STATOR FÜR EINE AXIALFLUSSMASCHINE
Die Erfindung betrifft elektrische Antriebe, spezieller Axialflussmaschinen, und dabei besonders die Ausgestaltung des Stators.
Elektrische Maschinen finden in vielfältigsten Bereichen der Technik Verwendung zu Antriebszwecken, in jüngerer Zeit auch verstärkt zum Antrieb von Kraftfahrzeugen. Unter den mannigfachen Ausgestaltungsmöglichkeiten von Elektromotoren ist die Axialflussmaschine ein Beispiel. Bei dieser drehen sich im Betrieb ein oder mehrere Rotoren relativ zu ein oder mehreren bezüglich einer Einbauumgebung der Axialflussmaschine ortsfesten Statoren. Rotor(en) und Stator(en) sind dabei in einer axialen Richtung aufeinanderfolgend angeordnet. Im Rotor finden häufig Permanentmagnete Anwendung, der magnetische Fluss des Stators wird in der Regel mittels elektrischen Stroms erzeugt, welcher durch in Nuten zwischen Statorzähnen angeordnete Wicklungen (Statorwicklungen) geführt wird. Zur Beeinflussung des Feldverlaufs des magnetischen Feldes werden Polschuhe eingesetzt.
Eine bekannte Möglichkeit, die Polschuhe auszubilden, ist, deren Geometrie bereits beim Stanzen der Blechpakete für den Stator zu formen. Die Wicklungen werden nachträglich angebracht, hierbei kann die bereits vorhandene Polschuhgeometrie die Montage erschweren. Alternativ werden die Polschuhe separat gefertigt, die Wicklungen werden zuerst am Stator angebracht, und erst im Anschluss werden die Polschuhe am Stator befestigt; dies geschieht häufig durch Kleben. Eine solche Klebeverbindung muss darauf ausgelegt sein, den im Betrieb der elektrischen Maschine auftretenden thermischen wie mechanischen Belastungen standzuhalten. In den Polschuhen selbst können Verluste auftreten.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Stator für eine Axialflussmaschine bereitzustellen, bei dem zumindest einige der Nachteile im Zusammenhang mit Polschuhen gemildert oder beseitigt sind.
Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Stator gemäß Anspruch 1 . Anspruch 10 betrifft eine Axialflussmaschine mit solch einem Stator. Die abhängigen Ansprüche beziehen sich auf vorteilhafte Ausführungsformen.
Der erfindungsgemäße Stator für eine Axialflussmaschine hat in bekannter Weise eine Vielzahl von Statorzähnen. Erfindungsgemäß sind einem Statorzahn wenigstens
zwei voneinander beabstandete Polschuhsegmente zugeordnet. Dies bedeutet insbesondere, dass sich die einem Statorzahn zugeordneten Polschuhsegmente nicht berühren. Die Verwendung mehrerer Polschuhsegmente pro Statorzahn an Stelle wie bisher eines einzigen großflächigen Polschuhs pro Statorzahn verringert die im Betrieb auf die Polschuhsegmente wirkenden Kräfte im Vergleich zu den auf einen großflächigen Polschuh wirkenden Kräften. Hierdurch ist die Fixierung der Polschuhsegmente im Stator erleichtert. Die Verwendung der Polschuhsegmente verringert zudem die innerhalb der Polschuhsegmente auftretenden Verluste im Vergleich zu den Verlusten in einem großflächigen Polschuh, was die Effizienz der elektrischen Maschine erhöht. Die Verwendung von Polschuhsegmenten an Stelle eines großflächigen Polschuhs verringert auch den Materialaufwand für die Polschuhsegmente im Vergleich zum Polschuh. Da die Polschuhsegmente separat gefertigt werden, kann die Montage der Statorwicklungen einfacher erfolgen als bei bereits beim Stanzen von Statorblechen ausgebildeter Polschuhgeometrie. Vorzugsweise kommen Polschuhsegmente auf jedem Statorzahn des Stators zum Einsatz. Die Polschuhsegmente können aus den gleichen Materialien gefertigt werden, die zur Herstellung bekannter Polschuhe verwendet werden.
Im Rahmen dieser Anmeldung wird unter der azimutalen Richtung die Richtung verstanden, in die sich ein Rotor der Axialflussmaschine in deren Betrieb relativ zu einem Stator der Axialflussmaschine bewegt. Bei dieser Bewegung handelt es sich um eine Drehbewegung. Die Richtung der Drehachse dieser Drehbewegung definiert die axiale Richtung. Senkrecht auf sowohl der axialen Richtung als auch der azimutalen Richtung steht die radiale Richtung.
Bevorzugt sind die einem Statorzahn zugeordneten Polschuhsegmente derart ausgestaltet und angeordnet, dass ein Polschuhsegment sich in der azimutalen Richtung sowohl über einen Teil des Statorzahns als auch über einen Teil einer Nut für Statorwicklungen erstreckt, welche Nut in der azimutalen Richtung dem Statorzahn folgt oder dem Statorzahn vorhergeht. Insbesondere kann sich jedes einem Statorzahn zugeordnete Polschuhsegment in der eben genannten Weise über einen Teil des Statorzahns als auch einen Teil einer Nut erstrecken. Auf diese Weise gelingt es den Polschuhsegmenten insbesondere, an Rändern des Statorzahns auftretende unerwünschte magnetische Streufelder einzufangen und den Verlauf des magnetischen Flusses so zu verbessern, dass die durch Stromverdrängung
zusätzlich entstehenden Verluste in den Statorwicklungen deutlich verringert werden. Es ist auch denkbar, innerhalb eines Stators Polschuhsegmente unterschiedlicher Größe zu verwenden, um weitere Verbesserungen zu erreichen.
In einer Weiterbildung ist in einem Polschuhsegment auf einer der Nut zugewandten Seite des Polschuhsegments eine Aussparung zur Führung eines Fluids vorgesehen. Als Fluid kann beispielsweise ein elektrisch isolierendes Kühlmittel verwendet werden; es kann sich dabei etwa um ein Öl handeln.
Bei einem sich in obigem Sinne über einen Teil der Nut erstreckenden Polschuhsegment kann dieses so ausgestaltet sein, dass es sich zur Nut hin verjüngt. Dies verbessert den Verlauf des magnetischen Feldes.
In einer Ausführungsform sind Polschuhsegmente, die in azimutaler Richtung aufeinanderfolgenden Statorzähnen zugeordnet sind, miteinander verbunden. Zwei solche Polschuhsegmente erstrecken sich dabei über eine Nut, welche von den zwei aufeinanderfolgenden Statorzähnen, denen jeweils eines der Polschuhsegmente zugeordnet ist, flankiert wird. Diese zwei Polschuhsegmente sind miteinander verbunden.
Ein Polschuhsegment kann an dem Statorzahn, dem es zugeordnet ist, fixiert sein; beispielsweise kann das Polschuhsegment an dem Statorzahn festgeklebt sein, andere Befestigungsmöglichkeiten sind jedoch denkbar. In einer Weiterbildung kann an dem Statorzahn ein Falz ausgebildet sein, der zur Aufnahme eines Teils des Polschuhsegments dient.
Es ist aber auch möglich, die Polschuhsegmente in der für sie vorgesehenen Position relativ zu dem Statorzahn, dem sie jeweils zugeordnet sind, zu halten, ohne die Polschuhsegmente am Statorzahn zu befestigen. Eine Möglichkeit hierfür ist, sich eines Gehäuses des Stators zu bedienen. Dies kann ein vollständiges Gehäuse oder ein Teilgehäuse, etwa ein Deckel, sein. Die Polschuhsegmente können am Gehäuse befestigt sein, beispielsweise mit dem Gehäuse verklebt sein; es ist auch möglich, Polschuhsegmente in das Gehäuse teilweise oder vollständig einzubetten, etwa wenn das Gehäuse aus einem Kunststoff gefertigt ist. Wird dann das Gehäuse in definierter Weise relativ zu den Statorzähnen angeordnet, so nehmen die Polschuhsegmente definierte Positionen zu den Statorzähnen ein, etwa so, dass sich ein Polschuhsegment in der azimutalen Richtung über einen Teil eines Statorzahns
und einen Teil einer Nut erstreckt. Dabei ist es möglich, dass die Polschuhsegmente in axialer Richtung von den Statorzähnen beabstandet sind. Ein solches Gehäuse kann zudem, neben einer Schutzfunktion, auch dazu dienen, ein Fluid, etwa ein Kühlmedium, im Stator zu halten.
Die erfindungsgemäße Axialflussmaschine hat wenigstens einen erfindungsgemäßen Stator der oben beschriebenen Art. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung eines Stators ist bei jeder Art einer Axialflussmaschine einsetzbar, beispielsweise bei Axialflussmaschinen, die genau einen Stator und einen oder mehrere Rotoren haben, sowie bei Axialflussmaschinen, die genau einen Rotor und einen oder mehrere Statoren haben. Hat eine Axialflussmaschine mehr als einen Stator, so kann jeder dieser Statoren gemäß der Erfindung ausgestaltet sein.
Im Folgenden werden die Erfindung und ihre Vorteile unter Bezugnahme auf die beigefügten schematischen Zeichnungen näher beschrieben.
Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Axialflussmaschine.
Figur 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Axialflussmaschine.
Figur 3 zeigt einen Statorkern eines erfindungsgemäßen Stators mit Polschuhsegmenten.
Figur 4 zeigt einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Stator.
Figur 5 zeigt einen Statorkern für einen Stator einer Axialflussmaschine.
Figur 6 zeigt eine Wicklung für einen Stator einer Axialflussmaschine.
Figur 7 zeigt einen Ausschnitt aus einem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Stators.
Figur 8 zeigt einen Ausschnitt aus einem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Stators.
Figur 9 zeigt einen Ausschnitt aus einem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Stators.
Figur 10 zeigt einen Querschnitt eines Polschuhsegments.
Figur 11 zeigt einen Querschnitt eines Polschuhsegments.
Figur 12 zeigt einen Querschnitt eines Polschuhsegments.
Figur 13 zeigt einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Stator.
Figur 14 zeigt einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Stator.
Figur 15 zeigt einen Ausschnitt aus einem Gehäuse für einen erfindungsgemäßen Stator.
Figur 16 zeigt einen Ausschnitt aus einem Gehäuse für einen erfindungsgemäßen Stator.
Figur 17 zeigt einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Stator.
Figur 18 zeigt einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Stator.
Die Figuren stellen lediglich Ausführungsbeispiele der Erfindung dar; insbesondere sind die Figuren daher nicht als Beschränkung der Erfindung auf die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele aufzufassen.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform einer Axialflussmaschine 100 mit einem Stator 10, der zwischen zwei Rotoren 110 angeordnet ist, welche durch eine gemeinsame Rotorwelle 120 verbunden sind. Eine solche Konfiguration einer Axialflussmaschine wird auch als H-Konfiguration bezeichnet. An den Rotoren 110 sind Permanentmagnete 111 vorgesehen. Im Betrieb der Axialflussmaschine 100 drehen sich die Rotoren 110 relativ zum Stator 10 um Drehachse 121 , deren Richtung die axiale Richtung 151 definiert. Die Richtung dieser Drehbewegung selbst ist hier senkrecht zur Zeichenebene und definiert die azimutale Richtung. Ferner ist noch die radiale Richtung 152 gezeigt. Der Stator 10 umfasst einen Statorkern 11 , der Wicklungen 30, etwa aus Kupfer, trägt. Der Statorkern 11 kann in bekannter Weise gebildet sein, etwa aus Paketen gestanzter Bleche.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform einer Axialflussmaschine 100 mit einem Rotor 110, der zwischen zwei Statoren 10 angeordnet ist. Eine solche Konfiguration einer Axialflussmaschine wird als I-Konfiguration bezeichnet. Der Rotor 110 sitzt an einer Rotorwelle 120 und ist mit Permanentmagneten 111 versehen. Jeder der Statoren 10 umfasst einen Statorkern 11 , der Wicklungen 30 trägt.
Sowohl in der Ausführungsform der Fig. 1 als auch der Fig. 2 können die Statoren 10 in erfindungsgemäßer Weise ausgestaltet sein. Erfindungsgemäße Statoren können aber auch in weiteren Konfigurationen einer Axialflussmaschine eingesetzt werden.
Fig. 3 zeigt einen Statorkern 11 mit Statorzähnen 12. Zwischen den Statorzähnen 12 sind Nuten 13 vorgesehen, die zur Aufnahme von Statorwicklungen dienen. Jeder Statorzahn 12 trägt zwei Polschuhsegmente 20. In der azimutalen Richtung 153 erstreckt sich jedes Polschuhsegment 20 über einen Teil des jeweiligen Statorzahns 12 und einen Teil der diesem Statorzahn 12 in der azimutalen Richtung 153 nachfolgenden bzw. vorhergehenden Nut 13. Die Polschuhsegmente 20 sind voneinander beabstandet, insbesondere berühren sie sich nicht. Bezogen auf einen Statorzahn 12 treten die beiden Polschuhsegmente 20 gemäß der Erfindung an die Stelle eines einzigen Polschuhs für den Statorzahn, der diesen großflächig, in der Regel auf der gesamten Stirnseite, bedeckt.
Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt eines Stators 10 mit Statorkern 11. Eine Nut 13, in der Statorwicklungen 30 angeordnet sind, wird in azimutaler Richtung 153 von zwei Statorzähnen 12 flankiert. Zu jedem dieser Statorzähne 12 ist ein Polschuhsegment 20 dargestellt, welches sich in azimutaler Richtung 153 über einen Teil der Nut 13 erstreckt. Zwischen den Polschuhsegmenten 20 ist dadurch ein Spalt 21 gebildet, mit einer Spaltbreite 22, die geringer ist als eine Nutbreite 14, jeweils gemessen in der azimutalen Richtung 153. An jedem Statorzahn 12 ist ein Falz 15 ausgebildet, in den ein Teil des jeweiligen Polschuhsegments 20 aufgenommen ist.
Fig. 5 zeigt einen Statorkern 11 mit Statorzähnen 12 und zwischen den Statorzähnen 12 vorgesehenen Nuten 13. Der Statorkern 11 ist mit einer elektrisch isolierenden Schicht 16 versehen. Die Verwendung einer elektrisch isolierenden Schicht 16 ist üblich, auf die Darstellung dieser Schicht wird jedoch in den meisten Zeichnungen hierin aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet.
Fig. 6 zeigt eine Statorwicklung 30, die in einem erfindungsgemäßen Stator verwendet werden kann. Solche Wicklungen werden in den Statorkern 11 , etwa den in Fig. 5 gezeigten, eingesetzt und verlaufen teilweise in dessen Nuten 13.
Fig. 7 zeigt einen Ausschnitt aus einem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Stators 10. Dargestellt sind der Statorkern 11 mit Statorzähnen 12 und zwischen diesen verlaufende Wicklungen 30. Zur Orientierung ist auch noch
ein Permanentmagnet 111 eines Rotors einer Axialflussmaschine dargestellt, in einer Position, an der er sich bei zusammengebauter Axialflussmaschine befinden kann. Die Statorzähne 12 sind mit Polschuhsegmenten 20 versehen; zur Aufnahme eines Polschuhsegments 20 ist am jeweiligen Statorzahn 12 jeweils ein Falz 15 vorgesehen. Zwischen zwei benachbarten Polschuhsegmenten 20 zu verschiedenen Statorzähnen 12 ist ein Spalt 21 gebildet.
In der gezeigten Ausführungsform sind die Polschuhsegmente 20 quaderförmig, insbesondere ist ein Querschnitt mit einer Schnittebene senkrecht zur radialen Richtung rechteckig.
Fig. 8 zeigt einen Ausschnitt aus einem weiteren Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Stators 10. Der grundsätzliche Aufbau ist analog zu dem in Fig.
7 diskutierten Ausführungsbeispiel, so dass wegen der Beschreibung der meisten der gezeigten Elemente auf die Fig. 7 verwiesen wird.
Im Unterschied zu der in Fig. 7 gezeigten Ausführungsform ist an den Polschuhsegmenten 20 eine Aussparung 23 zur Führung eines Fluids vorgesehen. Die Aussparung 23 ist den Wicklungen 30 und damit jeweils einer Nut 13 zugewandt. Durch die Aussparung 23 besteht im Bereich der Wicklungen 30 mehr Volumen, durch das ein Fluid, etwa ein elektrisch isolierendes Kühlmedium, geleitet werden kann.
Fig. 9 zeigt einen Ausschnitt aus einem weiteren Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Stators 10. Der grundsätzliche Aufbau ist analog zu dem in Fig.
7 diskutierten Ausführungsbeispiel, so dass wegen der Beschreibung der meisten der gezeigten Elemente auf die Fig. 7 verwiesen wird.
Im Unterschied zu der in Fig. 7 gezeigten Ausführungsform ist an den Polschuhsegmenten 20 jeweils ein sich verjüngender Bereich 24 vorgesehen. Durch diesen sich verjüngenden Bereich 24 und die Anordnung der Polschuhsegmente 20 ergibt sich, dass sich die Polschuhsegmente 20 jeweils zu einer Nut 13 hin oder auch zu einem Spalt 21 zwischen benachbarten Polschuhsegmenten 20 zu unterschiedlichen Statorzähnen 12 hin verjüngen.
Die Figuren 10 - 12 zeigen jeweils einen Querschnitt eines Polschuhsegments 20. Die Schnittebene ist dabei jeweils senkrecht zur radialen Richtung, bei in einem erfindungsgemäßen Stator verbauten Polschuhsegmenten 20. Im
Ausführungsbeispiel der Fig. 10 ist der Querschnitt rechteckig, wie auch in dem Ausführungsbeispiel der Fig. 7. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 11 weist das Polschuhsegment 20 eine Aussparung 23 zur Führung eines Fluids auf, wie auch in dem Ausführungsbeispiel der Fig. 8. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 12 weist das Polschuhsegment 20 einen sich verjüngenden Bereich 24 auf, wie auch in dem Ausführungsbeispiel der Fig. 9.
Fig. 13 zeigt einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Stator 10. Eine Nut 13, in der Wicklungen 30 angeordnet sind, wird in azimutaler Richtung 153 von zwei Statorzähnen 12 flankiert. Zu jedem dieser Statorzähne 12 ist ein Polschuhsegment 20 dargestellt, welches sich in azimutaler Richtung 153 über einen Teil der Nut 13 erstreckt. Ebenso erstreckt sich jedes Polschuhsegment 20 in azimutaler Richtung 153 über einen Teil des jeweiligen Statorzahns 12. Die Polschuhsegmente 20 sind in axialer Richtung 151 von den Statorzähnen 12 beabstandet, insbesondere sind sie nicht an den Statorzähnen 12 befestigt. Die Polschuhsegmente 20 sind an einem Gehäuse 40 für den Stator 10 befestigt; von dem Gehäuse 40 ist hier nur ein Ausschnitt gezeigt.
Fig. 14 zeigt einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Stator 10, weitgehend ähnlich zu der in Fig. 13 gezeigten Ausführungsform. Im Unterschied zu der in Fig. 13 gezeigten Ausführungsform sind hier die Polschuhsegmente 20 teilweise in ein Gehäuse 40 für den Stator 10 eingebettet. Das Gehäuse 40 kann beispielsweise ein Faserverbundteil sein, und die Polschuhsegmente 20 können in das Gehäuse 40 eingebettet, etwa einlaminiert sein. Es sind auch Ausgestaltungen denkbar, in denen die Polschuhsegmente 20 vollständig in das Gehäuse 40 eingebettet sind, so dass die Polschuhsegmente 20 nicht aus dem Gehäuse 40 hervorragen. Dies ist in den Figuren 15 und 16 dargestellt. Fig. 15 zeigt lediglich einen Ausschnitt des Gehäuses 40 und die azimutale Richtung 153 zur Orientierung. Die Polschuhsegmente 20 sind so in das Gehäuse 40 eingebettet, dass sie bündig mit dem Gehäuse 40 abschließen. Fig. 16 ist analog zur Fig. 15, nur sind hier die Polschuhsegmente 20 so in das Gehäuse 40 eingebettet, dass sie vollständig vom Material des Gehäuses 40 umschlossen sind.
Fig. 17 zeigt einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Stator 10. Eine Nut 13, in der Wicklungen 30 angeordnet sind, wird in azimutaler Richtung 153 von zwei Statorzähnen 12 flankiert. Zu jedem dieser Statorzähne 12 ist ein Polschuhsegment
20 dargestellt, welches sich in azimutaler Richtung 153 über einen Teil der Nut 13 erstreckt. Ebenso erstreckt sich jedes Polschuhsegment 20 in azimutaler Richtung 153 über einen Teil des jeweiligen Statorzahns 12. Jedes Polschuhsegment 20 ist in einem Falz 15 am jeweiligen Statorzahn 12 befestigt. Die gezeigten Polschuhsegmente 20, die in azimutaler Richtung 153 aufeinanderfolgenden Statorzähnen 12 zugeordnet sind, sind in dieser Ausführungsform miteinander verbunden. Insbesondere können solche zwei miteinander verbundenen Polschuhsegmente 20 in einer Ausgestaltung als ein einziges Bauteil gefertigt sein.
Fig. 18 zeigt einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Stator 10. Eine Nut 13, in der Statorwicklungen 30 angeordnet sind, ist von zwei Statorzähnen 12 flankiert.
Ferner ist die azimutale Richtung 153 dargestellt. Gezeigt sind außerdem zwei Polschuhsegmente 20, die an einem jeweiligen Statorzahn 12 befestigt sind. In der gezeigten Ausführungsform haben die Polschuhsegmente 20 unterschiedliche Größe. Unabhängig davon zeigt dieses Beispiel auch die Befestigung der Polschuhsegmente 20 an den Statorzähnen 12 ohne Verwendung eines Falzes.
Bezugszeichenliste:
10 Stator
11 Statorkern
12 Statorzahn
13 Nut
14 Nutbreite
15 Falz
16 elektrisch isolierende Schicht
20 Polschuhsegment
21 Spalt
22 Spaltbreite
23 Aussparung
24 sich verjüngender Bereich
30 Wicklung
40 Gehäuse / Deckel
100 Axialflussmaschine
110 Rotor
111 Permanentmagnet
120 Rotorwelle
121 Drehachse
151 axiale Richtung
152 radiale Richtung
153 azimutale Richtung