Beschreibung
Leiterplatte mit Stromversorgung, elektrisches Bauelement mit Leiterplatte und Verfahren zur Herstellung einer Leiterplatte
Die Erfindung betrifft Energieversorgungen für elektrische Schaltkreise, z. B. für Schaltkreise einer Leiterplatte.
Elektrische Schaltkreise benötigen im Allgemeinen elektrische Energie zum Betrieb. Es ist möglich, elektrische Schaltkreise über einen Stromanschluss mit elektrischer Energie einer ex¬ ternen Energiequelle zu versorgen. Alternativ ist es möglich, eine Batterie oder einen Akkumulator auf der Oberseite einer Leiterplatte anzuordnen und als Energiequelle zu nutzen.
Der anhaltende Trend zur Miniaturisierung von elektrischen Komponenten führt dazu, dass das Volumen einer Batterie rela¬ tiv gesehen einen immer größeren Anteil am Gesamtvolumen eines elektrischen Bauelements einnimmt.
Bei Bauelementen ohne Batterie besteht stets die Gefahr eines plötzlichen Kontaktverlusts , infolgedessen der Schaltkreis nicht mehr mit elektrischer Leistung versorgt wird. Es besteht deshalb der Wunsch nach alternativen Möglichkei¬ ten, eine Leiterplatte mit elektrischer Energie zu versorgen. Insbesondere soll eine alternative Energieversorgung eine verbesserte Zuverlässigkeit aufweisen, größere Energiedichten als Batterien erlauben und kompatibel mit dem anhaltenden Trend zur Miniaturisierung sein.
Dazu gibt der unabhängige Anspruch 1 eine verbesserte Leiter¬ platte an. Abhängige Ansprüche geben vorteilhafte Ausgestal¬ tungen an. Die Leiterplatte mit einer Stromversorgung umfasst ein Trä¬ gersubstrat und einen Energiespeicher. Der Energiespeicher hat einen ersten Lagenstapel mit einer ersten Elektrodenlage, einer zweiten Elektrodenlage und einer dazwischen angeordne¬ ten Elektrolytlage. Die erste Elektrodenlage hat eine erste Elektrode, die zweite Elektrodenlage hat eine zweite Elekt¬ rode und in der Elektrolytlage ist ein Elektrolyt angeordnet. Die erste Elektrode, die zweite Elektrode und der Elektrolyt sind Festkörper. Es wird also eine Leiterplatte mit einem Festkörper-Energie¬ speicher angegeben, der zur Stromversorgung der Leiterplatte dienen kann.
Die Verwendung eines Festkörper-Energiespeichers, z. B. einer Festkörperbatterie oder einem Festkörperakkumulator, hat keine flüssigen Bestandteile, z. B. flüssige Elektrolyte, die austreten oder ausgasen können. Ein Festkörper-Energiespeicher ist somit praktisch wartungsfrei und temperaturbeständi¬ ger als konventionelle Batterien oder Akkumulatoren.
Festkörper-Energiespeicher sind kompatibel mit Prozessie- rungsschritten zur Herstellung einer Leiterplatte und können in einer Vielzahl unterschiedlicher Formen gefertigt sein. Leiterplatten mit derartigen Stromversorgungen weisen ein deutlich besseres Verhältnis aus Energiedichte und Volumen auf und sind damit gut zur weiteren Miniaturisierung geeignet .
Entsprechen ist es möglich, dass der Energiespeicher eine Festkörperbatterie oder ein Festkörperakkumulator ist.
Es ist möglich, dass der Energiespeicher direkt in die Lei- terplatte eingebettet ist. Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, dass der Energiespeicher oder ein weiterer Energiespeicher an der Unterseite oder an der Oberseite der Leiterplatte angeordnet sind. Festkörper-Energiespeicher haben einen Lagenaufbau aus dünnen Schichten und erlauben eine deutlich höhere Energiedichte als konventionelle Batterien oder konventionelle Akkumulatoren. Solche Energiespeicher vergrößern die Bauhöhe einer Leiterplatte deswegen nur in einem sehr kleinen Umfang.
Es ist möglich, dass der erste Lagenstapel ferner eine erste aktive Lage zwischen der ersten Elektrode und dem Elektrolyt und eine zweite aktive Lage zwischen dem Elektrolyt und der zweiten Elektrode umfasst.
Die aktive Lage kann dabei ein aktives Material enthalten o- der aus einem aktiven Material bestehen, das sowohl für
Elektronen als auch für Ionen leitend ist. Der Festkörperelektrolyt des Energiespeichers ist dabei ein Material, das für Ionen, aber nicht für Elektronen durchläs¬ sig ist.
Die erste Elektrode und die zweite Elektrode können dabei verschiedene Materialien umfassen oder aus verschiedenen Materialien bestehen. Es ist bevorzugt, wenn die beiden Elektroden des Lagenstapels des Energiespeichers deutlich unter¬ schiedliche Elektrodenpotenziale aufweisen.
Es ist möglich, dass die Leiterplatte einen oder mehrere zu¬ sätzliche Lagenstapel aufweist. Jeder der zusätzlichen Lagen¬ stapel hat dabei ebenfalls eine erste Elektrode, eine zweite Elektrode und einen dazwischen angeordneten Elektrolyt.
Es ist möglich, dass zwei oder mehr Lagenstapel zusammen ei¬ nen Block darstellen. Die Leiterplatte kann dabei weitere Blöcke aus Lagenstapeln umfassen. Jeder Block stellt dabei ein elektrisches Potenzial bereit.
Dazu kann es vorgesehen sein, dass die Lagenstapel innerhalb eines Blocks in geeigneter Weise, z. B. in Serie oder paral¬ lel, miteinander verschaltet sind. So ist es möglich, dass mehrere Lagenstapel innerhalb eines Blocks parallel verschal- tet sind, damit ein Block eine größere Kapazität bereit¬ stellt, während die vom Block zur Verfügung gestellte Span¬ nung der Spannung eines Lagenstapels entspricht.
Die unterschiedlichen Blöcke können dabei in Serie verschal- tet sein, um unterschiedliche Spannungen bereitzustellen.
Die von einem einzigen Block oder einem einzigen Lagenstapel zur Verfügung gestellte Spannung hängt im Wesentlichen von den verwendeten Materialien der Elektroden ab.
Als Elektrodenmaterialien kommen übliche Elektrodenmateria¬ lien von Batterien oder Akkumulatoren in Frage.
Es ist möglich, dass die Leiterplatte zusätzlich eine oder mehrere Metallisierungslagen aufweist. Die Metallisierungsla¬ gen können dabei strukturierte Metallisierungen im Trägersub¬ strat aufweisen. Die Metallisierungen sind über Vias (Durch- kontaktierungen) mit der ersten und der zweiten Elektrode des
Energiespeichers und gegebenenfalls weiteren Elektroden zu¬ sätzlicher Lagenstapel und/oder zusätzlicher Blöcke des Energiespeichers verbunden. Die strukturierten Metallisierungen können dabei Energieversorgungsleitungen oder Signalleitungen darstellen. Auch ist es möglich, elektrische Schaltungskomponenten, z. B. induktive Elemente, kapazitive Elemente oder resistive Elemente, in den Metallisierungslagen zu bilden.
Unterschiedliche Metallisierungslagen können dabei vom dielektrischen Material des Trägersubstrats isoliert sein.
Es ist möglich, dass die Leiterplatte ferner eine elektrische Komponente umfasst. Zusätzlich kann die Leiterplatte einen Schalter, der mit der elektrischen Komponente und dem Energiespeicher verbunden ist, umfassen.
Über den Schalter kann die elektrische Komponente elektrisch leitend mit dem Energiespeicher verbunden werden. Alternativ kann der Schalter dazu dienen, die elektrische Komponente galvanisch vom Energiespeicher zu trennen.
Über einen solchen Schalter ist es deshalb möglich, bei einer Fehlfunktion der elektrischen Komponente oder bei einer Fehlfunktion des Energiespeichers die beiden Schaltungselemente voneinander zu trennen.
Es ist möglich, dass die Leiterplatte einen externen Stroman- schluss aufweist. Über den externen Stromanschluss können die Leiterplatte und an der Leiterplatte angeordnete und mit der Leiterplatte verschaltete Schaltungselemente mit elektrischer Leistung versorgt werden. Für den Fall einer Unterbrechung
dieser externen Energieversorgung kann der Energiespeicher der Leiterplatte eine kurz- oder mittelfristige Energiever¬ sorgung übernehmen. Über den externen Stromanschluss kann der Energiespeicher der Leiterplatte auch aufgeladen werden.
Es ist möglich, dass die Leiterplatte zusätzlich einen Chip mit einem integrierten Schaltkreis umfasst. Der Chip bzw. sein integrierter Schaltkreis ist dafür vorgesehen und geeignet, einen Parameter des Energiespeichers zu überwachen, zu steuern oder zu regeln.
Ein solcher Parameter kann beispielsweise der Ladezustand des Energiespeichers sein. Auch die Überwachung eines Pflegezu¬ stands des Energiespeichers ist möglich. So kann die Lebens¬ dauer des Energiespeichers erhöht werden und gegebenenfalls können Pflegemaßnahmen, z. B. Recovery-Routinen, durchgeführt werden .
Entsprechend ist es möglich, dass die Leiterplatte Teil eines elektrischen Bauelements ist. Neben der Leiterplatte hat das elektrische Bauelement noch eine oder mehrere elektrische o- der elektronische Schaltungskomponenten, die mit der Leiter- platte verbunden und verschaltet sind. Der Energiespeicher ist dafür vorgesehen, die Schaltungskomponenten zumindest zeitweise mit elektrischer Energie zu versorgen.
Solche Leiterplatten bzw. solche elektrischen Bauelemente beiten wartungsfrei, sind temperaturbeständig und nicht brennbar .
Durch die Temperaturbeständigkeit ist es möglich, auf dem Ge¬ biet der Herstellung von Leiterplatten und elektrischen
Schaltungen übliche Prozessierungsschritte, z. B. Löten, z. B. Reflow-Löten, durchzuführen, um elektrische Komponenten wie SMD-Bauelemente (SMD = Surface-Mounted Device = oberflä¬ chenmontierte Schaltungskomponente) anzuordnen und zu ver¬ schalten .
Je nachdem, in welcher Art und Weise (seriell, parallel) un- terschiedliche Blöcke oder unterschiedliche Lagenstapel von einer Außenseite des Trägersubstrats kontaktiert werden, kön¬ nen eine Vielzahl unterschiedlicher Spannungen und Kapazitäten vom Energiespeicher bereitgestellt werden. Während der Integration von Lagenstapeln des Energiespeichers im Material der Leiterplatte ist es möglich, die Elektroden mittels Galvanisierung zu kontaktieren. Dadurch können Sput- terschritte im Backend-Prozess eingespart werden. Kupfer als Material der Metallisierungslagen und damit als Material der elektrischen Leitungen kann verwendet werden.
Ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Leiterplatte kann die folgenden Schritte umfassen:
- Bereitstellen eines Materials für ein Trägersubstrat, - Anordnen eines Lagenstapels mit Elektrodenlagen und Fest¬ körperelektrolyten zum Bilden eines oder mehrerer Energiespeicher auf dem Material des Trägersubstrats,
- Anordnen einen dielektrischen Materials auf dem Lagenstapel des Energiespeichers.
Weitere mögliche zusätzliche oder alternative Schritte sind:
- Anordnen von dielektrischen Lagen und Metallisierungslagen dazwischen,
- Strukturieren der Metallisierungslagen zwischen den dielektrischen Lagen, bevor weiteres dielektrisches Material weiterer dielektrischer Lagen auf der jeweiligen Metallisierungslage angeordnet werden,
- Erzeugen von Durchkontaktierungen von der Oberseite der Leiterplatte zu Elektrodenlagen des Energiespeichers,
- Verbinden und verschalten der Durchkontaktierungen mit elektrischen Komponenten an der Oberseite des Trägersubstrats .
Zentrale Aspekte der Leiterplatte und Details von Ausfüh¬ rungsformen sind in den schematischen Figuren näher erläu tert .
Es zeigen:
Fig. 1: eine mögliche Anordnung des Energiespeichers in ei- nem Trägersubstrat.
Fig. 2: die Anordnung des Energiespeichers auf einem Trä¬ gersubstrat . die Anordnung des Energiespeichers an der Unter¬ seite eines Trägersubstrats. einen mehrschichtigen Aufbau des Energiespeichers einen Energiespeicher mit zusätzlichen Lagen.
Fig. 6: eine Leiterplatte mit zusätzlichen Lagen und
elektrischen Komponenten.
Fig. 7: eine Leiterplatte mit mehreren Blöcken.
Fig. 8: ein elektrisches Bauelement mit einer Leiterplatte. Figur 1 zeigt die Möglichkeit einer Leiterplatte LP, bei der der Energiespeicher ES im Inneren eines Trägersubstrats TS angeordnet ist. Damit der Energiespeicher ES im Inneren des Trägersubstrats TS zugänglich ist, existiert eine Durchkon- taktierung (Via) V, über die ein vom Energiespeicher ES zur Verfügung gestelltes elektrisches Potenzial zugänglich ist.
Der Energiespeicher ES ist dabei vorzugsweise als Mehrlagensystem mit einer ersten Elektrode und einer zweiten Elektrode und einem dazwischen angeordneten Elektrolyten ausgestaltet. Alle Komponenten des Energiespeichers sind vorzugsweise Fest¬ körper. Der Energiespeicher ES hat keine flüssigen Bestandteile. Dadurch wird der Energiespeicher praktisch wartungsfrei, temperaturbeständig und im Wesentlichen unempfindlich gegenüber unterschiedliche Formen externer schädlicher Ein- flüsse.
Figur 2 zeigt die Möglichkeit, den Energiespeicher ES an der Oberseite eines Trägersubstrats TS anzuordnen. Figur 3 zeigt die Möglichkeit, den Energiespeicher an der Unterseite des Trägersubstrats TS anzuordnen. Damit Schaltungs¬ elemente und elektrische Komponenten an der Oberseite des Trägersubstrats angeordnet und verschaltet werden können und mit elektrischer Energie versorgt werden können, existiert zumindest eine Durchkontaktierung V, über die Schaltungskomponenten an der Oberseite mit dem Energiespeicher ES an der Unterseite verschaltbar sind.
Unabhängig von der jeweiligen Lage des Energiespeichers im Trägersubstrat, an der Oberseite des Trägersubstrats oder an der Unterseite des Trägersubstrats kann sich der Energiespei¬ cher ES im Wesentlichen über die gesamte Breite der Leiter- platte LP erstrecken. Es ist auch möglich, dass der Energiespeicher lediglich einen Bereich der Grundfläche der Leiterplatte einnimmt.
Die Bauform des Energiespeichers ES als Lagenstapel aus dün- nen Schichten ermöglicht eine extrem niedrige Höhe, sodass eine hohe spezifische Energiedichte erhalten wird. Die Bau¬ höhe der Leiterplatte und damit die Bauhöhe eines zugehörigen elektrischen Bauelements wird durch die zusätzlichen Schichten des Energiespeichers praktisch nicht beeinflusst.
Figur 4 zeigt die Möglichkeit einer Anordnung des Lagensta¬ pels des Energiespeichers ES: Der Energiespeicher hat eine erste Elektrode ELI und eine zweite Elektrode EL2 in einer jeweiligen zugehörigen Elektrodenlage. Zwischen den Elektro- den ist eine Zwischenlage ZL mit einem Elektrolyt angeordnet. Der Elektrolyt besteht ebenfalls aus einem Festkörper und ist im Wesentlichen durchlässig für Ionen, aber nicht für Elektronen . Es ist möglich, dass zumindest eine der beiden Elektroden, z. B. die erste Elektrode ELI oder - wie in Figur 4 gezeigt - die zweite Elektrode EL2, mit einem Massepotenzial verschal¬ tet ist. Dann kann die erste Elektrode ELI über eine Durch- kontaktierung V ein vom Massepotenzial verschiedenes elektri- sches Potenzial an der Oberseite zur Verfügung stellen.
Figur 5 zeigt die Möglichkeit, den Energiespeicher ES als La¬ genstapel mit fünf Lagen auszugestalten. Zusätzlich zur ersten Elektrode ELI, zur Zwischenlage ZL und zur zweiten Elekt¬ rodenlage EL2 gibt es eine erste aktive Lage ALI und eine zweite aktive Lage AL2. Die erste aktive Lage ALI ist zwi¬ schen der Elektrodenlage mit der ersten Elektrode ELI und der Zwischenlage ZL mit dem Elektrolyt E angeordnet. Die zweite aktive Lage AL2 ist zwischen dem Elektrolyt E in der Zwischenlage ZL und der zweiten Elektrode EL2 angeordnet. Die erste und die zweite aktive Lage sind vorzugsweise leitend bezüglich Ionen. Sie können auch leitend bezüglich Elektronen sein. Allerdings ist es auch möglich, dass sie für Elektronen nicht leitend sind.
Figur 6 zeigt die Möglichkeit, verschiedene Lagenstapel des Energiespeichers zu kombinieren. Ein erster Lagenstapel LSI, ein zweiter Lagenstapel LS2 und ein dritter Lagenstapel LS3 sind übereinander angeordnet. Jeder Lagenstapel hat eine erste Elektrode in einer Elektrodenlage und eine zweite
Elektrode in einer von der ersten Elektrodenlage verschiede¬ nen Elektrodenlage. Zusätzlich hat jeder Lagenstapel einen Elektrolyt zwischen den Elektroden. Nebeneinander angeordnete Lagenstapel können sich Material einer Elektrode teilen. So teilen sich der erste Lagenstapel LSI und der zweite Lagen¬ stapel LS2 Material einer Elektrode, nämlich der zweiten Elektrode EL2 des ersten Lagenstapels und der ersten Elekt¬ rode des zweiten Lagenstapels LS2.
Insgesamt ergeben die drei Lagenstapel LSI, LS2, LS3 einen ersten Block Bl . Ein Teil der Elektroden der verschiedenen Lagenstapel im ersten Block sind an einer ersten Elektrode des Blocks zusammengeführt. Die übrigen Elektroden der Lagen¬ stapel sind an einer zweiten Elektrode zusammengeführt. Über
diese Elektroden des Blocks Bl stellt der erste Block Bl die zwei unterschiedlichen Potenziale PI, P2 zur Verfügung.
Die drei Lagenstapel stellen einzelne Batterie-Elemente dar, die innerhalb des ersten Blocks Bl parallel geschaltet sind.
Über Durchkontaktierungen V sind elektrische Komponenten EKl, EK2 an der Oberseite der Leiterplatte LP mit Metallisierungen M in Metallisierungslagen ML im Inneren des Trägersubstrats TS verbunden und verschaltet. So kann die im Energiespeicher gespeicherte elektrische Energie zur Versorgung elektrischer Komponenten an der Oberseite der Leiterplatte LP dienen.
Metallisierungen unterschiedlicher Metallisierungslagen ML können dabei durch dielektrisches Material des Trägersub¬ strats TS elektrisch voneinander getrennt sein.
Figur 7 zeigt die Möglichkeit, unterschiedliche Blöcke in der Leiterplatte vorzusehen. Ein erster Block Bl hat drei ver- schiedene Lagenstapel. Ein zweiter Block B2 hat drei ver¬ schiedene Lagenstapel und ein dritter Block B3 hat drei ver¬ schiedene Lagenstapel. Der erste Block Bl stellt an seinen Außenelektroden zwei verschiedene elektrische Potenziale P3, P4 zur Verfügung. Der zweite Block B2 stellt an seinen Au- ßenelektroden eine Spannung zur Verfügung, die der Differenz der elektrischen Potenziale P3 und P2 entspricht. Der dritte Block B3 stellt an seinen Außenelektroden eine Spannung zur Verfügung, die der Potenzialdifferenz zwischen den Potenzialen PI und P2 entspricht.
So stellen die drei Blöcke Bl, B2 und B3 drei Spannungen zur Verfügung. Die Spannungen können durch Serienschaltungen addiert werden.
Es ist möglich, dass elektrische Komponenten EK3, EK4 an der Oberseite der Leiterplatte LP über Metallisierungen und
Durchkontaktierungen mit den unterschiedlichen elektrischen Potenzialen verbunden sind.
Entsprechend können geeignet angeordnete Lagenstapel und Blö¬ cke dazu dienen, unterschiedliche Spannungen und unterschied¬ liche elektrische Kapazitäten für unterschiedliche Bedürf¬ nisse der unterschiedlichen elektrischen Komponenten zur Ver- fügung zu stellen.
Figur 8 zeigt die Möglichkeit, eine entsprechende Leiter¬ platte LP als Teil eines elektrischen Bauelements EB vorzuse¬ hen. Zusätzlich zu elektrischen Komponenten EK3, EK4, die der Leiterplatte zugeordnet werden können, können weitere Schal¬ tungskomponenten SK mit der Leiterplatte verbunden und verschaltet sein und von dem Energiespeicher der Leiterplatte elektrische Leistung beziehen. Ein Gehäuse G kann elektrische Komponenten und Schaltungskomponenten an der Oberseite der Leiterplatte vor schädlichen äußeren Einflüssen schützen.
Die Leiterplatte, das elektrische Bauelement und Verfahren zur Herstellung der Leiterplatte sind nicht auf die gezeigten Ausführungsformen oder auf gezeigte technische Details be- schränkt. Eine Leiterplatte kann beispielsweise weitere La¬ gen, Lagenstapel, Blöcke und Energiespeicher unter einem Trägersubstrat, im Trägersubstrat oder auf dem Trägersubstrat o- der zusätzliche elektrische Komponenten oder Schaltungskompo¬ nenten umfassen.
Bezugs zeichenliste
ALI : erste aktive Lage
AL2 : zweite aktive Lage
Bl, B2, B3: erster, zweiter, dritter Block
D: dielektrisches Material
DL: dielektrische Lage
E: Elektrolyt
EB: elektrisches Bauelement
EK1, EK2: erste, zweite elektrische Komponente
EK3, EK4: dritte, vierte elektrische Komponente
ELI : erste Elektrode in einer ersten Elektrodenlage
EL2 : zweite Elektrode in einer zweiten Elektro¬ denlage
ES : Energiespeieher
G: Gehäuse
LP: Leiterplatte
LSI, LS2, LS3: erster, zweiter, dritter Lagenstapel
M: Metallisierung
ML: Metallisierungslage
PI, P2, P3, P4: erstes, zweites, drittes, viertes elektri¬ sches Potenzial
SK: Schaltungskomponente
TS : Trägersubstrat
V: Durchkontaktierung, Via
ZL: Zwischenlage