Entkopplungsring für einen Ultraschallsensor eines Kraftfahrzeugs mit Markerelement, Ultraschallsensorvorrichtung, Verkleidungsanordnung, Kraftfahrzeug sowie Verfahren
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Entkopplungsring für einen Ultraschallsensor eines Kraftfahrzeugs, wobei der Entkopplungsring zumindest bereichsweise zwischen dem Ultraschallsensor und einem Verkleidungsteil des Kraftfahrzeugs anordenbar ist, und wobei der Entkopplungsring aus einem Grundmaterial hergestellt ist. Zudem betrifft die vorliegende Erfindung eine Ultraschallsensorvorrichtung mit einem Ultraschallsensor und einem derartigen Entkopplungsring. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung eine Verkleidungsanordnung mit einer Ultraschallsensorvorrichtung und einem
Verkleidungsteil. Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung ein Kraftfahrzeug mit einer solchen Verkleidungsanordnung. Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer Verkleidungsanordnung.
Das Interesse richtet sich vorliegende insbesondere auf Ultraschallsensoren für
Kraftfahrzeuge. Derartige Ultraschallsensoren sind bereits aus dem Stand der Technik bekannt und können beispielsweise im Frontbereich und im Heckbereich eines
Kraftfahrzeugs verbaut werden. Beispielsweise können die Ultraschallsensoren an den Stoßfängern des Kraftfahrzeugs angeordnet sein. Die Ultraschallsensoren können beispielsweise einem Fahrerassistenzsystem des Kraftfahrzeugs zugeordnet sein und Informationen über die Umgebung des Kraftfahrzeugs liefern. Beispielsweise kann mit den Ultraschallsensoren ein Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug und einem Objekt beziehungsweise Hindernis in der Umgebung des Kraftfahrzeugs bestimmt werden. Das Fahrerassistenzsystem kann beispielsweise dazu dienen, den Fahrer beim Einparken des Kraftfahrzeugs zu unterstützen.
Dabei ist es weiterhin bekannt, dass derartige Ultraschallsensoren in zugeordneten Verkleidungsteilen, beispielsweise in Stoßfängern, unverdeckt und somit sichtbar verbaut angeordnet werden. Dies bedeutet, dass sie in entsprechende Durchgangsöffnungen in dem zugeordneten Verkleidungsteil des Kraftfahrzeugs angeordnet sind und von außen sichtbar sind. Hierbei erstreckt sich die Membran des Ultraschallsensors, die
beispielsweise topfförmig ausgebildet sein kann, durch die Durchgangsöffnung des Verkleidungsteils hindurch, so dass eine Frontseite der Membran mit der äußeren Oberfläche des Verkleidungsteils bündig abschließt. Um die Übertragung von
mechanischen Schwingungen und/oder von Körperschall von dem Ultraschallsensor auf das Verkleidungsteil zu verringern, wird zwischen dem Ultraschallsensor und dem
Verkleidungsteil ein Entkopplungsring angeordnet. Ein solcher Entkopplungsring ist üblicherweise aus einem dämpfenden Material, beispielsweise einem
Flüssigsilikonkautschuk (LSR - Liquid Silicone Rubber) hergestellt.
Bei der Herstellung von Verkleidungsanordnungen, welche zumindest einen
Ultraschallsensor und ein Verkleidungsteil umfassen, werden unterschiedliche
Entkopplungsringe verwendet. Beispielsweise werden für die jeweiligen Fahrzeugtypen beziehungsweise für die jeweiligen Varianten von Stoßfänger verschiedene
Entkopplungsringe bereitgestellt. Die unterschiedlichen Varianten der Entkopplungsringe unterscheiden sich durch deren geometrische Abmessungen. Dabei können diese Abmessungsunterschiede so gering sein, dass diese beispielsweise mit dem
menschlichen Auge nicht oder nur schwierig unterschieden werden können. Um einen zuverlässigen Betrieb der Ultraschallsensoren zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass der passende Entkopplungsring ausgewählt wird. Bei den Entkopplungsringen handelt es sich um funktionsrelevante beziehungsweise System relevante Bauteile. Daher ist es beispielsweise nicht möglich, ein ausreichend großes geometrisches Merkmal an den Entkopplungsringen zu implementieren. Zudem sind die geometrischen Abmessungen der Entkopplungsringe üblicherweise so gering, dass ein wirksames geometrisches Merkmal nicht implementiert werden kann. Weiterhin sind die Entkopplungsringe nach dem Einbau zumindest teilweise sichtbar. Daher ist eine entsprechende Einfärbung der Entkopplungsringe aus optischen Gesichtspunkten nicht erwünscht. Weiterhin haften Farben nicht auf dem Material der Entkopplungsringe.
Hierzu beschreibt die EP 1 652 898 A2 eine permanente Markierung zur Kennzeichnung von lackierten Oberflächen, wie zum Beispiel von Fahrzeugteilen. Dabei ist die
Markierung durch eine fluoreszierende Substanz gebildet, die sich mit dem Lack verbindet. Die Markierung ist bei Tageslicht unsichtbar und wird durch die Bestrahlung mit UV-Licht sichtbar.
Darüber hinaus ist aus der WO 2013/138796 A1 ein Material auf Silikonbasis bekannt, das ein photochromes Element umfasst. Das Material ändert seine Farbe, wenn es UV- Strahlung ausgesetzt wird. Ferner kehrt das Material in seine ursprüngliche Farbe zurück, nachdem die UV-Strahlungsquelle entfernt wird.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lösung aufzuzeigen, wie eine
Verkleidungsanordnung für ein Kraftfahrzeug, die einen Ultraschallsensor, ein
Verkleidungsteil sowie einen Entkopplungsring umfasst, zuverlässiger hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Entkopplungsring, durch eine
Ultraschallsensorvorrichtung, durch eine Verkleidungsanordnung, durch ein Kraftfahrzeug sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß den jeweiligen unabhängigen Ansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, der Beschreibung und der Figuren.
Ein erfindungsgemäßer Entkopplungsring für einen Ultraschallsensor eines
Kraftfahrzeugs ist zumindest bereichsweise zwischen dem Ultraschallsensor und einem Verkleidungsteil des Kraftfahrzeugs anordenbar. Der Entkopplungsring ist aus einem Grundmaterial hergestellt. Zudem ist in das Grundmaterial des Entkopplungsrings zumindest ein Markerelement eingebracht.
Der Entkopplungsring kann zwischen dem Ultraschallsensor und dem Verkleidungsteil angeordnet werden, um eine Übertragung von mechanischen Schwingungen von dem Ultraschallsensor auf das Verkleidungsteil zu verhindern beziehungsweise zu vermindern. Das Verkleidungsteil kann beispielsweise ein Außenverkleidungsteil des Kraftfahrzeugs sein. Insbesondere ist das Verkleidungsteil ein Stoßfänger. In dem Verkleidungsteil ist zumindest eine Durchgangsöffnung beziehungsweise eine Bohrung vorgesehen, in welche der Ultraschallsensor eingebracht werden kann. Dabei kann auch eine Mehrzahl von Durchgangsöffnungen vorgesehen sein, in die jeweils ein Ultraschallsensor eingebracht wird. Der Ultraschallsensor kann eine Membran aufweisen, die
beispielsweise aus Aluminium gefertigt ist und topfförmig ausgebildet sein kann. Dabei kann der Ultraschallsensor so in der Durchgangsöffnung angeordnet werden, dass eine Frontseite der Membran mit der Außenfläche des Verkleidungsteils bündig abschließt. Mit dem Ultraschallsensor kann beispielsweise ein Objekt in der Umgebung des
Kraftfahrzeugs erfasst werden. Insbesondere kann ein Abstand zwischen dem
Kraftfahrzeug und dem Objekt mittels des Ultraschallsensors bestimmt werden. Hierzu sendet der Ultraschallsensor ein Ultraschallsignal aus. Zu diesem Zweck wird die
Membran des Ultraschallsensors mittels eines Wandlerelements, beispielsweise eines piezoelektrischen Elements, zu mechanischen Schwingungen angeregt. Das von dem Objekt reflektierte Ultraschallsignal kann dann wieder mit dem Ultraschallsensor erfasst werden. Anhand der Laufzeit des Ultraschallsignals kann dann der Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug und dem Objekt bestimmt werden. Um die Übertragung von mechanischen Schwingungen und/oder von Körperschall, der sich infolge der Anregung
der Membran ausgebildet, zu verhindern, wird der Entkopplungsring zwischen dem Ultraschallsensor und dem Verkleidungsteil angeordnet. Bei der Herstellung der
Verkleidungsanordnung kann der Entkopplungsring zunächst an der Membran angeordnet werden und anschließend der Ultraschallsensor zusammen mit dem
Entkopplungsring an dem Verkleidungsteil angeordnet werden.
Der Entkopplungsring ist aus einem Grundmaterial hergestellt. Dieses Grundmaterial ist derart ausgebildet, dass es die mechanischen Schwingungen und/oder den Körperschall dämpft. In das Grundmaterial wird zumindest ein Markerelement eingebracht. Mit anderen Worten ist der Entkopplungsring aus einem Verbundwerkstoff gebildet, wobei das zumindest eine Markerelement in das Grundmaterial beziehungsweise eine Matrix eingebettet ist. Das zumindest eine Markerelement kann erfasst werden. Dies kann beispielsweise nach der Auswahl des Entkopplungsrings oder nach dem Einbau des Entkopplungsrings erfolgen. Durch das Erfassen des zumindest einen Markerelements kann dann überprüft werden, ob der richtige Entkopplungsring ausgewählt wurde. Auf diese Weise kann bestimmt werden, ob der für den Ultraschallsensor und das
Verkleidungsteil passende Entkopplungsring bei der Herstellung der
Verkleidungsanordnung verwendet wurde. Dies ermöglicht einen sicheren und
zuverlässigen Betrieb des Ultraschallsensors in der Verkleidungsanordnung.
Bevorzugt bleibt durch das Einbringen des zumindest einen Markerelements in das Grundmaterial eine optische Erscheinung des Grundmaterials beibehalten. Der
Entkopplungsring kann aus einem Verbundwerkstoff hergestellt sein, welcher eines oder mehrere Markerelemente umfasst. Dabei kann der Verbundwerkstoff derart ausgebildet sein, dass das zumindest eine Markerelement für den Menschen nicht sichtbar ist.
Beispielsweise können in den Verbundwerkstoff zudem entsprechende Farbstoffe eingebracht sein, so dass das zumindest eine Markerelement nicht sichtbar ist. Das zumindest eine Markerelement kann auch in einem Zustand vorliegen, in dem es für den Menschen nicht sichtbar ist. Im eingebauten Zustand des Entkopplungsrings ist dieser für einen Betrachter von außen zumindest bereichsweise sichtbar. Dadurch, dass das zumindest eine Markerelement für den Menschen nicht sichtbar ist, stört das zumindest eine Markerelement die Optik des Kraftfahrzeugs nicht.
In einer weiteren Ausführungsform ist das zumindest eine Markerelement zumindest bei einer Beleuchtung des Entkopplungsrings mit Licht im sichtbaren Wellenlängenbereich unsichtbar. Wenn der Entkopplungsring beispielsweise mit Sonnenlicht bestrahlt wird, ist das zumindest Markerelement für den Menschen nicht sichtbar. Beispielsweise wird der
zumindest eine Entkopplungsring, welcher das zumindest eine Markerelement aufweist, derart hergestellt, dass das zumindest eine Markerelement in einem vorbestimmten Zustand des Markerelements für den Menschen nicht sichtbar ist. Insbesondere ist das zumindest einen Markerelement in einem nicht-angeregten Zustand unsichtbar. Auf diese Weise wird die optische Erscheinung des Kraftfahrzeugs durch den Entkopplungsring nicht beeinflusst.
In einer Ausführungsform umfasst das Grundmaterial einen Flüssigsilikonkautschuk. Insbesondere kann der Entkopplungsring aus einem Material hergestellt sein, welches eine Matrix aus einem Flüssigsilikonkautschuk umfasst. Der Flüssigsilikonkautschuk kann auch als Liquid Silicone Rubber (LSR) bezeichnet werden. Der Flüssigsilikonkautschuk kann beispielsweise aus zwei Komponenten gefertigt werden, die miteinander vermischt werden. Die beiden additionsvernetzenden Komponenten können mit einem
entsprechenden Spritzgusswerkzeug bearbeitet werden. Zum Aushärten des Gemisches kann dieses entsprechend erwärmt werden. In diesen Flüssigsilikonkautschuk kann dann das zumindest eine Markerelement eingebracht werden. Der Flüssigsilikonkautschuk zeichnet sich dadurch aus, dass er mechanische Schwingungen beziehungsweise Körperschall effektiv dämpft. Auch bei niedrigen Umgebungstemperaturen,
beispielsweise bis zu -40 Ό, ist das Material weic helastisch und stellt daher gute
Dämpfungseigenschaften bereit.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist in das Grundmaterial eine Mehrzahl von Markerelementen eingebracht, welche als Partikel ausgebildet sind. Bei der Herstellung des zumindest einen Entkopplungsrings, der das zumindest eine Markerelement aufweist, können eine Mehrzahl von Markerelementen in das Grundmaterial beziehungsweise den Verbundwerkstoff eingebracht werden. Insbesondere sind die Markerelemente als Partikel ausgebildet und gleichmäßig in dem Material verteilt. Somit kann eine einfache und kostengünstige Herstellung des Entkopplungsrings ermöglicht werden.
In einer Ausführungsform umfasst das zumindest eine Markerelement ein
fluoreszierendes Material. Somit kann das zumindest eine Markerelement zum Erfassen optisch angeregt werden. Beispielsweise kann das zumindest eine Markerelement aus einem fluoreszierenden Material gebildet sein. Das zumindest eine Markerelement kann auch aus einem fluoreszierenden Farbstoff gebildet sein. Dabei kann das zumindest eine Markerelement mittels einer Erfassungseinrichtung optisch angeregt werden. Hierzu kann beispielsweise mit der Erfassungseinrichtung Licht im ultravioletten Wellenlängenbereich ausgesendet werden. Dabei kann es vorgesehen sein, dass sich unterschiedliche
Entkopplungsringe, die hergestellt werden, bezüglich des fluoreszierenden Materials unterscheiden, welche jeweils als Markerelement in die Entkopplungsringe eingebracht sind. Somit können die Entkopplungsringe beispielsweise anhand ihrer Farbe bei der Anregung mit UV-Licht unterschieden werden.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umfasst das zumindest eine Markerelement ein ferromagnetisches Material. Damit kann zum Erfassen des zumindest einen
Markerelements ein von dem zumindest einen Markerelement erzeugtes Magnetfeld erfasst werden. Das zumindest eine Markerelement kann aus einem ferromagnetischen Material gebildet sein. Dieses ferromagnetische Material beziehungsweise das
Markerelement kann ein statisches Magnetfeld erzeugen. Dieses Magnetfeld kann beispielsweise mittels der Erfassungseinrichtung, die einen Magnetsensor umfasst, erfasst werden. In diesem Fall kann das Material, aus dem der Entkopplungsring gefertigt sind, zusätzlich einen Farbstoff umfassen, so dass die ferromagnetischen Partikel, die als Markerelement dienen, nicht sichtbar sind.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst das zumindest eine Markerelement ein radioaktives Material. Hierbei kann zum Erfassen des zumindest einen Markerelements eine von dem zumindest einen Markerelement erzeugte Strahlung erfasst werden.
Beispielsweise kann das zumindest eine Markerelement aus einem radioaktiven Material gebildet sein. In diesem Fall kann zum Erfassen des zumindest einen Markerelements eine Erfassungseinrichtung verwendet werden, die dazu ausgelegt ist, eine radioaktive Strahlung, die von dem zumindest einen Markerelement erzeugt wird, zu erfassen.
Eine erfindungsgemäße Ultraschallsensorvorrichtung umfasst einen Ultraschallsensor und einen erfindungsgemäßen Entkopplungsring. Der Entkopplungsring kann an dem Ultraschallsensor, insbesondre einer Membran des Ultraschallsensors, angeordnet sein.
Eine erfindungsgemäße Verkleidungsanordnung für ein Kraftfahrzeug umfasst eine erfindungsgemäße Ultraschallsensorvorrichtung und ein Verkleidungsteil, welches eine Durchgangsöffnung aufweist, wobei der Ultraschallsensor der
Ultraschallsensorvorrichtung zumindest bereichsweise in die Durchgangsöffnung eingebracht ist und der Entkopplungsring der Ultraschallsensorvorrichtung zumindest bereichsweise zwischen dem Ultraschallsensor und dem Verkleidungsteil angeordnet ist. Das Verkleidungsteil ist insbesondere ein Stoßfänger des Kraftfahrzeugs
Ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug umfasst eine erfindungsgemäße Verkleidungsanordnung. Das Kraftfahrzeug ist insbesondere als Personenkraftwagen ausgebildet.
Ein erfindungsgemäßes Verfahren dient zum Herstellen einer Verkleidungsanordnung für ein Kraftfahrzeug. Hierbei wird ein Verkleidungsteil mit einer Durchgangsöffnung bereitgestellt wird. Zudem wird ein Ultraschallsensor zumindest bereichsweise in die Durchgangsöffnung eingebracht. Ferner wird ein Entkopplungsring aus einem
Grundmaterial hergestellt, welches einen Flüssigsilikonkautschuk umfasst, und der Entkopplungsring wird zumindest bereichsweise zwischen dem Ultraschallsensor und dem Verkleidungsteil angeordnet. Des Weiteren wird in das Grundmaterial des
Entkopplungsrings zumindest ein Markerelement eingebracht und das zumindest eine Markerelement wird vor oder nach einen Einbringen des Entkopplungsrings mittels einer Erfassungseinrichtung erfasst.
Dabei können für unterschiedliche Varianten von Verkleidungsteilen beziehungsweise für unterschiedliche Fahrzeugtypen voneinander verschiedene Entkopplungsringe hergestellt werden. Insbesondere können zumindest zwei voneinander verschiedene
Entkopplungsringe hergestellt werden. Die zumindest zwei Entkopplungsringe können sich anhand ihrer Markerelemente unterscheiden. Alternativ dazu kann es beispielsweise vorgesehen sein, dass einer der zwei Entkopplungsringe das zumindest eine
Markerelement umfasst und der andere nicht. Die zwei Entkopplungsringe können sich auch bezüglich der Anzahl von Markerelementen unterscheiden. Das zumindest eine Markerelement kann erfasst werden. Dies kann beispielsweise nach der Auswahl des Entkopplungsrings oder nach dem Einbau des Entkopplungsrings erfolgen. Durch das Erfassen des zumindest einen Markerelements kann dann überprüft werden, ob der richtige Entkopplungsring ausgewählt wurde. Auf diese Weise kann bestimmt werden, ob der für den Ultraschallsensor und das Verkleidungsteil passende Entkopplungsring bei der Herstellung der Verkleidungsanordnung verwendet wurde. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn das zumindest eine Markerelement mittels einer Erfassungseinrichtung erfasst wird. Wie bereits erläutert, kann die Erfassungseinrichtung dazu dienen, das zumindest eine Markerelement in dem Entkopplungsring zu erfassen. Es kann also mittels der
Erfassungseinrichtung erkannt werden, ob das zumindest eine Markerelement in dem Entkopplungsring vorhanden ist oder nicht. Zudem kann es vorgesehen sein, dass mittels der Erfassungseinrichtung ein Typ des zumindest einen Markerelements erkannt wird. Die Erfassungseinrichtung kann auch dazu dienen, das zumindest eine Markerelement
anzuregen. Beispielsweise kann die Erfassungseinrichtung dazu dienen, das zumindest eine Markerelement optisch mittels UV-Strahlung anzuregen.
Die mit Bezug auf den erfindungsgemäßen Entkopplungsring vorgestellten bevorzugten Ausführungsformen und deren Vorteile gelten entsprechend für die erfindungsgemäße Ultraschallsensorvorrichtung, die erfindungsgemäße Verkleidungsanordnung, das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug sowie das erfindungsgemäße Verfahren.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen, sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen von der Erfindung als umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit gezeigt und erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind. Es sind auch Ausführungen und Merkmalskombinationen als offenbart anzusehen, die somit nicht alle Merkmale eines ursprünglich formulierten unabhängigen Anspruchs aufweisen.
Die Erfindung wird nun anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen sowie unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Dabei zeigen:
Fig. 1 ein Kraftfahrzeug gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung, welches ein Fahrerassistenzsystem mit Ultraschallsensoren aufweist;
Fig. 2 eine Verkleidungsanordnung, welche einen Ultraschallsensor, ein
Verkleidungsteil sowie einen Entkopplungsring umfasst, in einer geschnittenen Seitenansicht; und
Fig. 3 den Entkopplungsring, in den eine Mehrzahl von Markerelementen
eingebracht ist, in einer geschnittenen Seitenansicht.
In den Figuren werden gleiche und funktionsgleiche Elemente mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
Fig. 1 zeigt ein Kraftfahrzeug 1 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in einer Draufsicht. Das Kraftfahrzeug 1 ist in dem vorliegenden Fall als
Personenkraftwagen ausgebildet. Das Kraftfahrzeug 1 umfasst ein
Fahrerassistenzsystem 2. Das Fahrerassistenzsystem 2 umfasst wiederum eine
Steuereinrichtung 3, die beispielsweise durch ein elektronisches Steuergerät (ECU - Electronic Control Unit) des Kraftfahrzeugs 1 gebildet sein kann. Darüber hinaus umfasst das Fahrerassistenzsystem 2 zumindest einen Ultraschallsensor 4.
In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel umfasst das Fahrerassistenzsystem 2 acht Ultraschallsensoren 4. Dabei sind vier Ultraschallsensoren 4 in einem Frontbereich 5 des Kraftfahrzeugs 1 und vier Ultraschallsensoren 4 in einem Heckbereich 6 des
Kraftfahrzeugs 1 angeordnet. Die Ultraschallsensoren 4 sind dazu ausgebildet, ein Objekt in einem Umgebungsbereich 7 des Kraftfahrzeugs 1 zu erfassen. Zudem können die Ultraschallsensoren 4 dazu dienen, einen Abstand zwischen dem Objekt in dem
Umgebungsbereich 7 und dem Kraftfahrzeug 1 zu bestimmen. Die Ultraschallsensoren 4 sind zur Datenübertragung mit der Steuereinrichtung 3 verbunden. Entsprechende Datenleitungen sind vorliegend der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
Die Ultraschallsensoren 4 sind vorliegend jeweils an einem Verkleidungsteil 9 des Kraftfahrzeugs 1 angeordnet. Das Verkleidungsteil 9 kann insbesondere ein Stoßfänger des Kraftfahrzeugs 1 sein. Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer
Verkleidungsanordnung 8, die eine Ultraschallsensorvorrichtung 12 und das
Verkleidungsteil 9 umfasst. Die Ultraschallsensorvorrichtung 12 umfasst den
Ultraschallsensor 4 sowie einen Entkopplungsring 14.
Der Ultraschallsensor 4 umfasst eine Membran 10, die aus Aluminium gebildet sein kann und in dem vorliegenden Fall topfförmig ausgebildet ist. Ferner umfasst der
Ultraschallsensor 4 ein Gehäuse 1 1 , in dem die Membran 10 zumindest bereichsweise angeordnet ist. Zudem ist in dem Gehäuse 1 1 ein hier nicht dargestelltes
Wandlerelement angeordnet, mit dem die Membran 10 zu mechanischen Schwingungen angeregt werden kann. Infolge der Anregung der Membran 10 mit dem Wandlerelement wird ein Ultraschallsignal ausgesendet. Dieses Ultraschallsignal kann dann von dem Objekt beziehungsweise Hindernis in dem Umgebungsbereich 7 des Kraftfahrzeugs 1
reflektiert werden. Das von dem Objekt reflektierte Ultraschallsignal beziehungsweise Echo kann dann mit dem Ultraschallsensor 4 wieder empfangen werden. In dem
Gehäuse 1 1 des Ultraschallsensors 4 kann zudem die Elektronik des Ultraschallsensors 4 angeordnet sein.
Das Verkleidungsteil 9 umfasst eine Durchgangsöffnung 13, in welcher die Membran 10 des Ultraschallsensors 4 zumindest bereichsweise angeordnet ist. Zudem ist zwischen der Membran 10 und dem Verkleidungsteil 9 der Entkopplungsring 14 der
Ultraschallsensorvorrichtung 12 angeordnet. Der Entkopplungsring 14 dient dazu, mechanische Schwingungen und/oder Körperschall, die sich infolge der Anregung der Membran 10 durch das Wandlerelement ausbilden, zu dämpfen. Somit kann die
Ausbreitung von den mechanischen Schwingungen und/oder dem Körperschall von der Membran 10 auf das Verkleidungsteil 9 verringert werden.
Bei der Herstellung der Verkleidungsanordnung 8 stehen üblicherweise eine Mehrzahl von Entkopplungsringen 14 zur Auswahl. Dabei werden für unterschiedliche Varianten von Verkleidungsteilen 9 beziehungsweise für unterschiedliche Fahrzeugtypen unterschiedliche Entkopplungsringe 14 bereitgestellt, die sich bezüglich ihrer
geometrischen Abmessungen voneinander unterscheiden. Um die Entkopplungsringe 14 voneinander unterscheiden zu können, wird in zumindest einen Entkopplungsring 14 zumindest ein Markerelement 15 eingebracht.
Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung eines Entkopplungsrings 14 in einer geschnittenen Seitenansicht. Der Entkopplungsring 14 ist aus einem Grundmaterial 16 gebildet, das einen Flüssigsilikonkautschuk (LSR - Liquid Silicone Rubber) umfasst. Ferner sind in das Grundmaterial 16 eine Mehrzahl von Markerelementen 15, die beispielsweise als Partikel ausgebildet sein können, eingebracht. Insbesondere können die Markerelemente 15 gleichmäßig verteilt in dem Grundmaterial 16 angeordnet sein. Der Entkopplungsring 14 ist also aus einem Verbundwerkstoff gebildet, der das
Grundmaterial 16 und die Markerelemente 15 umfasst. Der Anteil der Markerelemente 15 in dem Verbundwerkstoff kann beispielsweise kleiner als 4 Vol.-% sein.
Die Darstellung in Fig. 3 ist rein schematisch und dient der Beschreibung der
Ausgestaltung des Entkopplungsrings 14. Das Grundmaterial 16 und/oder die
Markerelemente 15 sind derart ausgebildet, dass die Markerelemente 15 in einem vorbestimmten Zustand der Markerelemente 15 für den Menschen nicht sichtbar sind. Die Markerelemente 15 können beispielsweise aus einem fluoreszierenden Material gebildet
sein. Die Markerelemente 15 können auch aus einem ferromagnetischen Material gebildet sein. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Markerelemente 15 aus einem radioaktiven Material gebildet sind. Zudem können in dem Verbundwerkstoff Farbstoffe angeordnet sein. So kann der Entkopplungsring 14 beispielsweise transparent ausgebildet sein, eine graue Farbe aufweisen oder eine schwarze Farbe aufweisen.
Um zu überprüfen, ob bei der Herstellung der Verkleidungsanordnung 8 auch der für das Verkleidungsteil 9 und/oder den Ultraschallsensor 4 passende Entkopplungsring 14 ausgewählt wurde, kann eine Erfassungseinrichtung 17 verwendet werden (siehe Fig. 2). Wenn die Markerelemente 15 aus einem fluoreszierenden Material gebildet sind, kann die Erfassungseinrichtung 17 dazu dienen, die Markerelemente 15 optisch anzuregen. Hierzu kann mit der Erfassungseinrichtung 17 beispielsweise UV-Licht ausgesendet werden. Wenn die Markerelemente 15 aus einem ferromagnetischen Material gebildet sind, kann die Erfassungseinrichtung 17 dazu ausgebildet sein, das von den Markerelementen 15 bereitgestellte Magnetfeld zu erfassen. Falls die Markerelemente 15 ein radioaktives Material umfassen, kann die Erfassungseinrichtung 17 dazu ausgelegt sein, die von den Markerelementen 15 erzeugte Strahlung zu erfassen. Auf diese Weise kann vor oder nach dem Einbau des Entkopplungsrings 14 überprüft werden, ob der richtige
Entkopplungsring 14 ausgewählt wurde.