Beschreibung
Zugri f fsmodul und Verfahren zum Zugri f f auf Messdaten
Die Erfindung betri f ft ein Zugri f fsmodul und ein Verfahren zum Zugri f f auf Messdaten . Im Speziellen betri f ft die Erfindung ein Zugri f fsmodul und ein Verfahren zum Zugri f f auf im Zusammenhang mit einem elektrischen Ladevorgang an einer Ladestation generierte Messdaten .
Im Stand der Technik sind Elektrofahrzeuge bzw . zumindest teilweise mit elektrischer Energie angetriebene Fahrzeuge bekannt . Diese weisen mindestens einen Akkumulator auf , welcher nach einem j eweiligen Betrieb des Elektrofahrzeugs regelmäßig zu laden ist . Ein Laden des Elektrofahrzeugs erfolgt an einer Ladestation - in der Fachwelt auch als Electric Vehicle Supply Equipment oder abkürzend EVSE bekannt - welche über ein Ladekabel oder auch mit einer drahtlosen, induktiven Kopplung mit dem Elektrofahrzeug verbunden wird . Je nach Ausmaß und Gestaltung der Ladestation wird diese auch als Ladeeinrichtung oder Ladepunkt bezeichnet . Diese Unterschiede in Ausmaß und Gestaltung der Ladestation sind für die vorliegende Beschreibungen j edoch unerheblich, so dass die Ladestation im Sinne dieser Beschreibung alle möglichen Ladeeinrichtungen, Ladepunkte , Ladestellen etc . umfasst . Eine oder mehrere in der Ladestation installierte Messeinheiten dienen einer Erfassung der von der Ladestation an das Elektrofahrzeug übergebenen elektrischen Energie .
Mit einem zunehmenden Ausbau einer Ladeinfrastruktur ergeben sich durch rechtliche Anforderungen neue Heraus forderungen bei einer Inrechnungstellung der übergebenen elektrischen Energie sowie weiterer, indirekt mit dem Ladevorgang zusammenhängender Rechnungsposten, wie z . B . eine zeitliche Belegung eines Parkraums etc . , die einer technischen Lösung bedürfen .
Die Heraus forderungen stammen zum einem aus der Viel zahl möglicher Beziehungen der Beteiligten und ihrer Vertragsverhältnisse und zum anderen aus übergeordneten, zum Teil widerstreitender rechtlicher Vorgaben, wie z . B . steuerrechtlicher Dokumentationspflichten einerseits und datenschutzrechtlicher Vorgaben andererseits . Mit einer Beziehung der Beteiligten ist insbesondere zu verstehen, dass anstelle eines direkten Vertragspartners auch ein Mitarbeiter, ein Angehöriger, ein Unterauftragnehmer o . ä . aktiv werden kann und unterschiedliche Leistungen möglicherweise auf Rechnung verschiedener Akteure geleistet werden . Insbesondere kann es erforderlich sein, eine Parkzeit und die während des Ladevorgangs bezogene Energie getrennt zu verrechnen .
Bereits seit einiger Zeit ist es beispielsweise gängig, für eine Bewirtschaftung eines Ladepunkts zwischen einem Betreiber der Ladestation bzw . Ladepunktbetreiber oder CPO ( »Charge Point Operator« ) und einem Elektromobilitätsanbieter oder EMP (»Electro Mobility Provider« ) zu unterscheiden . Während der Elektromobilitätsanbieter traditionell einen festen Vertragspartner für den Benutzer der Ladestation bildet , der dem Benutzer einen Zugang zu unterschiedlichen Ladepunkten anbietet und die dort bezogene Ladeleistung in Rechnung stellt , ist der Ladepunktbetreiber für die technische Instandhaltung, die Stromversorgung und den Zugang zur Ladeinfrastruktur verantwortlich .
Derzeit besteht ein Problem darin, eine Erstellung eines Abrechnungsbelegs auf Basis von Messdaten abhängig von einem Datenempfänger sowie von rechtlich änderbaren Rahmenbedingungen fallweise unterschiedlich zusammenzustellen und strukturell zu gestalten .
Weiterhin besteht ein Problem darin, alle später für Abrechnungs zwecke benötigten Messdaten zum Zeitpunkt der Energielieferung zu erfassen, wobei die Erfassung nicht benötigter Daten unterbleiben soll .
Ein weiteres Problem besteht darin, den Abrechnungsbeleg zusätzlich zu rechtlichen Vorgaben auch in einem bestimmten Format - beispielsweise in Abhängigkeit der bei den Beteiligten verwendeten Systeme - bereitzustellen .
Die vorliegende Erfindung ist vor die Aufgabe gestellt , Mittel zum Zugri f f auf im Zusammenhang mit einem elektrischen Ladevorgang an einer Ladestation generierte Messdaten und zur Definition eines Ladedatensatzes auf Basis der Messwerten anzugeben, durch welche die oben genannten Probleme vermieden werden .
Die Aufgabe wird durch ein Zugri f fsmodul mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst . Das erfindungsgemäße Zugri f fsmodul dient einem Zugri f f auf im Zusammenhang mit einem elektrischen Ladevorgang an einer Ladestation generierte Messdaten . Das Zugri f fsmodul umfasst eine interne Schnittstelle , eine externe Schnittstelle und eine Verarbeitungseinheit .
Die interne Schnittstelle des erfindungsgemäßen Zugri f fsmoduls dient zur Anbindung mindestens einer Messeinheit und zum Empfang von Messdaten von der mindestens einen Messeinheit . Die interne Schnittstelle kann beispielsweise innerhalb einer Ladestation vorgesehen sein . Die interne Schnittstelle kann alternativ auch so an die Messeinheit angebunden sein, dass das Zugri f fsmodul selbst innerhalb der Messeinheit angeordnet ist , wobei die interne Schnittstelle des Zugri f fsmodul mit einer Messdatenschnittstelle der Messeinheit verbunden ist , sodass Messdaten von der Messdatenschnittstelle der Messeinheit an die interne Schnittstelle des in der Messeinheit angeordneten Zugri f fsmoduls gesendet werden .
Die externe Schnittstelle des erfindungsgemäßen Zugri f fsmoduls ist vorzugsweise als eine externe Schnittstelle zum Austausch paketorientierter Daten ausgestaltet . Als externer Kommunikationspartner kommt insbesondere ein Datenempfänger - beispielsweise ein Server einer Abrechnungs zent-
rale - eines zu erzeugenden Ladedatensatzes in Betracht . Über die externe Schnittstelle des erfindungsgemäßen Zugri f fsmoduls werden auch Definitionsdaten mit dem mindestens einem Datenempfänger ausgetauscht .
Die Verarbeitungseinheit des erfindungsgemäßen Zugri f fsmoduls ist zur Auswertung der dem Datenempfänger zugeordneten Definitionsdaten ausgestaltet . Weiterhin ist die Verarbeitungseinheit zur Erzeugung des mindestens einen Ladedatensatzes mit einer durch die Definitionsdaten bestimmten Struktur und mit einer durch die Definitionsdaten bestimmten Untermenge der Messdaten ausgestaltet .
Die Erfindung hat den Vorteil , dass sie für das insbesondere in der Elektromobilität bestehende Problem, nahezu alle später für Abrechnungs zwecke benötigten Messdaten zum Zeitpunkt der Energielieferung erfassen zu müssen, eine technische Lösung für eine datensparsame und rechtskonforme Datenerhebung liefert . Das Problem wurde in dieser Art und Weise bisher nicht gelöst , da es erst in dem Kontext der Elektromobilität und der dort auftretenden komplexen Vertragsbeziehungen aufgekommen ist .
Während im Stand der Technik bislang tendenziell zu viele Messdaten gespeichert wurden, ermöglicht die Erfindung eine Speicherung, Vorhaltung und/oder Übermittlung eines Ladedatensatzes , welcher eine durch die Definitionsdaten bestimmte Untermenge der Messdaten enthält . Insbesondere kann ein erster Ladedatensatz auf eine Abrechnung einer Parkzeit bezogen sein, während ein zweiter Ladedatensatz auf eine Abrechnung einer während des Ladevorgangs bezogenen elektrischen Energie bezogen ist . Aber auch eine identische Leistungserbringung, zum Beispiel die Abgabe elektrischer Energie , könnte unterschiedlichen Abrechnungsmodellen unterliegen . Bei einem Ladevorgang eines Benutzers der Ladestation könnte der Elektromobilitätsanbieter oder EMP dem Benutzer eine Abrechnung auf Basis einer Dauer des Ladevorgangs erstellen, während der Ladepunktbetreiber oder CPO dem Elektromobilitätsanbieter eine Abrechnung auf Basis einer während des Ladevorgangs abgegebe-
ne elektrischen Energie erstellt . In vorteilhafter Weise können also ungeachtet der gleichen Leistungserbringung - Abgabe elektrischer Energie - zwei unterschiedliche Ladedatensätze generiert werden, welche die j eweilige Abrechnung häufig wechselnder Vertragspartner - Benutzer, Ladepunktbetreiber und Elektromobilitätsanbieter - erheblich zu erleichtern vermögen :
- ein erster an den Elektromobilitätsanbieter übermittelter Ladedatensatz zur Verrechnung der Dauer des Ladevorgangs zwischen dem Elektromobilitätsanbieter und dem Ladesäulennutzer ; und;
- ein zweiter an den Elektromobilitätsanbieter übermittelter Ladedatensatz zur Verrechnung der während des Ladevorgangs abgegebene elektrischen Energie zwischen dem Ladepunktbetreiber oder CPO und dem Elektromobilitätsanbieter .
Im Unterschied zum Stand der Technik ist ein erfindungsgemäßes Zugri f fsmodul in der Lage , einen Ladedatensatz in verschiedenen, durch Definitionsdaten bestimmbaren Strukturen bzw . Formaten bereitzustellen, wobei der Datenempfänger die Formatauswahl tri f ft und in Aus führungs formen der Erfindung das Format auch in Form einer Vorlage vorgeben kann . Der Ladedatensatz bzw . die Vorlage wird beispielsweise zumindest teilweise in OCMF ( Open Charge Metering Format ) dargestellt , einem Datenformat zur Erfassung eichrechtlich relevanter Messwerte von Ladestationen, alternativ oder zusätzlich kann auch das Zählerprotokoll EDL40++ eingesetzt werden .
Die erfindungsgemäßen Mittel ermöglichen es dem Datenempfänger, den ausgegeben Ladedatensatz hinsichtlich Umfangs und Darstellung der ausgegeben Werte bzw . Messdaten zu steuern . Auf diese Weise ermöglicht es der erfindungsgemäße erzeugte Ladedatensatz dem Datenempfänger, datenschutzrechtliche Vorgaben zu erfüllen, und gleichzeitig im Ladedatensatz tatsächlich benötigte Daten vollständig zur Verfügung zu haben . Die Daten im Ladedatensatz liegen in vorteilhafter Weise in einer vom Datenempfänger definierbaren Struktur vor, welche eine
Weiterverarbeitung in Datenverarbeitungsanlagen sowohl des Datenempfängers als auch dessen Kunden erleichtert .
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird weiterhin durch eine Ladestation mit mindestens einer Messeinheit und mindestens einem an die mindestens eine Messeinheit angebundenes erfindungsgemäßes Zugri f fsmodul gelöst .
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird weiterhin durch eine Messeinheit gelöst , welche mindestens ein erfindungsgemäßes Zugri f fsmodul umfasst .
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird weiterhin durch ein Verfahren zum Zugri f f auf im Zusammenhang mit einem elektrischen Ladevorgang an einer Ladestation (EVSE ) generierte Messdaten gelöst , wobei das Verfahren die Schritte umfasset :
Austausch von Definitionsdaten mit mindestens einem Datenempfänger und Auswertung der dem Datenempfänger zugeordneten Definitionsdaten;
Empfang von Messdaten von mindestens einer Messeinheit ;
Erzeugung mindestens eines Ladedatensatzes mit einer durch die Definitionsdaten bestimmten Struktur und mit einer durch die Definitionsdaten bestimmten Untermenge der Messdaten; und;
Übertragung des mindestens einen Ladedatensatzes an den mindestens einen Datenempfänger .
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche .
Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Zugri f fsmoduls ist vorgesehen, dass die dem Datenempfänger zugeordneten Definitionsdaten mindestens eine Vorlage umfassen . Eine Vorlage gemäß dieser Ausgestaltung erleichtert die Bestimmung von Definitionsdaten dahingehend, dass Definitionsdaten in der Vorlage in einer maschinen- und menschenlesbaren Struktur zusammengestellt werden, wobei die Struktur der Vorlage in
vorteilhafter Weise auch der Struktur des zu liefernden Ladedatensatzes entspricht . Eine Vorlage als strukturiertes Dokument kann auch erwartete Werte in Verbindung mit Platzhaltern vorgeben . Weiterhin können in anderen Bereichen der Vorlage auch optionale Werte in Verbindung mit Platzhaltern vorgegeben sein . Alternativ kann eine Vorlage allein aus einer Formatangabe bestehen und sich auf die Vorgabe beschränken, einen vom Datenempfänger gewünschten Ladedatensatz beispielsweise in einem Format OCMF ( Open Charge Metering Format ) oder in dem Zählerprotokoll EDL40++ zu liefern eingesetzt werden . Der Vorteil dieser Vorlagen besteht insgesamt darin, dass einzelne Vorlagen für bestimmte Datenempfänger maßgeschneidert werden können und - bei einem Bedarf an Variationen der gewünschten Struktur der Ladedatensätze - diese Vorlagen in einfacher Weise dupli ziert und überarbeitet werden können .
Gemäß einer Ausgestaltung ist vorgesehen, im erfindungsgemäßen Zugri f fsmodul einen Speicherbereich zur nicht flüchtigen Ablage der Vorlage vorzusehen . Eine Ablage der Vorlagen in einem internen Speicher kann insbesondere vorteilhaft sein, um diese später überprüfen zu können . Es kann auch vorgesehen sein, dass bei Abruf von Werten das zu verwendende Format übermittelt oder ein auf der Messeinheit hinterlegtes Format referenziert wird .
Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Zugri f fsmoduls ist vorgesehen, eine einem Datenempfänger zugeordnete Referenz der Vorlage vorzusehen . Diese Maßnahme unterstützt eine Speicherung und Bezugnahme der durch j eweilige Datenempfänger definierten Vorlagen auf dem Zugri f fsmodul . Hierzu kann vorgesehen sein, dass die Vorlage in einer Weise referenziert wird, bei der mit der Referenz weitere Daten übergeben werden, sodass sich die tatsächlich verwendete Vorlage aus einem ref erenzierten und einem übermittelten Anteil zusammengesetzt wird .
Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Zugri f fsmoduls ist vorgesehen, dass Vorlagen vor Ihrer Verwendung über-
prüft werden . Eine solche Prüfung könnte beispielsweise vorsehen, dass eine Anzahl von Platzhaltern in der Vorlage ermittelt wird . Alternativ kann auch geprüft werden, ob Platzhalter für bestimmte Werte vorgesehen sind . Indem seitens des Zugri f fsmodul vorgegebene Vorlagen überprüft werden, kann eine Freiheit eines Datenempfängers zur Definition von Vorlagen soweit eingeschränkt werden, dass eine unbemerkte unzulässige Beeinflussung der Ausgabe durch Verwendung entsprechender Vorlagen in vorteilhafter Weise vermieden wird . Gemäß einer Ausgestaltung werden beispielsweise nur solche Vorlagen als Ergebnis der Prüfung akzeptiert , bei denen mindestens die Angabe einer Energiemenge als auch die Angabe einer Nutzerkennung vorgesehen ist . Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass nur solche Vorlagen akzeptiert werden, bei denen eine vorgegebene Anzahl an Messwerten und/oder die durch die Messeinheit zu ermittelnden oder zu beschreibenden Messwerte in Ersetzung der Platzhalter eingetragen werden können .
Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Zugri f fsmoduls ist vorgesehen, dass die Prüfung der Vorlage eine Ermittlung eines die Vorlage kennzeichnenden Werts umfasst . Gemäß dieser Ausgestaltung werden beispielsweise nur solche Vorlagen akzeptiert werden, bei denen an einer bestimmten Stelle die Eintragung eines die Vorlage kennzeichnenden Wertes vorgesehen ist . Ein solcher die Vorlage kennzeichnender Wert kann insbesondere ein Hashwert sein, der basierend auf der empfangenen Vorlage ermittelt und anschließend an einer vorgegebenen Stelle der Vorlage eingetragen wird . Ein Empfänger, der den Messdatensatz in Form eines so ausgefüllten Formulars erhält , kann somit nachvoll ziehen, welche Werte aus der Vorlage und welche aus dem Formular stammen, und die j eweilige Herkunft anhand des Hashes veri fi zieren . Auf diese Weise wird eine missbräuchliche Nutzung von Vorlagen, bei denen vermeintlich variable Werte , z . B . Messwerte , tatsächlich bereits durch die Vorlage vorbelegt sind - und somit ein möglicher Täuschungsversuch eines Dritten über diese Werte - vermieden bzw . erschwert . Alternativ kann für andere Platzhalter oder auch für andere Bereiche der Vorlage wiederum
vorgesehen sein, dass eine Belegung dieser Teile der Vorlage lediglich optional ist , diese Teile der Vorlage also nur lesend und/oder schreibend verwendet werden, wenn bestimmte Daten oder Messwerte zur Verfügung stehen .
Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Zugri f fsmoduls ist vorgesehen, dass zur Erzeugung des mindestens einen Ladedatensatzes durch die Definitionsdaten definierbare weitere Daten zu dem mindestens einen Ladedatensatzes hinzufügbar sind, insbesondere durch die Messeinheit erfasste weitere , nicht direkt mit dem elektrischen Ladevorgang im Zusammenhang stehende Daten, in der Messeinheit hinterlegte Daten und/oder auf die Organisation der Definitionsdaten und/oder Vorlage bezogene Daten . Vorlagen können so gestaltet sein, dass an vorgegeben Stellen Daten, welche durch die Messeinheit zu erfassen sind - z . B . Messwert , Zeitstempel , Fehlerzähler, etc . - und/oder Daten, welche in der Messeinheit hinterlegt sind - z . B . Seriennummer, Firmware-Version, Konfiguration, etc . - und/oder Werte , die sich auf die Vorlage selbst beziehen - z . B . laufende Nummer der Vorlage , Anzahl variabler Felder, Anzahl befüllter Felder, berechnete Hash- werte bzw . Signaturen, etc . - und/oder von externen Komponenten abrufbare Daten eingefügt werden können .
Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Zugri f fsmoduls ist vorgesehen, dass die durch die Definitionsdaten definierbaren weitere Daten solche - bzw . auch solche - Daten umfassen, welche vom Zugri f fsmodul auf Anweisung der Definitionsdaten zuvor abgerufen werden . Die Definitionsdaten enthalten hierzu vorzugsweise Anweisungen, auf welche Weise und von welchem Ort diese Daten abgerufen werden sollen . Weiterhin können die Definitionsdaten Anweisungen enthalten, wie auftretende Fehler gehandhabt werden sollen .
Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Zugri f fsmoduls ist vorgesehen, dass mindestens ein Bereich der Vorlage definierbar ist , in welcher das aus der Vorlage erzeugte ausgefüllte - den Ladedatensatzes enthaltende - strukturier-
te Dokument kryptographisch signiert und somit der definierbare Anteil dieses Ladedatensatzes integritätsgeschützt und authentisch bereitgestellt wird . Hierzu können Bereiche der Vorlage definiert sein, über welche die Signatur zu berechnen ist , und andere Bereiche der Vorlage , in denen eine Ablage dieser Signatur vorgesehen ist . Insbesondere kann vorgesehen seien, dass ein aus einer Vorlage erzeugtes ausgefülltes strukturiertes Dokument über eine Mehrzahl von Signaturen verfügt . Die Signaturen können sich dabei sowohl über unabhängige , d . h . schnittmengenfreie Bereiche des Datensatzes erstrecken, als auch über überlappende Bereiche oder sogar über Bereiche , die weitere Signaturen enthalten . Durch die vorteilhafte Möglichkeit , mehrere Signaturen in einem Ladedatensatz zu verwenden, kann bei Bedarf ein Teil des Ladedatensatzes zu einem späteren Zeitpunkt noch in einer kontrollierten, dokumentierbaren und überprüfbaren Weise verändert werden, ohne dass der Integritätsschutz der anderen Teile des Ladedatensatzes beeinträchtigt werden . Beispielsweise könnten Kerninformationen des Ladedatensatzes über eine erste Signatur, der vollständige Ladedatensatz über eine zusätzliche zweite Signatur gesichert werden, sodass Informationen aus dem erweiterten Datensatz gelöscht oder überarbeitet werden könnten, ohne die Integrität der Kerninformationen zu beeinträchtigen .
Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Zugri f fsmoduls ist vorgesehen, dass mindestens ein Bereich der Vorlage definierbar ist , für den ein die Vorlage oder den Bereich der Vorlage kennzeichnender Wert , insbesondere Hash-Wert , zur Eintragung vorgesehen ist . Mit der Vorlage ist hier insbesondere auch das aus der Vorlage erzeugte , ausgefüllte strukturierte Dokument zu verstehen, welches auf Maßgabe der Definitionsdaten mit dem Ladedatensatz ausgefüllt wurde . Gemäß dieser Ausgestaltung ist somit auch vorgesehen, dass mindestens ein Bereich definierbar ist , in welchem das aus der Vorlage erzeugte ausgefüllte strukturierte Dokument für den ein das Dokument oder den Bereich des Dokuments kennzeichnender Wert , insbesondere Hash-Wert , zur Eintragung vorgesehen ist . Hierzu
können Bereiche der Vorlage oder des Dokuments definiert sein, über welche ein kennzeichnender Wert zu ermitteln ist, und andere Bereiche, in denen eine Ablage dieses kennzeichnenden Werts vorgesehen ist.
Im Folgenden werden weitere Ausführungsbeispiele und Vorteile der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen :
Fig. 1: eine schematische Strukturdarstellung einer in einer Ladstation angeordneten Aus führungs form des Zugrif fsmoduls, und;
Fig. 2: eine schematische Darstellung einer in einer Messeinheit angeordneten Aus führungs form des Zugriffsmoduls .
FIG. 1 zeigt eine schematische Strukturdarstellung einer in einer Ladestation EVSE angeordneten Aus führungs form des Zugriffsmoduls AM. Das Zugriffsmodul AM umfasst eine interne Schnittstelle IIF, eine externe Schnittstelle EIE und eine Verarbeitungseinheit CTR.
Über die interne Schnittstelle IIF des Zugriffsmoduls AM sind zwei Messeinheiten M angebunden. Die Anbindung ist dergestalt, dass über die interne Schnittstelle IIF Messdaten von der mindestens einen Messeinheit M empfangen werden.
Das Zugriffsmodul AM und die beiden Messeinheiten M sind in der Ladestation EVSE angeordnet, beispielsweise darin fest verbaut. Die Messeinheiten M sind beispielsweise einem jeweiligen Stromzweig oder Umrichterzweig innerhalb der Ladestation EVSE zugeordnet. In einem Umrichterzweig wird beispiels- weis ein dreiphasiger Wechselstrom in Gleichstrom gewandelt. Stromzweige, Umrichterzweig sowie andere Funktionskomponenten innerhalb der Ladestation EVSE, welche die Bereitstellung und Aufbereitung des elektrischen Ladestromstroms betreffen, sind aus Ubersichtlichkeitsgründen zeichnerisch nicht dargestellt.
Die externe Schnittstelle EI F des Zugri f fsmoduls AM ist vorzugsweise zum Austausch paketorientierter Daten mit einem paketorientierten Netzwerk NW ausgestaltet .
Hierzu ist die externe Schnittstelle EI F zumindest indirekt mit dem paketorientierten Netzwerk NW verbunden . Alternativ zur zeichnerisch dargestellten direkten Anbindung an das paketorientierten Netzwerk NW erfolgt eine indirekte Verbindung der externen Schnittstelle EI F über eine - nicht dargestellte - Netzwerkschnittstelle und/oder über ein - nicht dargestelltes -Steuermodul der Ladestation EVSE
Als externer Kommunikationspartner kommen insbesondere mehrere - nicht dargestellter - Datenempfänger des vom Zugri f fsmodul gelieferten Ladedatensatz in Betracht , also beispielsweise - nicht dargestellte - Server einer oder mehrerer - nicht dargestellter - Abrechnungs zentralen in Betracht . Über die externe Schnittstelle EI F des Zugri f fsmoduls AM werden auch Definitionsdaten mit dem j eweiligen Datenempfänger ausgetauscht .
Die Verarbeitungseinheit CTR des Zugri f fsmoduls AM ist zur Auswertung der dem Datenempfänger zugeordneten Definitionsdaten ausgestaltet . Weiterhin ist die Verarbeitungseinheit zur Erzeugung des mindestens einen Ladedatensatzes mit einer durch die Definitionsdaten bestimmten Struktur und mit einer durch die Definitionsdaten bestimmten Untermenge der Messdaten ausgestaltet .
Die weitere Figurenbeschreibung erfolgt unter weiterer Bezugnahme auf die Funktionseinheiten von j eweils vorausgehenden Figuren . Identische Bezugs zeichen in verschiedenen Figuren repräsentieren hierbei identische Funktionseinheiten .
FIG . 2 zeigt eine schematische Strukturdarstellung einer in einer Messeinheit M angeordneten Aus führungs form des Zugri f fsmoduls AM . Das anhand der FIG . 2 beschriebene Zugri f fsmoduls AM ist bezüglich seines inneren Aufbaus mit dem anhand
der FIG . 1 beschriebenen Zugri f fsmodul AM weitgehend identisch . Ein Unterschied dieser anhand der FIG . 2 beschriebenen Aus führungs form besteht darin, dass das Zugri f fsmodul AM in eine Messeinheit M integriert ist oder, mit anderen Worten, die Messeinheit M das Zugri f fsmodul AM umfasst .
Entsprechend ist die interne Schnittstelle I I F so an die Messeinheit angebunden, dass das Zugri f fsmodul AM selbst innerhalb der Messeinheit M angeordnet ist , wobei die interne Schnittstelle I I F des Zugri f fsmodul AM mit einer Messdatenschnittstelle MD der Messeinheit M verbunden ist , sodass Messdaten von der Messdatenschnittstelle MD der Messeinheit M an die interne Schnittstelle I I F des in der Messeinheit angeordneten Zugri f fsmoduls AM gesendet werden .
Ein strichliert dargestellter Eingang der Messdatenschnittstelle MD soll versinnbildlichen, dass die Messdatenschnittstelle MD in fachüblicher Weise mit dem Messort oder mit weiteren Funktionskomponenten der eigentlichen Messung durch die Messeinheit MS verbunden sein können, welche hier nicht weiter betrachtet werden .
Zusammenfassend dient das erfindungsgemäße Zugri f fsmodul einem Zugri f f auf im Zusammenhang mit einem elektrischen Ladevorgang an einer Ladestation generierte Messdaten . Das Zugri f fsmodul umfasst eine interne Schnittstelle zur Anbindung mindestens einer Messeinheit und zum Empfang von Messdaten von der mindestens einen Messeinheit , ein externe Schnittstelle zum Austausch von Definitionsdaten mit mindestens einem Datenempfänger und zur Übertragung mindestens eines Lade- daten-satzes an den Datenempfänger sowie eine Verarbeitungseinheit zur Auswertung der dem Datenempfänger zugeordneten Definitionsdaten und zur Erzeugung des mindestens einen Ladedatensatzes mit einer durch die Definitionsdaten bestimmten Struktur und mit einer durch die Definitionsdaten bestimmten Untermenge der Messdaten .
Die Erfindung hat den Vorteil , dass sie für das insbesondere in der Elektromobilität bestehende Problem, nahezu alle später für Abrechnungs zwecke benötigten Messdaten zum Zeitpunkt der Energielieferung erfassen zu müssen, eine technische Lö- sung für eine datensparsame und rechtskonforme Datenerhebung liefert .