Beschreibung
Verfahren zur Konfiguration eines Steuerungsnetzwerkes , sowie Steuerungsnetzwerk, Computerprogramm und computerlesbares Medium
Die vorliegende Erfindung betri f ft ein Verfahren zur Konfiguration eines Steuerungsnetzwerkes . Ferner betri f ft die vorliegende Erfindung ein Steuerungsnetzwerk, sowie ein Computerprogramm und ein computerlesbares Medium .
In vielen industriellen Bereichen werden zunehmend Anlagenanordnungen verwendet , die sich durch eine Viel zahl von miteinander gekoppelten dezentralen Anlagen aus zeichnen . Gerade im Zusammenhang mit der Umstellung auf Stromerzeugung mittels erneuerbarer und regenerativer Energien entstehen große Windparks , die eine Viel zahl von Windkraftanlagen umfassen .
Vor diesem Hintergrund besteht häufig die Notwendigkeit , die dezentralen Anlagen nicht nur vor Ort unmittelbar steuern zu können, sondern auch einen entsprechenden Zugri f f von einer Zentraleinheit oder Zentralwarte zu erlangen . Mit anderen Worten existiert in solchen Fällen ein Steuerungsnetzwerk, welches eine übergeordnete Zentraleinheit zum Steuern und Überwachen einer Viel zahl von dezentralen Anlagen und untergeordnete Remote-Einheiten zum unmittelbaren Steuern j eweils einer dezentralen Anlage umfasst . Bei einem solchen Steuerungsnetzwerk kann es sich auch um einen SCADA ( Supervisory Control and Data Acquisition) -System handeln . Darunter versteht man ein Computer-System bzw . die Software zur Überwachung und Steuerung technischer Prozesse . Solche Steuerungsnetzwerke haben sich grundsätzlich bewährt . Allerdings wird es zu Teilen als nachteilig angesehen, dass die Konfiguration eines solchen Steuerungsnetzwerks sehr aufwendig
ist , da alle Obj ekte , Bausteine und/oder Signale separat in der Zentraleinheit und in der Remote-Einheit konfiguriert bzw . proj ektiert werden müssen . Eine solche manuelle Proj ektierung ist zudem sehr fehleranfällig, was zu nicht konsistenten Proj ektierungsdaten in der Zentraleinheit und in der Remote-Einheit führen kann . Auch müssen Anlagenbilder oder andere Komponenten, die auf Signale der Remote-Einheit verweisen, angepasst werden, damit diese nicht mehr den Originalbaustein in der Remote-Einheit , sondern die über das Kommunikationsprotokoll zur Verfügung gestellten Signale ref erenzieren . Dies hat zur Folge , dass Änderungen in der Remote-Einheit auch sowohl eine Anpassung in der Remote-Einheit , als auch in der Zentraleinheit erfordern .
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur Konfiguration eines Steuerungsnetzwerkes zur Verfügung zu stellen, welches die zuvor genannten Nachteile vermeidet und insbesondere ein einfaches und fehlerarmes Konfigurieren eines Steuerungsnetzwerkes ermöglicht .
Diese Aufgabe ist bei einem Verfahren zur Konfiguration eines Steuerungsnetzwerkes , wobei das Steuerungsnetzwerk eine übergeordnete Zentraleinheit zum Steuern und Überwachen einer Anlagenanordnung mit mehreren dezentralen Anlagen und mindestens eine untergeordnete Remote-Einheit zum unmittelbaren Steuern einer dezentralen Anlage umfasst , wobei zum Steuern der dezentralen Anlage Proj ektierungsdaten, welche anlagenbezogene Obj ekte und/oder Bausteine umfassen, in der Remoteeinheit hinterlegt sind, dadurch gelöst , dass das Verfahren die folgenden Schritte umfasst :
- Konfigurieren mindestens einer Remote-Einheit an der Zentraleinheit durch Angabe von Informationen betref fend die j eweilige Remote-Einheit ;
- Exportieren der Projektierungsdaten der Remote-Einheit (en) und Importieren der Pro ektierungsdaten in die Zentraleinheit, wobei durch die Angabe der Informationen betreffend die jeweilige Remote-Einheit sämtlichen Objekten und Bausteinen der Remote-Einheit (en) eine eindeutige Identifikationskennung in der Zentraleinheit zugeordnet wird.
Der Erfindung liegt damit die grundsätzliche Überlegung zugrunde, in einem ersten Schritt an der Zentraleinheit Informationen betreffend die jeweilige Remote-Einheit anzugeben und auf diese Weise die Remote-Einheit der Zentraleinheit bekannt zu machen. Mit anderen Worten erfährt die Zentraleinheit durch Angabe entsprechender Informationen von der Existenz der jeweiligen Remote-Einheit.
In einem zweiten Schritt werden dann die in der Remote- Einheit vorliegenden Projektierungsdaten exportiert und in die Zentraleinheit importiert. Das bedeutet, dass auf einfache Weise sämtliche Projektierungsdaten der Remote- Einheit in einem Schritt in die Zentraleinheit importiert werden. Auf diese Weise ist es nicht mehr erforderlich, manuell die Projektierungsdaten sowohl in der Remote-Einheit, als auch in der Zentraleinheit einzugeben. Vielmehr reicht es aus, die Projektierungsdaten zur Steuerung der dezentralen Anlage einmal in der Remote-Einheit zu erzeugen und anschließend in die Zentraleinheit zu übertragen. Durch die Angabe von Informationen betreffend die Remote- Einheit in der Zentraleinheit kann jedem Objekt und/oder Baustein betreffend der jeweiligen Remote-einheit eine eindeutige globale Identifikationskennung in der Zentraleinheit zugeordnet werden. Das bedeutet, dass selbst bei einer Vielzahl von dezentralen Anlagen, die mit der Zentraleinheit überwacht bzw. gesteuert werden sollen, jedem Objekt und jedem Baustein jeder Remote-Einheit eine eindeutige globale Identifikationskennung zugeordnet wird,
so dass Fehler der Zuordnung sicher vermieden werden können . Bei einem Obj ekt kann es sich beispielsweise um ein Signal handeln . Ein solches Signal kann beispielsweise als Analog- und/oder Digital-Signal vorliegen . Ferner kann es sich bei Obj ekten auch um Ports handeln . Diese können einen Teil einer Netzwerkadresse bilden .
In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann das Konfigurieren der Remote-Einheit an der Zentraleinheit die Angabe einer eindeutigen Kennung der Remote-Einheit und/oder die Angabe einer eindeutigen Netzwerkadresse der Remote-Einheit umfassen . Die Kennung der Remote-Einheit stellt aber eine eindeutige Identi fizierung für die entsprechende Remote-Einheit in der Zentraleinheit dar, somit eine Identi fikation für eine spezifische dezentrale Anlage . Netzwerkadressen, beispielsweise IP-Adressen, legen fest , über welchen Zugangspunkt die Remote-Einheit kontaktiert werden kann . Denkbar ist auch, dass weitere Adressen von der betref fenden Remote- Einheit angefordert werden können, beispielweise konkrete Adressen von einzelnen Automatisierungsgeräten . Sind in der Remote-Einheit mehrere redundante Einrichtungen, beispielsweise Server, vorgesehen, können auch mehrere Netzwerkadressen angegeben werden . Denkbar ist auch, dass die Informationen betref fend die j eweilige Remote-Einheit weitere Angaben umfassen, wie beispielsweise Namen, Beschreibungen oder Zugri f fsbeschränkungen .
Die Identi fikationskennung der Obj ekte oder Bausteine in der Zentraleinheit beinhaltet bevorzugt eine Kennung der j eweiligen Remote-Einheit . Denkbar ist auch, dass zwischen der Remote-Einheit und der Zentraleinheit ein Remote-Einheit-Controller zwischengeschaltet ist , sodass die Identi fikationskennung der Obj ekte oder Bausteine in der Zentraleinheit indirekt über den Remote-Einheit-Controller referenziert wird . Mit anderen Worten fungiert
ein solcher Remote-Einheit-Controller als Gateway zwischen der Zentraleinheit und der j eweiligen Remote-Einheit . Dementsprechend beinhaltet in diesem Fall die Identi fikationskennung der Obj ekte oder Bausteine in der Zentraleinheit eine Kennung des Remote-Einheit-Controllers , der dann wiederum eine Verbindung zur j eweiligen Remote-Einheit herstellt .
In weiterer Ausgestaltung kann die dezentrale Anlage eine oder mehrere Automatisierungskomponente (n) umfassen, wobei die anlagenbezogenen Obj ekte und/oder Bausteine j eweils einer Automatisierungskomponente zugeordnet sind und die Identi fikationskennung der Obj ekte und Bausteine in der Zentraleinheit eine Kennung der j eweiligen Automatisierungskomponente der dezentralen Anlage beinhaltet . Mit anderen Worten kann eine weitere Hierarchieebene vorgesehen sein, wenn die zu überwachende bzw . zu steuernde dezentrale Anlage mehrere Komponenten umfasst . Bei solchen Automatisierungskomponenten kann es sich beispielsweise um Ventile , Motoren, Sensoren oder dergleichen handeln . Liegen mehrere solcher Automatisierungskomponenten in einer dezentralen Anlage vor, so können die Obj ekte bzw . Bausteine diesen Komponenten zugeordnet sein . In diesem Fall macht es Sinn, dass die Identi fikationskennung der Obj ekte und Bausteine in der Zentraleinheit eine Kennung der j eweiligen Automatisierungskomponente beinhaltet . Hierdurch wird eine einfache und übersichtliche Struktur des Steuerungsnetzwerkes ermöglicht .
In konkreter Ausgestaltung kann die Identi fikationskennung mehrere alphanumerische , insbesondere numerische Zeichenfolgen umfassen .
In weiterer Ausgestaltung kann eine erste Zeichenfolge die Kennung der j eweiligen Remote-Einheit bzw . eines Remote-Einheit-Controller, eine zweite Zeichenfolge die Kennung der j eweiligen Automatisierungskomponente und
eine dritte Zeichenfolge die Kennung des j eweiligen Obj ekts oder Bausteins sein . In diesem Fall umfasst die Identi fikation drei Zeichenfolgen, welche die Hierarchie des Steuerungsnetzwerkes abbilden .
Beim Importieren der Proj ektierungsdaten in die Zentraleinheit kann die Kennung der j eweiligen Automatisierungskomponente und/oder die Kennung des j eweiligen Obj ekts oder Bausteins direkt aus den zu importierenden Daten ermittelt werden, weil diese bevorzugt identisch ist mit der j eweiligen Kennung innerhalb der j eweiligen Remote- Einheit . Zusätzliche Eingri f fe des Anwenders sind in diesem Fall nicht erforderlich .
Die Proj ektierungsdaten können Funktionspläne und/oder Kontaktpläne und/oder Signalpläne und/oder Anlagenbilder umfassen . Funktionspläne geben dabei an, welche Obj ekte einer Automatisierungskomponente zugeordnet sind und in welcher Verbindung diese stehen .
Beim Importieren der Proj ektierungsdaten können automatisch alle Signalreferenzen auch in Anlagenbildern von den ursprünglich in der Remote-Einheit vergebenen Kennungen auf die neu in der Zentraleinheit zugewiesenen Kennungen umgesetzt werden . Das bedeutet , dass die Identi fikation sämtlicher Obj ekte beim Import in die Zentraleinheit automatisch umgesetzt wird .
Das erfindungsgemäße Verfahren kann ferner dadurch gekennzeichnet sein, dass beim Importieren der Proj ektierungsdaten in die Zentraleinheit diese gefiltert werden und/oder manuell ausgewählt werden, so dass nur auf bestimmte Obj ekte und/oder Bausteine der Remote-Einheit in der Zentraleinheit zugegri f fen werden kann . Mit anderen Worten wird der Zugri f f der Zentral-Einheit auf Obj ekte bzw . Bausteine der Remote-Einheit in diesem Fall einge-
schränkt , was bei bestimmten Anlagenkonfigurationen erforderlich sein kann . Eine solche Situation ist beispielsweise dann gegeben, wenn aus Sicherheitsgründen bestimmte Eingri f fe nur in der unmittelbaren Umgebung der dezentralen Anlage stattfinden sollen .
Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann vorgesehen sein, dass das Exportieren der Proj ektierungsdaten der Remote-Einheit und das anschließende Importieren in die Zentraleinheit automatisiert , insbesondere änderungsgesteuert durchgeführt wird . Das bedeutet , dass bei Änderungen in der Remote-Einheit diese Änderungen automatisch an die Zentraleinheit übertragen werden, somit die Zentraleinheit automatisch stets auf dem aktuellen Stand gehalten wird .
Das Steuerungsnetzwerk kann ferner mindestens einen Remote-Einheit-Controller aufweisen, welcher einer oder mehreren Remote-Einheiten zugeordnet ist . Mit anderen Worten handelt es sich um eine zwischen der Zentraleinheit und der remote-Einheit zwischengeschaltete Komponente , die exakt dieselben Schnittstellen zur Verfügung stellt , wie eine entsprechende Automatisierungskomponente . Mit anderen Worten fungiert der Remote-Einheit- Controller als eine Art Gateway zur ursprünglichen Remote-Einheit .
Der Remote-Einheit-Controller kann dabei bevorzugt zwischen einem Baustein mit einer Automatisierungs funktion und einem Obj ekt oder Baustein in der Remote-Einheit unterscheiden . Durch die Zwischenschaltung eines Remote- Einheit-Controllers zwischen der Zentraleinheit und der Remote-Einheit kann unnötige Kommunikation zwischen der Zentraleinheit und der Remote-Einheit vermieden werden . Die Zwischenschaltung des Remote-Einheit-Controllers erfordert auch keine Anpassung von anderen Komponenten, insbesondere keine softwaretechnischen Anpassungen, da
die Funktionen in der Zentraleinheit in der gleichen Weise zur Verfügung stehen wie die Funktion innerhalb der Remote-Einheit .
Dabei können einem Remote-Einheit-Controller eine oder mehrere Remote-Einheiten zugewiesen werden . Durch einen solchen Remote-Einheit-Controller können auch mehrere Komponenten einer Zentraleinheit , bzw . mehrere Zentraleinheiten auf die j eweiligen Automatisierungskomponenten einer Remote-Einheit zugrei fen . Dadurch wird ein für alle Komponenten des Steuerungsnetzwerks transparenter Zugri f f auf die Remote-Einheit und die dazugehörigen Automatisierungskomponenten realisiert .
Konkret kann der Remote-Einheit-Controller an der Zentraleinheit oder an der Remote-Einheit oder zwischen der Remote-Einheit und der Zentraleinheit angeordnet sein .
In weiterer Ausgestaltung können j eder Remote-Einheit zwei Remote-Einheit-Controller zugeordnet sein, wobei bevorzugt ein Remote-Einheit-Controller an der Zentraleinheit und der andere Remote-Einheit-Controller an der Remote-Einheit angeordnet ist .
Ferner kann vorgesehen sein, dass der Remote-Einheit-Controller die Datenübertragung zwischen der Remote-Einheit und der Zentraleinheit puf fert , wenn die Verbindung zwischen der Remote-Einheit und der Zentraleinheit temporär unterbrochen ist . Bevorzugt ist ein solcher Remote-Einheit-Controller, welcher die Datenübertragung zwischen der Remote-Einheit und der Zentraleinheit puf fert , an der Remote-Einheit angeordnet . Auf diese Weise können kontinuierlich Daten auf gezeichnet bzw . weitergegeben werden, auch wenn eine physikalische Verbindung zu der Zentraleinheit hin unterbrochen ist .
Die Zentraleinheit und die Remote-Einheiten können mit einer Netzwerkverbindung insbesondere in Form eines Virtual Private Networks (VPN) verbunden sein .
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ferner gelöst durch ein Steuerungsnetzwerk, welches zur Durchführung des zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens ausgebildet und eingerichtet ist . Ferner wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe durch ein Computerprogramm umfassend Programmcode-Mittel zur Durchführung des zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahrens sowie durch ein computerlesbares Medium, welches Instruktionen umfasst , die , wenn sie auf wenigstens einem Computer ausgeführt werden, den wenigstens einen Computer veranlassen, die Schritte des zuvor beschriebenen Verfahrens durchzuführen, gelöst .
Für die weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird auf die Unteransprüche und die nachstehende Beschreibung eines Aus führungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung verwiesen . In der Zeichnung zeigt :
Figur 1 ein Steuerungsnetzwerk in schematischer Darstellung .
Die Figur 1 zeigt den Aufbau eines Steuerungsnetzwerks . Dieses besitzt eine übergeordnete Zentraleinheit 1 zum Steuern und Überwachen einer Anlagenanordnung mit mehreren dezentralen Anlagen . Ferner umfasst das Steuerungsnetzwerk eine untergeordnete Remote-Einheit 2 zum unmittelbaren Steuern einer dezentralen Anlage .
Die Remote-Einheit 2 umfasst vorliegend eine Automatisierungskomponente 3 , konkret einen Motor 4 . Der Motor 4 besitzt in der Remote-Einheit 2 eine Kennung als Automatisierungskomponente in Form der numerischen Zeichenfolge
10000 . Ferner umfassen die den Motor betref fenden Proj ektierungsdaten einen Funktionsplan mit mehreren Obj ekten in Form von Signalen/Ports , welche beispielsweise die Signal-/Port- Kennungen ( Port ID) 100 für den Start des Motors , 110 für das Anhalten des Motors und 120 für einen Alarm beinhalten . Die Remote-Einheit hat wiederum die Kennung 300 .
Zwischen der Zentraleinheit 1 und der Remote-Einheit 2 ist ein Remote-Einheit-Controller 5 angeordnet . Dieser ist vorliegend der Remote-Einheit 300 zugeordnet und fungiert als Gateway zwischen der Zentraleinheit 1 und der Remote-Einheit 2 . Der Remote-Einheit-Controller besitzt vorliegend die Kennung 333 . In dem Remote-Einheit-Controller 5 sind die Proj ektierungsdaten des Motors , welcher durch die Remote-Einheit 300 unmittelbar gesteuert wird, hinterlegt . Die einzelnen Signale bzw . Bausteine besitzen dabei eine eindeutige Identi fikationskennung, welche drei numerische Zeichenfolgen umfasst . Beispielsweise umfasst die Identi fikationskennung für den Baustein „Start des Motors" zunächst die Zahlenfolge 300 für die entsprechende Remote-Einheit 2 . Durch einen Doppelpunkt getrennt folgt dann die Kennung für die Automatisierungskomponente 3 , vorliegend den Motor 4 , welche hier aus der Zahlenfolge ( ID) 10000 besteht . Die dritte Kennung ( 100 ) betri f ft das direkte Signal bzw . den direkten Port für den Start des Motors . Auf diese Weise ist eine eindeutige Identi fikationskennung im Remote-Einheit-Controller hinterlegt .
In der Zentraleinheit ist ebenfalls eine eindeutige Identi fikationskennung für die verschiedenen Bausteine zugeordnet . Da der Remote-Einheit-Controller 5 mit der Kennung 333 zwischen der Remote-Einheit 2 mit Kennung 300 und der Zentraleinheit 1 angeordnet ist , besitzt das entsprechende Signal für den Start des Motors als erste Zah-
lenfolge die Nummer 333, gefolgt von der Kennung des Motors (50000) und von der konkreten Signal-/ Port-Kennung (100) . Auf diese Weise ist der Baustein der Remote-Einheit 2 eindeutig in der Zentraleinheit 1 identifiziert.
Das Konfigurieren eines solchen Steuerungsnetzwerks läuft so ab, dass in einem ersten Schritt die Remote-Einheit 2 an der Zentraleinheit 1 bekannt gemacht wird. Dazu werden Informationen betreffend die Remote-Einheit 2 angegeben. Konkret kann es sich hierbei um die Kennung 300 handeln bzw. die Kennung des Remote-Einheit-Controllers 333. Die Informationen können auch ferner Netzwerkadressen umfassen .
In einem nächsten Schritt werden die Projektierungsdaten, vorliegend u.a. der Funktionsplan betreffend den Motor 4 und die Ob ekte/Bausteine betreffend den Motor 4 aus der Remote-Einheit exportiert und in die Zentraleinheit 1 importiert. Dabei wird sämtlichen Objekten der Remote-Einheit 2, vorliegend konkret der Automatisierungskomponente 3, eine eindeutige Identifikationskennung in der Zentraleinheit 1 zugeordnet (z.B. 333:50000:100) .
Der Remote-Einheit-Controller 5 ist ferner ausgebildet, bei Änderungen in den Funktionsplänen der Remote-Einheit 2 diese Änderungen in den Projektierungsdaten automatisch an die Zentraleinheit 1 zu übermitteln. Dadurch wird erreicht, dass die Zentraleinheit 1 stets auf dem aktuellen Stand ist.
Der Remote-Einheit-Controller 5 ist grundsätzlich in der Lage, zwischen einem Baustein, dessen Automatisierungsfunktion lokal in der Remote-Einheit 2 ausgeführt wird und einem Baustein, der Zugang von anderen Komponenten, beispielsweise der Zentraleinheit erhalten muss, zu unterscheiden. Damit kann durch die Zwischenschaltung des
Remote-Einheit-Controllers 5 unnötige Kommunikation zwischen der Zentraleinheit 1 und der Remote-Einheit 2 vermieden werden . Die Zwischenschaltung des Remote-Einheit- Controllers 5 erfordert auch keine Anpassung von anderen Komponenten, insbesondere keine softwaretechnische Anpassung, da die Funktionen in der Zentraleinheit 1 in der Gleichen Weise zur Verfügung stehen wie die Funktionen innerhalb der Remote-Einheit 2 .
Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist keine zusätzliche Proj ektierung von Signalen, Obj ekten, Baustein oder Kommunikationsprotokollen für die Ankopplung von Remote- Einheiten in der Zentraleinheit erforderlich, da sämtliche Obj ekte mit einer eindeutigen Identi fikationskennung versehen werden , damit sind die verwendeten Signale stets konsistent . Auch weitere Mechanismen wie die Quittierung von Alarmen muss nicht über eine zusätzliche Proj ektierung nachträglich integriert werden . Solche Mechanismen sind sowohl in der Remote-Einheit als auch in der Zent- ral-Einheit sichtbar, unabhängig davon, ob diese dezentral oder zentral vorgenommen werden .
Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert und beschrieben wurde , so ist die Erfindung nicht durch die of fenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen .