Ablagefachanordnung mit zumindest einem Ablagefach
Die Erfindung betrifft eine Ablageanordnung mit zumindest einem Ablagefach und einer in dieses integrierten Desinfektionsvorrichtung mit zumindest einer UV-C-Strahlung emittierenden Lichtquelle.
Aus der US 2015/0137747 A1 ist ein Lade- und Desinfektionsfach für ein Fahrzeug bekannt. Das Lade- und Desinfektionsfach umfasst ein kabelloses Ladegerät zum Laden eines elektronischen Gerätes und eine Beleuchtungsvorrichtung. Die Beleuchtungsvorrichtung umfasst eine Desinfektionsvorrichtung, die mindestens einen Photolumineszenz-Indikator enthält. Eine Steuerung steht mit dem kabellosen Ladegerät und der Beleuchtungsvorrichtung in Verbindung und kann den Photolumineszenz- Indikator steuern, indem ein Sterilisationsvorgang mit der Desinfektionsvorrichtung eingeleitet wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ablagefachanordnung mit einem Ablagefach und einer in dieser integrierten Desinfektionsvorrichtung anzugeben.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Ablageanordnung gelöst, welche die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale aufweist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Eine Ablageanordnung, insbesondere für ein Fahrzeug, weist zumindest ein Ablagefach und eine in dieses integrierte Desinfektionsvorrichtung mit zumindest einer UV-C- Strahlung emittierenden Lichtquelle auf. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Ablagefach, in welches die Desinfektionsvorrichtung integriert ist, ein Deckelelement aufweist und das Ablagefach bei geschlossenem Deckelelement strahlendicht ausgeführt ist. Zudem ist eine Sicherheitsvorrichtung vorgesehen, welche insbesondere an einem Gehäuse der Desinfektionsvorrichtung angeordnet ist, und welche ausgebildet ist, anhand
erfasster Signale einen Zustand des Deckelelementes zur Aktivierung oder Deaktivierung der Desinfektionsvorrichtung zu ermitteln.
Mittels einer derart ausgebildeten Ablagefachanordnung kann ein Gefährdungspotential, dass ein Nutzer der Desinfektionsvorrichtung von der UV-C-Strahlung geblendet wird oder mit seiner Haut mit der UV-C-Strahlung in Kontakt kommt, erheblich verringert werden. Zum einen ist das Ablagefach mit der Desinfektionsvorrichtung mittels des Deckelelementes strahlendicht verschließbar und zum anderen ist die Sicherheitsvorrichtung vorgesehen, mittels welcher sichergestellt werden kann, dass die zumindest eine UV-C-Strahlung emittierende Lichtquelle nur dann aktiviert wird, wenn ermittelt wird, dass das Deckelelement geschlossen ist. Es wird also weitestgehend sichergestellt, dass eine UV-C-Bestrahlung eines in dem Ablagefach abgelegten Gegenstandes, bei welchem es sich beispielsweise um ein Smartphone, ein Portemonnaie oder einen Schlüssel handeln kann, ausschließlich bei geschlossenem Ablagefach erfolgt, so dass keine UV-C-Strahlung nach außen, d. h. nach außerhalb des Ablagefaches, dringen kann. Mittels der Ablagefachanordnung kann eine Gebrauchssicherheit bei einer Nutzung der Desinfektionsvorrichtung erheblich erhöht werden.
In einer Ausführungsform ist die Sicherheitsvorrichtung ausgebildet, die zumindest eine UV-C-Strahlung emittierende Lichtquelle bei geschlossenem Deckelelement zu aktivieren und bei geöffnetem Deckelelement zu deaktivieren. Somit kann weitestgehend sichergestellt werden, dass die zumindest eine UV-C-Strahlung emittierende Lichtquelle nur dann aktiviert wird, wenn das Deckelelement geschlossen ist. Somit kann zudem ein Augen- und/oder Hautkontakt eines Nutzers der Desinfektionsvorrichtung mit der emittierten UV-C-Strahlung im Wesentlichen ausgeschlossen werden.
In einerweiteren Ausführungsform der Ablagefachanordnung sind bzw. ist das Ablagefach bildende Wandungen und/oder eine dem Ablagefach zugewandte Innenseite des Deckelelementes mit einer UV-C-Strahlung reflektierenden Verkleidung versehen. Somit kann eine Strahleneffizienz zur Desinfektion des in dem Ablagefach abgelegten Gegenstandes erhöht werden. Beispielsweise kann dadurch eine erforderliche Zeitdauer zur Desinfektion des Gegenstandes verringert werden.
In einer Weiterbildung weist die Verkleidung zumindest eine Aluminiumbeschichtung auf, durch welche die Strahleneffizienz der UV-C-Strahlung, welche von der zumindest einen Lichtquelle der Desinfektionsvorrichtung emittiert wird, erhöht wird.
In das Ablagefach sind bzw. ist in einer Ausbildung der Ablagefachanordnung eine UV-C- Strahlung reflektierende Matte und/oder eine reflektierende wannenförmigen Aufnahmeeinheit mit von einem Bodenbereich in regelmäßigen Abständen zueinander abragenden Abstandshaltern angeordnet. Der zu desinfizierende Gegenstand wird auf der Matte und/oder in der Aufnahmeeinheit angeordnet, wobei der Gegenstand im Wesentlichen punktuell auf den Abstandshaltern aufliegt. Die Matte und/oder Aufnahmeeinheit sind bzw. ist reflektierend ausgebildet, so dass eine Unterseite des zu desinfizierenden Gegenstandes, welcher auf den Abstandshaltern angeordnet ist, gleichzeitig mit einer Oberseite des Gegenstandes desinfiziert werden kann. Dadurch kann nochmals eine Zeitdauer zur Desinfektion des Gegenstandes verringert werden, so dass es in vergleichsweise kurzer Zeit möglich ist, den Gegenstand effektiv zu desinfizieren.
Eine weitere Ausbildung der Ablagefachanordnung sieht vor, dass zumindest die wannenförmige Aufnahmeeinheit und/oder die Matte in einem aus dem Ablagefach entnehmbaren Rahmenelement angeordnet sind bzw. ist. Somit kann die Desinfektionsvorrichtung insbesondere als Nachrüstlösung in das Ablagefach integriert sein, wobei hierzu ein entsprechender elektrischer Anschluss zur elektrischen Kontaktierung der zumindest einen Lichtquelle und der Sicherheitsvorrichtung mit einem Bordnetz des Fahrzeuges in dem Ablagefach vorhanden ist.
In einer weiteren möglichen Ausführungsform der Ablagefachanordnung ist das Ablagefach unterhalb eines weiteren Ablagefaches angeordnet, wobei das Deckelelement des Ablagefaches zumindest bereichsweise ein Bodenelement des weiteren Ablagefaches bildet. Somit weist die Ablagefachanordnung zwei Ablagefächer auf, von denen in das untere Ablagefach die Desinfektionsvorrichtung integriert ist und das obere weitere Ablagefach zur Verstauung weiterer Gegenstände oder bereits desinfizierter Gegenstände genutzt werden kann.
Das weitere Ablagefach weist in einer möglichen Ausbildung ein weiteres Deckelelement zum Verschließen des weiteren Ablagefaches auf und die Sicherheitsvorrichtung ist zusätzlich ausgebildet, anhand erfasster Signale einen Zustand des weiteren Deckelelementes zu ermitteln. Hierzu sieht ein Sicherheitskonzept der Ablagefachanordnung vor, dass die Desinfektionsvorrichtung nur dann aktiviert werden kann, wenn sowohl das Deckelelement des Ablagefaches als auch das weitere Deckelelement des weiteren Ablagefaches geschlossen sind.
In einer Ausführungsform weist die Sicherheitsvorrichtung zumindest einen Sensor, insbesondere einen lidarbasierten Sensor, einen RFID-Transponder, einen infrarotbasierten Sensor, einen Hall-Sensor und/oder einen kapazitiven Sensor zur Ermittlung des Zustandes des jeweiligen Deckelelementes auf. Insbesondere weist die Sicherheitsvorrichtung eine Erfassungseinheit auf, die zumindest im Betrieb des Fahrzeuges fortlaufend Signale erfasst, anhand derer der Zustand des Deckelelementes und gegebenenfalls des weiteren Deckelelementes zuverlässig detektierbar ist. Somit kann dann weitestgehend sichergestellt werden, dass ein Augen- und/oder Hautkontakt eines Nutzers mit der UV-C-Strahlung in Berührung kommt.
In einer weiteren Ausführung sind bzw. ist das Deckelelement und/oder das weitere Deckelelement als schwenkbarer Klappdeckel oder als Schieberolle ausgebildet. Insbesondere ist zumindest das Deckelelement des Ablagefaches mit der integrierten Desinfektionsvorrichtung derart ausgebildet, dass dieses Ablagefach strahlendicht ist und somit keine UV-C-Strahlung nach außen dringt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Dabei zeigen:
Fig. 1 schematisch eine perspektivische Ansicht eines Ausschnittes eines Ablagefaches mit einer integrierten Desinfektionsvorrichtung,
Fig. 2 schematisch eine Schnittdarstellung einer Ablagefachanordnung mit dem Ablagefach und einem weiteren Ablagefach,
Fig. 3 schematisch eine Schnittdarstellung der Ablagefachanordnung mit dem Ablagefach und einem geöffneten Deckelelement und dem weiteren Ablagefach und
Fig. 4 schematisch eine perspektivische Ansicht des Ablagefaches mit der integrierten Desinfektionsvorrichtung und einem teiltransparenten Deckelelement.
Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausschnittes eines Ablagefaches F1 mit einer integrierten Desinfektionsvorrichtung 1 einer Ablagefachanordnung A.
In Figur 2 ist eine Schnittdarstellung der Ablagefachanordnung A mit dem Ablagefach F1 und einem weiteren Ablagefach F2 gezeigt, wobei in Figur 3 eine Schnittdarstellung der Ablagefachanordnung A mit dem Ablagefach F1 und einem geöffneten Deckelelement 3 und dem weiteren Ablagefach F2 dargestellt ist.
Figur 4 zeigt eine perspektivische Ansicht des Ablagefaches F1 mit der integrierten Desinfektionsvorrichtung 1 und dem teiltransparent dargestellten Deckelelement 3.
Die Ablagefachanordnung A ist in einem nicht näher gezeigten Fahrzeug angeordnet, wobei es sich beispielsweise um ein sogenanntes Kinematikfach oder ein Handschuhfach handeln kann. Auch kann die Ablagefachanordnung in eine Mittelkonsole des Fahrzeuges integriert sein.
Mittels der Desinfektionsvorrichtung 1 kann, insbesondere im Fährbetrieb des Fahrzeuges, ein in dem Ablagefach F1 abgelegter Gegenstand, beispielsweise ein Smartphone, ein Schlüssel, ein Mund- und Nasenschutz, das Ablagefach F1 selbst etc. desinfiziert werden. Hierzu weist die Desinfektionsvorrichtung 1 eine Anordnung von UV- C-Strahlung S emittierenden Lichtquellen 2, insbesondere ein sogenanntes LED-Array, auf. Dabei kann eine Anzahl der Lichtquellen 2 variieren, wobei die Desinfektionsvorrichtung zumindest eine Lichtquelle 2, z. B. eine LED aufweist.
Mittels UV-C-Strahlung S ist es möglich, Bakterien und Keime unschädlich zu machen, wodurch ein Ansteckungs- und Erkrankungsrisiko, insbesondere für Menschen, verringert werden kann. Die kurzwellige UV-C-Strahlung S ist ebenfalls vergleichsweise gefährlich für Menschen, so dass ein Augen- und Hautkontakt vermieden werden sollte. Aufgrund des Gefährdungspotentials ist es erforderlich, sicherzustellen, dass eine Bestrahlung ein in dem Ablagefach F1 abgelegten Gegenstandes ausschließlich bei geschlossenem Ablagefach F1 durchgeführt wird und keine UV-C-Strahlung S nach außen dringt.
Hierzu ist das Ablagefach F1 mittels des Deckelelementes 3 verschließbar, welches, wie in Figur 3 gezeigt ist, als Klappdeckel ausgebildet sein kann. Alternativ dazu kann das
Deckelelement 3 als Schieberollo ausgebildet sein und/oder eine andere geeignete Form aufweisen. Ist das Deckelelement 3 geschlossen, ist das Ablagefach F1 in Bezug auf die UV-C-Strahlung S strahlendicht ausgeführt, so dass keine UV-C-Strahlung S nach außen dringt. Dadurch, dass das Ablagefach F1 strahlendicht ausgeführt ist, kann die UV-C- Strahlung S vergleichsweise sicher eingegrenzt werden. Beispielsweise kann zum strahlendichten Verschließen des Ablagefaches F1 ein Magnetverschluss vorgesehen sein, wobei ein Magnet, insbesondere ein Permanentmagnet oder eine Elektromagnet in dem Deckelelement 3 angeordnet ist und ein ferromagnetisches Gegenstück in einem Randbereich des Ablagefaches F1 angeordnet ist, wobei eine Position des Magnetes mit einer Position des ferromagnetischen Gegenstückes korrespondiert.
In einer möglichen Ausführung weist das Deckelelement 3 einen sogenannten Butterflyverschluss auf, so dass ein versehentliches Öffnen des Deckelelementes 3 weitestgehend ausgeschlossen werden kann.
Wie in den Figuren 2 und 3 gezeigt ist, weist die Ablagefachanordnung A eine Sicherheitsvorrichtung 4 auf, die in dem in den beiden Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel in die Desinfektionsvorrichtung 1 integriert ist. Insbesondere weist die Sicherheitsvorrichtung 4 zumindest einen Sensor 5 auf, welcher, beispielsweise bei aktiver Zündung des Fahrzeuges, fortlaufend Signale erfasst, anhand derer ein Zustand des Deckelelementes 3 ermittelt wird. Insbesondere wird als Zustand ermittelt, ob das Deckelelement 3 geöffnet oder geschlossen ist.
Beispielsweise kann als Sensor 5 ein Schalter angeordnet sein, wobei in Abhängigkeit einer jeweiligen Schalterstellung ermittelbar ist, ob das Ablagefach F1 geschlossen oder geöffnet ist. Alternativ oder zusätzlich ist der Zustand des Deckelelementes 3 anhand erfasster Signale eines lidarbasierten Sensors 5, eines Transponders, eines infrarotbasierten Sensors 5, eines Hall-Sensor und/oder eines kapazitiven Sensors 5 als Komponente oder Komponenten der Sicherheitsvorrichtung 4 ermittelbar.
Insbesondere weist die Sicherheitsvorrichtung 4 einen lidarbasierten Sensor 5 auf, dessen Erfassungsbereich in Richtung des Deckelelementes 3 ausgerichtet ist.
Der Sensor 5 ist an einem Gehäuse 6 der Desinfektionsvorrichtung 1 angeordnet, wobei erfasste Signale einer nicht näher gezeigten Steuereinheit zur Auswertung und Verarbeitung zugeführt werden. Sensor 5 und Lichtquellen 2 sind dabei in diesem Ausführungsbeispiel in ein gemeinsames Modul, d. h. in die Desinfektionsvorrichtung 1,
integriert, welche auch gemeinsam eingebaut und ausgetauscht werden kann. Darüber hinaus kann es, je nach gegebenen Bauraum-Verhältnissen, sinnvoll sein, Sensor 5 und Lichtquellen 2 getrennt voneinander und/oder in einem Abstand zueinander an der Desinfektionsvorrichtung 1 anzuordnen.
Zum Betrieb der Desinfektionsvorrichtung 1 ist vorgesehen, dass diese aktiviert wird, sobald anhand erfasster Signale des Sensors 5 ermittelt wird, dass ein anhand eines Signalverlaufes V ermittelter Abstand zwischen dem Sensor 4 und dem Deckelelement 3 einen vorgegebenen Schwellwert unterschreitet. In Bezug auf den vorgegebenen Schwellwert ist eine Bauteiltoleranz berücksichtigt, so dass die Desinfektionsvorrichtung 1 aktiviert wird, wenn sich der ermittelte Abstand in einem mittels des Schwellwertes vorgegebenen Entfernungsbereich befindet.
Aus Sicherheitsgründen wird die Desinfektionsvorrichtung 1 erst dann aktiviert, auch wenn der Abstand den vorgegebenen Schwellwert unterschreitet, wenn zusätzlich eine vorgegebene Zeitdauer, z. B. von zwei Sekunden, überschritten ist.
Der Abstand zwischen dem Deckelelement 3 und dem Sensor 5 wird in vergleichsweise kurzen Zeitabständen ermittelt, so dass eine Fehlbedienung der Desinfektionsvorrichtung 1 weitestgehend ausgeschlossen werden kann.
Gegebenenfalls kann hierzu vorgesehen sein, dass die Desinfektionsvorrichtung 1 vor der Ermittlung des Abstandes aktiviert wird, ohne dass die jeweilige Lichtquelle 2 eingeschaltet ist und eine Bestrahlung des abgelegten Gegenstandes oder der abgelegten Gegenstände mit UV-C-Strahlung S erst nach der Überprüfung des Abstandes zwischen dem Sensor 5 und dem Deckelelement 3 aktiviert wird.
Bei dieser oben beschriebenen Variante zur Ermittlung, ob das Deckelelement 3 geschlossen oder geöffnet ist, ist ein zuvor definierter Abstandsbereich erforderlich, welcher in Abhängigkeit einer jeweiligen Umgebung angepasst werden muss.
Um die Desinfektionsvorrichtung 1 an weitere Umgebungsbedingungen und/oder Ablagefächer F1 , F2 anzupassen, ist vorgesehen, die Auswertung ohne zuvor festgelegten, spezifischen Zielwert, d. h. Schwellwert, durchzuführen. Dabei wird die Desinfektionsvorrichtung 1 aktiviert, sobald sich keine oder eine sehr geringe Abstandsänderung über die Zeit ergibt.
Ist das Deckelelement 3 geschlossen, ändert sich der ermittelte Abstand zwischen dem Deckelelement 3 und dem Sensor 5 in einem Zeitintervall, beispielsweise vibrationsbedingt, nur gering, so dass die Desinfektionsvorrichtung 1 aktiviert bleibt.
Wird ermittelt, dass eine Abstandsänderung über die Zeit einen vorgegebenen weiteren Schwellwert überschreitet, wird die Desinfektionsvorrichtung 1 deaktiviert. Die Aktivierung der Desinfektionsvorrichtung 1 kann unter den gleichen Umständen erfolgen.
Insbesondere ist ein Abstandsbereich vorgegeben, innerhalb welchem die Desinfektionsvorrichtung 1 üblicherweise aktivierbar ist, beispielsweise bei einem ermittelten Abstand zwischen dem Deckelelement 3 und dem Sensor 5 von
10 cm bis 15 cm. Ansonsten besteht das Risiko, dass bei geöffnetem Deckelelement 3 ein Dachhimmel des Fahrzeuges detektiert wird, bei welchen ebenfalls eine geringe Abstandsänderung über die Zeit möglich ist. Mittels des definierten Abstandsbereiches kann diese Fehlbedienung weitestgehend vermieden werden.
Eine Kombination der weiter oben beschriebenen Variante und einer Variante ohne den spezifischen Zielwert ist ebenfalls denkbar.
Neben einer Sicherheitsfunktion kann der Sensor 5 außerdem als Schaltelement zur Aktivierung und Deaktivierung der Desinfektionsvorrichtung 1 genutzt werden.
Sobald ein Fahrzeugnutzer mit Identifikationsmerkmal einen Finger, beispielsweise einen Zeigefinger, für eine bestimmte Dauer, beispielsweise für 2 Sekunden, auf den Sensor 5 legt, und anhand erfasster Signale zuvor ein vorgegebener, verhältnismäßig geringer Wert, ein Wert von 0 oder ein nicht messbarer Abstand detektiert wurde, wird die Desinfektionsvorrichtung 1 ohne Einschalten der UV-C-Strahlung S emittierenden Lichtquellen 2 aktiviert.
Zudem ist es zur Aktivierung der Desinfektionsvorrichtung 1 möglich, eine bestimmte Gestik, z. B. mittels Programmieren, vorzugeben.
Nachdem der Fahrzeugnutzer das Deckelelement 3 geschlossen hat und mittels der Sicherheitsvorrichtung 4 der entsprechende Abstand des Deckelelementes 3 in Bezug auf den Sensor 5 ermittelt wurde, werden die Lichtquellen 2 aktiviert und die Bestrahlung, d. h. ein Desinfektionsvorgang eines in dem Ablagefach F abgelegten Gegenstandes, wird gestartet.
Ein Aktivierungsvorgang der Desinfektionsvorrichtung 1 in Abhängigkeit des mittels der Sicherheitsvorrichtung 4 ermittelten geschlossenen Zustandes des Ablagefaches F1 durch den Fahrzeugnutzer mittels Finger auf Sensor 5 erfasster Annäherung an den Sensor 5 und/oder mittels bestimmter Gestik kann beispielsweise mittels einer für den Fahrzeugnutzer sichtbar am Ablagefach F1 angeordneten Leuchtdiode und/oder mittels einer haptischen Rückkopplung, z. B. an der Desinfektionsvorrichtung 1 und/oder dem Ablagefach F1 bestätigt werden.
Wie in den Figuren 2 und 3 gezeigt ist, umfasst die Ablagefachanordnung A gemäß der in den Figuren 2 und 3 gezeigten Ausführungsform zwei Ablagefächer F1, F2, wobei ein weiteres Ablagefach F2 oberhalb des Ablagefaches F1 mit der integrierten Desinfektionsvorrichtung 1 angeordnet ist.
Dabei bildet das Deckelelement 3 des Ablagefaches F1 zumindest bereichsweise ein Bodenelement des weiteren Ablagefaches F2.
Beabsichtigt ein Fahrzeugnutzer oder ein anderer Insasse des Fahrzeuges, einen Gegenstand zu desinfizieren, ist es zunächst erforderlich, ein weiteres Deckelelement 7 des weiteren Ablagefaches F2 zu öffnen. Anschließend wird das in dem weiteren Ablagefach F2 befindliche Deckelelement 3 des Ablagefaches F1 geöffnet, um den zu desinfizierenden Gegenstand für die Bestrahlung mit der UV-C-Strahlung S in dem Ablagefach F1 abzulegen.
Hierzu ist vorgesehen, dass die Desinfektionsvorrichtung 1 zur Desinfektion des Gegenstandes in dem Ablagefach F1 nur dann aktiviert wird, wenn anhand erfasster Signale der Sicherheitsvorrichtung 4 ermittelt wird, dass sowohl das dem Ablagefach F1 zugeordnete Deckelelement 3 und das dem weiteren Ablagefach F2 zugeordnete weitere Deckelelement 7 geschlossen sind. Auch kann vorgesehen sein, dass die Sicherheitsvorrichtung 4 mehrere, insbesondere zwei, Sensoren 5 zur Ermittlung des jeweiligen Zustandes der beiden Deckelelemente 3, 7 aufweist. Dabei können die oben genannten Erfassungseinheiten oder Sensoren 5 zum Einsatz kommen, um Signale zu erfassen, anhand derer der jeweilige Zustand der Deckelelemente 3, 7 ermittelt werden kann. Bei Verwendung von zwei Sensoren 5 wird anhand erfasster Signale eines Sensors 5 der Zustand des Deckelelementes 3 des Ablagefaches F1 und anhand erfasster Signale eines nicht näher gezeigten weiteren Sensors der Zustand des weiteren Deckelelementes 7 des weiteren Ablagefaches F2 ermittelt. Dadurch kann eine Sicherheit
in Bezug auf die Ermittlung der Zustände der Deckelelemente 3, 7 für eine sichere Inbetriebnahme der Desinfektionsvorrichtung 1 gesteigert werden.
Gemäß der in den Figuren 2 und 3 gezeigten Ausführungsform ist das Deckelelement 3 des Ablagefaches F1 mit der integrierten Desinfektionsvorrichtung 1 als Klappdeckel ausgeführt, wobei die Sicherheitsvorrichtung 4 entsprechend angeordnet ist, um den Zustand des Deckelelementes 3 und des weiteren Deckelelementes 7 zu ermitteln.
Das Deckelelement 3 ist an seiner Innenseite mit einer reflektierenden Verkleidung, insbesondere Beschichtung, beispielsweise Aluminium, versehen, so dass die nach oben gerichtete UV-C-Strahlung S bei aktivierter Desinfektionsvorrichtung 1 von dem Deckelelement 3, insbesondere seiner Beschichtung, reflektiert wird, um eine Strahleneffizienz zur Desinfektion des in dem Ablagefach F1 abgelegten Gegenstandes zu erhöhen.
Zusätzlich oder alternativ können die das Ablagefach F1 bildende Wandungen mit einer reflektierenden Verkleidung, insbesondere Beschichtung, versehen sein, um die Strahleneffizienz zur Desinfektion des in dem Ablagefach F1 abgelegten Gegenstandes zu erhöhen.
Zudem ist auf einem Bodenbereich des Ablagefaches F1 eine die UV-C-Strahlung S reflektierende Matte 8 angeordnet, um die Strahleneffizienz zu erhöhen. Insbesondere weist die Matte 8 in Figur 4 beispielhaft dargestellte Abstandhalter 9 auf, die in regelmäßigen Abständen zueinander angeordnet sind. Ein zu desinfizierender Gegenstand liegt dann auf den Abstandshaltern 9 auf, so dass eine Unterseite des zu desinfizierenden Gegenstandes durch die mittels der reflektierenden Matte 8 reflektierte UV-C-Strahlung S ebenfalls bestrahlt wird. Dadurch können eine Effizienz des Desinfektionsvorganges gesteigert und eine erforderliche Zeitdauer zur Desinfektion verringert werden.
Ist das Deckelelement 3 des Ablagefaches F1 geschlossen, kann das weitere Ablagefach F2 zur Verstauung weiterer Gegenstände, beispielsweise des Fahrzeugnutzers oder eines anderen Insassen, genutzt werden. Dadurch wird ein Desinfektionsvorgang in dem Ablagefach F1 nicht beeinflusst.
In einem in Figur 4 gezeigten Ausführungsbeispiel, welches eine Nachrüstlösung für ein
Fahrzeug darstellen kann, ist eine wannenförmige Aufnahmeeinheit 10 mit
Abstandshaltern 9 vorgesehen, welche zur Ausbildung des Ablagefaches F1 mit integrierter Desinfektionsvorrichtung 1 in einer Ablagefachanordnung A angeordnet werden kann. Zusätzlich ist ein entnehmbares Rahmenelement 11 vorgesehen, in welches die wannenförmige Aufnahmeeinheit 10 eingesetzt werden kann. Beispielsweise kann die oben beschriebene reflektierende Matte 8 als wannenförmige Aufnahmeeinheit 10 ausgebildet sein.
Dabei bilden das Rahmenelement 11, die Aufnahmeeinheit 10 und das Deckelelement 3 ein nachträglich ausbildbares Ablagefach F1. Beispielsweise ist das Rahmenelement 11 als Desinfektionsgehäuse mit Deckelelement 3 ausgebildet und die wannenförmige Aufnahmeeinheit 10 wird an dem Rahmenelement 11, also dem Desinfektionsgehäuse, zumindest formschlüssig befestigt, insbesondere eingeclipst.
Beispielsweise können das Deckelelement 3 und die Aufnahmeeinheit 10, z. B. in Form der reflektierenden Matte 8, universell eingesetzt werden, lediglich das
Rahmenelement 11 muss fahrzeugspezifisch ausgelegt sein. Daraus kann dann eine Kostenersparnis in Bezug auf eine nachträgliche Integration der Desinfektionsvorrichtung 1 in ein Ablagefach F1 erzielt werden.