Rotoranordnunq für eine elektrische Maschine sowie elektrische Maschine mit der
Rotoranordnunq
Die Erfindung betrifft eine Rotoranordnung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 . Ferner betrifft die Erfindung eine elektrische Maschine mit der Rotoran- ordnung.
Rotoren für elektrische Maschinen, insbesondere für elektrische Maschinen von Kraftfahrzeugen, weisen üblicherweise eine Rotorwelle mit einem auf der Rotorwelle angeordneten Rotorkern auf. Wie aus dem Stand der Technik bereits bekannt weist die Rotorwelle eine Polygonform auf, wobei eine Innenumfangsfläche des Rotorkerns kreisförmig ausgebildet, so dass zwischen der Rotorwelle und dem Rotorkern ab- wechselnd Anlagebereiche und Spaltbereiche gebildet werden. Die Spaltbereiche werden als Kühlkanäle zur aktiven Rotorkernkühlung genutzt.
Die Druckschrift DE 102018 122 977 A1 offenbart eine Wellenanordnung, umfas- send: eine Hohlwelle mit einer Drehachse und einen Nabenkörper, der mit dem Nabenkörper kraftschlüssig verbunden ist, wobei die Hohlwelle im Querschnitt be- trachtet eine um laufend geschlossene Wandung mit mehreren über den Umfang ver- teilten Stützabschnitten, die mit dem Nabenkörper in Anlagekontakt sind, und Feder- abschnitten, die von einer Innenumfangsfläche des Nabenkörpers beabstandet sind, aufweist, wobei Innenflächenbereiche der Federabschnitte auf einem kleineren Ra- dius um die Drehachse liegen, als Innenflächenbereiche der Stützabschnitte.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine Rotoranordnung der eingangs ge- nannten Art zu schaffen, welche sich durch einen verbesserten Wärmeabtransport auszeichnet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Rotoranordnung mit den Merkma- len des Anspruchs 1 sowie eine elektrische Maschine mit den Merkmalen des An- spruchs 15 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprü- chen, den Zeichnungen und/oder der Beschreibung.
Gegenstand der Erfindung ist eine Rotoranordnung, welche für eine elektrische Ma- schine ausgebildet und/oder geeignet ist. Die Rotoranordnung dient vorzugsweise zur Bereitstellung eines Antriebsmoments der elektrischen Maschine. Insbesondere bildet die Rotoranordnung den rotierenden Teil der elektrischen Maschine, insbeson- dere den Rotor.
Die Rotoranordnung weist eine um eine Drehachse rotierbare Rotorwelle sowie einen Rotorkörper auf. Die Rotorwelle kann als eine Vollwelle oder als eine Hohlwelle aus- gebildet sein. Der Rotorkörper ist vorzugsweise als Blechpaket ausgebildet. Das Blechpaket ist dabei durch mehrere in axialer Richtung in Bezug auf die Drehachse übereinander gestapelte Rotorbleche gebildet. Im Speziellen kann der Rotorkörper mehrere in dem Blechpaket angeordnete Permanentmagnete oder eine Rotorwick- lung, auch als Ankerwicklung, bezeichnet aufweisen.
Der Rotorkörper weist eine zentrale Aufnahmeöffnung auf, wobei die Rotorwelle koa- xial in der Aufnahmeöffnung angeordnet und drehfest mit dem Rotorkörper verbun- den ist. Insbesondere ist die Rotorwelle in Umlaufrichtung form- und/oder kraftschlüs- sig, insbesondere mittels einer Presspassung, mit dem Rotorkörper verbunden. Die Aufnahmeöffnung ist vorzugsweise als eine zylindrische, insbesondere kreisrundför- mige, Öffnung ausgebildet, welche in axialer Richtung den Rotorkörper durchsetzt.
Die Rotoranordnung weist mehrere in Umfangsrichtung um die Drehachse zwischen einem Außenumfang der Rotorwelle und einem Innenumfang der Aufnahmeöffnung über den Umfang verteilte Abstandsbereiche und Anlagebereiche auf. In den Ab- standsbereichen sind die Rotorwelle und der Rotorkörper beabstandet zueinander und in den Anlagebereichen miteinander kontaktiert. Insbesondere ist in den Ab- standsbereichen ein radialer Spalt gebildet. Vorzugsweise ist die Rotorwelle in den Abstandsbereichen über die Umfangslänge ausgehend von den daran in Umfangs- richtung angrenzenden Anlagebereichen mit einem stetig zunehmenden radialen Ab- stand zu dem Rotorkörper beabstandet. Bevorzugt weist die Rotorwelle in den Ab- standbereichen einen zu dem Innenumfang der Aufnahmeöffnung abweichenden Querschnittsverlauf auf, der insbesondere eben und/oder abgeflacht ist. Insbeson-
dere ist die drehfeste Verbindung zwischen Rotorwelle und Rotorkörper in den Anla- gebereichen umgesetzt. Vorzugsweise liegt die Rotorwelle in den Anlagebereichen vollständig über die Umfangslänge oder zumindest abschnittsweise flächig unter Bil- dung eines Reibkontaktes an dem Rotorkörper an. Bevorzugt weist die Rotorwelle in den Anlagebereichen eine zu dem Innenumfang der Aufnahmeöffnung komplemen- tären Querschnittsverlauf auf, der insbesondere kreiszylindrisch ist.
Die Anlagebereiche und die Abstandsbereiche erstrecken sich vorzugsweise in axia- ler Richtung in Bezug auf die Drehachse über die gesamte axiale Baulänge des Ro- torkörpers. Die Anlagebereiche und die Abstandsbereiche sind vorzugsweise regel- mäßig über den Umfang verteilt angeordnet. Im Speziellen sind zwischen der Hohl- welle und dem Rotorelement drei der Anlagebereiche und drei der Abstandsbereiche gebildet, die abwechselnd über den Umfang angeordnet sind. Zur Bildung der Anla- gebereiche und der Abstandsbereiche kann die Rotorwelle einen polygonalen Quer- schnitt aufweisen. Die Anlagebereiche können sich im Querschnitt betrachtet jeweils über einen Winkelbereich von mindestens 5 Grad, vorzugsweise mindestens 30 Grad erstrecken. Alternativ oder ergänzend können sich die Anlagebereiche im Quer- schnitt betrachtet jeweils über einen maximalen Winkelbereich von bis zu 90 Grad, vorzugsweise bis zu 45 Grad erstrecken. Die Abstandsbereiche können sich im Querschnitt betrachtet jeweils über einen Winkelbereich von mindestens 15 Grad, vorzugsweise mindestens 45 Grad erstrecken. Alternativ oder ergänzend können sich die Stützabschnitte im Querschnitt betrachtet jeweils über einen maximalen Win- kelbereich von bis zu 105 Grad, vorzugsweise bis zu 60 Grad erstrecken.
Im Rahmen der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Abstandsbereiche in jeweils einen Einlasskanal und einen Auslasskanal unterteilt sind. Der Einlasskanal und der Auslasskanal sind an einer ersten axialen Rotorstirnseite über einen Umlenkbereich fluidtechnisch miteinander und an einer zweiten axialen Rotorstirnseite in einem An- schlussbereich strömungstechnisch voneinander getrennt. Insbesondere bilden der Einlasskanal und der Auslasskanal gemeinsam einen Kühlkanal, welcher zur Füh- rung und/oder Verteilung eines Kühlmittels innerhalb der Rotoranordnung dient. Das Kühlmittel dient vorzugsweise zur Kühlung des Rotorkörpers, insbesondere des In- nenumfangs der Aufnahmeöffnung. Das Kühlmittel kann eine Kühlflüssigkeit, z.B. Öl,
Wasser oder dergleichen, sein. Vorzugsweise kann über den Einlasskanal das Kühl- mitel zugeführt und über den Auslasskanal abgeführt werden. Bevorzugt erstrecken sich der Einlasskanal und der Auslasskanal gleichgerichtet und/oder parallel zuei- nander. Der Einlasskanal und der Auslasskanal erstrecken sich vorzugsweise in axi- aler Richtung in Bezug auf die Drehachse.
Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die Aufteilung der Abstandsberei- che in zwei Teilkanäle, der Querschnitt des Kühlkanals reduziert und seine Erstre- ckung gleichzeitig verlängert, insbesondere verdoppelt, wird. Durch diese Maßnahme können die Strömungsgeschwindigkeit des Kühlmittels in den Abstandsbereichen so- wie die Turbulenzen erhöht werden, sodass ein verbesserter Wärmeabtransport er- reicht werden kann.
In einer konkreten Realisierung ist vorgesehen, dass das Kühlmittel entlang eines Strömungswegs in axialer Richtung entlang des Einlasskanals zu dem Umlenkbe- reich strömt, in dem Umlenkbereich umgelenkt wird und in axialer Gegenrichtung ent- lang des Auslasskanals zu dem Anschlussbereich strömt. Insbesondere wird entlang des Strömungsweges ein Wärmeabtransport sowohl an dem Innenumfang des Ro- torkörpers als auch am Außenumfang der Rotorwelle umgesetzt. Vorzugsweise er- folgt in dem Umlenkbereich eine Umlenkung des Strömungsweges um mindestens oder genau 180 Grad. Auf diese Weise kann der die Rotorwelle umgebende Rotor- körper über seine gesamte Baulänge wirksam gekühlt werden.
In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Abstandsbereiche jeweils durch einen Dichtabschnitt in den Einlass- und den Auslasskanal unterteilt sind. Ins- besondere erstrecken sich die Dichtabschnitte ausgehend von dem Anschlussbe- reich in Richtung des Umlenkbereichs, vorzugsweise in axialer Richtung in Bezug auf die Drehachse. Es sei darauf hingewiesen, dass die Dichtabschnitte in den Umlenk- bereichen unterbrochen sind bzw. enden, um den Einlasskanal und den Auslasska- nal strömungstechnisch miteinander zu verbinden. Die Dichtabschnitte sind vorzugs- weise jeweils als eine Berührungsdichtung ausgeführt. Besonders bevorzugt liegen die Dichtabschnitte dabei über ihre gesamte Erstreckung dichtend an der Rotorwelle und/oder dem Rotorkörper an. Die Dichtabschnitte können elastische verformbar
und/oder aus einem elastischen Material, z.B. Elastomer, Gummi oder dergleichen, gefertigt sein. Im Speziellen sind die Dichtabschnitte wahlweise an dem Rotorkörper oder der Rotorwelle festgelegt, wobei der Einlass- und der Auslasskanal bei einer Montage der Rotorwelle unter Anlage des Dichtabschnitte gebildet werden. Somit wird eine Rotoranordnung vorgeschlagen, welche sich durch eine einfache Montage sowie einen kostengünstigen Aufbau auszeichnet. Zudem wird durch die Dichtab- schnitte eine fluiddichte Abtrennung des Einlass- und Auslasskanals zwischen An- schlussbereich und Umlenkbereich sichergestellt.
In einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Dichtabschnitte jeweils durch ein Dichtlippe (Lippendichtung) gebildet sind, welche in axialer Richtung die Rotorwelle und den Rotorkörper zwischen dem Anschlussbereich und dem Umlenkbereich ge- geneinander abdichten. Insbesondere sind die Dichtlippen fest mit der Rotorwelle verbunden und liegen in axialer Richtung zwischen Umlenkbereich und Anschlussbe- reich dichtend an dem Innenumfang des Rotorkörpers an. Alternativ sind die Dichtlip- pen fest mit dem Rotorkörper verbunden und liegen in axialer Richtung zwischen Umlenkbereich und Anschlussbereich dichtend an dem Außenumfang der Rotorwelle an. Es wird somit eine Dichtabschnitt vorgeschlagen, welcher sich durch eine si- chere, insbesondere spaltfreie Abdichtung zwischen Einlasskanal und Auslasskanal entlang des Dichtabschnitts auszeichnet.
In einer weiteren Konkretisierung ist vorgesehen, dass die Dichtabschnitte wahlweise an der Rotorwelle oder an dem Rotorkörper stoffschlüssig montiert sind. Insbeson- dere können die Dichtabschnitte an der Rotorwelle oder dem Rotorkörper angeklebt sein. Alternativ können die Dichtabschnitte an die Rotorwelle oder den Rotorkörper anvulkanisiert sein. Es wird somit eine Rotoranordnung vorgeschlagen, welche sich durch einfach Fertigung sowie einen sicheren Dichtsitz auszeichnet.
In einer weiteren konkreten Umsetzung ist vorgesehen, dass die Einlasskanäle je- weils über eine Einlassöffnung in dem Anschlussbereich münden und dass die Aus- lasskanäle jeweils über eine Auslassöffnung in dem Anschlussbereich münden, wo- bei die Einlassöffnung und die Auslassöffnung strömungstechnisch voneinander ge-
trennt sind. Die Einlassöffnung dient vorzugsweise zum Anschluss an eine Zulauflei- tung und/oder einer Kühlmittelversorgung. Die Kühlmittelversorgung kann durch eine Kühlmittelpumpe und/oder einen Sammelbehälter gebildet sein. Prinzipiell dient die Auslassöffnung zum Anschluss an eine Rücklaufleitung und/oder die Kühlmittelver- sorgung. Bevorzugt jedoch dien die Auslassöffnung zu Bildung eines Kühlmittelaus- tritts, wobei das Kühlmittel über den Kühlmittelaustritt aus der Rotoranordnung an mindestens eine der Rotorstirnseiten und/oder in einen Motorraum der elektrischen Maschine abgeführt werden kann. Vorzugsweise zirkuliert das Kühlmittel entlang des Strömungsweges von der Einlassöffnung zu der Auslassöffnung. Es wird somit eine Rotoranordnung vorgeschlagen, welche sich durch eine einfache Anbindung, insbe- sondere an eine Kühlmittelversorgung auszeichnet.
In einer weiteren konkreten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Rotoranordnung einen an der ersten axialen Rotorstirnseite angeordneten ersten Welleneinsatz und einen an der zweiten axialen Rotorstirnseite angeordneten zweiten Welleneinsatz aufweist. Der Umlenkbereich ist in axialer Richtung durch den ersten Welleneinsatz und der Anschlussbereich ist in axialer Gegenrichtung durch den zweiten Wellenein- satz begrenzt. Insbesondere dienen der erste und der zweite Welleneinsatz zur La- gerung und/oder antriebstechnischen Anbindung der Rotorwelle. Der erste und/oder der zweite Welleneinsatz sind in Umfangsrichtung formschlüssig und/oder kraft- schlüssig und/oder stoffschlüssig mit der Rotorwelle verbunden. Beispielsweise sind der erste und der zweite Welleneinsatz jeweils als ein Wellenzapfen ausgebildet. Im Speziellen kann zumindest einer der Welleneinsätze mit einer Getriebewelle oder ei- nem Getrieberad antriebstechnisch gekoppelt sein. Prinzipiell können der erste und/oder der zweite Welleneinsatz als separate Bauteile bzw. Einzelteile ausgebildet sein. Alternativ kann der erste und/oder der zweite Welleneinsatz jedoch auch einstü- ckig, insbesondere aus einem gemeinsamen Materialabschnitt, mit der Rotorwelle verbunden sein. Es wird somit eine Rotoranordnung vorgeschlagen, welche sich durch einen kompakten Aufbau auszeichnet.
In einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass der zweite Welleneinsatz einen zentralen Zulaufkanal sowie mehrere radiale Verbindungskanäle aufweist, wobei der Zulaufka-
nal über die Verbindungskanäle strömungstechnisch mit den Einlasskanälen verbun- den ist. Insbesondere erfolgt eine Kühlmittelzufuhr und -Verteilung über den zweiten Welleneinsatz. Vorzugsweise strömt das Kühlmittel hierzu über den Zulaufkanal in den zweiten Welleneinsatz ein und wird anschließend über die einzelnen Verbin- dungskanäle aufgeteilt und zu den einzelnen Einlasskanälen geleitet. Insbesondere ist der Zulaufkanal strömungstechnisch, vorzugsweise über mindestens eine Zulauf- leitung, mit der Kühlmittelversorgung verbunden. Der Zulaufkanal ist vorzugsweise als eine auf die Drehachse bezogene koaxiale Bohrung ausgebildet. Die Verbin- dungskanäle sind vorzugsweise jeweils als auf die Drehachse bezogene radiale Boh- rungen ausgebildet, welche allesamt in dem Zulaufkanal enden. Im Speziellen kann die Zulaufleitung über mindestens eine Rotationsdichtung in dem Zulaufkanal abge- dichtet sein, wobei die Zulaufleitung bei einer Rotation der Rotorwelle stationär ver- bleibt. Es wird somit eine Rotoranordnung vorgeschlagen, welche sich durch einen besonders kompakten und fertigungstechnisch einfach zu realisierenden Kühlmittel- anschluss über den zweiten Welleneinsatz auszeichnet. Weiterhin kann durch die In- tegration des Zulaufkanals und der Verbindungskanäle in dem zweiten Welleneinsatz dieser zusätzlich mitgekühlt werden.
In einer weiteren Ausführung ist vorgesehen, dass zumindest der zweite Wellenein- satz einen radial nach außen gerichteten Flansch aufweist, wobei axial zwischen dem Flansch und dem Rotorkörper ein um laufender Abschleuderraum gebildet ist. Insbesondere wird in dem Abschleuderraum ein aus der Auslassöffnung austreten- des Kühlmittel aufgrund von Fliehkräften bei einer Rotation der Rotoranordnung ab- geschleudert. Das Kühlmittel kann innerhalb des Abschleuderraums in axialer Rich- tung nach außen, insbesondere in Richtung des Stators, geleitet werden. Insbeson- dere ist der Flansch zur Bildung des Abschleuderraums in axialer Richtung von dem Rotorkörper beabstandet angeordnet. Der Abschleuderraum ist vorzugsweise als ein die Hauptachse umlaufender Ringraum ausgebildet, welcher nach radial außen ge- öffnet ist. Der Flansch kann als ein separates Flanschbauteil, insbesondere als eine Ringscheibe, ausgebildet sein, welche an einem Außenumfang des zweiten Wellen- einsatzes montiert ist. Alternativ können der Flansch und der zweite Welleneinsatz jedoch auch aus einem gemeinsamen Materialabschnitt gefertigt und/oder einstückig
miteinander verbunden sein. Auf diese Weise kann das Kühlmittel über die Auslass- öffnungen aus dem Rotor abgeführt und vorzugsweise gezielt in Richtung des Sta- tors abgeschleudert werden. Somit kann neben einer Rotorkühlung auch eine Küh- lung des Stators, insbesondere der Wickelköpfe, ermöglicht werden.
In einer konkreten Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Rotoranordnung einen an der zweiten axialen Rotorstirnseite angeordneten Abschleuderring aufweist, welcher die Einlass- und die Auslasskanäle in radialer Richtung in dem Anschlussbereich be- grenzt. Insbesondere ist der Abschleuderring in dem Abschleuderraum angeordnet und/oder in axialer Richtung in Bezug auf die Drehachse zwischen dem Rotorkörper und dem Flansch des zweiten Welleneinsatzes angeordnet. Vorzugsweise ist der Ab- schleuderring koaxial und/oder konzentrisch zu dem zweiten Welleneinsatz angeord- net. Insbesondere definiert bzw. begrenzt der Abschleuderring gemeinsam mit dem zweiten Welleneinsatz den Anschlussbereich. Hierzu ist der Abschleuderring an der Stelle der Einlass- und Auslasskanäle radial beabstandet angeordnet und/oder liegt zwischen den Einlass- und Auslassöffnungen radial an dem zweiten Welleneinsatz an, um die Einlass- und Auslassöffnungen strömungstechnisch voneinander zu tren- nen.
In einer weiteren konkreten Ausführung ist vorgesehen, dass der Abschleuderring mehrere radiale Abschleuderöffnungen aufweist, wobei jeweils eine der Abschleuder- öffnungen strömungstechnisch mit je einem Auslasskanal verbunden ist. Bei einer Rotation der Rotoranordnung wird das Kühlmittel in radialer Richtung über die Ab- schleuderöffnung nach außen, insbesondere in den Abschleuderraum, befördert. Ins- besondere sind die Abschleuderöffnungen als radiale Bohrungen, Durchbrüche oder dergleichen ausgebildet. Die Abschleuderöffnungen sind in Umfangsrichtung gleich- mäßig verteilt und/oder voneinander beabstandet. Im Speziellen kann der Abschleu- derring pro Auslassöffnung mehrere der Abschleuderöffnungen aufweisen, um eine gleichmäßigere Verteilung des Kühlmittels zu erzielen. Durch den Abschleuderring kann eine gleichmäßige Verteilung des Kühlmittels in dem Motorraum erfolgen, um die Kühlung der elektrischen Maschine weiter zu verbessern.
In einer weiteren konkreten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Abschleuderöff- nungen in dem Abschleuderraum münden. Insbesondere ist durch die Abschleuder- öffnungen der Kühlmittelaustritt gebildet, wobei das Kühlmittel innerhalb des Ab- schleuderraums verteilt und radial nach außen, insbesondere entlang der Rotorstirn- seite geleitet wird. Dadurch kann eine großflächige Kühlung der Rotorstirnseite hin zu den Wickelköpfen des Stators erfolgen, wodurch eine besonders effiziente Kühlung der elektrischen Maschine realisiert wird.
In einer konstruktiven Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Abschleuderring meh- rere radial nach innen gerichtete Stützabschnitte aufweist, wobei der Abschleuderring über jeweils einen Stützabschnitt an je einen der Dichtabschnitte radial abgestützt ist. Insbesondere ist der Abschleuderring über die Stützabschnitte an der Rotorwelle zentriert. Der Abschleuderring kann in radialer und/oder axialer Richtung und/oder in Umfangsrichtung form- und kraftschlüssig an den Dichtabschnitten abgestützt sein. Die Stützabschnitte können jeweils eine Aufnahmekontur zur formschlüssigen Auf- nahme des Dichtabschnitts aufweisen. Im Speziellen erstreckt sich die Rotorwelle zu- sammen mit den Dichtabschnitten in axialer Richtung auf der zweiten axialen Rotor- stirnseite abschnittsweise, insbesondere im Bereich des Abschleuderrings, über den Rotorkörper hinaus, sodass der Abschleuderring stirnseitig auf die Rotorwelle aufge- steckt werden kann. Es wird somit ein Abschleuderring vorgeschlagen, welcher sich durch einen sicheren Sitz an der Rotorwelle, insbesondere bei einer Rotation aus- zeichnet.
In einer weiteren Ausführung ist vorgesehen, dass der Abschleuderring in Umfangs- richtung mehrere Umlenkkanäle aufweist, wobei die Auslasskanäle in Umfangsrich- tung über jeweils einen Umlenkkanal mit jeweils einer Abschleuderöffnung strö- mungstechnisch verbunden sind. Insbesondere wird der Strömungsweg nach der Auslassöffnung in Umfangsrichtung in den Umlenkkanälen umgelenkt und verläuft anschließend in radialer Richtung über die Abschleuderöffnungen in den Abschleu- derraum. Die Umlenkkanäle sind in Umfangsrichtung zwischen den Stützabschnitten gebildet und/oder durch die Stützabschnitte begrenzt. Vorzugsweise sind die Umlen- kabschnitte in axialer Richtung einerseits durch die Rotorstirnseite und andererseits durch den Flansch begrenzt. Durch die Umlenkkanäle kann somit eine zusätzliche
Kühlung der Rotorstirnseite erfolgen, wodurch die Kühlung der elektrischen Maschine weiter verbessert wird.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft eine elektrische Maschine mit der Ro- toranordnung, wie diese bereits zuvor beschrieben wurde. Bevorzugt ist die elektri- sche Maschine zum Antrieb eines Fahrzeugs ausgebildet und/oder geeignet. Insbe- sondere weist die elektrische Maschine einen Stator auf, wobei der Rotor innerhalb des Stators angeordnet ist bzw. rotieren kann. Vorzugsweise ist die elektrische Ma- schine als ein sogenannter Innenläufer ausgebildet.
Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben sich aus der nach- folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung. Dabei zei- gen:
Figur 1 eine Teilschnittdarstellung einer Rotoranordnung für eine elektrische Ma- schine;
Figur 2 die Rotoranordnung aus Figur 1 in einem Querschnitt;
Figur 3 die Rotoranordnung aus Figur 1 in einem weiteren Querschnitt;
Figur 4 die Rotoranordnung aus Figur 1 in einem Längsschnitt;
Figur 5 die Rotoranordnung aus Figur 1 in einem weiteren Längsschnitt:
Figur 6 die Rotoranordnung aus Figur 1 in einem weiteren Längsschnitt
Figur 7 eine elektrische Maschine mit der Rotoranordnung aus Figur 1 in einer schematischen Schnittdarstellung.
Figur 1 zeigt eine Rotoranordnung 1 in einem axialen Teillängsschnitt entlang einer Drehachse 100 als ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Rotoranordnung 1 weist eine Rotorwelle 2 und einen Rotorkörper 3 auf, welche in Bezug auf die Dreh- achse 100 koaxial zueinander angeordnet und drehfest miteinander verbunden sind. Die Rotorwelle 2 und der Rotorkörper 3 sind beispielsweise über einen Pressverband drehfest miteinander verbunden. Die Rotorwelle 2 ist als eine Hohlwelle ausgebildet.
Der Rotorkörper 3 weist ein Blechpaket 4 mit einer Vielzahl in axialer Richtung in Be- zug auf die Drehachse 100 übereinander gestapelten Rotorblechen auf. Der Rotor- körper 3 weist zudem eine Ummantelung 5 auf, welche das Blechpaket 4 in Um- fangsrichtung umgibt und in axialer Richtung zumindest abschnittsweise umgreift.
Die Rotoranordnung 1 weist weiterhin einen ersten und einen zweiten Welleneinsatz 6, 7 auf, wobei der erste Welleneinsatz 6 an einer ersten Rotorstirnseite 8 und der zweite Welleneinsatz 7 an einer zweiten Rotorstirnseite 9 des Rotorkörpers 3 ange- ordnet ist. Die beiden Welleneinsätze 6, 7 sind drehfest mit der Rotorwelle 2 verbun- den. Der erste und der zweite Welleneinsatz 6, 7 sind beispielsweise jeweils an einer Stirnseite der Rotorwelle 2 angeschweißt. Die beiden Welleneinsätze 6, 7 sind je- weils als ein Wellenzapfen ausgebildet und dienen jeweils zur drehbaren Lagerung der Rotorwelle 2. Weiterhin weist der zweite Welleneinsatz 7 zur Bereitstellung eines Drehmoments endseitig eine Verzahnung 10, z.B. eine Steckverzahnung, auf.
Die Rotoranordnung 1 weist zudem einen ersten und einen zweiten Flansch 11 , 12 auf, wobei der erste Flansch 11 an dem ersten Welleneinsatz 6 und der zweite Flansch 12 an dem zweiten Welleneinsatz 7 angeordnet ist. Die beiden Flansche 11 ,12 erstrecken sich jeweils in Bezug auf die Drehachse 100 in einer Radialebene, wobei der Rotorkörper 3 in axialer Richtung zwischen den beiden Flanschen 11 , 12 formschlüssig angeordnet ist. Beispielsweise sind die beiden Flansche 11 , 12 jeweils als eine Ringscheibe ausgebildet, welche koaxial zu dem jeweils zugehörigen Wel- leneinsatz 6, 7 angeordnet ist.
Die Figur 2 zeigt den Schnitt A-A der Figur 1 durch die Rotoranordnung 1 . Der Rotor- körper 3 bzw. das Blechpaket 4 weist eine Aufnahmeöffnung 13 auf, welche zur Auf- nahme der Rotorwelle 2 dient. Die Aufnahmeöffnung 13 ist als eine zylindrische Boh- rung ausgebildet, welche das Blechpaket 4 koaxial zur Drehachse 100 durchsetzt.
Zwischen der Rotorwelle 2 und dem Rotorkörper 3 sind in Umfangsrichtung betrach- tet drei Abstandsbereiche 14 und drei Anlageabschnitte 15 gebildet, welche abwech- selnd über den Umfang verteilt sind. Die Rotorwelle 2 ist in den Abstandsbereichen
14 mit einem radialen Abstand zu einem Innenumfang der Aufnahmeöffnung 13 be- abstandet angeordnet und liegt in den Anlagebereichen 15 an dem Innenumfang der Aufnahmeöffnung 13 an. In den Abstandsbereichen 14 ist somit ein in axialer Rich- tung zur Drehachse 100 verlaufender Spaltkanal gebildet, welcher zur Führung eines Kühlmittels zur aktiven Rotorblechpaketkühlung dient. Es sind somit drei der Spaltka- näle über den Umfang verteilt angeordnet, welche in Umfangsrichtung über die Anla- gebereiche 15 voneinander getrennt sind.
In den Anlagebereichen 15 ist die Rotorwelle kraftschlüssig, insbesondere über die Presspassung, an dem Rotorkörper 3 abgestützt, sodass der Rotorkörper 3 gemein- sam mit der Rotorwelle 2 um die Drehachse 100 rotieren kann. Hierzu weist die Ro- torwelle 2 im Wesentlichen eine polygonale Form und die Aufnahmeöffnung 13 eine kreisrunde Form auf, wobei die gewölbten Bereiche der Rotorwelle 2 die Anlagebe- reiche 15 bilden und die abgeflachten Bereiche der Rotorwelle 2 die Abstandsberei- che 14 bilden.
Die Abstandbereiche 14 sind in Umfangsrichtung jeweils durch einen Dichtabschnitt 16 in einen Einlasskanal 17 und einen Auslasskanal 18 unterteilt. Die Dichtabschnitte 16 sind jeweils als eine axial entlang des abgeflachten Rotorwellenbereichs angeord- nete Dichtlippe ausgebildet, welche stoffschlüssig mit der Rotorwelle 2 verbunden ist und in axialer Richtung dichtend an dem Innenumfang der Aufnahmeöffnung 13 an- liegt. Beispielsweise kann der Dichtabschnitt 16 an die Rotorwelle 2 anvulkanisiert sein.
Wie in Figur 1 dargestellt, sind der Einlasskanal 17 und der Auslasskanal 18 an der ersten Rotorstirnseite 8 über einen Umlenkbereich 19 strömungstechnisch miteinan- der verbunden und an der zweiten Rotorstirnseite 9 in einem Anschlussbereich 20 strömungstechnisch voneinander getrennt. Das Kühlmittel fließt somit innerhalb der Abstandsbereiche 14 von der zweiten Rotorstirnseite 9 entlang der axialen Erstre- ckung des Einlasskanals 17 zu der ersten Rotorstirnseite 8 und über den Umlenkbe- reich 19 entlang der axialen Erstreckung des Auslasskanals 18 wieder zurück zu der zweiten Rotorstirnseite 9. Das Kühlmittel tritt dabei über die Einlasskanal 17 in die
Abstandsbereiche 14 ein und über die Auslasskanäle 18 aus den Abstandsbereichen 14 aus.
Durch die Aufteilung der Abstandsbereiche 14 in zwei Teilkanäle wird der Querschnitt des Kühlkanals reduziert und seine Erstreckung gleichzeitig verlängert, insbesondere verdoppelt. Durch diese Maßnahme wird die Strömungsgeschwindigkeit sowie die Turbulenzen des Kühlmittels innerhalb der Abstandsbereiche 14 erhöht, wodurch ein verbesserter Wärmeabtransport ermöglicht wird. Die vorgeschlagene Lösung bietet somit eine optimierte Kühlung des Rotorkörpers 3 mit einer polygonförmigen Rotor- welle 2.
Figur 3 zeigt den Schnitt B-B der Figur 1 durch die Rotoranordnung 1 . Der zweite Welleneinsatz 7 weist zur Kühlmittelzuführung einen zentralen Zulaufkanal 21 sowie mehrere radiale Verbindungskanäle 22 auf, wobei der Zulaufkanal 21 über je einen Verbindungskanal 22 strömungstechnisch mit den Einlasskanälen 17 verbunden ist. Der Zulaufkanal 21 dient zum Anschluss an eine Kühlmittelversorgung, wobei das Kühlmittel über die Verbindungskanäle 22 in die einzelnen Abstandsbereiche 14 ver- teilt wird.
Die Rotoranordnung 1 weist axial angrenzend an das Blechpaket 4 zudem einen Ab- schleuderring 23 auf, welcher, wie in Figur 1 dargestellt, radial an einem Außenum- fang des zweiten Welleneinsatzes 7 abgestützt ist und in axialer Richtung form- schlüssig zwischen dem Rotorkörper 3, insbesondere dem Blechpaket 4 und dem Flansch 12 im Bereich der Verbindungskanäle 22 angeordnet ist.
Der Abschleuderring 23 weist in Umfangsrichtung verteilt drei radial nach innen ra- gende Stützabschnitte 24 auf, über welche der Abschleuderring 23 radial an den Dichtabschnitten 16 und dem zweiten Welleneinsatz 7 abgestützt ist. Beispielsweise weisen die Stützabschnitte 24 jeweils eine Aufnahmekontur, nicht dargestellt, auf, welche zur formschlüssigen Aufnahme des jeweiligen Dichtabschnitts 16 dient.
Hierzu ragt die Rotorwelle 2 an der zweiten Rotorstirnseite 9, wie in Figur 1 darge- stellt, in axialer Richtung abschnittsweise über das Blechpaket 4 hinaus, sodass der
Abschleuderring 23 axial auf das stirnseitige Ende der Rotorwelle 2 aufgesetzt wer- den kann.
Der Anschlussbereich 20 ist radial zwischen dem Abschleuderring 23 und dem zwei- ten Welleneinsatz 7 gebildet, wobei die Einlasskanäle 17 und die Auslasskanäle 18 in dem Anschlussbereich 20 durch jeweils einen der Stützabschnitte 24 in Umfangs- richtung strömungstechnisch voneinander getrennt sind. Die Verbindungskanäle 22 münden dabei auf der Seite bzw. gegenüberliegend zu jeweils einem Einlasskanal 17 in dem Anschlussbereich 20.
Der Abschleuderring 23 weist je Auslasskanal 18 jeweils eine Abschleuderöffnung 25 sowie einen Umlenkkanal 26 auf, wobei die Auslasskanäle 18 über jeweils einen Um- lenkabschnitt 26 strömungstechnisch mit der zugehörigen Abschleuderöffnung 25 verbunden sind. Die Abschleuderöffnungen 25 sind als radiale Durchbrüche oder Bohrungen ausgebildet, welche jeweils in einem gemeinsamen Abschleuderraum 27, wie in Figur 1 dargestellt, münden. Zur Bildung der Umlenkkanäle 26 ist der Ab- schleuderring in radialer Richtung zwischen den Stützabschnitten 24 über einen Ringspalt beabstandet zu dem zweiten Welleneinsatz 7 angeordnet, wobei die Um- lenkkanäle 26 somit in Umfangsrichtung jeweils zwischen zwei benachbarten Stütz- abschnitten 24 gebildet sind. In axialer Richtung sind die Umlenkkanäle 26 durch den Rotorkörper 4 und den zweiten Flansch 12 begrenzt.
Der Abschleuderraum 27 ist als ein die Drehachse 100 umlaufender Ringraum gebil- det, welcher in axialer Richtung zwischen dem Rotorkörper 3 und dem zweiten Flansch 12 gebildet ist. Der Abschleuderraum 12 ist in radialer Richtung geöffnet, wobei das Kühlmittel in radialer Richtung über die Abschleuderöffnungen 25 auf- grund der Rotorrotation in den Abschleuderraum 27 abgeschleudert und nach radial außen geleitet wird.
Anhand der Figuren 4 bis 6, welche nachfolgend zusammen beschrieben werden, soll ein Strömungsverlauf des Kühlmittels beschrieben werden. Dabei zeigt Figur 4 den Schnitt C-C der Figur 3, Figur 5 den Schnitt D-D und Figur 5 den Schnitt E-E.
Wie in Figur 4 dargestellt, ist der Zulaufkanal 21 als eine koaxial zur Drehachse 100 verlaufende Bohrung ausgebildet, welche stirnseitig in den zweiten Welleneinsatz 7 eingebracht ist. Die Verbindungskanäle 22 sind als radiale Bohrungen ausgebildet, welche radial in den zweiten Welleneinsatz 7 eingebracht sind und in dem Zulaufka- nal 21 enden. Die Verbindungskanäle 22 und die Einlasskanäle 17 münden jeweils gemeinsam in dem Anschlussbereich 20 und stehen über diesen strömungstech- nisch miteinander Verbindung.
Somit verläuft ein Strömungsweg 200 von dem Zulaufkanal 21 kommend über die einzelnen Verbindungskanäle 22 in den Anschlussbereich 20, wobei der Strömungs- weg 200 von dem Anschlussbereich 20 über jeweils einen Einlasskanal 18 in Rich- tung des Umlenkbereichs 19 verläuft.
Wie in Figur 5 dargestellt, ist der Umlenkbereich 19 in axialer Richtung durch den ersten Welleneinsatz 6 und der Anschlussbereich 20 in axialer Richtung durch den zweiten Welleneinsatz 7 begrenzt. Der Dichtabschnitt 16 endet dabei in dem Umlenk- bereich 19, sodass der Einlasskanal 17 über den Umlenkbereich 19 mit dem Aus- lasskanal 20 verbunden ist. Die Einlasskanäle 17 münden jeweils über eine Einlass- öffnung 28 und die Auslasskanäle 18 münden jeweils über eine Auslassöffnung 29 in dem Anschlussbereich 20, wobei die Einlassöffnungen 28 und die Auslassöffnungen 29 jeweils durch einen der Stützabschnitte 24 des Abschleuderrings 23 strömungs- technisch voneinander getrennt sind.
Somit verläuft der Strömungsweg 200 von der Einlassöffnung 28 entlang des jeweili- gen Einlasskanals 17 in Richtung des Umlenkbereichs 19, wobei der Strömungsweg 200 in dem Umlenkbereich 19 um 180 Grad umgelenkt wird. Anschließend verläuft der Strömungsweg 200 parallel zum Einlasskanal 18 in axialer Richtung entlang des jeweiligen Auslasskanals 18 über die Auslassöffnung 29 zurück in den Anschlussbe- reich 20.
Wie in Figur 6 dargestellt, ist der Anschlussbereich 20 radial durch den Abschleuder- ring 25 begrenzt, wobei die Auslasskanäle 18 jeweils über die Umlenkkanäle 26 mit den Abschleuderöffnungen 25 verbunden sind.
Somit verläuft der Strömungsweg 200 von dem Umlenkbereich 19 entlang des jewei- ligen Auslasskanals 18 in Richtung des Anschlussbereichs 20 und wird in dem Um- lenkkanal 26 in Richtung der zugehörigen Abschleuderöffnung 25 umgelenkt. Über die Abschleuderöffnungen 25 verläuft der Strömungsweg 200 in den Abschleuder- raum 27, in welchem das Kühlmittel verteilt und radial nach außen entlang des Rotor- körpers 4 geleitet wird. Beispielsweis kann das in dem Abschleuderraum 27 abge- schleuderte Kühlmittel in einen Sumpf zurückgeführt bzw. gesammelt werden und/oder gegen weitere zu kühlende Bauteile gezielt abgeschleudert werden.
Figur 7 zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung eine elektrische Maschine 30 als ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die elektrische Maschine 30 weist einen Stator 31 auf, welche den Rotorkörper 3 umgibt. Die elektrische Ma- schine 30 ist als ein Innenläufer ausgebildet, wobei die Rotoranordnung 1 hierzu ra- dial innerhalb des Stators 31 angeordnet ist und relativ zu diesem um die Drehachse 100 rotieren kann.
Der zweite Welleneinsatz 7 ist über eine Zulaufleitung 32 an eine Kühlmittelversor- gung 33 angeschlossen. Die Zulaufleitung 32 ist hierzu an dem einen Ende über eine Rotationsdichtung 34 strömungstechnisch an den Zulaufkanal 21 angebunden, wobei die Zulaufleitung 32 bei einer Rotation der Rotorwelle 2 stationär verbleibt. An dem anderen Ende ist die Zulaufleitung 32 an einen Sammelbehälter 35 angeschlossen, in welchem das in dem Motorraum abgeschleuderte Kühlmittel gesammelt wird und der Rotoranordnung 1 wieder zugeführt wird.
Die Zulaufleitung 32 ist koaxial durch eine Getriebeeingangswelle 36 eines nicht dar- gestellten Getriebes geführt, wobei die Getriebeeingangswelle 36 über die Verzah- nung 10 drehfest mit dem zweiten Welleneinsatz 7 verbunden ist. Die elektrische Ma- schine 30 kann ein Antriebsmoment bereitstellen, welches über die Getriebeein- gangswelle 36 beispielsweise zum Antrieb eines Fahrzeugs auf ein oder mehrere An- triebsräder übersetzt werden kann.
Der Stator 31 weist eine Statorwicklung auf, welche über die Stirnflächen des Stators 31 zu vorstehende Wickelköpfe 37 geformt ist. Auf der zweiten axialen Rotorstirn- seite 9 ist der Wickelkopf 37 radial gegenüberliegend zu dem Abschleuderraum 27 angeordnet. Bei einer Rotation der Rotoranordnung 1 kann das Kühlmittel über die in dem Abschleuderring 23 ausgebildeten Abschleuderöffnungen 25, wie in Figur 6 be- schrieben, in den Abschleuderraum 27 abgeschleudert werden und in radialer Rich- tung gegen den auf der zweiten Rotorstirnseite 9 angeordneten Wickelkopf 37 ge- spritzt werden, um diesen zu kühlen.
Bezuqszeichen
Rotoranordnung
Rotorwelle
Rotorkörper
Blechpaket
Mantel erster Welleneinsatz zweiter Welleneinsatz erste Rotorstirnfläche zweite Rotorstirnfläche
Verzahnung erster Flansch zweiter Flansch
Aufnahmeöffnung
Abstandsbereiche
Anlagebereiche
Dichtabschnitte
Einlasskanäle
Auslasskanäle
Umlenkbereich
Anschlussbereich
Zulaufkanal
Verbindungskanal
Abschleuderring
Stützabschnitte
Abschleuderöffnungen
Umlenkkanäle
Abschleuderraum
Einlassöffnungen
Auslassöffnungen elektrische Maschine
Stator
Zulaufleitung Kühlmittelzufuhr Rotationsdichtung Sammelbehälter Getriebeeingangswelle Wickelköpfe Drehachse Strömungsweg