vorrichtung bzw. einem System 50, welches für die Herstellung eines replizierten HOE 96 verwendet werden kann. Das System 50 kann also insbesondere im Zusammenhang mit Box 3010 gemäß dem Verfahren aus FIG. 1 verwendet werden. Das System 50 kann als Belichtungssystem oder Belichtungsvorrichtung bezeichnet werden.
Das System 50 umfasst eine Strahlungsquelle bzw. Lichtquelle 52, zum Beispiel einen Laser, der kohärentes Laserlicht entlang eines Strahlengangs 41 aussendet. Das „Licht“ kann im sichtbaren Spektrum oder angrenzenden Wellenlängenbereichen, zum Beispiel im infraroten oder ultravioletten Teil des elektromagnetischen Spektrums angeordnet sein. Die Lichtquelle 52 wird von einer Steuerung 51 (beispielsweise ein Prozessor, der
Programmcode aus einem Speicher laden und ausführen kann; oder ein applikationsspezifischer integrierter Schaltkreis; oder ein feldprogrammierbares Array) angesteuert.
Die Lichtquelle 52 kann punktförmig sein. Das bedeutet, dass eine Emitter-Fläche der Lichtquelle 52 besonders klein ist. Beispielsweise könnten Kantenabmessungen der Emitter-Fläche <1 mm oder kleiner als 100 pm oder kleiner als 20 pm sein. Die Lichtquelle 52 kann Kollimator-Optiken umfassen, die die Divergenz des Strahlengangs des Lichts reduziert.
Als Lichtquelle kann ein Laser oder eine Laserdiode verwendet werden. Es kann eine Kollimation entlang einer „fast axis“ und einer „slow axis“ erfolgen.
Das Licht beleuchtet ein Master-HOE 92, um derart ein repliziertes HOE 96 zu belichten. Ein von der Lichtquelle 52 erzeugte Lichtpunkt kann über das Trägermaterial des HOE 96 bewegt werden.
Außerdem umfasst das System 50 auch ein Positionierungsmodul 56. Dieses umfasst ein oder mehrere motorisierte Stellglieder 55, sowie mindestens ein optisches Element 54 (das passiv oder aktiv sein kann, d.h. einstellbar sein kann oder fix orientiert).
Die motorisierten Stellglieder 55 können mindestens ein optisches Element 54 gemäß mehreren Freiheitsgraden positionieren. Es kann möglich sein, ein oder mehrere translatorische Bewegungsfreiheitsgrade zu implementieren. Alternativ oder zusätzlich können ein oder mehrere rotatorische Bewegungsfreiheitsgrade implementiert werden.
Das Stellglied 55 könnte zum Beispiel durch einen Roboterarm mit mehreren verstellbaren Achsen implementiert werden. Es wäre auch eine Implementierung mittels eines mehr achsigen optischen Linearverstelltisches denkbar. Entsprechende Beispiele werden später im Zusammenhang mit Fig. 13 und Fig. 14 beschrieben.
Das Stellglied 55 kann von der Steuerung 51 gesteuert werden.
Als allgemeine Regel kann das mindestens eine optische Element 54 zum Beispiel durch einen Spiegel oder ein Prisma implementiert werden. Das mindestens eine optische Element 54 könnte alternativ oder zusätzlich ein oder mehrere Linsen umfassen.
Durch das mindestens eine optische Element 54 kann ein zumindest teilweise kollimier- ter Strahl erzeugt werden.
In manchen Beispielen wäre es denkbar, dass das mindestens eine optische Element einen Scanspiegel umfasst, der den Strahlengang 41 scannen kann. In einem solchen Fall kann der Scanspiegel von der Steuerung 51 gesteuert werden. Es können unterschiedliche Scan-Muster verwendet werden. In einem Beispiel wird ein kartesisches Scan-Muster verwendet. Das bedeutet, dass nacheinander Linien gescannt werden. Es könnte auch ein spiralförmiges Scan-Muster verwendet werden. Es könnten mehrere Ellipsen verwendet werden (ellipsenförmiges Scan-Muster), die z.B. nach und nach kleiner oder größer werden. Je nach Wahl des Scan-Musters können zum Beispiel bestimmte Aberrationen kompensiert werden. Beispielsweise könnte ein spiralförmiges oder ein el- lipsen-förmiges Scan-Muster besonders geeignet sein, um sphärische Aberrationen zu korrigieren.
Es ist nicht in allen Szenarien erforderlich, dass ein Scanspiegel - sofern überhaupt vorhanden - in das Positionierungsmodul 56 integriert ist. Beispielsweise zeigt FIG. 3 eine Abwandlung des Systems der FIG. 2, bei der der Scanspiegel 58 im Strahlengang 41 angeordnet ist, jedoch getrennt vom Positionierungsmodul 56 stromaufwärts entlang des Strahlengangs 41 (das heißt versetzten zur Lichtquelle 52).
Mittels des Positionierungsmodul 56 ist es möglich, einen Bezugspunkt 84, der entlang des Strahlengangs 41 angeordnet ist (hier im optischen Element 54), auf einer Bahnkurve 61 (mit der gepunktet-gestrichelten Linie indiziert) zu bewegen. Die Bahnkurve 61 bezeichnet also den Pfad entlang dessen sich der Bezugspunkt 84 des Strahlengangs bewegt, während das Master-HOE 92 repliziert wird. Dadurch kann erreicht werden, dass der Einfallswinkel als Funktion der Position des Lichtpunkts auf dem Master-HOE 92 gezielt variiert werden kann.
Die Bahnkurve 61 kann zum Beispiel gekrümmt sein (d.h. in einem globalen Koordinatensystem des Systems 50, wie in FIG. 2 gezeigt). Die Bahnkurve 61 kann eine Komponente aufweisen, die senkrecht zu den Trägerschichten des Master-HOE 92 und des HOE 96 verläuft. Die Bahnkurve 61 kann eine Komponente aufweisen, die parallel zu den Trägerschichten des Master-HOE 92 und des HOE 96 verläuft. Nachfolgend wird
angenommen, dass die Bahnkurve 61 gekrümmt ist; es wäre aber auch denkbar, dass die Bahnkurve 61 nicht gekrümmt, sondern gerade ist.
Die Steuerung 51 kann dabei eingerichtet sein, das Positionierungsmodul 56 während des Belichtungsprozesses (das heißt während die Lichtquelle 52 angesteuert wird, um das Licht entlang des Strahlengangs 41 auszusenden) anzusteuern, so dass der Bezugspunkt 84 in Bezug auf das Master-HOE 92 auf der gekrümmten Bahnkurve 61 bewegt wird.
Die Steuerung 51 kann auch eingerichtet sein, um während des Belichtungsprozesses den Austrittswinkel 85 des Lichts aus dem Bezugspunkt 84 zu variieren. Zum Beispiel könnte dazu ein Spiegel des mindestens einen optischen Elements 54 in Bezug auf das Stellglied 55 verkippt werden oder ein fix in Bezug auf das Stellglied 55 orientierter (starrer) Spiegel unterschiedlich zu Lichtquelle 52 positioniert werden.
Die Steuerung 51 ist entsprechend eingerichtet, um während des Belichtungsprozesses den Einfallswinkel 89 des Lichts auf der Trägerschicht des Master-HOE 92 bzw. des HOE 96 zu variieren.
Durch die Bewegung entlang der Bahnkurve 61 und/oder durch die Variation des Austrittswinkels 85 wird im Ergebnis ein Einfallswinkel 89 des Lichts auf dem Master-HOE 92 variiert.
Zur Steuerung des Positionierungsmoduls 55 und optional des Scanspiegels 58 kann die Steuerung 51 Steuerdaten 401 , welche die Bewegung des Stellglieds 55 und/oder optional eines einstellbaren optischen Elements 54 spezifizieren, aus einer entsprechenden Steuerdaten-Nachschlagetabelle 400 laden. Zum Beispiel können die geeigneten Steuerdaten in Abhängigkeit vom gewendeten Master-HOE ausgewählt werden. Das bedeutet, dass für unterschiedliche Master-HOE jeweils unterschiedliche gekrümmte Bahnkurven 61 verwendet werden.
Die Steuerdaten 401 könnten zum Beispiel von einem Hersteller des Master-HOE bereitgestellt werden. Die Steuerdaten 401 könnten zum Beispiel im Zusammenhang mit Box 3005 aus FIG. 1 bestimmt werden.
Diese Abhängigkeit der gekrümmten Bahnkurven 61 vom verwendeten Master-HOE hat den Hintergrund, dass je nach Master-HOE 92 unterschiedliche Ziel-Oberflächenformen 911 verwendet werden können (wobei der Belichtungsprozess zur Replikation jeweils in derselben Belichtungs-Oberflächenform 912 stattfinden kann, weil diese Belichtungs- Oberflächenform 912 durch den verwendeten Replikationsprozess diktiert wird). Entsprechend muss eine unterschiedliche Kompensation durch die gekrümmte Bahnkurve 61 erfolgen. Dies wird nachfolgend im Zusammenhang mit FIG. 4 und FIG. 5 erläutert.
FIG. 4 illustriert Aspekte in Bezug auf die Ziel-Oberflächenform 911. FIG. 4 illustriert Master-HOE 92 auf der entsprechenden Trägerschicht 91 , welche die Ziel-Oberflächen- form 91 aufweist.
Das Master-HOE 92 implementiert im Beispiel der FIG. 4 eine optische Funktionalität eines außeraxialen Paraboloid-Spiegel, der von einer Punktlichtquelle beleuchtet wird. Ein einfallendes divergentes Strahlbündel 81 wird in ein paralleles Strahlbündel 82 überführt. Das ist nur eine beispielhafte optische Funktionalität und ein breites Spektrum unterschiedlicher optischer Funktionalitäten ist grundsätzlich denkbar.
In jedem Fall soll das replizierte HOE 96 die entsprechende optische Funktionalität implementieren, wenn das replizierte HOE 96 dieselbe Ziel-Oberflächenform 911 aufweist.
Bei Belichtung des replizierten HOE 96 (vergleiche FIG. 1 : Box 3010) weist das replizierte HOE 96 und das Master-HOE 92 (in FIG. 5 ist nur das Master-HOE 92 gezeigt), jedoch die Belichtungs-Oberflächenform 912 auf. Diese ist in FIG. 5 gezeigt.
Die Transformation zwischen der Ziel-Oberflächenform 911 und der Belichtungs-Oberflächenform 912 bewirkt eine Veränderung der Beugungsstruktur des Master-HOE 92; diese Veränderung der Beugungsstruktur kann entsprechend in eine Veränderung der Strahlen des einfallenden Strahlbündels 81# und der Strahlen des ausfallenden Strahlenbündels 82# übersetzt werden: Diese Strahlbündel 81# und 82# werden in der Zeichenebene „aufgezogen“, genauso wie die Beugungsstruktur.
Verschiedene Beispiele beruhen auf der Erkenntnis, dass zur Herstellung des replizierten HOE 96 bei Verwendung der Belichtungs-Oberflächenform 912 der Strahlengang 41
des zur Belichtung verwendeten Lichts die Strahlen des angepassten Strahlbündel des 81# (vgl. FIG. 5) nachbilden sollen, um derart die optische Funktionalität des replizierten HOE 96 gemäß FIG. 4 (dort für das Master-HOE 92 gezeigt) bei Vorliegen der Ziel- Oberflächenform 911 zu gewährleisten.
Dies wird mittels eines Verfahrens ermöglicht, welches nachfolgend im Zusammenhang mit FIG. 6 diskutiert wird.
FIG. 6 illustriert ein beispielhaftes Verfahren. Das Verfahren der FIG. 6 dient der Herstellung eines replizierten HOE. Insbesondere betrifft das Verfahren der FIG. 6 den Replikationsprozess, vergleiche FIG. 1 : Box 3010. Beispielsweise könnte das Verfahren aus FIG. 6 von einer Steuerung implementiert werden, beispielsweise von der Steuerung 51 des Systems 50 aus FIG. 2. Zum Beispiel könnte ein entsprechender Prozessor Programmcode aus einem Speicher laden und ausführen, um das Verfahren aus FIG. 6 auszuführen. Mittels des Verfahrens aus FIG. 6 ist es möglich, einen Lichtpunkt über die Trägerschicht eines Master-HOE zu bewegen, um derart eine Beugungsstruktur des Master-HOE in die Trägerschicht eines HOE zu replizieren. Das HOE wird also belichtet. Mittels des Verfahrens aus FIG. 6 wird insbesondere erreicht, dass diese Belichtung sequenziell durch Bewegung eines Lichtpunkts über die Trägerschicht erfolgt. Der Einfallswinkel des Lichts kann dabei als Funktion der Position des Lichtpunkts auf der Trägerschicht variiert werden.
In Box 3105 wird eine Lichtquelle, beispielsweise einem Laser, angesteuert, um Licht entlang eines Strahlengangs auf ein Master-HOE auszusenden. Beispielsweise könnte die Lichtquelle so angesteuert werden, dass diese während eines Belichtungsprozesses kontinuierlich Licht mit einer bestimmten Lichtstärke aussendet.
Optional kann anschließend in Box 3110 ein Scanspiegel angesteuert werden, um während des Belichtungsprozesses das Licht in Bezug auf das Master-HOE zu scannen. Beispielsweise wurde ein entsprechender Scanspiegel 58 im Zusammenhang mit dem System 50 im Beispiel der FIG. 3 diskutiert; es wäre auch denkbar, dass der Scanspiegel Teil des Positionierungsmoduls ist, vergleiche FIG. 2.
In manchen Beispielen ist überhaupt kein Scanspiegel erforderlich. Entsprechend ist Box 3110 optional.
Anschließend erfolgt in Box 3115 das Ansteuern des Positionierungsmoduls 3115, um während des Belichtungsprozesses einen Bezugspunkt entlang des Strahlengangs des Lichts in Bezug auf das Master-HOE auf einer z.B. gekrümmten Bahnkurve zu bewegen. Aspekte im Zusammenhang mit der gekrümmten Bahnkurve 61 wurden voranstehend im Zusammenhang mit FIG. 2 und FIG. 3 diskutiert.
Optional wäre es auch denkbar, dass das Positionierungsmodul in Box 3115 auch angesteuert wird, um den Austrittswinkel des Strahlengangs im Bezugspunkt bei Bewegung des Bezugspunkts entlang der gekrümmten Bahnkurve in Bezug auf das Master-HOE zu verändern. Es kann also eine separate Bewegung zur Veränderung des Austrittswinkels und zur Bewegung entlang der gekrümmten Bahnkurve erfolgen.
Durch solche Techniken kann der Einfallswinkel des Lichts auf das Master-HOE 92 variiert werden. Davon kann z.B. ein Flachbett-Replikationsprozess oder ein Rolle-zu-Rolle- Replikationsprozess profitieren.
FIG. 7 illustriert Aspekte im Zusammenhang mit einem Flachbett-Replikationsprozess zur Replikation des Master-HOE 92, zur Belichtung des replizierten HOE 96. In FIG. 7 ist dargestellt, dass sich die Trägerschicht 91 des Master-HOE 92 während der Belichtung des replizierten HOE 96 parallel zur Trägerschicht 95 des replizierten HOE 96 erstreckt. Dazu wird ein entsprechendes Fixierelement verwendet, z.B. Rollen für einen Rolle-zu-Rolle-Replikationsprozess oder - wie im Beispiel der FIG. 7 - ein oder mehrere Fixierrahmen 99 für einen Flachbett-Replikationsprozess. Zur Belichtung des replizierten HOE 96 wird das Master-HOE 92 mit Licht entlang der Strahlen 81# beleuchtet; aus FIG. 7 ist ersichtlich, dass der Einfallswinkel 89 dieser Strahlen 81# als Funktion der Position des entsprechenden Lichtpunkts auf dem Master-HOE 92 variiert, was durch Verwendung der gekrümmten Bahnkurve 61 des Bezugspunkts 84 entlang des Strahlengangs 41 und optional durch Veränderung des Austrittswinkels des Lichts aus dem Bezugspunkts 84 (vergleiche FIG. 2 und FIG. 3) erreicht wird. Wenn sich das replizierte HOE 96 dann in der Anwendung befindet und die Ziel-Oberflächenform 911 aufweist,
kann wiederum eine Beleuchtung mit anderen Strahlenbündeln (in FIG. 7 mit den gestrichelten Pfeilen dargestellt) erfolgen, wie voranstehend bereits in Zusammenschau der FIGs. 4 und 5 beschrieben.
FIG. 8 illustriert Aspekte im Zusammenhang mit einem Rolle-zu-Rolle-Replikationspro- zess zur Replikation des Master-HOE 92, das heißt zur Belichtung des replizierten HOE 96. In FIG. 8 ist links ein Schnitt durch das Master-HOE 92 gezeigt, wenn dieses die Ziel-Oberflächenform 911 aufweist, also wenn es hergestellt wird (vgl. Box 3005 in FIG. 1). Außerdem sind dort die entsprechenden Strahlen 81-1 - 81-4 eines Strahlenbündels gezeigt, welches zur Belichtung verwendet wird, welche später bei Anwendung des replizierten HOE 96 zur Beleuchtung des replizierten HOE 96 verwendet wird.
Beim Rolle-zu-Rolle-Replikationsprozess (vgl. Box 3010 in FIG. 1) wird das Master-HOE 92 auf einer Walze 71 als Fixierelement aufgebracht und die entsprechenden Strahlen 81 #-1 - 81#-4 des Strahlengangs 41 des Lichts, welche zur Beleuchtung des Master- HOE 92 verwendet werden, werden mit zunehmende Rotation der Walze 71 durch eine Bewegung 21 des Bezugspunkts 84 und einen entsprechend veränderten Austrittswinkel 85 des Lichts aus dem Bezugspunkts 84 (z.B. erreicht durch Verkippung 22 eines entsprechenden Spiegels, der im Bezugspunkt 84 angeordnet ist) erreicht. Dadurch wird also während des Belichtungsprozesses des replizierten HOE (welches auf einer weiteren Walze 72 aufgebracht ist und aus Gründen der Übersichtlichkeit in FIG. 8 nicht gezeigt ist) durch die gekrümmte Bahnkurve die Krümmung des Trägermaterials 91 des Master-HOE 92 kompensiert.
Voranstehend wurden Techniken im Zusammenhang mit der Bewegung des Bezugspunkts 84 erläutert. Außerdem wurde erläutert, wie der Austrittswinkel 89 verändert werden kann. Es ist optional möglich, die Bewegung des Bezugspunkts 84 entlang der gekrümmten Bahnkurve 61 zu synchronisieren mit einem Scannen des Lichtstrahls 41 (vergleiche FIG. 3: Scanspiegel 58). Im Gegensatz zu einer Veränderung des Austrittswinkels 89, wie sie voranstehend diskutiert wurde, kann das Scannen des Lichtstrahls 41 durch eine periodische Scannen Bewegung implementiert werden.
Beispielsweise könnte der Bezugspunkt 84 einen Mittelpunkt der Scanbewegung 53 markieren. Aspekte im Zusammenhang mit dem Scannen sind nachfolgend im Zusammenhang mit FIG. 9 und FIG. 10A dargestellt.
FIG. 9 zeigt ein Master-HOE 92, welches beispielhaft die optische Funktionalität eines außeraxialen Parabolspiegels implementiert. FIG. 9 zeigt das Master-HOE 92 in der Ziel-Oberflächenform 911 ; FIG. 10A zeigt dasselbe Master-HOE 92 in der Belichtungs- Oberflächenform 912. Aus FIG. 9 ist ersichtlich, dass das Master-HOE 92 in der Ziel- Oberflächenform 911 eine eindimensionale Krümmung entlang einer Krümmungsachse 199 aufweist.
Das bedeutet, dass zwischen der Ziel-Oberflächenform 911 und der Belichtungs-Oberflächenform 912 durch eine eindimensionale Krümmungsoperation entlang der Krümmungsachse 199 vermittelt werden kann (eine Krümmung senkrecht zur Krümmungsachse 199 wird nicht verändert). Entsprechendes gilt (in inverser Form) auch für das Beispiel der FIG. 8. Allgemein formuliert findet also ein Übergang zwischen einer eindimensionalen Krümmung der Trägerschicht 91 des Master-HOE und einer ebenen Ausgestaltung der Trägerschicht 91 des Master-HOE 92 statt. Das kann man als „Abwicklung“ der die Trägerschicht beschreibenden Fläche bezeichnet.
Die Scanrichtung 36 der Scanbewegung 53 eines gescannten Lichtpunkts 49 auf dem Master-HOE 92 mittels des Scanspiegels ist senkrecht zur Krümmungsachse 199 orientiert, vergleiche FIG. 10A. Dies liegt daran, dass senkrecht zur Krümmungsachse 199 keine Verschiebung des Ursprung des Scanbewegung 53 erfolgen muss, weil in dieser Richtung 36 keine Transformation der Krümmung der entsprechenden Oberfläche vorliegt.
Das Beispiel der FIG. 10A entspricht also einem Linien-Scanner bzw. Zeilen-Scanner (d.h. einem kartesischem Scan-Muster, bei dem mehrere eindimensionale Linien 860 gescannt werden).
Überlagert mit der Scanbewegung 53 entlang der Scanrichtung 36 erfolgt die Bewegung des Bezugspunkts 84 entlang der gekrümmten Bahnkurve 61 . Dies verschiebt den Lichtpunkt 49 entlang der Richtung 37. Die entsprechende Bewegung 21 weist eine
Komponente entlang einer Achse 37 auf, die senkrecht zur Scanrichtung 36 (und damit parallel zur Krümmungsachse 199) entlang der Richtung 37 orientiert ist.
In FIG. 10A ist auch die (nicht gescannte) Veränderung des Austrittswinkels 85 durch eine entsprechende Ansteuerung des Positionierungsmoduls gezeigt. In manchen Beispielen könnte ein zweidimensionaler Scanspiegel verwendet werden, um sowohl das Scannen (d.h. eine periodische Bewegung um einen Scanmittelpunkt) entlang der Scanrichtung 36 zu implementieren, wie auch die nicht gescannte Veränderung des Austrittswinkels 85, zum Beispiel durch eine entsprechende Verkippung 22 im Bezugspunkt 84. Ein entsprechendes Szenario wurde im Zusammenhang mit FIG. 2 diskutiert; der Scanspiegel kann dann im Bezugspunkt 84 angeordnet sein.
Im Beispiel der FIG. 10A könnte das Scannen mit einer festen Scanfrequenzen einer festen Scanamplitude erfolgen, so dass der gesamte Bereich zwischen den beiden Kanten des Master-HOE 92 vom Lichtpunkt 49 überstrichen wird. In einem solchen Beispiel könnte insbesondere ein resonant getriebener Scanspiegel verwendet werden.
Dabei ist es nicht in allen Beispielen erforderlich, die Scanbewegung 53 zu implementieren. Beispielsweise könnte auch mindestens ein optisches Element im Bezugspunkt 84 angeordnet sein, welches bewirkt, dass der Lichtpunkt 49# des Lichts auf dem Master- HOE 92 entlang der Richtung 36 aufgeweitet wird (vergleiche Lichtpunkt 49 mit Lichtpunkt 49#). Dann werden die andernfalls gescannten Zeilen integriert belichtet.
FIG. 10B und FIG. 10C sind Seitenansichten aus senkrecht zueinander orientierten Perspektiven für das Szenario der FIG. 10A.
Fin dem Beispiel der FIG. 9, 10A, 10B und 10C wird eine punktförmige Lichtquelle zur Beleuchtung des HOE bei der Replikation des Hologramms angenommen. Es ist aber ebenfalls möglich, HOEs zu replizieren, welche zur Rekonstruktion des Hologramms mit flächigen Lichtquellen bzw. Flächenstrahlern beleuchtet werden. Das könnten in der Anwendung z.B. organische Leuchtdioden (OLEDs) sein oder Lichtleiteraustrittsflächen oder Array-Anordnungen wie bspw. LED-Panels. FIG. 11 zeigt das replizierte HOE 96 in der Ziel-Oberflächenform, d.h. nach Systemintegration. Dies entspricht grundsätzlich dem Szenario der FIG. 9 (wobei dort das Master-HOE 92 gezeigt ist); in FIG. 11 wird
eine ausgedehnte Lichtquelle 851 zur Beleuchtung des HOE 96 zur Rekonstruktion des Hologramms verwendet wird. Wie in FIG. 12A und FIG. 12B ersichtlich, kann auch die ausgedehnte Lichtquelle 851 (oder allgemein flächige Lichtquellen) in Scanlinien 860 eines kartesischen Scan-Musters zerlegt werden.
In FIG. 12A ist dabei zunächst dargestellt, wie der divergente Strahlengang des Lichts aus der Lichtquelle 851 jeweils lokal übersetzt werden kann in eine Position einer punktförmigen Lichtquelle. Dies geschieht durch Verlängerung der Strahlen weg von den verschiedenen Positionen Lichtquelle 851 bis zu entsprechenden Schnittpunkten 859 (diese Schnittpunkte entsprechen dann der Anordnung des Bezugspunkts oder der puktförmigen Lichtquelle bei Replikation). Dort wird dann der Bezugspunkt 84 bei der Belichtung angeordnet. Dies geschieht zunächst in der Ziel-Oberflächenform (FIG. 12A) und wird dann für die Belichtungs-Oberflächenform 912 berechnet (FIG. 12B). Durch die Abwicklung der Fläche, welche in FIG. 12B gezeigt ist, ändert sich die Bahn der Schnittpunkte 859 (bzw. den Bezugspunkt 84), sodass die Bahnkurve 61 für dien Bezugspunkt 84 erhalten wird.
Das bedeutet in anderen Worten, dass Bezugspunkte 84 berechnet werden, welche die Verlängerung der aufgespannten Scanlinie 860 in einen Schnittpunkt 859 darstellen. Man kann die flächige Lichtquelle 851 also ebenfalls durch einen bewegten Bezugspunkt darstellen.
Solche Techniken können bei der Berechnung der Steuerdaten 401 berücksichtigt werden. Beim Berechnen der Steuerdaten kann also die Geometrie der Lichtquelle 851 , die zur Rekonstruktion des Hologramms bei Beleuchtung des HOE verwendet wird, berücksichtigt werden. Insbesondere kann eine flächige Ausdehnung der Lichtquelle 851 berücksichtigt werden.
Diese Techniken ermöglichen es, eine punktförmige Lichtquelle, beispielsweise im Bezugspunkt 84, zu verwenden. Alternativ könnte die flächige Lichtquelle 851 bei der Beleuchtung des HOE zur Rekonstruktion des Hologramms auch durch die Verwendung einer geeigneten Optik für die Lichtquelle bei der Belichtung zur Replikation des Master- HOE erreicht werden. Beispielsweise könnte eine geeignete Optik, die eine flächige Belichtung ermöglicht, im Bezugspunkt 84 angeordnet sein.
FIG. 13 zeigt eine beispielhafte Implementierung des Positionierungsmoduls 56 für das Szenario der FIGs. 10-12 (wobei das Positionierungsmodul 56 aus dem Beispiel der FIG. 13 auch für andere Szenarien eingesetzt werden kann). Das Positionierungsmodul 56 umfasst einen Roboterarm 231 , der das Stellglied 55 (vergleiche FIG. 1) implementiert. Eine Glasfaser 212 führt das Licht vom Laser 52 zum bewegten Ende des Roboterarms 231 . Dort wird das Licht ausgekoppelt durch eine Auskoppeleinheit 281 , die zum Beispiel eine entsprechende Linse (GRIN-Linse) usw. umfassen kann. Die Auskoppeleinheit 281 kann polarisationserhaltend ausgebildet sein. Außerdem ist am bewegten Ende des Roboterarms 231 ein zweidimensionaler Galvo-Scanner 261 angeordnet; wie in FIG. 13 gezeigt, implementiert dieser Galvo-Scanner 261 sowohl die Verkippung 22 zum nicht-scannenden Verändern des Austrittswinkels 85, mit dem das Licht den Bezugspunkt 84 verlässt; wie auch die Scanbewegung 53 des Lichtstrahls 41 (die in FIG. 13 senkrecht zur Zeichenebene orientiert wäre).
Anstelle eines Roboterarms 231 für die Implementierung des Positionierungsmoduls 56 können auch andere Techniken eingesetzt werden. Ein Beispiel ist in FIG. 14 gezeigt.
FIG. 14 zeigt eine beispielhafte Implementierung des Positionierungsmoduls 56 für das Szenario der Figuren 10-12 (wobei das Positionierungsmodul 56 aus dem Beispiel der FIG. 14 auch für andere Szenarien eingesetzt werden kann). Das Positionierungsmodul 56 umfasst einen Linearverstelltisch 241 , 242. Ein dreiachsiger Linearverstelltisch bewegt den Bezugspunkt 84 auf der gekrümmten Trajektorie 61 . Es ist wiederum ein zweidimensionaler Scanspiegel 261 vorgesehen. Es könnte auch ein Rotationstisch und ein eindimensionaler Scanspiegel verwendet werden.
In FIG. 15 ist die Rolle-zu-Rolle Replikation eines Master-HOE 92 gezeigt, welches in der Ziel-Oberflächenform 191 mit einer Punktlichtquelle beleuchtet werden soll. Die Replikation kann immer nur entlang der linienförmigen Kontaktfläche beider Walzen 71 , 72 erfolgen. Zur Belichtung kann bspw. seitlich in die Stirnfläche eingekoppelt oder die Walze (Glaswalze) durchleuchtet werden. Da sich die Belichtungsrichtung je nach Beleuchtungssituation (wie Punktlichtquelle) lokal ändert, muss während der Rotation der Walzen auch die Scanlinie in ihrer Form variiert werden. Dies kann ebenfalls durch die
Kombination einer Bewegung eines Scanspiegels und der synchronisierten Änderung der Scanbewegung des Scanspiegels (1-D oder 2-D) erfolgen, vgl. FIG. 16.
Voranstehend wurden verschiedene Aspekte im Zusammenhang mit der Herstellung eines HOE offenbart, welche eine flexible Wahl der Oberflächenform bei Replikation eines Master-HOE ermöglicht. Die hierin beschriebenen Techniken ermöglichen aber nicht nur die flexible Wahl der Oberflächenform bei Replikation des Master-HOE. Durch die offenbarten Techniken der flexiblen Bewegung des Bezugspunkts entlang unterschiedlich geformter Bahnkurven können Wellenfronten für den Replikationsprozess mit einer Vielzahl an Freiheitsgraden erzeugt werden. Derart können verschiedene Einflüsse bei der Fertigung berücksichtigt werden (über bestimme Oberflächenformen bei der Replikation hinaus). Beispielsweise können - alternativ oder zusätzlich zu einer Kompensation verschiedener Oberflächenformen bei Replikation des Master-HOE und bei Erzeugung des Master-HOE bzw. bei Systemintegration des replizierten HOE - Aberrationen flexibel kompensiert werden. Dies wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
In FIG. 17 ist ein HOE 96 (beispielsweise ein Volumen-HOE) mit einer Punktlichtquelle 851 gezeigt. Die Beleuchtung durch die Punktlichtquelle rekonstruiert ein Hologramm 859. Aufgrund von Imperfektionen können Aberrationen entstehen; das ist für das Beispiel einer sphärischen Aberration in FIG. 18 gezeigt. Gegenüber dem idealen Hologramm verschiebt sich der Fokuspunkt der Rekonstruktionswelle abhängig vom Ort des HOE 96.
Die sphärische Aberration wird durch eine Schrumpfung der Trägerschicht des HOE 96 bewirkt; die Schrumpfung tritt senkrecht zum Substrat auf (also entlang der Ebenennormalen; das ist in FIG. 18 mit den gestrichelten Pfeilen gezeigt).
Die sphärische Aberration tritt dann auf, weil sich der Schrumpf unterschiedlich auf die verschiedenen (optischen) Ablenkwinkel auswirkt. Ein Beispiel: In dem Polymer ist ein Volumengitter eingeprägt, welches einen Strahl um 30° ablenkt. An einer anderen Stelle sind es 50°. Die Struktur, welche 50° Umlenkung bewirkt, wird nun stärker durch den „anisotropen“ Schrumpft gekippt, als die Struktur mit den 30°. Dadurch ändert sich z.B. eine Linsenfunktion (radial unterschiedliche Ablenkwinkel) nicht gleichförmig über die
Trägermaterialschicht, sondern lokal unterschiedlich - und es entsteht die sphärische Aberration.
Eine solche Schrumpfung bzw. Kontraktion der Trägerschicht tritt beispielsweise auf, wenn die Trägerschicht des HOE 96 in ein System integriert wird und dabei zum Beispiel in einen Rahmen oder Träger eingespannt oder aufgeklebt wird. Aberrationen bzw. Abbildungsfehler können alternativ oder zusätzlich beim Replikationsprozess auftreten, wenn das HOE belichtet wird. Beispielsweise können solche Aberrationen aufgrund der Fixierung der Trägerschicht des HOE entlang der Trägerschicht des Master-HOE auftreten. Aberrationen können alternativ oder zusätzlich auftreten, wenn die Trägerschicht des HOE in einem Masterplatte mit dem Master-HOE integriert wird. Alternativ oder zusätzlich können Aberrationen auch beim Beleuchtungsprozess nach System-Integration auftreten, d.h. wenn das HOE beleuchtet wird, um das Hologramm 859 zu rekonstruieren. Die Trägerschicht des HOE ist in einem solchen Fall in einen Träger integriert. Beispielsweise kann es zu einer Materialausdehnung aufgrund von Temperaturschwankungen kommen.
Um bei einer solchen geschrumpften Trägerschicht des HOE 96 das Hologramm 859 ohne Verfälschung zu rekonstruieren, werden Wellenfronten gemäß der gezeigten ortsveränderlichen Lichtquelle 851 (gestrichelte Linie) gemäß FIG. 18 erzeugt.
Allgemeiner formuliert: Eine vorhandene oder antizipierte Aberration kann beim Replikationsprozess kompensiert werden (zusätzlich oder alternativ zur Kompensation von verschiedenen Oberflächenformen und/oder unterschiedlichen Beleuchtungsgeometrien oder Emittergeometrien). Dies kann, wie in FIG. 19 für das Beispiel der sphärischen Aberration gezeigt, erfolgen. Da es sich bei einer sphärischen Aberration um einen nahezu rotationssymmetrischen Effekt handelt, kann z.B. mit einem 2-D-Scankopf (2-D verkippbarer Scanspiegel) eine elliptische oder kreisförmige („Donut“) Scanlinie auf der Trägerschicht des Master-HOE bzw. der Trägerschicht es HOE aufgezogen werden. Es könnte ein spiralförmiges oder Ellipsen-förmiges Scan-Muster verwendet werden. In FIG. 19 ist gezeigt, wie der Lichtpunkt 49 zur Belichtung von außen nach innen hin zu einem Zentrum 96z des HOE 96 geführt wird. Der Scanprozess scannt daher nicht mehrere gerade Linien ab (wie bei einem kartesischen Scan-Muster), sondern einen kleiner werdenden
Kreis (der „Scankreis“ wir im Radius immer kleiner und wandert von außen nach innen). Synchron dazu wird der Bezugspunkt 84 von HOE 96 bzw. dem Master-HOE 92 wegbewegt (die gerade Bahnkurve 61 ist gezeigt), um somit für jeden Radius des Scankreises einen unterschiedlichen Fokuspunkt zu realisieren. Man scannt also nicht mit einer Ebene, sondern einem Kegel das Master-HOE 92 ab. Die Bewegung des Bezugspunkts 84 entspricht einer Ortsänderung der Kegelspitzen.
Analog dazu können andere Aberrationen erzeugt werden (und damit pro-aktiv kompensiert werden), in dem man ein Scan-Muster wählt, welches zur „Symmetrie“ der Aberration passt. Diese können z.B. als Zernike-Polynome beschrieben werden. Eine solche Zusammensetzung aus Scan-Muster und Bewegung des Bezugspunkts 84 auf beliebigen Bahnkurven 61 erlaubt es, nahezu beliebige Wellenfronten für die Replikation zu generieren.
Solche Techniken, wie sie im Zusammenhang mit FIG. 17, FIG. 18 und FIG. 19 beschrieben wurden, können kombiniert werden, mit Techniken, wie sie voranstehend im Zusammenhang mit den übrigen Figuren beschrieben wurden, beispielsweise im Zusammenhang mit FIG. 12B oder FIG. 10A. Das bedeutet in anderen Worten, dass die Kompensation von Aberrationen zusätzlich zu einer Kompensation unterschiedliche Oberflächenformen des Master-HOE eingesetzt werden kann. Beispielsweise können die verschiedenen Bahnkurven 84 und Austrittswinkel 85 für Kompensation unterschiedlicher Oberflächenformen 911 , 912 und für die Korrektur der Aberration überlagert werden.
FIG. 20 illustriert schematisch eine Datenverarbeitungseinheit 760. Die Datenverarbeitungseinheit 760 könnte zum Beispiel von einem computerimplementiert werden. Die Datenverarbeitungseinheit 760 könnte zum Beispiel die Steuerung 51 implementieren. Die Datenverarbeitungseinheit 760 umfasst einem Prozessor 761 , der eingerichtet ist, um Programmcode aus einem Speicher 762 zu laden. Der Prozessor ist ferner eingerichtet, um den Programmcode auszuführen. Wenn der Prozessor 761 dem Programmcode ausführt, bewirkt dies, dass der Prozessor Techniken ausführt, wie sie ihren beschrieben sind, zum Beispiel: Berechnen von Steuerdaten für ein Positionierungsmodul eines Belichtungssystems, beispielsweise für das Positionierungsmodul 56; Ansteuern
eines solchen Belichtungsmoduls; ansteuern der Lichtquelle; usw. Der Prozessor könnte z.B. zumindest Teile des Verfahrens aus FIG. 6 ausführen. Steuerdaten können z.B. über eine Kommunikationsschnittstelle 763 ausgegeben werden. Steuerbefehle an Elemente eines Belichtungssystems können auch über die Kommunikationsschnittstelle 763 ausgegeben werden.
Zusammenfassend wurden insbesondere die folgenden Beispiele beschrieben: BEISPIEL 1. Vorrichtung (50) zur Herstellung eines holographisch optischen Elements, HOE, (96), wobei die Vorrichtung (50) umfasst:
- mindestens ein Fixierelement (71 , 72, 99), auf dem eine Trägerschicht (91) eines Mas- ter-HOE (92) und eine Trägerschicht (95) des HOE (96) während eines Belichtungsprozesses angeordnet werden können, sodass sich diese zumindest lokal entlang einander erstrecken,
- eine Strahlungsquelle (52), die eingerichtet ist, um während des Belichtungsprozesses Licht (41) auf das Master-HOE (92) auszusenden, sodass das HOE (96) belichtet wird, und
- ein Positionierungsmodul (56) das eingerichtet ist, um einen Strahlengang des Lichts während des Belichtungsprozesses relativ in Bezug auf die Trägerschicht (91) des Master-HOE (92) und die Trägerschicht (95) des HOE (96) zu bewegen.
BEISPIEL 2. Vorrichtung nach BEISPIEL 1 , wobei das Positionierungsmodul zumindest eines von einem Roboterarm und einem mehrachsigen optischen Linearverstelltisch (241 , 242) umfasst.
BEISPIEL 3. Vorrichtung nach BEISPIEL 1 oder 2, wobei das mindestens eine Fixierelement eine erste Rolle für die Trägerschicht des Master-HOE umfasst, wobei das mindestens eine Fixierelement eine zweite Rolle für die Trägerschicht des HOE umfasst.
BEISPIEL 4. Vorrichtung nach BEISPIEL 1 oder 2, wobei das mindestens eine Fixierelement mindestens einen Fixierrahmen für einen Flachbett-Replikationsprozess umfasst.
BEISPIEL 5. Vorrichtung nach einem der voranstehenden BEISPIELE, die weiterhin umfasst:
- eine Steuerung (51), die eingerichtet ist, um das Positionierungsmodul basierend auf Steuerdaten anzusteuern.
BEISPIEL 6. Vorrichtung nach BEISPIEL 5, wobei die Steuerung eingerichtet ist, um das Positionierungsmodul anzusteuern, um während des Belichtungsprozesses einen Lichtpunkt des Lichts über die Trägerschicht des HOE zu bewegen, sodass das HOE an verschiedenen Positionen des Lichtpunkts auf der Trägerschicht unter unterschiedlichen Einfallswinkeln belichtet wird.
BEISPIEL 7. Vorrichtung nach BEISPIEL 5 oder 6, wobei die Steuerung eingerichtet ist, um das Positionierungsmodul anzusteuern, um während des Belichtungsprozesses einen entlang des Strahlengangs des Lichts angeordneten Bezugspunkt in Bezug auf das Master-HOE auf einer Bahnkurve zu bewegen.
BEISPIEL 8. Vorrichtung nach BEISPIEL 7, wobei die Bahnkurve gekrümmt ist.
BEISPIEL 9. Vorrichtung nach BEISPIEL 7 oder 8, wobei die Bahnkurve zumindest eines von einer Komponente senkrecht zur Trägerschicht des HOE und einer Komponente parallel zur Trägerschicht des HOE aufweist.
BEISPIEL 10. Vorrichtung nach einem der BEISPIELE 7 bis 9, wobei die Steuerung eingerichtet ist, um das Positionierungsmodul anzusteuern, um während des Belichtungsprozesses einen Austrittswinkel (85) des Strahlengangs (41) im Bezugspunkt in Bezug auf das Master-HOE (92) zu verändern.
BEISPIEL 11 . Vorrichtung nach einem der BEISPIELE 5 bis 10, wobei die Steuerdaten (401) zumindest eines von einer Bahnkurve (61) für einen Bezugspunkt entlang des Strahlengangs, einem Austrittswinkel (85) des Strahlengangs (41) im Bezugspunkt in Bezug auf das Master-HOE und einem Einfallswinkel (89) des Lichts auf dem Master-HOE angeben.
BEISPIEL 12. Vorrichtung nach einem der voranstehenden BEISPIELE, die weiterhin umfasst:
- einen Scanspiegel (54, 58), der eingerichtet ist, um während des Belichtungsprozesses das Licht in Bezug auf das Master-HOE zu scannen.
BEISPIEL 13. Vorrichtung nach BEISPIEL 12, wobei das Positionierungsmodul den Scanspiegel umfasst.
BEISPIEL 14. Vorrichtung nach BEISPIEL 12 oder 13, sowie nach einem der BEISPIELE 7 bis 11 , wobei der Scanspiegel im Bezugspunkt angeordnet ist.
BEISPIEL 15. Vorrichtung nach BEISPIEL 14, wobei die Steuerung eingerichtet ist, um den Scanspiegel (54) anzusteuern, um, überlagert mit dem Scannen, den Austrittswinkels (85) des Strahlengangs im Bezugspunkt (84) in Bezug auf das Master-HOE (92) zu verkippen.
BEISPIEL 16. Vorrichtung nach einem der BEISPIELE 12 bis 15, wobei die Steuerung eingerichtet ist, um den Scanspiegel anzusteuern, um das Licht mit einem Scan-Muster zu scannen, welches aus folgender Gruppe ausgewählt ist: kartesisches Scan-Muster; spiralförmiges Scan-Muster; kreisförmiges Scan-Muster; ellipsenförmiges Scan-Muster; Linien-Scannen; eindimensionales Scannen; zweidimensionales Scannen.
BEISPIEL 17. Vorrichtung nach einem der BEISPIELE 12 bis 17, wobei der Scanspiegel (54) ein zweidimensional verkippbarer Scanspiegel ist.
BEISPIEL 18. Vorrichtung nach einem der voranstehenden BEISPIELE, das weiterhin umfasst: mindestens ein optisches Element (54) das entlang eines Strahlengangs des Lichts angeordnet ist und das bewirkt, dass ein Lichtpunkt (49#) des Lichts auf dem Master-HOE (92) entlang zumindest einer Achse (36) aufgeweitet wird.
BEISPIEL 19. Vorrichtung nach BEISPIEL 18, sowie nach einem der BEISPIELE 7 bis 11 , wobei das mindestens eine optische Element im Bezugspunkt angeordnet ist.
BEISPIEL 20. Vorrichtung nach einem der voranstehenden BEISPIELE, wobei die Strahlungsquelle einen Laser umfasst.
BEISPIEL 21. Datenverarbeitungseinheit (760), die mindestens einen Prozessor (761) und einen Speicher (762) umfasst, wobei der mindestens eine Prozessor (761) eingerichtet ist, um Programmcode aus dem Speicher zu laden und auszuführen, wobei der mindestens eine Prozessor basierend auf dem Programmcode eingerichtet ist, um Steuerdaten für eine Steuerung einer Vorrichtung zur Herstellung eines holographisch optischen Elements zu berechnen.
BEISPIEL 22. Datenverarbeitungseinheit nach BEISPIEL 21 , wobei die Steuerdaten (401) zumindest eines von einer Bahnkurve (61) für einen Bezugspunkt entlang des Strahlengangs, einem Austrittswinkel (85) des Strahlengangs (41) im Bezugspunkt in Bezug auf das Master-HOE und einem Einfallswinkel (89) des Lichts auf dem Master-HOE angeben.
BEISPIEL 23. Datenverarbeitungseinheit nach BEISPIEL 21 oder 22, wobei der mindestens eine Prozessor basierend auf dem Programmcode weiterhin die Steuerdaten basierend auf einer ersten Oberflächenform (911 ) des Trägermaterials (91)
des Master-HOE (92) während eines weiteren Belichtungsprozesses zur Belichtung des Master-HOE (92), und basierend auf einer zweiten Oberflächenform (912) des Trägermaterials (91 ) des Master-HOE (92) während des Belichtungsprozesses, und weiter basierend auf einem Einfallswinkel (89) von Licht als Funktion des Ortes auf dem Mater- HOE (92) während des weiteren Belichtungsprozesses berechnet.
BEISPIEL 24. Datenverarbeitungseinheit nach einem der BEISPIELE 21 bis 23, wobei der mindestens eine Prozessor basierend auf dem Programmcode weiterhin die Steuerdaten (401) basierend auf einer Geometrie einer Lichtquelle (851), die zur Rekonstruktion eines Hologramms durch Beleuchtung des HOE verwendet wird, berechnet.
BEISPIEL 25. Datenverarbeitungseinheit nach einem der BEISPIELE 21 bis 24, wobei der mindestens eine Prozessor basierend auf dem Programmcode weiterhin die Steuerdaten (401) basierend auf einer vorgegebenen Aberration berechnet.
BEISPIEL 26. Datenverarbeitungseinheit nach einem der BEISPIELE 21 bis 25, wobei der mindestens eine Prozessor basierend auf dem Programmcode eingerichtet ist, um die Steuerdaten für die Steuerung der Vorrichtung nach einem der BEISPIELE 1 bis 20 zu berechnen.
Neben solchen Beispielen im Zusammenhang mit Vorrichtungen und Datenverarbeitungseinheiten wurden auch die nachfolgenden Beispiele im Zusammenhang mit Verfahren beschrieben. Die voranstehend wiedergegebenen Beispiele können mit den nachfolgend wiedergegebenen Beispielen kombiniert werden, um weitere Beispiele zu bilden.
BEISPIEL 1. Verfahren zur Herstellung eines holographisch optischen Elements, HOE, (96) durch Replikation (3010) eines Master-HOE (92) im Rahmen eines Belichtungsprozesses, wobei während des Belichtungsprozesses eine Trägerschicht (91) des Master- HOE (92) entlang einer Trägerschicht (95) des HOE (96) angeordnet ist, wobei das Verfahren umfasst:
- Ansteuern (3105) einer Strahlungsquelle (52), um während des Belichtungsprozesses Licht auf das Master-HOE (92) auszusenden, sodass das HOE (96) belichtet wird, und
- Ansteuern (3115) eines Positionierungsmoduls (56), um während des Belichtungsprozesses einen entlang eines Strahlengangs (41) des Lichts angeordneten Bezugspunkt (84) in Bezug auf das Master-HOE (92) auf einer gekrümmten Bahnkurve (61) zu bewegen (21).
BEISPIEL 2. Verfahren nach BEISPIEL 1 , wobei das Positionierungsmodul (56) angesteuert wird, um während des Belichtungsprozesses einen Austrittswinkel (85) des Strahlengangs (41) im Bezugspunkt in Bezug auf das Master-HOE (92) zu verändern.
BEISPIEL 3. Verfahren nach BEISPIEL 1 oder 2, wobei das Verfahren weiterhin umfasst:
- Ansteuern eines Scanspiegels (54, 58), um während des Belichtungsprozesses das Licht in Bezug auf das Master-HOE zu scannen (53).
BEISPIEL 4. Verfahren nach BEISPIEL 3, wobei eine Scanrichtung (36) beim Scannen eines Lichtpunkts (49) des Lichts auf dem Master-HOE (92) während des Belichtungsprozesses eine Komponente aufweist, die orthogonal ist zu einer Bewegungsrichtung (37) des Lichtpunkts (49) des Lichts auf dem Master-HOE (92), die durch die Bewegung des Bezugspunkts (84) entlang der gekrümmten Bahnkurve (61) hervorgerufen wird.
BEISPIEL 5. Verfahren nach BEISPIEL 3 oder 4, wobei das Scannen des Lichts während des Belichtungsprozesses mit einer festen Scanfrequenz und optional einer festen Scanamplitude erfolgt.
BEISPIEL 6. Verfahren nach einem der BEISPIELE 3 bis 5, wobei der Scanspiegel (54) im Bezugspunkt (84) angeordnet ist,
wobei der Strahlengang (41) des Lichts optional im Bezugspunkt (84) fokussiert ist.
BEISPIEL 7. Verfahren nach BEISPIEL 2, sowie nach einem der BEISPIELE 3 bis 6, wobei der Scanspiegel (54) ein zweidimensional verkippbarer Scanspiegel des Positionierungsmoduls ist, wobei der Scanspiegel (54) angesteuert wird, um, überlagert mit dem Scannen, den Austrittswinkels (85) des Strahlengangs im Bezugspunkt (84) in Bezug auf das Master-HOE (92) zu verkippen.
BEISPIEL 8. Verfahren nach einem der BEISPIELE 2 bis 7, wobei das Scannen des Lichts mit einem Scan-Muster erfolgt, welches aus folgender Gruppe ausgewählt ist: kartesisches Scan-Muster; spiralförmiges Scan-Muster; kreisförmiges Scan-Muster; ellipsenförmiges Scan-Muster; Linien-Scannen; eindimensionales Scannen; zweidimensionales Scannen.
BEISPIEL 9. Verfahren nach einem der voranstehenden BEISPIELE, wobei das Verfahren weiterhin umfasst:
- Herstellen (3005) des Master-HOE (92) in einem weiteren Belichtungsprozess, wobei die Trägerschicht (91 ) des Master-HOE (92) während des weiteren Belichtungsprozesses eine erste Oberflächenform (911) aufweist, die verschieden ist von einer zweiten Oberflächenform (912) der Trägerschicht während des Belichtungsprozesses.
BEISPIEL 10. Verfahren nach BEISPIEL 9, wobei die eine (911 , 912) der ersten Oberflächenform und der zweiten Oberflächenform einer eindimensionalen Krümmung der Trägerschicht (91) des Master-HOE (92) entspricht, wobei die andere (912, 911) der der ersten Oberflächenform und der zweite Oberflächenform einer ebenen Ausgestaltung der Trägerschicht (91) des Master-HOE (92) entspricht.
BEISPIEL 11. Verfahren nach BEISPIEL 4 und nach BEISPIEL 10, wobei die Scanrichtung des Scannens mittels des Scanspiegels (54, 58) senkrecht zur Achse (199) der eindimensionalen Krümmung verläuft.
BEISPIEL 12. Verfahren nach einem der voranstehenden BEISPIELE, wobei mindestens ein optisches Element (54) im Bezugspunkt (84) angeordnet ist, die bewirkt, dass ein Lichtpunkt (49#) des Lichts auf dem Master-HOE (92) entlang zumindest einer Achse (36) aufgeweitet wird.
BEISPIEL 13. Verfahren nach einem der voranstehenden BEISPIELE, wobei das Positionierungsmodul (56) einen Roboterarm (231) mit mehreren verstellbaren Achsen umfasst.
BEISPIEL 14. Verfahren nach einem der voranstehenden BEISPIELE, wobei das Positionierungsmodul (56) einen mehrachsigen optischen Linearverstelltisch (241 , 242) umfasst.
BEISPIEL 15. Verfahren nach einem der voranstehenden BEISPIELE, wobei das Positionierungsmodul basierend auf Steuerdaten (401) angesteuert wird, welche die gekrümmte Bahnkurve (61) und optional einen Austrittswinkel (85) des Strahlengangs (41) im Bezugspunkt in Bezug auf das Master-HOE angeben.
BEISPIEL 16. Verfahren nach BEISPIEL 14, wobei die Steuerdaten (401) einen Einfallswinkel (89) des Lichts auf dem Master- HOE angeben.
BEISPIEL 17. Verfahren nach BEISPIEL 16, wobei das Verfahren weiterhin umfasst:
- Berechnen der Steuerdaten (401) basierend auf einer ersten Oberflächenform (911 ) des T rägermaterials (91 ) des Master-HOE (92) während eines weiteren Belichtungsprozesses zur Belichtung des Master-HOE (92), und basierend auf einer zweiten
Oberflächenform (912) des Trägermaterials (91) des Master-HOE (92) während des Belichtungsprozesses, und weiter basierend auf einem Einfallswinkel (89) von Licht als Funktion des Ortes auf dem Mater-HOE (92) während des weiteren Belichtungsprozesses.
BEISPIEL 18. Verfahren nach BEISPIEL 16 oder 17, wobei das Verfahren weiterhin umfasst:
- Berechnen der Steuerdaten (401) basierend auf einer Geometrie einer Lichtquelle (851), die zur Rekonstruktion eines Hologramms durch Beleuchtung des HOE verwendet wird.
BEISPIEL 19. Verfahren nach einem der BEISPIELE 16 bis 18, wobei das Verfahren weiterhin umfasst:
- Berechnen der Steuerdaten (401) basierend auf einer vorgegebenen Aberration.
BEISPIEL 20. Verfahren nach einem der BEISPIELE 15 bis 19, wobei das Verfahren weiterhin umfasst:
- in Abhängigkeit vom Master-HOE (92): Auswählen der Steuerdaten (401 ) aus einer Steuerdaten-Nachschlagetabelle (400), die eine Vielzahl von Kandidaten-Steuer- daten umfasst, die mit unterschiedlichen Master-HOE assoziiert sind.
BEISPIEL 21 . Verfahren nach einem der voranstehenden BEISPIELE, wobei die gekrümmte Bahnkurve (61) eine Krümmung des Trägermaterials (91) des Master-HOE (92) während des Belichtungsprozesses kompensiert.
BEISPIEL 22. Verfahren nach einem der voranstehenden BEISPIELE, wobei die Trägerschicht (95) des HOE (96) während des Belichtungsprozesses eine zweite Oberflächenform (912) aufweist, wobei das Verfahren weiterhin umfasst:
- nach dem Belichtungsprozess: Fixieren (3015) der Trägerschicht des HOE in einer ersten Oberflächenform (911), die verschieden ist von der zweiten Oberflächenform (912).
BEISPIEL 23. Verfahren zur Herstellung eines holographisch optischen Elements, HOE, (96) durch Replikation (3010) eines Master-HOE (92) im Rahmen eines Belichtungsprozesses, wobei während des Belichtungsprozesses eine Trägerschicht (91) des Master-HOE (92) entlang einer Trägerschicht (95) des HOE (96) angeordnet ist, wobei das Verfahren umfasst:
- Ansteuern (3105) einer Strahlungsquelle (52), um während des Belichtungsprozesses Licht auf das Master-HOE (92) auszusenden, sodass das HOE (96) belichtet wird, und
- Ansteuern (3115) eines Positionierungsmoduls (56), um während des Belichtungsprozesses einen Lichtpunkt des Lichts über die Trägerschicht des HOE zu bewegen und um das HOE an verschiedenen Positionen des Lichtpunkts auf der Trägerschicht unter unterschiedlichen Einfallswinkeln zu belichten.
BEISPIEL 24. Verfahren nach BEISPIEL 23, wobei das Positionierungsmodul angesteuert wird, um während des Belichtungsprozesses einen entlang eines Strahlengangs (41) des Lichts angeordneten Bezugspunkt (84) in Bezug auf das Master-HOE (92) auf einer Bahnkurve (61) zu bewegen (21).
BEISPIEL 25. Verfahren nach BEISPIEL 24, wobei die Bahnkurve in einem globalen Koordinatensystem gekrümmt ist.
BEISPIEL 26. Verfahren nach BEISPIEL 24 oder 25, wobei die Bahnkurve zumindest eines von einer Komponente senkrecht zur Trägerschicht des HOE und einer Komponente parallel zur Trägerschicht des HOE aufweist.
BEISPIEL 27. Verfahren nach einem der BEISPIELE 24 bis 26, wobei das Positionierungsmodul (56) angesteuert wird, um während des Belichtungsprozesses einen Austrittswinkel (85) des Strahlengangs (41) im Bezugspunkt in Bezug auf das Master-HOE (92) zu verändern.
BEISPIEL 28. Verfahren nach einem der BEISPIELE 23 bis 27, wobei das Verfahren weiterhin umfasst:
- Ansteuern eines Scanspiegels (54, 58), um während des Belichtungsprozesses das Licht in Bezug auf das Master-HOE zu scannen (53).
BEISPIEL 29. Verfahren nach BEISPIEL 28, wobei eine Scanrichtung (36) beim Scannen eines Lichtpunkts (49) des Lichts auf dem Master-HOE (92) während des Belichtungsprozesses eine Komponente aufweist, die orthogonal ist zu einer Bewegungsrichtung (37) des Lichtpunkts (49) des Lichts auf dem Master-HOE (92), die durch die Bewegung des Bezugspunkts (84) entlang der gekrümmten Bahnkurve (61 ) hervorgerufen wird.
BEISPIEL 30. Verfahren nach BEISPIEL 28 oder 29, wobei das Scannen des Lichts während des Belichtungsprozesses mit einer festen Scanfrequenz und optional einer festen Scanamplitude erfolgt.
BEISPIEL 31 . Verfahren nach einem der BEISPIELE 28 bis 30, wobei der Scanspiegel (54) in einem Bezugspunkt (84) entlang des Strahlengangs angeordnet ist, wobei der Strahlengang (41 ) des Lichts optional im Bezugspunkt (84) fokussiert ist.
BEISPIEL 32. Verfahren nach einem der BEISPIELE 28 bis 31 , wobei das Scannen des Lichts mit einem Scan-Muster erfolgt, welches aus folgender Gruppe ausgewählt ist: kartesisches Scan-Muster; spiralförmiges Scan-Muster; kreisförmiges Scan-Muster; ellipsenförmiges Scan-Muster; Linien-Scannen; eindimensionales Scannen; zweidimensionales Scannen.
BEISPIEL 33. Verfahren nach einem der BEISPIEL 23 bis 32, wobei das Verfahren weiterhin umfasst:
- Herstellen (3005) des Master-HOE (92) in einem weiteren Belichtungsprozess,
wobei die Trägerschicht (91 ) des Master-HOE (92) während des weiteren Belichtungsprozesses eine erste Oberflächenform (911) aufweist, die verschieden ist von einer zweiten Oberflächenform (912) der Trägerschicht während des Belichtungsprozesses.
BEISPIEL 34. Verfahren nach BEISPIEL 33, wobei die eine (911 , 912) der ersten Oberflächenform und der zweiten Oberflächenform einer eindimensionalen Krümmung der Trägerschicht (91) des Master-HOE (92) entspricht, wobei die andere (912, 911) der der ersten Oberflächenform und der zweite Oberflächenform einer ebenen Ausgestaltung der Trägerschicht (91) des Master-HOE (92) entspricht.
BEISPIEL 35. Verfahren nach einem der BEISPIELE 23 bis 34, wobei das Positionierungsmodul (56) einen Roboterarm (231) mit mehreren verstellbaren Achsen umfasst.
BEISPIEL 36. Verfahren nach einem der BEISPIELE 23 bis 34, wobei das Positionierungsmodul (56) einen mehrachsigen optischen Linearverstelltisch (241 , 242) umfasst.
BEISPIEL 37. Verfahren nach einem der BEISPIELE 23 bis 36, wobei das Positionierungsmodul basierend auf Steuerdaten (401) angesteuert wird, welche die gekrümmte Bahnkurve (61) und optional einen Austrittswinkel (85) des Strahlengangs (41) im Bezugspunkt in Bezug auf das Master-HOE bestimmen.
BEISPIEL 38. Verfahren nach BEISPIEL 37, wobei die Steuerdaten (401) den Einfallswinkel (89) des Lichts auf dem Master- HOE angeben.
BEISPIEL 39. Verfahren nach BEISPIEL 37 oder 38, wobei das Verfahren weiter- hin umfasst:
- Berechnen der Steuerdaten (401) basierend auf einer ersten Oberflächenform (911 ) des T rägermaterials (91 ) des Master-HOE (92) während eines weiteren Belichtungsprozesses zur Belichtung des Master-HOE (92), und basierend auf einer zweiten Oberflächenform (912) des Trägermaterials (91) des Master-HOE (92) während des Belichtungsprozesses, und weiter basierend auf einem Einfallswinkel (89) von Licht als Funktion des Ortes auf dem Mater-HOE (92) während des weiteren Belichtungsprozesses.
BEISPIEL 40. Verfahren nach einem der BEISPIELE 37 bis 39, wobei das Verfahren weiterhin umfasst:
- Berechnen der Steuerdaten (401) basierend auf einer Geometrie einer Lichtquelle (851), die zur Rekonstruktion eines Hologramms durch Beleuchtung des HOE verwendet wird.
BEISPIEL 41 . Verfahren nach einem der BEISPIELE 37 bis 40, wobei das Verfahren weiterhin umfasst:
- Berechnen der Steuerdaten (401) basierend auf einer vorgegebenen Aberration.
BEISPIEL 42. Verfahren nach einem der BEISPIELE 37 bis 41 , wobei das Verfahren weiterhin umfasst:
- in Abhängigkeit vom Master-HOE (92): Auswählen der Steuerdaten (401) aus einer Steuerdaten-Nachschlagetabelle (400), die eine Vielzahl von Kandidaten-Steuer- daten umfasst, die mit unterschiedlichen Master-HOE assoziiert sind.
BEISPIEL 43. Verfahren nach einem der BEISPIELE 23 bis 42, wobei zumindest eines von einer Form der Bahnkurve (61), eines Scan-Musters, eines Einfallswinkels des Lichts auf dem Trägermaterial des Master-HOE eine Krümmung des Trägermaterials (91) des Master-HOE (92) während des Belichtungsprozesses kompensiert.
BEISPIEL 44. Verfahren nach einem der BEISPIELE 23 bis 43,
wobei die Trägerschicht (95) des HOE (96) während des Belichtungsprozesses eine zweite Oberflächenform (912) aufweist, wobei das Verfahren weiterhin umfasst:
- nach dem Belichtungsprozess: Fixieren (3015) der Trägerschicht des HOE in einer ersten Oberflächenform (911 ), die verschieden ist von der zweiten Oberflächenform (912).
BEISPIEL 45. Verfahren nach einem der BEISPIELE 23 bis 44, wobei das Verfahren weiterhin umfasst:
- nach dem Fixieren der Trägerschicht des HOE eine Beleuchtung des HOE zur Rekonstruktion des Hologramms.
BEISPIEL 46. Verfahren nach BEISPIEL 45, wobei die Beleuchtung mit einer Lichtquelle mit einer flächigen Geometrie umfasst, wie zum Beispiel einer organischen Leuchtdiode oder einem Leuchtdioden-Panel.
BEISPIEL 47. Computerprogramm, welches Programmcode umfasst, der von einem Prozessor geladen und ausgeführt werden kann, wobei das Ausführen des Programmcodes bewirkt, dass der Prozessor ein Verfahren nach BEISPIEL 1 oder BEISPIEL 23 ausführt.
BEISPIEL 48. Verfahren, das umfasst:
- Erzeugen eines holographisch optischen Elements, HOE, in einer ersten Oberflächenform, durch Replikation eines Master-HOE,
- Fixieren des HOE in einer zweiten Oberflächenform, die verschieden von der ersten Oberflächenform ist, und
- nach dem Fixieren, Beleuchten des HOE mit einer Lichtquelle, zur Rekonstruktion eines Hologramms.
BEISPIEL 49. Verfahren nach BEISPIEL 48, wobei die Lichtquelle flächig ist oder ein Leuchtdioden-Panel umfasst.
Selbstverständlich können die Merkmale der vorab beschriebenen Ausführungsformen und Aspekte der Erfindung miteinander kombiniert werden. Insbesondere können die Merkmale nicht nur in den beschriebenen Kombinationen, sondern auch in anderen Kombinationen oder für sich genommen verwendet werden, ohne das Gebiet der Erfindung zu verlassen.
Beispielsweise wurden verschiedene Aspekte im Zusammenhang mit gekrümmten Bahnkurve beschrieben. Die Bahnkurve kann diese Krümmung in einem globalen Koordinatensystem aufweisen, d.h. von außen betrachtet gekrümmt sein (nicht nur relativ in Bezug auf die Oberflächenform der Trägerschichten des Master-HOE und des replizierten HOE bei Replikation). Allgemein wäre es aber auch denkbar, gerade Bahnkurve zu verwenden. Beispielsweise können vergleichbare Effekte mit einer geeigneten Variation des Einfallswinkels des Lichts auf der Trägerschicht des replizierten HOE erreicht werden. Vergleichbare Effekte können durch Verwendung geeigneter Scan-Muster erreicht werden.
Voranstehend wurden Einflüsse von Aberrationen und Techniken zur Kompensation solcher Einflüsse anhand des Beispiels einer sphärischen Aberration diskutiert. Es können aber auch andere Aberrationen berücksichtigt werden, die durch entsprechende Zernike-Polynome beschrieben werden.
Voranstehend wurden Techniken beschrieben, wie unterschiedliche Einflüsse - beispielsweise unterschiedliche Oberflächenformen 911 ,912 bei Herstellung des Master- HOE, Replikation und System-Integration; unterschiedliche Beleuchtungsgeometrien bei Belichtung und Beleuchtung; Aberrationen - auf den Replikationsprozess und den Rekonstruktionsprozess berücksichtigt werden können. Die verschiedenen Beispiele können auch miteinander kombiniert werden, was insbesondere bei Szenarien hilfreich ist, wo die verschiedenen Effekte überlagert auftreten - also z.B. eine bestimmte Krümmung bei der System-Integration vorliegt, aber auch Aberrationen aufgrund von Material-Schrumpf etwas bei Fixierung zur Replikation des Master-HOE.