Funktionsschnittstelle zur Bereitstellung einer Funktion abhängig von Sensormesswerten sowie Sensor zur Bereitstellung von Messwerten an eine Funktionsschnittstelle
Die Erfindung betrifft eine elektronische Funktionsschnittstelle zur Bereitstellung einer vorbestimmten Funktion in Abhängigkeit von Sensorinformationen und/oder Messwerten eines elektronischen Sensors zur Erfassung einer Messgröße. Die Erfindung betrifft weiterhin einen elektronischen Sensor zur Erfassung einer Messgröße, der die Messwerte der erfassten Messgröße einer Funktionsschnittstelle zur Bereitstellung einer vorbestimmten Funktion in Abhängigkeit von Sensorinformationen und/oder Messwerten bereitstellt. Außerdem betrifft die Erfindung eine Anordnung eines elektronischen Sensors zur Erfassung einer Messgröße und einer elektronischen Funktionsschnittstelle zur Bereitstellung einer vorbestimmten Funktion in Abhängigkeit von von dem Sensor bereitgestellten Sensorinformationen und/oder Messwerten zur erfassten Messgröße.
Mit elektronischen Sensoren verbundene elektronische Funktionsschnittstellen, die eine bestimmte Funktion, beispielsweise Strom- oder Spannungssignale über einen Strom- bzw. Spannungsausgang, in Abhängigkeit von Messwerten einer von den Sensoren erfassten Messgröße bereitstellen, sind an sich bekannt. Die Funktionsschnittstelle kann in diesem Fall zum Beispiel als Schnittstelle zum Umwandeln der von dem Sensor erzeugten elektrischen Messsignale in für eine konkrete Anwendung bevorzugte elektrische Funktionssignale aufgefasst werden.
Eine vorbestimmte feste, statische Konfiguration, zum Beispiel in Form einer mechanischen Verbindung, zwischen derartigen Sensoren und Funktionsschnittstellen hat den Vorteil, dass keine dem jeweiligen Anwendungsfall entsprechende nachträgliche Zuordnung zwischen beiden Komponenten vorgenommen werden muss, was einen Installationsaufwand für Sensor(en) und Funktionsschnittstelle(n) vor Ort vereinfachen kann. Allerdings mangelt es einer derartigen starren Zuordnung zwischen Sensor und Funktionsschnittstelle auch erheblich an Flexibilität, insbesondere, wenn die von der Funktionsschnittstelle bereitgestellte Funktion beispielsweise gar nicht unmittelbar am Ort der vom Sensor durchgeführten Messwerterfassung benötigt wird.
Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine mit einem elektronischen Sensor zur Erfassung einer Messgröße koppelbaren elektronischen Funktionsschnittstelle zur Bereitstellung einer vorbestimmten Funktion in Abhängigkeit von Sensorinformationen und/oder Messwerten des Sensors, einen mit einer elektronischen Funktionsschnittstelle zur Bereitstellung einer vorbestimmten Funktion in Abhängigkeit von Sensorinformationen und/oder Sensormesswerten koppelbaren elektronischen Sensor zur Erfassung einer Messgröße sowie eine Anordnung aus einer derartigen Funktionsschnittstelle und einem derartigen Sensor bereitzustellen, die sich mit geringem Material- und Installationsaufwand zeit- und kostengünstig an unterschiedliche Einsatzbedingungen und Anforderungen anpassen lassen. Sie sollen einen hohen Flexibilitätsgrad in Bezug auf unterschiedlichste Einsatzzwecke aufweisen. Darüber hinaus soll selbst eine nachträgliche (Funktions-Erweiterung bereits bestehender Messsysteme ohne großen Aufwand an Zeit, Material, Montage sowie Kosten ermöglicht werden.
Diese Aufgabe wird durch eine elektronische Funktionsschnittstelle mit den Merkmalen des Anspruchs 1, einen elektronischen Sensor mit den Merkmalen des Anspruchs 10 sowie durch eine Anordnung aus einer elektronischen Funktionsschnittstelle und einem elektronischen Sensor mit den Merkmalen des Anspruchs 18 gelöst. Weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die jeweiligen Unteransprüche.
Es ist darauf hinzuweisen, dass die in den Ansprüchen einzeln aufgeführten Merkmale in beliebiger, technisch sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden können (auch über Kategoriegrenzen, beispielsweise zwischen Verfahren und Vorrichtung, hinweg) und weitere Ausgestaltungen der Erfindung aufzeigen. Die Beschreibung charakterisiert und spezifiziert die Erfindung insbesondere im Zusammenhang mit den Figuren zusätzlich.
Es sei ferner darauf hingewiesen, dass ein hierin verwendetes, zwischen zwei Merkmalen stehendes und diese miteinander verknüpfendes „und/oder" stets so auszulegen ist, dass in einer ersten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gegenstands lediglich das erste Merkmal vorhanden sein kann, in einer zweiten Ausgestaltung lediglich das zweite Merkmal vorhanden sein kann und in einer dritten Ausgestaltung sowohl das erste als auch das zweite Merkmal vorhanden sein können.
Eine erfindungsgemäße elektronische Funktionsschnittstelle zur Bereitstellung wenigstens einer vorbestimmten Funktion in Abhängigkeit von Sensorinformationen (insbesondere sensorbezogene Informationen wie z. B. Sensortyp, Art der Messgröße, Messbereich, Messsicherheit, Amplitude, Frequenz etc.) und/oder Messwerten einer von einem elektronischen Sensor, z. B. Sensortypen wie Radarsensor, Mikrowellensensor, Drucksensor und dergleichen, erfassten Messgröße, beispielsweise ein Füllstand, Grenzstand, Druck oder Viskosität, wirkt mit diesem Sensor zusammen. Diesbezüglich ist es erforderlich, dass der Sensor der Funktionsschnittstelle wenigstens Informationen über die von ihm erfassten Messwerte bereitstellt, so dass die Funktionsschnittstelle die vorbestimmte Funktion entsprechend bereitstellen kann. Es sei erwähnt, dass die Informationsbereitstellung nicht zwingend unmittelbar zwischen der Funktionsschnittstelle und dem jeweiligen Sensor erfolgen muss, sondern ebenso über eine Zwischeneinrichtung erfolgen kann. Zum Beispiel kann der Sensor der Zwischeneinrichtung die Messwertinformationen bereitstellen, wobei die Zwischeneinrichtung diese Informationen an die Funktionsschnittstelle weiterleitet.
Gemäß der Erfindung ist die Funktionsschnittstelle als vom Sensor baulich unabhängige, absetzbare - insbesondere lösbare, trennbare, modulare, austauschbare - Einheit ausgebildet und zusätzlich mit dem Sensor in drahtlosdatenübertragender Weise gekoppelt. Damit ist die Funktionsschnittstelle vollkommen unabhängig von dem Sensor platzierbar, da die Funktionsschnittstelle nicht integraler Bestandteil des Sensors ist oder umgekehrt. So kann die Funktionsschnittstelle zum Beispiel vom Messort des Sensors entfernt angeordnet sein, z. B. bevorzugt einige wenige Meter oder auch mehr als zehn, mehr als hundert oder mehr als tausend Meter, wo die von der Funktionsschnittstelle bereitgestellte Funktion tatsächlich benötigt wird. Die Unabhängigkeit der Funktionsschnittstelle von dem Sensor und umgekehrt erhöht wesentlich die Flexibilität und den Freiheitsgrad bei der Wahl möglicher Anwendungsszenarien. Anders als beispielsweise bei einer Verdrah- tung/Verkabelung von Funktionsschnittstelle und Sensor ist der Installations- und Zeitaufwand zur Errichtung einer erfindungsgemäßen Schnittstellen-Sensor-An- ordnung im Wesentlichen völlig unabhängig von der tatsächlichen Distanz zwischen Funktionsschnittstelle und Sensor.
Sofern darüber hinaus bei existenten Messystemen Messsensoren bereits eingerichtet sind, ihre Messwerte einer erfindungsgemäßen Funktionsschnittstelle drahtlosübertragend bereitzustellen, lassen sich derartige Messsysteme auch nachträglich um die erfindungsgemäße Funktionsschnittstelle erweitern, womit der Funktionsumfang des bestehenden Messsystems ohne großen an Material, Montage, Kosten und dergleichen erweitert werden kann.
Nach einer bevorzugten Weiterbildung des Erfindungsgegenstands weist die Funktionsschnittstelle wenigstens einen Schaltausgang (z. B. Relais-Ausgang), Stromausgang, Spannungsausgang und/oder ein Kommunikationsmodul auf, der/die/das die vorbestimmte Funktion bereitstellt/bereitstellen. Im Fall des Schaltausgangs kann die Funktionsschnittstelle einen oder mehrere vorbestimmte Schaltzustände abhängig von den ihr bereitgestellten Sensormesswerten erzeugen. Strom- und/oder Spannungssignale, die die Messwerte des Sensors z. B. in vordefinierter Stärke/Höhe wiedergeben, können an einem oder mehreren Strom- bzw. Spannungsausgängen der Funktionsschnittstelle ausgegeben werden. Ein Kommunikationsmodul kann in Abhängigkeit von Sensorinformationen und/oder den Sensormesswerten vordefinierte Benachrichtigungen erzeugen und entsprechend drahtlos oder leitungsgebunden übermitteln. Zum Beispiel können bei Erreichen eines bestimmten Grenz- oder Füllstands eines Mediums Hinweis- oder Alarmbenachrichtigungen übermittelt werden (ereignisgesteuerte Übermittlung). Ferner können alternativ oder zusätzlich zu den Sensormesswerten auch weitere Sensorinformationen wie z. B. Messsicherheit, Amplitude, Frequenz, etc. als Grundlage für die Ansteuerung der abgesetzten Funktionsschnittstellen verwendet werden. Beispielsweise kann so ein Schalten der Antennenspülung bei Erkennung von Ablagerungen bzw. fallender Messsicherheit oder Amplitude realisiert werden. Eine kontinuierlich bzw. in vorbestimmten, regelmäßigen Zeitintervallen stattfindende Übermittlung von Sensormesswerten mittels des Kommunikationsmoduls kann alternativ oder zusätzlich ebenso vorgesehen sein. Die vorbestimmte Funktion kann beispielsweise an der Funktionsschnittstelle selbst, per Funk oder über die Cloud individuell konfiguriert werden (z.B. Grenzwerte, Aktionen, Zuordnungen, usw.).
Als Stromausgang kann beispielsweise ein 4-20 mA Ausgang vorgesehen sein, als Spannungsausgang z. B. ein 0-10 V Ausgang. Kommunikationsmodule können
beispielsweise Feldbusse, drahtlose Funkübertragungs- oder optische Übertragungseinrichtungen sein.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Funktionsschnittstelle wenigstens einen elektrischen Energiespeicher und/oder eine elektrische Energiezuführeinrichtung und/oder einen elektrischen Energieerzeuger aufweist, der/die eine Stromversorgung der Funktionsschnittstelle bereitstellt/be- reitstellen. So kann der Energiespeicher eine Batterie oder ein wiederaufladbarer Akkumulator sein. Ein Energieerzeuger kann vorzugsweise eine so genannte Energy-Harvesting-Einrichtung sein, die eingerichtet ist, verhältnismäßig kleine elektrische Energiemengen aus am Betriebsort der Funktionsschnittstelle vorhandenen Quellen, wie z. B. Umgebungstemperatur, elektromagnetischer Strahlung (einschließlich Licht), Vibrationen oder Luftströmungen, zu gewinnen. Sofern der Energiespeicher als wiederaufladbarer Energiespeicher (Akku) ausgebildet ist, kann die vom Energieerzeuger bereitgestellte, für den Betrieb der Funktionsschnittstelle augenblicklich nicht benötigte überschüssige Energie in diesem ge- speichert/gepuffert werden und zu einem späteren Zeitpunkt für den Betrieb der Funktionsschnittstelle verwendet werden (wenn beispielsweise die zur Energieerzeugung verwendete Energiequelle temporär keine Energie liefert). Ein Akkumulator kann alternativ oder zusätzlich auch über die elektrische Energiezuführeinrichtung geladen werden, wobei diese als leitungsgebundene Zuführeinrichtung oder drahtlose Zuführeinrichtung (beispielsweise auf elektromagnetischer Induktion beruhend) ausgebildet sein kann.
Dementsprechend kann die Energiezuführeinrichtung eine leitungsgebundene elektrische Energie übertragende Kopplung für eine funktionsschnittstellenexterne Stromeinspeisung (z. B. mittels Stecker und Buchse) und/oder eine drahtlose elektrische Energie übertragende Kopplung (z. B. Induktion) für eine funktionsschnittstellenexterne Stromeinspeisung sein, wohingegen die Energieerzeugungsvorrichtung eine funktionsschnittstelleninterne Stromerzeugung und Stromeinspeisung in den Energiespeicher bewirkt.
Insgesamt ermöglicht die vorbeschriebene Energiebereitstellung einen zumindest für eine bestimmte Zeitdauer autarken Betrieb der Funktionsschnittstelle, wodurch Serviceintervalle (beispielsweise für einen Batteriewechsel) wenigstens deutlich
reduziert werden können oder während eines geplanten Einsatzes sogar vollständig wegfallen können.
Die Funktionsschnittstelle kann nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung dauerhaft oder zyklisch (intervallgesteuert) oder ereignisgesteuert aktivierbar sein. Die Ereignissteuerung kann auf manueller Eingabe (z. B. durch einen Benutzer) beruhen oder automatisch bei Eintreten eines vorbestimmten Ereignisses (z. B. eines frei festlegbaren Füllstands, Grenzstands etc.) erfolgen. Im aktivierten Zustand stellt die Funktionsschnittstelle bestimmungsgemäß die wenigstens eine Funktion bereit, wohingegen die Funktionsschnittstelle in ihrem alternativen, inaktiven Betriebszustand im Wesentlichen keine elektrische Energie verbraucht, so dass ein batterie- oder akkumulatorgespeister, autarker Schnittstellenbetrieb über sehr lange Zeiträume (wenigstens für einige Tage oder einige Wochen oder sogar für Monate bis zu einigen Jahren) realisierbar ist.
Nach einer vorteilhaften weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Drahtlosdatenübertragung als ausschließlich unidirektionale Datenübertragung vom Sensor zur Funktionsschnittstelle ausgebildet. Mit anderen Worten ist die Funktionsschnittstelle in diesem Fall eingerichtet, lediglich Daten über die vom Sensor erfassten Messwerte zu empfangen.
Alternativ kann die Drahtlosdatenübertragung als bidirektionale Datenübertragung zwischen dem Sensor und der Funktionsschnittstelle ausgebildet sein, das heißt die Funktionsschnittstelle kann auf demselben Weg, auf dem sie die Messwertinformationen des Sensors empfängt, auch Daten/Informationen drahtlos zurücksenden. Diese Informationen können beispielsweise einen Betriebsstatus der Funktionsschnittstelle aufweisen, z. B. einen bald erforderlichen Batteriewechsel oder einen Defekt einer Schnittstellenkomponente (z. B. Strom-/Spannungs-/Kommu- nikationsausgang) o. ä. anzeigen.
Gemäß einer anderen Weiterbildung des Erfindungsgenstands ist die Drahtlosdatenübertragung als direkte Datenübertragung zwischen dem Sensor und der Funktionsschnittstelle ausgebildet und/oder als eine über wenigstens eine funktionsschnittstellenexterne und sensorexterne Zwischeneinrichtung geführte indirekte Datenübertragung zwischen dem Sensor und der Funktionsschnittstelle ausgebildet. Bei der direkten Datenübertragung findet die Kommunikation unmittelbar
zwischen dem Sensor und der Funktionsschnittstelle statt, wobei Funkstandards wie (Low Energy-)Bluetooth, WLAN, LoraWan, NB-IoT etc. eingesetzt werden können.
Bei der mittels einer Zwischeneinrichtung stattfindenden Datenübertragung kann die Zwischeneinrichtung beispielsweise ein Daten-/Überwachungs-/Steuerungs- server einer Messstellenleitebene sein oder eine bekanntlich als „Cloud" bezeichnete globale, dezentrale Speichereinrichtung. Das heißt, der Sensor überträgt in diesem Fall die Messwerte nicht unmittelbar selbst an die Funktionsschnittstelle, sondern an die Zwischeneinrichtung, die die Messwerte dann an die Funktionsschnittstelle weiterleitet und im Fall einer bidirektionalen Drahtlosdatenübertragung der Funktionsschnittstelle auch Daten/Informationen von der Funktionsschnittstelle empfangen kann. Da eine drahtlose Kommunikationsverbindung des Sensors und der Funktionsschnittstelle in diesem Fall lediglich zur Zwischeneinrichtung bestehen muss, kann die Distanz zwischen dem Sensor und der zugeordneten Funktionsschnittstelle im Wesentlichen beliebig groß gewählt werden, was die Anwendungsflexibilität nochmals deutlich erhöht. Die Drahtlosdatenübertragung zwischen dem Sensor bzw. der Funktionsschnittstelle und der Zwischeneinrichtung kann beispielsweise über (Low Energy-)Bluetooth, WLAN, LoraWan, NB- loT usw. oder über andere entsprechend geeignete Übertragungsstandards erfolgen.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wirkt ein elektronischer Sensor, z. B. Sensortypen wie Radarsensor, Mikrowellensensor, Drucksensor oder dergleichen, zur Erfassung einer Messgröße, beispielsweise ein Füllstand, Grenzstand, Druck oder Viskosität, mit wenigstens einer elektronischen Funktionsschnittstelle zur Bereitstellung wenigstens einer vorbestimmten Funktion in Abhängigkeit von Sensorinformationen (insbesondere sensorbezogene Informationen wie z. B. Sensortyp, Art der Messgröße, Messbereich, Messsicherheit, Amplitude, Frequenz etc.) und/oder Messwerten der vom Sensor erfassten Messgröße zusammen. Mit anderen Worten stellt der Sensor der Funktionsschnittstelle wenigstens Informationen über die von ihm erfassten Messwerte bereit, so dass die Funktionsschnittstelle die vorbestimmte Funktion entsprechend bereitstellen kann. Es ist zu verstehen, dass die Informationsbereitstellung nicht zwingend unmittelbar zwischen dem Sensor und der Funktionsschnittstelle erfolgen muss. Sie kann ebenso über eine Zwischeneinrichtung erfolgen. Zum Beispiel kann der Sensor der Zwischeneinrichtung die
Messwertinformationen bereitstellen, wobei die Zwischeneinrichtung diese Informationen an die Funktionsschnittstelle weiterleitet.
Erfindungsgemäß ist der Sensor als von der Funktionsschnittstelle baulich unabhängige, absetzbare - insbesondere lösbare, trennbare, modulare, austauschbare - Einheit ausgebildet ist und mit der Funktionsschnittstelle in drahtlosdatenübertragender Weise gekoppelt. Dementsprechend ist der Sensor vollkommen unabhängig von der Funktionsschnittstelle platzierbar, da der Sensor nicht integraler Bestandteil der Funktionsschnittstelle ist oder umgekehrt. So kann der Messort des Sensors von der Funktionsschnittstelle entfernt angeordnet sein, z. B. bevorzugt einige wenige Meter oder auch mehr als zehn, mehr als hundert oder mehr als tausend Meter. Die Funktionsschnittstelle kann ihre Funktion an einem anderen Ort bereitstellen. Die Unabhängigkeit der Funktionsschnittstelle von dem Sensor und umgekehrt erhöht wesentlich die Flexibilität und den Freiheitsgrad bei der Wahl möglicher Anwendungsszenarien. Anders als beispielsweise bei einer Ver- drahtung/Verkabelung von Funktionsschnittstelle und Sensor ist der Installationsund Zeitaufwand zur Errichtung einer erfindungsgemäßen Sensor-Schnittsteilen- Anordnung im Wesentlichen völlig unabhängig von der tatsächlichen Distanz zwischen dem Sensor und der Funktionsschnittstelle.
Es sei darauf hingewiesen, dass bezüglich sensorbezogener Begriffsdefinitionen sowie der Wirkungen und Vorteile sensorgemäßer Merkmale vollumfänglich auf die Offenbarung sinngemäßer Definitionen, Wirkungen und Vorteile der erfindungsgemäßen Funktionsschnittstelle verwiesen wird. Entsprechend können Offenbarungen hierin bezüglich der erfindungsgemäßen Funktionsschnittstelle in sinngemäßer Weise zur Definition des erfindungsgemäßen Sensors herangezogen werden, sofern dies nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. Auch können Offenbarungen hierin bezüglich des erfindungsgemäßen Sensors in sinngemäßer Weise zur Definition der erfindungsgemäßen Funktionsschnittstelle herangezogen werden. Insofern kann auf eine Wiederholung von Erläuterungen sinngemäß gleicher Merkmale, deren Wirkungen und Vorteile des erfindungsgemäßen Sensors sowie der erfindungsgemäßen Funktionsschnittstelle zugunsten einer kompakteren Beschreibung verzichtet werden, ohne dass derartige Auslassungen als Einschränkung auszulegen wären.
Bevorzugt ist der Sensor als energieautarker Sensor ausgebildet, das heißt mit einer eigenen Energieversorgung, zum Beispiel in Form einer Batterie oder eines Akkumulators, ausgestattet.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Sensor eine Haltevorrichtung aufweist, an der die Funktionsschnittstelle anbringbar ist, wobei hierunter insbesondere ein lösbares Anbringen zu verstehen ist. Jedenfalls bilden Sensor und Funktionsschnittstelle im Sinne der Erfindung trotz der Anbringungsmöglichkeit keine integrale, unlösbare Einheit. Damit kann der Sensor je nach Anwendungsfall mit einem bevorzugten Schnittstellenmodul ausgestattet werden.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsgegenstands weist der Sensor ein elektrische Energie übertragendes Kopplungsmittel auf, das eine Stromversorgung der an der Haltevorrichtung angebrachten Funktionsschnittstelle bereitstellt. Dies ermöglicht eine Stromversorgung der Funktionsschnittstelle über die Stromversorgung des Sensors. Die Funktionsschnittstelle könnte in diesem Fall auf eine eigene Stromversorgung, z. B. mittels Batterie, verzichten, was den Aufbau vereinfacht und die Herstellungskosten senkt.
Eine noch weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Energie übertragende Kopplungsmittel als die Funktionsschnittstelle leitungsgebunden koppelndes Mittel (z. B. in Form von Stecker und Buchsen) oder drahtlos koppelndes Mittel (z. B. induktiv) ausgebildet ist.
Des Weiteren kann nach einer anderen Ausgestaltung die Drahtlosdatenübertragung als ausschließlich unidirektionale Datenübertragung vom Sensor zur Funktionsschnittstelle ausgebildet sein. Das heißt, die Funktionsschnittstelle kann lediglich die vom Sensor bereitgestellten Messwertdaten empfangen.
In einer alternativen Ausgestaltung kann die Drahtlosdatenübertragung als bidirektionale Datenübertragung zwischen dem Sensor und der Funktionsschnittstelle ausgebildet sein. Somit kann die Funktionsschnittstelle in diesem Fall auch selbst Daten senden, zum Beispiel Informationen über ihren Betriebsstatus, wie bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Funktionsschnittstelle hierin erläutert wurde.
Gemäß einer noch weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Drahtlosdatenübertragung als direkte Datenübertragung zwischen dem Sensor und der Funktionsschnittstelle ausgebildet und/oder als eine über wenigstens eine sensorexterne und funktionsschnittstellenexterne Zwischeneinrichtung geführte indirekte Datenübertragung zwischen dem Sensor und der Funktionsschnittstelle ausgebildet.
Bei der direkten Datenübertragung findet die Kommunikation unmittelbar zwischen dem Sensor und der Funktionsschnittstelle statt, wobei Funkstandards wie (Low Energy-)Bluetooth, WLAN, LoraWan, NB-IoT etc. eingesetzt werden können.
Bei der vermittels einer Zwischeneinrichtung stattfindenden Datenübertragung kann die Zwischeneinrichtung beispielsweise ein Daten-/Überwachungs-/Steue- rungsserver einer Messstellenleitebene sein oder eine als „Cloud" bezeichnete globale, dezentrale Speichereinrichtung. Dementsprechend überträgt der Sensor die Messwerte in diesem Fall nicht unmittelbar selbst an die Funktionsschnittstelle, sondern an die Zwischeneinrichtung, die die Messwerte dann an die Funktionsschnittstelle weiterleitet und im Fall einer bidirektionalen Drahtlosdatenübertragung der Funktionsschnittstelle auch Daten/Informationen von der Funktionsschnittstelle empfangen kann. Die Distanz zwischen dem Sensor und der Funktionsschnittstelle kann im Wesentlichen uneingeschränkt den Anforderungen entsprechend festgelegt werden. Die Drahtlosdatenübertragung zwischen dem Sensor bzw. der Funktionsschnittstelle und der Zwischeneinrichtung kann beispielsweise über (Low Energy-)Bluetooth, WLAN, LoraWan, NB-IoT usw. oder über andere entsprechend geeignete Übertragungsstandards erfolgen.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung kann der Sensor ein Grenzstandsensor oder Füllstandsensor oder Drucksensor sein, ohne jedoch zwingend hierauf beschränkt zu sein.
Gemäß einem noch weiteren Aspekt der Erfindung weist eine Anordnung, insbesondere eine Sensor-Funktionsschnittstellen-Anordnung, wenigstens einen elektronischen Sensor gemäß einer der hierin offenbarten Ausgestaltungen und wenigstens eine elektronische Funktionsschnittstelle gemäß einer hierin offenbarten Ausgestaltung auf. Hierbei ist die Funktionsschnittstelle als vom Sensor baulich unabhängige, absetzbare - insbesondere lösbare, trennbare, modulare, austauschbare
- Einheit ausgebildet und mit dem Sensor in drahtlosdatenübertragender Weise gekoppelt.
Auch hinsichtlich der erfindungsgemäßen Anordnung aus Sensor und Funktionsschnittstelle sei darauf hingewiesen, dass bezüglich anordnungsbezogener Begriffsdefinitionen sowie der Wirkungen und Vorteile anordnungsgemäßer Merkmale vollumfänglich auf die Offenbarung sinngemäßer Definitionen, Wirkungen und Vorteile der erfindungsgemäßen Funktionsschnittstelle und des erfindungsgemäßen Sensors verwiesen wird. Entsprechend können Offenbarungen hierin bezüglich der erfindungsgemäßen Funktionsschnittstelle sowie des erfindungsgemäßen Sensors in sinngemäßer Weise zur Definition der erfindungsgemäßen Anordnung herangezogen werden, sofern dies nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. Auch können Offenbarungen hierin bezüglich der erfindungsgemäßen Anordnung in sinngemäßer Weise zur Definition der erfindungsgemäßen Funktionsschnittstelle und des erfindungsgemäßen Sensors herangezogen werden. Auf eine Wiederholung von Erläuterungen sinngemäß gleicher Merkmale, deren Wirkungen und Vorteile des erfindungsgemäßen Sensors, der erfindungsgemäßen Funktionsschnittstelle und der erfindungsgemäßen Anordnung kann zugunsten einer kompakteren Beschreibung verzichtet werden, ohne dass derartige Auslassungen als Einschränkung auszulegen wären.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung sind mehrere Sensoren vorgesehen, die gemeinsam mit ein und derselben Funktionsschnittstelle in der drahtlosdatenübertragenden Weise gekoppelt sind, wobei die Funktionsschnittstelle die wenigstens eine vorbestimmte Funktion in Abhängigkeit von den Sensorinformationen und/oder den Messwerten der von den Sensoren jeweils erfassten Messgrößen bereitstellt. Mit anderen Worten stellen die mehreren derselben Funktionsschnittstelle zugeordneten Sensoren einen Sensorverbund dar.
Eine andere vorteilhafte Weiterbildung des Erfindungsgegenstands sieht mehrere Funktionsschnittstellen vor, die gemeinsam mit ein und demselben Sensor in der drahtlosdatenübertragenden Weise gekoppelt sind, wobei die Funktionsschnittstellen jeweils die wenigstens eine vorbestimmte Funktion in Abhängigkeit von den Sensorinformationen und/oder den Messwerten der von dem Sensor erfassten
Messgröße bereitstellen. Die demselben Sensor zugeordneten Funktionsschnittstellen bilden einen Schnittstellenverbund.
Eine zur Zuordnung des Sensors und der Funktionsschnittstelle erforderliche Konfiguration kann an der Funktionsschnittstelle vor Ort durchgeführt werden. Die Funktionsschnittstelle kann hierzu entsprechende Ein- und/oder Ausgabemittel z. B. Tasten, Anzeige, Touchscreen und dgl. Aufweisen. Die Konfiguration kann ebenso mittels eines Konfiguriergeräts erfolgen, das nicht Teil der Funktionsschnittstelle ist, sondern lediglich für den Konfiguriervorgang über eine entsprechende Konfigurationsschnittstelle mit der Funktionsschnittstelle verbunden wird. Außerdem kann die Konfiguration auch drahtlos über eine Funkübertragung stattfinden. Ebenso ist es denkbar, die Funktionsschnittstelle vor ihrer Installation in einem Messsystem vorzukonfigurieren, d. h. beispielsweise eine Zuordnung zwischen Sensor(en) und Funktionsschnittstelle(n), einem Sensorverbund oder Schnittstellenverbund durch Speicherung entsprechender Feldgeräteadressen vorab festzulegen. Falls erforderlich, kann eine zusätzliche oder nachträgliche (Um-)Konfiguration später auch vor Ort bzw. über Funk vorgenommen werden.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung nicht einschränkend zu verstehender Ausführungsbeispiele der Erfindung, die im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert wird. In dieser Zeichnung zeigen schematisch:
Fig. 1 ein erstes Verwendungsbeispiel eines Ausführungsbeispiels jeweils einer Funktionsschnittstelle und eines Sensors gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine erste Anordnungsmöglichkeit der Funktionsschnittstelle und des Sensors aus Fig. 1,
Fig. 3 eine zweite Anordnungsmöglichkeit der Funktionsschnittstelle und des Sensors aus Fig. 1,
Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung aus einer Funktionsschnittstelle und mehreren Sensoren gemäß der Erfindung,
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung aus mehreren Funktionsschnittstellen und einem Sensor gemäß der Erfindung,
Fig. 6 ein Funktionsdiagramm eines Ausführungsbeispiels einer elektronischen Funktionsschnittstelle gemäß der Erfindung und
Fig. 7 ein Kommunikationsdiagramm einer beispielhaften Anordnung aus einer elektronischen Funktionsschnittstelle und einem elektronischen Sensor gemäß der Erfindung.
In den unterschiedlichen Figuren sind hinsichtlich ihrer Funktion gleichwertige Teile stets mit denselben Bezugszeichen versehen, so dass diese in der Regel auch nur einmal beschrieben werden.
Fig. 1 stellt ein erstes Verwendungsbeispiel eines Ausführungsbeispiels jeweils einer elektronischen Funktionsschnittstelle 1 und eines elektronischen Sensors 2 gemäß der Erfindung dar. In dem vorliegenden Beispiel ist der Sensor 2 ein Radarsensor, ohne jedoch zwingend hierauf beschränkt zu sein. Der elektronische Sensor könnte z. B. ebenso ein Drucksensor sein. Der Sensor 2 ist an einem Behälter 3 angeordnet, um einen Füllstand (Messgröße) eines in diesem aufgenommenen Mediums 4 mittels Radarwellen 5 zu erfassen.
In Fig. 1 ist dargestellt, dass der Sensor 2 und die Funktionsschnittstelle 1 drahtlosdatenübertragend Zusammenwirken, wobei die Funktionsschnittstelle 1 als vom Sensor 2 baulich unabhängige Einheit ausgebildet ist, die wie in Fig. 1 dargestellt abgesetzt vom Sensor 2 betrieben wird. Die Funktionsschnittstelle 1 stellt wenigstens eine vorbestimmte Funktion in Abhängigkeit von Sensorinformationen (d. h. sensorbezogene Informationen wie z. B. Sensortyp, Art der Messgröße, Messbereich, Messsicherheit, Amplitude, Frequenz etc.) und/oder Messwerten der vom Sensor erfassten Messgröße (vorliegend Füllstand) bereit. Die Messwerte bzw. Informationen hierüber werden mittels der Drahtlosdatenübertragung 6 von dem Sensor 2 an die Funktionsschnittstelle 1 übertragen.
Abhängig von den empfangenen Messwertinformationen stellt die Funktionsschnittstelle 1 eine Funktion bereit, die bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel beispielsweise als Schaltmodul mit einem Schaltausgang ausgebildet ist. So kann
die Funktionsschnittstelle 1 zum Beispiel abhängig von vordefinierten Füllständen, die der Sensor 2 erfasst, einen Schaltzustand bereitstellen, z. B. geschlossen oder offen.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel ist die Drahtlosdatenübertragung 6 als eine über eine funktionsschnittstellenexterne und sensorexterne Zwischeneinrichtung 7, die vorliegend als „Cloud" dargestellt ist, geführte Datenübertragung zwischen dem Sensor 2 und der Funktionsschnittstelle 1 ausgebildet. Die Datenübertragung findet somit nicht unmittelbar zwischen dem Sensor 2 und der Funktionsschnittstelle statt. Die „Cloud" 7 kann als eine allgemeine Datenspeichereinrichtung, z. B. ein Datenserver o. ä., ausgebildet sein und/oder als ein Steuerungs-/Überwa- chungsserver einer übergeordneten Leitebene eines Messsystems (nicht dargestellt).
Fig. 2 stellt eine erste Anordnungsmöglichkeit der Funktionsschnittstelle 1 und des Sensors 2 aus Fig. 1 dar. Wie auch in Fig. 1 zu erkennen ist, ist die Funktionsschnittstelle in Fig. 2 von dem Sensor 2 räumlich abgesetzt und steht mit diesem über die Drahtlosdatenübertragung 6 in Kommunikationsverbindung.
In Fig. 2 ist weiter eine Haltevorrichtung 8 des Sensors 2 zu erkennen. An der Haltevorrichtung 8 kann die Funktionsschnittstelle 1 angebracht werden. Dies ist bei der in Fig. 2 dargestellten Anordnungsmöglichkeit jedoch nicht der Fall, so dass die Haltevorrichtung 8 des Sensors 2 einen freien Schnittstellenplatz bereitstellt. Es ist zu verstehen, dass die Haltevorrichtung 8 des Sensors 8 zur Realisierung der in Fig. 2 dargestellten Anordnungsmöglichkeit selbstverständlich nicht zwingend vorhanden sein muss. Der Sensor 2 könnte auch ohne Haltevorrichtung 8 bereitgestellt sein.
Fig. 3 stellt eine zweite Anordnungsmöglichkeit der Funktionsschnittstelle 1 und des Sensors 2 aus Fig. 1 dar, bei der die Funktionsschnittstelle 1 nun in der Haltevorrichtung 8 des Sensors 2 aufgenommen und an dem Sensor 2 angebracht ist. Es ist zu verstehen, dass der Sensor 2 und die Funktionsschnittstelle 1 hierbei keine integrale Einheit bilden. Die Funktionsschnittstelle 1 ist lösbar an der Haltevorrichtung befestigt. Die Funktionsschnittstelle 1 kann zum Beispiel auch gegen eine andere Funktionsschnittstelle (nicht dargestellt) ausgetauscht werden.
Fig. 4 stellt ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung 10 aus einer Funktionsschnittstelle, z. B. die Funktionsschnittstelle 1 aus Fig. 1, und mehreren Sensoren, z. B. zwei Radarsensoren 2 aus Fig. 1 und ein Grenzstandsensor 11, gemäß der Erfindung dar. Auch bei der in Fig. 4 gezeigten Anordnung 10 ist die Funktionsschnittstelle 1 als von den Sensoren 2 und 11 baulich unabhängige, absetzbare Einheit ausgebildet. Die Funktionsschnittstelle 1 steht mit den Sensoren 2 und 11 jeweils in drahtlosdatenübertragender Weise über die Zwischeneinrichtung 7 in Verbindung. Die Anordnung 10 unterscheidet sich im Wesentlichen nur dadurch von der in Fig. 1 gezeigten Anordnung, dass mehrere Sensoren 2 und 11 vorgesehen sind, die gemeinsam mit ein und derselben Funktionsschnittstelle 1 in der drahtlosdatenübertragenden Weise gekoppelt sind, wobei die Funktionsschnittstelle 1 die wenigstens eine vorbestimmte Funktion in Abhängigkeit von den Sensorinformationen und/oder den Messwerten der von den beiden Sensoren 2 und dem Sensor 11 jeweils erfassten Messgrößen bereitstellt.
Fig. 5 stellt ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung 20 aus mehreren Funktionsschnittstellen 1, 21, 22 und einem Sensor, vorliegend z. B. der Sensor 2 aus Fig. 1, gemäß der Erfindung dar. Im Gegensatz zur Anordnung 10 aus Fig. 4 sind hier mehrere Funktionsschnittstellen 1, 21, 22 vorgesehen, die gemeinsam mit ein und demselben Sensor 2 in der drahtlosdatenübertragenden Weise gekoppelt sind, wobei die Funktionsschnittstellen 1, 21, 22 jeweils die wenigstens eine vorbestimmte Funktion in Abhängigkeit von den Sensorinformationen und/oder den Messwerten der von dem Sensor 2 erfassten Messgröße (vorliegend ein Füllstand) bereitstellen. Die Funktionsschnittstelle 1 weist hierzu den Schaltausgang wie in Fig. 1 auf. Die Funktionsschnittstelle 21 weist in dem gezeigten Beispiel einen Stromausgang 4- 20 mA auf. Die Funktionsschnittstelle 22 weist einen Spannungsausgang 0-10 V auf. Andere Funktionsausgänge sind ebenfalls denkbar.
Fig. 6 stellt ein Funktionsdiagramm eines Ausführungsbeispiel einer elektronischen Funktionsschnittstelle, z. B. die Funktionsschnittstelle 1 aus Fig. 1, gemäß der Erfindung dar. Es ist zu verstehen, dass auch die Funktionsschnittstellen 21 und 22 den in Fig. 6 gezeigten grundsätzlichen Aufbau aufweisen können. Sie können jedoch auch hiervon abweichen.
In Fig. 6 ist zu erkennen, dass die Funktionsschnittstelle eine Drahtlosdatenübertragung 6 ermöglichende Drahtlosdatenübertragungseinrichtung 23 aufweist,
ferner einen elektrischen Energiespeicher 24 (z. B. Batterie oder Akkumulator), der eine Stromversorgung der Funktionsschnittstelle 1 bereitstellt, weiterhin eine Steuerelektronik 25 (z. B. eine Rechen- und Speichereinheit wie Mikrocontroller) zur Steuerung der Schnittstellenfunktion der Funktionsschnittstelle 1, und schließlich ein Schaltmodul 26 zur Bereitstellung des Schaltausgangs.
Fig. 7 stellt ein Kommunikationsdiagramm einer beispielhaften Anordnung aus einer elektronischen Funktionsschnittstelle, z. B. Funktionsschnittstelle 1 aus Fig. 1, und einem elektronischen Sensor, z. B. Sensor 2 aus Fig. 1, gemäß der Erfindung dar. In Fig. 7 ist zu erkennen, dass mit der Funktionsschnittstelle 1, zum Beispiel an dem von der Funktionsschnittstelle 1 bereitgestellten Schaltausgang, eine Steuereinheit 27 angeschlossen ist, die abhängig von dem Schaltzustand des Schaltausgangs der Funktionsschnittstelle 1 einen Steuervorgang durchführt. In dem in Fig. 7 dargestellten Fall steht die Funktionsschnittstelle 1 mit dem Sensor 2 über die Drahtlosdatenübertragung 6 vermittels der Zwischeneinrichtung 7 in Kommunikationsverbindung. Zusätzlich ist in Fig. 7 auch verdeutlicht, dass alternativ oder zusätzlich auch eine direkte Drahtloskommunikation 28 zwischen der Funktionsschnittstelle 1 und dem Sensor 2 je nach konkreter Ausgestaltung möglich sein kann.
Die hierin offenbarte erfindungsgemäße elektronische Funktionsschnittstelle, der elektronische Sensor und die Anordnung aus der Funktionsschnittstelle und dem Sensor sind nicht auf die hierin jeweils offenbarten Ausführungsformen beschränkt, sondern umfassen auch gleich wirkende weitere Ausführungsformen, die sich aus technisch sinnvollen weiteren Kombinationen der hierin beschriebenen Merkmale der Funktionsschnittstelle, des Sensors und der Anordnung hieraus ergeben. Insbesondere sind die vorstehend in der allgemeinen Beschreibung und der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen nicht nur in den jeweils hierin explizit angegebenen Kombinationen, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
In bevorzugter Ausführung wird die elektronische Funktionsschnittstelle in Kombination mit einem elektronischen Sensor zur Erfassung eines Füllstands und/oder Grenzstands und/oder Drucks (dementsprechend mit einem Füllstand-, Grenzstand- bzw. Drucksensor) eines Mediums verwendet, wobei die
Funktionsschnittstelle wenigstens eine vorbestimmte Funktion in Abhängigkeit von Sensorinformationen und/oder Messwerten des vom Sensor erfassten Füll- und/oder Grenzstands bereitstellt.
Bezugszeichenliste
1 Funktionsschnittstelle
2 Sensor
3 Behälter
4 Medium
5 Radarwellen
6 Indirekte Drahtlosdatenübertragung
7 Zwischeneinrichtung / Cloud
8 Haltevorrichtung
10 Anordnung
11 Grenzstandsensor
20 Anordnung
21 Funktionsschnittstelle
22 Funktionsschnittstelle
23 Drahtlosdatenübertragungseinrichtung
24 Energiespeicher
25 Steuerelektronik
26 Schaltmodul
27 Steuereinheit
28 Direkte Drahtlosdatenübertragung