EP4194751B1 - Dunkelstrahler - Google Patents

Dunkelstrahler

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EP4194751B1
EP4194751B1 EP21213778.0A EP21213778A EP4194751B1 EP 4194751 B1 EP4194751 B1 EP 4194751B1 EP 21213778 A EP21213778 A EP 21213778A EP 4194751 B1 EP4194751 B1 EP 4194751B1
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Torsten Stohler
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Schwank GmbH
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Description

  • Die Erfindung betrifft einen Dunkelstrahler, mit einem Brenner, einem Gebläse und einem Strahlrohr, wobei der Brenner mit einer Brenngaszuführung verbunden ist, wobei das Gebläse dazu eingerichtet ist, dem Brenner Verbrennungsluft zuzuführen, wobei der Brenner eingerichtet ist, eine Flamme in das Strahlrohr abzugeben.
  • Im gewerblichen und industriellen Bereich werden zur Beheizung von Produktions- und Lagerstätten häufig Dunkelstrahler eingesetzt. Dunkelstrahler weisen als Strahlungselemente ein oder mehrere Strahlungsrohre auf, welchen mindestens ein Brenner zugeordnet ist. Durch Verbrennung eines Gemisches aus Brenngas und Luft innerhalb des Brenners wird eine Flamme erzeugt, welche mithilfe eines Gebläses über die gesamte Länge des Strahlungsrohres verteilt werden kann. Als Brenngas dient Erdgas oder Flüssiggas, das in einer Mischkammer in einem vorgegebenen Verhältnis gemischt wird, wonach es in die Brennkammer über eine Düse eingeleitet und gezündet wird. Als Rückschlagsperre wird das Brennstoff-Luftgemisch durch ein Gitter oder ein Geflecht geführt, das zugleich die Aufgabe hat, die Flamme zu halten. Die Strahlrohre sind regelmäßig durchgängig im Nachgang an den Brenner linear oder U-förmig angeschlossen und sollen die durch die Flamme erzeugte Wärme gleichmäßig über den gesamten Rohrverlauf abstrahlen. Das Strahlungsrohr wird durch die Flamme gleichmäßig erhitzt und generiert eine Wärmestrahlung, die auf einen zu erwärmenden Bereich abgestrahlt wird. Zur Erhöhung des Wirkungsgrades kommen hierbei häufig Reflektoren zum Einsatz. Die durch die Verbrennung entstehenden Abgase werden mithilfe des Gebläses aus dem Strahlungsrohr entfernt, beispielsweise über Abgasrohre an die Außenluft abgeführt. Derartige Dunkelstrahler sind beispielsweise in der DE 1064671 B sowie der DE 9207435 U1 beschrieben.
  • Um die bei der Verbrennung des Brennstoffs entstehende Schadstoffe zu minimieren, ist es ein stetiges Bestreben, ein optimales stöchiometrisches Verhältnis zwischen Brenngas und Luft zu erreichen, um eine möglichst vollständige Verbrennung zu erzielen, bei der die Schadstoffemission minimiert ist. Hierzu ist beispielsweise in der DE 10 2014 019 765 A1 vorgeschlagen, Gebläse und Gasventil mittels einer Regeleinrichtung zu steuern, um eine vollständige Verbrennung des Gemisches aus Brenngas und Luft sicherzustellen. In der EP 2 708 814 A1 wird weiter vorgeschlagen, den Brenner mit einem Mischer und mindestens einem Sekundärluftkanal auszustatten, wobei der Brenner dazu eingerichtet ist, das ein Teil der von dem Gebläse zugeführten Luft dem Mischer und ein anderer Teil der Luft einem Sekundärluftkanal zugeführt wird, um einen Teil der zugeführten Verbrennungsluft der Flamme ohne Brennstoff zuzuführen. In der DE 10 2014 019 766 A1 ist weiter vorgeschlagen, über einen Sensor das aktuelle Mischungsverhältnis und/oder die Art des Gases insbesondere in Bezug auf die Beimischung anderer Gasarten zu erfassen und dem Brenner Gas und/oder Luft in Abhängigkeit von dem Vergleichsergebnis zwischen gemessenem und dem notwendigen Mischungsverhältnis zuzuführen, bis das notwendige Mischungsverhältnis hergestellt ist.
  • Die vorstehenden Lösungen haben sich in der Praxis bewährt, wodurch Dunkelstrahler heute einen verhältnismäßig geringen Schadstoffausstoß bei gleichzeitig hohem Wirkungsgrad aufweisen. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Dunkelstrahler bereitzustellen, dessen Schadstoffausstoß bei zumindest gleichem Wirkungsgrad weiter vermindert ist. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
  • Mit der Erfindung ist ein Dunkelstrahler bereitgestellt, der einen im Vergleich zum Stand der Technik zumindest gleichbleibenden Wirkungsgrad aufweist und bei dem der Schadstoffausstoß vermindert ist. Dadurch, dass die Brenngaszuführung vorzugsweise ausschließlich mit einer Wasserstoffquelle verbunden ist, sind in dem Abgas theoretisch keine kohlenstoffhaltigen Schadstoffe wie Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid oder Kohlenwasserstoffe enthalten, da Wasserstoff keinen Kohlenstoff enthält.
  • Der Brenner umfasst eine Gasdüse und ein Mischrohr, das von der Gasdüse mit Wasserstoff gespeist wird, wobei das Mischrohr durch das Gebläse mit Verbrennungsluft umspült wird, wobei die Gasdüse mit dem Mischrohr einen Ejektor ausbildet, wobei das Treibmedium des Ejektors durch die Gasdüse eingebrachter Wasserstoff und das in das Mischrohr angesaugte Medium in dem Strahlrohr befindliche Verbrennungsluft ist und wobei in Flammrichtung beabstandet zu dem Mischrohr eine Zündvorrichtung zur Zündung des Wasserstoff-Verbrennungsluft-Gemischs nachgeschaltet ist. Hierdurch ist gleichsam die Zuführung eines Wasserstoff-Verbrennungsluft-Gemischs in einem definierten Verhältnis ermöglicht. Dadurch, dass die Mischung des Wasserstoffs mit der Verbrennungsluft außerhalb des Gebläses erst in dem Mischrohr erfolgt, sind die Anforderung an den Gebläsewerkstoff vermindert, da hier nicht die Gefahr eines Flammrückschlages in das Gebläse möglich ist. Bevorzugt ist in dem Mischrohr an seinem in Flammrichtung gerichteten Ende eine Rückschlagsperre angeordnet. Hierdurch ist ein Flammrückschlag in das Mischrohr verhindert.
  • In Weiterbildung der Erfindung ist dem Brenner in Flammrichtung vorgeschaltet eine Verbrennungsluft-Mischkammer angeordnet, die mit einer Verbrennungsluftquelle und der Abgasabführleitung verbunden ist. Durch die Zuführung von Abgasen zur Verbrennungsluft ist eine Sauerstoffminderung erzielt, wodurch eine Senkung der Flammtemperatur ermöglicht ist. Darüber hinaus ist durch die Rezirkulation des Abgases eine Minderung der Stickoxidemission bewirkt.
  • In Weiterbildung der Erfindung ist das Gebläse dem Brenner in Flammrichtung vorgeschaltet angeordnet und die Verbrennungsluft-Mischkammer ist innerhalb des Gebläses angeordnet. Hierdurch ist eine gute Vermischung von Verbrennungsluft und Abgas innerhalb des Gebläses erzielt.
  • In Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Verbindung zwischen der Abgasabführleitung und der Verbrennungsluftmischkammer eine Abzweigeinrichtung, durch welche das Verhältnis des abgezweigten Abgasvolumenstroms zum Verbrennungsluftvolumenstrom bestimmt ist. Hierdurch ist eine Einstellung des Sauerstoffgehalts des Verbrennungsluft-Abgas-Gemischs ermöglicht. Bevorzugt umfasst die Abzweigeinrichtung eine Verstelleinrichtung, durch welche das Verhältnis des abgezweigten Abgasvolumenstroms zum Verbrennungsluftvolumenstrom einstellbar ist.
  • In Weiterbildung der Erfindung dient der Brenner als Primärbrenner, dem in Flammrichtung beabstandet in dem Strahlrohr ein Sekundärbrenner nachgeschaltet ist, dessen Brenngaszuführung mit einer Wasserstoffquelle als Brenngasquelle verbunden ist, wobei dem Sekundärbrenner der Abgasstrom des vorgeschalteten Primärbrenners als Verbrennungsluft zugeführt wird. Hierdurch ist eine Nachbehandlung des Abgases des Primärbrenners erzielt, wodurch eine Emission von Stickoxiden weitgehend minimiert ist. Es hat sich gezeigt, dass aufgrund der hohen Reaktionsfreudigkeit des Wasserstoffs der verbleibende Sauerstoffgehalt in dem Abgas des Primärbrenners ohne Weiteres für die Verbrennung des Wasserstoffs des Sekundärbrenners ausreichend ist. Zudem ist der Verbrennungsprozess in dem Sekundärbrenner durch die Temperatur des Abgasstroms des Primärbrenners begünstigt.
  • In Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen dem Primärbrenner und dem Sekundärbrenner ein Ausgleichselement in Form eines Kompensators zum Ausgleich von thermisch bedingten Längenveränderungen innerhalb des Strahlrohres zwischengeschaltet. Dieser Kompensator, der vorzugsweise als Axial-Kompensator ausgebildet ist, nimmt die Bewegung des Strahlrohrs längs der Achse auf, wodurch Beschädigungen des Strahlrohres vermieden sind.
  • Andere Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen angegeben. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend im Einzelnen beschreiben. Es zeigen:
    • Figur 1 die schematische Darstellung eines Dunkelstrahlers;
    • Figur 2 die schematische Darstellung eines Dunkelstrahlers in einer erfindungsgemäßen Ausführungsform;
    • Figur 3 die schematische Darstellung eines Dunkelstrahlers in einer Ausführugsform mit Abgasrezirkulation;
    • Figur 4 die schematische Darstellung eines Dunkelstrahlers in einer Ausführungsform mit Primär- und Sekundärbrenner und
    • Figur 5 die schematische Darstellung eines Dunkelstrahlers in einer erfindungsgemäßen Ausführungsform mit Primär- und Sekundärbrenner.
  • Der Dunkelstrahler gemäß Figur 1 umfasst einen Brenner 1, der mit einem Gebläse 2 verbunden ist und an den sich ein Strahlrohr 3 anschließt. Das Strahlrohr 3 ist in Figur 1 lediglich angedeutet; das Strahlrohr 3 kann sich durchaus über einige Meter Länge erstrecken und aus mehreren Strahlrohrelementen gebildet sein. Im Ausführungsbeispiel ist das Strahlrohr 3 als hochhitzebeständiges Edelstahlrohr ausgebildet. Alternativ können auch Sonderstähle mit einer thermisch aufgebrachten Aluminiumoxidschicht zum Einsatz kommen. Das Strahlrohr 3 ist im Ausführungsbeispiel von einem - nicht dargestellten - Reflektor eingefasst, der im Ausführungsbeispiel aus oberflächenstrukturiertem Aluminiumblech ausgebildet ist und der auf beiden Seiten Schottbleche zur Reduktion konvektiver Verluste aufweist.
  • Der Brenner 1 umfasst eine als Gasluftgemischdüse dienende Gasdüse 11, die im Ausführungsbeispiel mit einer Rückschlagsperre versehen ist und die mit dem Gebläse 2 verbunden ist. Beabstandet zu der Gasdüse 11 ist in dem Brenner 1 eine Zündelektrode 12 angeordnet. Das Gebläse 2 ist an seiner Saugseite mit einem Ejektor 21 verbunden, dessen Treibanschluss mit einer Verbrennungsluftzuführung 22 und dessen Sauganschluss mit einer Wasserstoffzuführung 23 verbunden ist. Die durch das Gebläse 2 angesaugte Verbrennungsluft dient hier als Treibmedium, durch das eine Ansaugung des Wasserstoffs bewirkt ist. Druckseitig wird der Gasdüse 11 durch das Gebläse 2 hierdurch ein Wasserstoff-Verbrennungsluft-Gemisch zugeführt, das nach Austritt durch die Gasdüse 11 durch die Zündelektrode 12 entzündet wird, wodurch eine sich durch das Strahlrohr 3 erstreckende Flamme erzeugt wird.
  • Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 ist ein Brenner 4 angeordnet, der wiederum mit einem Gebläse 2 verbunden ist und an den sich ein Strahlrohr 3 anschließt. Der Brenner 4 umfasst eine Wasserstoffdüse 41, die mit einer Wasserstoffzuführung 42 verbunden ist und die wiederum mit der Längsmittelachse des Strahlrohrs 3 ausgerichtet ist. Als Wasserstoffdüse ist hier eine Gasdüse bezeichnet, die ausschließlich mit Wasserstoff beaufschlagt ist. Die Wasserstoffdüse ragt in ein Mischrohr 43, das koaxial zum Strahlrohr 3 verläuft, wobei zwischen Mischrohr 43 und Wasserstoffdüse 41 ein radialer Saugspalt eines durch die Wasserstoffdüse 41 und das Mischrohr 43 gebildeten Ejektors gebildet ist. Das Mischrohr 43 ist über eine dieses einspannende, mit Spülöffnungen versehene Trennblende 45 in dem Brenner 4 gehalten. An seinem der Wasserstoffdüse 41 gegenüberliegenden Ende ist in dem Mischrohr 43 eine Rückschlagsperre 431 angeordnet. Weiterhin ist dem Mischrohr 43 Ein Thermosensor 432 zur Detektierung eines möglichen Flammrückschlages angeordnet.
  • Das Gebläse 2 ist derart ausgerichtet, dass es die Wasserstoffdüse 41 und das Mischrohr 43 mit Verbrennungsluft 35 umspült. Durch den über die Wasserstoffdüse 41 in das Mischrohr 43 eingebrachten Wasserstoffstrom wird über den Saugspalt 44 Verbrennungsluft 25 eingesaugt, das sich mit dem Wasserstroff vermischt. Das aus dem Mischrohr 43 austretende Wasserstoff-Verbrennungsluft-Gemisch wird durch die beabstandet zu dem Mischrohr 43 angeordnete Zündelektrode 46 entzündet, wodurch eine Flamme gebildet ist, die sich über die Länge des Strahlrohrs 3 in dieses erstreckt. Ein Teil der von dem Gebläse 2 in den Brenner 1 eingeblasenen Verbrennungsluft 35 strömt durch die Spülöffnungen der Trennwände 45 und umspült die sich in das Strahlrohr 3 erstreckende Flamme, welche hierdurch gekühlt wird. Der durch die Wasserstoffdüse 41 und das Mischrohr 43 gebildete Ejektor ist derart ausgebildet, dass in dem Mischrohr dem Wasserstoff Verbrennungsluft mit einer Luftzahl 2,5 zugeführt wird, wodurch eine Flammtemperatur von etwa 900 °C erzielt wird.
  • Im Beispiel gemäß Figur 3 umfasst der Dunkelstrahler einen Brenner 5, der mit einem Gebläse 2 verbunden ist und an den sich ein Strahlrohr 3 anschließt. Das Strahlrohr 3 weist einen U-förmigen Verlauf auf, an den sich ein Abzweigrohr 6 anschließt, das über ein Saugrohr 24 mit dem Gebläse 2 verbunden ist. Der Brenner 5 umfasst wiederum eine Wasserstoffdüse 51, die mit einer Wasserstoffzuführung 52 verbunden ist. Die Wasserstoffdüse 51 ist in Richtung der Längsmittelachse des Strahlrohrs 3 ausgerichtet. Beabstandet zur Wasserstoffdüse 51 ist eine Zündelektrode 53 zur Entzündung des Wasserstoffs positioniert.
  • Das Ejektorrohr 6 umfasst ein Hauptrohrstück 61, über welches das Strahlrohr 3 mit dem Saugrohr 24 verbunden ist. Von dem Hauptrohrstück 61 zweigt ein Abgasabführungsrohr 62 ab sowie beabstandet zu diesem ein Verbrennungsluft-Zuführungsrohr 63. Zwischen dem Abgaszuführungsrohr 62 und dem Verbrennungsluft-Zuführungsrohr 63 ist in dem Hauptrohrstück 61 eine Rezirkulationsblende 64 angeordnet. Der durch das Gebläse 2 über das Saugrohr 24 angesaugte Verbrennungsluftstrom 631 dient als Treibmedium des Ejektorrohrs 6, über das durch die Rezirkulationsblende 64 ein Teil des Abgasstroms 621 angesaugt wird. Das so erzeugte Abgas-Verbrennungsluft-Gemisch wird durch das Gebläse 2 in den Brenner 5 eingebracht, wo es die Wasserstoffdüse 51 umspült. Durch die Rezirkulationsblende 64 ist der Anteil des Abgasstroms in dem Verbrennungsluftstrom einstellbar, wodurch wiederum der Sauerstoffgehalt des die Wasserstoffdüse 51 umspülenden Abgas-Verbrennungsluftstrom-Gemischs bestimmt ist. Der Hauptabgasstrom wird über das AbgasAbführungsrohr 62 abgeführt.
  • Der Brenner 5, das Strahlrohr 3, das Ejektorrohr 6 und das mit dem Saugrohr 24 verbundene Gebläse 2 sind jeweils über Flanschverbindungen miteinander verbunden.
  • Im Beispiel gemäß Figur 4 sind in dem Strahlrohr 3 zwei Brenner angeordnet, ein Primärbrenner 7 und ein diesem in Flammrichtung nachgeschalteter Sekundärbrenner 8. Der Primärbrenner 7 und der Sekundärbrenner 8 entsprechen dem in dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel erläuterten Brenner 5. Diese umfassen wiederum eine Wasserstoffdüse 71, 81, die mit einer Wasserstoffzuführung 72, 82 verbunden ist, wobei beabstandet zu der Wasserstoffdüse 71, 81 eine Zündelektrode 73, 83 positioniert ist. Der Primärbrenner 7 ist mit einem Gebläse 2 verbunden, dessen Sauganschluss mit einer Verbrennungsluftzuführung 22 verbunden ist. An den Primärbrenner 7 schließt sich ein U-förmig ausgebildetes Strahlrohr 3 an, das über ein Ausgleichselement 31 mit dem Sekundärbrenner 8 verbunden ist. An den Sekundärbrenner 8 schließt sich wiederum ein weiteres Strahlrohr 3' an, das im Ausführungsbeispiel wiederum U-förmig ausgebildet ist.
  • Die Wasserstoffdüse 71 des Primärbrenners 7 wird von dem Gebläse 2 mit Verbrennungsluft umströmt. Das sich vor der Wasserstoffdüse 71 ausbildende Wasserstoff-Verbrennungsluft-Gemisch wird durch die Zündelektrode 73 entzündet, wodurch sich beabstandet vor der Wasserstoffdüse 71 eine erste Flamme ausbildet. Der Abgasstrom dieser ersten Flamme strömt durch das Ausgleichselement 32 und umspült die Wasserstoffdüse 81 des Sekundärbrenners 8. Das sich vor der Wasserstoffdüse 81 ausbildende Abgasstrom-Wasserstoffgemisch weist einen ausreichend hohen Sauerstoffgehalt aus, sodass es durch die Zündelektrode 83 entzündet werden kann, wodurch eine zweite Flamme gebildet ist, die sich entlang des zweiten Strahlrohrs 3' erstreckt. Der Abgasstrom dieser zweiten Flamme wird aus dem zweiten Strahlrohr 3' abgeleitet. Das in dem durch den Sekundärbrenner 8 einen hohen Temperaturgefälle ausgesetzten Abschnitt des Strahlrohr 3 positionierte Ausgleichselement 31 dient dem Ausgleich von thermisch bedingten Längenveränderungen innerhalb des Strahlrohres. Dieses ist im Ausführungsbeispiel als Axial-Kompensator ausgebildet, der die Bewegungen der Rohrleitung längs der Achse aufnimmt.
  • Dem Primärbrenner 7 wird über das Gebläse 2 Verbrennungsluft zugeführt, welche die Wasserstoffdüse 71 des Primärbrenners 7 umspült. In einer abgewandelten Ausführungsform kann das dem Primärbrenner 7 vorgeschaltete Gebläse 2 auch entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel mit einem Ejektor verbunden sein, wobei die angesaugte Verbrennungsluft als Treibmedium dient, über das Verbrennungsluft aus dem zweiten Strahlrohr 3' angesaugt wird. In einer weiteren abgewandelten Ausführungsform kann das zweite Strahlrohr 3' auch über ein Ejektorrohr mit der Saugleitung des Gebläses 2 verbunden sein, wie es im dritten Ausführungsbeispiel beschrieben ist. Auf diese Weise ist auch die Flammtemperatur der ersten Flamme des Primärbrenners 7 einstellbar. Zudem ist auf diesem Wege eine weitere Verminderung des Stickoxidgehaltes des abgeführten Abgases ermöglicht.
  • Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5 ist der Primärbrenner 7' entsprechend dem Brenner des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 2 ausgebildet, wobei die Wasserstoffdüse 71 wiederum in ein Mischrohr 74 ragt, sodass zwischen Wasserstoffdüse 71 und Mischrohr 74 ein Saugspalt 75 gebildet ist. An seinem der Wasserstoffdüse 71 gegenüberliegenden Ende ist in dem Mischrohr 74 wiederum eine Rückschlagsperre 741 angeordnet. Im Übrigen entspricht der Aufbau des Dunkelstrahlers dieses Ausführungsbeispiels dem Dunkelstrahler des Beispiels gemäß Figur 4, wobei auch bei diesem Ausführungsbeispiel die dort angeführten Ausführungsformen zur Beimengung eines Teils des Abgasstroms des zweiten Strahlrohr 3' zu der von dem Gebläse 2 angesaugten Verbrennungsluft möglich sind.

Claims (7)

  1. Dunkelstrahler, mit einem Brenner (1, 5, 6, 7), einem Gebläse (2), einer Brenngaszuführung, einer Abgasabführleitung und einem Strahlrohr (3), das mit der Abgasabführleitung verbunden ist, wobei der Brenner (1) mit der Brenngaszuführung verbunden ist, wobei das Gebläse (2) dazu eingerichtet ist, dem Brenner (1) Verbrennungsluft zuzuführen, wobei der Brenner (1) eingerichtet ist, eine Flamme in das Strahlrohr (3, 3') abzugeben, wobei die Brenngaszuführung eine Wasserstoffquelle umfasst, wobei der Brenner (4) eine Gasdüse (41) und ein Mischrohr (43) umfasst, das von der Gasdüse (41) mit Wasserstoff gespeist wird, wobei das Mischrohr (43) durch das Gebläse (2) mit Verbrennungsluft umspült wird, wobei die Gasdüse (41) mit dem Mischrohr (43) einen Ejektor ausbildet, und wobei das Treibmedium des Ejektors durch die Gasdüse eingebrachter Wasserstoff und das in das Mischrohr (43) angesaugte Medium in dem Strahlrohr (3, 3') befindliche Verbrennungsluft ist.
  2. Dunkelstrahler nach Anspruch 1, wobei dem Brenner (1, 5, 6) im Flammrichtung vorgeschaltet eine Verbrennungsluft-Mischkammer angeordnet ist, die mit einer Verbrennungsluftquelle und der Abgasabführleitung verbunden ist.
  3. Dunkelstrahler nach Anspruch 2, wobei das Gebläse (2) dem Brenner (1) in Flammrichtung vorgeschaltet angeordnet ist und die Verbrennungsluft-Mischkammer innerhalb des Gebläses (2) angeordnet ist.
  4. Dunkelstrahler nach Anspruch 2 oder 3, wobei die Verbindung zwischen der Abgasabführleitung (62) und der Verbrennungsluft-Mischkammer eine Abzweigeinrichtung (64) umfasst, durch welche das Verhältnis des abgezweigten Abgasvolumenstroms zum Verbrennungsluft-Volumenstrom bestimmt ist.
  5. Dunkelstrahler nach Anspruch 4, wobei die Abzweigeinrichtung (64) eine Verstelleinrichtung umfasst, durch welche das Verhältnis des Abgasvolumenstroms zum Verbrennungsluft-Volumenstrom einstellbar ist.
  6. Dunkelstrahler nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei der Brenner als Primärbrenner (7) dient, dem in Flammrichtung beabstandet in dem Strahlrohr (3) ein Sekundärbrenner (8) nachgeschaltet ist, dessen Brenngaszuführung mit einer Wasserstoffquelle als Brenngasquelle verbunden ist, wobei dem Sekundärbrenner (8) der Abgasstrom des vorgeschalteten Primärbrenners (7) als Verbrennungsluft zugeführt wird.
  7. Dunkelstrahler nach Anspruch 6, wobei zwischen dem Primärbrenner (7) und dem Sekundärbrenner (7) ein Ausgleichselement (31) zum Ausgleich von thermisch bedingten Längenveränderungen innerhalb des Strahlrohres (3) zwischengeschaltet ist.
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