Vorrichtung und Verfahren zum kalibrierten Prüfen einer
Bedruckung eines Artikels
Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft Systeme für eine
Überprüfung von Druckprozessen.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine
Vorrichtung und ein Verfahren zum kalibrierten Prüfen einer Bedruckung eines Artikels.
Technischer Hintergrund
Die optische Druckprozessüberprüfung von frei konfigurierbaren Artikeln kann nicht auf Datenbanken über Fotographien einer normgerechten und Qualitätsstandards entsprechenden Bedruckung von Artikeln zurückgreifen.
Eine Artikelbedruckung kann oftmals auf einen neuen,
kundenindividuell konfigurierten Artikel erfolgen, welcher bisher noch nicht oder nur selten produziert wurde und für welchen daher keine Bilddaten für eine erfolgreiche,
Qualitätsstandards entsprechende Bedruckung vorliegen.
Manuelle Anlernvorgänge oder herkömmliche Produktionskontrolle mit optischen Systeme und bildgebende Verfahren sowie
automatischen optischen Inspektionsverfahren basierend auf solchen Bilddatenbanken mit einer Vielzahl von Abbildungen von korrekt erfolgten Druckprozessen sind daher für frei
konfigurierbare Artikel oftmals nicht möglich und scheitern an der Verfügbarkeit entsprechender Lerndaten und
Bilddatenbanken .
Zusammenfassung der Erfindung
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
verbesserte Vorrichtung und ein verbessertes Verfahren zum Prüfen einer Bedruckung eines Artikels bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Weiterbildungen und Ausführungsformen sind den abhängigen Patentansprüchen, der Beschreibung und den Figuren der Zeichnungen zu entnehmen.
Ein erster Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kalibrierten Prüfen einer Bedruckung eines Artikels, wobei die Vorrichtung eine
Datenbereitstellungseinrichtung, eine Kameraeinrichtung, eine Datenbankeinrichtung und eine Rechnereinrichtung umfasst.
Die Datenbereitstellungseinrichtung ist dazu ausgebildet, Bedruckungsdaten für den Artikel aus Produktdaten des Artikels bereitzustellen.
Die Kameraeinrichtung ist dazu ausgebildet, ein Abbild eines durch einen Druckprozess bedruckten Artikels aufzunehmen und als Bilddaten bereitzustellen. Das Abbild des bedruckten
Artikels wird mittels eines elektronischen Bildwandlers oder Bildsensors digitalisiert und in der Form der Bilddaten bereitgestellt .
Die Datenbankeinrichtung ist dazu ausgebildet,
Kalibrierungsdaten für die Kameraeinrichtung bereitzustellen.
Die Rechnereinrichtung ist dazu ausgebildet, basierend auf einem Vergleich der Bedruckungsdaten mit den Bilddaten unter
Berücksichtigung der Kalibrierungsdaten eine Qualitätsprüfung
des Druckprozesses vorzunehmen. Die Rechnereinrichtung ist dazu ausgebildet, automatische optische Inspektionsverfahren für die korrekte Bedruckung des Artikels durchzuführen.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht, anhand von Produktdaten zu einem kundenindividuell zusammengesetzten Produkt eine Bedruckung des Produktes anhand von prädiktierten
Eigenschaften zu überwachen, ohne hierzu Lerndaten von zuvor durchgeführten und im Vorfeld erfassten Bedruckungen zu benötigen .
Die vorliegende Erfindung basiert darauf, dass über bekannte Kalibrierungsdaten des Kamerasystems Lerndaten und
Prüfinformationen generiert werden, anhand derer das
Bildverarbeitungssystem eine Qualitätskontrolle des
Druckbildes durchfuhren kann.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht für die Generierung der synthetischen Lerndaten aus den vorhandenen Druckdaten und den Kalibrierungsdaten Suchmodelle und Vergleichsmodelle zu erstellen .
Die Suchmodelle erlauben eine Positionsbestimmung des Drucks und erlauben eine genauere Ausrichtung der
Vergleichsmodelle. Die Vergleichsmodelle erlauben, dass
Abbilder wie mit dem realen Kamerabild des bedruckten Objektes aufgenommen mit den generierten Lerndaten und
Prüfinformationen verglichen werden. Die generierten Lerndaten und Prüfinformationen können virtuelle Abbilder oder
berechnete Teilansichten der Bedruckung umfassen. Dies erlaubt eine Abschätzung des Qualitätsgrades der kontrollierten
Bedruckung .
Die Zuverlässigkeit der Überwachung des Druckprozesses kann hiermit erhöht werden. Steuergeräte können einen Fehlerfall
der Bedruckung sicher erkennen, ohne vorher eine entsprechende Bedruckung auf den bedruckten Artikel jemals durchgeführt zu haben .
Dies bietet eine Überwachungsfunktion für den Druckprozess, die gerade im Bereich der frei konfigurierbaren und
kundenindividuell zusammengesetzten Produkte eine
Prozesskontrolle der Bedruckung von per Konfigurator und
Variantenkonfigurator neu erstellter Artikel erlaubt.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht eine Qualitätsprüfung der Bedruckung und eine Qualitätsprüfung von weiteren
Artikeleigenschaften, wobei benötigte Informationen aus den Produktdaten abgeleitet werden. Dadurch ist eine Prüfung neu erstellter Artikel auch ohne manuellen Anlernvorgang des Prüfsystems möglich. Es werden also keine Prototypen des Artikels benötigt, die einzig für die Gewinnung eines
Referenzbildes von einem korrekt bedruckten Artikel verwendet werden .
Vorteilhafte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist vorgesehen, dass die Rechnereinrichtung dazu ausgebildet ist, für die Qualitätsprüfung des Druckprozesses in einer Lernphase der Rechnereinrichtung Lerndaten und/oder Prüfinformationen zu generieren.
Dies ermöglicht vorteilhaft auch frei konfigurierbare, sei es begrenzt konfigurierbare oder unbegrenzt konfigurierbare
Artikel einer Druckprozesskontrolle zu unterziehen und die
Bedruckung auch bei einer Neuproduktion eines Artikels zu überprüfen ohne eine Vielzahl von Referenzbildern zu
benötigen, die ein korrektes Druckbild auf Modelartikeln
abbilden. Lerndaten können per Software-Algorithmus zu jedem beliebigen konfigurierten Artikel berechnet werden.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist vorgesehen, dass die Rechnereinrichtung dazu ausgebildet ist, für die Qualitätsprüfung des Druckprozesses basierend auf den Lerndaten und/oder Prüfinformationen
Prüfmuster für die Qualitätsprüfung durch maschinelles Lernen zu generieren.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist vorgesehen, dass die Rechnereinrichtung dazu ausgebildet ist, als die Prüfmuster für die Qualitätsprüfung Suchmodelle und/oder Vergleichsmodelle durch maschinelles Lernen basierend auf den aufgenommenen Bilddaten und/oder auf den Kalibrierungsdaten zu generieren.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist vorgesehen, dass die Rechnereinrichtung dazu ausgebildet ist, die Suchmodelle für eine Positionsbestimmung des Drucks zu verwenden und/oder für eine kalibrierte
Ausrichtung einer Anwendung der Vergleichsmodelle auf die aufgenommenen Bilddaten zu verwenden.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist vorgesehen, dass die Rechnereinrichtung dazu ausgebildet ist, für die Qualitätsprüfung des Druckprozesses als die Anwendung der Vergleichsmodelle ein virtuelles Abbild des Artikels mit den von der Kameraeinrichtung aufgenommenen Abbild des Artikels zu vergleichen und einen Qualitätsgrad der Bedruckung des Artikels zu erstellen.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist vorgesehen, dass die Produktdaten in einem
Neutraldaten-Format bereitgestellt sind.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist vorgesehen, dass das Neutraldaten-Format ein i) XML-Format; und/oder
ii) plattformunabhängiges Datenformat; und/oder
iii) implementationsunabhängiges Datenformat; und/oder iv) M2M-Datenformat umfasst .
In einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum kalibrierten Prüfen einer Bedruckung eines
Artikels vorgesehen, wobei das Verfahren folgende
Verfahrensschritte umfasst:
Als ein erster Verfahrensschritt erfolgt ein Bereitstellen von Bedruckungsdaten für den Artikel aus Produktdaten des Artikels mittels einer Datenbereitstellungseinrichtung. Optional werden die Produktdaten in einem Neutraldaten-Format bereitgestellt.
Als ein zweiter Verfahrensschritt erfolgt ein Aufnehmen eines Abbildes eines durch einen Druckprozess bedruckten Artikels mittels einer Kameraeinrichtung und Bereitstellen von
Bilddaten basierend auf dem aufgenommenen Abbild mittels der Kameraeinrichtung .
Als ein dritter Verfahrensschritt erfolgt ein Bereitstellen von Kalibrierungsdaten für die Kameraeinrichtung mittels einer Datenbankeinrichtung .
Als ein vierter Verfahrensschritt erfolgt ein Durchführen einer Qualitätsprüfung des Druckprozesses basierend auf einem Vergleich der Bedruckungsdaten mit den Bilddaten unter
Berücksichtigung der Kalibrierungsdaten mittels einer
Rechnereinrichtung .
In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist vorgesehen, dass das Verfahren ferner die folgenden Verfahrensschritte umfasst:
Generieren von Lerndaten für die Qualitätsprüfung des
Druckprozesses in einer Lernphase der Rechnereinrichtung; und/oder
Generieren von Prüfinformationen für die Qualitätsprüfung des Druckprozesses in einer Lernphase der Rechnereinrichtung.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist vorgesehen, dass das Verfahren Bedruckungsdaten im Neutraldatenformat bereitstellt und vorzugsweise das
Neutraldaten-Format ein i) XML-Format; und/oder
ii) plattformunabhängiges Datenformat; und/oder
iii) implementationsunabhängiges Datenformat; und/oder iv) M2M-Datenformat umfasst .
In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist vorgesehen, dass für die Qualitätsprüfung des Druckprozesses basierend auf den Lerndaten und/oder
Prüfinformationen Prüfmuster für die Qualitätsprüfung durch maschinelles Lernen generiert werden.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist vorgesehen, dass die Suchmodelle für eine
Positionsbestimmung des Drucks verwendet werden.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist vorgesehen, dass für eine kalibrierte
Ausrichtung eine Anwendung der Vergleichsmodelle auf die aufgenommenen Bilddaten durchgeführt wird.
In einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist vorgesehen, dass für die Qualitätsprüfung des Druckprozesses als die Anwendung der Vergleichsmodelle ein virtuelles Abbild des Artikels mit den von der
Kameraeinrichtung aufgenommenen Abbild des Artikels verglichen wird und darauf basierend ein Qualitätsgrad der Bedruckung des Artikels erstellt wird.
Nach einem dritten Aspekt umfasst die vorliegende Erfindung ein Datenstrukturformat, welches vorzugsweise in einem
Neutraldaten-Format vorliegenden Produktdaten des Artikels umfasst und welches dazu ausgebildet ist, von einem Verfahren zum kalibrierten Prüfen einer Bedruckung eines Artikels nach einem dem zweiten Aspekt oder einer beliebigen Ausführungsform des zweiten Aspektes verwendet zu werden.
Die beschriebenen Ausgestaltungen und Weiterbildungen lassen sich beliebig miteinander kombinieren.
Weitere mögliche Ausgestaltungen, Weiterbildungen und
Implementierungen der vorliegenden Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im
Folgenden bezüglich der Ausführungsformen beschriebenen
Merkmale der vorliegenden Erfindung.
Die beiliegenden Zeichnungen sollen ein weiteres Verständnis der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung vermitteln.
Die beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen
Ausführungsformen und dienen im Zusammenhang mit der
Beschreibung der Erklärung von Konzepten der vorliegenden Erfindung .
Andere Ausführungsformen und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die Figuren der Zeichnungen. Die dargestellten Elemente der Figuren der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu zueinander gezeigt.
Kurze Beschreibung der Figuren
Es zeigen:
Fig. 1: eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum kalibrierten Prüfen einer Bedruckung eines Artikels gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung; und
Fig. 2: eine schematische Darstellung eines Flussdiagramms eines Verfahrens zum kalibrierten Prüfen einer
Bedruckung eines Artikels gemäß einem
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung; und
Fig. 3: eine schematische Darstellung einer Datenstruktur zum kalibrierten Prüfen einer Bedruckung eines Artikels gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung .
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
In den Figuren der Zeichnungen bezeichnen gleiche
Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche Elemente,
Bauteile, Komponenten oder Verfahrensschritte, soweit nichts Gegenteiliges angegeben ist.
Der Begriff „Neutraldaten-Format" wie von der vorliegenden Erfindung verwendet umfasst beispielsweise Daten oder
Dateiformate für einen neutralen Dateiaustausch zwischen
Einheiten, etwa Rechnern, eines Rechnernetzes.
Der Begriff „Neutraldaten-Format" wie von der vorliegenden Erfindung verwendet kann beispielsweise als ein
zwischengeschaltetes Datei-Format verstanden werden, um Daten zwischen beteiligten Systemen des Rechnernetzes zu übersetzen, wie etwa Produktionssysteme oder Bestellsysteme - Webshop - oder interne Datenverarbeitungssysteme - Backend.
Mit anderen Worten ausgedrückt, eine neutrale Datei wird aus ursprünglichen, in anderen Datei-Formaten vorliegenden Daten generiert. Das Ziel-System kann die neutrale Datei jedoch im Gegensatz zu den ursprünglichen Daten auslesen und
weiterverarbeiten .
Der Begriff „Produktdaten", insbesondere Produktdaten des Artikels, wie von der vorliegenden Erfindung verwendet
beschreibt beispielsweise Daten, welche einen Artikel,
insbesondere nach kundenindividueller Konfiguration,
definieren und klassifizieren. Mit anderen Worten, die
Produktdaten beschreiben und kennzeichnen Parameter,
Eigenschaften, und Ausführungsoptionen des Artikels.
Die Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer
Vorrichtung zum kalibrierten Prüfen einer Bedruckung eines Artikels gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung .
Die Vorrichtung 100 umfasst eine
Datenbereitstellungseinrichtung 10, eine Kameraeinrichtung 20, eine Datenbankeinrichtung 30 und eine Rechnereinrichtung 40.
Die Datenbereitstellungseinrichtung 10 ist dazu ausgebildet, Bedruckungsdaten für den Artikel aus Produktdaten des Artikels bereitzustellen.
Die Kameraeinrichtung 20 ist dazu ausgebildet, ein Abbild eines durch einen Druckprozess bedruckten Artikels aufzunehmen und als Bilddaten bereitzustellen.
Die Datenbankeinrichtung 30 ist dazu ausgebildet,
Kalibrierungsdaten für die Kameraeinrichtung bereitzustellen. Die Kalibrierungsdaten für die Kameraeinrichtung 20 können beispielsweise Lerndaten und Prüfinformationen umfassen und einem jeweiligen Typ der Kameraeinrichtung 20 zugeordnet werden oder in Abhängigkeit einer beim Aufnahmen des Abbildes vorherrschenden Beleuchtungsstärke gewählt werden oder in Abhängigkeit eines beim Aufnahmen des Abbildes von der
Kameraeinrichtung 20 verwendeten Bildparameters
vorherrschenden Beleuchtungsstärke gewählt werden.
Die Rechnereinrichtung 40 ist dazu ausgebildet, basierend auf einem Vergleich der Bedruckungsdaten mit den Bilddaten unter Berücksichtigung der Kalibrierungsdaten eine Qualitätsprüfung des Druckprozesses vorzunehmen.
Das vorliegende Verfahren ermöglicht die Druckprozesskontrolle von frei konfigurierbaren Artikeln. Die Vorrichtung kann mit computerunterstützen Produktherstellungssystemen und
internetbasierten Produktkonfigurationssystemen gekoppelt werden und per M2M-Kommunatikation autonome und anpassbare ÜberprüfungsSysteme bereitstellen.
Die Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Flussdiagramms eines Verfahrens zum Prüfen einer Bedruckung eines Artikels gemäß einem Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung.
Als ein erster Verfahrensschritt erfolgt ein Bereitstellen S1 von Bedruckungsdaten für den Artikel aus Produktdaten des Artikels mittels einer Datenbereitstellungseinrichtung.
Das Neutraldaten-Format kann beispielsweise ein XML-Format, ein plattformunabhängiges Datenformat, ein
implementationsunabhängiges Datenformat oder ein M2M- Datenformat sein.
Als ein zweiter Verfahrensschritt erfolgt ein Aufnehmen S2 eines Abbildes eines durch einen Druckprozess bedruckten
Artikels mittels einer Kameraeinrichtung und Bereitstellen von Bilddaten basierend auf dem aufgenommenen Abbild mittels der Kameraeinrichtung .
Als ein dritter Verfahrensschritt erfolgt ein Bereitstellen S3 von Kalibrierungsdaten für die Kameraeinrichtung mittels einer Datenbankeinrichtung .
Als ein vierter Verfahrensschritt erfolgt ein Durchführen S4 einer Qualitätsprüfung des Druckprozesses basierend auf einem Vergleich der Bedruckungsdaten mit den Bilddaten unter
Berücksichtigung der Kalibrierungsdaten mittels einer
Rechnereinrichtung .
Die Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer
Datenstruktur zum kalibrierten Prüfen einer Bedruckung eines Artikels gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung .
Das in der Fig. 3 gezeigte Datenstrukturformat kann die in einem Neutraldaten-Format vorliegenden Produktdaten des
Artikels umfassen. Ferner kann das Datenstrukturformat dazu ausgebildet sein, von einem Verfahren zum kalibrierten Prüfen einer Bedruckung eines Artikels verwendet zu werden.
Ferner kann bei dem dargestellten Datenstrukturformat das Neutraldaten-Format ein i) XML-Format; und/oder
ii) plattformunabhängiges Datenformat; und/oder
iii) implementationsunabhängiges Datenformat; und/oder iv) M2M-Datenformat umfassen .
Das Datenstrukturformat kann hierarchisch strukturierte
Produktdaten im Format einer Textdatei umfassen.
Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter
Ausführungsbeispiele vorstehend beschrieben wurde, ist sie nicht darauf beschränkt, sondern auf vielfältige Art und Weise modifizierbar. Insbesondere lässt sich die Erfindung in mannigfaltiger Weise verändern oder modifizieren, ohne vom Kern der Erfindung abzuweichen. Ergänzend sei darauf
hingewiesen, dass „umfassend" und „aufweisend" keine anderen Elemente oder Schritte ausschließt und „eine" oder „ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in
Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen .