Verfahren zum Lokalisieren eines Anhängers, Verarbeitungseinheit und Fahrzeug
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Lokalisieren eines Anhängers, eine Verarbeitungseinheit zur Durchführung des Verfahrens sowie ein Fahrzeug mit der Verarbeitungseinheit.
Das genaue Lokalisieren eines Anhängers in einer Umgebung um ein Zugfahrzeug ist entscheidend, um beispielsweise bei einem Annäherungs- bzw. Ankoppel-Vorgang eine genaue Trajektorie planen zu können oder einen Knickwinkel zwischen dem bereits angekoppelten Anhänger und dem Zugfahrzeug z.B. für Stabilitätsfunktionen abzuschätzen. Für die Lokalisierung des Anhängers ist dabei die Ermittlung einer Anhänger-Position und/oder einer Anhänger-Orientierung, d.h. einer Anhänger-Pose, des jeweiligen Anhängers im dreidimensionalen Raum erforderlich, was herkömmlicherweise durch eine entsprechende Sensorik und/oder mittels Bildverarbeitung durchgeführt wird. So ist beispielsweise vorgesehen, einen Anhänger mittels LIDAR-Sensoren oder 3D-Stereo-Kameras räumlich zu lokalisieren und/oder mithilfe zusätzlicher flächiger Maker-Strukturen (QR-Codes oder Aruco-Marker) an dem Anhänger eine Anhänger-Position und/oder Anhänger-Orientierung abzuschätzen. Weiterhin ist bekannt, wie mithilfe einer monokularen Kamera durch die Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung eines Fahrzeugs, an dem die Kamera montiert ist, anhand photogrammetrischer Methoden die Struktur der Szene in 3D bestimmt werden kann (sog. Structure from Motion (SfM)).
In DE 10 2016 01 1 324 A1 , DE 10 2018 1 14 730 A1 , WO 2018/210990 A1 oder DE 10 2017 119 968 A1 ist beispielsweise beschrieben, eine Anhänger-Position und eine Anhänger-Orientierung des jeweiligen Objektes bzw. des Anhängers relativ zur Kamera bzw. dem Zugfahrzeug mittels Bildverar-
beitung herzuleiten. In Abhängigkeit davon können beispielsweise ein Knickwinkel oder ein Abstand ermittelt werden. Auch mit einer Mono-Kamera kann die Anhänger-Pose ermittelt werden, indem mindestens drei Marker, die vorzugsweise flächig auf dem Anhänger aufgebracht sind, in einem aufgenommenen Einzelbild lokalisiert werden und in Kenntnis der Marker-Positionen auf dem Anhänger eine Transformationsmatrix ermittelt wird, aus der die Anhänger-Pose hergeleitet werden kann.
Eine Erkennung eines Knickwinkels über eine Kamera ist weiterhin in US 2014 200759 A beschrieben, wobei ein flächiger Marker auf dem Anhänger vom Zugfahrzeug aus über die Zeit beobachtet und daraus der Knickwinkel abgeschätzt wird. Auch JP 2002 012 172 A, US2014277942A1 , US 2008 231 701 A und US 2017106796 A beschreiben eine Knickwinkelerkennung in Abhängigkeit von flächigen Markern. In US 2006 293 800 A können Ankuppelpunkte zu einer erleichterten automatischen Erkennung einen Marker tragen. Der Marker kann eine spezielle Farbe, Textur oder Wellenreflexionseigenschaft besitzen. In DE 10 2004 025 252 B4 wird weiterhin beschrieben, den Knickwinkel zu ermitteln, indem von einem Sender Strahlung auf einen halbkreis- oder halbkugelförmigen Reflektor gesendet und die davon reflektierte Strahlung anschließend detektiert wird. In DE 103 025 45 A1 ist zudem beschrieben über einen Objekterkennungsalgorithmus eine Kupplung zu erfassen. In EP 3 180 769 B1 ist zudem beschrieben, über Kameras eine Rückseite eines Anhängers zu erfassen und aus dem Bild verfolgbare Features, z.B. eine Kante oder Ecke, zu erkennen. Diese werden dann über die Zeit verfolgt, um insbesondere auf einen Knickwinkel zwischen dem Zugfahrzeug und dem Anhänger zu schließen.
In US 2018 039 266 A ist ergänzend beschrieben, auf Informationen eines zweidimensionalen Barcodes bzw. QR-Codes zurückzugreifen. In DE 10 2016 209 418 A1 kann ebenfalls ein QR-Code mit einer Kamera ausgelesen werden, um den Anhänger zu identifizieren und Anhängerparameter an eine
Rückfahrassistenz weiterzugeben. Alternativ oder ergänzend kann ein am Anhänger befindliches RFID-Lesegerät einen RFID-Transponder, der am Zugfahrzeug beispielsweise in Form eines Etiketts angebracht ist, auslesen. Dadurch kann eine Position des QR-Codes bzw. des RFID-Transponders berechnet werden. Eine Orientierung wird dabei nicht ermittelt. Auch in WO1 8060192A1 ist eine Lösung mittels funkbasierter Transponder vorgesehen. In DE 10 2006 040 879 B4 werden ebenfalls RFID-Elemente am Anhänger zur Triangulation beim Heranfahren verwendet.
In WO 2008064892 A1 ist ein Beobachtungselement vorgesehen, das mindestens drei Hilfspunkte bzw. Messpunkte aufweist, die von einer Kamera erkannt werden können. Aus geometrischen Betrachtungen werden die Koordinaten bzw. Vektoren der Schwerpunkte der Hilfspunkte ermittelt und daraus die Koordinaten der Messpunkte relativ zur Kamera bzw. zum Bildsensor. Daraus kann ein Knickwinkel ermittelt werden.
Nachteilig bei den beschriebenen Lösungen ist, dass diese Verfahren bzw. Systeme entweder sehr aufwändig durchzuführen sind bzw. auf eine kostenintensive Sensorik und zusätzlich anzubringende Marker o.ä. zurückgreifen oder aber eine Detektion der Marker bei unterschiedlichen Umgebungsbedingungen nicht zuverlässig möglich ist. Beispielsweise können flächige Marker bei Dunkelheit und/oder unter extremen bzw. flachen Blinkwinkeln nicht sicher erfasst werden, wodurch die Bestimmung der Anhänger- Pose bzw. des Knickwinkels des Anhängers relativ zum Zugfahrzeug nicht zuverlässig erfolgen kann. Zudem können Anhänger ohne derartige Marker nicht lokalisiert werden.
Aufgabe der Erfindung ist, ein Verfahren anzugeben, mit dem mit geringem konstruktivem Aufwand und geringem Kosten-Aufwand ein nahezu beliebiger Anhänger in einer Umgebung lokalisiert werden kann. Aufgabe ist weiterhin, eine Verarbeitungseinheit und ein Fahrzeug anzugeben.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren, eine Verarbeitungseinheit und ein Fahrzeug gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst. Die Unteransprüche geben bevorzugte Weiterbildungen an.
Erfindungsgemäß ist demnach ein Verfahren zum Lokalisieren eines Anhängers in einer Umgebung eines Zugfahrzeuges, insbesondere in einem Rückraum, mit mindestens den folgenden Schritten vorgesehen:
- Einlesen mindestens eines Einzelbildes, in dem die Umgebung um das Zugfahrzeug zweidimensional abgebildet ist, d.h. es wird eine Szenen- Darstellung in einem zweidimensionalen Koordinatensystem eingelesen;
- Ermitteln einer Merkmals-Darstellung aus dem mindestens einen eingelesenen Einzelbild unter Verwendung eines Bildverarbeitungs-Algorithmus, wobei in der Merkmals-Darstellung definierte Merkmale des zu lokalisierenden Anhängers wiedergegeben sind, d.h. aus der zweidimensionalen Sze- nen-Darstellung wird eine Darstellung generiert, in der nur noch spezifische Merkmale (räumlicher Charakter, Kanten, Intensitätswerte, usw.) der Szene dargestellt sind, wobei diese Darstellung zweidimensional oder dreidimensional vorliegen kann;
- Einlesen mindestens eines Modell-Datensatzes aus einer Anhänger- Datenbank, wobei in jedem Modell-Datensatz ein definiertes Anhänger- Modell modellhaft nachgebildet ist;
- Verändern einer Modell-Orientierung und/oder einer Modell-Position und/oder einer Modell-Pose des jeweiligen Anhänger-Modells aus dem mindestens einen eingelesenen Modell-Datensatz zum Einpassen bzw. Einfitten des jeweiligen Anhänger-Modells in die ermittelte Merkmals-Darstellung, wobei für den Fall, dass das jeweilige Anhänger-Modell unter Berücksichtigung einer Toleranz in die ermittelte Merkmals-Darstellung im Wesentlichen eingepasst bzw. eingefittet ist,
- die Anhänger-Orientierung des zu lokalisierenden Anhängers aus der dann eingestellten Modell-Orientierung und/oder
- die Anhänger-Position des zu lokalisierenden Anhängers aus der dann eingestellten Modell-Position und/oder
- die Anhänger-Pose des zu lokalisierenden Anhängers aus der dann eingestellten Modell-Pose ermittelt wird.
Das jeweils eingelesene Anhänger-Modell wird also durch eine entsprechende Bewegung (Translation, Rotation, ggf. Skalierung) in zwei oder drei Dimensionen mit der vorher aus der Szenen-Darstellung generierten Merkmals-Darstellung im Wesentlichen in Übereinstimmung gebracht, d.h. beide Darstellungen werden innerhalb einer Toleranz bzw. so gut es geht übereinandergelegt. Wenn dies geschehen ist, wird die dann vorliegende bzw. eingestellte Position und Orientierung des Anhänger-Modells entsprechend für den im jeweiligen Einzelbild abgebildeten Anhänger übernommen. Daher ist vorteilhafterweise lediglich eine monokulare Kamera erforderlich, mit der die zweidimensionale Bilder aufgenommen werden können, sowie ein entsprechender Bildverarbeitungs-Algorithmus und eine Datenbank mit entsprechend hinterlegten Anhänger-Modellen, aus denen sich die Anhänger- Position und Anhänger-Orientierung bzw. die Anhänger-Pose nach dem Einpassen bzw. Einfitten aus geometrischen Betrachtungen unmittelbar ableiten lässt. Daher sind keine zusätzlichen Marker am jeweiligen Anhänger oder aufwändige Sensoriken am Zugfahrzeug nötig, so dass ein flexibler Einsatz ohne die Notwendigkeit für eine aufwändige Nachrüstung gegeben ist.
Erfindungsgemäß sind weiterhin eine Verarbeitungseinheit und ein Fahrzeug mit einer solchen Verarbeitungseinheit vorgesehen.
Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass als Merkmals- Darstellung eine Punktewolken-Darstellung ermittelt wird, wobei die Punkte- wolken-Darstellung eine Punktewolke aus mehreren Objekt-Punkten enthält, wobei die Objekt-Punkte zumindest auch dem Anhänger (und ggf. auch weiteren Objekten) in der Umgebung zugeordnet sind. Zumindest der Anhänger
ist also in der Punktewolken-Darstellung vorzugsweise durch seine dreidimensionale Anhänger-Form bzw. seinen dreidimensionalen Charakter als definiertes Merkmal wiedergegeben, wodurch nachträglich ein eindeutiges Identifizieren des Anhängers bzw. ein Vergleich mit dem eingelesenen Anhänger-Modell ermöglicht wird. In einer Punktewolke lassen sich zudem eine Reihe von räumlichen Details bzw. Merkmalen des Anhängers darstellen.
Vorzugsweise ist weiterhin vorgesehen, dass die Punktewolke der Punktewolken-Darstellung unter Verwendung eines SfM-Algorithmus ermittelt wird, wobei aus mindestens zwei eingelesenen Einzelbildern über den SfM- Algorithmus durch Triangulation zu mehreren Objekt-Punkten auf dem Anhänger eine Tiefeninformation ermittelt wird und aus den mehreren Objekt- Punkten in Abhängigkeit der jeweils ermittelten Tiefeninformation die Punktewolke generiert wird. Auf diese Weise kann auch lediglich mit einer monokularen Kamera unter Rückgriff auf die entsprechende Bildverarbeitung (SfM, Structure from Motion) eine dreidimensionale Merkmals-Darstellung des Anhängers gewonnen werden.
In dieser Ausführungsform ist dann vorzugsweise vorgehen, dass als Modell-Datensatz ein 3D-Modell-Datensatz eingelesen wird, wobei das jeweilige Anhänger-Modell in dem 3D-Modell-Datensatz durch Modell-Punkte dreidimensional beschrieben wird. Wie auch die Merkmal-Darstellung bzw. die Punktewolke liegt also auch das eingelesene Anhänger-Modell in drei Dimensionen vor, so dass das Einpassen bzw. Einfitten in demselben (dreidimensionalen) Koordinatensystem stattfinden kann und räumliche Details entsprechend im Wesentlichen in Übereinstimmung gebracht werden können. Dies kann dann beispielsweise dadurch in einfacher Weise erfolgen, dass die Modell-Punkte des jeweiligen 3D-Modell-Datensatzes mit den Objekt-Punkten in der Punktewolken-Darstellung in Überdeckung gebracht werden, vorzugsweise innerhalb einer Toleranz, zum Einpassen des jeweiligen Anhänger-Modells in die ermittelte Punktewolken-Darstellung.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass als Merkmals-Darstellung eine Kanten-Darstellung ermittelt wird, wobei in der Kanten-Darstellung zumindest auch Anhänger-Kanten als definierte Merkmale des zu lokalisierenden Anhängers wiedergegeben sind. Diese Ausführungsform kann dabei alternativ oder in Ergänzung, beispielsweise als Redundanz oder zur Plausibilisierung, zu einer anderen Ausführungsform der Merkmals-Darstellung herangezogen werden. Demnach werden die abgebildeten Anhänger-Kanten als Merkmale betrachtet, wodurch nachfolgend ein eindeutiges Identifizieren des Anhängers bzw. ein Vergleich mit dem eingelesenen Anhänger-Modell in einfacher Weise ermöglicht wird.
Vorzugsweise ist dazu vorgesehen, dass insbesondere die Anhänger- Kanten der Kanten-Darstellung unter Verwendung eines Kanten-Algorithmus, z.B. einem Canny-, Sobel-, Prewitt-, etc. Algorithmus, aus mindestens einem eingelesenen Einzelbild ermittelt werden. Daher kann durch eine einfache Bildverarbeitung auch aus nur einem (oder mehreren) aufgenommenen Einzelbildern) einer monokularen Kamera eine entsprechende Kanten- Darstellung in zwei Dimensionen (oder drei Dimensionen) generiert werden, die für den nachfolgenden Lokalisierungs-Prozess herangezogen werden kann. Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass als Modell-Datensatz ein Kanten-Modell-Datensatz eingelesen wird, wobei das jeweilige Anhänger- Modell in dem Kanten-Modell-Datensatz durch Modell-Kanten, die für das nachgebildete Anhänger-Modell charakteristisch sind, beschrieben wird. Es werden also Kanten miteinander verglichen und im Wesentlichen in Übereinstimmung bzw. Überdeckung gebracht zum Einfitten bzw. Einpassen des Anhänger-Modells in die Kanten-Darstellung. Der Kanten-Modell-Datensatz kann dabei wie auch die Kanten-Darstellung zweidimensional oder dreidimensional ausgeführt sein, wobei beide vorzugsweise dieselbe Dimensionali- tät aufweisen sollten, um eine Koordinatentransformation (3D
2D) zu vermeiden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass als Merkmals-Darstellung eine Intensitäts-Darstellung ermittelt wird, wobei in der Intensitäts-Darstellung zumindest auch Anhänger-Intensitätswerte als definierte Merkmale des zu lokalisierenden Anhängers ortsaufgelöst wiedergegeben sind. Diese Ausführungsform kann dabei alternativ oder in Ergänzung, beispielsweise als Redundanz oder zur Plausibilisierung, zu einer anderen Ausführungsform der Merkmals-Darstellung herangezogen werden. Demnach werden zumindest die einem oder mehrerer Objekt-Punkte auf dem Anhänger zugeordneten Intensitätswerte im entsprechenden Farbraum betrachtet. Die Anhänger-Intensitätswerte betreffen demnach beispielsweise einen oder mehrere bestimmte Farbkanäle, d.h. im RGB-Farbraum Red (R), Green (G), Blue (B), oder im CMYK-Farbraum Cyan (C), Magenta (M), Yellow (Y) und den Schwarzanteil (K). Gleichwirkend damit kann auch ein Farbwert des jeweiligen Farbtons erfasst werden.
Vorzugsweise ist dazu vorgesehen, dass als Modell-Datensatz ein Intensitäts-Modell-Datensatz eingelesen wird, wobei das jeweilige Anhänger- Modell in dem Intensitäts-Modell-Datensatz durch Modell-Intensitätswerte, die für das nachgebildete Anhänger-Modell charakteristisch sind, ortsaufgelöst beschrieben ist, vorzugsweise als zweidimensionale Nachbildung. Daher werden in dieser Ausführungsform Intensitätswerte miteinander verglichen und ortsaufgelöst im Wesentlichen miteinander in Übereinstimmung bzw. Überdeckung gebracht zum Einfitten bzw. Einpassen des Anhänger-Modells in die Intensitäts-Darstellung. Daher können mit der Punktewolke, den Kanten und den Intensitätswerten eine Reihe von definierten Merkmalen des zu lokalisierenden Anhängers, die sich auch modellhaft nachbilden lassen, heranzogen werden, um das nachfolgende Einpassen bzw. Einfitten in einfacher Weise durchführen zu können.
Vorzugsweise ist weiterhin vorgesehen, dass das nachgebildete Anhänger-Modell in dem jeweiligen Modell-Datensatz skaliert dargestellt ist, beispielsweise durch ein Hinterlegen der Dimensionen des jeweils nachgebildeten Anhänger-Models. Die Skalierung ist bei der Nachbildung des Anhängers im jeweiligen Modell-Datensatz beispielsweise dafür relevant, dass der zu lokalisierende Anhänger in dem jeweiligen Modell-Datensatz leichter anhand seiner Größe (zu klein oder zu groß) gefunden und auch eine Entfernung zum lokalisierten Anhänger besser abgeschätzt bzw. berücksichtigt werden kann. Die Skalierung des Anhänger-Modells kann beim Annähern entsprechend berücksichtigt werden.
Vorzugsweise ist weiterhin vorgesehen, dass das Verändern einer Modell-Orientierung und/oder einer Modell-Position und/oder einer Modell-Pose des jeweiligen Anhänger-Modells durch Anwenden einer geometrischen Transformation auf den jeweils eingelesenen Modell-Datensatz erfolgt. Die im jeweiligen Modell-Datensatz hinterlegten Details (dreidimensionale Modell-Punkte, Modell-Kanten, Modell-Intensitätswerte) werden also unter Beibehaltung der Form des Anhänger-Modells durch eine geometrische Transformation im entsprechenden Koordinatensystem „bewegt“, d.h. verschoben und/oder verdreht und/oder skaliert, wobei diese „Bewegung“ durch die geometrische Transformation beschrieben werden kann. Dadurch kann nachfolgend auf einfache Weise die Anhänger-Orientierung des zu lokalisierenden Anhängers und/oder die Anhänger-Position des zu lokalisierenden Anhängers und/oder die Anhänger-Pose des zu lokalisierenden Anhängers aus derjenigen geometrischen Transformation ermittelt werden, bei deren Anwendung das jeweilige Anhänger-Modell in die ermittelte Merkmals- Darstellung eingepasst ist. Aus der Transformation folgt also unter geometrischen Betrachtungen, insbesondere auch einer Kalibrierung der jeweiligen Kamera, die jeweils vorliegende Orientierung bzw. Position bzw. Pose.
Vorzugsweise ist weiterhin vorgesehen, dass das Einpassen des jeweiligen Anhänger-Modells in die ermittelte Merkmals-Darstellung in mehreren Iterationsschritten erfolgt, wobei die Modell-Orientierung und/oder die Modell- Position und/oder die Modell-Pose des jeweiligen Anhänger-Modells in den jeweiligen Iterationsschritten iterativ verändert wird. Um dabei unterschiedliche Entfernungen bzw. Größen des zu lokalisierenden Anhängers zu berücksichtigen, kann die Suche bzw. das Einpassen in unterschiedlichen Auflösungsstufen stattfinden (Stichwort Bildpyramide). Daher wird auf einen iterativen Prozess zurückgegriffen, um das Anhänger-Modell in dem jeweiligen Modell-Datensatz so schnell und einfach wie möglich mit der jeweiligen Merkmals-Darstellung im Wesentlichen in Übereinstimmung bringen zu können.
Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, dass das iterative Einpassen des jeweiligen Anhänger-Modells in die ermittelte Merkmals-Darstellung bei Vorliegen eines Ausstiegs-Kriteriums abgebrochen wird, wobei das Ausstiegs- Kriterium erfüllt ist, wenn
- eine Iterations-Anzahl an Iterationsschritten erreicht ist und/oder
- ein mittlerer Abstand zwischen dem Anhänger-Modell des jeweiligen Modell-Datensatzes und den jeweils zugeordneten Merkmalen in der jeweiligen Merkmals-Darstellung einen Grenzabstand unterschreitet. Ist das Ausstiegkriterium erfüllt, wird also davon ausgegangen, dass das Anhänger-Modell in die jeweilige Merkmals-Darstellung im Wesentlichen eingefittet bzw. eingepasst ist. Dadurch werden geringe Abweichungen in Kauf genommen, um den iterativen Prozess zeitlich nicht zu sehr auszudehnen und die Lokalisierung damit schneller abzuschließen, ohne dabei die Genauigkeit des Verfahrens zu stark zu beeinträchtigen, wobei die Genauigkeit durch eine entsprechende Festlegung der iterativen Parameter angepasst werden kann.
Vorzugsweise ist weiterhin vorgesehen, dass durch das Anhänger- Modell des jeweils eingelesenen Modell-Datensatzes ein Chassis und/oder
ein Aufbau und/oder eine Kupplung modellhaft nachgebildet werden. Daher ist nicht zwangsläufig der gesamte Anhänger detailliert nachzubilden, sondern auch lediglich markante bzw. charakteristische Merkmale, mit denen ein Anhänger eindeutig identifiziert werden kann. Dadurch kann die Datenmenge reduziert werden und dennoch eine exakte Lokalisierung erfolgen, die für nachfolgende Vorgänge herangezogen werden kann. Dazu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass aus der ermittelten Anhänger-Orientierung und/oder Anhänger-Position und/oder Anhänger-Pose des Anhängers ein Knickwinkel des Anhängers relativ zu einem Zugfahrzeug und/oder eine Trajektorie zum Annähern des Zugfahrzeuges an den Anhänger ermittelt wird. Auf diese Weise ist ein flexibler Einsatz gegeben, der auf einem wenig aufwändigen Lokalisierungs-Prozess basiert.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 a, 1 b schematische Ansichten eines Fahrzeuges;
Fig. 2 ein Flussdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 3 eine Detailansicht eines in zwei Einzelbildern einer einzigen
Kamera abgebildeten Objektes; und
Fig. 4 eine Detailansicht der aufgenommenen Einzelbilder.
Figur 1 a zeigt in der Draufsicht schematisiert ein Fahrzeug 1 , das aus einem Zugfahrzeug 1 a und einem Anhänger 1 b besteht, wobei der Anhänger 1 b in der gezeigten Situation nicht an das Zugfahrzeug 1 a angekuppelt ist. Unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Lokalisieren des Anhängers 1 b, das nachfolgend beschrieben wird, kann der Anhänger 1 b an das Zugfahrzeug 1 a angekuppelt werden, indem sich das Zugfahrzeug
1 a entlang einer festgelegten Trajektorie J bewegt. Alternativ kann der Anhänger 1 b auch angekuppelt sein, wie in Fig. 1 b dargestellt, und unter Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann beispielsweise ein Knickwinkel KW zwischen dem Anhänger 1 b und dem Zugfahrzeug 1 a ermittelt werden.
Zur Durchführung des Verfahrens zum Lokalisieren des Anhängers 1 b ist am Zugfahrzeug 1 a ein Kamerasystem 2 vorgesehen, das mindestens eine Kamera 2a, insbesondere in monokularer Ausführung, aufweist, mit dem eine Umgebung U insbesondere hinter dem Zugfahrzeug 1 a aufgenommen werden kann. Ein Sichtbereich 4 der mindestens einen Kamera 2a ist also insbesondere auf einen Rückraum R hinter dem Zugfahrzeug 1 a ausgerichtet. Um den gesamten oder zumindest einen großen Bereich der Umgebung U, insbesondere den Rückraum R, abdecken zu können, kann bzw. können die Kamera(s) 2a z.B. als Fisheye-Kamera(s) ausgeführt sein, die jeweils einen Sichtbereich 4 mit einem Sichtwinkel von gleich oder größer 170° abdecken kann bzw. können.
Von der jeweiligen Kamera 2a ausgegebene Bild-Signale SB werden ggf. vorverarbeitet an eine Verarbeitungseinheit 5 z.B. im Zugfahrzeug 1 a ausgegeben, die ausgebildet ist, basierend auf den Bild-Signalen SB Einzelbilder EBk der jeweiligen Kamera 2a zu verarbeiten, um das in Fig. 2 beispielhaft dargestellte Verfahren zum Lokalisieren eines Anhängers 1 b auszuführen. Nach einem Initialisierungsschritt STO werden dazu in einem ersten Schritt ST1 zunächst ein (k=1 ) oder mehrere (k= 1 , 2, ...) die Umgebung U um das Zugfahrzeug 1 a in zwei Dimensionen wiedergebende Einzelbilder EBk von der Verarbeitungseinheit 5 eingelesen, wobei der jeweilige zu lokalisierende Anhänger 1 b als Objekt O auf den Einzelbildern EBk abgebildet ist. Die Einzelbilder EBk enthalten daher eine 2D-Darstellung der aktuellen Szene (Szenen-Darstellung in zwei Dimensionen).
Anschließend wird in einem zweiten Schritt ST2 anhand eines ausgewählten Bildverarbeitungs-Algorithmus A aus diesem mindestens einen Einzelbild EBk eine Merkmals-Darstellung FD generiert. Als Merkmals- Darstellung FD wird dabei eine Darstellung verstanden, in der nur noch festgelegte bzw. definierte Merkmale F (features) der abgebildeten Szene wiedergegeben sind. Die Merkmals-Darstellung FD ist also als eine Untermenge der Szenen-Darstellung aufzufassen, wobei diese Untermenge durch den jeweiligen Bildverarbeitungs-Algorithmus A aus dem mindestens einen Einzelbild EBk erzeugt wird. Als Bildverarbeitungs-Algorithmen A zum Ermitteln bzw. Erzeugen einer Merkmals-Darstellung FD können unterschiedliche Ausführungsbeispiele zur Anwendung kommen:
In einem ersten Ausführungsbeispiel werden von der Verarbeitungseinheit 5 über einen SfM-Algorithmus AS (SfM: Structure-from-Motion) mehrere, d.h. mindestens zwei (k = 1 , 2), eingelesene Einzelbilder EBk derselben Kamera 2a verarbeitet. Mittels des SfM-Algorithmus AS können aus diesen mindestens zwei Einzelbildern EBk in einem ersten SfM-Schritt STS1 Tiefeninformationen Tin zu aufgenommenen bzw. in den Einzelbildern EBk abgebildeten Objekt- Punkten POn (s. Fig. 3), die einem bestimmten Objekt O in der Umgebung U zugeordnet sind, gewonnen werden. Das Extrahieren von Tiefeninformationen Tin über den SfM-Algorithmus AS erfolgt dabei, indem ein Objekt-Punkt POn auf dem jeweiligen Objekt O von mindestens zwei unterschiedlichen Standpunkten SP1 , SP2 aus von derselben Kamera 2a aufgenommen wird, wie in Fig. 3 angedeutet.
Durch Triangulation T können anschließend die Tiefeninformationen Tin bezüglich jedes paarweise aufgenommenen Objekt- Punktes POn erhalten werden. Dazu werden Bild-Koordinaten xB, yB in einem zweidimensionalen Koordinatensystem K2D (s. Fig. 4) zu mindestens einem ersten Einzelbild- Bildpunkt EB1 P1 in einem ersten Einzelbild EB1 und mindestens einem ersten Einzelbild-Bildpunkt EB2P1 in einem zweiten Einzelbild EB2 derselben
Kamera 2a bestimmt. Beide Einzelbilder EB1 , EB2 werden von der Kamera 2a an unterschiedlichen Standpunkten SP1 , SP2 aufgenommen, d.h. zwischen den Einzelbildern EB1 , EB2 bewegt sich das Zugfahrzeug 1 a bzw. die Kamera 2a um eine Basislänge L. Die beiden ersten Einzelbild-Bildpunkte EB1 P1 , EB2P1 werden in den jeweiligen Einzelbildern EB1 , EB2 in bekannter Weise derartig gewählt, dass sie demselben Objekt-Punkt POn auf dem jeweils abgebildeten Objekt O zugeordnet sind.
Auf diese Weise können für ein Objekt O mit seinen Objekt-Punkten POn jeweils ein oder mehrere Paare von Einzelbild-Bildpunkten EB1 Pi, EB2Pi für ein (n=1 ) oder auch mehrere (n = 1 , 2, ...) Objekt-Punkte POn ermittelt werden. In einer Näherung können nachfolgend aus den für das jeweilige Objekt O bzw. die Objekt-Punkte POn ermittelten Bild-Koordinaten xB, yB der Einzelbild-Bildpunkte EB1 Pi, EB2Pi durch Triangulation T die absoluten, tatsächlichen Objekt-Koordinaten xO, yO, zO (Weltkoordinaten) des oder der jeweiligen Objekt-Punkte POn des dreidimensionalen Objektes O berechnet bzw. abgeschätzt werden. Um die Triangulation T ausführen zu können, wird auf eine entsprechend ermittelte Basislänge L zwischen den Standpunkten SP1 , SP2 der Kamera 2a zurückgegriffen, beispielsweise aus Bewegungsdaten des Zugfahrzeuges 1 a bzw. der Kamera 2a.
Falls die Bewegungsdaten nicht vorliegen, ist es auch möglich, im Zuge des SfM-Algorithmus AS die Bewegungsdaten durch visuelle Odometrie, d.h. „visuell“ aus den Einzelbildern EBk zu bestimmen. Dazu wird die Bewegung der Kamera 2a anhand von zeitlich getrackten Merkmalspunkten bzw. Objekt-Punkten POn aus Einzelbildern EBk abgeschätzt.
Wurde die Triangulation T für eine ausreichende Anzahl an Objekt- Punkten POn eines Objektes O durchgeführt, kann daraus in einem zweiten SfM-Schritt STS2 eine dreidimensionale Punktewolke PW aus mehreren Objekt-Punkten POn in tatsächlichen Objekt-Koordinaten xO, yO, zO (Weltkoor-
dinaten) generiert werden, um das jeweilige Objekt O im dreidimensionalen Raum zu beschreiben. Da im erfindungsgemäßen Verfahren ein Anhänger 1 b erkannt und lokalisiert werden soll, werden durch den SfM-Algorithmus AS zumindest auch Objekt-Punkte POn ermittelt und diese als dreidimensionale Punktewolke PW dargestellt, die einem Anhänger 1 b als Objekt O in der Umgebung U zugeordnet sind.
Mittels des SfM-Algorithmus AS wird also aus der zweidimensionalen Darstellung der Szene (Szenen-Darstellung in den Einzelbildern EBk) eine Punktewolken-Darstellung FDPW im dreidimensionalen Raum als Merkmals- Darstellung FD generiert. Diese Punktewolken-Darstellung FDPW enthält dabei zumindest solche Objekt-Punkte POn, die auf dem abgebildeten und dem zu lokalisierenden Anhänger 1 b liegen, beispielsweise auf den Seitenflächen des Anhängers 1 b. In der Punktewolken-Darstellung FDPW ist also durch die Punktewolke PW insbesondere der dreidimensionale Charakter bzw. die dreidimensionale Anhänger-Form AF des abgebildeten und zu lokalisierenden Anhängers 1 b als definiertes Merkmal F wiedergegeben.
In einem dritten Schritt ST3, der auch vor dem zweiten Schritt ST2 bereits durchgeführt werden kann, werden von der Verarbeitungseinheit 5 aus einer Anhänger-Datenbank 6 ein (p=1 ) oder mehrere (p = 1 , 2, ...) darin hinterlegte Modell-Datensätze Dp eingelesen, wobei in jedem Modell-Datensatz Dp ein bestimmtes Anhänger-Modell AMp nachgebildet ist. Die Nachbildung des jeweiligen Anhänger-Modells AMp erfolgt dabei unter Rückgriff auf die im jeweiligen Ausführungsbeispiel betrachteten Merkmale F. Im ersten Ausführungsbeispiel, bei dem auf die mittels des SfM-Algorithmus AS generierte Punktewolken-Darstellung FDPW zurückgegriffen wird, wird als Modell- Datensatz Dp beispielsweise ein 3D-Modell-Datensatz D3Dp eingelesen.
In jedem 3D-Modell-Datensatz D3Dp ist zumindest der dreidimensionale Charakter bzw. die dreidimensionale Form des betreffenden Anhänger-
Modells AMp modellhaft nachgebildet. Dazu enthält ein solcher 3D-Modell- Datensatz D3Dp beispielsweise mehrere (q = 1 , 2, ...) Modell-Punkte PMq mit jeweils Modell-Koordinaten xM, yM, zM in einem dreidimensionalen kartesischen Koordinatensystem K3D, wobei die Modell-Punkte PMq das Anhänger-Modell AMp räumlich beschreiben bzw. charakterisieren, vorzugsweise skaliert, um den Anhänger leichter anhand seiner Größe identifizieren und lokalisieren zu können. Dabei können auch lediglich diejenigen räumlichen Details nachgebildet sein, die spezifisch für das jeweilige Anhänger-Modell AMp sind, beispielsweise ein Chassis 21 und/oder ein Aufbau 22 und/oder eine Kupplung 23 des jeweils nachgebildeten Anhänger-Modells AMp.
So kann aus dem jeweiligen 3D-Modell-Datensatz D3Dp beispielsweise hervorgehen, ob der jeweilige modellhaft nachgebildete Anhänger einen kastenförmigen Aufbau 22a mit oder ohne einem zusätzlichem Kühlaggregat 22b oder einen siloförmigen Aufbau 22c oder einen pritschenförmigen Aufbau 22d aufweist, d.h. über den 3D-Modell-Datensatz D3Dp ein Kühl- Anhänger oder ein normaler Kasten-Anhänger oder ein Tank-Anhänger oder ein Pritschen-Anhänger, usw. modellhaft nachgebildet wird.
Ergänzend oder alternativ kann aus dem jeweiligen 3D-Modell- Datensatz D3Dp hervorgehen, ob das nachgebildete Anhänger-Modell AMp ein Containerchassis 21 a (ohne Aufbau) aufweist und/oder wie viele Fahrzeugachsen 21 b an dem Chassis 21 angeordnet sind. Außerdem kann der jeweilige 3D-Modell-Datensatz D3Dp beinhalten, ob das jeweils nachgebildete Anhänger-Modell AMp eine Deichselkupplung 23a (starr oder beweglich) oder einen Königszapfen 23b als Kupplung 23 aufweist.
Je nach Umfang der Anhänger-Datenbank 6 werden zunächst parallel zueinander unterschiedliche 3D-Modell-Datensätze D3Dp eingelesen, da noch festzustellen ist, welcher eingelesene 3D-Modell-Datensatz D3Dp dem durch die Punktewolken-Darstellung FDPW wiedergegebenen Anhänger 1 b
entspricht. Dazu wird nachfolgend in einem vierten Schritt ST4 geprüft, ob eines der eingelesenen Modell-Datensätze Dp bzw. 3D-Modell-Datensätze D3Dp in die generierte Punktewolke PW aus der Punktewolken-Darstellung FDPW eingepasst werden kann. Es erfolgt also ein modelbasierter Abgleich, bei dem versucht wird, ein definiertes Anhänger-Modell AMp in die generierte Punktewolke PW zu fitten.
Dazu wird das in dem jeweiligen 3D-Modell-Datensatz D3Dp nachgebildete Anhänger-Modell AMp in mehreren Iterationsschritten STI durch eine geometrische Transformation TG derartig skaliert und/oder durch Translation und/oder Rotation „bewegt“, dass das Anhänger-Modell AMp mit der Punktewolke PW, die die dreidimensionale Anhänger-Form AF wiedergibt, im Wesentlichen übereinstimmt. Um dabei unterschiedliche Entfernungen bzw. Größen des zu lokalisierenden Anhängers 1 b zu berücksichtigen, kann die Suche bzw. das Einpassen in unterschiedlichen Auflösungsstufen stattfinden (Stichwort Bildpyramide).
In einem iterativen Prozess wird also eine Modell-Position MP und eine Modell-Orientierung MO (vgl. Modell-Pose MPO) des jeweiligen Anhänger- Modells AMp sukzessive verändert. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die Modell-Punkte PMq im jeweiligen 3D-Modell-Datensatz D3Dp mit den Objekt- Punkten POn in der Punktewolken-Darstellung FDPW in Überdeckung gebracht werden, d.h. die Modell-Koordinaten xM, yM, zM der Modell-Punkte PMq werden durch eine Translation und/oder eine Rotation mit den Objekt-Koordinaten xO, yO, zO der Objekt-Punkte POn iterativ in Übereinstimmung gebracht, wobei die nachgebildete Form des Anhänger- Modells AMp erhalten bleibt und dabei ggf. skaliert wird.
Für den iterativen Prozess zum Einfitten bzw. Einpassen des Anhänger- Modells AMp in die Punktewolke PW kann ein Exit- bzw. Ausstiegs-Kriterium EK definiert werden, bei dessen Vorliegen der iterative Prozess abgebrochen
wird. Das Ausstiegs-Kriterium EK kann beispielsweise dann vorliegen, wenn eine bestimmte Iterations-Anzahl IA an Iterationsschritten STI durchgeführt wurde, d.h. das Anhänger-Modell AMp in IA unterschiedliche Modell-Posen MOP bewegt wurde. Ergänzend oder alternativ kann vorgesehen sein, einen mittleren Abstand DM zwischen den das Anhänger-Modell AMp beschreibenden Modell-Punkten PMq und den die Punktewolke PW bildenden Objekt-Punkten POn, die dem zu lokalisierenden Anhänger 1 b zugeordnet sind, aus den jeweiligen Koordinaten zu ermitteln. Unterschreitet dieser mittlere Abstand DM einen Grenzabstand DG, so ist das Ausstiegs-Kriterium EK erfüllt und der iterative Prozess wird abgebrochen.
Ist der iterative Prozess abgeschlossen und/oder abgebrochen, so kann aus der geometrischen Transformation TG, die das Anhänger-Modell AMp auf die Punktewolke PW verschiebt und/oder verdreht und/oder skaliert, in einem fünften Schritt ST5 die Modell-Position MP bzw. die Modell- Orientierung MO bzw. die Modell-Pose MPO des Anhänger-Modells AMp ermittelt werden. Aus geometrischen Betrachtungen sowie bei einer entsprechenden Kalibrierung der Kamera 2a, d.h. in Kenntnis der genauen Lage der Kamera 2a im Raum, folgt daraus unmittelbar die Anhänger-Position AP bzw. die Anhänger-Orientierung AO bzw. die Anhänger-Pose APO des Anhängers 1 b relativ zum Zugfahrzeug 1 a. Der Anhänger 1 b kann also darüber lokalisiert werden.
Die Anhänger-Pose APO kann dann nachfolgend in einem sechsten Schritt ST6 für unterschiedliche Anwendungen weiterverwendet werden, beispielsweise für ein automatisiertes Annähern und/oder Ankuppeln des Anhängers 1 b entlang einer festgelegten Trajektorie J oder aber zur Ermittlung eines Knickwinkels KW zwischen dem Anhänger 1 b und dem Zugfahrzeug 1a bei bereits bestehender Kupplungsverbindung. Für die Ermittlung des Knickwinkels KW ist für den SfM-Algorithmus AS eine relative Bewegung
zwischen dem Zugfahrzeug 1 a und dem Anhänger 1 b nötig, um unterschiedliche Standpunkte SP1 , SP2 der Kamera 2a zu erhalten.
Gemäß einer zweiten Ausführungsform kann aus der Szenen- Darstellung bzw. den eigelesenen Einzelbildern EBk eine Kanten-Darstellung FDK als Merkmals-Darstellung FD generiert werden, wobei dazu im zweiten Schritt ST2 durch einen Kanten-Algorithmus AK, z.B. einen Canny-, Sobel-, Prewitt-, etc. Algorithmus, in zumindest einem der eingelesenen Einzelbilder EBk Anhänger-Kanten AE erkannt werden. Die Kanten-Darstellung FDK enthält dann also zumindest auch Anhänger-Kanten AE als definierte Merkmale F, die dem abgebildeten Anhänger 1 b zugeordnet sind bzw. die auf dem jeweils abgebildeten Anhänger 1 b liegen und diesen charakterisieren. Die Kanten-Darstellung FDK liegt dabei vorzugsweise in einem zweidimensionalen Koordinatensystem K2D vor, insofern auf lediglich ein eingelesenes Einzelbild EBk der Kamera 2a zurückgegriffen wird. Bei entsprechender Ausführung der Kamera 2a und/oder der Bildverarbeitung kann grundsätzlich auch eine dreidimensionale Kanten-Darstellung FDK vorliegen.
In diesem Ausführungsbeispiel wird als Modell-Datensatz Dp, in dem ein bestimmtes Anhänger-Modell AMp nachgebildet ist, im dritten Schritt ST3 ein Kanten-Modell-Datensatz DKp eingelesen, in dem insbesondere die für das jeweilige Anhänger-Modell AMp charakteristischen Modell-Kanten ME als Merkmale dargestellt sind. Die Modell-Kanten ME des Anhänger-Modells AMp können dabei entweder in einem zweidimensionalen Koordinatensystem K2D oder in einem dreidimensionalen Koordinatensystem K3D vorliegen. Auch in diesem Ausführungsbeispiel können auch lediglich diejenigen Details in dem Kanten-Modell-Datensatz DKp enthalten sein, die spezifisch für das jeweilige Anhänger-Modell AMp sind, beispielsweise die Modell- Kanten ME im Bereich des Chassis 21 und/oder des Aufbaus 22 und/oder der Kupplung 23 des jeweils nachgebildeten Anhänger-Modells AMp.
Nachfolgend wird für dieses Ausführungsbeispiel in dem vierten Schritt ST4 geprüft, ob eines der eingelesenen Kanten-Modell-Datensätze DKp in die erkannten Anhänger-Kanten AE aus der Kanten-Darstellung FDK eingepasst werden kann. Es erfolgt also ein modelbasierter Abgleich, bei dem versucht wird, ein definiertes Anhänger-Modell AMp in die generierte Kanten- Darstellung FDK zu fitten.
Dazu wird das in dem jeweiligen Kanten-Modell-Datensatz DKp nachgebildete Anhänger-Modell AMp in mehreren Iterationsschritten STI durch eine geometrische Transformation TG derartig skaliert und/oder durch Translation und/oder Rotation „bewegt“, dass die Modell-Kanten ME des Anhänger-Modells AMp mit den Anhänger-Kanten AE aus der Kanten-Darstellung FDK im Wesentlichen übereinstimmen bzw. in Überdeckung gebracht werden. Um dabei unterschiedliche Entfernungen bzw. Größen des zu lokalisierenden Anhängers 1 b zu berücksichtigen, kann die Suche bzw. das Einpassen in unterschiedlichen Auflösungsstufen stattfinden (Stichwort Bildpyramide). In einem iterativen Prozess wird also eine Modell-Position MP und eine Modell-Orientierung MO (vgl. Modell-Pose MPO) des jeweiligen Anhänger- Modells AMp sukzessive verändert.
Dies erfolgt entweder in zwei Dimensionen oder in drei Dimensionen, je nachdem, in welchem Koordinatensystem der Kanten-Modell-Datensatz DKp und die Kanten-Darstellung FDK vorliegen. Liegen beide in unterschiedlichen Dimensionen vor, ist zusätzlich eine Koordinatentransformation vorgesehen, vorzugsweise in ein gemeinsames zweidimensionales Koordinatensystem K2D. Auch in diesem Ausführungsbeispiel kann ein Ausstiegs-Kriterium EK für den iterativen Prozess definiert werden, beispielsweise das Überschreiten einer festgelegten Iterations-Anzahl IA und/oder das Unterschreiten des mittleren Abstandes DM zwischen den Modell-Kanten ME und den Anhänger- Kanten AE unter einen festgelegten Grenzabstand DG.
Ist der iterative Prozess abgeschlossen und/oder abgebrochen, so kann aus der geometrischen Transformation TG, die die Modell-Kanten ME aus dem Kanten-Modell-Datensatz DKp auf die Anhänger-Kanten AE aus dem Anhänger-Modell AMp verschiebt und/oder verdreht und/oder skaliert, in einem fünften Schritt ST5 die Modell-Position MP bzw. die Modell-Orientierung MO bzw. die Modell-Pose MPO des Anhänger-Modells AMp ermittelt werden. Aus geometrischen Betrachtungen sowie bei einer entsprechenden Kalibrierung der Kamera 2a, d.h. in Kenntnis der genauen Lage der Kamera 2a im Raum, folgt daraus unmittelbar die Anhänger-Position AP bzw. die Anhänger-Orientierung AO bzw. die Anhänger-Pose APO des Anhängers 1 b relativ zum Zugfahrzeug 1 a. Der Anhänger 1 b kann also auch darüber lokalisiert werden, was in dem sechsten Schritt ST6 für die entsprechende Anwendung weiterverwendet werden kann.
Gemäß einer dritten Ausführungsform kann aus der Szenen-Darstellung bzw. den eigelesenen Einzelbildern EBk eine Intensitäts-Darstellung FDI als Merkmals-Darstellung FD generiert werden, wobei dazu im zweiten Schritt ST2 in zumindest einem der eingelesenen Einzelbilder EBk durch einen Intensitäts-Algorithmus AI Anhänger-Intensitätswerte AW ortsaufgelöst erfasst werden, d.h. die einem oder mehrerer Objekt-Punkte POn auf dem Anhänger 1 b zugeordneten Intensitätswerte im entsprechenden Farbraum. Die Anhänger-Intensitätswerte AW betreffen demnach beispielsweise einen oder mehrere bestimmte Farbkanäle, d.h. im RGB-Farbraum Red (R), Green (G), Blue (B), oder im CMYK-Farbraum Cyan (C), Magenta (M), Yellow (Y) und den Schwarzanteil (K). Gleichwirkend damit kann auch ein Farbwert des jeweiligen Farbtons erfasst werden.
Die Intensitäts-Darstellung FDI enthält dann also zumindest auch ortsaufgelöst dargestellte Anhänger-Intensitätswerte AW als definierte Merkmale F, die dem abgebildeten Anhänger 1 b zugeordnet sind bzw. die den jeweils abgebildeten Anhänger 1 b charakterisieren. Die Intensitäts-Darstellung FDI
liegt dabei vorzugsweise in einem zweidimensionalen Koordinatensystem K2D vor, insofern auf lediglich ein eingelesenes Einzelbild EBk der Kamera 2a zurückgegriffen wird. Bei entsprechender Ausführung der Kamera 2a und/oder der Bildverarbeitung kann grundsätzlich auch eine dreidimensionale Intensitäts-Darstellung FDI vorliegen.
In diesem dritten Ausführungsbeispiel wird als Modell-Datensatz Dp, in dem ein bestimmtes Anhänger-Modell AMp nachgebildet ist, im dritten Schritt ST3 ein Intensitäts-Modell-Datensatz Dip eingelesen, in dem insbesondere die für das jeweilige Anhänger-Modell AMp charakteristischen Modell- Intensitätswerte MW ortsaufgelöst als Merkmale dargestellt sind. Die Modell- Intensitätswerte MW des Anhänger-Modells AMp können dabei entweder in einem zweidimensionalen Koordinatensystem K2D oder in einem dreidimensionalen Koordinatensystem K3D vorliegen. Auf diese Weise kann ein Anhänger-Modell AMp also anhand seiner farblichen Gestaltung unterschieden bzw. spezifiziert werden.
Nachfolgend wird für dieses Ausführungsbeispiel in dem vierten Schritt ST4 geprüft, ob eines der eingelesenen Intensitäts-Modell-Datensätze Dip bzw. die darin enthaltenen Modell-Intensitätswerte MW mit den erkannten Anhänger-Intensitätswerten AW aus der Intensitäts-Darstellung FDI in Übereinstimmung gebracht werden kann. Es erfolgt also ein modelbasierter Abgleich, bei dem versucht wird, ein definiertes Anhänger-Modell AMp in die generierte Intensitäts-Darstellung FDI zu fitten.
Dazu wird das in dem jeweiligen Intensitäts-Modell-Datensatz Dip nachgebildete Anhänger-Modell AMp in mehreren Iterationsschritten STI durch eine geometrische Transformation TG derartig skaliert und/oder durch Translation und/oder Rotation „bewegt“, dass die ortsaufgelöst bereitgestellten Modell-Intensitätswerte MW des Anhänger-Modells AMp mit den ebenfalls ortsaufgelöst ermittelten Anhänger-Intensitätswerten AW aus der Inten-
sitäts-Darstellung FDI im Wesentlichen übereinstimmen bzw. in Überdeckung gebracht werden. Um dabei unterschiedliche Entfernungen bzw. Größen des zu lokalisierenden Anhängers 1 b zu berücksichtigen, kann die Suche bzw. das Einpassen in unterschiedlichen Auflösungsstufen stattfinden (Stichwort Bildpyramide). In einem iterativen Prozess wird also eine Modell-Position MP und eine Modell-Orientierung MO (vgl. Modell-Pose MPO) des jeweiligen farblich „codierten“ Anhänger-Modells AMp sukzessive verändert.
Dies erfolgt entweder in zwei Dimensionen oder in drei Dimensionen, je nachdem, in welchem Koordinatensystem der Intensitäts-Modell-Datensatz Dip und die Intensitäts-Darstellung FDI vorliegen. Liegen beide in unterschiedlichen Dimensionen vor, ist zusätzlich eine Koordinatentransformation vorgesehen, vorzugsweise in ein gemeinsames zweidimensionales Koordinatensystem K2D. Auch in diesem Ausführungsbeispiel kann ein Ausstiegs- Kriterium EK für den iterativen Prozess definiert werden, beispielsweise das Überschreiten einer festgelegten Iterations-Anzahl IA und/oder das Unterschreiten des mittleren Abstandes DM (wertemäßig) zwischen den Modell- Intensitätswerten MW und den Anhänger-Intensitätswerten AW unter einen festgelegten Grenzabstand DG (wertemäßig).
Ist der iterative Prozess abgeschlossen und/oder abgebrochen, so kann aus der geometrischen Transformation TG, die die ortsaufgelösten Modell- Intensitätswerte MW aus dem Intensitäts-Modell-Datensatz Dip auf die ortsaufgelösten Anhänger-Intensitätswerte AW aus dem Anhänger-Modell AMp verschiebt und/oder verdreht und/oder skaliert, in einem fünften Schritt ST5 die Modell-Position MP bzw. die Modell-Orientierung MO bzw. die Modell- Pose MPO des Anhänger-Modells AMp ermittelt werden. Aus geometrischen Betrachtungen sowie bei einer entsprechenden Kalibrierung der Kamera 2a, d.h. in Kenntnis der genauen Lage der Kamera 2a im Raum, folgt daraus unmittelbar die Anhänger-Position AP bzw. die Anhänger-Orientierung AO bzw. die Anhänger-Pose APO des Anhängers 1 b relativ zum Zugfahrzeug
1 a. Der Anhänger 1 b kann also auch darüber lokalisiert werden, was in dem sechsten Schritt ST6 für die entsprechende Anwendung weiterverwendet werden kann.
Alle genannten Ausführungsformen können dabei alternativ oder ergänzend zueinander zur Anwendung kommen, beispielsweise um Redundanzen aufzubauen oder eine Plausibilisierung durchführen zu können. Auf diese Weise kann aus derselben Szenen-Darstellung (Einzelbilder EBk) mit unterschiedlichen Bildverarbeitungs-Algorithmen A eine Lokalisierung eines Anhängers 1 b erfolgen.
Bezugszeichenliste (Teil der Beschreibung)
1 Fahrzeug
1a Zugfahrzeug
1 b Anhänger
2 Kamerasystem
2a Kamera
4 Sichtbereich der Kamera 2a
5 Verarbeitungseinheit
6 Anhänger-Datenbank
21 Chassis
21 a Containerchassis
21 b Fahrzeugachsen
22 Aufbau
22a kastenförmiger Aufbau
22b Kühlaggregat
22c siloförmiger Aufbau
22d pritschenförmiger Aufbau
23 Kupplung
23a Deichselkupplung
23b Königszapfen
A Bildverarbeitungs-Algorithmus
AE Anhänger-Kanten
AF Anhänger-Form
AI Intensitäts-Algorithmus
AO Anhänger-Orientierung
AP Anhänger-Position
APO Anhänger-Pose
AK Kanten-Algorithmus
AMp p. Anhänger-Modell
AS SfM-Algorithmus
AW Anhänger-Intensitätswert
Dp Modell-Datensatz des p. Anhänger-Modells
D3Dp 3D-Modell-Datensatz des p. Anhänger-Modells
DG Grenz-Abstand
Dip Intensitäts-Modell-Datensatz des p. Anhänger-Modells
DKp Kanten-Modell-Datensatz des p. Anhänger-Modells
DM mittlerer Abstand
EBk k. Einzelbild
EBkPi i. Einzelbild-Bildpunkt im k. Einzelbild EBk
EK Ausstiegs-Kriterium
F Merkmal
FD Merkmals-Darstellung
FDI Intensitäts-Darstellung
FDK Kanten-Darstellung
FD PW Punktewolken-Darstellung
IA Iterations-Anzahl
J Trajektorie
K2D zweidimensionales Koordinatensystem
K3D dreidimensionales Koordinatensystem
KW Knickwinkel
L Basislänge
ME Modell-Kanten
MO Modell-Orientierung
MP Modell-Position
MPO Modell-Pose
MW Modell-Intensitätswert
O Objekt
POn n. Objekt- Punkt
PMq q. Modell-Punkt PW Punktewolke
R Rückraum
SB Bild-Signal
SP1 erster Standpunkt der Kamera 2a
SP2 zweiter Standpunkt der Kamera 2a
T Triangulation
Tin Tiefeninformation zum n. Objektpunkt PPn
TG geometrische Transformation
U Umgebung xB, yB Bild-Koordinaten xO, yO, zO Objekt-Koordinaten xM, yM, zM Modell-Koordinaten i, k, n, p, q Index
STO, ST1 , ST2, ST3, ST4, ST5, ST6 Schritte des Verfahrens zum Lokalisieren des Anhängers 1 b
STI Iterationsschritte zum Einpassen des jeweiligen Modell-
Datensatzes DP in die jeweilige Merkmals-Darstellung FD
STS1 , STS2 SfM-Schritte zum Ermitteln der Punktewolken-Darstellung PW über den SfM-Algorithmus AS