Verfahren und Vorrichtung zum Wechseln des Beatmungsmodus
Beatmungsgeräte werden für die Therapie respiratorischer Störungen eingesetzt, dabei können die Beatmungsgeräte in der nicht-invasiven und invasiven Beatmung, sowohl innerklinisch als auch außerklinisch, verwendet werden.
Bei einer Beatmung eines Patienten kann in der Regel ein Beatmungsgerät mit einem inspiratorischen Zweig für den inspiratorischen Atemgasfluss und optional mit einem Zweig für den exspiratorischen Atemgasfluss eingesetzt werden. Der Zweig für den exspiratorischen Atemgasfluss ermöglicht die Ausatmung/Exspiration eines Atemgases durch den Patienten, während der Zweig für den inspiratorischen Atemgasfluss den Patienten mit Atemgas versorgt.
Die Beatmungsgeräte können im Betrieb mit einem Schlauchsystem mit passiver Ausatemöffnung/Leckageschlauchsystem oder einem Schlauchsystem mit aktivem Ausatemventil/Ventilschlauchsystem verbunden sein.
Bei im Stand der Technik bekannten Beatmungsgeräten ist es möglich, zwischen einer Beatmung mit einem Leckageschlauchsystem und einem Ventilschlauchsystem zu wechseln. Hierfür ist es bisher jedoch notwendig, extern oder intern des Gerätes einen Umbau/Einbau einer oder mehrerer Komponenten zum Beispiel eines Rückschlagventils vorzunehmen.
Ein Leckageschlauchsystem ist dabei ein Einschlauchsystem mit definierter Leckageöffnung, durch die während der Beatmung fortlaufend Atemgas entweichen kann, um Kohlendioxid auszuspülen. Ein Ventilschlauchsystem ist ein Einschlauchsystem mit einem Schaltventil für die Exspiration oder ein Doppelschlauchsystem, bei dem ausgeatmetes Atemgas wieder dem Beatmungsgerät zur Überwachung zugeführt wird. Beatmungsgeräte weisen daher zumindest zwei Anschlussstutzen auf, entweder für das Doppelschlauchsystem oder das Einschlauchsystem. Zusätzlich weisen Beatmungsgeräte Druckstutzen auf, die für die Verwendung von Einschlauchsystemen mit Ventil notwendig sind, um einen Steuerdruck auf das Ventil zu führen. Bei im Stand der Technik bekannten Beatmungsgeräten muss daher immer ein passender Adapter für das ausgewählte Schlauchsystem verwendet werden und zudem müssen ggfs. Druckstutzen verschlossen oder geöffnet werden. Bevor das Patientenschlauchsystem verbunden werden kann, muss der passende Schlauchsystemadapter installiert werden. Der Einbau/Umbau ist jedoch zeitaufwendig, fehleranfällig und bedeutet ein Anwendungshindernis. Ein weiterer Nachteil ist, dass derTherapie-Modus immer abhängig vom Schlauchsystem ist. So benötigt ein CPAP-Modus immer ein Leckageschlauchsystem, damit fortlaufend Atemgas entweichen kann, um Kohlendioxid auszuspülen. Ein CPAP-Modus ist derzeit nicht mit einem Einschlauchsystem mit einem Schaltventil möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung bereitzustellen, die es ermöglicht, ein Beatmungsgerät sowohl mit einem Leckageschlauchsystem als auch mit einem Ventilschlauchsystem ohne Umbaumaßnahmen oder ohne Adapter zu nutzen und zudem unterschiedliche Therapie-Modi mit demselben Schlauchsystem zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird durch ein Gerät gemäß dem Anspruch 1 gelöst. Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der allgemeinen Beschreibung und der Beschreibung der Ausführungsbeispiele.
Gerät zur Atemgasversorgung umfassend eine Atemgasquelle, eine Steuereinheit, einen Speicher, eine Drucksensoreinrichtung und/oder eine Flusssensoreinrichtung, einen auswechselbaren Atemgasschlauch, zumindest einen Anschlussstutzen für den Atemgasschlauch ein Patienteninterface und ein Patienten-Ventil, wobei die Steuereinheit für einen ersten Zeitraum eine ersten Modus Beatmung aktiviert und dabei die Atemgasquelle zur Vorgabe eines wechselnden Atemgasparameters für die Beatmung ansteuert und wobei die Steuereinheit für einen zweiten Zeitraum einen weiteren Therapie-Modus aktiviert und dabei die Atemgasquelle zur Vorgabe eines für diesen Therapie-Modus spezifischen Atemgasparameters ansteuert dadurch gekennzeichnet, dass der Atemgasschlauch bei dem Wechsel, von dem ersten Modus Beatmung zu dem weiteren Therapie-Modus, an dem Gerät verbleibt und das Patienten-Ventil für den weiteren Therapie-Modus von der Steuereinheit geschaltet wird.
In einer Weiterbildung ist das Gerät dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit als einen weiteren Therapie-Modus einen CPAP-Modus oder einen MPV-Modus oder einen HFT-Modus aktiviert. Wobei der Atemgasschlauch ein Einschlauch-Ventilsystem sein kann.
In einer Weiterbildung ist das Gerät dadurch gekennzeichnet, die Steuereinheit einen weiteren Therapie-Modus aktiviert und dabei die Atemgasquelle zur Vorgabe eines von der Atemphase unabhängigen oder abhängigen, konstanten Atemgasparameters ansteuert.
In einer Weiterbildung ist das Gerät auch dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Therapie- Modus ein konstanter CPAP-Druck ist, der unabhängig von der Atemphase aufrechterhalten wird.
In einer Weiterbildung ist das Gerät ergänzend dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil abhängig von der Atemphase geöffnet oder geschlossen wird.
In einer Weiterbildung ist das Gerät dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil in der Inspiration geschlossen wird und in der Exspiration kontrolliert angesteuert und zeitweise geöffnet wird, um eine Ausatmung zu gewährleisten.
In einer Weiterbildung ist das Gerät dadurch gekennzeichnet, dass die Patientenatmung von der Steuereinheit aus dem Verlauf des Flusssignales der Flusssensoreinrichtung identifiziert wird und das Ventil abhängig von dem Flusssignal (als Trigger) betätigt wird.
In einer Weiterbildung ist das Gerät alternativ dadurch gekennzeichnet, dass für das Flusssignal Grenzwerte hinterlegt sind oder einstellbar sind, wobei die Grenzwerte die Triggersensitivität sind.
In einer Weiterbildung ist das Gerät beispielsweise dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit zur Sicherstellung der Aufrechterhaltung des CPAP-Druckniveaus, während der Schaltvorgänge des Ventils die Atemgasquelle ansteuert, um Atemgas zu liefern.
In einer Weiterbildung ist das Gerät dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit den CPAP-Druck zumindest zeitweise absenkt, wenn die Patientenatmung von der Steuereinheit aus dem Verlauf des Flusssignales der Flusssensoreinrichtung als Exspiration identifiziert wird.
In einer Weiterbildung ist das Gerät dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit den CPAP-Druck zumindest zeitweise anhebt (Lippenbremse), wenn die Patientenatmung von der Steuereinheit aus dem Verlauf des Flusssignales der Flusssensoreinrichtung als Exspiration identifiziert wird.
In einer Weiterbildung ist das Gerät dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit den CPAP-Druck auch auf Druckwerte unter hPa vorgeben kann, da durch das Ventil eine Auswaschung von CO der Ausatemluft auch bei geringen Drücken sicher erfolgt.
In einer Weiterbildung ist das Gerät dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit , auf Anwenderauswahl hin oder automatisch, einen weiteren Therapie-Modus CPAP aktiviert und dabei die Atemgasquelle zur Vorgabe eines CPAP-Drucks ansteuert, wobei bei dem Wechsel von dem ersten Modus Beatmung zu dem weiteren Therapie-Modus CPAP, der Atemgasschlauch an dem Gerät am Stutzen verbleibt und wobei das Ventil in der Inspiration geschlossen und in der Exspiration kontrolliert angesteuert und zeitweise geöffnet wird, um eine Ausatmung zu gewährleisten, wobei die Patientenatmung, von der Steuereinheit , aus dem Verlauf des Flusssignales der Flusssensoreinrichtung identifiziert und das Ventil abhängig von dem Flusssignal (als Trigger) betätigt wird, wobei zur Sicherstellung der Aufrechterhaltung des CPAP-Druckniveaus, während der Schaltvorgänge des Ventils die
Atemgasquelle angesteuert wird, wobei der CPAP-Druck auch auf Druckwerte unter hPa vorgeben werden kann.
In einer Weiterbildung ist das Gerät auch dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Therapie- Modus ein kontanter Fluss (HFT) ist, der unabhängig von der Atemphase aufrechterhalten wird.
In einer Weiterbildung ist das Gerät ergänzend dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit die Atemgasquelle zur Vorgabe eines im Wesentlichen konstanten Atemgasflusses ansteuert und das Patienten-Ventil in eine dauerhaft geschlossene Stellung schaltet.
In einer Weiterbildung ist das Gerät auch dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle für den HFT-Modus derart zu steuern, dass der Patientenfluss in der Exspiration zum Beginn abfällt während der Maskendruck gleichzeitig ansteigt.
In einer Weiterbildung ist das Gerät außerdem dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät zusätzlich, integriert oder konnektiert zumindest einen Anfeuchter und/oder eine Sauerstoffquelle und/oder einen Vernebler und/oder mindestens eine Heizung aufweist.
In einer Weiterbildung ist das Gerät ergänzend dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit bei Aktivierung des HFT-Modus zusätzlich den Anfeuchter und die Heizung(en) ... zur Erwärmung und Anfeuchtung des Atemgases aktiviert.
In einer Weiterbildung ist das Gerät dadurch gekennzeichnet, dass das HFT-Modus die Atemgasquelle zur Vorgabe eines Atemgasflusses im Bereich von 0 - 90 l/min, bevorzugt 1 - 80 l/min, besonders bevorzugt 2 - 60 l/min ansteuert.
In einer Weiterbildung ist das Gerät beispielsweise dadurch gekennzeichnet, dass der Atemgasschlauch ein Patienten-Ventil aufweist und bei dem Wechsel, von der Beatmung, zu der HFT, an dem Gerät verbleibt und für die HFT das Patienten-Ventil geschlossen wird, indem von der Atemgasquelle ein Steuerdruck durch den Druckschlauch an das Patienten-Ventil geleitet wird und/oder der Anfeuchter und die Heizung aktiviert werden.
In einer Weiterbildung ist das Gerät dadurch gekennzeichnet, dass für den HFT-Modus als Patienteninterface eine Nasenbrille mit Stutzen, die zumindest teilweise in die Nasenlöcher eingeführt werden, verwendet ist.
In einer Weiterbildung ist das Gerät auch dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit den HFT-Modus mit gleichbleibendem hohen Fluss von (erwärmten und angefeuchteten) Atemgas vorgibt, welches über das Patienteninterface in beide Nasenlöcher des Patienten derart appliziert wird, dass der Fluss den nasalen Totraum ausspült, wobei das Patienteninterface dabei nicht dicht mit der Nasenwand abschließt, sodass eine Ausatmung an dem Patienteninterface vorbei möglich ist, wobei der Sollfluss bei der HFT-Beatmung im Wesentlichen gleichbleibend auf einem voreingestellten Niveau gehalten wird, wobei das Ventil während der HFT-Beatmung in einem geschlossenen Zustand 0 gehalten wird, da fortwährend kein Atemgas aus dem Ventil entweichen soll, sondern andauernd während Inspiration und Exspiration zu dem Patienteninterface gefördert wird (Dazu wird der Steuerdruck für das Ventil immer über dem Maskendruck gehalten).
Auch ist das Gerät dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Therapie-Modus ein MPV- Modus ist, der dem Patienten bedarfsweise ein Atemgasvolumen oder einen Atemgasfluss oder eines druckbeaufschlagten Atemgas für die Inspiration liefert.
In einer Weiterbildung ist das Gerät dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit die Atemgasquelle zur Vorgabe eines Atemgasflusses oder Atemgasvolumens oder eines druckbeaufschlagten Atemgases für die Inspiration ansteuert und das Patienten-Ventil in eine dauerhaft geschlossene Stellung schaltet.
In einer Weiterbildung ist das Gerät dadurch gekennzeichnet, dass eine Atemanstrengung (Inspirationsbemühung) des Patienten von der Steuereinheit aus dem Verlauf des Flusssignals oder des Drucksignals identifiziert wird und die Steuereinheit die Atemgasquelle Vorgabe eines Atemgasflusses oder Atemgasvolumens ansteuert, wenn aus dem Verlauf des Flusssignals oder des Drucksignals eine Inspirationsbemühung des Patienten identifiziert ist.
In einer Weiterbildung ist das Gerät dadurch gekennzeichnet, dass der Druck der
Atemunterstützung und das Volumen einstellbar sind.
In einer Weiterbildung ist das Gerät dadurch gekennzeichnet, dass der Druck der
Atemunterstützung und die Inspirationszeit Ti einstellbar sind.
In einer Weiterbildung ist das Gerät auch dadurch gekennzeichnet, dass für das Flusssignal /oder Drucksignal Grenzwerte hinterlegt sind oder einstellbar sind, wobei die Grenzwerte die Triggersensitivität sind.
In einer Weiterbildung ist das Gerät beipielhaft dadurch gekennzeichnet, dass die Triggersensitiviät in 3 bis 15 Stufen einstellbar ist.
In einer Weiterbildung ist das Gerät beipielsweise dadurch gekennzeichnet, dass eine Triggersperrzeit (im Bereich 0,1 bis 10 Sekunden) vorgebbar ist, wobei für die Zeitdauer der Triggersperrzeit sensorisch erfasste Atemanstrengungen des Patienten von der Steuereinheit ignoriert werden.
In einer Weiterbildung ist das Gerät beispielhaft dadurch gekennzeichnet, dass für den MPV- Modus als Patienteninterface ein MPV- Interface (Mundstück) verwendet wird, welches so ausgebildet ist, dass es zumindest teilweise in den Mund eingeführt wird, wobei die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der Maskendruck in der Inspiration einen ansteigenden Verlauf aufweist und der Maskendruck in der Exspiration langsamer abfällt als der Solldruck.
In einer Weiterbildung ist das Gerät beispielhaft dadurch gekennzeichnet, dass für die Exspiration das Ventil kurz geöffnet wird, sodass der Druck am Mundstück abgebaut wird, und das Ventil anschließend geschlossen wird.
Das Gerät ist auch dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Therapie-Modus ein MPV- Modus ist, der dem Patienten bedarfsweise Atemgas für die Inspiration liefert, wobei der Atemgasdruck einstellbar ist und/oder zudem das Atemgasvolumen oder die Inspirationszeit Ti vorgegeben werden, wobei als Patienteninterface ein Mundstuck genutzt wird und wobei Atemsignale des Patienten, wenn das Mundstück im Mund ist, als Drucktrigger und/oder Flusstrigger sensorisch erfasst werden, um die MPV-Beatmung zu starten, wobei der Patient für die Exspiration das Mundstück im Mund behalten kann und dann die Steuereinheit für die Exspiration das Ventil zumindest zeitweise öffnet, sodass der Patient seine exspiratorische Luft durch das vollständig oder teilweise geöffnete Ventil an die Umgebung abatmen kann, wobei die Steuereinheit die Atemgasquelle während der Exspiration zur Vorgabe eines Spülflusses aktiviert, um ein Ausspülen von Ausatemluft aus dem Schlauch zu unterstützen.
Das Gerät ist auch dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Therapie-Modus ein MPV- Modus ist, der dem Patienten zeitweise einen druckbeaufschlagten Atemgasstrom zuleitet, wobei das Gerät aus Folgendem besteht; einer Atemgasquelle, die den Atemwegen zeitweise einen druckbeaufschlagten Atemgasstrom zuleitet; einem Patienteninterface in Form eines Mundstücks, das zumindest teilweise in eine Atemwegsöffnung des Patienten eingeführt und wieder entnommen werden kann, wobei das Patienteninterface zudem so konfiguriert ist, dass der Atemgasstrom in die Atemwege des Patienten geleitet wird; mindestens einem Sensor, der Ausgangssignale generiert, die angeben, wenn das Mundstück zumindest teilweise in eine Atem wegsöffnung des Patienten eingeführt ist, dass der Patient bereit ist einen Atemgasstrom über das Mundstückt zu erhalten, wobei der Sensor eingerichtet ist festzustellen, ob der Patient Atemanstrengungen unternommen hat; und mindestens eine Steuereinheit, die das Sensorsignal analysiert zur Ermittlung ob der Patient eine
Atemanstrengungen unternommen hat, die einen Grenzwert zur Auslösung der Zuleitung eines zeitweisen, druckbeaufschlagten Atemgasstroms überschreitet oder unterschreitet, wobei die Steuereinheit die Atemgasquelle, wenn der Grenzwert zur Auslösung der Zuleitung eines zeitweisen, druckbeaufschlagten Atemgasstroms erreicht oder überschritten ist, vor Vorgabe eines zeitweisen, druckbeaufschlagten Atemgasstroms aktiviert, wobei die Steuereinheit dann diesen zeitweisen, druckbeaufschlagten Atemgasstroms für die Inspiration des Patienten aktiviert.
Das Gerät ist auch dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit für den Modus Beatmung die Atemgasquelle zur Vorgabe eines Atemgasdruckes im Bereich von 0 - 90 mbar, bevorzugt 1 - 80 mbar, besonders bevorzugt 2 - 60 mbar ansteuert.
Das Gerät ist auch dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit für den Modus Beatmung die Atemgasquelle zur Vorgabe eines Volumens für die Atemzugtiefe (Tidalvolumen) ansteuert.
Das Gerät ist auch dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät eine Druckgasquelle und zumindest einen Druckschlauch aufweist, der einen Steuerdruck zu dem Patienten-Ventil leitet.
Das Gerät ist auch dadurch gekennzeichnet, dass die Atemgasquelle die Druckgasquelle ist.
Das Gerät ist auch dadurch gekennzeichnet, dass der Atemgasschlauch ein Einschlauchsystem mit Patienten-Ventil ist.
Das Gerät ist ergänzend dadurch gekennzeichnet, dass der Atemgasschlauch ein Zweischlauchsystem mit Patienten-Ventil ist.
Das Gerät ist auch dadurch gekennzeichnet, dass der Atemgasschlauch ein Zweischlauchsystem mit einem zugeordneten Patienten-Ventil ist, wobei sich das Patienten- Ventil im Gerätegehäuse benachbart zu dem Stutzen befindet.
Das Gerät ist ergänzend auch dadurch gekennzeichnet, dass das das Patienten-Ventil aus einer Aufnahme des Gehäuses entnehmbar ausgebildet ist, wobei das Patienten-Ventil eine Membran aufweist, die mit einem Steuerdruck beaufschlagt werden kann, um einen Atemgasfluss über das Ventil zu sperren oder freizugeben.
Das Gerät ist auch dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil eine Dichtmembran aufweist, die mit einem Steuerdruck beaufschlagt wird, der das Ventil öffnet oder schließt, wobei der
Steuerdruck von der Atemgasquelle erzeugt wird und über einen Steuerschlauch zum Ventil geleitet wird.
Das Gerät ist auch dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil elektrisch betrieben wird.
Das Gerät ist auch dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit die Atemgasquelle zur Vorgabe eines inspiratorischen Druckes mit einer vorgebbaren Druckwellenform ansteuert.
Das Gerät ist auch dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit die Atemgasquelle zur Vorgabe eines inspiratorischen Druckes mit zwei unterschiedlichen inspiratorischen Druckniveaus ansteuert.
Das Gerät kann auch dadurch gekennzeichnet sein, dass die Steuereinheit die Atemgasquelle zur Vorgabe eines exspiratorischen Druckes mit einer vorgebbaren Druckwellenform ansteuert.
Das Gerät kann auch dadurch gekennzeichnet sein, dass die Steuereinheit die Atemgasquelle zur Vorgabe eines exspiratorischen Druckes mit zwei unterschiedlichen exspiratorischen Druckniveaus ansteuert, wobei der Druck ausgehend von einem niedrigen exspiratorischen Niveau auf ein erhöhtes exspiratorisches Niveau angehoben wird.
Das Gerät kann auch dadurch gekennzeichnet sein, dass die Steuereinheit die Atemgasquelle zur Vorgabe eines exspiratorischen Druckes und eines rampenförmigen Druckanstieges auf ein inspiratorisches Druckniveau ansteuert.
Das Gerät kann auch dadurch gekennzeichnet sein, dass die Steuereinheit die Atemgasquelle zur Vorgabe eines inspiratorischen Druckes und eines rampenförmigen Druckabfalls auf ein exspiratorisches Druckniveau ansteuert.
Das Gerät kann auch dadurch gekennzeichnet sein, dass die Steuereinheit zur Erkennung von Atmungsbemühungen aus dem Drucksignal und/oder aus dem Flusssignal der Drucksensoreinrichtung und/oder der Flusssensoreinrichtung ausgebildet ist.
Das Gerät kann auch dadurch gekennzeichnet sein, dass das Patienteninterface als Nasenkanüle oder Flusskanüle, als Nasenstopfen oder Maske oder als Tracheostomieanschluss ausgebildet ist.
Das Gerät kann auch dadurch gekennzeichnet sein, dass bei Aktivierung des HFT-Modus als Patienteninterface eine Nasenkanüle oder Flusskanüle verwendet ist.
Das Gerät kann auch dadurch gekennzeichnet sein, dass bei Aktivierung der Beatmung als Patienteninterface Nasenstopfen, eine Maske oder ein Tracheostomieanschluss verwendet ist.
Das Gerät kann dadurch gekennzeichnet sein, dass die Steuereinheit die Atemgasquelle tagsüber zur Vorgabe eines Atemgasflusses ansteuert und nachts zur Vorgabe eines wechselnden Atemgasdrucks.
Für alle Ausführungsbeispiele gilt alternativ oder ergänzend:
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der vorgegebene Steuerdruck in der Inspiration bis auf einen Maximaldruck erhöht wird, der vor der halben Dauer einer Inspiration oder zum Ende der Inspiration erreicht wird. Bevorzugt wird der Solldruck dabei zunächst leicht, im Bereich 5 - 20 % überschritten.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass das vorgegebene Sollvolumen in der Inspiration bis auf ein Maximalvolumen erhöht wird, welches vor der halben Dauer einer Inspiration erreicht wird. Beispielsweise wird das vorgegebene Sollvolumen dabei zunächst leicht, im Bereich 2 - 15 % überschritten.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der vorgegebene Steuerdruck in der Exspiration bis auf einen Minimaldruck reduziert wird, der vor der halben Dauer einer Exspiration erreicht wird.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der Maskendruck in der Inspiration einen ansteigenden Verlauf aufweist. Beispielsweise weist Maskendruck in der Inspiration einen Verlauf auf, der zum Ende der Inspiration maximal ist. Bevorzugt wird der Solldruck dabei zunächst leicht, im Bereich 5 - 20 % unterschritten, wobei sich Solldruck und Maskendruck bevorzugt zum Ende der Inspiration im Wesentlichen gleichen.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der Maskendruck in der Exspiration zunächst ansteigt und dann einen abfallenden Verlauf aufweist. Bevorzugt steigt der Maskendruck nach Beginn der Exspiration auf einen Wert, der oberhalb des Solldrucks liegt an, und fällt dann - zumindest zeitweise - ab, auf Werte, die unterhalb des Solldrucks liegen.
Weiter bevorzugt wird bei dem MPV-Modus für die nachfolgende Exspiration das Ventil kurz geöffnet, sodass der Druck am Mundstück abgebaut wird, und das Ventil wird anschließend geschlossen, um die nächste Atemanstrengung des Patienten zu detektieren. Beispielsweise
kann das Ventil für die Inspiration geschlossen bleiben und unmittelbar nach Beendigung der Druckvorgabe vollständig geöffnet werden, um dem Patienten eine schnelle Exspiration zu ermöglichen. Alternativ kann das Ventil nach Beendigung der Druckvorgabe nur teilweise geöffnet werden, um dem Patienten eine Exspiration zu ermöglichen, aber auch einen therapeutisch wirksamen Widerstand bei der Ausatmung zu generieren, der die kleinen Atemwege möglichst lange offenhält und somit eine umfassende Ausatmung von CO2 ermöglicht. Alternativ kann das Ventil nach Beendigung der Druckvorgabe nur teilweise geöffnet so werden, dass dem Patienten eine Exspiration gegen einen dynamisch geregelten Gegendruck, in Abhängigkeit des Flusses der Exspiration, ermöglicht ist, wobei durch die geregelte, teilweise Öffnung oder Schließung des Ventils ein therapeutisch wirksamer Widerstand bei der Ausatmung generiert wird, der die kleinen Atemwege möglichst lange offenhält und somit eine umfassende Ausatmung von CO2 ermöglicht.
Im High-Flow-Modus (HFT-Modus) fördert das Gerät den eingestellten Flow. Im HFT-Modus dient das Gerät als Flowquelle für die High-Flow-Therapie. Als Patienteninterface wird üblicherweise ein nicht dichtendes Patienteninterface für die Nase genutzt.
Der MPV-Modus (mouth piece ventilation mode) ist ein Spontanatemmodus, bei dem der Patient frei entscheidet, wann er eine Atemunterstützung bekommt. Als Patienteninterface wird üblicherweise ein Mundstück genutzt.
Der CPAP-Modus (Continuous Positive Airway Pressure) ist ein Spontanatemmodus, bei dem das Gerät einen dauerhaften Überdruck appliziert. Als Patienteninterface wird üblicherweise eine Maske genutzt.
Figur 1 zeigt das erfindungsgemäße Gerät 1 mit einer Beatmungsmaske 41 als Patienteninterface 4. Die Maske ist mit einer Bänderung 42 am Kopf befestigt. Über einen Stutzen 43 kann die Maske mit dem Schlauch verbunden werden.
Das Gerät zur Atemgasversorgung 1 umfasst eine Atemgasquelle 2, eine Steuereinheit 3, einen Speicher 5, eine Drucksensoreinrichtung 7 und/oder eine Flusssensoreinrichtung 8, eine Atemgasschlauch 11 und ein Patienteninterface 4, welches hier als Beatmungsmaske 41 ausgebildet ist. Das Gerät weist zudem eine Bedieneinheit 20 und eine Anzeige 21 auf. Das Gerät weist zudem zwei Stutzen 22 (221, 222) für den Atemgasschlauch 11 auf. Ein Stutzen 221 ist für den Anschluss des eines Atemgasschlauches 11 in Form eines Einschlauch- Ventilsystems 111 eingerichtet. Am diesen Stutzen kann auch ein Leckageschlauch 113 angeschlossen werden.
Zudem kann an diesen Stutzen 221 der inspiratorische Zweig des Doppelschlauchsystems 112 angeschlossen werden. Der andere Stutzen 222 dient dem Anschluss des exspiratorischen Zweigs des Doppelschlauchsystems 112.
Fig. IB zeigt unterschiedliche Schlauchsysteme. Das Gerät kann mit Leckageschlauch 113 (oben), einem Einschlauch-Ventilsystem 111 (unten) oder einem Doppelschlauchsystem 112 (Mitte) verwendet werden.
Beim Leckageschlauch 113 wird über ein Ausatemsystem 171 die CO2-haltige Ausatemluft 200 kontinuierlich ausgespült.
Beim Einschlauch-Ventilsystem und beim Doppelschlauchsystem wird die Ausatmung des Patienten über ein Ventil 17 gesteuert.
Beim Doppelschlauchsystem 112 ist das Ventil 17 im Gerät angeordnet. Die Ausatemluft wird über einen Teilschlauch zum Exsp. Eingangsstutzen 222 des Beatmungsgerätes geleitet und von dort über das Ventil 17 in die Umgebung abgegeben. Das Ventil öffnet dafür mit jeder Exspiration. Das Ventil wird mit jeder Inspiration geschlossen. Ein Druckmessschlauch 271 greift den Druck im Zweischlauchsystem ab.
Beim Einschlauch-Ventilsystem 111 ist das Ventil 17 im oder am Schlauch 11 angeordnet.
Das Ventil 17 weist beispielsweise drei grundsätzliche Gaswege auf, sowie eine Öffnung, die mit einer Dichtmembran versehen ist. Die Gaswege sind ein verschließbarer exspiratorischer Gasweg, ein inspiratorischer Gasweg der zum Beatmungsgerät weist und über den inspiratorisches Atemgas strömt und ein Patienten Gasweg, der zum Patienteninterface weist. Über den Patienten Gasweg strömt in der Inspiration inspiratorisches Atemgas und in der Exspiration exspiratorisches Atemgas. Der exspiratorische Gasweg kommuniziert mit der Öffnung, die über die Membran vollständig geschlossen oder geöffnet werden kann.
Die Öffnung und die Dichtmembran sind in der Figur 1 von einer Verschlusskappe verdeckt. Der Druckschlauch 251 mündet auf der Verschlusskappe. Der Druckschlauch 251 führt den Steuerdruck auf die Membran. Die Membran verschließt dann die Öffnung, die zum exspiratorischen Gasweg führt.
Das Ventil kann pneumatisch betrieben/gesteuert werden. Das Ventil wird egal ob im Gerät oder am Schlauch angeordnet beispielsweise mit einem Steuerdruck beaufschlagt, der das Ventil öffnet oder schließt. Das Ventil weist eine Dichtmembran auf, die mit einem Steuerdruck beaufschlagt wird, der das Ventil öffnet oder schließt, wobei der Steuerdruck von der Atemgasquelle 2 erzeugt wird und über einen nicht gezeigten Steuerschlauch zum Ventil 17 geleitet wird.
Ein Druckmessschlauch 271 greift den Druck im Schlauch benachbart zu dem Ventil ab. Der Steuerdruck wird von der Atemgasquelle 2 erzeugt und über einen nicht gezeigten Steuerschlauch zum Ventil geleitet. Dabei wird der Steuerdruck beispielsweise zuerst zum internen Ventil 17, welches angeordnet ist benachbart zum Exsp. Eingangsstutzen 222, geleitet. Von dort kann der Druck auch zum zweiten Ventil 17 (im Einschlauchsystem) geleitet werden. Ein nicht gezeigter Unterbrecher gibt den Weg zum Einschlauch-Ventilsystem 111 frei oder versperrt ihn.
Für das Einschlauchsystem ist am Gerätegehäuse ein Druckstutzen 25 angeordnet an dem der Steuerdruck ansteht. Über einen Druckschlauch 251 wird der Steuerdruck zum Ventil 17 geleitet. Der Druckstutzen 25 kann verschlossen werden, um einen Druckverlust bei Nichtgebrauch zu verhindern.
Benachbart zu dem Stutzen 221 ist auch ein Stutzen 27 für eine Druckmessung angeordnet. Im Gerät befindet sich, dem Stutzen 27 pneumatisch zugeordnet, ein Drucksensor. An den Stutzen 27 kann ein Druckmessschlauch 271 adaptiert werden, der den Druck im Schlauch im Bereich (in Strömungsrichtung) vor oder hinter dem Ventil 17 bestimmt.
Benachbart zu dem Stutzen 222 kann auch ein Stutzen für eine Druckmessung angeordnet sein. Im Gerät befindet sich, dem Stutzen pneumatisch zugeordnet, ein Drucksensor. An den Stutzen kann ein Druckmessschlauch 271 adaptiert werden, der den Druck im exsp. Schlauch oder im Bereich (in Strömungsrichtung) vor oder hinter dem Ventil bestimmt. Diese Druckmessung ist sinnvoll um die Einhaltung der Druckvorgabe für die Exspiration zu bestimmen und ggfs. zu regeln.
Erfindungsgemäß kann das Ventil 17 elektronisch gesteuert werden. Dann wird es beispielsweise über eine Kabelverbindung aus dem Gerät mit Energie versorgt oder über eine Batterie, die benachbart zu dem Ventil angeordnet ist.
Alternativ kann das Ventil elektrisch betrieben/gesteuert werden, beispielsweise wird die Membran dann durch einen elektrisch betriebenen Aktor gegen die Öffnung bewegt.
Alternativ kann das Ventil elektrisch, beispielsweise als axialer Voice-Coil-Aktor (VGA) betrieben/gesteuert werden. Dieser besteht aus einem Permanentmagneten in einer beweglichen Röhrenspule aus Draht, die sich in einem ferromagnetischen Zylinder befindet. Wenn Strom durch die Spule fließt, wird sie magnetisiert und stößt die Magneten ab. Auf diese Weise wird eine Bewegung nach innen und nach außen sowie vor und zurück erzeugt. Weitere Vorteile linearer VCA-Motoren sind ihre Bidirektionalität sowie das Vorhandensein von Permanentmagneten und magnetischen Haltespulen. Sie ermöglichen es, bei Unterbrechung der Stromversorgung an einem Ende des Hubs zu verbleiben - um zum Beispiel sicherzustellen, dass Ventile bei einem Stromausfall offen oder geschlossen bleiben. VCAs beschleunigen innerhalb des Hubs gleichmäßig und schnell, nahezu ohne Hysterese. Das Ventil im Schlauch und/oder das Ventil im Gerät können elektrisch betrieben/gesteuert sein.
In dieser Konfiguration ist das Gerät beispielsweise für den Modus Beatmung 6 und den Modus CPAP 61 eingerichtet.
Die Steuereinheit 3 aktiviert beispielsweise zunächst den ersten Modus Beatmung 6 und steuert dabei die Atemgasquelle 2 zur Vorgabe eines atemphasenabhängigen, auch wechselnden Atemgasparameters, nämlich Atemgasdruck oder Atemgasvolumen, für die Beatmung an. Beispielsweise gibt die Steuereinheit als Sollwert für die Inspiration einen höheren Atemgasdruck (IPAP) als für die Exspiration (EPAP) vor.
Auf Anwenderauswahl hin oder automatisch aktiviert die Steuereinheit 3 einen weiteren Therapie-Modus CPAP 61. Dabei wird die Atemgasquelle 2 zur Vorgabe eines konstanten CPAP-Drucks angesteuert. Bevorzugt wird der CPAP-Druck unabhängig von der Atemphase aufrechterhalten.
Bei dem Wechsel, von dem ersten Modus Beatmung 6 zu dem weiteren Therapie-Modus CPAP 61, verbleibt der Atemgasschlauch 11 an dem Gerät 1. Das Patienten-Ventil 17 wird dabei für die Vorgabe des weiteren Therapie-Modus von der Steuereinheit geschaltet.
Das Ventil 17 wird in der Inspiration geschlossen und in der Exspiration kontrolliert angesteuert und zeitweise geöffnet, um eine Ausatmung zu gewährleisten.
Dafür wird die Patientenatmung, von der Steuereinheit 3, aus dem Verlauf des Flusssignales der Flusssensoreinrichtung 8 identifiziert und das Ventil 17 wird abhängig von dem Flusssignal (als Trigger) betätigt.
Für das Flusssignal sind Grenzwerte hinterlegt oder einstellbar. Die Grenzwerte repräsentieren den Wechsel zwischen Inspiration und Exspiration und dienen somit als Triggersignale für die Ansteuerung des Ventils 17. Erfindungsgemäß ist auch ein Drucktrigger möglich oder eine Kombination beider Trigger-Optionen. Beim Drucktrigger wird die Inspiration von der Steuereinheit dadurch erkannt, dass der Druck leicht absinkt und die Exspiration dadurch erkannt, dass der Druck leicht ansteigt. Für das Drucksignal sind Grenzwerte hinterlegt oder einstellbar. Die Grenzwerte repräsentieren den Wechsel zwischen Inspiration und Exspiration und dienen somit als Triggersignale für die Ansteuerung des Ventils 17.
Die Steuereinheit 3 steuert die Atemgasquelle, zur Sicherstellung der Aufrechterhaltung des CPAP-Druckniveaus, während der Schaltvorgänge des Ventils 17 an.
Die Steuereinheit 3 senkt den CPAP-Druck beispielsweise zumindest zeitweise ab, wenn die Patientenatmung von der Steuereinheit 3 aus dem Verlauf des Flusssignales der Flusssensoreinrichtung 8 als Exspiration identifiziert wird. Dadurch wird die Ausatmung für den Patienten angenehmer.
Die Steuereinheit 3 hebt den CPAP-Druck alternativ beispielsweise zumindest zeitweise an (Lippenbremse), wenn die Patientenatmung von der Steuereinheit 3 aus dem Verlauf des Flusssignales der Flusssensoreinrichtung 8 als Exspiration identifiziert wird. Durch den erhöhten Druck können verschlossene Lungenbereiche eröffnet werden, die Exspiration kann dann vollständig erfolgen.
Die Steuereinheit 3 kann den CPAP-Druck auch auf Druckwerte unter 4 hPa vorgeben, da durch das Ventil 17, entsprechend dem Öffnungsgrad des Ventils, eine Auswaschung von CO2 der Ausatemluft auch bei geringen Drücken sicher erfolgt. Hierbei wird das Ventil zumindest zeitweise so weit geöffnet, dass Atemgas (bestehend aus Atemgas der Ausatmung und
frischem Austemgas) abströmen kann. Die Funktionsweise des Ventils ähnelt dann der eines Leckagesystems.
Das Gerät weist eine Benutzerschnittstelle aufweist, die als Bedien-/und Anzeigeelement eingerichtet und ausgebildet ist, wobei das Bedien-/und Anzeigeelement in einer Fläche des Gehäuses der Vorrichtung ausgebildet ist, wobei Bedien-/und Anzeigeelement so großflächig ausgebildet ist, dass es mehr als 45 % oder bevorzugt mehr als 50 % der Fläche des Gehäuses, insbesondere der Dachwand einnimmt.
In einer weiteren Weiterbildung weist das Geräteine Benutzerschnittstelle auf, die als Bedienend Anzeigeelement eingerichtet und ausgebildet ist. In der Regel ist das Bedien-/ und Anzeigeelement als GUI ausgebildet. In der Regel ist das GUI als Touchscreen ausgebildet. Optional umfasst das Bedien-/ und Anzeigeelement haptische Bedienelemente. Ein haptisches Bedienelement kann auf der Dachwand oder an einer Seitenwand der Vorrichtung angeordnet sein. Optional kann das Bedien-/und Anzeigeelement eingerichtet sein, bei einer Einstellung eine akustische oder haptische Bestätigung auszugeben
In Ausgestaltung ist das Bedien-/und Anzeigeelement in einer Fläche des Gehäuses der Vorrichtung, insbesondere der Dachwand, ausgebildet, wobei das Bedien-/und Anzeigeelement eingerichtet ist, eine Darstellung wiederzugeben, wobei die Ausrichtung der Darstellung in Abhängigkeit der gewählten Bodenwand erfolgt. Das Bedien-/ und Anzeigeelement ist somit eingerichtet, eine Orientierung der Ausrichtung der Anzeige zu ändern, wenn die Ausrichtung der Vorrichtung entsprechend einer gewählten Bodenwand geändert wird. Das Gerät ist in der Regel eingerichtet, die Ausrichtung der Anzeige entsprechend der Ausrichtung der Vorrichtung automatisch zu ändern/anzupassen.
In einer weiteren Weiterbildung ist das Bedien-/ und Anzeigeelement eingerichtet, eine Umgebungshelligkeit zu erfassen und basierend auf der erfassten Umgebungshelligkeit eine Änderung einer optischen Anzeige des Bedien-/und Anzeigeelementes vorzunehmen, wobei das Bedien-/ und Anzeigeelement eingerichtet ist, bei einer erfassten hellen Umgebungshelligkeit eine Farbintensität zu ändern oder von einer farbigen Anzeige auf eine schwarz-weiße Anzeige zu wechseln. Dies bietet den Vorteil, dass bei einer hellen Umgebungshelligkeit die Sichtbarkeit der Anzeige des Bedien-/und Anzeigeelementes verbessert werden kann.
Das Bedien-/ und Anzeigeelement ist eingerichtet, entsprechend einer erfassten Helligkeit der Umgebungshelligkeit die Farbintensität der Anzeige zu erhöhen oder bei einer starken Helligkeit auf eine schwarz-weiß Anzeige zu wechseln. Durch den Verzicht auf eine farbige Darstellung kann bei einer starken Umgebungshelligkeit durch die Kontrasterhöhung eine bessere Anzeige erzielt werden. Beispielsweise kann das Bedien-/und Anzeigeelement eingerichtet sein, von einer farbigen Darstellung auf eine schwarz-weiß Darstellung wechseln. Dies ist insbesondere bei einer mobilen Mitnahme der Vorrichtung, insbesondere im Freien, vorteilhaft. Das Bedien-/ und Anzeigeelement ist eingerichtet, entsprechend einem Akkustand des Akkumulators dimmbar zu sein.
In Ausgestaltung umfasst das Gerät eine digitale Schnittstelle, die eingerichtet ist, erfasste Parameter, Messwerte und Informationen an einen Server oder ein externes Endgerät zu übermitteln und Daten und Informationen über die Schnittstelle zu empfangen. Optional ist das Geräteingerichtet, die erfassten Werte und/oder Informationen der Messstrecke zu speichern, zu analysieren und/oder zu bewerten. Das Gerätkann über die Schnittstelle mit einem Hustengerät oder einem anderen Beatmungsgerät oder einem Patientenmonitor gekoppelt werden und Daten austauschen.
Optional ist das Gerät eingerichtet, die erfassten, analysierten und/oder bewerteten Messwerte/Parameter an einen externen Serverzu übermitteln. Die Übermittlung kann dabei zeitgesteuert, manuell ausgelöst (z.B. am Heimtherapiegeräte oder am Server ausgelöst), ereignisgesteuert (z.B. bei Erkennung bestimmter kritischer Zustände durch das Therapiegerät) oder als dauerhafte Übertragung, zumindest während einer laufenden Therapie, eingerichtet sein.
Eine Übertragung der Messwerte, Parameter und Informationen kann alle 2 Stunden bis 7 Tagen, insbesondere alle 1 bis 3 Tage erfolgen. In einer Ausführung erfolgt die Übertragung zumindest einmal pro Tag/pro 24 Stunden. Optional kann die Schnittstelle eingerichtet sein, Messwerte, Informationen oder Parameter stundenweise zusammenzugefasst zu übertragen oder die Messwerte in Echtzeit zu übertragen. Optional ist durch den Benutzer und/oder durch einen Betreuer ein Übertragungszyklus frei wählbar. Die Schnittstelle des Beatmungsgerätes kann eingerichtet sein, die Übertragung selbsttätig, ggf. wiederholt oder dauerhaft, nach einer oder mehreren fest einprogrammierten und/oder frei eingegebenen Zeitintervallen durchzuführen.
Im Falle eines Ausfalls einer Datenverbindung kann die Speichereinheit der Vorrichtung eingerichtet sein, die Messwerte und/oder die Informationen zumindest einen Tag zu speichern, wobei die Schnittstelle der Vorrichtung eingerichtet ist, die Messwerte an einen externen Server oder ein Endgerät zu übertragen, sobald eine Datenverbindung erneut aufgebaut wurde.
Optional ist das Gerät eingerichtet, über das Bedien- und/ Anzeigeelement Informationen die durch den Benutzer und/oder durch den Betreuer manuell eingegebene Werte mit in die Auswertung von Messwerten einzubeziehen.
In weiterer Ausgestaltung umfasst das Gerät eine Alarmeinheit mit einem Lautsprecher, die eingerichtet ist, bei erkannten Vorkommnissen einen Alarm auszugeben, wobei das Gerät zumindest ein Mikrophon umfasst, dass eingerichtet ist, ein von der Alarmeinheit ausgegebenen Alarm zu überwachen. Dies bietet eine zusätzliche Sicherheitsfunktion für die korrekte Verwendung der Vorrichtung zur Beatmung.
In Ausgestaltung ist das Gerät eingerichtet, mit weiteren Vorrichtungen kombinierbar zu sein. Optional weist das Geräteinen Anschluss für einen Vernebler auf, wobei das Geräteingerichtet ist, bei einem angeschlossenen Vernebler diesen über das Gerät zu steuern. Das Gerät ist optional eingerichtet, eine Rückmeldung des Verneblers zu erfassen und bei der Steuerung des Verneblers zu berücksichtigen.
Das Gerät umfasst Anschlüsse für einen Server, ein Patientenmanagementsystem, eine Hustenvorrichtung und eine Schlaflaborinfrastruktur. Zudem umfasst das Geräteine Cloud- Funktion, wobei das Geräteingerichtet ist, Daten über eine Schnittstelle an eine Cloud zu übermitteln oder einen Anschluss für ein GSM-Modul. In einer Weiterbildung umfasst das Geräteinen Anschluss für ein Krankenschwesterruf-Modul. Zudem umfasst das Gerät zumindest einen SpO2- und/oder einen CO2- Anschluss.
Das Gerät weist beispielsweise folgende Betriebszustände auf:
Ein: Die Therapie läuft. Geräte- und Therapieeinstellungen sind möglich.
Standby: Das Gebläse ist aus und die Therapie läuft nicht. Das Gerät ist jedoch sofort betriebsbereit. Geräte- und Therapieeinstellungen sind möglich.
Aus: Das Gerät ist ausgeschaltet. Es sind keine Einstellungen möglich und das Display bleibt dunkel.
Das Beatmungsgerät ist für eine durchgehende oder intermittierende Atemunterstützung für die Versorgung von Personen vorgesehen, die mechanisch beatmet werden müssen. Das Beatmungsgerät ist insbesondere für Kinder und Erwachsene mit einem minimalen Tidalvolumen von 30 ml vorgesehen. Das Gerät eignet sich für die Anwendung im häuslichen Bereich, in Pflegeeinrichtungen und in Krankenhäusern sowie für mobile Anwendungen, beispielsweise im Rollstuhl oder auf einer Transportliege. Es kann für die invasive und nichtinvasive Beatmung zum Einsatz kommen. Das Gerät ist auch für die Verwendung als Beatmungsgerät während des Transports oder in der Intensivpflege vorgesehen.
Das Gerät kann sowohl mit nicht-invasiven als auch mit invasiven Patienteninterfaces (Beatmungszugängen) verwendet werden. Ein Gebläse saugt Umgebungsluft über einen Filter an und befördert sie mit dem Therapiedruck über dem Beatmungsschlauch und den Beatmungszugang zum Patienten. Auf Basis der erfassten Signale der Druck- und Flow- Sensoren wird das Gebläse entsprechend der Atemphasen gesteuert. Die Bedienoberfläche dient zur Anzeige und Einstellung der zur Verfügung stehenden Parameter und Alarme. Das Gerät kann sowohl mit einem Leckageschlauch, einem Einschlauch-Ventilsystem oder einem Doppelschlauchsystem verwendet werden. Beim Leckageschlauch wird über ein Ausatemsystem die CO2-haltige Ausatemluft kontinuierlich ausgespült. Beim Einschlauch- Ventilsystem und beim Doppelschlauchsystem wird die Ausatmung des Patienten über ein Ventil gesteuert.
Im High-Flow-Modus (HFT-Modus) fördert das Gerät den eingestellten Flow zu einem externen, HFT-geeigneten Befeuchter. Dieser konditioniert das Atemgas bezüglich Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Der Patientenanschluss erfolgt mittels HFT-geeignetem Zubehör. Der HFT-Modus (wenn verfügbar) und der MPV-Modus sind spezifische Modi, da zwischen den entsprechenden Zugängen und den Atemwegen des Patienten keine feste und/oder abgedichtete Verbindung hergestellt wird, es finden daher einige Spezifikationen, wie das Erkennen einer Diskonnektion, keine Anwendung. Sauerstoff kann über den
Sauerstoff-Eingang eingeleitet werden. Mit einem integrierten FiO2-Sensor lässt sich bei Bedarf die vom Gerät abgegebene FiO2-Konzentration messen. Auch die Einspeisung einer externen SpO2-Messung ist möglich. Die Netzversorgung findet über ein externes Netzteil statt. Das Gerät verfügt über eine eingebaute Batterie und kann daher bei Netzausfall unterbrechungsfrei weiter betrieben werden. Zusätzlich können maximal zwei externe Batterien angeschlossen werden, um das Gerät zu betreiben. Die Therapiedaten werden im Gerät gespeichert und können zusätzlich auf einem USB-C-Stick geladen werden und mittels PC-Software ausgewertet werden.
Der Atemgasantrieb kann ein Gebläse, ein Ventil, eine Sauerstoff-Quelle (Hochdruck) oder eine Luftdruckquelle (Hochdruck) oder eine Kombination aus den Vorgenannten sein. Der Atemgasantrieb ist beispielsweise über zumindest zwei, insbesondere drei Aufhängepunkte frei schwingend in dem Gerät angeordnet.
Die Steuereinheit umfasst in der Regel zumindest eine Speichereinheit und eine Auswerteeinheit. Die Speichereinheit ist eingerichtet, Messwerte, Informationen und/oder Parameter zu speichern und für Auswertungen durch die Auswerteeinheit bereitzustellen. Die Auswerteeinheit ist eingerichtet, die Messwerte, Informationen und/oder Parameter miteinander oder mit externen Daten zu vergleichen. Die Steuereinheit ist eingerichtet, Daten von Komponenten der Vorrichtung, insbesondere einer Messeinheit der Flussmessstrecke zu empfangen, zu speichern und zu analysieren. Optional ist die Steuereinheit eingerichtet, Daten Messwerte, Informationen und/oder Parameter an eine digitale Schnittstelle der Vorrichtung zu übermitteln.
Das Gerät ist insbesondere auch für die Verwendung in der pädiatrischen Beatmung eingerichtet. Die Vorrichtung umfasst hinterlegte Beatmungsmodi. Insbesondere umfasst das Gerät zumindest einen High-Flow-Modus und zumindest einen PEEP-Steuerungsmodus. In der Regel ist die Steuereinheit der Vorrichtung eingerichtet, die Beatmungsmodi, Frequenzen, Trigger und Flüsse der Vorrichtung einzustellen.
Das Gerät kann mit Leckageschlauch, einem Einschlauch-Ventilsystem oder einem Doppelschlauchsystem verwendet werden. Beim Leckageschlauch wird über ein Ausatemsystem die CO2-haltige Ausatemluft kontinuierlich ausgespült.
Beim Einschlauch-Ventilsystem und beim Doppelschlauchsystem wird die Ausatmung des Patienten über ein Ventil gesteuert.
Beim Doppelschlauchsystem ist das Ventil im Gerät angeordnet. Die Ausatemluft wird über einen Teilschlauch zum Exsp. Eingangsstutzen des Beatmungsgerätes geleitet und von dort über das Ventil in die Umgebung abgegeben. Das Ventil öffnet dafür mit jeder Exspiration. Das Ventil wird mit jeder Inspiration geschlossen.
Beim Einschlauch-Ventilsystem ist das Ventil im oder am Schlauch angeordnet. Das Ventil wird egal ob intern oder extern immer mit einem Steuerdruck beaufschlagt, der das Ventil öffnet oder schließt.
Der Steuerdruck wird von der Atemgasquelle erzeugt und über einen Steuerschlauch zum Ventil geleitet. Dabei wird der Steuerdruck zuerst zum internen Ventil geleitet. Von dort kann der Druck zum zweiten Ventil (im Einschlauchsystem) geleitet werden. Ein Unterbrecher gibt den Weg frei oder versperrt ihn.
Für das Einschlauchsystem ist am Gerätegehäuse ein Druckstutzten angeordnet an dem der Steuerdruck ansteht. Über einen Druckschlauch wird der Steuerdruck zum Ventil geleitet.
Die voranstehend beschriebene Erfindung weist insgesamt den Vorteil auf, dass eine Beatmung eines Patienten ermöglicht wird, wobei eine Mobilität des Patienten aufrechterhalten werden kann. Beispielsweise kann die Vorrichtung an einem Rollstuhl angebracht sein. Die Vorrichtung umfasst beispielsweise zudem eine Absaugungsfunktion und einen Hustenmodus. Das Gerät kann an verschiedene Schlauchsysteme angepasst werden, ohne dass ein Umbau des Anschlussbereiches des Schlauchsystems am Beatmungsgerät erfolgt.
Im High-Flow-Modus (HFT-Modus) fördert das Gerät den eingestellten Flow zu einem externen, HFT-geeigneten Befeuchter. Dieser konditioniert das Atemgas bzgl. Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Der Patientenanschluss erfolgt mittels HFT-geeignetem Zubehör. Im HFT-Modus dient das Gerät als Flowquelle für die High-Flow-Therapie. 5 l/min bis 60 l/min (Erwachsener) 5 l/min bis 25 l/min (Kind)
Der MPV-Modus (mouth piece ventilation mode) ist ein Spontanatemmodus, bei dem der Patient frei entscheidet, wann er eine Atemunterstützung bekommt. Es wird unterschieden zwischen einer Druckvorgabe und einer Volumenvorgabe.
Für die Druckvorgabe gilt: Der inspiratorische positive Atemwegsdruck (IPAP) kann eingestellt werden im Bereich 4 - 50 hPa / mbar / cmH2O bei Verwendung des Leckageschlauchsystems oder im Bereich 4 - 60 hPa / mbar / cmH2O bei Verwendung des Ein- oder Doppelschlauch- Ventilsystem.
Der CPAP-Modus (Continuous Positive Airway Pressure) ist ein Spontanatemmodus, bei dem das Beatmungsgerät einen dauerhaften Überdruck appliziert. Der CPAP-Modus kann als invasive Beatmungsmethode, das heißt über einen Tubus oder eine Trachealkanüle, und alternativ auch als nicht invasive Beatmung, non-invasive ventilation (NIV), das heißt über eine Maske (zum Beispiel Mund-und-Nasen-Maske, Nasenmaske, Gesichtsmaske, Oralmaske oder Helm) appliziert werden. Der CPAP Druck kann eingestellt werden im Bereich 0 - 50 hPa / mbar / cmH2O.
Die Inspirationszeit (Ti) kann für die Spontanatmung eingestellt werden. Im Bereich 0,2 Sekunden bis 4 Sekunden bei Kindern und 0,5 Sekunden bis 5 Sekunden bei Erwachsenen. Die Inspiration wird spätestens nach Ablauf von Ti beendet.
Mandatorischer Atemzug: Ti ist fest eingestellt.
Die Triggersensitivität kann in 10 Stufen eingestellt werden. Ebenso kann eine Triggersperrzeit eingestellt werden. Inspiratorische Triggersignale werden im eingestellten Zeitraum, der im Bereich 0,2 s bis 5 s liegt, ignoriert.
Für die Volumenvorgabe gilt: Der inspiratorische positive Atemwegsdruck (IPAP) kann eingestellt werden im Bereich 4 - 50 hPa / mbar / cmH2O bei Verwendung des Leckageschlauchsystems oder im Bereich 4 - 60 hPa / mbar/ cmH2O bei Verwendung des Einoder Doppelschlauch-Ventilsystem.
Das abgegebene Volumen (Vt) kann eingestellt werden. Im Bereich 30 ml bis 400 ml bei Kindern und 100 ml bis 3000 ml bei Erwachsenen.
Die Triggersensitivität kann in 10 Stufen eingestellt werden. Ebenso kann eine Triggersperrzeit eingestellt werden. Inspiratorische Triggersignale werden im eingestellten Zeitraum, der im Bereich 0,2 s bis 5 s liegt, ignoriert.
In der Figur 2 ist die Vorgabe für die CPAP-Therapie / den CPAP-Modus dargestellt.
In der Figur 2A ist oben der Druck dargestellt. Aufgetragen sind der Steuerdruck 31 als Vorgabewert der Steuereinheit 3 für das Ventil 17, der Maskendruck 32 (oder im Sinne der Erfindung allgemein der Druck 32 im Patienteninterface), welcher von dem Drucksensor 7 bestimmt wird und der Solldruck 33 als Vorgabewert der Steuereinheit 3 für die Atemgasquelle. Der Maskendruck 32 ist der resultierende Druck, der im Patienteninterface für den Patienten therapeutisch wirksam anliegt. Der Maskendruck 32 ist der resultierende Druck, der sich aus der Atmungsaktivität des Patienten und/oder dem Steuerdruck 31 und/oder dem Schaltzustand des Ventils 17 bestimmt.
Der Druck ist in der Einheit hPa angegeben. Eine Zeitachse ist unten in Sekunden angegeben. Die Figur 2 zeigt insgesamt eine Aufzeichnung über 4 Sekunden was hier beispielhaft eine schnelle Atmung darstellt.
In der Figur 2B sind der Schaltzustand 23 des Ventils 17 und die Atemphase 24 (241, 242) des Patienten dargestellt.
Aus dem Vergleich der Figur 2B und 2A erkennt man das im Zeitbereich der ersten Sekunde der Wechsel von einer Inspiration 241 zu einer Exspiration 242 stattfindet. Zwischen den Zeitpunkten 241 und 242 erfolgt die Inspiration. Zwischen den Zeitpunkten 242 und 241 erfolgt die Exspiration.
In Figur 2A ist zu erkennen, dass die Steuereinheit für den Wechsel von einer Inspiration 241 zu einer Exspiration 242 das Ventil 17 kurz öffnet 231. Das Ventil 17 wird dafür vom geschlossenen Zustand 230 in den vollständig geöffneten 231 Zustand geschaltet.
In Figur 2A erkennt man, dass der Steuerdruck 31 für das Ventil zu diesem Zeitpunkt von einem maximalen Wert zu einem minimalen Wert heruntergefahren wird. Dabei unterschreitet der Steuerdruck 31 den Maskendruck 32. Mit dem Unterschreiten des Maskendrucks 32 öffnet das Ventil 17 und Ausatemluft kann entweichen.
Gleichzeitig steigt mit Beginn der Exspiration zunächst der Maskendruck 32 an. Aus der Figur 2B ist zu erkennen, dass der Schaltzustand des Ventils nur für eine sehr kurze Zeit (unter 0,5 Sekunden, bevorzugt unter 0,25 Sekunden) vollständig geöffnet 231 ist. Unmittelbar nach der vollständigen Öffnung schließt das Ventil teilweise. Das Ventil wird in einen teilweise geöffneten Zustand 232 geschaltet der etwa im Bereich 50 - 80 %, bevorzugt 60 - 75 % der vollständigen Öffnung liegt. Anschließend wird das Ventil für einen Dritten Zeitabschnitt in einen halb geöffneten Zustand 233 geschaltet, bei dem es zu 40-60 %, bevorzugt 45 - 55% geöffnet ist. Dieser halb geöffnete Zustand 233 dauert etwa die Hälfte der Exspiration an.
Der vollständig geöffnet 231 Zeitabschnitt dauert weniger als 10 % der Zeitdauer der Exspiration an. Bevorzugt dauert der vollständig geöffnet 231 Zeitabschnitt weniger als 5 % der Zeitdauer der Exspiration an.
Der zweite Abschnitt mit dem teilweise geöffneten Zustand 232 dauert im Bereich 25 % - 50 % der Exspiration an. In dem teilweise geöffneten Zustand 232 wird der Schaltzustand beispielsweise weiter in Richtung des verändert halb geöffneten Zustands 233 verändert.
Das Ventil verbleibt für eine Zeitdauer im Bereich 25 % - 55 % der Exspiration in dem halb geöffneten Zustand 233.
Mit dem Ende der Exspiration 241 wird das Ventil, in den vollständig geschlossenen Zustand 230 geschaltet. Für die Dauer der Inspiration verbleibt das Ventil in dem vollständig geschlossenen Zustand 230.
Aus der Figur 2A ist zu erkennen, dass der Steuerdruck 32 daher für die Dauer der Inspiration (Ins.) oberhalb des Solldruckes liegt. Aus der Figur 2A ist auch zu erkennen, dass der Steuerdruck zu Beginn der Exspiration auf einen minimalen Wert gefahren wird, um das Ventil voll zu öffnen. Dieses entspricht dem ersten Zeitabschnitt. Für den zweiten Zeitabschnitt wird der Steuerdruck minimal angehoben. Für den dritten Zeitabschnitt wird der Steuerdruck noch etwas weiter angehoben. Der Steuerdruck verbleibt für den dritten Zeitabschnitt auf dem erhöhten Niveau. Mit dem Ende der Exspiration wird der Steuerdruck auf einen Maximalwert angehoben. Das führt dazu, dass das Ventil vollständig geschlossen ist dieses erkennt man in der Figur 2 daran, dass der Schaltzustand des Ventils z.B. im Zeitbereich zwischen der Sekunde zwei und drei geschlossen 230 ist. In der Figur 2A erkennt man, dass mit dem Beginn der Inspiration der Maskendruck absinkt und unter dem Solldruck liegt. Der Maskendruck steigt nach dem Beginn der Inspiration wieder an. Etwa nach der Hälfte der Inspirationszeit erreicht der Maskendruck wieder den Sollwert. Anschließend übersteigt der Maskendruck den Sollwert und erreicht ein Maximum zum Beginn der nächsten Exspiration. Für die nachfolgende Exspiration erkennt man aus der Gesamtschau der Figur 2 dass die
Schaltzustände und die Druckverläufe für die Exspiration praktisch identisch zu den Schaltzuständen und den Druckverläufen der ersten Exspiration verlaufen.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der vorgegebene Steuerdruck in der Inspiration bis auf einen Maximaldruck erhöht wird, der vor der halben Dauer einer Inspiration oder zum Ende der Inspiration erreicht wird. Bevorzugt wird der Solldruck dabei zunächst leicht, im Bereich 5 - 20 % überschritten.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass das vorgegebene Sollvolumen in der Inspiration bis auf ein Maximalvolumen erhöht wird, welches vor der halben Dauer einer Inspiration erreicht wird. Beispielsweise wird das vorgegebene Sollvolumen dabei zunächst leicht, im Bereich 2 - 15 % überschritten.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der vorgegebene Steuerdruck in der Exspiration bis auf einen Minimaldruck reduziert wird, der vor der halben Dauer einer Exspiration erreicht wird.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der Maskendruck in der Inspiration einen ansteigenden Verlauf aufweist. Beispielsweise weist Maskendruck in der Inspiration einen Verlauf auf, der zum Ende der Inspiration maximal ist. Bevorzugt wird der Solldruck dabei zunächst leicht, im Bereich 5 - 20 % unterschritten, wobei sich Solldruck und Maskendruck bevorzugt zum Ende der Inspiration im wesentlichen gleichen.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der Maskendruck in der Exspiration zunächst ansteigt und dann einen abfallenden Verlauf aufweist. Bevorzugt steigt der Maskendruck nach Beginn der Exspiration auf einen Wert, der oberhalb des Solldrucks liegt an, und fällt dann - zumindest zeitweise - ab, auf Werte, die unterhalb des Solldrucks liegen.
In der Figur 3 ist die Vorgabe für die MPV-Therapie dargestellt. Der MPV-Modus (mouth piece ventilation mode) ist ein Spontanatemmodus, bei dem der Patient frei entscheidet, wann er eine Atemunterstützung bekommt. Als Patienteninterface wird statt einer Maske ein Mundstück verwendet.
In der Figur 3A ist oben der Druck dargestellt. Aufgetragen sind der Steuerdruck 31 als Vorgabewert der Steuereinheit 3 für das Ventil 17, der Maskendruck 32 (oder Mundstückdruck), welcher von dem Drucksensor 7 bestimmt wird und der Solldruck 33 als Vorgabewert der Steuereinheit 3 für die Atemgasquelle. Der Druck ist in der Einheit hPa angegeben. Eine Zeitachse ist unten in Sekunden angegeben. Die Figur 3 zeigt insgesamt eine Aufzeichnung über 8 Sekunden.
In der Figur 3B sind der Schaltzustand 23 des Ventils 17 im Verlauf von zwei Inspirationen und Exspirationen dargestellt.
In der Figur 3 erkennt man, den Druckverlauf und den Schaltzustand des Ventils für die MPV Beatmung. In der Figur 3A sind der Steuerdruck 31 des Ventils, der Maskendruck 32 und der Solldruck 33 aufgezeichnet. Man erkennt aus dem Verlauf des Maskendruckes, das im Zeitbereich zwischen der Sekunde vier und fünf der Maskendruck kurzzeitig ansteigt. Dieser kurze Druckanstieg 34 entsteht, wenn der Patient das Mundstück in den Mund nimmt. Im MPV-Modus kann dauerhaft ein geringer Grundfluss geliefert werden, um zu identifizieren, wann der Patient das Mundstück in den Mund nimmt. Eine Aufnahme in den Mund führt dann zu einem kurzen Druckanstieg 34. Dieses Atemsignal des Patienten kann von der Steuerung als Trigger 34 gewertet um die MPV Beatmung auszulösen.
Alternativ oder ergänzend kann ein Flusstrigger genutzt werden, um ein Atemsignal des Patienten zu identifizieren. Im MPV-Modus kann dauerhaft ein geringer Grundfluss geliefert werden, um zu identifizieren, wann der Patient das Mundstück in den Mund nimmt. Eine Aufnahme in den Mund führt dann zu einem kurzen Flussabfall. Auch ohne einen Grundfluss kann über das Flusssignal identifiziert werden, wann der Patient das Mundstück in den Mund nimmt. Wenn der Patient das Mundstück im Mund hat und leicht einatmet oder ausatmet, kann dieses Atemsignal des Patienten auch als Trigger genutzt werden, um die MPV- Beatmung zu starten.
In Fig. 3A erhöht die Steuereinheit, auf das Triggersignal hin, den Drucksollwert 33 auf zehn Hektopascal. Die Steuereinheit steuert dazu die Atemgasquelle zur Vorgabe dieses Solldruckes an und liefert dem Patienten somit Atemgas für seine Inspiration. Der Maskendruck 32 steigt entsprechend dem Solldruck 33 schnell an und überschießt den Solldruck leicht. Damit erfolgt eine Vorgabe für die Inspiration, die im Zeitbereich zwischen Sekunde Null und zwei erfolgt, sowie im Zeitbereich zwischen Sekunde vier und sechs.
Aus dem Vergleich mit der Figur 3B ist zu erkennen, dass das Ventil in diesem Zeitraum der Inspiration noch vollständig geschlossen 230 ist. In der Figur 3A erkennt man, dass der Sollwert 33 des Drucks für etwa 1 Sekunde aufrechterhalten wird. Der Maskendruck ist ebenfalls für etwa 1 Sekunde auf dem Maximalwert; der Maskendruck folgt dem Solldruck. Der Steuerdruck 31 des Ventils steigt kurz nach Anstieg des Solldruckes auch an, um das Ventil 17 während der Inspiration geschlossen zu halten.
Das bedeutet, dass für etwa 1 Sekunde ein Atemgasfluss oder ein Atemgasvolumen zu dem Patienten gefördert wird. Dieses nutzt der Patient für eine Inspiration.
Für die Exspiration kann der Patient das Mundstück aus dem Mund entfernen und dann ausatmen. Der Patient kann das Mundstück jedoch auch im Mund belassen. Wenn der Patient das Mundstück im Mund belässt, schaltet die Steuereinheit das Ventil 17 für die Exspiration, nach der Inspiration, in den vollständig geöffneten Zustand 231. Das ist in Figur 3B im Zeitbereich zwischen Sekunde eins und zwei und Sekunde 5,5 und 6,5 zu erkennen.
Gleichzeitig wird der Sollwert des Drucks wie aus Figur 3A erkennbar wieder auf 0 hPa geschaltet. Entsprechend sinkt der Maskendruck steil ab. Und der Steuerdruck 31 des Ventils sinkt ebenfalls ab, um das Steuerventil vollständig zu öffnen.
Der vollständig geöffnete Zustand 231 des Ventils wird für etwa eine halbe bis eine Sekunde beibehalten. Der Patient kann nun seine Exspiration mit dem Mundstück im Mund durchführen. Das geöffnete Ventil bietet dabei den Vorteil, dass der Patient seine exspiratorische Luft durch das vollständig geöffnete Ventil an die Umgebung abatmen kann. Gleichzeitig fördert die Steuereinheit während der Exspiration einen geringen Spülfluss von Atemgas zum Patienten. Durch das geöffnete Ventil 17 kann dieser Spülfluss entweichen. Das führt dazu, dass möglicherweise im Schlauch befindliches Kohlendioxid aus dem Ventil ausgewaschen wird. Dem Patienten steht für die nachfolgende Einatmung oder Inspiration entsprechend wieder CO2 armes Atemgas zur Verfügung.
Das Gerät bietet im MPV-Modus alternativ oder ergänzend eine Atmungsunterstützung, indem es dem Patienten zeitweise einen druckbeaufschlagten Atemgasstrom zuleitet, wobei das Gerät beispielsweise aus Folgendem besteht; einer Atemgasquelle, die den Atemwegen zeitweise einen druckbeaufschlagten Atemgasstrom zuleitet; einem Patienteninterface 4 in Form eines Mundstücks, das zumindest teilweise in eine Atem wegsöffnung des Patienten eingeführt und wieder entnommen werden kann, wobei das Patienteninterface 4 zudem so konfiguriert ist, dass der Atemgasstrom in die Atemwege des Patienten geleitet wird; mindestens einem Sensor, der Ausgangssignale generiert, die angeben, wenn das Mundstück zumindest teilweise in eine Atem wegsöffnung des Patienten eingeführt ist, und somit festzustellen, dass der Patient bereit ist einen Atemgasstrom über das Mundstück zu erhalten, wobei der Sensor eingerichtet ist festzustellen, ob der Patient Atemanstrengungen unternommen hat; und mindestens eine Steuereinheit, die das Sensorsignal analysiert zur Ermittlung ob der Patient eine Atemanstrengungen unternommen hat, die einen Grenzwert zur Auslösung der Zuleitung eines zeitweisen, druckbeaufschlagten Atemgasstroms überschreitet oder unterschreitet, wobei die Steuereinheit die Atemgasquelle, wenn der Grenzwert zur Auslösung der Zuleitung eines zeitweisen, druckbeaufschlagten Atemgasstroms erreicht oder überschritten ist, die Vorgabe eines zeitweisen, druckbeaufschlagten Atemgasstroms aktiviert, wobei die Steuereinheit dann diesen zeitweisen, druckbeaufschlagten Atemgasstrom für die Zeitdauer einer Inspiration oder für einen Bruchteil der Zeitdauer der Inspiration des Patienten aktiviert.
Bevorzugt sind dabei der Druck und/oder die Zeitdauer einstellbar.
Bei dem erfindungsgemäßen MPVp-Modus sind der Druck der Atemunterstützung und die Inspirationszeit Ti einstellbar.
Das Gerät bietet im MPV-Modus alternativ oder ergänzend eine Atmungsunterstützung, indem es dem Patienten zeitweise einen Atemgasstrom zuleitet, wobei das Gerät beispielsweise aus Folgendem besteht; einer Atemgasquelle, die den Atemwegen für eine definierte Zeitdauer einen Atemgasstrom zuleitet; einem Patienteninterface 4 in Form eines Mundstücks, das zumindest teilweise in eine Atemwegsöffnung des Patienten eingeführt und wieder entnommen werden kann, wobei das Patienteninterface 4 zudem so konfiguriert ist, dass der Atemgasstrom in die Atemwege des Patienten geleitet wird; mindestens einem Sensor, der Ausgangssignale generiert, die angeben, wenn das Mundstück zumindest teilweise in eine Atem wegsöffnung des Patienten eingeführt ist, und somit festzustellen, dass der Patient bereit ist einen Atemgasstrom über das Mundstück zu erhalten, wobei der Sensor eingerichtet ist festzustellen, ob der Patient Atemanstrengungen unternommen hat; und mindestens eine Steuereinheit, die das Sensorsignal analysiert zur Ermittlung ob der Patient eine Atemanstrengungen unternommen hat, die einen Grenzwert zur Auslösung der Zuleitung des zeitweisen Atemgasstroms überschreitet oder unterschreitet, wobei die Steuereinheit die Atemgasquelle, wenn der Grenzwert zur Auslösung der Zuleitung des zeitweisen Atemgasstroms erreicht oder überschritten ist, die Vorgabe des zeitweisen, Atemgasstroms aktiviert, wobei die Steuereinheit dann diesen zeitweisen Atemgasstrom für die definierte Zeitdauer aktiviert.
Alternativ bevorzugt sind der Druck der Atemunterstützung und das Volumen einstellbar.
Bei dem MPVv-Modus sind der Druck der Atemunterstützung und das Volumen einstellbar.
Das Gerät bietet im MPV-Modus alternativ oder ergänzend eine Atmungsunterstützung, indem es dem Patienten zeitweise ein Atemgasvolumen zuleitet, wobei das Gerät beispielsweise aus Folgendem besteht; einer Atemgasquelle, die den Atemwegen für eine ein definiertes Atemgasvolumen zuleitet; einem Patienteninterface 4 in Form eines Mundstücks, das zumindest teilweise in eine Atem wegsöffnung des Patienten eingeführt und wieder entnommen werden kann, wobei das Patienteninterface 4 zudem so konfiguriert ist, dass das Atemgasvolumen in die Atemwege des Patienten geleitet wird; mindestens einem Sensor, der Ausgangssignale generiert, die angeben, wenn das Mundstück zumindest teilweise in eine Atem wegsöffnung des Patienten eingeführt ist, und somit festzustellen, dass der Patient bereit ist einen Atemgasstrom über das Mundstück zu erhalten, wobei der Sensor eingerichtet ist festzustellen, ob der Patient Atemanstrengungen unternommen hat; und mindestens eine Steuereinheit, die das Sensorsignal analysiert zur Ermittlung ob der Patient eine Atemanstrengungen unternommen hat, die einen Grenzwert zur Auslösung der Zuleitung des Atemgasvolumens überschreitet oder unterschreitet, wobei die Steuereinheit die Atemgasquelle, wenn der Grenzwert zur Auslösung der Zuleitung des Atemgasvolumens erreicht oder überschritten ist, die Vorgabe des Atemgasvolumens aktiviert, wobei die Steuereinheit dann die Atemgasquelle zur Förderung des Atemgasvolumens aktiviert.
Beispielsweise ist die Steuereinheit so eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der vorgegebene Solldruck in der Inspiration bis auf einen Maximaldruck erhöht wird, der vor der halben Dauer einer Inspiration erreicht wird. Bevorzugt wird der Solldruck dabei zunächst leicht, im Bereich 5 - 15 % überschritten.
Beispielsweise ist die Steuereinheit so eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass das vorgegebene Sollvolumen in der Inspiration bis auf ein Maximalvolumen erhöht wird, welches vor der halben Dauer einer Inspiration erreicht wird. Beispielsweise wird das vorgegebene Sollvolumen dabei zunächst leicht, im Bereich 2 - 15 % überschritten.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der vorgegebene Steuerdruck in der Inspiration bis auf einen Maximaldruck erhöht wird, der vor der halben Dauer einer Inspiration oder zum Ende der Inspiration erreicht wird. Bevorzugt wird der Solldruck dabei zunächst leicht, im Bereich 5 - 20 % überschritten.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass das vorgegebene Sollvolumen in der Inspiration bis auf ein Maximalvolumen erhöht wird, welches vor der halben Dauer einer Inspiration erreicht wird. Beispielsweise wird das vorgegebene Sollvolumen dabei zunächst leicht, im Bereich 2 - 15 % überschritten.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der vorgegebene Steuerdruck in der Exspiration bis auf einen Minimaldruck reduziert wird, der vor der halben Dauer einer Exspiration erreicht wird.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der Maskendruck in der Inspiration einen ansteigenden Verlauf aufweist. Beispielsweise weist Maskendruck in der Inspiration einen Verlauf auf, der zur Mitte der Inspiration maximal ist. Bevorzugt wird der Solldruck dabei leicht, im Bereich 5 - 20 % überschritten, wobei sich Solldruck und Maskendruck bevorzugt zum Ende der Inspiration im Wesentlichen gleichen.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der Maskendruck in der Exspiration langsamer abfällt als der Solldruck. Bevorzugt fällt der Maskendruck erst nach dem Ende der Exspiration auf einen Wert, der im Bereich des Solldrucks liegt ab.
Weiter bevorzugt wird für die nachfolgende Exspiration das Ventil 17 kurz geöffnet, sodass der Druck am Mundstück abgebaut wird, und das Ventil wird anschließend geschlossen, um die nächste Atemanstrengung des Patienten zu detektieren. Beispielsweise kann das Ventil für die Inspiration geschlossen bleiben und unmittelbar nach Beendigung der Druckvorgabe vollständig geöffnet werden, um dem Patienten eine schnelle Exspiration zu ermöglichen. Alternativ kann das Ventil nach Beendigung der Druckvorgabe nur teilweise geöffnet werden, um dem Patienten eine Exspiration zu ermöglichen, aber auch einen therapeutisch wirksamen Widerstand bei der Ausatmung zu generieren, der die kleinen Atemwege möglichst lange offenhält und somit eine umfassende Ausatmung von CO2 ermöglicht. Alternativ kann das Ventil nach Beendigung der Druckvorgabe nur teilweise geöffnet so werden, dass dem Patienten eine Exspiration gegen einen dynamisch geregelten Gegendruck, in Abhängigkeit des Flusses der Exspiration, ermöglicht ist, wobei durch die geregelte, teilweise Öffnung oder Schließung des Ventils ein therapeutisch wirksamer Widerstand bei der Ausatmung generiert wird, der die kleinen Atemwege möglichst lange offenhält und somit eine umfassende Ausatmung von CO2 ermöglicht.
In der Figur 4 sind in A) der Druck, in B) der Fluss und in C) der Schaltzustand des Ventils 17 bei der HFT-Beatmung (oder HFT-Modus) dargestellt. Die HFT-Beatmung erfolgt unter gleichbleibendem hohen Fluss von (erwärmten und angefeuchteten) Atemgas, welches über Nasenkanülen in beide Nasenlöcher des Patienten appliziert wird. Der hohe Fluss spült den nasalen Totraum aus, sodass mit der Inspiration mehr frisches Atemgas geatmet wird. Die Nasenkanülen schließen dabei nicht dicht mit der Nasenwand ab, sodass eine Ausatmung an den Kanülen vorbei möglich ist.
In der Figur 4 A) erkennt man, den Druckverlauf von Maskendruck 32 und Steuerdruck 31 für die HFT-Beatmung. In der Figur 4A sind der Maskendruck und der Steuerdruck des Ventils
aufgezeichnet. Man erkennt aus dem Verlauf des Maskendruckes 32, das im Zeitbereich ab der Sekunde eins der Maskendruck 32 abfällt. Dieser kurze Druckabfall entspricht der spontanen Inspiration 241 des Patienten. Der Druckabfall korreliert zeitlich mit dem Anstieg des Patientenflusses 243 in Fig. 4B).
Dieses Atemsignal des Patienten kann von der Steuerung als Trigger gewertet werden, um den Steuerdruck zu erhöhen.
In der Figur 4 B) erkennt man den Sollfluss 244 der bei der HFT-Beatmung im Wesentlichen gleichbleibend auf einem voreingestellten Niveau gehalten wird. Die Steuerung steuert die Atemgasquelle derart an, dass der Sollfluss 244 im Wesentlichen beibehalten wird.
Im Zuge der Inspiration 241 des Patienten steigt der Patientenfluss 243 jedoch an, da der Patient aktiv Atemgas einatmet. In diesem Zeitraum übersteigt der Patientenfluss 243 den Sollfluss 244. Im Rahmen der nachfolgenden Exspiration 242 unterschreitet der Patientenfluss 243 den Sollfluss 244. Dies geschieht, da die aktive Exspiration des Patienten entgegen dem geförderten Atemgas, an den Nasenkanülen vorbei, aus der Nase strömt.
Das Ventil 17 bleibt während der HFT-Beatmung in einem geschlossenen Zustand 230, da fortwährend kein Atemgas aus dem Ventil entweichen soll, sondern andauernd während Inspiration und Exspiration zu der Nasenkanüle gefördert wird. Dazu wird der Steuerdruck 31 für das Ventil 17 immer über dem Maskendruck gehalten. Damit ist gewährleistet, dass das Patientenventil immer geschlossen 230 ist und kein Atemgas über das Patientenventil verloren geht. Wie man in der Grafik der Fig. 4 sieht, ist eine Erkennung der Atemphase aber möglich z.B. um Atemfrequenz oder Inspirationsdauer zu bestimmen und anzuzeigen.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der Maskendruck (oder hier der Druck im Bereich der Nasenkanülen) in der Inspiration absinkt. Zum Ende der Inspiration steigt der Maskendruck wieder an.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der vorgegebene Sollfluss in der Inspiration unter dem Patientenfluss bleibt. Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der Patientenfluss zu Beginn der Inspiration ansteigt und zudem der Maskendruck zu Beginn der Inspiration abfällt. Der Patientenfluss steigt dabei auf einen Maximalwert der vor der zur Mitte der Inspiration oder zur Mitte der Inspiration maximal ist. Beispielsweise wird der vorgegebene Sollfluss dabei zunächst leicht, im Bereich 5 - 30 % oder größer als 7 % überschritten.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der Maskendruck in der Exspiration bis auf einen Maximaldruck ansteigt, der zum Ende einer Exspiration wieder abgefallen ist.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der Maskendruck in der Exspiration einen ansteigenden Verlauf aufweist.
Beispielsweise ist die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der Patientenfluss in der Exspiration zu Beginn abfällt und dann wieder ansteigt. Die Steuereinheit eingerichtet und ausgebildet die Atemgasquelle derart zu steuern, dass der Patientenfluss in der Exspiration zum Beginn abfällt während der Maskendruck gleichzeitig ansteigt.