Vorrichtung und Verfahren zum Konservieren von Getränken mit Systemüberwachung
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Überwachung einer Anlage zur Konservierung von Getränken sowie die Verwendung der Vorrichtung zu diesem Zweck.
Konservierungsmittel, wie z.B. Dialkyldicarbonate, Schwefeldioxid, Natamycin, Benzoate oder Sorbate werden in der Getränkeindustrie zur Kaltentkeimung von alkoholfreien karbonisierten oder stillen Fruchtsaftgetränken, Fruchtsäften, Weinen, alkoholfreien Weinen, Ciders, Eis-Tees und anderen Getränken eingesetzt. Ein besonderes Kaltentkeimungsmittel stellen die Dialkyldicarbonate, wie insbesondere Dimethyldicarbonat oder Diethyldicarbonat, dar, die eine Reihe von Vorteilen aufweisen. Der herausragende Vorteil liegt dabei in der Tatsache begründet, dass Geschmack und Farbe, im Gegensatz zur Heißabfüllung, nicht beeinflusst werden. Auch gegenüber persistenten Konservierungsstoffen, wie Natriumbenzoat bzw. Benzoesäure oder Kaliumsorbat bzw. Sorbinsäure, besteht der Vorteil insbesondere in der Abwesenheit jeglicher geschmacklichen Beeinträchtigungen und dem Verschwinden der Wirkung. Auf Grund des Zerfalls der Dialkyldicarbonate in unbedenkliche Bestandteile wird durch den eigentlichen Verbraucher kein Konservierungsstoff bzw. Konservierungsmittel konsumiert.
Gegenüber einer kaltaseptischen Abfüllung sind besonders die ganz wesentlich geringeren Investitionskosten in Anlagentechnik als Vorteil beim Einsatz von Dialkyldicarbonaten bekannt.
Nach dem Stand der Technik werden zur Zugabe von Dialkyldicarbonaten, beispielsweise in der Getränkelinie, eingebaute Membran- Dosierpumpen verwendet, welche eine Einbringung von Dialkyldicarbonaten in den laufenden Getränkefluss ermöglichen. Andernfalls kann eine gleichmäßige und zuverlässige Verteilung im Getränk nicht gewährleistet werden. Ein Vorteil von Membranpumpen besteht darin, dass deren Pumpenraum vollständig abgeschlossen ist.
Es können aber auch andere Arten von Pumpen eingesetzt werden. Die Apparate mit Membranpumpen bestehen in der Regel aus einer magnetisch oder elektrisch angetriebenen Membranpumpe, Vorratsgefäßen, einer an die Getränkeleitung angebrachten Vorrichtung zur Verdüsung des Dialkyldicarbonates, einem an die Getränkeleitung angebrachten Durchflussmessgerät, sowie einer Elektronik-Steuerung. Dosierpumpen dieser Art sind üblicherweise fest in die Getränkelinie installiert.
Die Dosierpumpen sind vorteilhafterweise dabei für mehrere unterschiedliche Leistungsparameter geeignet, insbesondere für Klein- und Kleinstmengen. Daneben sollen diese Dosierpumpen eine hohe Genauigkeit bei der Eindosierung, einen hohen Verdüsungsdruck während der gesamten Verdüsungszeit und einen weiten Regelbereich aufweisen.
Die Funktionsweise dieser Geräte beruht auf der on-line - Messung der im Getränkerohr herrschenden Getränkedurchflussrate und der daraus parallel berechneten Menge an zu dosierendem Dialkyldicarbonat. Dialkyldicarbonate werden damit jeweils proportional in der benötigten Menge in das Getränkerohr zudosiert. Beispiele dieser Pumpen sind die Velco- rinDT-Geräte der Firma Lanxess.
Ein Nachteil der beschriebenen Dosage in das vorbeifließende Getränk besteht darin, dass die Geräte grundsätzlich ausfallen können, beispielsweise wenn kleinere oder größere mechanische oder elektronische Defekte auftreten. Ereignet sich dieser Ausfall während einer laufenden Produktion, besteht die Gefahr, dass eine große Menge abgefüllter Getränke nicht wie ursprünglich geplant produziert wurde und im Extremfall als nicht verkaufsfähig eingestuft werden muss. Im Extremfall wird dieser Defekt des Dosiergerätes erst rückwirkend erkannt und die produzierte Ware kann nicht verwendet werden.
Leider ist eine kontinuierliche online-Überwachung über eine Leit- oder Steuerstelle beispielsweise des Herstellers oftmals nicht praktikabel.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Überwachung der hier beschriebenen Vorrichtung zu ermöglichen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Konservierung von Getränken weist eine Messeinrichtung auf, welche dazu geeignet und bestimmt ist, eine Durchflussmenge einer durch eine Getränkeleitung fließenden Flüssigkeit und insbesondere eines Getränks zu bestimmen und bevorzugt, um einen Messwert auszugeben, der für diese Durchflussmenge charakteristisch ist. Weiterhin weist die Vorrichtung eine Pumpeneinrichtung auf, welche ein Konservierungsmittel, insbesondere ein flüssiges Konservierungsmittel und insbesondere Dialkyldikarbonate in die Getränkeleitung fördert und wenigstens eine weitere Messeinrichtung, welche wenigstens einen für den Betrieb der Vorrichtung weiteren charakteristischen Messwert bestimmt, wobei die Vorrichtung eine Steuerungseinrichtung zum Steuern der Pumpeneinrichtung aufweist, welche die Pumpeneinrichtung in Abhängigkeit von einer von der Messeinrichtung bestimmten Durchflussmenge und in Abhängigkeit von dem weiteren Messwert steuert. Dies entspricht beispielsweise einer elektronischen Nachregelung der Dosiermenge.
Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung eine Speichereinrichtung auf, welche ein Speichern und insbesondere ein wiederholtes Speichern wenigstens eines weiteren charakteristischen Messwertes ermöglicht. Zusätzlich oder alternativ weist die Vorrichtung eine Auswerteeinrichtung auf, welche die von den Messeinrichtungen aufgenommenen Daten auswertet. Dabei kann diese Auswertung unter Verwendung eines Modells, insbesondere eines Simulationsmodells und insbesondere unter Verwendung eines Simulations-Dosage-Modells erfolgen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform erlaubt die Speichereinrichtung eine Speicherung des Messwertes mit einer zeitlichen Zuordnung. Bevorzugt erlaubt die Speicherung auch eine Abspeicherung eines für die Durchflussmenge charakteristischen Messwertes und/oder eines mittels der oben erwähnten Messeinrichtung erfassten Messwertes.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung wenigstens ein Aufnahmebehältnis zum wenigstens vorübergehenden Aufnehmen des Konservierungsmittels auf. Bevor-
zugt ist dieses Aufnahmebehältnis in einer Strömungsrichtung des Konservierungsmittels stromaufwärts bzw. vor der Pumpeneinrichtung angeordnet. Besonders bevorzugt kann die Pumpeneinrichtung das Konservierungsmittel aus diesem Aufnahmebehältnis entnehmen.
Bevorzugt weist die Vorrichtung eine Entlüftungseinrichtung zum Entlüften der Pumpeneinrichtung auf. Diese Entlüftungseinrichtung weist bevorzugt eine Messeinrichtung oder Sensoreinrichtung auf, welche wenigstens einen Messwert bestimmt, der für einen Entlüftungszustand der Pumpeneinrichtung charakteristisch ist.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung eine weitere Aufnahmeeinrichtung zum Aufnehmen des Konservierungsmittels auf. Dabei ist es möglich, dass zunächst von einer der beiden Aufnahmeeinrichtungen das Konservierungsmittel in die zweite Aufnahmeeinrichtung gefördert wird. Besonders bevorzugt handelt es sich bei der zweiten Aufnahmeeinrichtung(en), um ein Aufnahmebehältnis und insbesondere ein Pufferbehältnis..
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Vergleichseinrichtung auf, welche dazu geeignet und bestimmt ist, den charakteristischen Messwert mit einem Referenzwert zu vergleichen. Dabei kann beispielsweise eine Differenz zwischen dem Referenzwert und dem Messwert ermittelt werden. Auch kann ein Quotient zwischen dem charakteristischen Messwert und dem Referenzwert gebildet werden. Bei diesen Referenzwert oder Sollwert kann es sich um einen vorgegebenen Sollwert handeln und/oder auch einen ebenfalls in der Speichereinrichtung gespeicherten Messwert.
Weiterhin kann überprüft werden, ob eine Abweichung zwischen dem Messwert und dem Sollwert und/oder Referenzwert innerhalb vorbestimmter Grenzen liegt. Ist dies nicht der Fall, kann ein Alarm ausgegeben werden.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Alarmausgabeeinrichtung auf, welche dazu geeignet und bestimmt ist bei Auftreten eines Fehlerzustands einen Alarm auszugeben. Bevorzugt ist die oben erwähnte Speichereinrichtung dazu geeignet und bestimmt, für diesen Alarm charakteristische Daten abzuspeichern. So können beispielsweise ein Zeitpunkt des ausgegebenen Alarms, und der besagte Messwert und gegebenenfalls auch weitere Messwerte abgespeichert werden.
Bei der Speichereinrichtung kann es sich um eine interne beispielsweise an oder in der Pumpeneinrichtung oder deren Steuerung angeordnete Speichereinrichtung handeln, es kann sich jedoch auch um eine Cloud oder einen Internetspeicher handeln.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung wenigstens zwei weitere Messeinrichtungen, bevorzugt wenigstens drei weitere Messeinrichtungen und besonders bevorzugt wenigstens vier weitere Messeinrichtungen auf, welche jeweils wenigstens einen für den Betrieb der Vorrichtung charakteristischen Messwert bestimmen. Besonders bevorzugt sind diese Messeinrichtungen an unterschiedlichen Positionen der Vorrichtung angeordnet, wie beispielsweise in einer Saugleitung, mittels derer das Konservierungsmittel von einem Aufnahmebehältnis zu der Pumpeneinrichtung gefördert wird, in einer Druckleitung, welche ausgehend von der Pumpeneinrichtung zu der Getränkeleitung führt und dergleichen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Eindüseinrichtung auf, welche dazu geeignet und bestimmt ist, ein von der Pumpeneinrichtung gefördertes Konservierungsmittel in die Getränkeleitung einzudüsen.
Besonders bevorzugt weist die Vorrichtung ein Zeitmessgerät und/oder einen Zeitgeber auf. Auf diese Weise ist es möglich, aufgenommene Messwerte gemeinsam mit einem Zeitwert abzuspeichern. Besonders bevorzugt weist die Vorrichtung einen Zeitgeber auf, der die Speicherung der Messwerte steuert und/oder triggert.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist wenigstens ein Messwert aus einer Gruppe von Messwerten ausgewählt, welche für einen Druck des Konservierungsmittels, für eine Temperatur des Konservierungsmittels, für eine Außentemperatur, für eine Durchflussrate des Konservierungsmittels, für einen Füllstand des Konservierungsmittels (innerhalb eines Aufnahmebehältnisses), für das Vorhandensein eines Gases in der Pumpeneinrichtung, für einen Druck, unter dem das Konservierungsmittel in die Getränkeleitung gefördert wird, für eine Temperatur des Getränks, eine Temperatur einer Eindüseinrichtung, mittels derer das Konservierungsmittel in die Getränkeleitung eingedüst wird und dergleichen charakteristisch ist.
Bevorzugt ist die Eindüseinrichtung, welche das Konservierungsmittel in das Getränk ein-
düst, in einem gekrümmten Bereich der Getränkeleitung angeordnet bzw. düst das Konservierungsmittel in einem gekrümmten Bereich der Getränkeleitung ein. Auf diese Weise können die in diesem gekrümmten Bereich auftretenden Verwirbelungen des Getränks für das Eindüsen des Konservierungsmittels genutzt werden.
Die Erfindung beruht auf der Idee, dass mit einer Vielzahl von Messeinrichtungen entsprechende Werte aufgenommen werden und diese Werte bevorzugt kontinuierlich und/oder zyklisch abgespeichert werden. In diesem Fall kann bevorzugt auf eine online Überwachung der Vorrichtung verzichtet werden, es können jedoch aus den gespeicherten Werten zeitgleich, gegebenenfalls auch später, Daten abgeleitet werden.
Bevorzugt ist auch eine Messeinrichtung vorgesehen, welche eine Stellung der Pumpeneinrichtung und/oder einen für den Betrieb der Pumpeneinrichtung charakteristischen Wert, beispielsweise eine Stellung der Membranen oder eine Ventilstellung von Ventilen der Pumpeneinrichtung erfasst. Besonders bevorzugt erfolgt diese Erfassung zeitabhängig. Dies kann beispielsweise über einen Positionssensor erfolgen, es können jedoch auch andere Daten ausgewertet werden, wie etwa ein Drehmoment oder eine Leistung einer Antriebseinrichtung der Pumpeneinrichtung, oder aber entsprechende Ströme und/oder Spannungen.
Bevorzugt ist daher die Pumpeneinrichtung dazu geeignet und bestimmt wesentliche und insbesondere alle wichtigen Maschinen- und/oder Verbrauchsdaten aufzuzeichnen und diese bevorzugt abzuspeichern und besonders bevorzugt unmittelbar abzuspeichern. Daneben werden bevorzugt auch Alarm oder Fehlerzustände aufgezeichnet und insbesondere übermittelbar aufgezeichnet. Bei diesen Daten kann es sich etwa um einen Verbrauch des Konservierungsmittels pro Zeiteinheit handeln, um einen Druck in der Druckleitung, in welcher das Konservierungsmittel von der Pumpeneinrichtung zu der Getränkeleitung gefördert wird, oder dergleichen.
So ist es beispielsweise möglich, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Position eines mechanischen Elements der Pumpeneinrichtung, ein saugseitiger Druck des Konservierungsmittels, ein druckseitiger Druck des Konservierungsmittels, eine Temperatur des Konservierungsmittels, ein Füllstand eines Puffergefäßes, in dem sich das Konservierungsmittel befindet, eine Durchflussrate des Getränks und gegebenenfalls noch weitere Daten abgespeichert werden. Diese Daten können beispielsweise als n-Tupel zueinander gehöriger Da-
ten aufgezeichnet werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Schnittstelle und insbesondere eine Datenkommunikationsschnittstelle auf, welche eine Datenkommunikation mit einer weiteren Steuereinrichtung und/oder mit einer weiteren Speichereinrichtung ermöglicht.
So kann beispielsweise eine Touch-Panel Funktion mit einer Speichergröße welche eine Speicherung von Maschinendaten in Intervallen von unter 20 Sekunden, bevorzugt unter 10 Sekunden, bevorzugt unter 5 Sekunden und besonderes bevorzugt unter 2 Sekunden erlaubt, vorgesehen sein.
Bevorzugt ist eine Schnittstelle, beispielsweise eine USB-Schnittstelle (besonders bevorzugt außerhalb eines Geräteschrankes der Vorrichtung) vorgesehen, welche auch nicht elektronisch eingewiesenen Personen einen (manuellen) Zugang zu den gespeicherten Daten ermöglicht.
Bevorzugt weist die Vorrichtung eine Steuerungseinrichtung auf, welche eine Steuerung der Vorrichtung von einer Leitstelle des Betreibers ermöglicht.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung und insbesondere die Pumpeneinrichtung eine Speichereinrichtung auf, welche geeignet und dazu bestimmt ist, alle wichtigen Maschinen und Verbrauchsdaten aufzuzeichnen und diese bevorzugt übermittelbar abzuspeichern. Weiterhin ist die Speichereinrichtung bevorzugt auch dazu geeignet und bestimmt, Alarmzustände und bevorzugt alle Alarmzustände aufzuzeichnen und bevorzugt übermittelbar aufzuzeichnen.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei der Pumpeneinrichtung um eine Dosierpumpe. Besonders bevorzugt handelt es sich bei der Pumpeneinrichtung um eine Membranpumpe, wobei jedoch auch die Verwendung einer Kolbenpumpe in Betracht kommt.
So kann beispielsweise ein loT (Internet of Things) Gateway vorgesehen sein, welches bevorzugt in die Pumpeneinrichtung integriert ist. Dies kann beispielsweise als elektronische Steuerung und/oder Schaltkarte ausgeführt sein. Dabei ist es möglich, dass dieses loT es
mithilfe einer SIM-Karte aber auch über andere Telekommunikationsverbindungen erlaubt, dass die von der Speichereinrichtung aufgezeichneten Daten der Pumpeneinrichtung in vorgegebenen Zeitabständen, beispielsweise einmal pro Tag an eine weitere Speichereinrichtung oder eine übergeordnete Prozesssteuerung übertragen werden.
Diese Übertragung kann dabei beispielsweise mittels Telefonverbindungen oder extra zur Verfügung stehenden loT Bandbreiten erfolgen. Bei der weiteren Speichereinrichtung kann es sich etwa auch um eine Cloud handeln, oder um einen zentralen Speicher des Maschinenherstellers. Auf diese Weise wird es dem Maschinenhersteller ermöglicht, auch an anderen Standorten befindliche Vorrichtungen zu überwachen und gegebenenfalls Aussagen auszugeben, welche für den Betrieb erforderlich sind. So kann beispielsweise durch die Auswertung dieser Daten einem Kunden mitgeteilt werden, dass bestimmte Bauteile zu wechseln sind, wie etwa Ventile, oder die Membranen einer Membranpumpe oder dergleichen.
Dabei ist es möglich, dass die Übermittlung dieser Daten in eine Software der Pumpeneinrichtung integriert ist und automatisch erfolgt. Daneben wäre es auch möglich, dass die betreffenden Daten mittels einer Abfrageeinrichtung aus einem Cloud Speicher angefordert oder dort selbst ausgelöst werden.
Bevorzugt ist die oben erwähnte Speichereinrichtung dazu geeignet und bestimmt, eine Vielzahl von unterschiedlichen für die Vorrichtung und/oder deren Betrieb und/oder des Konservierungsmittels charakteristische Werte abzuspeichern. Dabei erfolgt bevorzugt diese Abspeicherung gemeinsam mit einem Zeitstempel bzw. mit einer Zeit.
Bevorzugt weist die Vorrichtung eine Datenreduzier- oder Datenkomprimierungseinrichtung auf, welche die abgespeicherten Datenmengen reduziert. So wäre es beispielsweise möglich, dass bei sich über einen vorgegebenen Zeitraum nicht ändernden Messwerten, beispielsweise Temperaturen lediglich eine Temperatur und ein betreffender Zeitraum gespeichert wird, über den diese Temperatur konstant war.
Aus den aufgezeichneten Daten können, insbesondere nach Übermittlung auf die weitere Speichereinrichtung, wie eine Cloud, unvorhergesehene Maschinenzustände erkannt werden und auf diese Weise kann beispielsweise eine proaktive Serviceaktion eingeleitet werden. So
kann beispielsweise (bevorzugt kontinuierlich oder zyklisch) eine Alarmtabelle ausgewertet werden. Dies kann beispielsweise mithilfe von festgelegten Alarmhäufungsgrenzwerten geschehen.
So erfolgt beispielsweise grundsätzlich ein Alarm im Falle einer zu geringen Dosage von Dimethyldicarbonat (Unterdosagealarm). Dieser Alarm kann beispielsweise auftreten, wenn inkorrekt gelagertes Dimethyldicarbonat verwendet wurde, welches eine beginnende Zersetzung aufweist, dadurch die Zersetzung in der Dosierpumpe bzw. Pumpeneinrichtung in Koh- lendioxidgas entsteht und die Pumpeneinrichtung dann häufig nur unvollständig entlüftet ist und in diesem Zustand die Dosage geringer wird. Die zu geringe Dosage kann beispielsweise mittels einer Durchflussmesseinrichtung festgestellt werden aber etwa auch mit saugseitigen Druckmesseinrichtungen.
Wird bei der automatischen oder manuellen Auswertung der Daten auf einer Speichereinrichtung (beispielsweise einem Cloud - Speicher) eine Häufung von Unterdosagealarmen erkannt, so kann proaktiv der Getränkeabfüllbetrieb (Verwender) kontaktiert werden, um auf diese Fehlsituation hinzuweisen. Als Gegenmaßnahme kann beispielsweise ein Austausch des Dimethyldicarbonats erfolgen.
Auch aus den aufgezeichneten Maschinendaten, insbesondere der elektrisch überwachten Dosage können Abweichungen dazu verwendet werden, ein Fehlverhalten der Maschine abzuleiten.
Auch die elektronische Nachregelung kann verwendet werden, um aus dem Verlauf insbesondere aus den Veränderungen auf eine Veränderung der Dosierungspumpe zu schließen, beispielsweise auf einen Verschleiß einzelner Pumpenteile wie von Ventilen oder dergleichen.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Bedieneinrichtung auf, welche eine Benutzereingabe ermöglicht, wobei diese Bedieneinrichtung bevorzugt eine Anzeigeeinrichtung zum Anzeigen von Daten und/oder Messwerten aufweist, wobei diese Messwerte bevorzugt für die Vorrichtung und/oder den Betrieb der Vorrichtung charakteristisch sind.
So kann beispielsweise eine Touch-Panel-Funktion vorgesehen sein, welche bevorzugt eine Speichereinrichtung oder Speichergröße aufweist, welche eine Speicherung von Maschinenoder Betriebsdaten in Intervallen ermöglicht. Besonders bevorzugt sind diese Intervalle geringer als 20 Sekunden, bevorzugt geringer als 10 Sekunden, bevorzugt geringer als 5 Sekunden und bevorzugt geringer als 2 Sekunden.
Es wäre jedoch auch die Aufnahme von Daten bzw. von einigen wenigen Daten in noch kürzeren Zeitintervallen möglich. So könnten beispielsweise saugseitige und druckseitige Druckwerte der Pumpeinrichtung über einen kurzen Zeitraum und dafür in kurzen Intervallen aufgenommen werden beispielsweise um einen oder mehrere Pumpzyklen der Pumpeneinrichtung zu überwachen.
Beispielsweise kann überprüft werden, wie sich eine Ansteuerung der Pumpe auf die entsprechenden Druckwerte auswirkt. Diese Daten können wiederholt, beispielsweise einmal pro Tag oder einmal pro Woche übertragen werden. Auf diese Weise kann ermittelt werden, wie sich das Förderverhalten der Pumpe in Abhängigkeit von deren Ansteuerung mit der Zeit ändert. Auf diese Weise können beispielsweise an den Benutzer Hinweise gegeben werden, ob und gegebenenfalls welche Bauteile der Pumpe in Kürze zu ersetzen sind.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung eine weitere Kommunikationsschnittstelle auf, welche eine Übertragung von Daten an eine bezüglich der Vorrichtung externe Speichereinrichtung oder eine externe Vorrichtung ermöglicht. So kann es sich bei dieser Schnittstelle um eine automatisierte Schnittstelle handeln, welche beispielsweise einmal pro Tag eine Vielzahl von Daten an die übergeordnete Speichereinrichtung übermittelt.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Speichereinrichtung dazu geeignet und bestimmt für einen Fehlerzustand der Vorrichtung charakteristische Daten abzuspeichern. So können beispielsweise ein Zeitpunkt eines auftretenden Fehlers, Messwerte dieses Fehlers und dergleichen aufgezeichnet und/oder gespeichert werden.
Falls beispielsweise ein bestimmter Messwert, wie etwa ein druckseitiger Druckmesswert außerhalb eines vorgegebenen Toleranzfensters liegt, kann dies aufgezeichnet werden und gleichzeitig kann auch der entsprechende Zeitpunkt mit aufgezeichnet werden. Auf diese
Weise wird eine spätere Fehleranalyse ermöglicht und es sind Prognosen möglich, welche auf eine bestimmte Fehlerursache hinweisen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Prozessoreinrichtung vorgesehen, welche auf der Basis früherer aufgenommener und/oder gespeicherter Werte wenigstens einen für eine Prognose charakteristischen Wert ausgibt. So kann beispielsweise aus einer Vielzahl von aufgenommenen Daten ermittelt werden, dass sich ein bestimmter Druckwert der Pumpeneinrichtung kontinuierlich ändert. Dies kann ein Hinweis auf einen bevorstehenden Ausfall eines bestimmten Maschinenteils sein und der Benutzer kann hierüber informiert werden.
Auf diese Weise ist es möglich, dass ein künftiges Versagen eines Vorrichtungsteils erkannt wird (auf Basis der Daten bzw. Messwerte). Bevorzugt kann zu diesem Zweck eine künstliche Intelligenz (Kl) eingesetzt werden.
Die oben erwähnte Auswerteeinrichtung ist insbesondere dazu geeignet und bestimmt, eine vorgegebene Vielzahl, insbesondere auf einer nicht-flüchtigen Speichereinrichtung abgelegter, (bevorzugt insbesondere durch die Messeinrichtungen erfasster) Messwerte abzurufen und die abgerufene Vielzahl von ortsaufgelösten Messwerten oder hiervon abgeleitete Daten unter Verwendung eines, insbesondere trainierbaren, Simulations-Dosage-Modells maschinellen Lernens, welches einen Satz, insbesondere trainierbarer, Parameter umfasst, welche auf Werte eingestellt sind, die als Ergebnis eines Trainingsprozesses gelernt wurden, zu verarbeiten.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform erlaubt die Speichereinrichtung ein wiederholtes Speichern von Daten mit zeitlichen Abständen, die geringer sind als 5 Sekunden, bevorzugt geringer als 2 Sekunden, bevorzugt geringer als 1 Sekunde, bevorzugt geringer als 500 ms, bevorzugt geringer als 200 ms und besonders bevorzugt geringer als 100 ms. Auf diese Weise können auch sich schnell ändernde Zustände erfasst werden, wie sie etwa bei einem Pumpenzyklus auftreten.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Sendeeinrichtung auf, welche dazu geeignet und bestimmt ist, die von der Speichereinrichtung aufgenommenen Daten auf eine weitere Speichereinrichtung zu übertragen.
Die vorliegende Erfindung ist weiterhin auf ein Verfahren zum Überwachen einer Vorrichtung zur Konservierung von Getränken gerichtet. Dabei nimmt eine Messeinrichtung eine Durchflussmenge einer durch eine Getränkeleitung fließenden Flüssigkeit auf und eine Pumpeneinrichtung fördert Konservierungsmittel, insbesondere Dialkylcarbonate in die Getränkeleitung und wenigstens eine weitere Messeinrichtung bestimmt einen für den Betrieb der Vorrichtung weiteren charakteristischen Messwert, wobei die Vorrichtung eine Steuereinrichtung zum Steuern der Pumpeneinrichtung aufweist und/oder eine Steuerungseinrichtung die Pumpeneinrichtung steuert und die Pumpeneinrichtung in Abhängigkeit von einer von der Messeinrichtung bestimmten Durchflussmenge und in Abhängigkeit von dem weiteren Messwert gesteuert wird.
Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung eine Speichereinrichtung auf, welche den weiteren charakteristischen Messwert insbesondere wiederholt speichert. Bevorzugt handelt es sich dabei um eine Speichereinrichtung, welche den Messwert über einen längeren Zeitraum hinweg speichert (im Gegensatz zu etwa einem flüchtigen Speicher), insbesondere einen Zeitraum, der größer ist als 1 Sekunde, bevorzugt größer als 10 Sekunden, bevorzugt größer als 1 Minute und bevorzugt größer als 10 Minuten und besonders bevorzugt größer als 1 Stunde.
Bei einem weiteren erfindungsgemäßen Verfahren wertet eine Auswerteeinrichtung den oder die obengenannten Messwerte, insbesondere unter Verwendung einer künstlichen Intelligenz (Kl) aus. Diese Ausgestaltung kann dabei alternativ oder kumulativ zu der oben erwähnten Speicherung von Daten erfolgen. Bevorzugt erfolgt die Auswertung unter Verwendung eines Modells und insbesondere eines Simulationsmodells und insbesondere eines Simulations-Dosage-Modells. Dieses Modell kann dabei Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Messwerten und einer bestimmten Regelgröße, wie etwa einer Pumpenleistung berücksichtigen.
Besonders bevorzugt werden die Messwerte mit einer zeitlichen Zuordnung abgespeichert, d. h. insbesondere gemeinsam mit einem für den Zeitpunkt ihres Auftretens charakteristischen Zeitwert.
Bevorzugt wird mittels einer Vielzahl von Messeinrichtungen (und/oder Sensoreinrichtungen) eine Vielzahl von für den Betrieb charakteristischen Messwerten aufgenommen und die
Speichereinrichtung speichert diese Messwerte bevorzugt wiederholt und/oder zyklisch. So können beispielsweise mehrere Messwerte bzw. ein Satz von Messwerten zu vielen unterschiedlichen Zeitpunkten beispielsweise mehr als 10, bevorzugt mehr als 20, bevorzugt mehr als 50 und bevorzugt mehr als 100 und bevorzugt mehr als 500 unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommen werden.
Bevorzugt wird auf diese Weise ein n-Tupel von Messwerten gespeichert. Besonders bevorzugt erfolgt die Speicherung in Intervallen, die geringer sind als 1 Minute, bevorzugt geringer als 30 Sekunden, bevorzugt geringer als 20 Sekunden, bevorzugt geringer als 10 Sekunden, bevorzugt geringer als 5 Sekunden und bevorzugt geringer als 2 Sekunden. Auf diese Weise ist eine sehr genaue Beobachtung der Vorrichtung und zwar sowohl über längere Zeiträume hinweg als auch über kürzere Zeiträume und dafür mit höherer Genauigkeit möglich.
Bevorzugt ist das Intervall, in dem Messwerte aufgenommen und gespeichert werden, veränderbar. Dabei ist es möglich, dass der Benutzer entsprechende Zeitintervalle vorgibt. Es wäre jedoch auch möglich, dass die Vorrichtung die Zeitintervalle ändert. So wäre es zum Beispiel möglich, dass ein Zeitintervall verkürzt wird, wenn eine oder mehrere Messeinrichtungen untypische Messwerte ausgeben.
Bevorzugt wird eine Vielzahl von gespeicherten Messwerten an eine Speichereinrichtung übertragen. So ist es beispielsweise möglich, dass an einem bestimmten Tag eine Anzahl von n Datensätzen, beispielsweise 1000, 2000 oder 3000 Datensätzen aufgenommen wurde, wobei zu unterschiedlichen Zeitpunkten jeweils die oben genannten Messwerte aufgenommen wurden.
Bei einem weiteren bevorzugten Verfahren wird auf Grundlage der erfassten Messwerte eine Steuerung der Vorrichtung und insbesondere eine Nachregelung der Vorrichtung vorgenommen. So ist es möglich, dass die Steuerung und/oder Regelung unter Bezugnahme und/oder unter Berücksichtigung von aufgenommenen Messwerten erfolgt. Auf diese Weise kann die oder können die Messeinrichtungen in einen Regelkreis zur Regelung der Pumpeneinrichtung eingebunden werden.
Dieser komplette Datensatz kann an eine weitere Speichereinrichtung wie eine Cloud übertragen werden, was beispielsweise einmal pro Tag erfolgen kann. Aus dieser Datenvielfalt
können wiederum Betriebsdaten der Maschine abgeleitet werden, oder gegebenenfalls auch Prognosen getroffen werden. So kann beispielsweise aus dieser Vielzahl von Daten festgestellt werden, dass ein bestimmter Druckwert kontinuierlich abgefallen ist. Hieraus können Gegenmaßnahmen abgeleitet werden, wie etwa ein Ersetzen des Konservierungsmittels. Bevorzugt ist es möglich, dass diese Übertragung der Vielzahl von Datensätzen drahtlos erfolgt.
Bei einem bevorzugten Verfahren werden für Fehlerzustände der Vorrichtung charakteristische Daten aufgenommen und/oder gespeichert. So können beispielsweise Alarmzustände auftreten, wenn bestimmte Messeinrichtungen ausfallen. Daneben können Alarmzustände auftreten bzw. aufgezeichnet werden, wenn festgestellt wird, dass zu wenig Konservierungsmittel dem Getränk zugeführt wird. So wäre es möglich, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt auch entsprechende Alarmzustände abgespeichert werden.
Durch eine Beobachtung auch dieser Fehlerzustände ist es möglich, beispielsweise festzustellen, dass die Häufigkeit eines bestimmten Fehlerzustandes sich über die Zeit hinweg ändert. Auch hieraus können wiederum Rückschlüsse gezogen werden, welche für den Betrieb der Vorrichtung charakteristisch sind.
Besonders bevorzugt werden über eine Anzeigeeinrichtung unmittelbar Werte an einen Benutzer ausgegeben. Dabei kann es sich beispielsweise um gemessene Druckwerte oder dergleichen handeln oder auch um die Ausgabe von Alarmen beim Auftreten bestimmter Fehlerzustände.
Überraschend wurde im Rahmen der Erfindung gefunden, dass eine Unterstützung der Verwender mit praktisch allen Vorteilen einer echten online-Überwachung dennoch möglich ist und zwar unter Verwendung von wesentlich einfacheren Bauteilen und Steuerungen.
Auch die elektronische Nachregelung kann verwendet werden, um aus dem Verlauf und insbesondere aus den Veränderungen eine Veränderung der Pumpeneinrichtung bzw. Dosierpumpe abzuleiten.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die regelmäßige Sendefunktion von Maschinen- und Verbrauchsdaten der Dosierpumpe der Getränke-Abfüllbetrieb eine
zusätzliche Sicherheitsfunktion bei eventuellem Verlust der Verbrauchsdaten erhält. Beispielsweise kann es vorkommen, dass aus Gründen eines elektronischen Defektes oder beispielsweise auch wegen einem Überspannungsereignis in der Produktionsanalage, die Software oder Hardware der Dosierpumpe beschädigt wird und lokal an der Dosierpumpe eine Abfrage der Daten, auch über den USB-Ausgang nicht mehr möglich ist.
Durch die kontinuierliche zusätzliche Datenabspeicherung, welche über das loT Gateway auf den Cloud Speicher gesendet werden, gelingt es dennoch eine Historie bis zum Zeitpunkt des aufgetretenen Schadens aufzuzeichnen und bei Bedarf diese Daten abzurufen.
Weiterhin wurde überraschend gefunden, dass die Korrelation der Außentemperatur mit dem Dosagekorrekturfaktor eine sichere diagnostische Aussage über den Zustand der Dosierpumpe erlaubt. Dabei wurde gefunden, dass für jede Dosierpumpe eine feste Korrelation der Dosagekorrektur bei einer jeweils gegebenen Temperatur besteht. Ändert sich die Dosagekorrektur bei der jeweiligen Temperatur signifikant gegenüber den vorher übermittelten Werten, so ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ein mechanischer Schaden bevorsteht.
Weiterhin können Fehler in der Bedienung erkannt werden, beispielsweise wenn Flaschenwechsel nicht rechtzeitig ausgeführt werden und es zum Stillstandsalarm kommt. Aus diesen Daten kann dann beispielsweise eine proaktiv angebotene Schulung der Operatoren abgeleitet und angeboten werden.
Weiterhin können neue Parameter zur Überwachung korrekter Herstellungsabläufe abgeleitet werden. Beispielsweise ergeben sich durch die zusätzlich eingeführte Überwachung der Getränketemperatur und der Dichte die Möglichkeit die Brix-Einstellung zusätzlich, parallel oder an Stelle der analytischen Auswertung im Labor zu überprüfen und durch eine Einstellung in der Software als nötiges Kriterium zur Freigabe zu hinterlegen.
Weiterhin kann durch Messung der Temperatur und deren Zeitverlauf im Durchflussmessgerät die Wirksamkeit des CIP (cleaning in place) Prozesses überwacht werden. Durch eine Temperatur- und Zeitabfrage kann eingeordnet werden ob der Reinigungs- und Desinfektionsprozess ausreichend sein wird. In Abhängigkeit der erreichten Sicherheit kann dann automatisch die voreingestellte Menge an Dialkyldicarbonat hochgeregelt oder gedrosselt werden. Alternativ kann die Menge and Dialkyldicarbonat konstant gehalten werden aber durch
eine Abfrage an der Dosierpumpe auf die Hygiene-Situation der Operator hingewiesen werden, insbesondere mit der Möglichkeit manuell nachzusteuern.
Ganz besonders bevorzugt wird Dimethyldicarbonat als Dialkyldicarbonat eingesetzt, noch weiter bevorzugt wird Dimethyldicarbonat mit einer Reinheit >99.8% als Dialkyldicarbonat eingesetzt. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird Dimethyldicarbonat eingesetzt, welches durch geeignete Verfahren stabilisiert wurde.
Derartige Verfahren, wie beispielsweise die Verwendung einer Phosphorverbindung aus der Reihe Phosphoroxide, Phosphor-Sauerstoff-Säuren und deren Derivate sind beispielsweise aus der EP 2 013 160 B1 bekannt. Die EP 2 016 041 B1 beschreibt die Verwendung von mindestens einer Protonen-Säure aus der Reihe der anorganischen Säuren und der organischen Carbonsäuren und deren Derivate, wobei es sich bei den organischen Carbonsäuren um gesättigte und ein- oder mehrfach ungesättigte aliphatische Monocarbonsäuren und gesättigte und ein- oder mehrfach ungesättigte aliphatische Di- und Polycarbonsäuren und bei deren Derivaten um Hydroxamsäuren, Hydroxycarbonsäuren, Aldehyd- und Ketosäuren handelt, zur Stabilisierung von Dialkyldicarbonaten gegen chemische und thermische Abbaureaktionen, wobei die Protonen-Säure oder deren Mischungen in einer Menge von 0.01 bis 100 000 ppm bezogen auf Dialkyldicarbonate oder deren Mischungen eingesetzt wird.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird Dimethyldicarbonat in einer Mischung mit Phosphorverbindungen, wie vorzugsweise Phosphaten, noch weiter bevorzugt mit Trime- thylphoshat oder Phosphorsäure eingesetzt. Vorzugsweise wird die Phosphorverbindung in einer Menge zwischen 0,01 ppm und 1000 ppm bezogen auf die Gesamtmenge der Mischung aus Dimethyldicarbonat und Phosphorverbindungen eingesetzt.
Bei einem weiteren bevorzugten Verfahren wird durch die Verarbeitung und/oder Auswertung der Vielzahl von Messwerten oder hiervon abgeleiteter Daten sowie gegebenenfalls weiterer zusätzlicher Verfahrensschritte (insbesondere Computer-implementierter Verfahrensschritte) wenigstens ein statistischer Prognosewert- (wie etwa eine Vorgabe einer Dosagegrösse) ermittelt. Insbesondere bezieht sich die Dosagegrösse auf das in die Getränkeleitung zu dosierende Konservierungsmittel.
Bevorzugt wird dabei eine Vielzahl von Messwerten insbesondere auch unterschiedlicher Messeinrichtungen verwendet. So sind bevorzugt mehr als zwei, bevorzugt mehr als drei und besonders bevorzugt mehr als vier Messeinrichtungen vorgesehen, deren Messwerte ausgewertet werden. Dabei handelt es sich bevorzugt um Messwerte die für unterschiedliche Zustandsgrößen charakteristisch sind, wie etwa für Durchflussmengen, Drücke, Temperaturen, Pumpenleistungen usw.
Bevorzugt handelt es sich bei den (aufgenommenen und/oder gespeicherten um zeitaufgelöste Messwerte, beispielsweise Messwerte, die über einen vorgegebenen Zeitraum hinweg aufgenommen wurden. Dabei ist wird bevorzugt eine Vielzahl von unterschiedlichen Messwerten über einen vorgegebenen Zeitraum hinweg aufgenommen und/oder abgespeichert.
Dabei verarbeitet die Auswerteeinrichtung die abgerufene (vorgegebene) Vielzahl von Messwerten oder hiervon abgeleitete Daten unter Verwendung eines, insbesondere trainierbaren, Simulations-Dosage-Modells maschinellen Lernens, welches einen Satz, insbesondere trainierbarer, Parameter umfasst, welche auf Werte eingestellt sind, die als Ergebnis eines Trainingsprozesses gelernt wurden. Bevorzugt wird hierdurch und/oder auf Grundlage dieser Verarbeitung die wenigstens eine statistische Prognose-Dosage ermittelt (bevorzugt in einem Computer-implementierten Verfahrensschritt insbesondere durch die Auswerteeinrichtung).
Bevorzugt wird durch Verarbeiten von Messwerten unter Verwendung des Simulations- Dosage-Modells wenigstens eine für die Dosage relevante Größe und bevorzugt eine Vielzahl von für die Dosage relevante Größen ermittelt. Bei dieser relevanten Größe kann es sich beispielsweise um eine (bevorzugt auch zeitabhängige) Pumpenleistung der Pumpeneinrichtung handeln.
Bevorzugt wird die wenigstens eine für die Dosage charakteristische Größe und bevorzugt die Vielzahl von für die Dosage charakteristische Größen aus den Messwerten oder hiervon abgeleiteten Daten unter Verwendung einer Prozessoreinrichtung und/oder Datenverarbeitungseinrichtung (unter Verwendung des Simulations-Dosage-Modells), mittels Anwendung wenigstens eines (computer-implementierten) Mustererkennungs-Verfahrens und/oder Merkmalsgewinnungsverfahrens und/oder Merkmalsreduktions-Verfahrens ermittelt. Unter einer Mustererkennung wird hier insbesondere eine Erkennung eines zeitabhängigen Ver-
laufs von Messwerten oder deren Entwicklung und/oder Veränderung mit der Zeit verstanden.
Bevorzugt basiert die Ermittlung der wenigstens einen Dosagegröße und/oder bevorzugt basiert die Verarbeitung der (abgerufenen und insbesondere vorgegebenen) Vielzahl von Messwerten oder hiervon abgeleiteter Daten (unter Verwendung des Simulations-Dosage- Modells maschinellen Lernens) auf einem (künstlichen) neuronalen Netzwerk und insbesondere auf, auf wenigstens einem, und insbesondere genau einem, (künstlichen) neuronalen Netzwerk basierenden (computer-implementierten) Verfahren des maschinellen Lernens. Bevorzugt basiert das Simulations-Dosage-Modell maschinellen Lernens auf einem (künstlichen) neuronalen Netzwerk.
Bevorzugt ist das neuronale Netzwerk als tiefes neuronales Netzwerk (Deep Neural Network, DNN), bei dem die parametrierbare Verarbeitungskette eine Mehrzahl von Verarbeitungsschichten aufweist, und/oder ein sogenanntes Convolutional Neural Network (CNN) (dt. Faltungsnetzwerk) und/oder ein rekurrentes Neuronales Netzwerk (RNN, engl. Recurrent Neural Network) ausgebildet.
Bevorzugt werden dem Simulations-Dosage-Modell bzw. dem (künstlichen) neuronalen Netzwerk die (zu verarbeitenden) Daten, insbesondere die Messwerte (und/oder hiervon abgeleitete Daten), als Eingangsgrößen zugeführt. Bevorzugt bildet das Simulations- Dosage-Modell bzw. das künstliche neuronale Netzwerk die Eingangsgrößen in Abhängigkeit einer parametrierbaren Verarbeitungskette auf Ausgangsgrößen ab, wobei als Ausgangsgröße bevorzugt die Dosagegrößen (wie etwa eine Pumpenleistung) gewählt sind.
Bevorzugt wird das Simulations-Dosagemodell-Modell maschinellen Lernens bzw. das künstliche neuronale Netzwerk unter Verwendung vorgegebener Trainingsdaten trainiert, wobei durch das Training die parametrierbare Verarbeitungskette parametriert wird. Bevorzugt werden als Trainingsdaten von der Messeinrichtung oder den Messeinrichtungen der Vorrichtung erfasste Messwerte (oder hiervon abgeleitete Daten) verwendet. Dies bietet den Vorteil, dass das Simulations-Dosage-Modell bzw. das künstliche neuronale Netz speziell an die Gegebenheiten der spezifischen Dosagevorrichtung anpassbar ist.
Denkbar ist aber auch, dass als Trainingsdaten Messwerte verwendet werden, die von einer Messeinrichtung (wenigstens) einer anderen, bevorzugt baugleichen, Vorrichtung (bevorzugt desselben Herstellers) erfasst wurden. Dies bietet den Vorteil, dass hierdurch eine große Vielzahl an Messwerten bereitgestellt und verwendet werden kann.
Denkbar ist aber auch, dass als Trainingsdaten (ausschließlich oder teilweise) synthetisch erzeugte oder via Augmentierung (engl. data augmentation) erzeugte Messwerte bzw. Daten verwendet werden. Dies bietet den Vorteil, dass etwa selten auftretende Klassen von Betriebszuständen hierdurch simuliert und das Modell maschinellen Lernens hiermit trainiert werden kann.
Der Trainingsprozess kann dabei lokal (bei der Vorrichtung) und/oder zentral und/oder örtlich unabhängig und/oder auf einem externen Server in Bezug auf die Dosagevorrichtung vorgenommen werden.
Bevorzugt wird ein derart trainiertes neuronales Netzwerk (im Rahmen und/oder als Simula- tions-Dosage-Modell) eingesetzt. Bevorzugt erfolgt das Training mittels überwachtem Lernen. Es wäre jedoch auch möglich, das Simulations-Dosage-Modell bzw. das Künstliche Neuronale Netz mittels unbeaufsichtigtem Lernen, bestärkendem Lernen oder stochastischem Lernen zu trainieren.
Bevorzugt ist das Simulations-Dosage-Modell auf einer (insbesondere obig näher beschriebenen), bevorzugt in Bezug auf die Vorrichtung externen Speichereinrichtung abgelegt. Bevorzugt kann die Vorrichtung auf diese externe Speichereinrichtung zugreifen und insbesondere unter Zugriff hierauf eine Verarbeitung der (vorgegebenen) Vielzahl von Messwerten vornehmen.
Bevorzugt handelt es sich bei der nicht-flüchtigen Speichereinrichtung um eine externe Speichereinrichtung, insbesondere eine Cloud-basierte Speichereinrichtung und/oder einen externen Server (inkl. Speichereinrichtung), wobei auf die Speichereinrichtung insbesondere über das Internet (und/oder über ein, insbesondere wenigstens abschnittsweise drahtgebundenes und/oder drahtloses, öffentliches und/oder privates Netzwerk) zugegriffen wird. Unter einem externen Server ist insbesondere ein in Bezug auf die Vorrichtung externer Server, insbesondere ein Backend-Server, zu verstehen.
Der externe Server ist beispielsweise ein Backend insbesondere eines Dosagevorrichtungs- Herstellers oder eines Diensteanbieters, welcher dazu eingerichtet ist, Messwerte (insbesondere einer Vielzahl von Messeinrichtungen und/oder einer Vielzahl von (insbesondere erfindungsgemäßen Vorrichtungen) zu verwalten. Die Funktionen des Backend bzw. des externen Servers können dabei auf (externen) Serverfarmen durchgeführt werden. Beim (externen) Server kann es sich um ein verteiltes System handeln.
Diese externen Speichereinrichtungen sind dabei bevorzugt in der Lage die gespeicherten Daten und/oder deren Auswertungen der Maschine aus der externen Speichereinrichtung wieder zur Verfügung zu stellen. Durch die hier beschriebene Auswertung von Messwerten ist es möglich, Prognosen für den Betrieb der Vorrichtung zu erstellen. So kann beispielsweise aus einem bestimmten Verlauf bestimmter Messwerte die Prognose abgeleitet werden, dass ein bestimmtes Bauteil der Vorrichtung in Kürze ausfallen wird. Auf diese Weise kann etwa proaktiv an den Benutzer die Anweisung ausgegeben werden, eine bestimmte Wartung durchzuführen oder ein bestimmtes Bauteil zu wechseln.
Auch kann etwa aus bestimmten Messwerten, wie etwa Druckwerten durch die Auswertung der Schluss gezogen werden, dass die Pumpeneinrichtung unzureichend entlüftet ist. Auf diese Weise kann die Auswerteeinrichtung die Erfahrung eines Maschinenbedieners nachstellen, der aus einem bestimmten Verhalten bestimmter Messwerte aufgrund eben dieser Erfahrung auf andere Fehlerquellen schließen kann.
Eine Auswerteeinrichtung und insbesondere eine Kl könnte aus großen Datenmengen Prognosen ableiten. So könnten beispielsweise bei Auftreten eines bestimmen Fehlers auch andere Messwerte berücksichtigt werden bzw. geprüft werden, ob diese sich bereits im Vorfeld des Fehlers veränderten. Auf diese Weise kann die Kl bei bestimmten Änderungen der Messwerte aus ihrer "Erfahrung" Hinweise auf einen künftig auftretenden Fehler geben. Die Kl stellt in diesem Falle der Erfahrung des Maschinenbedieners nach.
Es könnten, wie oben erwähnt, weiterhin auch die Maschinendaten vieler gleichartiger Maschinen gespeichert und ausgewertet werden. Auf diese Weise kann die Auswerteeinrichtung bzw. die Kl lernen, ob und wie sich ggfs. Aufstellungsorte der Maschinen und deren
Umgebungsbedingungen auf den Maschinenbetrieb auswirken. Weiterhin könnte die Auswertung auch unter Berücksichtigung unterschiedlicher Getränke erfolgen.
Wie oben erwähnt, wird bevorzugt eine virtuelle Maschine erstellt (die Simulation), welche den Ablauf der tatsächlichen Maschine simuliert und welche dabei mit den real gewonnenen Daten arbeiten kann. Die Kl kann in diesem Fall zur stetigen Verbesserung der Anlage beitragen.
Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus den beigefügten Zeichen. Darin zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 2 eine Darstellung zur Veranschaulichung der Datenspeicherung;
Fig. 3 eine Darstellung gesammelter Daten.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1. Es wird darauf hingewiesen dass die hier gezeigte Ausgestaltung insbesondere im Hinblick auf die gezeigten Sensoren bzw. Messeinrichtung beispielhaft ist und je nach Ausgestaltung andere Sensoren oder Orte für die Sensoren vorgesehen sein können.
In Fig. 1 kennzeichnet das Bezugszeichen 10 eine Flüssigkeitsleitung und insbesondere eine Getränkeleitung, in der die Flüssigkeit bzw. das Getränk zu einem Behältnis 20 gefördert wird.
Das Bezugszeichen 3 kennzeichnet eine Messeinrichtung wie insbesondere aber nicht ausschließlich einen Durchflusssensor, die dazu geeignet und bestimmt ist, die Durchflussmenge des durch die Flüssigkeitsleitung 10 fließenden Getränks zu bestimmen.
Das Bezugszeichen 4 kennzeichnet eine Pumpeneinrichtung, welche dazu dient, ein Konservierungsmittel über eine Zuführleitung und insbesondere eine Druckleitung 6 und eine Düse 10a dem Getränk zuzuführen. Diese Pumpeneinrichtung 4 wird dabei von einer Steuerungseinrichtung 14 gesteuert. Diese Düse 10a ist dabei bevorzugt temperierbar und insbe-
sondere erwärmbar. Weiterhin kann eine (nicht gezeigte) Temperaturmesseinrichtung zum Bestimmen einer Temperatur der Düse vorgesehen sein.
Die Messeinrichtung 3 übermittelt an die Steuerungseinrichtung 14 einen Wert der für die Durchflussmenge der durch die Flüssigkeitsleitung 10 fließenden Flüssigkeit charakteristisch ist und die Steuerungseinrichtung 14 steuert die Pumpeneinrichtung 4 unter Berücksichtigung dieses Werts.
Das Bezugszeichen 8 kennzeichnet ein erstes Aufnahmebehältnis, welches zur Aufnahme des flüssigen Konservierungsmittels dient. Dieses Aufnahmebehältnis ist bevorzugt austauschbar und ist bevorzugt ohne eine Sensoreinrichtung ausgeführt. Das Bezugszeichen 32 kennzeichnet eine Entnahmeeinrichtung welche dazu geeignet und bestimmt ist, aus dem Aufnahmebehältnis 8 die Flüssigkeit zu entnehmen. Diese Entnahmeeinrichtung ist bevorzugt als hohle Lanze ausgeführt, welche das Konservierungsmittel aus dem Aufnahmebehältnis absaugt.
Das Bezugszeichen 45 kennzeichnet einen Sensor und insbesondere einen Drucksensor, der bei einer vorteilhaften Ausführungsform an einem unteren Ende der Entnahmeeinrichtung angeordnet ist.
Über eine (nur schematisch dargestellte) Verbindungsleitung 26 wird aus dem Aufnahmebehältnis 8 entnommenes Konservierungsmittel (bevorzugt unter Verwendung einer Pumpeneinrichtung 27 einem weiteren Aufnahmebehältnis 18, welches hier als Pufferbehältnis ausgeführt ist, zugeführt.
Über eine Verbindungsleitung 34 kann die Pumpeneinrichtung 4 das Konservierungsmittel aus dem Pufferbehältnis 18 absaugen. Das Pufferbehältnis 18 erlaubt es, die Vorrichtung 1 auch in den Zeiträumen weiter zu betreiben, in denen das Aufnahmebehältnis 8 ausgewechselt wird.
An einem Boden des Pufferbehältnisses ist in einer bevorzugten Ausführungsform wenigstens ein erster Drucksensor 22 und sind bevorzugt zwei Drucksensoren 22, 24 angeordnet. Mittels dieses Drucksensors 22 kann ein Druck der Flüssigkeit innerhalb des Pufferbehält-
nisses 18 bestimmt werden und damit auf den Füllstand der Flüssigkeit in dem Pufferbehältnis geschlossen werden.
Bei einer alternativen Ausgestaltung oder auch zusätzlich kann auch an der Verbindungsleitung ein Drucksensor oder bevorzugt zwei Drucksensoren 52, 54 vorgesehen sein. Auch aus den von diesen Drucksensoren 52, 54 ausgegebenen Messwerten kann (zusätzlich oder alternativ) auf einen Durchfluss der Flüssigkeit durch die Verbindungsleitung 34 und damit auf eine Fördermenge geschlossen werden.
Das Bezugszeichen 56 kennzeichnet einen Füllstandsensor, der einen Füllstand des Konservierungsmittels innerhalb des Aufnahmebehältnisses 18 bestimmt. Die von diesem Füllstandssensor gemessenen Daten werden insbesondere verwendet, um die von den Drucksensoren ausgegebenen Werte zu überprüfen.
Die Bezugszeichen 62 und 64 kennzeichnen weitere Drucksensoren, die zusätzlich oder alternativ zu den oben beschriebenen Sensoren in der Druckleitung 6 angeordnet sind. Auch auf diese Weise kann eine Fördermenge des der Getränkeleitung 10 zugeführten Konservierungsmittels bestimmt werden.
Daneben können diese Drucksensoren auch dazu dienen, um zu überprüfen, ob das Konservierungsmittel mit einem ausreichenden oder in vorgegebenen Grenzen liegenden Druck der Flüssigkeitsleitung zugeführt wird.
Die einzelnen Messwerte der Sensoren werden bevorzugt der Steuerungseinrichtung 14 zugeführt und diese steuert und insbesondere regelt die Pumpeneinrichtung auch auf Basis dieser Messwerte.
Bevorzugt weist auch die Pumpeneinrichtung wenigstens eine Sensoreinrichtung 42 und bevorzugt mehrere Sensoreinrichtungen 42, 44 auf. Dabei kann es sich beispielsweise um Positionssensoren handeln, welche die Position von spezifischen Pumpenelementen bestimmen. Daneben kann es sich auch um Strom- oder Spannungssensoren handeln, welche für den Betrieb der Pumpeneinrichtung charakteristische Werte bestimmen oder dergleichen.
Auch die Werte dieser Sensoreinrichtungen werden bevorzugt der Steuerungseinrichtung 14 zum Steuern und/oder Regeln der Pumpeneinrichtung 4 zugeführt.
Das Bezugszeichen 30 kennzeichnet eine Anzeige und/oder Bedieneinrichtung zum Bedienen der Vorrichtung. Diese Anzeige und/oder Bedieneinrichtung 30 ist bevorzugt dazu geeignet und bestimmt, Informationen auszugeben, die für den Betrieb der Vorrichtung bedeutsam sind, wie etwa gemessene Drücke oder dergleichen. Daneben können bevorzugt über diese Anzeige und/oder Bedieneinrichtung 30 auf Benutzereingaben getätigt werden.
Eine Füllstandsanzeige und/oder Druckanzeige und/oder Durchflussratenanzeige kann direkt auf einem Touch Panel (der Anzeige und/oder Bedieneinrichtung 30 visualisiert werden. Damit ist es möglich die Flaschenwechsel dem Operator rechtzeitig anzukündigen.
Das Bezugszeichen 15 kennzeichnet eine Speichereinrichtung, die zum Speichern von gemessenen Werten geeignet und bestimmt ist. Diese Speichereinrichtung kann dabei in die Steuerungseinrichtung integriert sein.
Das Bezugszeichen 17 kennzeichnet eine Zeitgebereinrichtung, welche einen Zeitwert vorgibt, mit dem unterschiedliche Messwerte in der Speichereinrichtung 15 abgespeichert werden.
Das Bezugszeichen 19 kennzeichnet eine Schnittstelle, mittels derer die gespeicherten Daten ausgelesen werden können, beispielsweise mittels eines USB Sticks.
Das Bezugszeichen 13 kennzeichnet eine Sendeeinrichtung, mittels derer gespeicherte Daten an eine weitere Speichereinrichtung 50, wie etwa einen Cloudspeicher gesendet werden können
Fig. 2 veranschaulicht die Vorgehensweise bei der Abspeicherung von Daten. Dabei sind hier exemplarisch fünf Messeinrichtungen 3, 22, 24, 42 und 42 dargestellt, welche Messwerte ausgeben, die für unterschiedliche Eigenschaften der Vorrichtung charakteristisch sind. Das Bezugszeichen T kennzeichnet einen Zeitgeber. Dieser kann die Messwerterfassung triggern und/oder der Messwerterfassung einen Zeitwert hinzufügen.
In der Speichereinrichtung wird ein n-Tupel, hier ein 6 Tupel aus fünf zu einem bestimmten Zeitpunkt t1 gemessenen Messwerten M1(t1), M2(t1), M3(t1), M4(t1) und M5(t1) gespeichert. Weiterhin wird der Zeitwert t1 aufgenommen.
Bevorzugt sind dabei die Messwerte M1 - M5 den einzelnen oben genannten Messeinrichtungen zugeordnet.
Dieses Speichern wird -bevorzugt zyklisch- wiederholt. Auf diese Weise wird eine Vielzahl von Werte-Tupeln zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommen. Diese Werte werden in der Speichereinrichtung 15 gespeichert.
Fig. 3 zeigt eine Zusammenstellung einer Vielzahl von Messwerten. Dabei werden weiterhin auch Fehlerzustände erfasst, die hier schematisch durch zwei Ausrufungszeichen gekennzeichnet sind. Gleichzeitig ist die Messeinrichtung gekennzeichnet, welche den fehlerhaften Messwert lieferte, nämlich zum Zeitpunkt t3 die Messeinrichtung 22, welche den Messwert M2 lieferte und zum Zeitpunkt T5 die Messeinrichtung 42, die den Messwert M4 lieferte.
Aus diesen Daten lassen sich Erkenntnisse über die Anlage gewinnen, etwa über den Zustand des Konservierungsmittels oder auch über technische Komponenten der Vorrichtung. Falls es beispielsweise gehäufter zu fehlerhaften Messwerten der Messeinrichtungen 42 und 44 kommt, könnte dies ein Indiz dafür sein, dass Komponenten der Pumpeneinrichtung 4, wie etwa Ventile verschlissen sind und in Bälde ausgewechselt werden müssen.
Falls die Messeinrichtung 3 stark abweichende Messwerte liefert, könnte dies auf einen Fehler der übergeordneten Getränkeabfüllanlage hindeuten.
Die Anmelderin behält sich vor sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale als erfindungswesentlich zu beanspruchen, sofern sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind. Es wird weiterhin darauf hingewiesen, dass in den einzelnen Figuren auch Merkmale beschrieben wurden, welche für sich genommen vorteilhaft sein können. Der Fachmann erkennt unmittelbar, dass ein bestimmtes in einer Figur beschriebenes Merkmal auch ohne die Übernahme weiterer Merkmale aus dieser Figur vorteilhaft sein kann. Ferner erkennt der Fachmann, dass sich auch Vorteile durch eine Kombi-
nation mehrerer in einzelnen oder in unterschiedlichen Figuren gezeigter Merkmale ergeben können.