Beschreibung
Empfangseinrichtung einer Detektionsvorrichtung, Detektionsvorrichtung, Fahrzeug mit wenigstens einer Detektionsvorrichtung und Verfahren zum Betreiben wenigstens einer Detektionsvorrichtung
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft eine Empfangseinrichtung einer Detektionsvorrichtung zur Erfas sung von Objekten mittels elektromagnetischer Signale, mit wenigstens zwei Empfän gerbereichen wenigstens eines Empfängers, mit welchen elektromagnetische Signale in elektrische Empfangssignale umgewandelt werden können, und mit wenigstens einem auf elektromagnetische Signale beugend wirkenden Beugungselement, welches in ei nem Signalpfad der elektromagnetischen Signale vor den wenigstens zwei Empfänger bereichen angeordnet ist.
Ferner betrifft die Erfindung eine Detektionsvorrichtung zur Erfassung von Objekten mit tels elektromagnetischer Signale, mit wenigstens einer Sendeeinrichtung, mit der elekt romagnetische Abtastsignale gesendet werden können, mit wenigstens einer Emp fangseinrichtung, mit der elektromagnetische Echosignale, die von reflektierten elekt romagnetischen Abtastsignalen herrühren, erfasst werden können, und mit wenigstens einer Steuer- und Auswerteinrichtung, mit der die Detektionsvorrichtung gesteuert wer den kann und elektrische Empfangssignale verarbeitet werden können, wobei die we nigstens eine Empfangseinrichtung aufweist wenigstens zwei Empfängerbereiche we nigstens eines Empfängers, mit welchen elektromagnetische Echosignale in elektrische Empfangssignale umgewandelt werden können, und wenigstens ein auf elektromagne tische Echosignale beugend wirkendes Beugungselement, welches in einem Signalpfad der elektromagnetischen Echosignale vor den wenigstens zwei Empfängerbereichen angeordnet ist.
Außerdem betrifft die Erfindung ein Fahrzeug mit wenigstens einer Detektionsvorrich tung zur Erfassung von Objekten mittels elektromagnetischer Signale, wobei die we nigstens eine Detektionsvorrichtung aufweist wenigstens eine Sendeeinrichtung, mit der elektromagnetische Abtastsignale gesendet werden können, wenigstens eine Emp fangseinrichtung, mit der elektromagnetische Echosignale, die von reflektierten elekt romagnetischen Abtastsignalen herrühren, erfasst werden können, und wenigstens eine Steuer- und Auswerteinrichtung, mit der die wenigstens eine Detektionsvorrichtung ge-
steuert werden kann und elektrische Empfangssignale verarbeitet werden können, wo bei die wenigstens eine Empfangseinrichtung aufweist wenigstens zwei Empfängerbe reiche wenigstens eines Empfängers, mit welchen elektromagnetische Echosignale in elektrische Empfangssignale umgewandelt werden können, und wenigstens ein auf elektromagnetische Echosignale beugend wirkendes Beugungselement, welches in ei nem Signalpfad der elektromagnetischen Echosignale vor den wenigstens zwei Emp fängerbereichen angeordnet ist.
Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer Detektionsvor richtung zur Erfassung von Objekten mittels elektromagnetischer Signale, bei dem mit wenigstens einer Sendeeinrichtung elektromagnetische Abtastsignale gesendet wer den, mit wenigstens einer Empfangseinrichtung elektromagnetische Echosignale, die von reflektierten elektromagnetischen Abtastsignalen herrühren, erfasst werden, wobei mit wenigstens einem Beugungselement der wenigstens einen Empfangseinrichtung die elektromagnetischen Echosignale gebeugt werden und mit wenigstens zwei Empfän gerbereichen wenigstens eines Empfängers die gebeugten elektromagnetischen Echo signale in elektrische Empfangssignale umgewandelt werden, und mit wenigstens einer Steuer- und Auswerteeinrichtung die elektrischen Empfangssignale verarbeitet werden.
Stand der Technik
Aus der DE 10 2017 201 127 A1 ist eine optische Anordnung zum Empfangen von Lichtwellen bekannt, mit einer Empfangsoptik zum Fokussieren mindestens einer ankommenden Lichtwelle auf eine Fläche eines Detektors zum Erfassen der mindestens einen Lichtwelle, wobei mindestens ein diffraktives optisches Element mit einer flächigen Ausdehnung zwischen der Empfangsoptik und dem Detektor angeordnet ist und wobei das mindestens eine diffraktive optische Element eine Oberfläche mit einer Oberflächenstruktur mit mindestens einer optischen Funktion aufweist. Des Weiteren ist eine LIDAR-Vorrichtung mit einer derartigen optischen Anordnung bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Empfangseinrichtung, eine Detektions vorrichtung, ein Fahrzeug und ein Verfahren der eingangs genannten Art zu gestalten, bei denen ein Dynamikumfang bei der Erfassung von elektromagnetischen Signalen vergrößert werden kann.
Offenbarung der Erfindung
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei der Empfangseinrichtung dadurch gelöst, dass wenigstens ein Beugungselement ausgestaltet ist zur Aufteilung von Intensitäten von auftreffenden elektromagnetischen Signalen in wenigstens zwei elektromagneti sche Signalanteile, die sich auf unterschiedlichen Signalpfaden ausbreiten, und das wenigstens eine Beugungselement und die wenigstens zwei Empfängerbereiche so aneinander angepasst sind, dass wenigstens zwei unterschiedliche Signalpfade für elektromagnetische Signalanteile unterschiedlichen Empfängerbereichen zugeordnet sind.
Erfindungsgemäß ist in einem Signalpfad der ankommenden elektromagnetischen Sig nale vor den Empfängerbereichen wenigstens ein Beugungselement angeordnet. Mit dem wenigstens ein Beugungselement können die elektromagnetischen Signale so ge beugt werden, dass ihre jeweiligen Intensitäten auf wenigstens zwei elektromagnetische Signalanteile aufgeteilt wird. Die Signalanteile breiten sich auf unterschiedlichen Signal pfaden aus. Die Signalpfade sind unterschiedlichen Empfängerbereichen zugeordnet, sodass die Signalanteile entsprechend von unterschiedlichen Empfängerbereichen er fasst werden. Auf diese Weise ist der jeweilige Intensitätsanteil, welcher jedem einzel nen der Empfängerbereiche zugeordnet wird, geringer als die Intensität der ankom menden elektromagnetischen Signale. So kann vermieden werden, dass es zu Über steuerungen einzelner Empfängerbereiche kommt. Durch die Aufteilung der Intensität eines empfangenen elektromagnetischen Signals auf mehrere Empfängerbereiche kann eine Übersteuerung eines einzelnen Empfängerbereichs vermieden werden.
Mit der Erfindung können elektromagnetische Signale mit einer größeren Intensität oh ne Übersteuerung erfasst werden, als dies möglich wäre bei der Erfassung der elektro magnetischen Signale mit nur einem Empfängerbereich. Dies ermöglicht längere Auf nahmezeiten, so das auch verhältnismäßig schwache elektromagnetische Signale er fasst werden können. So kann der Dynamikumfang zwischen der größten und der kleinsten erfassbaren Signalintensität vergrößert werden.
Mit der erfindungsgemäßen Empfangseinrichtung können auch verhältnismäßig starke elektromagnetische Echosignale ohne Übersteuerung erfasst werden. Derart starke elektromagnetische Echosignale können von Abtastsignalen herrühren, die an Objekten
reflektiert werden, welche sich in verhältnismäßig geringer Entfernung befinden und/oder hochreflektierende, insbesondere retroreflektierende, Oberflächen aufweisen.
Beugungselemente können mit verhältnismäßig geringem Aufwand, insbesondere ge ringem Herstellungsaufwand, Montageaufwand und/oder Kostenaufwand, realisiert und montiert. Ferner sind Beugungselemente verhältnismäßig robust. Auf diese Weise kann die Empfangseinrichtung auch unter rauen Einsatzbedingungen eingesetzt werden, wie sie insbesondere bei der Verwendung ein Fahrzeugen Vorkommen können.
Der erhöhte Dynamikumfang ermöglicht die Verwendung der erfindungsgemäßen Emp fangseinrichtung in Einsatzbereichen, in denen Situationen auftreten können, die zu erhöhtem Hintergrundrauschen führen, insbesondere durch Sonneneinstrahlung. Dies kann beim Einsatz der Detektionsvorrichtung einen Fahrzeugen der Fall sein.
Ferner ermöglicht die Erfindung die Verwendung der Empfangseinrichtung in Einsatzbe reichen, in denen Objekte mit stark unterschiedlichen Reflektivitäten erfasst werden sol len, wie dies insbesondere im Straßenverkehr der Fall sein kann. Im Straßenverkehr sollen mit der Detektionsvorrichtung einerseits retroreflektierende Objekte, insbesonde re in Form von Straßenschildern oder dergleichen, und andererseits gering reflektieren de Objekte, insbesondere dunkel gekleidete Personen oder dunkle Fahrzeuge, erfasst werden. Mit der erfindungsgemäßen Empfangseinrichtung kann eine große Bandbreite bezüglich der Reflektivität von Objekten etwa zwischen 5 % und 95 % erfasst werden.
Vorteilhafterweise können die elektromagnetischen Abtastsignale insbesondere gepuls te Lichtsignale, insbesondere Lasersignale, sein. Lichtsignale können einfach realisiert werden. Mit Lasern können monochromatische Abtastsignale realisiert werden.
Vorteilhafterweise kann die Detektionsvorrichtung nach einem Signal-Laufzeitverfahren, insbesondere einem Signalpuls-Laufzeitverfahren, arbeiten. Nach dem Signalpuls- Laufzeitverfahren arbeitende Detektionsvorrichtungen können als Time-of-Flight- (TOF), Light-Detection-and-Ranging-Systeme (LiDAR), Laser-Detection-and-Ranging-Systeme (LaDAR) oder dergleichen ausgestaltet und bezeichnet werden.
Vorteilhafterweise kann die Detektionsvorrichtung als scannendes System ausgestaltet
sein. Dabei kann mit elektromagnetischen Abtastsignalen ein Überwachungsbereich abgetastet, also abgescannt, werden. Dazu können die Ausbreitungsrichtungen der Ab tastsignale über den Überwachungsbereich verändert, insbesondere geschwenkt, wer den. Hierbei kann wenigstens Signal-Umlenkeinrichtung, insbesondere eine Scanein richtung, eine Umlenkspiegeleinrichtung oder dergleichen, zum Einsatz kommen. Alter nativ kann die Detektionsvorrichtung als sogenanntes Flash-System, insbesondere als Flash-LiDAR, ausgestaltet sein. Dabei können entsprechend aufgeweitete Abtastsigna le gleichzeitig einen größeren Teil des Überwachungsbereichs oder den gesamten Überwachungsbereich ausstrahlen.
Vorteilhafterweise kann die Detektionsvorrichtung als laserbasiertes Entfernungsmess system ausgestaltet sein. Laserbasierte Entfernungsmesssysteme können Laser, ins besondere Diodenlaser, als Signalquellen aufweisen. Mit Lasern können insbesondere gepulste Laserstrahlen als Abtastsignale gesendet werden. Mit Lasern können Sende signale in für das menschliche Auge sichtbaren oder nicht sichtbaren Wellenlängenbe reichen emittiert werden. Entsprechend können Empfänger der Detektionsvorrichtung für die Wellenlänge der ausgesendeten Abtastsignale ausgelegte Sensoren, insbeson dere Punktsensoren, Zeilensensoren und/oder Flächensensoren, im Besonderen eine (Lawinen)fotodioden, Photodiodenzeilen, CCD-Sensoren, Active-Pixel-Sensoren, ins besondere CMOS-Sensoren oder dergleichen, aufweisen oder daraus bestehen. La serbasierte Entfernungsmesssysteme können vorteilhafterweise als Laserscanner aus gestaltet sein. Mit Laserscannern können Überwachungsbereiche mit insbesondere ge pulsten Lasersignalen, insbesondere Laserstrahlen, abgetastet werden.
Vorteilhafterweise kann die Erfindung bei Fahrzeugen, insbesondere Kraftfahrzeugen, verwendet werden. Vorteilhafterweise kann die Erfindung bei Landfahrzeugen, insbe sondere Personenkraftwagen, Lastkraftwagen, Bussen, Motorrädern oder dergleichen, Luftfahrzeugen, insbesondere Drohnen, und/oder Wasserfahrzeugen verwendet wer den. Die Erfindung kann auch bei Fahrzeugen eingesetzt werden, die autonom oder wenigstens teilautonom betrieben werden können. Die Erfindung ist jedoch nicht be schränkt auf Fahrzeuge. Sie kann auch im stationären Betrieb, in der Robotik und/oder bei Maschinen, insbesondere Bau- oder Transportmaschinen, wie Kränen, Baggern oder dergleichen, eingesetzt werden.
Die Detektionsvorrichtung kann vorteilhafterweise mit wenigstens einer elektronischen Steuervorrichtung eines Fahrzeugs oder einer Maschine, insbesondere einem Fahrer assistenzsystem und/oder einer Fahrwerksregelung und/oder einer Fahrer- Informationseinrichtung und/oder einem Parkassistenzsystem und/oder einem Gesten erkennungssystem oder dergleichen, verbunden oder Teil einer solchen sein. Auf diese Weise kann wenigstens ein Teil der Funktionen des Fahrzeugs oder der Maschine au tonom oder teilautonom ausgeführt werden.
Die Detektionsvorrichtung kann zur Erfassung von stehenden oder bewegten Objekten, insbesondere Fahrzeugen, Personen, Tieren, Pflanzen, Flindernissen, Fahr bahnunebenheiten, insbesondere Schlaglöchern oder Steinen, Fahrbahnbegrenzungen, Verkehrszeichen, Freiräumen, insbesondere Parklücken, Niederschlag oder derglei chen, und/oder von Bewegungen und/oder Gesten eingesetzt werden.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform kann wenigstens ein Beugungselement wenigs tens eine gitterartige Struktur aufweisen und/oder wenigstens ein Beugungselement kann wenigstens ein diffraktives optisches Element aufweisen oder daraus bestehen. Mit derartigen Beugungselementen können elektromagnetische Signale gebeugt wer den. Durch die Beugung kann erreicht werden, dass die Intensität der elektromagneti schen Signale auf mehrere Signalanteile aufgeteilt wird.
Vorteilhafterweise kann wenigstens ein Beugungselement mithilfe von Hologrammen, holographischen Gittern oder dergleichen realisiert werden. Auf diese Weise können die Beugungselemente einfacher industriell hergestellt werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens ein Beugungselement Strukturen aufweisen, an denen elektromagnetische Signale, insbesondere Lichtwellen, gebeugt werden. Auf grund von Interferenzen können die Intensitäten eintretenden elektromagnetischen Sig nalen hinter dem wenigstens einen Beugungselement auf mehrere elektromagnetische Signalanteile aufgeteilt werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann wenigstens ein Beugungsele ment für elektromagnetische Signale wenigstens teilweise reflektierend und/oder we nigstens teilweise durchlässig sein und/oder wenigstens ein Beugungselement kann für
elektromagnetische Signale reflektierend in dem Signalpfad angeordnet sein und/oder wenigstens ein Beugungselement kann für elektromagnetische Signale durchlässig in dem Signalpfad angeordnet sein. Auf diese Weise kann die Empfangseinrichtung ins gesamt flexibler aufgebaut sein.
Vorteilhafterweise kann wenigstens ein Beugungselement für elektromagnetische Sig nale ausschließlich reflektierend sein. Auf diese Weise können die elektromagnetischen Signale zusätzlich umgelenkt werden. Das wenigstens eine Beugungselement und der wenigstens eine Empfänger müssen so bezogen auf die Richtung der auf die Emp fangseinrichtung treffenden elektromagnetischen Signale nicht in einer Linie angeordnet sein.
Alternativ oder zusätzlich kann wenigstens ein Beugungselement für elektromagneti schen Signale ausschließlich durchlässig sein. Auf diese Weise können das wenigstens eine Beugungselement und wenigstens eine Empfänger bezogen auf die Richtung der auf die Empfangseinrichtung treffenden elektromagnetischen Signale in einer Linie an geordnet sein.
Alternativ oder zusätzlich kann wenigstens ein Beugungselement für elektromagneti schen Signale teilweise durchlässig und teilweise reflektierend sein. Auf diese Weise kann ein Teil der Intensität der auftreffenden elektromagnetischen Signale reflektiert und ein Teil durch das wenigstens eine Beugungselement hindurchgelassen werden. So können insbesondere mehrere Empfänger verwendet werden. Vorteilhafterweise kann einer der Empfänger in Linie mit dem wenigstens ein Beugungselement angeord net sein und die durchgelassenen Signalanteile empfangen. Ein anderer Empfänger kann neben dem wenigstens ein Beugungselement angeordnet sein und die reflektier ten elektromagnetischen Signalanteile empfangen.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann wenigstens ein Beugungsele ment zur Aufteilung von Intensitäten in nur einer Dimension quer, insbesondere senk recht, zu Signalpfaden von auftreffenden elektromagnetischen Signalen ausgestaltet sein und/oder
wenigstens ein Beugungselement kann zur Aufteilung von Intensitäten in zwei Dimensi onen quer, insbesondere senkrecht, zu Signalpfaden von auftreffenden elektromagneti schen Signalen ausgestaltet sein.
Bei einer Aufteilung von Intensitäten von auftreffenden elektromagnetischen Signalen in nur einer Dimension können die Empfängerbereiche nebeneinander, insbesondere in Form einer Zeile, angeordnet sein. Dabei können die Empfängerbereiche des Empfän gers in Zeilen oder flächig angeordnet sein.
Bei der Verwendung von flächig angeordneten Empfängerbereichen in Verbindung mit der Aufteilung der Intensitäten in nur einer Dimension kann eine zweite Dimension, wel che quer, insbesondere senkrecht, zur ersten Dimension und quer, insbesondere senk recht, zu den Signalpfaden verläuft, zur Erfassung einer Richtung, aus welcher ein er fasstes elektromagnetisches Signal kommt, verwendet werden.
Bei einer Aufteilung von Intensitäten von auftreffenden elektromagnetischen Signalen in zwei Dimensionen auf mehrere flächig angeordnete Empfängerbereiche kann der we nigstens eine Empfänger insgesamt kompakter ausgestaltet sein.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann die Empfangseinrichtung zur Erfassung von elektromagnetischen Signalen mit einem hohen Dymanikumfang ausge staltet sein. Auf diese Weise kann die Empfangseinrichtung in Einsatzbereichen einge setzt werden, bei denen große Unterschiede in den Intensitäten der zu erfassenden elektromagnetischen Signale vorliegen.
Der Dynamikumfang ist der Quotient aus dem Maximum und dem Minimum der Intensi täten der elektromagnetischen Signale. Als hoher Dynamikumfang - auch unter der Be zeichnung „High Dynamic Range“ (HDR) bekannt - können Quotienten größer als 1000:1 , insbesondere größer als 10.000:1 , bezeichnet werden.
Die Erfassung von elektromagnetischen Signalen mit einem hohen Dynamikumfang ermöglicht die Verwendung der erfindungsgemäßen Empfangseinrichtung in Verbin dung mit Detektionsvorrichtungen, welche nach einem sogenannten Multiple-Shot- Verfahren arbeiten. Hierbei werden bei einer Messung, insbesondere einer Entfer-
nungsmessung, einer Richtungsmessung und/oder einer Geschwindigkeitsmessung, mit einer Sendeeinrichtung nacheinander mehrere elektromagnetische Abtastsignale in einen Überwachungsbereich gesendet und die entsprechenden reflektierten elektro magnetischen Echosignale mit der Empfangseinrichtung empfangen. Dabei können die Echosignale mit unterschiedlichen Erfassungszeiten erfasst werden. Die nacheinander erfassten Echosignale werden für die eine Messung zusammengefasst. Auf diese Wei se entstehen insgesamt längere Integrationszeiten bei der Erfassung der Echosignale. So ein größerer Dynamikumfang realisiert werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann wenigstens ein Empfänger we nigstens einen Zeilensensor aufweisen oder daraus bestehen, und/oder wenigstens ein Empfänger kann wenigstens einen Flächensensor aufweisen oder daraus bestehen, und/oder wenigstens ein Empfängerbereich kann mit wenigstens einem Empfängerele ment realisiert werden.
Bei einem Zeilensensor sind die Empfängerelemente in einer Zeile angeordnet. Mehre re Empfängerbereiche können in einer räumlichen Dimension nebeneinander angeord net sein. Auf diese Weise kann die Anzahl der erforderlichen Empfängerbereiche und ein Zeitaufwand beim Auslesen der Empfängerbereiche verringert werden.
Bei einem Flächensensor sind die Empfängerelemente flächig angeordnet. Bei einem Flächensensor können die Empfängerbereiche flächig angeordnet sein. So können zwei räumlichen Dimensionen zu Erfassung von Signalanteilen realisiert werden. Alternativ oder zusätzlich können Empfängerbereiche in Zeilen angeordnet sein. Insgesamt kann ein Flächensensor mit einer Vielzahl von Empfängerelementen und entsprechenden Empfängerbereichen kompakter realisiert werden und flexibler genutzt werden als ein Zeilensensor.
Ein Flächensensor kann in Verbindung mit wenigstens einem Beugungselement ver wendet werden, welches Intensitäten von auftreffenden elektromagnetischen Signalen in zwei räumlichen Dimensionen aufteilt. Auf diese Weise können die Intensitäten auf mehrere Signalanteile aufgeteilt werden. So können die Intensitäten der einzelnen Sig nalanteile weiter verkleinert werden.
Alternativ kann ein Flächensensor in Verbindung mit wenigstens einem Beugungsele ment verwendet werden, welches Intensitäten von auftreffenden elektromagnetischen Signalen in einer räumlichen Dimension aufteilt. Die zweite räumliche Dimension, wel che durch den Flächensensor zur Verfügung steht, kann für die Bestimmung der Rich tung, aus der ein mit der Empfangseinrichtung empfangenes elektromagnetisches Sig nal kommt, verwendet werden. Dabei kann die Empfangseinrichtung so ausgestaltet sein, dass die elektromagnetischen Empfangssignale abhängig von der Richtung, aus der sie kommen, in der zweiten räumlichen Dimension aufgeteilt in ihre Signalanteile auf die entsprechenden Empfängerbereiche des Flächensensors gelenkt werden. Aus der Position der getroffenen Empfängerbereichen in der zweiten räumlichen Dimension kann eine Richtungsgröße, welche die Richtung der elektromagnetischen Signale cha rakterisiert, ermittelt werden. Die Richtung, aus der die elektromagnetischen Signale, insbesondere Echosignale, kommen, kann der Richtung entsprechen, in der sich ein Objekt befindet, an dem die elektromagnetischen Signale reflektiert wurden.
Alternativ oder zusätzlich kann wenigstens ein Empfängerbereich ein Empfängerele ment aufweisen.
Mit einem Empfängerbereich, welcher aus nur einem Empfängerelement besteht, kann eine entsprechend hohe räumliche Auflösung erreicht werden.
Mit einem Empfängerbereich, welcher mehrere Empfängerelemente aufweist, kann die Intensität der jeweiligen Signalanteile auf mehrere Empfängerelemente verteilt werden. So kann insgesamt der Dynamikumfang weiter verbessert werden.
Vorteilhafterweise können mehrere Empfängerelemente nach einem sogenannten „Bin- ning“ zu einem Empfängerbereich kombiniert werden.
Empfängerelemente im Sinne der Erfindung können auch als „Bildelemente“ oder „Pi xel“ bezeichnet werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann wenigstens eine Anordnung mit wenigstens einem Beugungselement und wenigstens zwei Empfängerbereichen zur Erfassung von elektromagnetischen Signalen in wenigstens einem definierten Wellen-
längenbereich, insbesondere mit wenigstens einer definierten Wellenlänge, ausgestaltet sein. Auf diese Weise können die Signalpfade der Signalanteile präziser den entspre chenden Empfängerbereichen zugeordnet werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens eine Anordnung mit wenigstens einem Beugungs element und wenigstens zwei Empfängerbereichen zur Erfassung von monochromati schem Licht, insbesondere Lasersignalen, ausgestaltet sein. So können die mit dem wenigstens einen Beugungselement aufgeteilten Signalanteile genauer auf die entspre chenden Empfängerbereiche gelenkt werden.
Ferner wird die Aufgabe erfindungsgemäß bei der Detektionsvorrichtung dadurch ge löst, dass wenigstens ein Beugungselement ausgestaltet ist zur Aufteilung von Intensi täten von auftreffenden elektromagnetischen Echosignalen in wenigstens zwei elektro magnetische Signalanteile, die sich in unterschiedlichen Signalpfaden ausbreiten, und das wenigstens eine Beugungselement und die wenigstens zwei Empfängerbereiche so aneinander angepasst sind, dass wenigstens zwei unterschiedliche Signalpfade für elektromagnetische Signalanteile unterschiedlichen Empfängerbereichen zugeordnet sind.
Erfindungsgemäß weist wenigstens eine Empfangseinrichtung wenigstens ein Beu gungselement auf, mit dem auftreffenden Echosignale in wenigstens zwei elektromag netische Signalanteile aufgeteilt werden. Die wenigstens zwei elektromagnetischen Signalanteile werden mit dem wenigstens einen Beugungselement zu unterschiedlichen Empfängerbereichen gelenkt und mit diesen in elektrische Empfangssignale umgewan delt.
Vorteilhafterweise kann wenigstens eine Sendeeinrichtung wenigstens eine Signalquel le zur Erzeugung von elektromagnetischen Abtastsignalen ausweisen. Die wenigstens eine Sendeeinrichtung und die wenigstens eine Empfangseinrichtung können mit we nigstens einer Steuer- und Auswerteeinrichtung aufeinander abgestimmt betrieben wer den. Auf diese Weise können insbesondere mit einem Signal-Laufzeitverfahren Objek tinformationen, insbesondere Entfernungen, Richtungen und/oder Geschwindigkeiten von Objekten relativ zur Detektionsvorrichtung, auf Basis der Echosignale ermittelt wer den.
Vorteilhafterweise kann wenigstens eine Sendeeinrichtung wenigstens ein optisches System, insbesondere wenigstens eine optische Linse oder dergleichen, aufweisen. Mit optischen Systemen können die Abtastsignale beeinflusst, insbesondere aufgeweitet und/oder fokussiert, werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens eine Sendeeinrichtung wenigstens eine Signal- Umlenkeinrichtung, insbesondere einen Umlenkspiegel, einen MEMS-Spiegel oder der gleichen, aufweisen. Auf diese Weise können die elektromagnetischen Abtastsignale in wenigstens einen Überwachungsbereich gelenkt werden.
Vorteilhafterweise kann die wenigstens eine Signal-Umlenkeinrichtung veränderbar, insbesondere einstellbar, sein. Auf diese Weise kann eine Ausbreitungsrichtung der elektromagnetischen Abtastsignale verändert werden. So kann der Überwachungsbe reich mit dem wenigstens einen elektromagnetischen Abtastsignal abgetastet, insbe sondere gescannt, werden. Vorteilhafterweise kann die wenigstens eine Signal- Umlenkeinrichtung wenigstens eine Schwingspiegel- oder Schwingspiegel-Anordnung aufweisen. Auf diese Weise kann die Richtung der elektromagnetischen Abtastsignale insbesondere kontinuierlich verändert werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens eine Steuer- und Auswerteeinrichtung zentral oder dezentral mit einem oder mehreren Bauteilen realisiert sein. Dabei kann die wenigstens eine Steuer- und Auswerteeinrichtung teilweise mit der wenigstens einen Sendeeinrich tung und/oder der wenigstens einen Empfangseinrichtung realisiert sein.
Vorteilhafterweise kann wenigstens eine Steuer- und Auswerteeinrichtung auf soft waremäßigem und/oder hardwaremäßigem Wege realisiert sein.
Vorteilhafterweise können mit wenigstens einer Steuer- und Auswerteeinrichtung aus elektrischen Empfangssignalen Objektgrößen, welche Entfernungen, Richtungen und/oder Geschwindigkeiten von Objekten relativ zu Detektionsvorrichtungen charakte risieren, ermittelt werden. Derartige Objektgrößen können mit entsprechenden elektri schen Mitteln weiter verarbeitet werden.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform kann wenigstens eine Sendeeinrichtung we nigstens eine Signalquelle aufweisen, mit der elektromagnetische Abtastsignale in we nigstens einem definierten Wellenlängenbereich, insbesondere mit wenigstens einer definierten Wellenlänge, erzeugt werden können. Auf diese Weise können die elektro magnetischen Echosignale, welche von den reflektierten Abtastsignalen herrühren, mit dem wenigstens einen Beugungselement präziser den entsprechenden Empfängerbe reiche zugeordnet werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens eine Sendeeinrichtung wenigstens einen Laser als Signalquelle aufweisen. Mit einem Laser können monochromatische Lichtsignale er zeugt werden.
Außerdem wird die Aufgabe erfindungsgemäß bei dem Fahrzeug dadurch gelöst, dass wenigstens ein Beugungselement ausgestaltet ist zur Aufteilung von Intensitäten von auftreffenden elektromagnetischen Echosignalen in wenigstens zwei elektromagneti sche Signalanteile, die sich in unterschiedlichen Signalpfaden ausbreiten, und das we nigstens eine Beugungselement und die wenigstens zwei Empfängerbereiche so anei nander angepasst sind, dass wenigstens zwei unterschiedliche Signalpfade für elektro magnetische Signalanteile unterschiedlichen Empfängerbereichen zugeordnet sind.
Vorteilhafterweise kann mit der Detektionsvorrichtung wenigstens ein Überwachungsbe reich außerhalb des Fahrzeugs und/oder innerhalb des Fahrzeugs insbesondere auf Objekte hin überwacht werden.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform kann das Fahrzeug wenigstens ein Fahreras sistenzsystem aufweisen. Mithilfe eines Fahrerassistenzsystems kann das Fahrzeug autonom oder teilautonom betrieben werden.
Vorteilhafterweise kann wenigstens eine Detektionsvorrichtung funktional mit wenigs tens einem Fahrerassistenzsystem verbunden sein. Auf diese Weise können Informati onen über einen Überwachungsbereich, insbesondere Objektinformationen, die mit der wenigstens einen Detektionsvorrichtung gewonnen werden, mit dem wenigstens einen Fahrerassistenzsystem zur Steuerung eines autonomen oder teilautonomen Betrieb des Fahrzeuges herangezogen werden.
Außerdem wird die Aufgabe erfindungsgemäß bei dem Verfahren dadurch gelöst, dass mit wenigstens einem Beugungselement die Intensität der auftreffenden elektromagne tischen Echosignale in wenigstens zwei elektromagnetische Signalanteile aufgeteilt wird, die sich in unterschiedlichen Signalpfaden ausbreiten, und die wenigstens zwei elektromagnetischen Signalanteile auf unterschiedliche Empfängerbereiche gelenkt werden.
Erfindungsgemäß wird die Intensität der auftreffenden elektromagnetischen Echosigna le auf mehrere Empfängerbereiche aufgeteilt. So wird verhindert, dass es bei einzelnen Empfängerbereichen wegen starker elektromagnetischer Echosignale zu Übersteue rungen kommt.
Vorteilhafterweise können die elektrischen Empfangssignale mit der wenigstens einen Steuer- und Auswerteeinrichtung zu Größen verarbeitet werden, welche Entfernungen, Richtungen und/oder Geschwindigkeiten von erfassten Objekten relativ zur Detektions vorrichtung charakterisieren können. Auf diese Weise können mit der Detektionsvorrich tung entsprechende Informationen über erfasste Objekte ermittelt werden.
Im Übrigen gelten die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Empfangseinrich tung, der erfindungsgemäßen Detektionsvorrichtung, dem erfindungsgemäßen Fahr zeug und dem erfindungsgemäßen Verfahren und deren jeweiligen vorteilhaften Ausge staltungen aufgezeigten Merkmale und Vorteile untereinander entsprechend und umge kehrt. Die einzelnen Merkmale und Vorteile können selbstverständlich untereinander kombiniert werden, wobei sich weitere vorteilhafte Wirkungen einstellen können, die über die Summe der Einzelwirkungen hinausgehen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nach folgenden Beschreibung, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeich nung näher erläutert werden. Der Fachmann wird die in der Zeichnung, der Beschrei bung und den Ansprüchen in Kombination offenbarten Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen. Es zeigen schematisch
Figur 1 ein Fahrzeug in der Vorderansicht, mit einem Fahrerassistenzsystem und einem LiDAR-System zur Erfassung von Objekten in Fahrtrichtung vor dem Fahrzeug;
Figur 2 eine Funktionsdarstellung des Fahrzeugs mit dem Fahrerassistenzsystem und dem LiDAR-System aus der Figur 1 ;
Figur 3 eine Empfangseinrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel für das LiDAR-System aus den Figuren 1 und 2, mit einem Empfänger und einem reflektierenden Beugungselement, mit welchem Intensitäten von empfangenen Echosignalen in einer räumlichen Dimension auf Signalan teile aufgeteilt werden, die auf Empfängerbereiche des Empfängers, wel che in einer Zeile angeordnet sind, gelenkt werden;
Figur 4 eine Draufsicht auf den Empfänger aus der Figur 3;
Figur 5 eine Intensitätsverteilung der Signalanteile eines beispielhaften Echosig nals hinter dem Beugungselement aus der Figur 3;
Figur 6 eine Empfangseinrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel für das LiDAR-System aus den Figuren 1 und 2, mit einem Empfänger, bei dem die Empfängerbereiche in einer Zeile angeordnet sind, und einem durchlässigen Beugungselement;
Figur 7 eine Empfangseinrichtung gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel für das LiDAR-System aus den Figuren 1 und 2, mit einem Empfänger, bei dem die Empfängerbereiche flächig angeordnet sind, und einem durchläs sigen Beugungselement mit welchem Intensitäten von Echosignalen in ei ner räumlichen Dimension auf Signalanteile aufgeteilt werden und Echo signale aus unterschiedlichen Richtungen auf unterschiedliche Gruppen von Empfängerbereichen gelenkt werden;
Figur 8 eine Draufsicht auf den Empfänger aus der Figur 7;
Figur 9 eine Empfangseinrichtung gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel für das LiDAR-System aus den Figuren 1 und 2, mit einem Empfänger, bei dem die Empfängerbereich flächig angeordnet sind, und einem durchläs sigen Beugungselement, mit welchem Intensitäten von Echosignalen in zwei räumlichen Dimensionen auf Signalanteile aufgeteilt und auf die ent sprechenden Empfängerbereiche gelenkt werden;
Figur 10 eine Draufsicht auf den Empfänger aus der Figur 9.
In den Figuren sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Ausführungsform(en) der Erfindung
In der Figur 1 ist ein Fahrzeug 10 beispielhaft in Form eines Personenkraftwagens in der Vorderansicht gezeigt.
Das Fahrzeug 10 verfügt über eine Detektionsvorrichtung beispielhaft in Form eines LiDAR-Systems 12. Das LiDAR-System 12 ist als Laserscanner ausgestaltet. In Figur 2 ist eine Funktionsdarstellung des Fahrzeugs 10 mit dem LiDAR-System 12 gezeigt.
Das LiDAR-System 12 ist beispielhaft in der vorderen Stoßstange des Fahrzeugs 10 angeordnet. Mit dem LiDAR-System 12 kann ein Überwachungsbereich 14 in Fahrtrich tung 16 vor dem Fahrzeug 10 auf Objekte 18 hin überwacht werden. Das LiDAR- System 12 kann auch an anderer Stelle am Fahrzeug 10 angeordnet und anders aus gerichtet sein. Das LiDAR-System 12 kann auch in dem Fahrzeug 10 zur Überwachung eines Innenraums angeordnet sein. Mit dem LiDAR-System 12 können Objektinformati onen, beispielsweise Entfernungen, Richtungen und Geschwindigkeiten von Objekten 18 relativ zum Fahrzeug 10 respektive zum LiDAR-System 12, oder entsprechende charakterisierende Größen ermittelt werden.
Bei den Objekten 18 kann es sich um stehende oder bewegte Objekte, beispielsweise um andere Fahrzeuge, Personen, Tiere, Pflanzen, Flindernisse, Fahrbahnunebenheiten, beispielsweise Schlaglöcher oder Steine, Fahrbahnbegrenzungen, Verkehrszeichen, Freiräume, Beispielweise Parklücken, Niederschlag oder dergleichen handeln. Mit dem LiDAR-System 12 können auch Gesten von Personen erfasst werden.
Das LiDAR-System 12 ist mit einem Fahrerassistenzsystem 20 verbunden. Mit dem Fahrerassistenzsystem 20 kann das Fahrzeug 10 autonom oder teilautonom betrieben werden.
Das LiDAR-System 12 umfasst beispielhaft eine Sendeeinrichtung 22, eine Empfangs einrichtung 24 und eine Steuer- und Auswerteeinrichtung 26.
Die Funktionen der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 können zentral oder dezentral realisiert sein. Teile der Funktionen der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 können auch in die Sendeeinrichtung 22 und/oder die Empfangseinrichtung 24 integriert sein. Die Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 und das Fahrerassistenzsystem 20 können auch teilweise kombiniert sein. Die Funktionen der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 sind auf softwaremäßigem und hardwaremäßigem Wege realisiert.
Mit der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 werden zur Durchführung von Messungen mit dem LiDAR-System 12 elektrische Sendesignale erzeugt. Die Sendeeinrichtung 22 wird mit den elektrischen Sendesignalen angesteuert, sodass diese entsprechende mo nochromatische elektromagnetische Abtastsignale 28 in Form von Lasersignalen sen det. Die Sendeeinrichtung 22 weist hierzu beispielhaft eine Signalquelle beispielsweise in Form eines Diodenlasers auf. Mit der Signalquelle werden beispielsweise gepulste Abtastsignale 28 ausgesendet.
Das LiDAR-System 12 kann als scannendes LiDAR-System oder als Flash-LiDAR Sys tem ausgestaltet sein.
Die Sendeeinrichtung 22 kann optional wenigstens ein optisches System, beispielswei se wenigstens eine optische Linse, aufweisen, mit dem die erzeugten Abtastsignale 28 entsprechend beeinflusst, insbesondere aufgeweitet und/oder fokussiert, werden kön nen.
Ferner kann die Sendeeinrichtung 22 optional eine Signal-Umlenkeinrichtung aufwei sen, mit der die Abtastsignale 28 in den Überwachungsbereich 14 gelenkt werden kön nen. Die Signal-Umlenkeinrichtung kann veränderbar, beispielsweise schwenkbar, sein. Auf diese Weise können die Ausbreitungsrichtungen der Abtastsignale 28 geschwenkt und der Überwachungsbereich 14 abgetastet oder abgescannt werden.
Die Abtastsignale 28 werden mit der Sendeeinrichtung 22 in den Überwachungsbereich 14 gesendet.
Die an einem Objekt 18 in Richtung der Empfangseinrichtung 24 reflektierten elektro magnetischen Abtastsignale 28 werden als elektromagnetische Echosignale 30 mit der
Empfangseinrichtung 24 empfangen. Die Empfangseinrichtung 24 ist zu Erfassung von Echosignalen 30 mit Intensitäten in einem hohen Dynamikumfang ausgestaltet.
Die Empfangseinrichtung 24 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel, welche bei dem LiDAR-System 12 aus den Figuren 1 und 2 verwendet werden kann, ist in der Figur 3 gezeigt.
Die Empfangseinrichtung 24 kann auf seiner Eingangsseite optional eine Echosignal- Umlenkeinrichtung und/oder ein optisches System, beispielsweise ein optische Linse, aufweisen, mit denen die elektromagnetischen Echosignale 30 zu einem reflektierenden Beugungselement 32 der Empfangseinrichtung 24 gelenkt werden.
Das reflektierende Beugungselement 32 weist beispielhaft eine reflektierende Git terstruktur auf. Das Beugungselement 32 kann beispielhaft als diffraktives optisches Element realisiert sein. Das Beugungselement 32 wirkt beispielhaft in einer räumlichen Dimension senkrecht zur einem Signalpfad der auftreffenden Echosignale 30 beugend auf die Echosignale 30.
Mit dem Beugungselement 32 wird die Intensität eines auftreffenden Echosignals 30 mittels Beugung, beispielsweise mittels Interfenz, in einer räumlichen Dimension auf beispielhaft fünf Signalanteile 34 aufgeteilt und beispielhaft um etwa 90° umgelenkt. Die Signalanteile 34 sind in den Figuren der besseren Unterscheidung wegen mit den Be zugszeichen 34a, 34b, nämlich 34bi und 34b2, und 34c, nämlich 34ci und 34C2, be zeichnet. Eine beispielhafte Intensitätsverteilung der Signalanteile 34 ist in der Figur 5 gezeigt. Die Intensitätsverteilung ist bei dem erläuterten Ausführungsbeispiel symmet risch. Der Flauptanteil der Intensität des Echosignals 30 wird einem Flaupt-Signalanteil 34a zugeordnet. Kleinere Anteile der Intensität werden in abnehmender Stärke jeweils zwei bezüglich dem Flaupt-Signalanteil 34a symmetrisch angeordneten ersten Neben- Signalanteilen 34bi und 34b2 und zweiten Neben-Signalanteilen 34ci und 34C2 zuge teilt.
Die Signalanteile 34a, 34bi, 34b2, 34ci und 34C2 breiten sich auf unterschiedlichen Sig nalpfaden 36 aus. Die Signalpfade 36 sind in den Figuren der besseren Unterscheidung wegen mit den Bezugszeichen 36a, 36b, nämlich 36bi und 36b2, 36c, nämlich 36ci und
36C2, bezeichnet.
Die Signalanteile 34 werden mit dem Beugungselement 32 zu einem Empfänger 38 der Empfangseinrichtung 24 gelenkt.
Der Empfänger 38 ist beispielhaft als CCD-Sensor realisiert. Alternativ kann auch ein Active-Pixel Sensor, eine Photodiodenzeile oder dergleichen vorgesehen sein. Der Empfänger 38 weist beispielhaft sieben Empfängerbereiche 40 auf, welche als Zeile entlang einer ersten Sensorachse 44 nebeneinander angeordnet sind. In der Figur 4 ist der Empfänger 38 in der Draufsicht von dem Beugungselement 32 aus betrachtet ge zeigt. Alternative Empfänger 38 können auch mehr oder weniger als sieben Empfän gerbereiche 40 aufweisen
Die erste Sensorachse 44 erstreckt sich parallel zu einer x-Achse eines kartesischen x- y-z-Koordinatensystems, dessen entsprechende Koordinatenachsen der besseren Ori entierung wegen in den Figuren 3, 4 und 6 bis zu 14 gezeigt sind. Eine zweite Senso rachse 46 verläuft senkrecht zur ersten Sensorachse 44 und parallel zu einer y-Achse des x-y-z-Koordinatensystems. Eine Beugungselement-Ebene 48, entlang der sich die Gitterstrukturen des Beugungselements 32 erstrecken, verläuft senkrecht zur x-z-Ebene des x-y-z-Koordinatensystems.
Beispielhaft umfasst jeder Empfängerbereich 40 ein Empfängerelement 42. Die Emp fängerelemente 42 können auch als „Pixel“ bezeichnet werden. Bei einem nicht gezeig ten Ausführungsbeispiel können auch mehrere Empfängerelemente 42 zu einem Emp fängerbereich 40 zusammengefasst sein. Bei der Verwendung von CCD-Sensoren als Empfänger 38 kann ein sogenanntes Binning-Verfahren zum Einsatz kommen, bei dem mehrere Empfängerelemente 42 zu einem Empfängerbereich 40 zusammengefasst werden.
Das Beugungselement 32 und der Empfänger 38 sind beispielsweise in ihren Ausge staltungen, ihren Ausrichtungen und/oder Entfernungen relativ zueinander so aneinan der angepasst, dass jeder Signalpfad 36 einem der Empfängerbereiche 40 zugeordnet sind. Insgesamt sind so die Signalpfade 36 und die entsprechenden Signalanteile 34 unterschiedlichen Empfängerbereichen 40 zugeordnet. Die Intensität des auftreffenden
Echosignals 30 wird so über die Signalanteile 34 auf mehrere Empfängerbereiche 40 verteilt.
Mit den Empfängerbereichen 40 werden die jeweiligen Signalanteile 34 des auftreffen den elektromagnetischen Echosignals 30 in entsprechende elektrische Empfangssigna le umgewandelt. Die elektrischen Empfangssignale werden mit der Steuer- und Auswer teeinrichtung 26 verarbeitet. Beispielsweise werden aus den elektrischen Empfangssig nalen mit der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 Objektgrößen, beispielsweise Entfer nungsgrößen, Richtungsgrößen und/oder Geschwindigkeitsgrößen, ermittelt, welche Entfernungen, Richtungen beziehungsweise Geschwindigkeiten von erfassten Objekt 18 relativ zum LiDAR-System 12 oder relativ zum Fahrzeug 10 charakterisieren.
Die ermittelten Objektgrößen werden mit der Steuer- und Auswerteeinrichtung 26 an das Fahrerassistenzsystem 20 übermittelt. Mit dem Fahrerassistenzsystem 20 werden die Objektgrößen verwendet, um das Fahrzeug 10 autonom oder teilweise autonom zu betrieben.
Beim Betrieb des Fahrzeugs 10 kann beispielsweise Sonneneinstrahlung zu erhöhtem Flintergrundrauschen führen. Außerdem müssen beispielsweise im Straßenverkehr Ob jekte 18 mit stark unterschiedlichen Reflektivitäten beispielsweise in Bereichen zwi schen 5 % und 95 % erfasst werden können. So weisen beispielsweise Verkehrszei chen mit retroreflektierenden Eigenschaften eine hohe Reflektivität auf. Andererseits weisen beispielsweise dunkel gekleidete Personen eine verhältnismäßig geringe Re flektivität auf. Die Aufteilung der Intensität der Echosignale 30 auf mehrere Signalanteile 34 und mehrere Empfängerbereiche 40 ermöglicht einen hohen Dynamikumfang - High Dynamic Range (FIDR) - bezüglich der Intensitäten der Echosignale 30. So werden so wohl Echosignale 30 mit großen Intensitäten, welche beim Auftreffen auf einen einzigen Empfängerbereich 40 zu Übersteuerungen führen, als auch Echosignale 30 mit kleinen Intensitäten zuverlässig erfasst.
In der Figur 6 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Empfangseinrichtung 24 für das LiDAR-System 12 aus den Figuren 1 und 2 gezeigt. Diejenigen Elemente, die zu denen des ersten Ausführungsbeispiels aus den Figuren 3 und 4 ähnlich sind, sind mit densel ben Bezugszeichen versehen. Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von
dem ersten Ausführungsbeispiel dadurch, dass das Beugungselement 32 und die ent sprechende Gitterstruktur für Echosignale 30 durchlässig sind. Das Beugungselement 32 ist in einer Linie mit dem Empfänger 38 angeordnet. Mit dem durchlässigen Beu gungselement 32 wird die Intensität der Abtastsignale 28 analog zum ersten Ausfüh rungsbeispiel auf beispielhaft fünf Signalanteile 34 aufgeteilt und auf die jeweiligen Empfängerbereiche 40 gelenkt.
In den Figuren 7 ist ein drittes Ausführungsbeispiel einer Empfangseinrichtung 24 für das LiDAR-System 12 aus den Figuren 1 und 2 gezeigt. Figur 8 zeigt eine Draufsicht auf den Empfänger 38 der Empfangseinrichtung 24. Diejenigen Elemente, die zu denen des zweiten Ausführungsbeispiels aus der Figur 6 ähnlich sind, sind mit denselben Be zugszeichen versehen. Das dritte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem zweiten Ausführungsbeispiel dadurch, dass der Empfänger 38 beispielhaft 49 Empfän gerbereiche 40 aufweist. Die 49 Empfängerbereiche 40 sind flächig in sieben Zeilen 50 mit je sieben Empfängerbereichen 40 angeordnet. Durch die flächige Anordnung weist der Empfänger 38 zusätzlich zu der ersten räumlichen Dimension entlang der ersten Sensorachse 44 eine zweite räumliche Dimension entlang der zweiten Sensorachse 46 auf.
Jede der Zeilen 50 mit je sieben Empfängerbereichen 40 erstreckt sich analog zu den ersten beiden Ausführungsbeispielen entlang der ersten Sensorachse 44. Die sieben Zeilen 50 sind entlang der zweiten Sensorachse 46 nebeneinander angeordnet.
Abhängig von der Richtung, aus der ein Echosignal 30 kommt, werden die Signalanteile 34 in der zweiten räumlichen Dimension auf die Empfängerbereiche 40 der entspre chenden Zeile 50 gelenkt. Aus den angeleuchteten Empfängerbereichen 40 wird zu sätzlich die Richtung ermittelt, in der sich das reflektierende Objekt 18 befindet.
Mit der Empfangseinrichtung 24 gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel können auch mehrere Objekte 18, welche sich beispielsweise in unterschiedlichen Richtungen befin den, getrennt erfasst werden. In den Figuren 7 und 8 ist beispielhaft der Fall gezeigt, in dem von zwei Objekten 18 aus unterschiedlichen Richtungen jeweilige Echosignale 30 beziehungsweise 30‘ empfangen werden.
In der Figur 9 ist ein viertes Ausführungsbeispiel einer Empfangseinrichtung 24 gezeigt. Figur 10 zeigt eine Draufsicht auf den Empfänger 38 der Empfangseinrichtung 24. Die jenigen Elemente, die zu denen des dritten Ausführungsbeispiels aus den Figuren 7 und 8 ähnlich sind, sind mit denselben Bezugszeichen versehen. Das vierte Ausfüh rungsbeispiel unterscheidet sich von dem dritten Ausführungsbeispiel dadurch, dass mit dem Beugungselement 32 auftreffenden Echosignale 30 in zwei räumlichen Dimensio nen gebeugt werden. Flierzu kann das Beugungselement 32 beispielsweise konzentri sche Gitterstrukturen aufweisen.
Mit dem Beugungselement 32 wird die Intensität der Echosignale 30 mittels Beugung in zwei räumlichen Dimensionen auf beispielhaft 17 Signalanteile 34a, 34b und 34c aufge teilt. Dabei sind beispielhaft die Signalpfade 36b und 36c der Neben-Signalanteile 34b und 34a konzentrisch um den Signalpfad 36a des Flaupt-Signalanteils 34a angeordnet. Analog zu den ersten drei Ausführungsbeispielen werden die Signalanteile 34a, 34b und 34c auf unterschiedlichen Signalpfaden 36a, 36b und 36c zu unterschiedlichen Empfängerbereichen 40 des Empfängers 38 gelenkt und mit diesen erfasst.
Bei dem vierten Ausführungsbeispiel wird die Intensität eines auftreffenden Echosignals 30 insgesamt auf 17 Empfängerbereiche 40 verteilt. So kann der Dynamikumfang be züglich der Intensität der erfassten Echosignale 30 gegenüber den ersten drei Ausfüh rungsbeispielen weiter erhöht werden.
Bei weiteren nicht gezeigten Ausführungsbeispielen können die zweidimensionalen Beugungselemente 30 aus dem dritten und dem vierten Ausführungsbeispiel analog zum ersten Ausführungsbeispiel als reflektierende Beugungselemente 32 ausgestaltet sein.