Leistungselektronikanordnung umfassend eine Leiterplatte und ein Leis tungsmodul, Verfahren zur Herstellung einer Leistungselektronikanordnung, Kraftfahrzeug umfassend eine Leistungselektronikanordnung BESCHREIBUNG:
Die Erfindung betrifft eine Leistungselektronikanordnung umfassend eine Leiterplatte und wenigstens ein an der Leiterplatte befestigtes Leistungsmo dul, das ein oder mehrere mittels einer Vergussmasse vergossene elektroni- sehe Bauteile aufweist, wobei wenigstens eine Modulanschlussstelle des Leistungsmoduls mit wenigstens einer Plattenanschlussstelle der Leiterplatte mittels eines elektrisch leitfähigen Pins elektrisch kontaktiert ist, wobei ein Fußabschnitt des Pins an der Modulanschlussstelle oder an der Plattenan schlussstelle befestigt ist und das dem Fußabschnitt gegenüberliegende En- de des Pins in der Montagestellung in eine der jeweils anderen Anschluss stelle zugeordneten oder zuordenbaren Kontaktierungsöffnung eingepresst ist. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung einer Leis tungselektronikanordnung sowie ein Kraftfahrzeug umfassend eine Leis tungselektronikanordnung.
Bezüglich der Kontaktierung der elektrischen Anschlüsse des Leistungsmo duls an eine Leiterplatte, die beispielsweise eine dem Leistungsmodul zuge ordnete Treiberschaltung umfasst, sind aus dem Stand der Technik mehrere Kontaktierungskonzepte bekannt. Die beiden nachfolgend beschriebenen Kontaktierungskonzepte finden insbesondere bei gemeldeten Leistungsmo dulen Anwendung. Gemoldet ist hierbei als ein Synonym dafür zu verstehen, dass elektronische Bauteile des Leistungsmoduls, insbesondere Transisto ren und/oder Kondensatoren oder dergleichen, mittels der Vergussmasse vergossen sind.
So ist bei einem ersten Kontaktierungskonzept vorgesehen, dass seitlich ab stehende und L-förmige, in dieselbe Richtung weisende Kontaktierungspins des Leistungsmoduls an die Leiterplatte angelötet werden. Bezüglich dieses selektiven Lötens treten jedoch mehrere Probleme auf. So treten beispiels weise im Zusammenhang mit einem ausreichenden Lotdurchstieg häufig Probleme auf, was beispielsweise eine nicht ausreichende elektrische Kon taktierung zur Folge haben kann. Ferner ist der Lötprozess mit der Entste hung weiterer Fertigungskosten verbunden, da hierbei entsprechende Löt vorrichtungen und dergleichen benötigt werden. Ein weiteres Problem hin sichtlich der Lötverbindungen ist, dass die Lötstellen typischerweise mecha nische Schwachstellen des Systems darstellen, die insbesondere gegenüber Vibrationen störanfällig sind. Die Lebensdauer des Systems kann hierdurch erheblich reduziert werden. Ganz grundsätzlich sollten die Lötstellen von Leistungselektronikanordnungen keinen allzu hohen mechanischen Belas tungen ausgesetzt sein.
Bei einem weiteren Kontaktierungskonzept kommt die sogenannte Press-fit- Verbindung zum Einsatz. Hierbei weisen die Leistungs- bzw. Powermodule seitlich abstehende und L-förmige, in dieselbe Richtung weisende Kontaktie rungspins auf. Die Kontaktierungspins werden in die Leiterplatte bzw. ent sprechende Kontaktierungsstellen der Leiterplatte eingepresst, wodurch die elektrischen Verbindungen ausgebildet werden. Hierbei ist es erforderlich, dass das Leistungsmodul beim Einpressen bezüglich der Leiterplatte mittels eines entsprechenden Werkzeugs ausgerichtet wird, wobei während des Einpressens eine Abstützung der Pins mittels einer geeigneten Einpressun terstützung erforderlich ist. Um dieses Abstützen der Pins zu ermöglichen, weisen diese typischerweise seitlich abstehende Schultern auf, auf die die Einpressunterstützung beim Einpressen drückt bzw. einwirkt. Die Schultern sind hierbei meist unmittelbar benachbart zu dem Abschnitt des Pins, der in die Kontaktierungsstelle eingepresst wird, angeordnet, um ein durch die Presskraft bewirktes Verbiegen bzw. Knicken des Pins zu vermeiden.
Bei beiden soeben beschriebenen Kontaktierungskonzepten ergeben sich hohe Anforderungen an die Toleranz bezüglich der Ausrichtung der Kontak- tierungs- bzw. Signalpins. Sowohl das selektive Löten als auch das Einpres sen ist nur möglich, wenn diese hohen Toleranzanforderungen eingehalten werden.
Zusätzlich zu den soeben erläuterten Kontaktierungskonzepten sind aus dem Stand der Technik weitere konkrete Konzepte bezüglich elektrischer Kontak tierungen bei Leistungselektronikanordnungen bekannt. So ist beispielsweise aus DE 10 2017 212 739 A1 ein Halbleiterbauteil mit einem ersten Trägerteil und einem zweiten Trägerteil bekannt. Die Trägerteile, zwischen denen Halb leiterelemente angeordnet bzw. eingepresst sind, realisieren eine Gehäuse funktionalität des Halbleiterbauteils. Die Halbleiterelemente sind mit den Trä gerteilen über Verdrahtungen im Bereich von Kontaktflächen der Trägerteile elektrisch verbunden. Zur Verbindung des ersten Trägerteils mit dem zweiten Trägerteil ist eine mittels einer Kontakthülse und einem Kontaktstift realisierte Pressverbindung vorgesehen, die zudem eine elektrische Verbindung zwi schen den beiden Trägerteilen ausbildet.
Aus EP 2 765 840 A2 ist eine Schaltungsanordnung mit einer Leiterplatte und einem auf der Leiterplatte angeordneten elektrischen Bauelement be kannt. Aus einem Gehäuse des Bauelements herausragende, elektrisch lei tende Anschlusspins sind mittels einer Lötschicht mit Leiterbahnen der Lei terplatte verbunden. Die Leiterplatte weist zudem eine Ausnehmung auf, in der ein Teil des Gehäuses des Bauelements angeordnet ist. Die Abmessun gen des Gehäuses bzw. der Ausnehmung werden insbesondere derart ge wählt, so dass das Gehäuse in der Ausnehmung eingepresst ist.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, ein verbesser tes Konzept zur elektrischen Kontaktierung gemeldeter Leistungsmodule an zugehörige Leiterplatten anzugeben, insbesondere hinsichtlich eines verein fachten Herstellungsprozesses sowie verbesserter mechanischer Eigen schaften.
Bei einer Leistungselektronikanordnung der eingangs genannten Art wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Pin in der Montagestel lung geradlinig von der Modulanschlussstelle zu der Plattenanschlussstelle verläuft und senkrecht zur Leiterplattenfläche angeordnet ist, wobei der Pin an einem aus der Vergussmasse gebildeten und die Modulanschlussstelle aufweisenden Widerlagerabschnitt abgestützt ist.
Die Idee der vorliegenden Erfindung ist es, die eingangs erläuterte elektri sche Kontaktierung mittels einer Press-fit-Verbindung zu optimieren und wei terzuentwickeln. Aufgrund des geradlinigen Verlaufs des Pins von der Modu lanschlussstelle zu der Plattenanschlussstelle und der Tatsache, dass der Pin von dem Widerlagerabschnitt abgestützt ist, kann dieser quasi zwischen der Modulanschlussstelle und der Plattenanschlussstelle eingeklemmt sein. Zudem ist aufgrund dessen, dass der Pin einerseits in der Kontaktierungsöff nung eingepresst und andererseits an der entsprechenden Anschlussstelle, insbesondere mittels einer Klebe- oder Schweißverbindung, befestigt ist, ei ne stabile, zuverlässige und die Lebensdauer der Leistungselektronikanord nung deutlich erhöhende elektrische Kontaktierung realisiert. Bezüglich der Befestigung des Leitungsmoduls an der Leiterplatte kann insbesondere eine Schraub- oder Klebeverbindung oder dergleichen vorgesehen sein, woraus eine weitere Steigerung der mechanischen Stabilität bei der Leistungselekt ronikanordnung resultiert.
Der geradlinige und, bezüglich der Leiterplattenfläche und folglich auch be züglich der Leistungsmodulfläche, senkrechte Verlauf des Pins ermöglichen zudem hinsichtlich des Herstellungsverfahrens, auf das später noch genauer eingegangen wird, dass das Einpressen mittels z.B. eines Pressstempel der art ermöglicht wird, so dass die Presskraft lediglich auf die Fläche des Leis tungsmoduls einwirkt. So werden während des Einpressens des Pins in die Kontaktierungsöffnung, bei dem typischerweise hohe Einpresskräfte erfor derlich sind, die innerhalb des Pins wirkenden Kräfte ausschließlich entlang der Längsrichtung des Pins übertragen. Mithin wird ein Verbiegen bzw. Ab knicken des Pins, wie es beispielsweise bei gewinkelten Anschlusspins häu fig auftritt, vermieden.
Ein weiterer Vorteil bei der vorliegenden Erfindung ist bezüglich des ein gangs erläuterten Press-fit-Kontaktierungskonzept aus dem Stand der Tech nik, dass ein zur Abstützung an den Pin erforderliches Werkzeug bzw. eine Einpressunterstützung während des Einpressens nicht erforderlich ist. Wäh rend bei dem eingangs erläuterten Kontaktierungskonzept ein Verbiegen der Pins nur durch die Verwendung entsprechender Einpresswerkzeuge wie z.B. Einpressunterstützungen vermieden werden kann, tritt dieses Problem bei der vorliegenden Erfindung aufgrund der geradlinigen Kraftübertragung durch den Pin nicht mehr auf. Stattdessen ist es also lediglich erforderlich, dass das Leistungsmodul in der Richtung senkrecht zur Leiterplattenfläche gegen die Leiterplatte gepresst wird, wodurch die Press-fit-Verbindungen und mithin die elektrischen Kontaktierungen entsprechend ausgebildet wer den. Wie bereits erläutert kann hierzu die Presskraft mittels beispielsweise eines geeigneten Pressstempels denkbar einfach lediglich auf die Fläche des Leistungsmoduls aufgebracht werden.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass zur Ausbildung der elektrischen Kontaktierungen Lötverbindungen gar nicht mehr erforderlich sind, wodurch folglich alle im Zusammenhang mit diesem Kontaktierungs konzept erläuterten Probleme wegfallen. Stattdessen entstehen beim Ein pressvorgang typischerweise derart hohe Reibungen, dass eine homogene Kaltverschweißung zwischen dem Pin und einer Einpresshülse, auf die spä ter noch im Detail eingegangen wird, entsteht. Diese Kontaktierung weist im Vergleich zu einer Lötverbindung eine wesentlich höhere mechanische Stabi lität sowie einen geringeren Übergangswiderstand auf.
Das Leistungsmodul und/oder die Leiterplatte können auch mehrere An schlussstellen aufweisen, die mittels mehrerer Pins miteinander kontaktiert werden. Die Press-fit-Verbindungen werden hierbei zweckmäßigerweise gleichzeitig während desselben Pressvorgangs ausgebildet.
Bezüglich des Vergießens der elektronischen Bauteile des Leistungsmoduls mittels einer Vergussmasse kann diese ein geeigneter Kunststoff sein. Hier-
für kommen Kunststoffe aus Polyamid und/oder Polyurethan und/oder Epo xidharz in Frage. Mittels der Vergussmasse werden die elektronischen Bau teile wie etwa Transistoren, Dioden, Kondensatoren oder dergleichen um mantelt bzw. eingekapselt, wodurch die elektronischen Bauteile vor unge wollten äußeren Einflüssen wie mechanischen Belastungen oder Feuchtig keit oder dergleichen geschützt werden. Ein zusätzliches Gehäuse des Leis tungsmoduls ist daher nicht mehr zwingend erforderlich.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Widerlagerabschnitt als ein seitlich abstehender Vorsprung ausgebildet. Das Leistungsmodul kann also ein im Wesentlichen quader- bzw. plattenförmiges Bauteil ausgebildet sein, das einen entsprechenden Überstand aufweist. Der Pin kann zwischen der der Leiterplatte zugewandten Seite des Vorsprungs und der Leiterplattenflä che quasi eingeklemmt sein, wobei der Pin zudem mittels der Befestigung an der einen Anschlussstelle und mittels der Press-fit-Verbindung an der jeweils anderen Anschlussstelle fixiert ist. Hierbei bewirkt die von dem Widerlager abschnitt aufgebrachte Klemmkraft eine entsprechend von der Leiterplatte bewirkte Gegenkraft. Da sowohl das Substrat der Leiterplatte als auch die den Wiederlagerabschnitt ausbildende Füllmasse jeweils typischerweise ein stückige Festkörper sind, ist eine zur sicheren Fixierung des Pins ausrei chende mechanische Stabilität bzw. Festigkeit der hierbei beteiligten Kom ponenten gewährleistet.
Die Modulanschlussstelle kann eine auf einer Platine des Leistungsmoduls angeordnete Kontaktfläche sein, wobei die Platine in die Vergussmasse, die im Bereich der Modulanschlussstelle ausgespart ist, vergossen ist. Die Plati ne des Leistungsmoduls weist bevorzugt eine auf einem Substrat aufge brachte Kupferfläche auf, die die Modulanschlussstelle ausbildet, wobei beim Vergießen der elektronische Bauteile bzw. der Platine des Leistungsmoduls diese Kupferfläche entsprechend ausgespart wird. Bevorzugt trägt und kon taktiert die Platine zudem die elektronischen Bauteile des Leistungsmoduls.
Die Kontaktierungsöffnung kann eine Öffnung der Plattenanschlussstelle sein. Die Plattenanschlussstelle ist z.B eine flächige Anschlussstelle, die
oberflächlich an der Leiterplatte angeordnet ist, insbesondere eine Leiter bahn der Leiterplatte. Bevorzugt ist die Plattenanschlussstelle eine Schicht aus Kupfer oder einem anderen geeigneten Metall bzw. elektrischen Leiter.
In einer weiteren Ausführungsform ist die Kontaktierungsöffnung eine Öff nung der Modulanschlussstelle. Obgleich, wie soeben erläutert, die Modu lanschlussstelle eine auf der Platine des Leistungsmoduls angeordnete Kon taktfläche sein kann, kann die Modulanschlussstelle grundsätzlich ganz all gemein eine außenseitig an der Vergussmasse angeordnete Kontaktie rungsstelle sein, beispielsweise eine Kupferschicht oder dergleichen.
Denkbar ist es, dass eine Kontaktierungsöffnung sowohl eine Öffnung der Plattenanschlussstelle als auch der Modulanschlussstelle ist, wobei dann ein beidseitiges Verpressen möglich ist.
Die Kontaktierungsöffnung kann als eine Bohrung im Bereich der Plattenan schlussstelle bzw. der Modulanschlussstelle vorgesehen sein. Die Kontaktie rungsöffnung kann sich bis in das Substrat der Leiterplatte bzw. der Platine erstrecken. Sofern die Kontaktierungsöffnung im Bereich der Modulan schlussstelle ist, kann diese sich gegebenenfalls sogar bis in die Verguss masse erstrecken. Bevorzugt ist in die Kontaktierungsöffnung die Einpress hülse eingesetzt und befestigt, die beim Einpressen des Pins verformt bzw. aufgeweitet wird, wobei hierbei die Press-fit-Verbindung realisiert wird.
Bezüglich der konkreten geometrischen Ausgestaltung des Pins kann vorge sehen sein, dass dessen Fußabschnitt gewinkelt, nämlich bevorzugt recht winklig, zu dem Abschnitt des Pins angeordnet ist, der sich von der Modu lanschlussstelle zu der Plattenanschlussstelle erstreckt. Mit anderen Worten kann der Pin L-förmig ausgebildet sein. Hierdurch wird einerseits eine stabile Befestigung des Fußabschnitts an der jeweiligen Anschlussstelle und ande rerseits der zur Leiterplattenfläche senkrechte Verlauf des Pins ermöglicht. An seinem dem Fußabschnitt gegenüberliegenden Ende des Pins kann die ser in dem Bereich, in dem der Pin die Press-fit-Verbindung mit der Ein presshülse ausbildet, aufgeweitet sein, wobei dieser sich zu seiner Spitze hin
wiederum verjüngen kann. Hierdurch wird ein problemloses Einführen des Pins in die Einpresshülse ermöglicht. Alternativ kann der Pin an seinem dem Fußabschnitt gegenüberliegenden Ende auch lediglich zylinderartig ausge bildet sein.
Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zur Herstellung einer Leistungs elektronikanordnung, wobei eine Leiterplatte und wenigstens ein Leistungs modul, das ein oder mehrere mittels einer Vergussmasse vergossene elekt ronische Bauteile aufweist, verwendet wird, wobei ein Fußabschnitt eines elektrisch leitfähigen Pins an entweder einer Modulanschlussstelle des Leis tungsmoduls oder an einer Plattenanschlussstelle der Leiterplatte befestigt wird, wobei sodann das Leistungsmodul gegen die Leiterplatte oder umge kehrt bewegt wird und hierbei das dem Fußabschnitt gegenüberliegende En de des Pins in eine der jeweils anderen Anschlussstelle zugeordneten oder zuordenbaren Kontaktierungsöffnung eingepresst und hierdurch eine elektri sche Kontaktierung dieser Anschlussstellen realisiert wird, wobei der geradli nig von der Modulanschlussstelle zu der Plattenanschlussstelle verlaufende und senkrecht zur Leiterplattenfläche angeordnete Pin an einem aus der Vergussmasse gebildeten und die Modulanschlussstelle aufweisenden Wi derlagerabschnitt abgestützt wird.
Sämtliche im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Leistungselektro nikanordnung erläuterten Merkmale sowie Vorteile sind auf das erfindungs gemäße Verfahren anwendbar und umgekehrt.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird bei einer Leistungselekt ronikanordnung der eingangs genannten Art ferner dadurch gelöst, dass das dem Fußabschnitt gegenüberliegende Ende des Pins ein geradliniger und parallel zu der Leiterplattenfläche verlaufender Endabschnitt ist, wobei die Kontaktierungsöffnung an einer seitlich von der Leiterplatte oder dem Leis tungsmodul abstehenden Kontaktkomponente angeordnet ist.
Dieser Leistungselektronikanordnung liegt also die Idee zugrunde, dass zur Ausbildung der Press-fit-Verbindung bzw. zum Einpressen des Pins in die
Kontaktierungsöffnung das Leistungsmodul nicht senkrecht zur Leiterplatte, sondern stattdessen parallel hierzu bewegt wird. Dadurch, dass auch hier eine Press-fit-Verbindung realisiert wird, bei der lediglich eine Seitwärtsbe wegung des Leistungsmoduls gegenüber der Leiterplatte zum Einpressen erforderlich ist, entfällt auch hier, wie bereits oben erläutert, die Notwendig keit komplizierter Einpresswerkzeuge bzw. -Unterstützungen. Auch die weiter oben in Verbindung mit Lötverbindungen genannten Nachteile werden hier bei überwunden.
Der Pin kann insbesondere seitlich von dem Leistungsmodul abstehen und in seinem weiteren Verlauf mehrfach gewinkelt sein. Insbesondere kann der Pin eine gewinkelte U-Form aufweisen. Das seitliche Abstehen des Pins ist insbesondere deswegen zweckmäßig, da durch das Vergießwerkzeug, ins besondere durch entsprechende Gießformen, der Vergussmasse ein seitli ches Abstehen bereits als bevorzugte Richtung der Pins vorgegeben ist. Der Pin kann hierbei bis ins Innere der Vergussmasse verlaufen, wobei die Mo dulanschlussstelle und der Fußabschnitt des Pins innerhalb des Leistungs moduls bzw. der Vergussmasse angeordnet sind.
Ferner wird bei dieser Leistungselektronikanordnung ein Einpressen des Pins in die Kontaktierungsöffnung mittels eines seitlich, insbesondere direkt auf den Pin, einwirkenden Pressstempels ermöglicht. Dies ist dann zweck mäßig, wenn auf der der Leiterplatte abgewandten Seite des Leistungsmo duls weitere Bauteile angeordnet sind, die ein Einpressen aus dieser Rich tung erschweren bzw. gegebenenfalls sogar unmöglich machen.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Kontaktkomponente platten- oder quaderförmig ausgebildet. Die Kontaktkomponente kann an der Modu lanschlussstelle oder an der Plattenanschlussstelle, beispielsweise mittels eines elektrisch leitfähigen Klebers oder dergleichen, befestigt sein. Die Kon taktierungsöffnung kann eine parallel zur Leiterplattenfläche verlaufende Bohrung in der Kontaktkomponente sein. Bevorzugt ist in der Kontaktie rungsöffnung zudem eine Einpresshülse vorgesehen, die beim Einpressen
des Pins zur Ausbildung der elektrischen Kontaktierung entsprechend ver formt wird.
Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zur Herstellung einer Leistungs elektronikanordnung, wobei eine Leiterplatte und wenigstens ein Leistungs modul, das ein oder mehrere mittels einer Vergussmasse vergossene elekt ronische Bauteile aufweist, verwendet wird, wobei ein Fußabschnitt eines elektrisch leitfähigen Pins an entweder einer Modulanschlussstelle des Leis tungsmoduls oder an einer Plattenanschlussstelle der Leiterplatte befestigt wird, wobei sodann das Leistungsmodul entlang der Leiterplattenfläche oder umgekehrt bewegt wird und hierbei der dem Fußabschnitt abgewandte, ge radlinige und bezüglich der Leiterplattenfläche parallel verlaufende Endab schnitt des Pins in eine der jeweils anderen Anschlussstelle zugeordneten oder zuordenbaren Kontaktierungsöffnung, die an einer seitlich von der Lei terplatte oder dem Leistungsmodul abstehenden Kontaktkomponente ange ordnet ist, eingepresst wird, wobei hierdurch eine elektrische Kontaktierung dieser Anschlussstellen realisiert wird.
Auch hier sind sämtliche im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Leistungsanordnung erläuterten Merkmale sowie Vorteile auf das erfin dungsgemäße Verfahren anwendbar und umgekehrt.
Außerdem betrifft die Erfindung ein Kraftfahrzeug, umfassend eine Leis tungselektronikanordnung gemäß der vorangehenden Beschreibung. Die Leistungselektronikanordnung ist bevorzugt zur Wechselrichtung einer von einem Energiespeicher des Kraftfahrzeugs bereitgestellten Gleichspannung vorgesehen. Das Kraftfahrzeug ist hierbei bevorzugt ein Elektro- oder Hybrid fahrzeug. Sämtliche im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Leis tungsanordnung erläuterten Merkmale sowie Vorteile sind auf das erfin dungsgemäße Kraftfahrzeug übertragbar.
Sämtliche im Zusammenhang mit den erfindungsgemäßen Leistungselektro nikanordnungen bzw. erfindungsgemäßen Verfahren erläuterten Merkmale sowie Vorteile sind auf das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug übertragbar.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen sowie den Figuren. Hierbei zeigen schematisch:
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Leistungselektronikanordnung,
Fig. 2 eine Prinzipdarstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels ei ner erfindungsgemäßen Leistungselektronikanordnung, und
Fig. 3 eine Prinzipdarstellung eines dritten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Leistungselektronikanordnung. Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Leis tungselektronikanordnung 1 mit einer Leiterplatte 2 und einem an der Leiter platte 2 befestigten Leistungsmodul 3. Das Leistungsmodul 3 weist mehrere elektronische Bauteile 4 auf, die mittels einer Vergussmasse 5 vergossen und mithin in der Vergussmasse 5 eingekapselt bzw. von dieser ummantelt sind. Die elektronischen Bauteile 4 sind beispielsweise Transistoren, Kon densatoren und weitere zur Realisierung eines Leistungsmoduls 3 erforderli che Komponenten, die entsprechend miteinander verschaltet sind. Die Lei terplatte 2 umfasst eine nicht näher gezeigte Treiberschaltung für das Leis tungsmodul 3. Die Leistungselektronikanordnung 1 ist Teil einer Schaltungs- anordnung, insbesondere einer Steuerungseinrichtung, eines Kraftfahrzeugs, die im Rahmen einer Wechselrichtung einer von einem Energiespeicher des Kraftfahrzeugs bereitgestellten Gleichspannung verwendet wird.
Eine Modulanschlussstelle 6 des Leistungsmoduls 3 ist mit einer Plattenan- schlussstelle 7 der Leiterplatte 2 elektrisch kontaktiert. Diese Kontaktierung erfolgt mittels einer Press-fit-Verbindung eines elektrisch leitfähigen Pins 8, der exemplarisch eine L-förmige Geometrie und einen Durchmesser von 0,8 mm aufweist. Ein Fußabschnitt 9 des Pins 8 ist hierbei an der Plattenan-
schlussstelle 7 befestigt, beispielsweise mittels eines elektrisch leitfähigen Klebers oder einer Verschweißung.
Das dem Fußabschnitt 9 des Pins 8 gegenüberliegende Ende 10 ist in der in Fig. 1 dargestellten Montagestellung in einer der Modulanschlussstelle 6 zu geordneten Kontaktierungsöffnung 11 eingepresst. Im Bereich der Kontaktie rungsöffnung 11 ist zu diesem Zweck eine Einpresshülse 12 eingesetzt, die beim Einpressen aufgeweitet bzw. verformt wird und mithin mit der Modulan schlussstelle 6 in elektrischem Kontakt steht. Das dem Fußabschnitt 9 ge genüberliegende Ende 10 des Pins 8 ist exemplarisch zunächst verbreitert und verjüngt sich zu seiner Spitze hin. Alternativ kann das Ende 10 des Pins auch lediglich zylinderartig ausgebildet sein.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich wird, verläuft der Pin 8 in der Montagestellung ge radlinig von der Modulanschlussstelle 6 zur Plattenanschlussstelle 7 und ist hierbei senkrecht zur Fläche der Leiterplatte 2 und mithin auch zur Leis tungsmodulfläche angeordnet. Der Pin 8 ist an einem aus der Vergussmasse 5 gebildeten und die Modulanschlussstelle 6 aufweisenden Widerlagerab schnitt 13 abgestützt. Folglich ist der Pin 8 nicht nur mittels der Befestigung an der Plattenanschlussstelle 7 und der Press-fit-Verbindung an der Modu lanschlussstelle 6 in seiner Position fixiert, sondern er ist zudem zwischen der Modulanschlussstelle 6 bzw. dem Widerlagerabschnitt 13 und der Plat tenanschlussstelle 7 bzw. der Leiterplatte 7 eingeklemmt. Hierdurch wird ei ne mechanisch stabile elektrische Kontaktierung zwischen den Anschluss stellen 6, 7 realisiert.
Obgleich in Fig. 1 sowie auch in sämtlichen weiteren Ausführungsbeispielen jeweils nur ein einziger Pin 8 vorgesehen ist, können auch mehrere Pins 8 zur Kontaktierung mehrerer Anschlussstellen 6, 7 vorgesehen sein, wobei ein gleichzeitiges Einpressen dieser Pins 8 zweckmäßig ist.
Durch die Leistungselektronikanordnung 1 ist eine verbesserte Möglichkeit zur elektrischen Kontaktierung der Leiterplatte 2 mit dem Leistungsmodul 3 gegenüber aus dem Stand der Technik bekannten Konzepten angegeben.
So werden beispielsweise Nachteile überwunden, die typischerweise bei Lötverbindungen auftreten. Dies betrifft insbesondere die Einsparung von durch den Lötprozess entstehenden Produktionskosten sowie die Vermei dung von durch die Lötverbindung entstehenden mechanischen Schwach stellen und eventuelle mangelhafte Lotdurchstiege. Auch gegenüber aus dem Stand der Technik bekannten Press-fit-Konzepten weist die Leistungs elektronikanordnung 1 Vorteile auf. So werden im Stand der Technik hierzu typischerweise spezielle bzw. komplizierte Einpresswerkzeuge bzw. - Unterstützungen benötigt, die bei der Montage der erfindungsgemäßen Leis tungselektronikanordnung nicht erforderlich sind. Bezüglich der Fig. 1 wird das Einpressen des Pins 8 in die Einpresshülse 12 mittels einer Kraftbeauf schlagung durch ein Presswerkzeug wie einem Pressstempel oder derglei chen von unten auf die Vergussmasse 5 des Leistungsmoduls 3 bewerkstel ligt. Dadurch, dass der Pin 8 zwischen der Modulanschlussstelle 6 und der Plattenanschlussstelle 7 geradlinig verläuft und zudem von dem Widerlager abschnitt 13 abgestützt ist, wird die Kraft innerhalb des Pins 8 während des Einpressens ausschließlich in Längsrichtung übertragen. Hierdurch wird ein unerwünschtes Abknicken bzw. Verbiegen des Pins 8 vermieden.
Als Vergussmasse 5 ist ein entsprechend geeigneter Kunststoff vorgesehen, beispielsweise auf Polyamidbasis oder dergleichen. Durch die Ummantelung bzw. Einkapselung der elektronischen Bauteile 4 des Leistungsmoduls 3 durch die Vergussmasse 5 wird ein Schutz vor negativen Einflüssen von au ßen, wie beispielsweise vor mechanischen Belastungen oder Feuchtigkeit oder dergleichen, gewährleistet. Ein separates Gehäuse ist demnach bei dem Leistungsmodul 3 nicht erforderlich.
Die Plattenanschlussstelle 7 ist exemplarisch eine Kupferschicht, die an der Oberfläche eines Substrats der Leiterplatte 2 aufgebracht ist. Die Plattenan schlussstelle 7 kann ein Teil einer auf dem Substrat der Leiterplatte 2 aufge brachten Leiterbahn sein.
Die Modulanschlussstelle 6 ist eine auf einer Platine 14 des Leistungsmoduls 3 angeordnete Kontaktfläche. Konkret ist die Modulanschlussstelle 6 als eine
Kupferschicht ausgebildet, die an der Oberfläche eines Substrats der Platine 14 aufgebracht ist. Die in der Vergussmasse 5 vergossene Platine 14 trägt und kontaktiert zudem die elektronischen Bauteile 4 des Leistungsmoduls, wobei im Bereich der Modulanschlussstelle 6 die Vergussmasse 5 ausge spart ist. Dies hat zur Folge, dass die Modulanschlussstelle 6 nach außen hin freiliegt.
Wie ebenfalls aus Fig. 1 ersichtlich wird, ist der Widerlagerabschnitt 13 als ein seitlich abstehender Vorsprung 15 ausgebildet. Der Vorsprung 15 weist eine ausreichend große Dicke bzw. Stärke auf, um der Klemmkraft des Pins 8 standhalten zu können. Ein besonderer Vorteil des Vorsprungs 15 ist je doch, dass dieser ein sicheres Abstützen des Pins 8 während des Einpress vorgangs gewährleistet. Im Bereich des Wiederlagerabschnitts 13 durchsetzt die als eine Bohrung vorgesehene Kontaktierungsöffnung 11 die Modulan schlussstelle 6, das Substrat der Platine 14 und das unterhalb hiervon ange ordnete Material der Vergussmasse 5.
Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Leis tungselektronikanordnung, wobei für gleiche Bauteile gleiche Bezugszeichen verwendet werden. Bezüglich des in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbei spiels einer Leistungselektronikanordnung 1 unterscheidet sich die in Fig. 2 gezeigte Leistungselektronikanordnung 1 dadurch, dass der Fußabschnitt 9 des Pins 8 nicht an der Plattenanschlussstelle 7, sondern stattdessen an der Modulanschlussstelle 6 befestigt ist. Folglich ist das dem Fußabschnitt 9 ge genüberliegende Ende 10 des Pins 8 in der in Fig. 2 dargestellten Montage stellung in die der Plattenanschlussstelle 7 zugeordneten Kontaktierungsöff nung 11 eingepresst. Die Einpresshülse 12, die mit der Plattenanschlussstel le 7 in elektrischem Kontakt steht, in einer die Plattenanschlussstelle 7 und das Substrat der Leiterplatte 2 durchsetzende Bohrung eingesetzt. Im Übri gen gelten die Merkmale der im Zusammenhang mit Fig. 1 erläuterten Leis tungselektronikanordnung 1 gleichermaßen für die Leistungselektronikan ordnung 1 aus Fig.2.
Im Folgenden wird das Verfahren zur Herstellung der Ausführungsbeispiele der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Leistungselektronikanordnungen 1 beschrieben. Zunächst wird der Fußabschnitt 9 des Pins 8 an der An schlussstelle 6, 7 befestigt. Zu diesem Zweck kann ein elektrisch leitfähiger Kleber oder eine Schweißverbindung verwendet werden. Gegebenenfalls können auch mehrere Anschlussstellen 6, 7 jeweils mit einem Pin 8 bestückt werden. Anschließend wird das Leistungsmodul 3 gegen die Leiterplatte 2 bewegt, wobei der Pin 8 an seinem dem Fußabschnitt 9 gegenüberliegenden Ende 10 in die der jeweils anderen Anschlussstelle 6, 7 zugeordneten Kon taktierungsöffnung 11 bzw. in eine in der Kontaktierungsöffnung 11 angeord nete Einpresshülse 12 eingepresst wird. Die Einpresshülse 12 wird hierbei derart verformt, dass hierdurch eine stabile elektrische Kontaktierung zwi schen der Modulanschlussstelle 6 und der Plattenanschlussstelle 7 ausge bildet wird. Dieser Einpressvorgang kann insbesondere mittels eines Press stempels erfolgen, der bezüglich der in Fig. 1 und 2 dargestellten Anordnun gen von unten gegen das Leistungsmodul 3 auffährt. Da der Pin 8 hierbei geradlinig von der Modulanschlussstelle 6 zu der Plattenanschlussstelle 7 verläuft sowie senkrecht zur Leiterplattenfläche angeordnet ist und zudem an der aus der Vergussmasse 5 gebildeten und die Modulanschlussstelle 6 aufweisenden Widerlagerabschnitt 13 abgestützt wird, wirkt die Einpresskraft in die Längsrichtung des Pins 8, wodurch ein Verbiegen bzw. Abknicken des Pins 8 während des Einpressens vermieden wird. Sobald das Leistungsmo dul 3 in der endgültigen Montagestellung angekommen ist, wird dieses an der Leiterplatte 2 mittels einer Schraub- oder Klebeverbindung befestigt.
Fig. 3 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Leis tungselektronikanordnung 1, wobei für gleiche Bauteile gleiche Bezugszei chen verwendet werden. Grundsätzlich gelten die im Zusammenhang mit den in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispielen erläuterten Merk male auf die in Fig. 3 gezeigte Leistungselektronikanordnung 1 gleicherma ßen. Ein Unterschied ist jedoch, dass bei der Leistungselektronikanordnung 1 in Fig. 3 das dem Fußabschnitt 9 gegenüberliegende Ende 16 des Pins 8 ein geradliniger und parallel zu der Leiterplattenfläche verlaufender Endab schnitt ist, wobei die Kontaktierungsöffnung 11 an einer seitlich von der Lei-
terplatte 2 oder dem Leistungsmodul 3 abstehenden Kontaktkomponente 17 angeordnet ist.
Im Gegensatz zu den in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispielen tritt der exemplarisch gewinkelte und U-förmige Pin 8 in Fig. 3 seitlich aus dem Vergussmaterial 5 des Leistungsmoduls 3 aus. Die Modulanschlussstel le 6 ist eine auf einer Platine 14 des Leistungsmoduls 3 angeordnete Kon taktfläche, die innerhalb des Leistungsmoduls 3 angeordnet beziehungswei se von der Vergussmasse 5 vergossen ist. Der Fußabschnitt 9 des Pins 8 ist ebenfalls innerhalb des Leistungsmoduls 3 angeordnet und dort an der Mo dulanschlussstelle 6 befestigt. Gleichermaßen ist denkbar, dass die Ver gussmasse 5 im Bereich Modulanschlussstelle 6 wie in den in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispielen ausgespart wird und die Modulan schlussstelle 6 frei liegt.
Die Kontaktkomponente 17 ist ein platten- bzw. quaderförmiges Bauteil, das elektrisch leitfähig ist und an der Plattenanschlussstelle 7 beispielsweise mit tels eines elektrisch leitfähigen Klebers oder einer Verschweißung oder der gleichen befestigt und somit in elektrischem Kontakt steht. Die Kontaktie rungsöffnung 11 ist eine parallel zu der Leiterplattenfläche verlaufende Boh rung in der Kontaktkomponente 17. In die Kontaktierungsöffnung 11 ist die Einpresshilfe 12 eingesetzt. Die Einpressung des Pins 8 bzw. dem Fußab schnitt 9 gegenüberliegenden Ende 16 des Pins 8 kann bei dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel dadurch erfolgen, dass das Leistungsmodul 3 bezüglich der Leiterplatte 2 von rechts nach links bewegt wird.
Im Folgenden wird das Verfahren zur Herstellung der Leistungselektronikan ordnung 1 aus Fig. 3 beschrieben. Zunächst wird der Fußabschnitt 9 des Pins 8 an der Modulanschlussstelle 6, die in Fig. 3 innerhalb des Leistungs moduls 3 ist, befestigt. Dies erfolgt typischerweise bevor das Leistungsmodul 3 mit der Vergussmasse 5 vergossen wird. Anschließend wird das Leis tungsmodul 3 entlang der Leiterplattenfläche bewegt, wobei der dem Fußab schnitt 9 abgewandte, geradlinige und bezüglich der Leiterplattenfläche pa rallel verlaufende Endabschnitt 16 des Pins 8 in die der Plattenanschlussstel-
le 7 zugeordneten Kontaktierungsöffnung 11 eingepresst wird. Die Kontaktie rungsöffnung 11 ist hierbei an der seitlich von der Leiterplatte 2 abstehenden Kontaktkomponente 17 angeordnet. Durch die während des Einpressens entstehende Verformung der Einpresshülse 12 wird die elektrische Kontak- tierung zwischen der Modulanschlussstelle 6 und der Plattenanschlussstelle 7 ausgebildet. Sobald das Leistungsmodul 3 in der endgültigen Montagestel lung angekommen ist, wird dieses an der Leiterplatte 2 mittels einer Schrau be oder Klebeverbindung befestigt. Bezüglich des in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiels ist es auch denkbar, dass die Kontaktkomponente 17 seitlich an der Modulanschlussstelle 6 an geordnet ist. In diesem Fall ist die Kontaktierungsöffnung der Modulan schlussstelle 6 zugeordnet, wobei der Fußabschnitt 9 des Pins 8 an der Plat tenanschlussstelle 7 befestigt ist.