Kontrolle von Aufenthaltsdauer und Aufenthaltsbereich
Gebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft unter anderem Verfahren, Vorrichtungen, Systeme und Programme, welche zur Kontrolle insbesondere der Aufenthaltsdauer und des Aufenthaltsbereichs dienen, wenn eine Person eine Aktion durchführt, beispielsweise wenn ein Zusteller eine Sendung zustellt oder abholt.
Hintergrund der Erfindung
Es besteht häufig das Erfordernis, dass ein Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung zuhause angetroffen werden muss, da ein Zugang zum Haus oder zur Wohnung notwendig ist. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn eine Sendung entgegengenommen werden soll oder wenn Handwerker, beispielsweise zur Durchführung einer Reparatur oder zum Ablesen der Heizung, Zutritt zum Haus oder zu der Wohnung benötigen. Nicht zuletzt aufgrund der stetig wachsenden Mobilität der Bevölkerung wird es jedoch zunehmend schwieriger, Personen insbesondere zu den üblichen Geschäftszeiten zuhause anzutreffen, um die aufgeführten Dienstleistungen durchführen zu können.
Im Bereich der Zustellung von Sendungen gibt es zwar Lösungen, welche ohne die Anwesenheit des entsprechenden Bewohners auskommen. Beispielsweise können Sendungen bei Nachbarn abgegeben werden. Hierdurch kann jedoch der Aufwand und Zeitbedarf sowohl beim Zusteller als auch beim Empfänger, der die Sendung nun beim Nachbarn abholen muss, erhöht werden. Alternativ ist es möglich, dass Sendungen an einen Paketautomaten geliefert werden, was jedoch ebenfalls erfordert, dass der
Empfänger die Sendung dort abholen muss. Dies kann aber ebenfalls für den Empfänger den Aufwand erhöhen und den Komfort verringern.
Somit steigt der Bedarf, auch ohne die Anwesenheit der jeweiligen Person Sendungen direkt beim Empfänger zustellen zu können bzw. Sendungen beim Versender abholen zu können, sowohl auf Seiten des Senders bzw. Empfängers als auch seitens der Zusteller. Denn die Personen, bei denen die entsprechende Dienstleistung durchgeführt werden soll,
verlangen nach mehr Komfort, während die Zusteller aus Rentabilitätsgründen
Fehlfahrten möglichst vermeiden wollen.
Selbst wenn die Bewohner den Dienstleistern auch bei eigener Abwesenheit Zutritt zum eigenen Haus oder zur eigenen Wohnung gewähren würden (beispielsweise durch Dritte oder mittels eines Zweitschlüssels), ist dann jedoch weiterhin problematisch, dass die Bewohner eine gewisse Sicherheit verlangen, dass die Dienstleister lediglich zur Durchführung ihrer Dienstleistung den Zutritt erhalten. Allgemeine Beschreibung einiger beispielhafter Ausführungsformen der Erfindung
Verschiedene Ausführungsformen der Erfindung ermöglichen die Durchführung von Dienstleistungen durch Dritte, auch wenn die zuständige Person (etwa der Bewohner des Hauses oder der Wohnung) nicht anwesend ist. Verschiedene Ausführungsformen der Erfindung können insbesondere die Zustellung oder das Abholen von Sendungen derart ausgestalten und weiterbilden, dass Sendungen sicher und für den Kunden komfortabel zugestellt und/oder abgeholt werden können.
Gemäß einem ersten Aspekt wird ein beispielhaftes Verfahren, ausgeführt durch zumindest eine Vorrichtung, offenbart, das Verfahren umfassend:
- Prüfen, ob sich eine Person zur Durchführung einer Aktion weniger oder nicht mehr als eine vordefinierte Zeitdauer in einem Gebäude oder Gebäudeabschnitt aufgehalten hat und/oder lediglich in einem vordefinierten Bereich eines Gebäudes oder Gebäudeabschnitts aufgehalten hat, wobei das Gebäude oder der Gebäudeabschnitt über einen gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugang zugänglich ist.
Gemäß einem zweiten Aspekt wird ein beispielhaftes Verfahren, ausgeführt durch zumindest eine Vorrichtung, offenbart, das Verfahren umfassend:
Prüfen, ob sich eine Person zur Durchführung einer Aktion weniger oder nicht mehr als eine vordefinierte Zeitdauer in einem Gebäude oder Gebäudeabschnitt aufgehalten hat, wobei das Gebäude oder der Gebäudeabschnitt über einen gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugang zugänglich ist.
Gemäß einem dritten Aspekt wird ein beispielhaftes Verfahren, ausgeführt von zumindest einer Vorrichtung, offenbart, das Verfahren umfassend:
Erhalten von Information zum Entsichern oder indikativ für ein erfolgtes
Entsichern eines gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugangs, über den ein Gebäude oder Gebäudeabschnitt zugänglich ist; und
Bereitstellen von einem oder mehreren Signalen, welche ein Ableiten einer Position in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt ermöglichen.
Eine beispielhafte Vorrichtung umfasst Mittel zur Ausführung eines oder mehrerer der beispielhaften Verfahren gemäß den unterschiedlichen Aspekten oder ist zu dessen Ausführung eingerichtet.
Eine weitere beispielhafte Vorrichtung umfasst zumindest einen Prozessor und zumindest einen Speicher, wobei in dem Speicher ein Programm umfassend Programmanweisungen gespeichert ist, wobei der Speicher und das Programm eingerichtet sind, um, mit dem Prozessor, die Vorrichtung zumindest zu veranlassen, eines oder mehrere der
beispielhaften Verfahren gemäß den unterschiedlichen Aspekten auszuführen, wenn das Programm auf dem Prozessor ausgeführt wird. Unter einem Prozessor soll zum Beispiel eine Kontrolleinheit, ein Mikroprozessor, eine Mikrokontrolleinheit wie ein
Mikrocontroller, ein digitaler Signalprozessor (DSP), eine anwendungsspezifische
Integrierte Schaltung (ASIC) oder ein Field Programmable Gate Arrays (FPGA) verstanden werden.
Zum Beispiel umfasst eine beispielhafte Vorrichtung ferner Mittel zum Speichern von Informationen wie einen Programmspeicher und/oder einen Hauptspeicher. Zum Beispiel umfasst eine beispielhafte erfindungsgemäße Vorrichtung ferner jeweils Mittel zum Empfangen und/oder Senden von Informationen über ein Netzwerk wie eine
Netzwerkschnittstelle. Zum Beispiel sind beispielhafte erfindungsgemäße Vorrichtungen über ein oder mehrere Netzwerke miteinander verbunden und/oder verbindbar.
Eine beispielhafte Vorrichtung gemäß dem ersten, zweiten oder dritten Aspekt ist etwa eine Datenverarbeitungsanlage, die softwaremäßig und/oder hardwaremäßig eingerichtet ist, um die jeweiligen Schritte eines beispielhaften Verfahrens gemäß dem entsprechenden Aspekt ausführen zu können. Beispiele für eine Datenverarbeitungsanlage sind ein
Computer, ein Desktop-Computer, ein Server, ein Thinclient und/oder ein tragbarer Computer, wie etwa ein Laptop-Computer, ein Tablet-Computer, ein Wearable, ein persönlicher digitaler Assistent oder ein Smartphone. Beispielsweise ist oder umfasst eine beispielhafte Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt (auch erste Vorrichtung genannt) ein tragbares Gerät oder ein(en) Teil hiervon. Unter einem tragbaren Gerät wird insbesondere verstanden, dass dieses weniger als 5 kg, insbesondere weniger als 1kg wiegt. Die Vorrichtung ist beispielsweise ein Endgerät. Beispielsweise ist das tragbare Gerät ein Computer, ein Laptop, ein Tablet, ein
Mobiltelefon, ein PDA, eine Smartwatch oder ein Handscanner. Beispielsweise ist eine Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt dazu eingerichtet, Signale gemäß dem IEEE- 802.11-Standard fWLAN), dem Bluetooth (Low Energy)-Standard und/oder dem NFC- Standard zu senden und/oder empfangen. Beispielsweise ist oder umfasst eine beispielhafte Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt (auch zweite Vorrichtung genannt) ein(en) Server oder ein(en) Teil hiervon.
Beispielsweise umfasst eine Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt eine Datenbank oder kann Daten mit dieser austauschen. Beispielsweise ist oder umfasst eine beispielhafte Vorrichtung gemäß dem dritten Aspekt (auch dritte Vorrichtung genannt) ein elektronisches Schloss, ein Beacon oder ein(en) Teil hiervon. Unter einem Beacon wird insbesondere ein Gerät verstanden, welches wiederholt (insbesondere periodisch) (Identifikations-)signale aussenden kann („broadcasting"), insbesondere basierend auf der Bluetooth-Technologie. Diese Signale können dann von in der Nähe befindlichen (tragbaren) elektronischen Geräten empfangen werden.
Beispielsweise ist ein Bluetooth-Beacon ein Bluetooth-Beacon, welcher den Bluetooth- Low-Energy-Modus unterstützt, oder ein Bluetooth-Low-Energy-Beacon. Ein Bluetooth- Beacon kann beispielsweise jeglicher Bluetooth-Beacon sein, der aktuellen oder zukünftigen Standards entspricht. Alternativ oder zusätzlich kann ein Beacon auch entsprechende Signale empfangen. Es versteht sich jedoch, dass auch andere Typen von Beacons verwendet werden können, etwa Geräte, welche Ultraweitband(UWB)-Signale, Ultraschallsignale oder andere Funksignale senden. Ein Beacon kann beispielsweise ein eigenständiges Gerät oder in ein anderes Gerät integriert oder an diesem angebracht sein.
Unter einem elektronischen Schloss wird insbesondere ein Schloss verstanden, welches auf elektrischem Strom basierend funktioniert. Ein elektronisches Schloss kann insbesondere basierend auf einer Authentifikation und ohne die Verwendung eines physikalischen Schlüssels betätigt (das heißt insbesondere entsichert, entriegelt, geöffnet bzw. gesichert, verriegelt, geschlossen) werden. Die Authentifikation erfolgt
beispielsweise basierend auf einer Zugangsberechtigungsinformation, etwa einem nummerischen Code, einem Passwort, einer Passphrase oder biometrischer Information. Die Zugangsberechtigungsinformation kann auch in einem tragbaren Gerät (etwa eine Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt) gespeichert sein und mittels Infrarot-, Bluetooth-, RFID- und/oder NFC-Technologie an das elektronische Schloss übertragen werden. Ein beispielhaftes elektronisches Schloss kann insbesondere die Funktionalität eines Beacons, wie zuvor beschrieben, aufweisen oder einen solchen umfassen.
Beispielsweise umfasst ein beispielhaftes System gemäß der Erfindung eine oder mehrere Vorrichtungen eingerichtet zur Ausführung oder umfassend Mittel zur Ausführung eines oder mehrerer der beispielhaften Verfahren gemäß den unterschiedlichen Aspekten.
Ein weiteres beispielhaftes System gemäß der Erfindung umfasst
eine oder mehrere Vorrichtungen eingerichtet zur Ausführung oder umfassend Mittel zur Ausführung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt;
eine oder mehrere Vorrichtungen eingerichtet zur Ausführung oder umfassend Mittel zur Ausführung des Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt; und/oder eine oder mehrere Vorrichtungen eingerichtet zur Ausführung oder umfassend Mittel zur Ausführung des Verfahrens gemäß dem dritten Aspekt.
Ein beispielhaftes erfindungsgemäßes Programm gemäß der Erfindung umfasst
Programmanweisungen, um eines oder mehrere der beispielhaften Verfahren gemäß den unterschiedlichen Aspekten zumindest teilweise auszuführen, wenn das Programm auf einem Prozessor ausgeführt wird.
Ein beispielhaftes Programm gemäß der Erfindung kann in oder auf einem
computerlesbaren Speichermedium gespeichert sein, welches eines oder mehrere beispielhafte Programme enthält und z.B. als magnetisches, elektrisches, elektromagnetisches, optisches und/oder andersartiges Speichermedium ausgebildet ist. Ein
solches computerlesbares Speichermedium ist vorzugsweise gegenständlich (also „berührbar"), zum Beispiel ist es als Datenträgervorrichtung ausgebildet. Eine solche Datenträgervorrichtung ist beispielsweise tragbar oder in einer Vorrichtung fest installiert. Beispiele für eine solche Datenträgervorrichtung sind flüchtige oder nicht- flüchtige Speicher mit wahlfreiem-Zugriff (RAM) wie z.B. NOR-Flash-Speicher oder mit sequentiellen-Zugriff wie NAND-Flash-Speicher und/oder Speicher mit Nur-Lese-Zugriff (ROM) oder Schreib-Lese-Zugriff. Computerlesbar soll zum Beispiel so verstanden werden, dass das Speichermedium von einem Computer bzw. einer Datenverarbeitungsanlage (aus)gelesen und/oder beschrieben werden kann, beispielsweise von einem Prozessor.
In Bezug auf die unterschiedlichen Aspekte der Erfindung ist die Person beispielsweise ein Dienstleister, insbesondere ein Zusteller oder Lieferant. Beispielsweise ist die von der Person durchzuführende Aktion eine Dienstleistung, welche insbesondere einen Zugang zu dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt erfordert. Beispielsweise ist die Aktion ein Zustellen oder ein Abholen einer Sendung oder einer Lieferung.
Das Gebäude ist beispielsweise ein (Wohn-) Haus, insbesondere ein Einfamilienhaus oder ein Mehrfamilienhaus. Ebenfalls ist möglich, dass das Gebäude ein Bürogebäude, eine Lagerhalle oder eine Garage ist. Dementsprechend kann ein Gebäudeabschnitt ein
Abschnitt derartiger Gebäude sein. Insbesondere kann ein Gebäudeabschnitt eine separate Einheit, etwa eine Wohnung oder ein Treppenhaus eines Gebäudes, etwa eines
Mehrfamilienhauses, sein. Ebenfalls kann ein Gebäudeabschnitt ein Raum oder ein Büro eines Gebäudes sein. Ein vordefinierter Bereich eines Gebäudes oder Gebäudeabschnitts kann dementsprechend ein Teil eines Gebäudes oder Gebäudeabschnitts sein,
beispielsweise umfassend ein oder mehrere Räume oder lediglich ein Teil eines Raumes. Beispielsweise kann der vordefinierte Bereich der Eingangsbereich eines Gebäudes oder Gebäudeabschnitts sein oder diesen umfassen. Beispielsweise ist der vordefinierte Bereich ein zugangs-naher (beispielsweise tür-naher) Bereich des Gebäudes oder
Gebäudeabschnitts oder umfasst diesen. Ein vordefinierter Bereich ist beispielsweise ein zwei- oder dreidimensionaler Bereich des Gebäudes oder Gebäudeabschnitts.
Beispielsweise beträgt der vordefinierte Gebäudeabschnitt wenige Quadratmeter. Das Gebäude, der Gebäudeabschnitt und/oder der vordefinierte Bereich können
beispielsweise nicht-öffentlich (wie etwa ein Wohnhaus, eine Wohnung oder ein Teil hiervon) oder teil -öffentlich (Beispielsweise ein Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses)
sein. Durch ein Prüfen, ob sich die Person lediglich in einem vordefinierten Bereich eines Gebäudes oder Gebäudeabschnitts aufgehalten hat, kann erreicht werden, dass sich eine Person nur in dem Bereich aufhält, in dem sie sich zur Durchführung der Aktion aufhalten muss.
Eine vordefinierte Zeitdauer ist beispielsweise eine vordefinierte Zeitdauer im Bereich von Stunden, Minuten oder Sekunden. Beispielsweise liegt die vordefinierte Zeitdauer zwischen einem Minimalwert und einem Maximalwert, beispielsweise liegt die vordefinierte Zeitdauer in einem Bereich von 1 Sekunde bis 10 Minuten. Durch ein Prüfen, ob sich eine Person zur Durchführung einer Aktion weniger oder nicht mehr als eine vordefinierte Zeitdauer in einem Gebäude oder Gebäudeabschnitt aufgehalten hat, kann erreicht werden, dass eine Person sich nur solange in dem Gebäude oder
gebäudeabschnitt aufhält, wie es für die Durchführung der Aktion notwendig ist. Die vordefinierte Zeitdauer gemäß dem ersten Aspekt und gemäß dem zweiten Aspekt können gleiche oder unterschiedliche Zeitdauern sein. Beispielsweise ist die vordefinierte Zeitdauer gemäß dem ersten Aspekt kürzer als die vordefinierte Zeitdauer gemäß dem zweiten Aspekt. Beispielsweise ist die vordefinierte Zeitdauer gemäß dem ersten Aspekt gleich der vordefinierten Zeitdauer gemäß dem zweiten Aspekt. Beispielsweise liegt die vordefinierte Zeitdauer gemäß dem ersten Aspekt im Bereich von Sekunden
(beispielsweise 15 Sekunden oder 60 Sekunden). Beispielsweise liegt die vordefinierte Zeitdauer gemäß dem zweiten Aspekt im Bereich von Minuten (beispielsweise 1 Minute oder 5 Minuten). Zur Durchführung der Aktion kann die Person insbesondere über den gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugang in das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt gelangen. Der Zugang ist bevorzugt eine Tür, beispielsweise eine Wohnungstür, eine Haustür oder eine Aufzugstür. Ebenfalls ist denkbar, dass der Zugang ein Tor ist. Der Zugang ist beispielsweise dadurch gesichert werden, dass der Zugang verschlossen werden kann, beispielsweise mittels eines elektronischen Schlosses, insbesondere wie in Bezug auf eine Vorrichtung gemäß dem dritten Aspekt beschrieben. Beispielsweise kann der Zugang in dem Fall lediglich durch eine Drückerbetätigung (etwa Herunterdrücken der Klinke) geöffnet werden. Ist beispielsweise außen kein Drücker vorgesehen, kann der Zugang nur von innen, nicht jedoch von außen geöffnet werden. Ebenfalls kann der
Zugang beispielsweise dadurch gesichert werden, indem der Zugang mittels des
(elektronischen) Schlosses verriegelt (auch versperrt, zugesperrt oder abgeschlossen genannt) wird. Beispielsweise ist der Zugang dann zusätzlich durch einen starren Riegel gesichert, welcher in eine passende Aussparung greift. Insbesondere kann der Zugang dann nicht lediglich durch eine Drückerbetätigung geöffnet werden, sondern muss zunächst entriegelt werden.
Unter einem Prüfen, ob sich eine Person zur Durchführung einer Aktion weniger oder nicht mehr als eine vordefinierte Zeitdauer in einem Gebäude oder Gebäudeabschnitt aufgehalten hat und unter einem Prüfen, ob sich die Person lediglich in einem
vordefinierten Bereich eines Gebäudes oder Gebäudeabschnitts aufgehalten hat, wird auch verstanden, dass das Prüfen anhand einer Vorrichtung erfolgen kann, bei der davon ausgegangen werden kann, dass die Person die Vorrichtung bei sich trägt. Mit anderen Worten kann aufgrund der Assoziation der Person mit der entsprechenden Vorrichtung davon ausgegangen werden, dass die in Bezug auf die entsprechende Vorrichtung ermittelten Prüfergebnisse auf die mit der Vorrichtung assoziierte Person übertragen werden kann. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt handeln. In Bezug auf die unterschiedlichen Aspekte kann ein Bereitstellen (von Information) insbesondere in einem Senden (der Information) bestehen oder dieses umfassen. Ein Erhalten (von Information) kann insbesondere in einem Empfangen (der Information) bestehen oder dieses umfassen. Ein Bereitstellen, Erhalten, Senden und/oder Empfangen kann insbesondere über eine kabelgebundene oder eine kabellose Verbindung mit einem Kommunikationssystem erfolgen, beispielsweise über eine Kommunikationsschnittstelle. Beispiele für ein Kommunikationssystem sind ein lokales Netzwerk (LAN), ein
großräumiges Netzwerk (WAN), ein drahtloses Netzwerk (beispielsweise gemäß dem IEEE-802.11-Standard, dem Bluetooth (LE)-Standard und/oder dem NFC-Standard), ein drahtgebundenes Netzwerk, ein Mobilfunknetzwerk, ein Telefonnetzwerk und/oder das Internet.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt umfasst das Verfahren weiterhin:
Anfordern von Zugangsberechtigungsinformation zur Ermöglichung eines Zutritts für die Person zur Durchführung der Aktion in das Gebäude oder den
Gebäudeabschnitt über den gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugang.
Die Zugangsberechtigungsinformation kann der Person insbesondere ermöglichen, den gesicherten Zugang zu entsichern und somit Zutritt zu dem Gebäude oder
Gebäudeabschnitt zu erlangen. Das Anfordern kann insbesondere über eine verschlüsselte Kommunikation erfolgen. Beispielsweise wird das Anfordern von der Person mittels einer Benutzereingabe an einer Vorrichtung (etwa gemäß dem ersten Aspekt) ausgelöst. Die Zugangsberechtigungsinformation wird beispielsweise von einer Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt (zum Beispiel einem entfernten Server) angefordert.
Entsprechend umfasst gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt das Verfahren weiterhin:
Erhalten einer Anforderung von Zugangsberechtigungsinformation zur
Ermöglichung eines Zutritts für die Person zur Durchführung der Aktion in das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt über den gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugang.
Wie beschrieben wird die Anforderung insbesondere von einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt gesendet, insbesondere über eine verschlüsselte Kommunikation.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt umfasst das Verfahren weiterhin:
Ermitteln von für die Position der Person repräsentativen Positionsinformation;
Bereitstellen der ermittelten, für die Position der Person repräsentativen
Positionsinformation.
Beispielsweise wird die Positionsinformation auf Basis eines Kommunikationsnetzwerkes ermittelt, beispielsweise auf Basis eines drahtlosen Netzwerks, wie einem Mobilfunknetz (beispielsweise ein GSM-Netz). Beispielsweise wird die Positionsinformation auf Basis eines globalen Navigationssatellitensystems (etwa NAVSTAR GPS, GLONASS oder Galileo) ermittelt. Hierzu kann eine Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt beispielsweise
entsprechende Signale des Systems bzw, des Netzes empfangen und auswerten. Da davon ausgegangen werden kann, dass die Person eine Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt bei sich trägt, ist die ermittelte Positionsinformation repräsentativ für die Position der Person. Die ermittelte Positionsinformation wird dann beispielsweise bereitgestellt und insbesondere an eine Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt gesendet. Beispielsweise umfasst das Anfordern einer Zugangsberechtigungsinformation ein Senden der ermittelten Positionsinformation. Dies ermöglicht beispielsweise eine serverseitige Plausibilitätsprüfung, insbesondere ob sich die die Zugangsberechtigungsinformation anfordernde Person tatsächlich vor dem entsprechenden Gebäude oder Gebäudeabschnitt aufhält, für das die Zugangsberechtigungsinformation angefordert wird.
Entsprechend umfasst gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt das Verfahren weiterhin:
Erhalten von für die Position der Person repräsentativen Positionsinformation; - Prüfen der Plausibilität der erhaltenen, für die Position der Person repräsentativen
Positionsinformation und der angeforderten Zugangsberechtigungsinformation.
Wie bereits ausgeführt ermöglicht die erhaltene (beispielsweise von einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt empfangene) Positionsinformation ein Prüfen der Plausibilität. Wird beispielsweise auf Basis der erhaltenen, für die Position der Person repräsentativen Positionsinformation festgestellt, dass sich die die Zugangsberechtigungsinformation anfordernde Person tatsächlich vor dem entsprechenden Gebäude oder Gebäudeabschnitt aufhält, für das die Zugangsberechtigungsinformation angefordert wird, ist die
Plausibilitätsprüfung erfolgreich. Im Falle einer positiven Plausibilitätsprüfung kann insbesondere ein Bereitstellen von Zugangsberechtigungsinformation erfolgen.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt umfasst das Verfahren daher weiterhin:
Bereitstellen von Zugangsberechtigungsinformation zur Ermöglichung eines Zutritts für die Person zur Durchführung der Aktion in das Gebäude oder den
Gebäudeabschnitt über den gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren
Zugang.
Die Zugangsberechtigungsinformation kann insbesondere an eine Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt gesendet werden. Beispielsweise ist die Zugangsberechtigungsinformation für die durchzuführende Aktion oder eine Berechtigung, die
Zugangsberechtigungsinformation für die durchzuführende Aktion bereitzustellen, in einem Datenspeicher einer Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt gespeichert.
Beispielsweise wurde hierzu (beispielsweise per Email, SMS oder Push-Message) eine Berechtigung erteilt. Beispielsweise wird die Zugangsberechtigungsinformation für die durchzuführende Aktion oder eine Berechtigung, die Zugangsberechtigungsinformation für die durchzuführende Aktion bereitzustellen, (manuell) freigegeben, wenn die
Anforderung der Zugangsberechtigungsinformation erhalten wird. Entsprechend kann das Verfahren gemäß dem zweiten Aspekt ein Prüfen umfassen, ob die
Zugangsberechtigungsinformation für die durchzuführende Aktion oder eine
Berechtigung, die Zugangsberechtigungsinformation für die durchzuführende Aktion bereitzustellen, vorliegt.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt umfasst das Verfahren weiterhin:
Erhalten von Zugangsberechtigungsinformation zur Ermöglichung eines Zutritts für die Person zur Durchführung der Aktion in das Gebäude oder den
Gebäudeabschnitt über den gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren
Zugang.
Die Zugangsberechtigungsinformation ermöglicht der Person den Zugang zu dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt. Beispielsweise ermöglicht die Zugangsberechtigungsinformation ein Entsichern des Zugangs, beispielsweise durch ein Entriegeln und/oder Aufschließen eines elektronischen Schlosses (zum Beispiel gemäß dem dritten Aspekt) des Zugangs. Die Zugangsberechtigungsinformation umfasst beispielsweise ein (digitales)
Authentifizierungsmerkmal. Beispielsweise umfasst die Zugangsberechtigungsinformation ein digitales Zertifikat oder basiert zumindest teilweise hierauf. Beispielsweise umfasst die Zugangsberechtigungsinformation ein Passwort oder einen Passcode.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt umfasst die erhaltene Zugangsberechtigungsinformation zur Ermöglichung eines Zutritts für die Person zur Durchführung der Aktion in das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt
über den gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugang Information repräsentativ für die vordefinierte Zeitdauer.
Eine Information repräsentativ für die vordefinierte Zeitdauer umfasst beispielsweise Daten, aus denen sich die vordefinierte Zeitdauer ermitteln lässt oder die die Zeitdauer (beispielsweise in Sekunden) angeben. Wird die vordefiniert Zeitdauer (erst) durch die erhaltene Zugangsberechtigungsinformation festgelegt kann die vordefinierte Zeitdauer variieren und insbesondere situationsabhängig bestimmt werden, beispielsweise für jede durchzuführende Aktion individuell an die jeweilige Person übertragen werden.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt umfasst das Verfahren weiterhin:
Bereitstellen von Zugangsberechtigungsinformation basierend zumindest auf der erhaltenen Zugangsberechtigungsinformation zur Ermöglichung eines Zutritts für die Person zur Durchführung der Aktion in das Gebäude oder den
Gebäudeabschnitt über den gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren
Zugang.
Die bereitgestellte Zugangsberechtigungsinformation kann beispielsweise der erhaltenen Zugangsberechtigungsinformation entsprechen oder diese umfassen. Beispielsweise wird die Zugangsberechtigungsinformation an eine Vorrichtung gemäß dem dritten Aspekt (zum Beispiel ein elektronisches Schloss) gesendet. Die Zugangsberechtigungsinformation wird beispielsweise mittels Funk kabellos übertragen. Wie bereits ausgeführt, kann die Zugangsberechtigungsinformation ein digitales Zertifikat umfassen oder zumindest teilweise hierauf basieren. Auch kann das Bereitstellen der
Zugangsberechtigungsinformation dadurch erfolgen, dass die
Zugangsberechtigungsinformation (beispielsweise ein Passwort oder ein Passcode) durch eine Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt der Person angezeigt wird, sodass die Person dann ein elektronisches Schloss des Zugangs entsichern kann. Bevorzugt ist die
Zugangsberechtigungsinformation nur einmalig verwendbar. Beispielsweise ist die Zugangsberechtigungsinformation nur in einem bestimmten Zeitraum verwendbar.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt umfasst das Bereitstellen der Zugangsberechtigungsinformation ein Bereitstellen von
Information repräsentativ für die vordefinierte Zeitdauer. Beispielsweise werden Daten, welche repräsentativ für die vordefinierte Zeitdauer sind, von einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt an eine Vorrichtung gemäß dem dritten Aspekt gesendet. Eine Vorrichtung gemäß dem dritten Aspekt (zum Beispiel ein elektronisches Schloss oder ein Beacon) kann dann für die vordefinierte Zeitdauer (wiederholt oder periodisch) Signale aussenden, welche beispielsweise ein Ableiten einer Position einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt (und damit der Person) in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt ermöglichen. Dadurch kann während der vordefinierten Zeitdauer ein Prüfen, ob sich die Person zur Durchführung der Aktion lediglich in einem vordefinierten Bereich eines Gebäudes oder Gebäudeabschnitts aufgehalten hat, unterstützt werden.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt ist die vordefinierte Zeitdauer auf Basis von aktionsspezifischer Information in Bezug auf die jeweilige durchzuführende Aktion und/oder auf Basis von Erfahrungswerten in Bezug auf bereits durchgeführte Aktionen bestimmt.
Beispielsweise wird die vordefinierte Zeitdauer auf Basis von aktionsspezifischer Information in Bezug auf die jeweilige durchzuführende Aktion und/oder auf Basis von Erfahrungswerten in Bezug auf bereits durchgeführte Aktionen im Rahmen einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt bestimmt.
In dieser Hinsicht umfasst gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt das Verfahren weiterhin:
Ermitteln der vordefinierten Zeitdauer auf Basis aktionsspezifischer Information in Bezug auf die jeweilige durchzuführende Aktion und/oder auf Basis von Erfahrungswerten in Bezug auf bereits durchgeführte Aktionen
Unter einer aktionsspezifischen Information wird eine Information verstanden, die für die konkret durchzuführende Aktion spezifisch ist und insbesondere eine benötigte
Aufenthaltsdauer der Person in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt beeinflusst oder beeinflussen kann. Ist die durchzuführende Aktion beispielsweise ein Zustellen oder Abholen einer oder mehrere Sendungen (beispielsweise von Paketen), dann kann die aktionsspezifische Information beispielsweise eine Information über die Anzahl der zuzustellenden oder abzuholenden Sendungen sein. Eine größere Anzahl von Sendungen
kann dann die vordefinierte Zeitdauer vergrößern. Ebenfalls kann die aktionsspezifische Information das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt betreffen, in dem die Aktion durchzuführen ist. Beispielsweise kann die Lage (zum Beispiel Etage) des
Gebäudeabschnitts (etwa der Wohnung) die vordefinierte Zeitdauer beeinflussen, da etwa ein Zustellen oder Abholen einer (oder mehrerer) Sendung(en) in eine weiter oben gelegene Etage mehr Zeit beanspruchen kann. Alternativ oder zusätzlich kann die vordefinierte Zeitdauer auf Basis von Erfahrungswerten in Bezug auf bereite
durchgeführte Aktionen bestimmt sein. Beispielsweise können Informationen über durchgeführte Aktionen gleicher Art (beispielsweise eine Zustellung einer bestimmten Anzahl von Sendungen) berücksichtigt werden. Beispielsweise können Informationen über durchgeführte Aktionen in demselben oder einem ähnlichen Gebäude oder
Gebäudeabschnitt (beispielsweise eine Zustellung in dieselbe Wohnung oder in eine Wohnung auf der gleichen Etage) berücksichtigt werden.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt umfasst das Verfahren weiterhin:
Erhalten von Information indikativ für ein erfolgtes Entsichern des gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugangs.
Wie bereits ausgeführt kann ein Entsichern durch ein Aufschließen, Entriegeln und/oder Öffnen des Zugangs (das heißt insbesondere eines elektronischen Schlosses) sein. Eine Information indikativ für ein erfolgtes Entsichern kann beispielsweise dadurch erhalten werden, dass ein entsprechendes Signal (insbesondere von einer Vorrichtung gemäß dem dritten Aspekt, etwa einem elektronischen Schloss) empfangen wird.
Insofern kann gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem dritten Aspekt das Verfahren weiterhin umfassen:
Bereitstellen von Information indikativ für ein erfolgtes Entsichern des gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugangs.
Eine Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt, welche die Information indikativ für ein erfolgtes Entsichern erhält, kann diese Information wiederum bereitstellen, beispielsweise an eine Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt senden. Dabei kann berücksichtigt werden, welche Kommunikationsverbindungen zur Verfügung stehen, also beispielsweise
ob die entsprechende Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt Zugang zum Internet hat (die Information kann dann beispielsweise über das Internet gesendet werden) oder nicht (die Information kann beispielsweise über das GSM-Mobilfunknetz, beispielsweise mittels SMS, gesendet werden].
Dementsprechend kann gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens auch gemäß dem zweiten Aspekt das Verfahren weiterhin umfassen:
Erhalten von Information indikativ für ein erfolgtes Entsichern des gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugangs.
Die Information indikativ für ein erfolgtes Entsichern des gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugangs kann dabei wie beschrieben von einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt gesendet werden. Alternativ ist auch möglich, dass die Information von einer Vorrichtung gemäß dem dritten Aspekt gesendet wird.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt umfasst das Verfahren weiterhin:
Ermitteln des Beginns einer Aufenthaltsdauer der Person in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt basierend zumindest auf der erhaltenen Information indikativ für ein erfolgtes Entsichern des gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugangs.
In dieser Hinsicht umfasst gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt das Verfahren weiterhin:
Ermitteln des Beginns einer Aufenthaltsdauer der Person in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt basierend zumindest auf dem Bereitstellen von
Zugangsberechtigungsinformation zur Ermöglichung eines Zutritts für die Person zur Durchführung der Aktion in das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt über den gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugang oder basierend zumindest auf dem Erhalten der Information indikativ für ein erfolgtes Entsichern des gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugangs.
Die erhaltene Information indikativ für ein erfolgtes Entsichern des gegenüber
unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugangs kann dazu verwendet werden, den Beginn
der Aufenthaltsdauer der Person in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt zu ermitteln. Beispielsweise entspricht der Beginn der Aufenthaltsdauer dem Zeitpunkt des erfolgten Entsicherns oder dem Zeitpunkt des Erhaltens der Information indikativ hierfür.
Beispielsweise wird ein Timer initialisiert (zum Beispiel gestartet und/oder
zurückgesetzt), welcher repräsentativ für die Aufenthaltsdauer der Person in dem
Gebäude oder Gebäudeabschnitt ist. Der Timer kann beispielsweise vorwärts laufen. Ein Prüfen, ob die Aufenthaltsdauer der Person in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt weniger oder nicht mehr als eine vordefinierte Zeitdauer beträgt, kann dann
beispielsweise ein Prüfen umfassen, ob der Timer geringer ist als die vordefinierte Zeitdauer. Alternativ ist denkbar, dass der Timer (beispielsweise beginnend mit der vordefinierten Zeitdauer) rückwärts läuft. Ein Prüfen, ob die Aufenthaltsdauer der Person in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt weniger oder nicht mehr als eine vordefinierte Zeitdauer beträgt, kann dann beispielsweise ein Prüfen umfassen, ob der Timer abgelaufen ist.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt umfasst das Verfahren weiterhin:
Bereitstellen von Information indikativ für den Beginn der durchzuführenden Aktion, wenn die Zugangsberechtigungsinformation zur Ermöglichung eines Zutritts für die Person zur Durchführung der Aktion in das Gebäude oder den
Gebäudeabschnitt über den gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugang bereitgestellt wurde oder wenn die Information indikativ für ein erfolgtes
Entsichern des gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugangs erhalten wurde.
Hierdurch können weitere Personen (beispielsweise ein Administrator oder ein Bewohner des Gebäudes oder des Gebäudeabschnitts) die Information erhalten, dass die
durchzuführende Aktion beginnt. Ebenfalls ist es möglich, die Information einer
Einbruchmeldeanlage oder einem Smart-Home-System bereitzustellen, damit
beispielsweise ein Fehlalarm durch die Einbruchmeldeanlage vermieden werden kann.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt umfasst das Verfahren weiterhin:
Erhalten von einem oder mehreren Signalen, welche ein Ableiten einer Position in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt ermöglichen;
wobei das Prüfen, ob sich die Person lediglich in dem vordefinierten Bereich des Gebäudes oder Gebäudeabschnitts aufgehalten hat, zumindest auf dem einen oder den mehreren erhaltenen Signalen basiert.
Das eine oder die mehreren Signal(e) können beispielsweise (ein) Signal(e) gemäß dem IEEE-802.11-Standard, (ein) Signal(e) gemäß dem Bluetooth (LE) -Standard, (ein) RFID- Signal(e) (beispielsweise gemäß dem NFC-Standard) und/oder (ein) Signal(e) eines Kommunikationsnetzes (zum Beispiel eines Mobilfunknetzes) sein. Das oder die Signal(e) können beispielsweise von einer (oder mehreren) Vorrichtung(en) gemäß dem dritten Aspekt (beispielsweise einem elektronischen Schloss und/oder einem oder mehreren (internetfähigen) Beacon(s)) gesendet werden. Um ein weiteres Beispiel zu nennen, können das oder die erhaltene(n) Signal(e) beispielsweise ebenfalls (ein) Signalfe) basierend auf dem Erdmagnetfeld (beispielsweise repräsentativ für die Stärke und/oder die Richtung des Erdmagnetfeldes) sein, welche ein Ableiten einer Position ermöglichen. Ebenfalls können Signale basierend auf dem Erdmagnetfeld dazu dienen, festzustellen, ob die Person das Gebäude betreten hat. Da das oder die Signal(e) ein Ableiten der Position in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt ermöglichen, ist insbesondere ein Ermitteln der Position einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt (und damit ein Ermitteln der Position der die Aktion durchführenden Person) möglich. Das oder die Signal(e) sind also insbesondere zumindest teilweise spezifisch oder charakteristisch (beispielsweise in Bezug auf die Signalstärke) für die Position, an der das oder die Signal(e) empfangen werden. Dabei können das oder die Signal(e) beispielsweise ein Ermitteln einer Position relativ zu dem Gebäude, dem
Gebäudeabschnitt oder der Erdoberfläche ermöglichen oder einer Position relativ zu einem Sender der Signale. Beispielsweise kann eine Position in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt relativ zu dem vordefinierten Bereich abgeleitet werden, insbesondere ob die Position in dem vordefinierten Bereich oder außerhalb des vordefinierten Bereichs liegt.
Das Gebäude, ein Gebäudeabschnitt oder ein Teil hiervon kann zuvor durch einen
Benutzer oder Bewohner in Bezug auf das oder die Signal(e) vermessen worden sein,
beispielsweise indem das oder die Signal(e) an unterschiedlichen (bekannten) Orten gemessen wurden. Beispielsweise wurde eine (digitale) Karte (zum Beispiel in Form einer sogenannten Radiomap basierend auf Funksignalen oder dem Erdmagnetfeld) erstellt, auf dessen Basis das Ableiten einer Position in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt ermöglicht wird.
Beispielsweise definiert ein Bereich, in dem das oder die Signale(e) (beispielsweise eines elektronischen Türschlosses) zu empfangen sind (beispielsweise oberhalb eines
Schwellwertes liegen), zumindest ein Teil des vordefinierten Bereichs, in dem sich die Person zur Durchführung der Aktion aufhalten darf (Erlaubnisbereich). Beispielsweise definiert ein Bereich, in dem das oder die Signale(e) nicht zu empfangen sind
(beispielsweise unterhalb eines Schwellwertes liegen), zumindest ein Teil des Bereichs, in dem sich die Person zur Durchführung der Aktion nicht aufhalten darf (Verbotsbereich). Ebenfalls ist denkbar, dass ein Bereich, in dem das oder die Signale(e) (beispielsweise eines Beacons) zu empfangen sind (beispielsweise oberhalb eines Schwellwertes liegen), zumindest ein Teil des Bereichs, in dem sich die Person zur Durchführung der Aktion nicht aufhalten darf (Verbotsbereich).
Beispielsweise sind mehrere Vorrichtungen (insbesondere gemäß dem dritten Aspekt) vorgesehen, welche entsprechende Signale senden können, beispielsweise ein elektrisches Türschloss und ein oder mehrere Beacons.
Insofern können das eine oder die mehreren Signal(e), welche ein Ableiten einer Position in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt ermöglichen, insbesondere durch ein Verfahren gemäß dem dritten Aspekt bereitgestellt werden, beispielsweise nach dem Erhalten von Information zum Entsichern oder indikativ für ein erfolgtes Entsichern eines gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugangs, über den ein Gebäude oder
Gebäudeabschnitt zugänglich ist. Beispielsweise werden das oder die Signale(e) nur für die vordefinierte Zeitdauer bereitgestellt. Das heißt nach Ablauf der vordefinierten Zeitdauer erfolgt vorzugsweise kein Bereitstellen des Signals oder der Signale mehr.
Somit kann wie bereits beschrieben gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem dritten Aspekt durch das Bereitstellen von dem einem oder den mehreren Signalen zumindest teilweise ein vordefinierter Bereich des Gebäudes oder Gebäudeabschnitts definiert werden, in dem sich eine Person zur Durchführung einer Aktion aufhalten darf.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt umfasst das Verfahren weiterhin:
Prüfen, ob die vordefinierte Zeitdauer verstrichen ist.
Auch gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt umfasst das Verfahren weiterhin:
Prüfen, ob die vordefinierte Zeitdauer verstrichen ist. Auf Basis eines Prüfens, ob die vordefinierte Zeitdauer verstrichen ist, kann das Prüfen, ob sich die Person weniger oder nicht mehr als die vordefinierte Zeitdauer in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt aufgehalten hat, erfolgen. Hierzu wurde beispielsweise zunächst ein Beginn der Aufenthaltsdauer der Person in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt ermittelt, beispielsweise ausgelöst durch ein Entsichern des gegen unbefugten Zutritt gesicherten Zugangs. Wird beispielsweise festgestellt, dass die vordefinierte Zeitdauer seit dem maßgeblichen Ereignis verstrichen ist, kann geprüft werden, ob die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt verlassen hat und/oder die Aktion erfolgreich durchgeführt wurde. Ebenfalls ist denkbar, dass geprüft wird, ob die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt verlassen hat und/oder die Aktion erfolgreich durchgeführt wurde, bevor geprüft wird, ob die vordefinierte Zeitdauer seit dem maßgeblichen Ereignis verstrichen ist.
Wie bereits ausgeführt sind die vordefinierte Zeitdauer gemäß dem ersten Aspekt und die vordefinierte Zeitdauer gemäß dem zweiten Aspekt vorzugsweise unabhängig
voneinander und sind insbesondere unterschiedlich.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt umfasst das Verfahren weiterhin:
Erhalten von Sensordaten eines oder mehrerer Sensoren, wobei die Sensordaten repräsentativ für ein Verhalten der Person sind;
Prüfen, ob basierend zumindest auf den Sensordaten die Person von einem vordefinierten Verhalten abweicht.
Ein Sensor des einen oder der mehreren Sensoren ist beispielsweise ein Bewegungssensor Beschleunigungssensor, ein Magnetfeldsensor, ein Gyroskop, ein Magnetometer, ein Infrarotsensor und/oder ein Fingerabdrucksensor. Der oder die Sensor(en) sind beispielsweise Teil einer Vorrichtung, insbesondere gemäß dem ersten Aspekt. Alternativ können die Sensoren auch mobile oder stationäre Sensoren anderer Vorrichtungen sein. Da die Sensordaten repräsentativ für ein Verhalten der Person sind, können die
Sensordaten verwendet werden, um zu prüfen, ob die die Aktion durchführende Person von einem vordefinierten Verhalten abweicht. Die Sensordaten können gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt insbesondere repräsentativ für eine Bewegung der Person sein. Beispielsweise wird auf Basis der Sensordaten eine Musterprüfung durchgeführt. Ein Muster kann indikativ für eine Abweichung der Person von einem vordefinierten Verhalten sein.
Beispielsweise wird auf Basis eines oder mehrerer Sensoren geprüft, ob keine oder eine zu geringe Bewegung der jeweiligen Vorrichtung erfolgt, woraus beispielsweise abgeleitet werden kann, dass die Person die Vorrichtung abgelegt hat. Alternativ oder zusätzlich, kann geprüft werden, ob die Person die jeweilige Vorrichtung bei sich trägt und/oder in der Hand hält. Beispielsweise wird mittels eines Fingerabdrucksensors (beispielsweise periodisch) überprüft, ob ein Finger der Person erkannt wird. Beispielsweise wird auf Basis eines oder mehrerer Sensoren geprüft, ob die Bewegungsweite der Person einem vordefinierten Verhalten entspricht, beispielsweise weniger oder nicht mehr als eine vordefinierte Schwelle beträgt (beispielsweise weniger als 2 Meter beträgt).
Beispielsweise wird auf Basis eines oder mehrerer Sensoren geprüft, ob sehr schnelle Bewegungen, beispielsweise (kurze) Schüttelbewegungen, der jeweiligen Vorrichtung erfolgen, woraus beispielsweise abgeleitet werden kann, dass die Person rennt.
Beispielsweise wird auf Basis eines oder mehrerer Sensoren geprüft, ob ein Werfen der jeweiligen Vorrichtung erfolgt. Beispielsweise wird auf Basis eines oder mehrerer Sensoren geprüft, ob eine (zu) regelmäßige Bewegung (beispielsweise ein Pendeln) der jeweiligen Vorrichtung erfolgt, woraus beispielsweise eine vorgetäuschte (künstliche)
Bewegung abgeleitet werden kann. Diese Fälle entsprechen beispielhaft einem Abweichen von einem vordefinierten Verhalten. So kann insbesondere sichergestellt werden, dass die Person sich wie gewünscht verhält (also die Vorrichtung bei sich trägt, nicht rennt etc.). Ebenfalls ist es möglich, beispielsweise an einer der Vorrichtungen gemäß dem ersten Aspekt Funksignale, insbesondere gemäß dem IEEE-802.11-Standard, dem Bluetooth- Standard oder dem NFC-Standard, zu empfangen und aus diesen Signalen beispielsweise auf ein Verhalten, insbesondere eine Bewegung der Person zu schließen. Hierzu wird beispielsweise die Stärke und/oder Änderung der Signale, welche beispielsweise durch Verschattung, Reflektion und/oder den Dopplereffekt beeinflusst und/oder hervorgerufen werden kann, berücksichtigt. Beispielsweise kann hierzu eine oder mehrere
Objektdichte(n) (in der näheren Umgebung), welche repräsentativ für eine oder mehrere Personen sind, gemessen werden. Ebenfalls ist es möglich, aus diesen Signalen bzw. deren Änderung Eigenschaften und/oder Veränderungen der Umgebung (inklusive Personen) zu ermitteln, beispielsweise die Anzahl oder eine Änderung in der Anzahl der Personen. Wird beispielsweise eine Verringerung einer Objektdichte festgestellt, kann auf eine zweite, sich entfernende Person geschlossen werden. Beispielhafte Funktionsprinzipien sind in [1] oder [2] beschrieben. Wird festgestellt, dass die Person von einem vordefinierten Verhalten abweicht, kann beispielsweise eine der Vorrichtungen gemäß dem ersten Aspekt einen (insbesondere optischen und/oder akustischen) Hinweis an die Person ausgeben. Zusätzlich oder alternativ kann als weitere Maßnahme die vordefinierte Zeitdauer verkürzt werden, beispielsweise indem ein Timer schneller läuft.
Ebenfalls ist es möglich, auf Basis der Sensordaten zu prüfen, ob die Person zur
Durchführung der Aktion lediglich in einem vordefinierten Bereich eines Gebäudes oder Gebäudeabschnitts aufgehalten hat. Beispielsweise kann hierzu ein in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt platzierter Bewegungsmelder (beispielsweise ein PIR-Sensor) verwendet werden. Eine Bewegung außerhalb des vordefinierten Bereichs kann durch den Bewegungsmelder detektiert werden. Die Sensordaten können dann von dem Sensor selbst oder von einer Vorrichtung gemäß dem ersten und/oder zweiten Aspekt ausgewertet werden.
Ein derartiger Bewegungsmelder wird beispielsweise dann aktiviert, wenn ein
elektronisches Türschloss des Zugangs entsichert wird. Beispielsweise sendet das elektronische Türschloss (beispielsweise mittels Bluetooth) ein Aktivierungssignal an eine den Bewegungsmelder umfassende Alarmeinheit (wie im Folgenden näher beschrieben). Dabei kann das elektronische Türschloss beispielsweise derart konfiguriert sein, dass das Aktivierungssignal lediglich dann gesendet wird, wenn eine überwachungswürdige Person (beispielsweise Dienstleister im Gegensatz zu vertrauenswürdigen Freunden und Familie) das elektronische Schloss entsichert.
In dieser Hinsicht ist sowohl in Kombination mit, aber auch unabhängig von den übrigen Aspekten und gemäß einem eigenständigen Aspekt ein Verfahren, ausgeführt von zumindest einer Vorrichtung, offenbart, das Verfahren umfassend:
Erhalten von Information zum Entsichern eines gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugangs durch eine Person, über den ein Gebäude oder ein
Gebäudeabschnitt zugänglich ist,
Bereitstellen eines Aktivierungssignals in Abhängigkeit von der Person.
Beispielsweise ist oder umfasst die zumindest eine Vorrichtung ein elektronisches Türschloss. Beispielsweise entsichert die Person das Türschloss mittels einer tragbaren Vorrichtung (beispielsweise einem Smartphone). Beispielsweise ist das Aktivierungssignal ein Funksignal, insbesondere ein Bluetooth-Signal. Beispielsweise wird das
Aktivierungssignal mittels eines Bluetooth-Senders gesendet. Beispielsweise wird ein Aktivierungssignal in Abhängigkeit davon bereitgestellt, ob die Person zu einer vordefinierten Personengruppe gehört. Beispielsweise wird ein Aktivierungssignal bereitgestellt, wenn die Person eine überwachungswürdige Person ist, beispielsweise zu einer oder mehreren vordefinierten Personengruppen (beispielsweise Dienstleister) gehört. Beispielsweise wird ein Aktivierungssignal nicht bereitgestellt oder eine
Bereitstellung eines Aktivierungssignals unterlassen, wenn die Person eine
vertrauenswürdige Person ist, beispielsweise zu einer oder mehreren vordefinierten Personengruppen (beispielsweise Freunde, Bekannte, Familie) gehört. Beispielsweise umfasst die Information zum Entsichern Information über die Person oder die
Personengruppe, der die Person angehört. Beispielsweise hat der Bewohner des Gebäudes oder Gebäudeabschnitts die entsprechenden Personengruppen definiert. Beispielsweise
werden die eine oder mehrere vordefinierten Personengruppen durch die Vorrichtung (zum Beispiel das elektronische Türschloss) gespeichert.
Beispielsweise wird das Aktivierungssignal von einer Alarmeinheit empfangen.
Beispielsweise wird basierend auf dem Aktivierungssignal die Alarmeinheit oder Teile hiervon aktiviert. Beispielsweise ist die Alarmeinheit in dem Gebäude oder
Gebäudeabschnitt platziert. Beispielsweise umfasst die Alarmeinheit einen Bluetooth- Empfänger, einen Bewegungsmelder (insbesondere einen PIR-Sensor), eine
Lichtschranke, eine Kamera-Einheit, eine WLAN-Einheit, eine Batterie und/oder einen Mikrokontroller. Beispielsweise wird zumindest ein Bewegungsmelder der Alarmeinheit durch das Aktivierungssignal aktiviert. Umfasst die Alarmeinheit eine Kamera-Einheit (beispielsweise für statische oder bewegte Bilder], kann diese ebenfalls durch das Aktivierungssignal eingeschaltet werden. Beispielsweise werden Daten der Kamera- Einheit (beispielsweise ein Video-Stream) bevorzugt verschlüsselt mittels der WLAN- Einheit an einen Server (beispielsweise eine Access Management Plattform) gesendet. Beispielsweise kann (nur) der Bewohner des Hauses auf die Daten zugreifen.
Beispielsweise ist der Bewegungsmelder dazu ausgebildet, die Eindringtiefe der Person in das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt zu messen. Beispielsweise prüft die
Alarmeinheit, ob sich die Person in einem erlaubten Bereich aufhält. Beispielsweise prüft die Alarmeinheit, ob sich die Person in einem Verbotsbereich aufhält. Beispielsweise sendet die Alarmeinheit (beispielsweise mittels SMS, Anruf, Email oder Instant- Message) eine Benachrichtigung, falls festgestellt wird, dass die Person sich in einem Verbotsbereich aufhält. Beispielsweise speichert ein Server (beispielsweise die Access Management Plattform) Daten repräsentativ für den Vorfall.
Beispielsweise umfasst das Verfahren weiterhin ein Erhalten von Information zum Sichern des Zugangs durch die Person, und ein Bereitstellen eines Deaktivierungssignals.
Beispielsweise ist das Deaktivierungssignal ein Funksignal, insbesondere ein Bluetooth- Signal. Beispielsweise wird das Deaktivierungssignal von der Alarmeinheit empfangen. Beispielsweise deaktiviert das Deaktivierungssignal die Alarmeinheit oder Teile hiervon. Beispielsweise wird die Alarmeinheit oder Teile hiervon deaktiviert, wenn der
Bewegungsmelder über einen definierten Zeitraum keine Bewegung feststellt.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt basiert das Prüfen, ob basierend zumindest auf den Sensordaten die Person von einem vordefinierten Verhalten abweicht, zumindest auf einem regelbasierten Algorithmus und/oder einem künstlichen neuronalen Netzwerk.
Unter einem künstlichen neuronalen Netzwerk (auch künstliches neuronales Netz, KNN) werden Netze aus künstlichen Neuronen verstanden. Beispielsweise einschichtige, mehrschichtige und/oder rekurrente Netze. Beispielsweise werden Sensordaten von einer Vielzahl von Vorrichtungen (etwa gemäß dem ersten Aspekt), welche mit einer Vielzahl von Personen assoziiert sind, verwendet, um das neuronales Netzwerk zu trainieren, sodass ein trainiertes neuronales Netzwerk erhalten wird. Ebenfalls können die
Sensordaten einer Vielzahl von Vorrichtungen verwendet werden, und/oder um die Regeln des Algorithmus zu bestimmen.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt umfasst das Verfahren weiterhin:
Prüfen, ob die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt verlassen hat.
Ein Prüfen, ob die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt verlassen hat, kann zur Erhöhung der Sicherheit beitragen. Hieraus kann beispielsweise abgeleitet werden, ob die durchzuführende Aktion beendet wurde und/oder erfolgreich durchgeführt wurde.
Beispielsweise erfolgt ein wiederholtes oder periodisches Prüfen, ob die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt verlassen hat. Beispielsweise erfolgt (zumindest dann) ein Prüfen, ob die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt verlassen hat, wenn die vordefinierte Zeit verstrichen ist. Beispielsweise erfolgt (zumindest dann) ein Prüfen, ob die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt verlassen hat, wenn keine Signale (mehr) erhalten werden, welche ein Ableiten einer Position in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt ermöglichen. Beispielsweise erfolgt (zumindest dann) ein Prüfen, ob die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt verlassen hat, wenn basierend auf den Signalen, welche ein Ableiten einer Position in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt ermöglichen, ermittelt wird, dass die Person sich nicht lediglich in dem vordefinierten Bereich aufgehalten hat.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt basiert das Prüfen, ob die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitts verlassen hat, zumindest auf einem Prüfen, ob der gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbare Zugang des Gebäudes oder Gebäudeabschnitts von außen gesichert ist. Durch einen von außen gesicherten Zugang (zum Beispiels ein von außen verschlossenes oder verriegeltes elektronisches Schloss) kann zuverlässig ein Verlassen der Person des Gebäudes oder Gebäudeabschnitts abgeleitet werden. Beispielsweise wird Information indikativ für ein Sichern des Zugangs von außen empfangen. Beispielsweise kann diese Information von einem elektronischen Schloss als Vorrichtung gemäß dem dritten Aspekt gesendet werden. Indem geprüft wird, ob entsprechende Information empfangen wurde, kann dann geprüft werden, ob die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitts verlassen hat.
In dieser Hinsicht kann gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem dritten Aspekt das Verfahren weiterhin umfassen:
Erhalten von Information zum Sichern oder indikativ für ein erfolgtes Sichern des gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugangs.
Beispielsweise wurde an ein elektronisches Schloss Information zum Sichern gesendet (beispielsweise durch eine Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt, wenn die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt verlässt), sodass durch das elektronische Schloss der Zugang (von außen) gesichert wird. Beispielsweise kann zudem an ein Beacon
Information indikativ für ein erfolgtes Sichern gesendet werden und von dem Beacon erhalten werden. Diese Information kann dann durch das elektronische Schloss oder durch den Beacon wiederum bereitgestellt werden.
Somit kann gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem dritten Aspekt das Verfahren weiterhin umfassen:
Bereitstellen von Information indikativ für ein erfolgtes Sichern des gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbaren Zugangs.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt basiert das Prüfen, ob die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt verlassen hat, zumindest auf einem Prüfen, ob die Position der Person außerhalb des Gebäudes oder Gebäudeabschnitts liegt. Beispielsweise wird Information indikativ für eine Position der
Person außerhalb des Gebäudes oder Gebäudeabschnitts erhalten. Beispielsweise wird eine für die Position der Person repräsentative Positionsinformation erhalten. Wie bereits ausgeführt kann die Positionsinformation auf Basis eines Kommunikationsnetzwerkes wie einem Mobilfunknetz (beispielsweise ein GSM-Netz] oder auf Basis eines globalen Navigationssatellitensystems ermittelt werden. Alternativ oder zusätzlich kann auch Information indikativ für eine Aktivität der Person an einem Ort außerhalb des Gebäudes oder des Gebäudeabschnitts empfangen werden. Beispielsweise wird Information indikativ für ein Entsichern eines gegen unbefugten Zutritt sicherbaren Zugangs eines anderen Gebäudes oder Gebäudeabschnitts erhalten. Hieraus kann darauf geschlossen werden, dass die Position der Person außerhalb des Gebäudes oder Gebäudeabschnitts liegt.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt erfolgt das Prüfen, ob die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt verlassen hat, wenn festgestellt wird, dass die vordefinierte Zeitdauer verstrichen ist. Zusätzlich oder alternativ kann das Prüfen, ob die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt verlassen hat, auch erfolgen, bevor die vordefinierte Zeitdauer verstrichen ist. Zusätzlich oder alternativ kann das Prüfen, ob die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt verlassen hat, erfolgen, wenn festgestellt wird, dass sich die Person nicht lediglich in dem vordefinierten Bereich aufgehalten hat.
Grundsätzlich ist es möglich, dass eine Benachrichtigung bereitgestellt wird, falls festgestellt wird, dass sich die Person zur Durchführung der Aktion nicht weniger oder mehr als die vordefinierte Zeitdauer in einem Gebäude oder Gebäudeabschnitt aufgehalten hat und/oder nicht lediglich in einem vordefmierten Bereich des Gebäudes oder Gebäudeabschnitts aufgehalten hat.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt erfolgt insbesondere ein Bereitstellen einer Benachrichtigung, falls festgestellt wird, dass die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt nicht verlassen hat, insbesondere nach Ablauf der vordefinierten Zeitdauer. Die Benachrichtigung kann beispielsweise ein Alarmsignal sein. Beispielsweise ist für die Person (dem Benutzer einer Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt) nicht erkennbar (beispielsweise nicht optisch oder akustisch erkennbar), dass eine Benachrichtigung bereitgestellt wird. Dadurch wird die Gefahr
verringert, dass eine Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt deaktiviert oder ausgeschaltet wird. Insofern kann die Benachrichtigung auch als ein stiller Alarm angesehen werden.
Da das Prüfen, ob die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitts verlassen hat, insbesondere auf einem Prüfen basieren kann, ob der gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbare Zugang des Gebäudes oder Gebäudeabschnitts von außen gesichert ist, wird eine Benachrichtigung insbesondere dann bereitgestellt, wenn festgestellt wird, dass der gegenüber unberechtigtem Zutritt sicherbare Zugang des Gebäudes oder
Gebäudeabschnitts nicht von außen gesichert ist.
Die Benachrichtigung kann insbesondere an eine Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt gesendet werden. Bevorzugt wird zunächst geprüft, welche Kommunikationsverbindung (beispielsweise eine Internetverbindung oder eine Mobilfunkverbindung) zur Verfügung steht, bevor die Benachrichtigung über eine zur Verfügung stehende
Kommunikationsverbindung (beispielsweise über das Internet oder über das GSM- Mobilfunknetz mittels SMS) gesendet wird.
Dementsprechend umfasst gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt das Verfahren weiterhin:
- Erhalten einer Benachrichtigung, dass sich die Person nicht weniger oder mehr als eine vordefinierte Zeitdauer in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt aufgehalten hat und/oder sich nicht lediglich in dem vordefinierten Bereich des Gebäudes oder Gebäudeabschnitts aufgehalten hat. Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt umfasst das Verfahren weiterhin:
Entscheiden, ob die Aktion erfolgreich durchgeführt wurde, basierend zumindest auf der Feststellung, dass die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt verlassen hat.
Wird beispielsweise festgestellt, dass die Person das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt verlassen hat (also insbesondere wenn festgestellt wird, dass der gegenüber
unberechtigtem Zutritt sicherbare Zugang von außen gesichert wurde), kann entschieden werden, dass die Aktion erfolgreich durchgeführt wurde. Eine erfolgreich durchgeführte
Aktion ist beispielsweise ein erfolgreiches Abholen oder Zustellen einer oder mehrere Sendungen durch einen Zusteller. Es ist möglich, dass die Entscheidung, ob die Aktion erfolgreich durchgeführt wurde, zusätzlich auf Basis weiterer Bedingungen erfolgt. Die Information, dass die Aktion erfolgreich durchgeführt wurde, kann insbesondere an eine Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt gesendet werden.
In dieser Hinsicht umfasst gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt das Verfahren weiterhin:
Prüfen, ob die Aktion erfolgreich durchgeführt wurde.
Beispielsweise erfolgt ein Prüfen, ob die Aktion erfolgreich durchgeführt wurde, bevor und/oder nachdem die vordefinierte Zeitdauer (gemäß dem zweiten Aspekt) verstrichen ist. Beispielsweise erfolgt das Prüfen, ob die Aktion erfolgreich durchgeführt wurde auf Basis einer empfangenen Information, dass die Aktion erfolgreich durchgeführt wurde, welche von einer Vorrichtung gemäß dem ersten oder dritten Aspekt gesendet wurde. Ebenfalls kann im Rahmen des Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt, eine Information dass die Aktion erfolgreich durchgeführt wurde, bereitgestellt werden und beispielsweise an einen Administrator oder einen Bewohner des Gebäudes oder des Gebäudeabschnitts gesendet werden.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt umfasst das Verfahren weiterhin:
Abfragen oder Auslösen eines Abfragens bei der Person, warum die vordefinierte Zeitdauer verstrichen ist und/oder der vordefinierte Bereich verlassen wurde.
Insbesondere, wenn festgestellt wird, dass sich die Person zur Durchführung der Aktion nicht weniger oder mehr als die vordefinierte Zeitdauer in dem Gebäude oder
Gebäudeabschnitt aufgehalten hat und/oder nicht lediglich in einem vordefinierten Bereich des Gebäudes oder Gebäudeabschnitts aufgehalten hat, kann ein derartiges Abfragen oder Auslösen hiervon erfolgen. Eine Information repräsentativ für den Grund oder die Gründe, warum die vordefinierte Zeitdauer verstrichen ist und/oder der vordefinierte Bereich verlassen wurde, kann beispielsweise an eine Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt (insbesondere ein Server) gesendet werden. Beispielsweise erfolgt
ein derartiges Abfragen oder Auslösen hiervon lediglich dann, wenn ein Internetzugang besteht.
In dieser Hinsicht umfasst gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt das Verfahren weiterhin:
Erhalten von Information repräsentativ für eine Begründung, warum die vordefinierte Zeitdauer verstrichen ist und/oder der vordefinierte Bereich verlassen wurde.
Die Information repräsentativ für eine Begründung, warum die vordefinierte Zeitdauer verstrichen ist und/oder der vordefinierte Bereich verlassen wurde, wird bevorzugt (von einer Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt) gespeichert. Auf Basis der gespeicherten Informationen können die vordefinierte Zeitdauer und/oder den vordefinieren Bereich für zukünftig durchzuführende Aktionen optimiert werden. Insofern kann ein Verfahren gemäß dem zweiten Aspekt insbesondere weiterhin umfassen: Optimieren der vordefinierte Zeitdauer und/oder des vordefinieren Bereichs für durchzuführende Aktionen auf Basis von Informationen repräsentativ für Begründungen, warum die vordefinierte Zeitdauer verstrichen ist und/oder der vordefinierte Bereich verlassen wurde.
Weiterhin kann in dieser Hinsicht gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des
Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt das Verfahren weiterhin umfassen:
Bereitstellen von Information repräsentativ für eine Begründung, warum die vordefinierte Zeitdauer verstrichen ist und/oder der vordefinierte Bereich verlassen wurde.
Hierdurch können weitere Personen (beispielsweise ein Administrator oder ein Bewohner des Gebäudes oder des Gebäudeabschnitts) die Information erhalten, warum die vordefinierte Zeitdauer verstrichen ist und/oder der vordefinierte Bereich verlassen wurde.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt ist die Person ein Zusteller und/oder die durchzuführende Aktion ein Zustellen oder Abholen einer Sendung.
Ein Zusteller ist beispielsweise mit der Briefzustellung, Kurier-, Express- und weiteren Postdienstleistungen beauftragt. Ein Zusteller ist beispielsweise ein Brief- und
Paketzusteller, Paketbote, Postbote oder Briefträger. Dementsprechend kann Sendung insbesondere eine Briefsendung (beispielsweise ein Brief, eine Postkarte, eine
Drucksache, eine Werbesendung, eine Wurfsendung etc.) oder eine Kleingutsendung (beispielsweise eine Büchersendung, ein Päckchen, ein Wirtschaftspäckchen, ein Paket, eine Warensendung etc.) sein.
Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung des Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt umfasst das Verfahren weiterhin:
Erhalten von Information über einen Zutritt der Person in das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt von einer Einbruchmeldeanlage; und/oder
Bereitstellen von Information über die Berechtigung eines Zutritts der Person in das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt an eine Einbruchmeldeanlage.
Beispielsweise ermittelt die Einbruchmeldeanlage einen Zutritt einer Person in dem Gebäude oder Gebäudeabschnitt (beispielsweise in einem Zimmer). Beispielsweise wird diese Information an eine Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt gesendet, welche diese dann empfängt. Beispielsweise prüft die Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt, ob der gemeldete Zutritt vorab genehmigt und somit berechtigt ist. In diesem Fall kann dann Information über die Berechtigung des Zutritts der Person in das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt an die Einbruchmeldeanlage gesendet werden. So kann ein Fehlalarm durch die Einbruchmeldeanlage vermieden werden.
Die zuvor in dieser Beschreibung beschriebenen beispielhaften Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung sollen auch in allen Kombinationen miteinander offenbart verstanden werden.
Weitere vorteilhafte beispielhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der folgenden detaillierten Beschreibung einiger beispielhafter Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, insbesondere in Verbindung mit den Figuren, zu entnehmen. Die Figuren sollen jedoch nur dem Zwecke der Verdeutlichung, nicht aber zur Bestimmung des
Schutzbereiches der Erfindung dienen. Die Figuren sind nicht maßstabsgetreu und sollen
lediglich das allgemeine Konzept der vorliegenden Erfindung beispielhaft widerspiegeln. Insbesondere sollen Merkmale, die in den Figuren enthalten sind, keineswegs als notwendiger Bestandteil der vorliegenden Erfindung erachtet werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
In den Figuren zeigen:
Fig. 1 ein Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels erfindungsgemäßer
Vorrichtungen;
Fig. 2a-f ein Ablaufdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels
erfindungsgemäßer Verfahren;
Fig. 3a-c eine beispielhafte schematische Darstellung verschiedener Bereiche eines
Gebäudeabschnitts;
Fig. 4a-c eine beispielhafte schematische Darstellung einer Positionsbestimmung in einem Gebäudeabschnitt; und
Fig. 5a, b ein Ablaufdiagramm eines zweiten Ausführungsbeispiels
erfindungsgemäßer Verfahren.
Detaillierte Beschreibung einiger beispielhafter Ausführungsformen der Erfindung
Fig. 1 zeigt ein Blockdiagramm einer beispielhaften Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung 1. Die als Datenverarbeitungsanlage ausgebildete Vorrichtung 1 dient als Beispiel für Vorrichtungen gemäß der unterschiedlichen Aspekte, insbesondere kann eine Vorrichtung gemäß dem ersten, zweiten oder dritten Aspekt (beispielsweise Vorrichtung 100, 200, 300 oder 350) gemäß der Vorrichtung 1 ausgeführt sein.
Die Vorrichtung 1 kann insofern beispielsweise ein Computer, ein Desktop-Computer, ein Server, ein Thinclient oder ein tragbarer Computer, wie etwa ein Laptop-Computer, ein Tablet-Computer, ein persönlicher digitaler Assistent (PDA), ein Smartphone oder in
Handscanner, sein. Die Vorrichtung kann beispielsweise die Funktion eines Servers oder eines Clients erfüllen.
Prozessor 10 der Vorrichtung 1 ist insbesondere als Mikroprozessor,
Mikrokontrolleinheit, Mikrocontroller, digitaler Signalprozessor (DSP),
Anwendungsspezifische Integrierte Schaltung (ASIC) oder Field Programmable Gate Array (FPGA) ausgebildet.
Prozessor 10 führt Programmanweisungen aus, die in Programmspeicher 12 gespeichert sind, und speichert beispielsweise Zwischenergebnisse oder ähnliches in Arbeits- oder Hauptspeicher 11. Zum Beispiel ist Programmspeicher 120 ein nicht-flüchtiger Speicher wie ein Flash-Speicher, ein Magnetspeicher, ein EEPROM-Speicher (elektrisch löschbarer programmierbarer Nur-Lese-Speicher) und/oder ein optischer Speicher. Hauptspeicher 11 ist zum Beispiel ein flüchtiger oder nicht-flüchtiger Speicher, insbesondere ein Speicher mit wahlfreiem-Zugriff (RAM) wie ein statischer RAM-Speicher (SRAM), ein dynamischer RAM-Speicher (DRAM), ein ferroelektrischer RAM-Speicher (FeRAM) und/oder ein magnetischer RAM-Speicher (MRAM).
Programmspeicher 12 ist vorzugsweise ein lokaler mit der Vorrichtung 1 fest
verbundener Datenträger. Mit der Datenverarbeitungsanlage 1 fest verbundene
Datenträger sind beispielsweise Festplatten, die in die Vorrichtung 1 eingebaut sind. Alternativ kann der Datenträger beispielsweise auch ein mit der Vorrichtung 1 trennbar verbindbarer Datenträger sein wie ein Speicher-Stick, ein Wechseldatenträger, eine tragbare Festplatte, eine CD, eine DVD und/oder eine Diskette.
Programmspeicher 12 enthält beispielsweise das Betriebssystem von der Vorrichtung 1, das beim Starten der Vorrichtung 1 zumindest teilweise in Hauptspeicher 11 geladen und vom Prozessor 10 ausgeführt wird. Insbesondere wird beim Starten von Vorrichtung 1 zumindest ein Teil des Kerns des Betriebssystems in den Hauptspeicher 11 geladen und von Prozessor 10 ausgeführt. Das Betriebssystem von Vorrichtung 1 ist beispielsweise ein Windows -, UNIX-, Linux-, Android-, Apple iOS- und/oder MAC-Betriebssystem.
Das Betriebssystem ermöglicht insbesondere die Verwendung der Vorrichtung 1 zur Datenverarbeitung. Es verwaltet beispielsweise Betriebsmittel wie Hauptspeicher 11 und
- -
Programmspeicher 12, Netzwerkschnittstelle 13, Ein- und Ausgabegerät 14, stellt unter anderem durch Programmierschnittstellen anderen Programmen grundlegende
Funktionen zur Verfügung und steuert die Ausführung von Programmen. Prozessor 10 steuert die Kommunikationsschnittstelle 13, welche beispielsweise eine Netzwerkschnittstelle sein kann und als Netzwerkkarte, Netzwerkmodul und/oder Modem ausgebildet sein kann. Die Kommunikationsschnittstelle 13 ist insbesondere dazu eingerichtet, eine Verbindung der Vorrichtung 1 mit anderen Vorrichtungen, insbesondere über ein (drahtloses] Kommunikationssystem, beispielsweise ein Netzwerk, herzustellen und mit diesen zu kommunizieren. Die Kommunikationsschnittstelle 13 kann
beispielsweise Daten (über das Kommunikationssystem) empfangen und an Prozessor 10 weiterleiten und/oder Daten von Prozessor 10 empfangen und (über das
Kommunikationssystem) senden. Beispiele für ein Kommunikationssystem sind ein lokales Netzwerk (LAN), ein großräumiges Netzwerk (WAN), ein drahtloses Netzwerk (beispielsweise gemäß dem IEEE-802.11-Standard, dem Bluetooth (LE)-Standard und/oder dem NFC-Standard), ein drahtgebundenes Netzwerk, ein Mobilfunknetzwerk, ein Telefonnetzwerk und/oder das Internet.
Des Weiteren kann Prozessor 10 zumindest ein Ein-/Ausgabegerät 14 steuern. Ein- /Ausgabegerät 14 ist beispielsweise eine Tastatur, eine Maus, eine Anzeigeeinheit, ein Mikrofon, eine berührungsempfindliche Anzeigeeinheit, ein Lautsprecher, ein Lesegerät, ein Laufwerk und/oder eine Kamera. Ein-/Ausgabegerät 14 kann beispielsweise Eingaben eines Benutzers aufnehmen und an Prozessor 10 weiterleiten und/oder Informationen für den Benutzer von Prozessor 10 empfangen und ausgeben.
Fig. 2a bis 2f zeigen ein Ablaufdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels
erfindungsgemäßer Verfahren gemäß den unterschiedlichen Aspekten der vorliegenden Erfindung. Die Schnittstellen zwischen den Figuren sind in dem Ablaufdiagramm mit Buchstaben gekennzeichnet. Das Ausführungsbeispiel betrifft die Zustellung eines Pakets durch einen Zusteller 400. Das Beispiel ist jedoch auch auf andere durchzuführende Aktionen durch andere Personen übertragbar.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel wird in diesem Fall mit einem Mobilgerät 100 (beispielsweise einem Mobiltelefon oder einem Handscanner) des Zustellers 400 als
beispielhafte Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt zur Durchführung eines
beispielhaften Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt, mit einem Server 200 als beispielhafte Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt zur Durchführung eines
beispielhaften Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt und mit einem elektronischen Türschloss 300 und einem Beacon 350 jeweils als beispielhafte Vorrichtungen gemäß dem dritten Aspekt zur Durchführung eines beispielhaften Verfahrens gemäß dem dritten Aspekt durchgeführt. Zudem werden Aktionen durch eine Verwaltungsanwendung 500 durchgeführt. Ebenfalls sind den Zusteller 400 betreffende Aktionen dargestellt. Das Ausführungsbeispiel eignet sich insbesondere für eine Zustellung in eine private Sicherheitszone, beispielsweise in eine Wohnung hinter eine Wohnungstüre.
Zunächst befindet sich der Zusteller 400 mit dem Mobilgerät 100 vor einem Wohnhaus desjenigen, an den das Paket zugestellt werden soll (Aktion 401]. Das Mobilgerät 100 hat dabei Zugang zum Internet und kann seine für die Position des Zustellers 400
repräsentative Position beispielsweise mittels GPS orten.
Der Zusteller 400 bedient das Mobilgerät und fordert mittels eines Eingabegeräts Zugang zur Wohnung an (Aktion 402]. Daraufhin fordert das Mobilgerät 100 eine
Zugangsberechtigungsinformation an und sendet zudem Positionsdaten, etwa basierend auf GPS-Daten oder der Signalstärke des Mobilfunknetzes (Aktion 101). Der Server 200 empfängt die Anforderung und prüft die Plausibilität des angeforderten Zugangs jedenfalls auf Basis einer Position des Mobilgeräts 100 repräsentativ für die Position des Zustellers 400 (Aktion 201). Der Server 200 fordert Zugangsberechtigungsinformation von einer Verwaltungsanwendung 500 an. Dieses kann beispielsweise von einem Mitarbeiter des Zustellunternehmens oder dem Bewohner der Wohnung bedient werden. Mittels der Verwaltungsanwendung 500 werden Zugangsberechtigungen zugewiesen. Dies kann ad- hoc geschehen, also erst dann wenn sich der Zusteller 400 vor dem Wohnhaus befindet (Aktion 501). Alternativ können Zugangsberechtigungen auch bereits im Voraus vergeben worden sein und auf dem Server 200 gespeichert werden. Der Server 200 empfängt Zugangsberechtigungsinformation von der Verwaltungsanwendung 500, sodass eine personenbezogene und mandantenspezifische Vergabe von Zugangsberechtigungen durch den Server 200 erfolgen kann (Aktion 202). Dabei wird auch eine (erste) vordefinierte Zeitdauer ermittelt, für die sich der Zusteller zur Zustellung höchstens in der Wohnung
aufhalten darf, in diesem Beispiel 15 Sekunden. Die Kommunikation mit der
Verwaltungsanwendung 500 erfolgt beispielsweise mittels E-Mail, SMS und/oder Push- Nachrichten. Der Server 200 vergibt eine einmalige (das heißt eine nur einmal zu verwendende), sofortige (das heißt eine nur innerhalb einer sehr begrenzten Zeitdauer verwendbare) und zeitlich begrenzte (das heißt nur ein bestimmte Aufenthaltsdauer erlaubende) Zugangsberechtigung und sendet hierzu Zugangsberechtigungsinformation an das Mobilgerät 100 (Aktion 203). Das Senden der Zugangsberechtigungsinformation umfasst auch ein Senden der ersten vordefinierten Zeitdauer, für die sich der Zusteller 400 höchstens in der Wohnung aufhalten darf. Ausgelöst durch das Senden der
Zugangsberechtigungsinformation wird serverseitig ein Timer mit einer (zweiten) vordefinierten Zeitdauer initialisiert und gestartet (Aktion 204). Die zweite vordefinierte Zeitdauer beträgt beispielsweise 5 Minuten. Diese zweite vordefiniert Zeitdauer dient einer zusätzlichen serverseitigen Überprüfung der Aufenthaltsdauer des Zustellers, beispielsweise für den Fall, dass die Kommunikation mit dem Mobilgerät 100 abbricht. Nach Initialisierung des serverseitigen Timers mit der zweiten vordefinierten Zeitdauer sendet der Server 200 Information repräsentativ für den Beginn der Hauszustellung an die Verwaltungsanwendung 500 (Aktion 205), welche dies anzeigt (Aktion 502).
Ebenfalls kann die Information, dass die Hauszustellung beginnt an eine
Einbruchmeldeanlage (EMA) des Hauses oder der Wohnung weitergeleitet werden, um einen Fehlalarm zu vermeiden. Die Zugangsberechtigungsinformation wird von dem Mobilgerät 100 empfangen (Aktion 102). Es erfolgt eine Rückmeldung einschließlich der ersten vordefinierten Zeitdauer an den Zusteller 400, beispielsweise über ein Ausgabegerät (zum Beispiel den Bildschirm) des Mobilgeräts 100 (Aktion 403). Der Zusteller 400 geht vor die Tür (Aktion 404) und öffnet die Tür mit dem Mobilgerät 100 (Aktion 405).
Das Mobilgerät 100 sendet anschließend Zugangsberechtigungsinformation
(vorzugsweise inklusive der ersten vordefinierten Zeitdauer) an das elektronische Türschloss 300 (Aktion 103), welches daraufhin entsichert (beispielsweise entriegelt und geöffnet) wird (Aktion 301).
Das elektronische Schloss 300 sendet daraufhin für die erhaltene erste vordefinierte Zeitdauer regelmäßig Signale, welche ein Ableiten der Position in der Wohnung erlauben, beispielsweise Bluetooth-Signale (Aktion 302). Das elektronische Schloss kann also insbesondere prüfen, ob die erste vordefinierte Zeitdauer erreicht ist (Aktion 303), und daraufhin das Senden der Signale einstellen. Ebenfalls kann die Information, dass die Tür geöffnet wird oder ist, an den Beacon 350 gesendet werden, welcher daraufhin ebenfalls regelmäßig (Bluetooth-)Signale, welche ein Ableiten der Position in der Wohnung erlauben, senden (Aktion 352). Optional kann der (internetfähige) Beacon 350 (oder alternativ das Mobilgerät 100 nach Erhalten einer Bestätigung, dass die Tür geöffnet wird oder ist) die Information indikativ für ein Entsichern der Tür an den Server 200 weiterleiten (Aktion 351).
Der Zusteller 400 kann nun das Paket hinter der Tür in dem Eingangsbereich der Wohnung ablegen (Aktion 406). Dabei erfolgt ein Prüfen, ob sich der Zusteller zur Zustellung weniger oder nicht mehr als die (erste und/oder zweite) vordefinierte Zeitdauer in der Wohnung aufgehalten hat und sich lediglich in einem vordefinierten Bereich der Wohnung aufgehalten hat, wie im Folgenden genauer beschrieben wird. Nach dem Senden der Zugangsberechtigungsinformation (Aktion 103) durch das
Mobilgerät 100 (und bevorzugt dem Erhalten einer Bestätigung durch das elektronische Schloss 300, dass die Tür entsichert ist), wird überprüft, ob das Mobilgerät 100 eine Verbindung zum Internet hat (Aktion 106) und, falls nicht, eine Verbindung mit einem Mobilfunknetz besteht (Aktion 107). In Abhängigkeit der Prüfung wird an den Server 200 Information repräsentativ für die EntSicherung der Wohnungstür gesendet und dort über das Internet (Aktion 206) oder per SMS oder Telefonanruf (Aktion 207) empfangen. Der Server 200 wiederum sendet Information repräsentativ für den Beginn der
Wohnungszustellung an die Verwaltungsanwendung 500 (Aktion 206 bzw. 207), welche dies anzeigt (Aktion 503).
Weiterhin wird durch das Mobilgerät 100 eine Überwachung in Bezug auf die durch das elektronische Türschloss 300 und den Beacon 350 ausgesendeten Signale gestartet (Aktion 104), um das Aufhalten der Person in dem vordefinierten Bereich zu überprüfen. Dies kann insbesondere auf Basis des Empfangs der Beacon- und/oder Türschloss-Signale
und der Signalstärke überprüft werden. Ebenfalls wird ein Timer mit der ersten vordefinierten Zeitdauer initialisiert und gestartet (Aktion 105). Zudem wird eine Sensor- Überwachung (Aktion 105) umfassend die Analyse von Sensordaten (Aktion 108) gestartet.
Die in Fig. 2b dargestellte Sensorüberwachung (Aktionen 105, 108) ist beispielhaft mit weiteren Details in Fig. 2f dargestellt und wird nun in Verbindung mit Fig. 2f näher beschrieben. Die verwendeten Sensoren sind bevorzugt Sensoren des Mobilgeräts 100 selbst. Zum einen wird die Bewegungsweite des Mobilgeräts und damit indirekt des Zusteller 400 gemessen (Aktion 150). Beispielsweise wird auf ein auffälliges Verhalten des Zustellers 400 geschlossen und bei einer Bewegung oberhalb eines Schwellwertes (beispielsweise eine Bewegung von mehr als 2m) ein Alarmsignal ausgegeben (Aktion 151). Zusätzlich werden Sensordaten (beispielsweise eines Bewegungssensors, eines
Beschleunigungssensors, eines Magnetfeldsensors, eines Gyroskops, eines Magnetometers und/oder eines Infrarotsensors) zur Bestimmung etwa einer Orientierung, eine
Beschleunigung, des Erdmagnetfelds und/oder einer Drehung gemessen (Aktion 152). Die Daten werden daraufhin insbesondere auf Muster überprüft (Aktion 153). Dies kann beispielsweise durch einen regelbasierten Algorithmus oder ein künstliches neuronales Netzwerk (KNN) erfolgen (Aktion 154). Beispiele für ein unerwünschtes auffälliges Verhalten (und damit einhergehende detektierbare Muster) sind ein Ablegen des
Mobilgeräts (keine Bewegung), Rennen (sehr schnelle Bewegung), Pendeln (zu regelmäßige Bewegung), Schütteln (zu kurze, häufige Ausschläge), Werfen. Insbesondere im Falle eines künstlichen neuronalen Netzwerks kann dieses durch Sensordaten verschiedener Mobilgeräte trainiert werden (Aktion 155). Wird auf ein auffälliges Verhalten des Zustellers 400 geschlossen, kann wiederum ein Alarmsignal ausgegeben werden (Aktion 156). Weiterhin können Funksignale, insbesondere gemäß dem IEEE-802.11-Standard, dem Bluetooth-Standard oder dem NFC-Standard, empfangen und als Sensordaten genutzt werden. Hierzu wird beispielsweise die Stärke und/oder Änderung der Signale, welche beispielsweise durch Verschattung, Reflektion und/oder den Dopplereffekt beeinflusst und/oder hervorgerufen werden kann, berücksichtigt. Diese Sensordaten können hierzu
ebenfalls auf (auffällige) Muster überprüft werden (Aktion 157). Beispielsweise kann hierzu eine oder mehrere Objektdichte(n) (in der näheren Umgebung), welche repräsentativ für eine oder mehrere Personen sind, gemessen werden. Insbesondere kann das Ausmaß und die Richtung der Veränderung ermittelt werden. Werden beispielsweise mehrere (unterschiedliche) Objektdichten ermittelt, kann als Beispiel eines auffälligen Musters festgestellt werden, dass mehr als eine Person anwesend ist. Wird auf ein auffälliges Verhalten des Zustellers 400 oder auf eine oder mehr weitere Personen geschlossen, kann wiederum ein Alarmsignal ausgegeben werden (Aktion 158).
Beispielsweise kann bei einem Unter- und/oder Überschreiten der Objektdichte unter bzw. über einen Schwellwert (zum Beispiel ein 30%iger Objektdichteabfall innerhalb von 5 Sekunden) ein auffälliges Muster sein, da dies auf ein Entfernen einer weiteren Person hindeutet.
Es können auch noch weitere Sensoren verwendet werden, um auf ein auffälliges Verhalten des Zustellers 400 zu schließen. Beispielsweise wird mittels eines
Fingerabdrucksensors des Mobilgeräts 100 (wiederholend) überprüft, ob der Zusteller 400 das Mobilgerät 100 in der Hand hält.
Zurückkehrend zu Fig. 2b wird nun geprüft, ob die Analyse ein Alarmsignal ausgibt und auf ein auffälliges Verhalten geschlossen werden kann (Aktion 109). Als Konsequenz kann beispielhaft ein (akustischer und/oder optischer) Alarm von dem Mobilgerät 100 für den Zusteller ausgegeben werden (Aktion 110). Alternativ oder zusätzlich kann die vordefinierte Zeitdauer verkürzt werden, beispielsweise der Timer schneller laufen (Aktion 110).
Die gleiche Konsequenz (das heißt Aktion 110) kann erfolgen, wenn das Mobilgerät 100 feststellt, dass der Zusteller sich nicht lediglich in dem vordefinierten Bereich aufgehalten hat, beispielsweise weil die Signale des elektronischen Schlosses 300 und/oder des Beacons 350 zu schwach sind (Aktion 111). Alternativ oder zusätzlich kann der Beacon 350 feststellen, dass sich der Zusteller außerhalb des vordefinierten Bereichs aufgehalten hat (Aktion 353) und/oder innerhalb einer Verbotszone befindet (Aktion 354).
Die in Fig. 2b dargestellte Prüfung, ob der Zusteller sich lediglich in dem vordefinierten Bereich aufgehalten hat, wird nun anhand eines Beispiels in Verbindung mit Fig. 3 näher beschrieben. Fig. 3a-c zeigen eine beispielhafte schematische Darstellung verschiedener Bereiche eines Gebäudeabschnitts. Der Zugang in Form der Tür 800 umfasst ein elektronisches Schloss, beispielsweise das elektronisches Schloss 300. Das elektronische Schloss 300 umfasst sowohl auf seiner Innenseite als auch auf seiner Außenseite einen Bluetooth-LE-Chip. Somit stellt das elektronische Schloss 300 auf seiner Innenseite einen Beacon 801 und auf seiner Außenseite einen Beacon 802 bereit (siehe Fig. 3c). Die Beacons 801, 802 definieren in dem Bereich, in dem die Signale der Beacons 801, 802 empfangen werden können (oder oberhalb eines Schwellwertes liegen), Erlaubnisbereiche 803, 804. In dieser Zone darf sich der Zusteller während der Zustellung aufhalten. Wird also festgestellt, dass sich das Mobilgerät 100 in dem Bereich 803 oder 804 befindet, kann davon ausgegangen werden, dass sich der Zusteller 400 in dem vordefinierten Bereich aufhält. In dem Bereich 805 hingegen sind die Signale der Beacons 801, 802 nicht oder nur unterhalb eines Schwellwertes zu empfangen. Dieser Bereich 805 stellt einen Verbotsbereich außerhalb des vordefinierten Bereichs dar. Wird also festgestellt, dass sich das Mobilgerät 100 nicht in dem Bereich 803 oder 804 befindet, kann davon ausgegangen werden, dass sich der Zusteller 400 nicht lediglich in dem vordefinierten Bereich aufhält. Weiterhin ist ein separater Bluetooth-Beacon 350 in dem Eingangsbereich platziert. Der Bereich 807, in dem die Signale des Beacons 350 zu empfangen oder oberhalb eines Schwellwertes liegen, ist in diesem Fall ein Verbotsbereich. Wird also festgestellt, dass sich das Mobilgerät 100 in dem Bereich 807 befindet, kann davon ausgegangen werden, dass sich der Zusteller 400 außerhalb des vordefinierten Bereichs und somit nicht lediglich in dem vordefinierten Bereich aufhält. Es ist beispielsweise ebenfalls möglich durch den Beacon 350 einen weiteren Erlaubnisbereich anstelle eines Verbotsbereichs zu definieren.
Grundsätzlich kann die Anwesenheit des Mobilgeräts 100 in den jeweiligen Bereich durch das Mobilgerät 100 durchgeführt werden. Alternativ oder zusätzlich ist jedoch auch denkbar, dass die Position des Mobilgeräts 100 durch die Beacons 801, 802, 350 festgestellt wird. Hierzu kann das Mobilgerät 100 beispielsweise regelmäßig (Bluetooth- Signale aussenden, welche von den Beacons empfangen werden. Auf Basis beispielsweise
der empfangen Signalstärke der vom Mobilgerät 100 gesendeten Signale kann dann die Position des Mobilgeräts 100 bestimmt werden.
Anhand von Fig. 4a-c soll ein weiteres Beispiel aufgezeigt werden, wie alternativ oder auch in Kombination mit dem zuvor beschriebenen ein Prüfen, ob sich der Zusteller lediglich in dem vordefinierten Bereich aufgehalten hat, durchgeführt werden kann.
Der Zusteller 400 befindet sich vor der Tür 800 mit dem elektronischen Schloss 300. Das elektronische Schloss 300 umfasst einen Bluetooth-LE-Chip, sodass das elektronische Schloss auch ein Beacon 801 umfasst. Zudem wurde in dem Gebäude oder
Gebäudeabschnitt ein weiterer separater Beacon 350 platziert. Durch ein Mobilgerät (beispielsweise das Mobilgerät 100, beispielsweise ein Smartphone) des Zustellers 400 kann die Signalstärke (beispielsweise die Received Signal Strength) der Signale des Beacons 801 bei Öffnung (beispielsweise kurz vorher, kurz nachher oder währenddessen] der Tür 800 gemessen werden. Hierbei hat das Mobilgerät die Distanz 810 von Beacon 801. Anschließend wird die Tür 800 geöffnet, was zu einer vergrößerten Distanz 811 zum Beacon 801 und zu einer geringeren Signalstärke führt (Fig. 4b). Die Distanz 811 wird im Wesentlichen der Breite der Tür 800 entsprechen. Auf der Basis typischer Werte oder von Erfahrungswerten für die Distanz 810 und/oder 811 kann ein Umrechnungsfaktor bestimmt werden, mit dem aus der empfangenen Signalstärke die Entfernung zwischen Mobilgerät 100 und entsprechendem Beacon ermittelt werden kann. Zudem kann bei geöffneter Tür 800 durch das Mobilgerät 100 die Signalstärke von Signalen des eine Distanz 812 entfernten Beacons 350 gemessen werden. Betritt der Zusteller 400 das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt, um eine Sendung zuzustellen (Fig. 3c], ändern sich die Signalstärken entsprechend der Distanzen 813, 814 der Beacons 801, 350.
Insbesondere auf Basis des Umrechnungsfaktors und mithilfe von Triangulation kann die Position des Mobilgeräts 100 und damit des Zustellers 400 ermittelt werden. Begibt sich der Zusteller 400 zu weit in die das Gebäude oder den Gebäudeabschnitt, das heißt hält sich der Zusteller nicht lediglich in einem vordefinierten Bereich auf, kann dies durch das Mobilgerät festgestellt werden.
Insbesondere in diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn beispielsweise die gemessenen Signalstärken und/oder die ermittelten Umrechnungsfaktoren an einen Server (zum Beispiel Server 200] übertragen werden. Diese Informationen können eine
Optimierung der künftigen Ermittlung des Umrechnungsfaktors ermöglichen, indem das zugrundeliegende Modell angepasst auf Basis der Informationen wird.
Die in Fig. 3, 4 dargestellten Verfahren stellen jedoch nur ein mögliches
Ausführungsbeispiel dar, um zu bestimmen, ob der Zusteller 400 sich lediglich in dem vordefinierten Bereich aufgehalten hat. Andere insbesondere beschriebene
Ausführungsformen sind ebenfalls möglich (beispielsweise auf Basis einer Ortung des Mobilgeräts 100 basierend auf WLAN-Signalen oder dem Erdmagnetfeld). Um ein weiteres Beispiel zu nennen, können alternativ oder zusätzlich Bewegungsmelder (beispielsweise ein PIR-Sensor) eingesetzt werden, um zu überprüfen, ob der Zusteller 400 sich lediglich in dem vordefinierten Bereich aufgehalten hat.
Zurückkehrend zu Fig. 2b wird insbesondere in den Fällen, in denen die erste
vordefinierte Zeitdauer abgelaufen ist (Aktion 112), kein Signal zum Ableiten der Position empfangen wird (Aktion 113) und/oder festgestellt wird, dass sich der Zusteller außerhalb des vordefinierten Bereichs befindet, beispielsweise weil das Signal zu schwach ist (Aktion 111, Aktion 353), geprüft, ob der Zusteller das Haus oder die Wohnung verlassen hat. In diesem Fall wird dies ermöglicht, indem geprüft wird, ob die Tür von außen verriegelt ist (Aktion 114, 115). Grundsätzlich ist jedoch auch möglich, dass ausgelöst durch andere Ereignisse ein Prüfen des Türzustandes (insbesondere, ob die Tür von außen verriegelt ist) erfolgt oder auf andere Weise zu prüfen, ob das Haus oder die Wohnung verlassen wurde.
Für den Fall, dass der Zusteller 400 das Paket abgelegt hat (Aktion 406) und anschließend die Tür geschlossen und von außen verriegelt hat (Aktion 407), wird dies von dem elektronischen Türschloss 300 festgestellt (Aktion 304) und Information indikativ für ein erfolgtes Sichern der Tür an das Mobilgerät 100 und/oder den Beacon 350 gesendet (Aktion 305). Das regelmäßige Senden der Signale zum Ableiten der Position kann beendet werden (Aktion 306). In diesem Fall führt eine Überprüfung des Türzustands zu einem positiven Ergebnis (das heißt, es wird festgestellt, dass die Tür von außen verriegelt ist), sodass entschieden werden kann, dass eine erfolgreiche Zustellung erfolgt ist (Aktion 116). Zudem kann Information indikativ für eine erfolgreiche Zustellung an den Server 200 gesendet werden. Sowohl die Raum-Überwachung, die Sensor-Überwachung als auch der Timer können dann beendet werden (Aktion 117).
Optional kann gefordert werden, dass der Zusteller 400 über ein Eingabegerät des Mobilgeräts 100 die Paketzustellung manuell quittiert (Aktion 408). Der Zusteller kann das Programm auf dem Mobilgerät bei Bedarf schließen (Aktion 409).
Der Server 200 überprüft, ob die Zustellung erfolgreich war (Aktion 209), insbesondere wenn die zweite vordefinierte Zeitdauer abgelaufen ist (Aktion 208). Hat der Server die Information indikativ für eine erfolgreiche Zustellung von dem Mobilgerät 100 empfangen, kann insbesondere Information indikativ für eine erfolgreiche Zustellung an die Verwaltungsanwendung 500 gesendet werden, sodass ein Administrator oder der
Bewohner über die erfolgreiche Zustellung benachrichtigt werden kann (Aktion 504). Der serverseitige Timer kann dann ebenfalls beendet werden (Aktion 210).
Wird hingegen nach abgelaufener zweiter vordefinierter Zeitdauer bei Aktion 209 festgestellt, dass die Zustellung nicht erfolgreich war, wird Information indikativ für eine erfolglose Zustellung an die Verwaltungsanwendung 500 gesendet werden, sodass der Benutzer über eine Zustellung mit Zeitablauf ohne Rückmeldung des Zustellers 400 benachrichtigt werden kann (Aktion 505). Alternativ oder zusätzlich kann Information indikativ für ein erfolgtes Sichern der Tür auch von dem Beacon 350 an den Server 200 gesendet werden (Aktion 355). Auf Basis dieser Information kann dann durch den Server 200 festgestellt werden, dass die Zustellung erfolgreich war (Aktion 209). Nun wird der Fall betrachtet, dass festgestellt wird, dass sich der Zusteller 400 nicht weniger oder mehr als eine vordefinierte Zeitdauer und/oder nicht lediglich in dem vordefinierten Bereich in der Wohnung aufgehalten hat. Dies ist insbesondere der Fall, wenn bei Aktion 114 und/oder Aktion 115 nicht festgestellt wird, dass die Tür von außen verriegelt wurde.
Wird festgestellt, dass sich der Zusteller 400 nicht weniger oder mehr als eine vordefinierte Zeitdauer in der Wohnung aufgehalten hat (beispielsweise nach Prüfung gemäß Aktion 115), wird ein vorzugsweise stiller Alarm ausgelöst (Aktion 118). Unter einem stillen Alarm wird insbesondere verstanden, dass für den Zusteller 400 der Alarm
nicht erkennbar ist, um die Gefahr zu verringern, dass das Mobilgerät 100 deaktiviert oder ausgeschaltet wird. Zunächst wird überprüft, welche Kommunikationsverbindung dem Mobilgerät 100 zur Verfügung steht. In diesem Beispiel wird zunächst geprüft, ob eine Verbindung zum Internet besteht (Aktion 119]. Falls dies der Fall ist, wird eine
Benachrichtigung indikativ für einen Zeitablauf an den Server 200 gesendet (Aktion 120). Der Sever 200 überprüft (beispielsweise regelmäßig, insbesondere solange die zweite vordefinierte Zeitdauer noch nicht abgelaufen ist (vgl. Aktion 208)), ob ein Zeitüberlauf gemeldet wurde (Aktion 211). Ist dies der Fall, wird zum einen eine Benachrichtigung an die Verwaltungsanwendung 500 gesendet, sodass der Benutzer über den Zeitüberlauf benachrichtigt wird (optional mit der Angabe, inwieweit die vordefinierte Zeitdauer überschritten wurde, Aktion 506). Zum anderen wird durch den Server 200 ein Abfragen der Gründe, warum der Zeitablauf erfolgte, ausgelöst (Aktion 212). Das Mobilgerät 100 fragt daraufhin beim Zusteller 400 die Gründe hierfür ab (Aktion 121, Aktion 410). Der Zusteller 400 kann mittels eines Eingabegeräts die Gründe am Mobilgerät 100 eingeben (Aktion 411). Die Gründe werden an den Server 200 gesendet und von diesem gespeichert (Aktion 213). Zudem kann eine Benachrichtigung an die Verwaltungsanwendung 500 gesendet werden, sodass der Benutzer über die Gründe benachrichtigt wird (Aktion 507).
Wird festgestellt, dass sich der Zusteller 400 nicht lediglich in dem vordefinierte Bereich in der Wohnung aufgehalten hat (beispielsweise nach Prüfung gemäß Aktion 114), wird ebenfalls ein vorzugsweise stiller Alarm ausgelöst (Aktion 122). Zunächst wird überprüf, welche Kommunikationsverbindung dem Mobilgerät 100 zur Verfügung stehen. In diesem Beispiel wird zunächst geprüft, ob eine Verbindung zum Internet besteht (Aktion 123). Falls dies der Fall ist, wird eine Benachrichtigung indikativ für ein Verlassen des Bereichs an den Server 200 gesendet (Aktion 124). Der Sever 200 überprüft (beispielsweise regelmäßig, insbesondere solange die zweite vordefinierte Zeitdauer noch nicht abgelaufen ist (vgl. Aktion 208)), ob ein Verlassen des Bereichs gemeldet wurde (Aktion 214). Ist dies der Fall, wird zum einen eine Benachrichtigung an die
Verwaltungsanwendung 500 gesendet, sodass der Benutzer über das Verlassen des Bereichs benachrichtigt wird (Aktion 508). Zum anderen wird durch den Server 200 ein Abfragen der Gründe, warum der Bereich verlassen wurde, ausgelöst (Aktion 215). Das Mobilgerät 100 fragt daraufhin beim Zusteller 400 die Gründe hierfür ab (Aktion 125, Aktion 412). Der Zusteller 400 kann mittels eines Eingabegeräts die Gründe am
Mobilgerät 100 eingeben (Aktion 413). Die Gründe werden an den Server 200 gesendet
und von diesem gespeichert (Aktion 216). Zudem kann eine Benachrichtigung an die Verwaltungsanwendung 500 gesendet werden, sodass der Benutzer über die Gründe benachrichtigt wird (Aktion 509). Zusätzlich oder alternativ kann der Beacon 350 (beispielsweise, wenn durch den Beacon 350 ein Aufenthalt des Zustellers 400 in einer Verbotszone festgestellt wird (Aktion 354)) einen Alarm auslösen (Aktion 356) und/oder Information indikativ für ein Verlassen des vordefinierten Bereichs an den Server 200 senden (Aktion 357). Ebenfalls kann von einer Einbruchsmeldeanlage Information indikativ für einen Zutritt des Gebäudes,
Gebäudeabschnitts oder eines Teils hiervon an den Server 200 gesendet werden.
Serverseitig kann dabei berücksichtigt werden, ob das jeweilige Verhalten zuvor autorisiert wurde (Aktion 217). Eine derartige Autorisierung kann an von
Einbruchsmeldeanlage empfangen werden. Dies kann einen Fehlalarm der
Einbruchmeldeanlage vermeiden.
Das serverseitige Prüfen auf einen Alarm in Bezug auf einen Zeitüberlauf (Aktion 211) oder in Bezug auf ein Verlassen des Bereichs (Aktion 214) kann (periodisch) wiederholt werden, bis die zweite vordefinierte Zeitdauer abgelaufen ist (Aktion 208). Besteht keine Internetverbindung (Aktion 119 bzw. 123), wird in diesem Beispiel geprüft, ob für das Mobilgerät 100 eine Verbindung zu einem Mobilfunknetz besteht (Aktion 126 bzw. 127). Falls dies der Fall ist, wird eine Benachrichtigung indikativ für einen Zeitablauf bzw. für ein Verlassen des Bereichs an den Server 200 gesendet (Aktion 128 bzw. 129). Dies kann beispielsweise mittels SMS oder mittels eines Telefonanrufs erfolgen. Der Server 200 sendet eine Benachrichtigung an die Verwaltungsanwendung 500 (Aktion 217 bzw. 218), sodass der Benutzer über den Zeitüberlauf bzw. über das Verlassen des Bereichs (ohne Rückmeldung des Zustellers 400) benachrichtigt werden kann (Aktion 510 bzw. 511). Die Figuren 5a, 5b zeigen ein Ablaufdiagramm eines zweiten Ausführungsbeispiels erfindungsgemäßer Verfahren gemäß den unterschiedlichen Aspekten. Die Schnittstellen zwischen den Figuren sind in dem Ablaufdiagramm mit Buchstaben gekennzeichnet. Das Ausführungsbeispiel betrifft ebenfalls die Zustellung eines Pakets durch einen Zusteller.
Das Beispiel ist wiederum auch auf andere durchzuführende Aktionen durch andere Personen übertragbar.
Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel aus Fig. 2 eignet sich dieses
Ausführungsbeispiel insbesondere für eine Zustellung in eine teil-öffentliche
Sicherheitszone, beispielsweise ein Treppenhaus. In diesem Fall wird kein separater Beacon 350 verwendet. Zudem wird in dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5 nicht geprüft, ob sich der Zusteller lediglich in einem vordefinierten Bereich aufgehalten hat. Es wird lediglich geprüft, ob sich der Zusteller weniger oder nicht mehr als eine vordefinierte Zeitdauer in dem Haus aufgehalten hat.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel wird in diesem Fall mit einem Mobilgerät 100' (beispielsweise einem Mobiltelefon oder einem Handscanner) des Zustellers 400' als beispielhafte Vorrichtung gemäß dem ersten Aspekt zur Durchführung eines
beispielhaften Verfahrens gemäß dem ersten Aspekt, mit einem Server 200' als beispielhafte Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt zur Durchführung eines
beispielhaften Verfahrens gemäß dem zweiten Aspekt und mit einem elektronischen Türschloss 300' durchgeführt. Zudem werden Aktionen durch eine
Verwaltungsanwendung 500' durchgeführt. Ebenfalls sind den Zusteller 400' betreffende Aktionen dargestellt.
In diesem Fall kann der Zusteller 400' Zugangsberechtigungen, insbesondere unabhängig von seinem Standort und im Voraus der Zustellung, verwalten (Aktion 420'). Daraufhin fordert das Mobilgerät 100' entsprechende Zugangsberechtigungsinformation beim Server 200' an (Aktion 101').
Mittels der Verwaltungsanwendung 500' können beispielsweise von einem Mitarbeiter des Zustellunternehmens oder dem Bewohner der Wohnung Zugangsberechtigungen bereits im Voraus der Zustellung zugewiesen oder vergeben werden (Aktion 501').
Beispielsweise wird mittels der Verwaltungssoftware 500' festgelegt, dass
Zugangsberechtigungen zu bestimmten Zeiten (beispielsweise derart, dass ein Zugang an bestimmten Tagen und Uhrzeiten, beispielsweise Wochentags von 9;00h - 17:00h, ermöglicht wird) vergeben werden können. Der Server 200' empfängt
Zugangsberechtigungsinformation von der Verwaltungsanwendung 500', sodass eine
personenbezogene und mandantenspezifische Vergabe von Zugangsberechtigungen durch den Server 200' erfolgen kann (Aktion 202'). Der Server 200' vergibt eine dauerhafte (das heißt eine mehrfach verwendbare), gespeicherte (das heißt eine zu beliebiger Zeit verwendbare) und zeitlich begrenzte (das heißt nur ein bestimmte Aufenthaltsdauer erlaubende) Zugangsberechtigung und sendet hierzu Zugangsberechtigungsinformation an das Mobilgerät 100' (Aktion 203'). Dabei wird auch eine (erste) vordefinierte Zeitdauer ermittelt, für die sich der Zusteller 400' zur Zustellung höchstens in dem Haus aufhalten darf, in diesem Beispiel 60 Sekunden. Das Senden der Zugangsberechtigungsinformation kann auch ein Senden der ersten vordefinierten Zeitdauer umfassen, für die sich der Zusteller 400' höchstens in dem Haus aufhalten darf. Die
Zugangsberechtigungsinformation wird von dem Mobilgerät 100' empfangen (Aktion 102'). Ebenfalls ist möglich, dass die Zugangsberechtigungsinformation ohne vorherige Anfrage an das Mobilgerät 100' gepusht wird. Befindet sich der Zusteller 400' mit dem Mobilgerät 100' vor einem Wohnhaus desjenigen, an den das Paket zugestellt werden soll (Aktion 401'), kann mittels des Mobilgeräts manuell durch den Zusteller 400' (oder alternativ automatisch durch das Mobilgerät beispielsweise auf Basis von Positionsdaten) Zugang zum Haus angefordert werden (Aktion 402'). Auf Basis von Positionsdaten, etwa basierend auf GPS-Daten oder der Signalstärke des Mobilfunknetzes, prüft das Mobilgerät 100' die Plausibilität des angeforderten Zugangs zumindest auf Basis einer ermittelten Position des Mobilgeräts 100' (Aktion 140').
Es erfolgt eine Rückmeldung (bevorzugt einschließlich der ersten vordefinierten
Zeitdauer) an den Zusteller 400', beispielsweise über den Bildschirm des Mobilgeräts 100' (Aktion 403'). Der Zusteller 400' öffnet die Tür mit dem Mobilgerät 100' (Aktion 405*). Hierzu sendet das Mobilgerät 100' Zugangsberechtigungsinformation (vorzugsweise inklusive der ersten vordefinierten Zeitdauer) an das elektronische Türschloss 300' (Aktion 103'), welches daraufhin entsichert (beispielsweise geöffnet) wird (Aktion 301').
Nach dem Senden der Zugangsberechtigungsinformation (Aktion 103') durch das
Mobilgerät 100' (und bevorzugt dem Erhalten einer Bestätigung durch das elektronische Schloss 300', dass die Tür geöffnet ist), wird überprüft, ob das Mobilgerät 100' eine Verbindung zum Internet hat (Aktion 106') und, falls nicht, eine Verbindung mit einem
Mobilfunknetz besteht [Aktion 107')· In Abhängigkeit der Prüfung wird an den Server 200' Information repräsentativ für die Öffnung der Haustür gesendet und dort über das Internet (Aktion 206') oder per SMS oder Telefonanruf (Aktion 207') empfangen. Der Server 200' wiederum sendet Information repräsentativ für den Beginn der
Hauszustellung an die Verwaltungsanwendung 500' (Aktionen 206' oder 207'), welche dies anzeigt (Aktion 502').
Da die Zugangsberechtigungsinformation in diesem Beispiels insbesondere zeitlich unabhängig vom eigentlichen Zutritt von Server 200' gesendet werden kann, kann ein serverseitiger Timer nicht durch das Senden der Zugangsberechtigungsinformation ausgelöst werden, wie in Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel
beschrieben. Stattdessen wird nun ausgelöst durch das Empfangen der Information repräsentativ für die Öffnung der Haustür serverseitig ein Timer mit einer (zweiten) vordefinierten Zeitdauer initialisiert und gestartet (Aktion 204'). Die zweite vordefinierte Zeitdauer beträgt in diesem Fall 60 Sekunden. Diese zweite vordefiniert Zeitdauer dient einer zusätzlichen serverseitigen Überprüfung der Aufenthaltsdauer des Zustellers, beispielsweise für den Fall, dass die Kommunikation mit dem Mobilgerät 100' abbricht.
Der Zusteller 400' kann nun das Paket hinter der Tür in dem Haus ablegen oder Briefe zustellen (Aktion 406'). Dabei erfolgt ein Prüfen, ob sich der Zusteller zur Zustellung weniger oder nicht mehr als die erste und/oder eine zweite vordefinierte Zeitdauer in dem Haus aufgehalten hat.
Hierzu wird durch das Mobilgerät 100' ein Timer mit der ersten vordefinierten Zeitdauer initialisiert und gestartet (Aktion 105').
Insbesondere in dem Fall, in dem die erste vordefinierte Zeitdauer abgelaufen (Aktion 112') ist, wird geprüft, ob der Zusteller das Haus verlassen hat. Im Fall eines
Mehrfamilienhauses wird der Zusteller 400' die Haustür nicht von außen verriegeln, sondern nur zuziehen (Aktion 407'). Das elektronische Schloss kann also lediglich ein Schließen der Tür, jedoch insbesondere kein Verriegeln des Türschlosses feststellen (Aktion 304'). Insofern wird in diesem Beispiel das Prüfen, ob der Zusteller das Haus verlassen hat, dadurch realisiert, dass geprüft wird, ob die Position der Person außerhalb des Hauses liegt. Diese Prüfung basiert in diesem Fall darauf, dass geprüft wird, ob für die
Position der Person repräsentative Positionsinformation (zum Beispiel basierend auf GPS- und/oder GSM-Signalen) außerhalb des Hauses festgestellt wird (Aktion 141') und/oder ob ein Entsichern eines Türschlosses eines anderen Hauses festgestellt wird (Aktion 142'). Für den Fall, dass der Zusteller 400 das Paket abgelegt hat oder die Briefe zugestellt hat (Aktion 406') und anschließend das Haus verlassen hat, sodass eine Überprüfung zu einem positiven Ergebnis führt (das heißt es wird festgestellt, dass der Zusteller das Haus verlassen hat), kann entschieden werden, dass eine erfolgreiche Zustellung erfolgt ist (Aktion 116'). Zudem kann Information indikativ für eine erfolgreiche Zustellung an den Server 200' gesendet werden.
Optional kann gefordert werden, dass der Zusteller 400' über ein Eingabegerät des Mobilgeräts 100' das Verlassen des Hauses bestätigt (Aktion 421') und/oder die
Paketzustellung manuell quittiert (Aktion 408'). Der Zusteller kann das Programm auf dem Mobilgerät bei Bedarf schließen oder es bleibt im Hintergrund aktiv (Aktion 409').
Der Server 200' überprüft, ob die Zustellung erfolgreich war (Aktion 209"), insbesondere wenn die zweite vordefinierte Zeitdauer abgelaufen ist (Aktion 208'). Hat der Server die Information indikativ für eine erfolgreiche Zustellung von dem Mobilgerät 100' empfangen, kann insbesondere Information indikativ für eine erfolgreiche Zustellung an die Verwaltungsanwendung 500' gesendet werden, sodass ein Administrator oder der Bewohner über die erfolgreiche Zustellung benachrichtigt werden kann (Aktion 504'). Der serverseitige Timer kann dann ebenfalls beendet werden (Aktion 210'). Für den Fall, dass festgestellt wird, dass sich der Zusteller 400 nicht weniger oder mehr als eine vordefinierte Zeitdauer und/oder nicht lediglich in dem vordefinierten Bereich in der Wohnung aufgehalten hat, das heißt insbesondere für den Fall, dass der Server 200' keine erfolgreiche Zustellung feststellen kann (Aktion 209') oder dass bei Aktion 141' und/oder Aktion 142' nicht festgestellt wird, dass der Zusteller 400' das Haus verlassen hat, wird wie schon in Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben verfahren, das heißt es wird der beschrieben stille Alarm ausgelöst. Es können sich somit
insbesondere die Aktionen 118, 119, 120, 121, 410, 411, 211, 212, 213, 505, 506, 507 der Fig. 2 anschließen.
Die in dieser Spezifikation beschriebenen Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung und die diesbezüglich jeweils angeführten optionalen Merkmale und
Eigenschaften sollen auch in allen Kombinationen miteinander offenbart verstanden werden. Insbesondere soll auch die Beschreibung eines von einem Ausführungsbeispiel umfassten Merkmals - sofern nicht explizit gegenteilig erklärt - vorliegend nicht so verstanden werden, dass das Merkmal für die Funktion des Ausführungsbeispiels unerlässlich oder wesentlich ist. Die Abfolge der in dieser Spezifikation geschilderten Verfahrensschritte in den einzelnen Ablaufdiagrammen ist nicht zwingend, alternative Abfolgen der Verfahrensschritte sind denkbar. Die Verfahrensschritte können auf verschiedene Art und Weise implementiert werden, so ist eine Implementierung in
Software (durch Programmanweisungen), Hardware oder eine Kombination von beidem zur Implementierung der Verfahrensschritte denkbar. In den Patentansprüchen verwendete Begriffe wie "umfassen", "aufweisen", "beinhalten", "enthalten" und dergleichen schließen weitere Elemente oder Schritte nicht aus. Unter die Formulierung „zumindest teilweise" fallen sowohl der Fall„teilweise" als auch der Fall„vollständig". Die Formulierung„und/oder" soll dahingehend verstanden werden, dass sowohl die
Alternative als auch die Kombination offenbart sein soll, also„A und/oder B" bedeutet ,,(A] oder (B) oder (A und B]". Die Verwendung des unbestimmten Artikels schließt eine Mehrzahl nicht aus. Eine einzelne Vorrichtung kann die Funktionen mehrerer in den Patentansprüchen genannten Einheiten bzw. Vorrichtungen ausführen. In den
Patentansprüchen angegebene Bezugszeichen sind nicht als Beschränkungen der eingesetzten Mittel und Schritte anzusehen.
Referenzen
[1] "Whole-Home Gesture Recognition Using Wireless Signals", Qifan Pu, Sidhant Gupta, Shyamnath Gollakota, and Shwetak Patel, University of Washington
[2] "Indoor target tracking using high doppler resolution passive Wi-Fi radar", Q. Chen; Dept. of Electron. & Electr. Eng., Univ. Coli. London, London, UK; B. Tan; K. Woodbridge; K. Chetty