Beschreibung
Schaltungsanordnung und Verfahren zur Verringerung der Lichtmodulation von mindestens einer an einer Spannung betriebenen Lichtquelle
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung und ein Verfahren zur Verringerung der Lichtmodulation von mindes- tens einer an einer Spannung betriebenen Lichtquelle.
Hintergrund
Die Erfindung geht aus von einer Schaltungsanordnung nach der Gattung des Hauptanspruchs.
Aus Kosten- und Bauraumgründen werden Wandler beziehungs- weise Betriebsgeräte für Lichtquellen wie LEDs zunehmend so ausgeführt, dass sie die sich ändernde pulsierende Gleich¬ spannung, die aus der Netzspannung nach der Gleichrichtung entsteht, nicht mehr komplett glätten, da hierfür große Speicher wie Elektrolytkondensatoren notwendig sind, die teuer, raumgreifend und in der Anwendung unzuverlässig sind. Es wird vielmehr dazu übergegangen, kleinere Energie¬ speicher vorzusehen, die kostengünstiger oder zuverlässiger ausführbar sind. Zusätzlich wird mehr und mehr dazu übergegangen, statt eines einzigen konzentrierten Wandlers mehre- re kleinere vorzusehen, die dann auch nur jeweils einem Teil der Lichtquellen zugeordnet sind. Dabei ergibt sich allerdings das Problem, dass der Strom durch die Lichtquel¬ len mit der doppelten oder vielfachen Netzfrequenz moduliert wird, was bei Leuchtdioden als Lichtquellen zu einer ungewünschten Lichtmodulation führt.
Um diese Lichtmodulation etwas zu entschärfen, genügt oft ein einfacher ohmscher Widerstand in Serie zu den Lichtquellen. Um die Lichtmodulation zu eliminieren ist es bekannt, in Serie zu den Lichtquellen einen auf einen vorbe- stimmten Strom durch die Lichtquellen regelnden Linearregler vorzusehen, der den Strom durch die Lichtquellen auf einen gleichmäßen Stromwert regelt, der als Sollwert vorzu¬ geben ist. Dadurch wird jedoch in den jeweiligen Spitzen der die Lichtquellen versorgenden Spannung viel Energie verloren, was wiederum nicht gewünscht ist. Ebenso uner¬ wünscht ist oft, dass ein Sollwert für den Strom durch die Lichtquellen im Inneren ihres Wandlers fest vorgegeben oder sogar inhärent parametrisiert ist, weil solch ein Sollwert dann von außen, z. B. beim Dimmen, nicht mehr zugänglich geschweige denn veränderbar ist.
Aufgabe
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Schaltungsanordnung zur Verringerung der Lichtmodulation von mindestens einer an einer Spannung betriebenen Lichtquelle anzugeben, die mög- liehst effizient arbeitet und den Nachteil der auf einen vorbestimmten Strom regelnden Linearregler nicht mehr aufweist.
Darstellung der Erfindung
Die Lösung der Aufgabe bezüglich der Vorrichtung erfolgt erfindungsgemäß mit einer Schaltungsanordnung zur Verringe¬ rung der Lichtmodulation von mindestens einer an einer Spannung betriebenen Lichtquelle, die einen die Lichtmodu¬ lation verursachenden Wechselanteil aufweist, wobei die Schaltungsanordnung seriell zu der mindestens einen Licht- quelle schaltbar ist und eingerichtet ist, einen Momentan¬ wert des Stromes durch die mindestens eine Lichtquelle zu
messen, wobei sie eine Stromregelungseinrichtung aufweist, die den Strom durch die mindestens eine Lichtquelle regelt, wobei der Momentanwert des gemessenen Stromes durch die mindestens eine Lichtquelle als Istwert für die Stromre- geleinrichtung verwendbar ist und wobei ein Mittelwert des Momentanwertes des gemessenen Stromes durch die mindestens eine Lichtquelle als Sollwert für die Stromregeleinrichtung verwendbar ist.
Durch diese Maßnahme wird die erfindungsgemäße Schaltungs- anordnung besonders vorteilhaft nur bei entsprechend großen und schnellen Stromänderungen aktiv, während sie bei konstantem Strom eine sehr niedrige Impedanz aufweist und somit kaum Energie verbraucht. Ein weiterer Vorteil ist die Anpassungsfähigkeit der erfindungsgemäßen Schaltungsanord- nung: Da sie nur auf Stromänderungen reagiert, kann sie für beliebige Anwendungen mit unterschiedlichsten mittleren bzw. durchschnittlichen Strömen in unveränderter Schaltungsstruktur verwendet werden, in einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sogar mit jeweils identischen Bau- teilewerten. Die Auslegung ist lediglich für das Maß der Stromänderung relevant, nicht für die absolute Größe des Stromes. Damit ist in der Dimensionierung der Schaltungsanordnung angelegt, was als „große" beziehungsweise „schnel¬ le" Stromänderung anzusehen ist. Dies ist von der jeweili- gen Anwendung abhängig. Bei Anwendung einer Netzspannung wird diese Stromänderung daher im ms-Bereich liegen, wohingegen sie bei einer Anwendung z.B. an einem elektronischen Transformator eher im ys-Bereich liegt und damit deutlich schneller sein wird. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die
Schaltungsanordnung eine Mittelwertbildungseinrichtung (17) auf. Damit kann sie sehr einfach und elegant den Mittelwert
vorteilhaft selbst aus dem Momentanwert des Stromes bestim¬ men, und der Mittelwert muss nicht mehr in die Schaltungs¬ anordnung von außen eingegeben werden.
In einer weiteren Ausführungsform ist die Mittelwertbil- dungseinrichtung ein Tiefpass, und der Mittelwert des ge¬ messenen Stromes durch die mindestens eine Lichtquelle wird durch den Tiefpass gebildet. Diese Maßnahme stellt eine sehr einfache, kostengünstige und präzise analoge Mittel¬ wertbildung sicher. In einer weiteren Ausführungsform weist die Stromregeleinrichtung weiterhin bevorzugt auf:
- einen Transistor mit einer Bezugselektrode, einer Arbeit¬ selektrode und einer Steuerelektrode,
- einen Operationsverstärker mit einem positiven Eingang, einem negativen Eingang und einem Ausgang, wobei
- der Ausgang des Operationsverstärkers mit der Steuer¬ elektrode des Transistors gekoppelt ist,
- der Momentanwert des gemessenen Stroms durch die mindes¬ tens eine Lichtquelle in den positiven Eingang des Operati- onsverstärkers eingegeben wird,
- der Mittelwert des Momentanwertes des gemessenen Stromes durch die mindestens eine Lichtquelle in den negativen Eingang des Operationsverstärkers eingegeben wird,
wobei die Strecke zwischen Arbeitselektrode und Be- zugselektrode des Transistors seriell zur mindestens einen Lichtquelle geschaltet ist. Diese Maßnahme stellt vorteil¬ haft eine sehr einfache, kostengünstige und wirksame analo¬ ge Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung dar . In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Stromregeleinrichtung weiterhin auf:
- einen Transistor mit einer Bezugselektrode, einer Arbeit-
selektrode und einer Steuerelektrode, wobei
- der Momentanwert des gemessenen Stroms durch die mindes¬ tens eine Lichtquelle als Gegenspannung in die Bezugselekt¬ rode des Transistors eingegeben wird,
- der Mittelwert des Momentanwertes des gemessenen Stromes durch die mindestens eine Lichtquelle in die Steuerelektro¬ de des Transistors eingegeben wird,
wobei die Strecke zwischen Arbeitselektrode und Be¬ zugselektrode des Transistors seriell zur mindestens einen Lichtquelle geschaltet ist. Diese Maßnahme stellt vorteil¬ haft eine sehr einfache, sehr kostengünstige und wirksame analoge Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung dar.
In einer weiteren Ausführungsform ist die Schaltungsanord- nung eingerichtet, den Momentanwert des Stromes durch die mindestens eine Lichtquelle mittels einer Strommesseinrich¬ tung zu messen, die seriell zu der mindestens einen Licht¬ quelle und zu der Strecke zwischen Arbeitselektrode und Bezugselektrode des Transistors geschaltet ist. Das Vorse- hen einer Strommesseinrichtung erübrigt vorteilhaft einen zusätzlichen Eingang, durch den der Stromwert von außen zugeführt werden muss.
Wenn die Strommesseinrichtung ein ohmscher Widerstand ist, dann kann der Strom durch die Lichtquellen vorteilhaft auf besonders einfache und kostengünstige Weise von der Schal¬ tungsanordnung selbst gemessen werden.
In einer anderen Ausführungsform ist die Schaltungsanordnung ein Zweipol, der seriell an jeder Stelle in den Stromkreis der mindestens einen Lichtquelle geschaltet werden kann. Diese Maßnahme stellt besonders vorteilhaft ein brei¬ tes Anwendungsgebiet für die erfindungsgemäße Schaltungsan¬ ordnung sicher.
In einer weiteren Ausführungsform weist die Schaltungsanordnung eine integrierte Hilfsspannungsversorgung auf. Mit dieser Maßnahme wird die Schaltungsanordnung noch universeller einsetzbar, da sie die intern benötigten Spannungen selbst erzeugt.
Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn die Hilfsspan- nungsversorgung die Hilfsspannung aus der am Zweipol abfallenden Spannung generiert. Damit besteht die Schaltungsanordnung einzig aus dem vorteilhaften Zweipol, der besonders vielseitig verwendbar ist.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Hilfsspannungsversorgung einen Einweggleichrichter. Diese Lösung ist besonders einfach und kostengünstig, da hierfür nur eine Diode und eine Kapazität notwendig ist. In einer Ausführungsform ist die mindestens eine Lichtquel¬ le eine LED. LEDs sind besonders effizient und aus der Beleuchtungsindustrie nicht mehr wegzudenken.
In einer anderen Ausführungsform ist die mindestens eine Lichtquelle eine OLED. Organische Leuchtdioden werden in Zukunft eine immer größere Rolle in der Beleuchtung spie¬ len, und die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung ist vorteilhaft auch für diesen Lichtquellentyp geeignet.
Die Lösung der Aufgabe bezüglich des Verfahrens erfolgt erfindungsgemäß mit einem Verfahren zur Verringerung der Lichtmodulation von mindestens einer an einer Spannung betriebenen Lichtquelle, welche Spannung einen Wechselanteil aufweist, wobei seriell zu der mindestens einen Licht¬ quelle eine Stromregelschaltung vorgesehen ist, deren Istwert von dem Momentanwert des Stromes durch die mindestens eine Lichtquelle abgeleitet ist, und deren Sollwert von einem Mittelwert des Momentanwertes des Stromes durch die
mindestens eine Lichtquelle abgeleitet ist. Wie oben schon ausgeführt wird durch diese Maßnahme die das erfindungsge¬ mäße Verfahren durchführende Schaltungsanordnung besonders vorteilhaft nur bei entsprechend großen und schnellen Stro- mänderungen aktiv, während sie bei konstantem Strom eine sehr niedrige Impedanz aufweist und somit kaum Energie verbraucht .
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung und des erfin- dungsgemäßen Verfahrens zur Verringerung der Lichtmodulation von mindestens einer an einer Spannung betriebenen
Lichtquelle ergeben sich aus weiteren abhängigen Ansprüchen und aus der folgenden Beschreibung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnungen, in welchen gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit identi- sehen Bezugszeichen versehen sind. Dabei zeigen:
Fig.l ein schematisches Blockschaltbild der erfindungs¬ gemäßen Schaltungsanordnung zur Verringerung der
Lichtmodulation von mindestens einer Lichtquelle in einer typischen Anwendung an einer Kette seriell verschalteter LEDs, die an einer Netzspannung betrieben werden.
Fig. 2 eine erste Ausführungsform der Schaltungsanord¬ nung zur Verringerung der Lichtmodulation mindestens einer Lichtquelle mit einem PNP-
Transistor als variable Impedanz,
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform der Schaltungsanord¬ nung zur Verringerung der Lichtmodulation von mindestens einer Lichtquelle mit einem NPN- Transistor als variable Impedanz, Fig. 4 den Strom durch die mindestens eine Lichtquelle ohne die Schaltungsanordnung zur Verringerung der Lichtmodulation von mindestens einer an einer Spannung betriebenen Lichtquelle,
Fig. 5 den Strom durch die mindestens eine Lichtquelle mit der Schaltungsanordnung zur Verringerung der
Lichtmodulation von mindestens einer an einer Spannung betriebenen Lichtquelle.
Fig. 6 eine dritte Ausführungsform welche ähnlich zur
Anordnung von Fig. 3 ist, jedoch mit vertauschter Bauteileanordnung in Serie zur Lichtquelle,
Fig. 7 die grundlegende Schaltung mit nur einem Transis¬ tor als vierte Ausführungsform,
Fig. 8 die Schaltung aus Fig. 7 mit Sättigungsvermei¬ dung, auch bei parallelgeschalteten Transistoren, Fig. 9 die Schaltung aus Fig. 8 mit Einweggleichrichter,
Fig. 10 die reziproke Schaltung aus Fig. 9 mit pnp- statt npn-Transistor als fünfte Ausführungsform.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
Fig.l zeigt ein schematisches Blockschaltbild der erfin¬ dungsgemäßen Schaltungsanordnung 1 in einer typischen Anwendung an einer Kette seriell verschalteter LEDs 5, die an einer Netzwechselspannung UN betrieben werden. Die Netz-
wechselspannung UN wird in einen Vollwellengleichrichter 3 eingegeben und in eine pulsierende Gleichspannung umgewandelt. Diese wird an eine Kette 55 seriell verschalteter LEDs 5 angelegt. Zwischen dieser LED-Kette 55 und der sie versorgenden pulsierenden Gleichspannung ist ein Wandler 7 geschaltet, welcher die LEDs mit dem geeigneten Strom betreibt. Bei Wandlern mit wenig Speicherkapazität wird z.B. ein Teil der seriell geschalteten LEDs je nach momentaner Spannung überbrückt, um im Netznulldurchgang noch Licht abgeben zu können. Die Speicherkapazität der Wandler ist so gewählt, dass eine vorgegebene Lichtmodulation im Netznull¬ durchgang nicht überschritten wird, da die Spannung am Speicherkondensator soweit absinkt, dass die Stromstärke in der LED-Kette 55 sinkt. Als Lichtmodulation wird im Folgen- den die zeitliche Helligkeitsänderung der mindestens einen Lichtquelle 5, hier der mindestens einen LED 5 bezeichnet. Die Änderung der von der mindestens einen LED 5 abgegebenen Lichthelligkeit ist bedingt durch die Änderung des Stromes durch die mindestens eine LED 5. Gerade LEDs weisen im Gegensatz zu klassischen Glühlampen eine sehr geringe Trägheit bei der Umsetzung der eingegebenen elektrischen Leistung in Licht auf und sind deswegen sehr kritisch bezüglich der Lichtmodulation (siehe auch
http : //de . wikipedia . org/wiki/Gl%C3%BChlampe#Lichtmodulation ) .
Bei vielen Betriebsgeräten ergibt sich damit ein Stromverlauf, der dem der Spannung am (sehr kleinen) Speicherkondensator im Betriebsgerät 7 folgt. Da dieser Stromverlauf eine unerwünschte Lichtmodulation zur Folge hat, wird die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung 1 seriell zur LED- Kette 55 aus den LEDs 5 und zum Betriebsgerät 7 geschaltet. Die Schaltungsanordnung 1 weist zwei Anschlüsse auf und ist
damit ein Zweipol. Die Schaltungsanordnung 1 weist eine Stromregeleinrichtung 11 und eine Strommesseinrichtung 13 auf, die seriell geschaltet sind. Die Serienschaltung der Stromregeleinrichtung 11 und der Strommesseinrichtung 13 ist mit den beiden Anschlüssen der Schaltungsanordnung 1 gekoppelt. Der erste Anschluss der Schaltungsanordnung 1 ist mit einem Ende der Serienschaltung gekoppelt, der zweite Anschluss der Schaltungsanordnung 1 ist mit dem anderen Ende der Serienschaltung gekoppelt. Durch die LED-Kette 55 fließt ein Strom ILED. Dieser Strom fließt demnach auch durch die Stromregeleinrichtung 11 und die Strommesseinrichtung 13. Die Strommesseinrichtung 13 misst den Momentanwert des Stromes ILED und gibt ihn als Istwert I i an die Stromregelschaltung 11 und an eine Mittelwertbildungsein- richtung 17 weiter. Als Momentanwert wird der gerade zeit¬ lich aktuell gemessene Wert des Stromes ILED bezeichnet (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Istwert). Die Mittelwertbildungseinrichtung 17 bildet einen gleitenden Mittelwert aus den Istwerten von I i und gibt diesen als Sollwert I s an die Stromregeleinrichtung 11 weiter. Als gleitender Mittelwert wird im Folgenden der Mittelwert über einen bestimmten Zeitraum angesehen, der mit dem aktuellen Zeitpunkt mitläuft (siehe auch
http : //de . wikipedia . org/wiki/Gleitender_Mittelwert ) Die Stromregeleinrichtung 11 erhält also als Istwert den Momentanwert des Stromes ILED und als Sollwert den gleitenden Mittelwert des Momentanwertes des Stromes ILED. Dadurch wird erreicht, dass die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung bei starken Stromschwankungen eingreift und den Strom glättet, während sie bei schwachen beziehungsweise langsamen
Stromschwankungen nicht oder kaum eingreift und damit wenig Verluste verursacht. Die Schaltungsanordnung 1 weist wei¬ terhin noch eine Hilfsspannungsversorgung 15 auf, die ihre
Energie über den ersten und den zweiten Anschluss der
Schaltungsanordnung 1 bezieht und eine Hilfsspannung UB für die Stromregelschaltung 11 zur Verfügung stellt.
Fig. 2 zeigt eine erste Ausführungsform der Schaltungsanordnung zur Verringerung der Lichtmodulation von mindestens einer Lichtquelle mit einem PNP-Transistor Ql als variable Impedanz. Der PNP-Transistor ist Teil der Stromregelein- richtung 11 und steuert mit seiner Kollektor-Emitter- Strecke den Strom durch die LEDs 5. Er wird vom Ausgang eines Operationsverstärkers Ul über einen Basiswiderstand R17 angesteuert. Der Strom ILED durch die LEDs wird von einem Shunt R2 in eine Messspannung umgewandelt, die als Istwert I i in den positiven Eingang des Operationsverstärkers Ul eingegeben wird. Der Shunt R2 ist damit die Strom¬ messeinrichtung 13. Diese Spannung wird über einen Tiefpass aus dem Widerstand R3 und dem Kondensator C2 geführt, und die Spannung an C2 wird als Sollwert Is in den negativen Eingang des Operationsverstärkers Ul eingegeben. Der Tief¬ pass aus dem Widerstand R3 und dem Kondensator C2 ist damit die Mittelwertbildungseinrichtung 17, die als Tiefpassfilter den gleitenden Mittelwert aus dem Momentanwert des Stromes ILED durch die LED-Kette 55 erzeugt. Der Shunt R2 ist an den Kollektor des PNP Transistors Ql angeschlossen. Der andere Anschluss des Shunts R2 ist mit dem zweiten Anschluss der Schaltungsanordnung 1 verbunden. Der Emitter des Transistors Ql ist mit dem ersten Anschluss der Schal¬ tungsanordnung 1 verbunden. Die Mittelwertbildungseinrichtung 17 besteht aus dem Tiefpass mit den Bauteilen R3 und C2, wobei ein Anschluss des Widerstandes R3 mit dem ersten Anschluss des Shunts R2 und
dem Kollektor des Transistors Ql verbunden ist, und der andere Anschluss des Widerstandes R3 mit dem Kondensator C2 und dem negativen Eingang des Operationsverstärkers Ul verbunden ist. Der andere Anschluss des Kondensators C2 ist mit dem zweiten Anschluss des Shunts R2 und mit dem zweiten Anschluss der Schaltungsanordnung 1 verbunden.
Die Schaltungsanordnung 1 weist weiterhin noch eine Hilfs- spannungsversorgung 15 auf. Die Hilfsspannungsversorgung 15 weist eine Auskoppeldiode D20 und einen seriell geschalte- ten Ladewiderstand R20 auf. Der erste Anschluss dieser
Serienschaltung, der identisch ist mit der Anode der Diode D20, ist mit dem ersten Anschluss der Schaltungsanordnung 1 verbunden. Der zweite Anschluss dieser Serienschaltung ist mit einem Anschluss eines Kondensators C20 und mit dem positiven Versorgungsanschluss des Operationsverstärkers verbunden, dessen negativer Versorgungsanschluss ebenso wie der andere Anschluss des Kondensators C20 mit dem zweiten Anschluss der Schaltungsanordnung 1 verbunden ist. Parallel zum Kondensator C20 ist eine Zenerdiode D21 geschaltet. Durch die am ersten Anschluss der Schaltungsanordnung 1 anliegende Spannung fließt ein Strom über die Auskoppeldio¬ de D20 und den Widerstand R20 in den Kondensator C20 und lädt ihn auf. Die Hilfsspannungsversorgung 15 umfasst somit einen Einweggleichrichter, repräsentiert durch den Konden- sator C20 und die Auskoppeldiode D20. Die Spannung am Kon¬ densator C20 wird durch die parallelgeschaltete Zenerdiode D21 begrenzt. Die am Kondensator C20 anliegende Spannung wird als Spannungsversorgung für den Operationsverstärker Ul benutzt. Zur Funktionsweise:
Die Stromregeleinrichtung 11 regelt wie alle Regeleinrichtungen auf den Sollwert Is , der ja der Mittelwert des LED-
Stromes ILED ist. Solange sich also dieser LED-Strom nicht stark ändert, liegt am Ausgang des Operationsverstärkers Ul ein Potential nahe dem Bezugspotential des Operationsver¬ stärkers Ul an. Dieses Potential wird in den PNP-Transistor über den Widerstand R17 eingegeben, und führt zu dessen
Einschalten, was zur Folge hat, dass die Impedanz der Kollektor-Emitter-Strecke des Transistors Ql sehr niedrig ist, und die Schaltungsanordnung somit sehr wenig Verluste verursacht .
Steigt nun der LED-Strom sehr stark, so wird der Momentanwert I i des LED-Stromes ILED größer als der Mittelwert I s des LED-Stromes ILED. Der Istwert wird größer als der Soll¬ wert. Aufgrund der ungewöhnlichen Zuordnung von Soll- und Istwert zu Plus- und Minuseingang des Operationsverstärkers Ul erhöht sich das Potential am Ausgang des Operationsverstärkers Ul, anstatt sich wie üblich zu reduzieren, und der Transistor wird sukzessive hochohmiger. Damit erhöht sich die Impedanz der Kollektor-Emitter-Strecke des Transistors Ql, und der Strom ILED durch die LEDs wird kleiner. Bei einem Fallen des LED-Stroms ILED unter seinen Mittelwert agiert die Schaltungsanordnung entsprechend umgekehrt und steuert seinen Transistor sukzessive niederohmiger . Damit wirkt die Schaltungsanordnung 1 den Stromschwankungen des LED-Stromes ILED entgegen und vergleichmäßigt diesen.
Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform der Schaltungsanordnung zur Verringerung der Lichtmodulation von mindestens einer Lichtquelle mit einem NPN-Transistor als variable Impedanz. Die zweite Ausführungsform ist ähnlich zur ersten Ausführungsform, im Prinzip an der Horizontalen „gespie-
gelt", daher werden nur die Unterschiede zur ersten Ausführungsform beschrieben.
Die zweite Ausführungsform verwendet anstatt des PNP- Transistors einen NPN-Typ in der Stromregelschaltung 11. Dadurch bedingt ist die Strommesseinrichtung 13, die in
Serie zur Kollektor-Emitter-Strecke des NPN-Transistors Ql geschaltet und mit dem Kollektor dieses Transistors verbun¬ den ist, nun an ihrem anderen Ende mit dem ersten Anschluss der Schaltungsanordnung 1 verbunden, liegt also in klassi- scher Spannungsrichtung gesehen „oberhalb" der ihr zugeordneten variablen Impedanz. Grund dafür ist die Tatsache, dass der nun als variable Impedanz eingesetzte NPN- Transistor mit positivem Basisstrom anzusteuern ist, weshalb in Verbindung mit dem Basiswiderstand R17 das Aus- gangspotenzial eines entsprechend verschalteten Operations¬ verstärkers oberhalb aller Potenziale des Transistors Ql zu liegen hat, zumindest oberhalb seines Bezugspotenzials. Da beide Eingangspotenziale besagten Operationsverstärkers direkt oder indirekt mit der Strommesseinrichtung gekoppelt sind und der Ausgang desselben Operationsverstärkers die variable Impedanz, also den Transistor Ql ansteuert, liegt es aufgrund der recht knappen Hilfsspannung UB nahe, die Gleichtaktunterdrückung im Operationsverstärker zu minimieren und die gesamte Schaltungsmimik auf diejenige Seite des Transistors Ql zu legen, von welcher Seite aus auch seine Ansteuerung kommen muss: Nämlich von Oberhalb. Der Emitter des NPN-Transistors Ql ist mit dem zweiten Anschluss der Schaltungsanordnung 1 verbunden.
An dem Verbindungspunkt von dem Shunt R2, der wieder die Strommesseinrichtung 13 repräsentiert, und dem Kollektor des Transistors Ql wird wieder der Momentanwert des Stromes I LED durch die LEDs 5 gemessen. Dieser Punkt ist wiederum
mit einem Tiefpassfilter aus den Bauteilen C2 und R4 verbunden. Dieser Tiefpassfilter stellt wiederum die Mittelwertbildungseinrichtung 17 dar. Ein erster Anschluss des Kondensators C2 ist dabei mit dem ersten Anschluss der Schaltungsanordnung 1 verbunden. Der zweite Anschluss des Kondensators C2 ist mit dem ersten Anschluss des Widerstan¬ des R4 und dem negativen Eingang des Operationsverstärkers Ul verbunden. Der zweite Anschluss des Widerstandes R4 ist mit dem Kollektor des Transistors Ql und mit dem positiven Eingang des Operationsverstärkers Ul verbunden.
Auch die Hilfsspannungsversorgung 15 ist verglichen zur ersten Ausführungsform dual aufgebaut. Der Kondensator C5 und die Kathode der parallel geschalteten Zenerdiode D3 sind mit dem ersten Anschluss der Schaltungsanordnung 1 und mit dem positiven Anschluss der Spannungsversorgung des Operationsverstärkers Ul verbunden. Der andere Anschluss der Parallelschaltung ist mit dem ersten Anschluss des Widerstandes R5 und dem negativen Anschluss der Spannungs¬ versorgung des Operationsverstärkers Ul verbunden. Der zweite Anschluss des Widerstandes R5 ist mit der Anode der Diode D2 verbunden, die Kathode der Diode D2 ist mit dem zweiten Anschluss der Schaltungsanordnung 1 und dem Emitter des Transistors Ql verbunden. Die Hilfsspannungsversorgung 15 umfasst also wieder einen Spitzenwertgleichrichter, repräsentiert durch C5 und D2, der hier jedoch „saugend" arbeitet: Die Diode D2 saugt das Potenzial am Verbindungs¬ punkt zu Kondensator C5, dessen zweiter Punkt fix mit den ersten Anschluss der Schaltungsanordnung 1 verbunden ist, nach unten. Die Schaltungsanordnung 1 der zweiten Ausführungsform funktioniert analog der Schaltungsanordnung 1 der ersten Aus- führungsform, und zwar in dualer Weise. Durch den „oben
liegenden" Shunt R2 sind die Spannungsänderungen am Widerstand R2 und damit die Istwerte I i negativ gegenüber denen der ersten Ausführungsform. Damit wirkt der Operationsverstärker in umgekehrter Weise und steuert den NPN-Transistor dieser Ausführungsform wieder entsprechend an, so dass dieser bei geringen Stromänderungen des Stromes ILED durch die LEDs 5 niederohmig bleibt, während er bei zeitlich schnelleren und stärkeren Änderungen des Stromes ILED durch die LEDs 5 sukzessive hochohmiger wird und so der Stromän- derung entgegenwirkt. Die gleichbleibende Eingangsbelegung des Operationsverstärkers in beiden Ausführungsformen rührt daher, dass nicht nur dessen Eingangssignale, sondern ge¬ nauso auch dessen Ausgangssignale in der zweiten Ausführungsform genau negativ zu denen in der ersten sind. Weitere, nicht dargestellte Ausführungsformen ergeben sich durch den Einsatz von sogenannten Open-Kollektor- Verstärkern oder durch Vertauschen der Reihenfolge von Stromregelschaltung und Strommesseinrichtung.
Die in Fig. 3 dargestellte sowie oben detailliert beschrie- bene zweite Ausführungsform eignet sich beispielsweise bevorzugt, statt des Operationsverstärkers und des NPN- Transistors einen Open-Kollektor-Verstärker einzusetzen, der somit die gesamte Stromregelschaltung darstellt. Dessen Besonderheit ist, dass in seinen Ausgang ein Ausgangsstrom nur hineinfließen kann, und dass an seinem negativen Ver- sorgungsanschluss zugleich der Ausgangsstrom wieder herausfließt. Besagter Ausgangsstrom kann beispielsweise der zu regelnde Strom ILED sein.
Diese zweite Aus führungs form „zurückgespiegelt" ergibt ihr Äquivalent, das folglich der in Fig. 2 dargestellten ersten Ausführungsform ähnelt. Dies sei der Vollständigkeit halber erwähnt, da Open-Kollektor-Verstärker mit einem an ihrem
Ausgang integrierten PNP-Transistor so gut wie nicht im Gebrauch sind.
Beide Varianten mit Open-Kollektor-Verstärkern erfordern zwingend die in Fig. 2 oder 3 dargestellten Reihenfolgen zwischen Strommesseinrichtung und Stromregelschaltung.
Dieser Zwang entfällt, sobald als Stromregelschaltungen voll ausgebaute Operationsverstärker mit über einen Basisvorwiderstand von ihren Ausgängen angesteuerten diskreten Transistoren als wirksame variable Impedanz im Einsatz sind.
Dann können im Gegensatz zu den Figuren 2 oder 3 die jeweiligen Strommesseinrichtungen auch am Emitter des als variable Impedanz wirkenden Transistors angeschlossen sein. Unabhängig von der Polarität des Transistors selbst gilt dann jedoch, dass der Momentanwert des LED-Stroms I LED an den invertierenden Eingang, also den Minus-Eingang des Operationsverstärkers zu führen ist, und dass der Mittel¬ wert desselben Stroms an den nicht-invertierenden Eingang, also an den Pluseingang des Operationsverstärkers zu führen ist.
Fig. 4 und 5 zeigen die Auswirkungen der Schaltungsanordnung auf den Strom durch die LEDs 5 beziehungsweise der LED-Kette. Fig. 4 zeigt dabei den Strom durch die LEDs 5 ohne die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung. Es ist deut¬ lich eine hohe Strommodulation von über 50% zu sehen, die sich aufgrund der Charakteristik der LED auf gleiche Weise in einer entsprechenden Lichtmodulation zeigt. Der Strom variiert dabei von einem Minimalwert von ca. 33mA zu einem Maximalwert von ca. 77mA innerhalb einer Zeitspanne von etwa 5ms .
Fig. 5 zeigt dabei den Strom durch die LEDs 5 mit der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung. Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung wirkt dem wie oben beschrieben entge- gen, der Stromverlauf durch die LEDs 5 ist in Fig. 5 sehr gleichmäßig bei etwa 45mA und zeigt keine signifikante Modulation mehr. Mit dieser Maßnahme kann also die Lichtmo¬ dulation bei Wandlern mit kleinem Energiespeicher erfindungsgemäß praktisch komplett unterdrückt werden. Ergebnis ist ein gleichmäßig abgestrahltes Licht, welches vom menschlichen Organismus sehr gut aufgenommen wird und zu keinerlei Beeinträchtigung der menschlichen Physiologie führt .
Fig. 6 zeigt eine dritte Ausführungsform die sich von der zweiten Ausführungsform der Schaltungsanordnung dadurch unterscheidet, dass zur Verringerung der Lichtmodulation von mindestens einer Lichtquelle die Reihenfolge der Bau¬ elemente und damit Funktionsblöcke in Serie zur Lichtquelle vertauscht ist.
Im Gegensatz zur in Fig. 3 dargestellten sowie oben detailliert beschriebenen zweiten Ausführungsform eignet sich die dritte Ausführungsform aus Fig. 6 gerade nicht zum Einsatz eines Open-Kollektor-Verstärkers statt des Operationsver- stärkers und des NPN-Transistors . Denn beide Varianten mit Open-Kollektor-Verstärkern erfordern zwingend die in Fig. 2 oder 3 dargestellten Reihenfolgen zwischen Strommesseinrichtung und Stromregelschaltung. Dieser Zwang entfällt, sobald als Stromregelschaltungen wie hier voll ausgebaute Operationsverstärker mit über einen Basisvorwiderstand von ihren Ausgängen angesteuerten diskreten Transistoren als wirksame variable Impedanz im Einsatz sind.
Dann können im Gegensatz zu den Figuren 2 oder 3 die jeweiligen Strommesseinrichtungen auch am Emitter des als variable Impedanz wirkenden Transistors Ql angeschlossen sein. Unabhängig von der Polarität des Transistors Ql selbst gilt dann jedoch, dass der Momentanwert des LED-Stroms I LED an den invertierenden Eingang, also den Minus-Eingang des Operationsverstärkers zu führen ist, und dass der Mittel¬ wert desselben Stroms an den nicht-invertierenden Eingang, also an den Pluseingang des Operationsverstärkers zu führen ist.
Sollte auch hier der Transistor in den Verstärkerausgang integriert sein, ergäbe sich ein sogenannter Open-Emitter- Verstärker, der am Markt nicht erhältlich ist.
Die Strommesseinrichtung 13, die in Serie zur Kollektor- Emitter-Strecke des NPN-Transistors Ql geschaltet und mit dem Emitter dieses Transistors verbunden ist, ist nun an ihrem anderen Ende mit dem zweiten Anschluss der Schaltungsanordnung 1 verbunden, liegt also in klassischer Spannungsrichtung gesehen „unterhalb" der ihr zugeordneten variablen Impedanz. Der Kollektor des NPN-Transistors Ql ist mit dem ersten Anschluss der Schaltungsanordnung 1 verbunden .
An dem Verbindungspunkt von Shunt R2, der wieder die Strommesseinrichtung 13 repräsentiert, und dem Emitter des Tran- sistors Ql wird wieder der Momentanwert des Stromes I LED durch die LEDs 5 gemessen. Dieser Punkt ist wiederum mit einem Tiefpassfilter aus den Bauteilen C2 und R4 verbunden. Dieser Tiefpassfilter stellt wiederum die Mittelwertbildungseinrichtung 17 dar. Ein erster Anschluss des Kondensa- tors C2 ist dabei mit dem zweiten Anschluss der Schaltungs¬ anordnung 1 verbunden. Der zweite Anschluss des Kondensa¬ tors C2 ist mit dem ersten Anschluss des Widerstandes R4
und dem positiven Eingang des Operationsverstärkers Ul verbunden. Der zweite Anschluss des Widerstandes R4 ist mit dem Emitter des Transistors Ql und mit dem negativen Eingang des Operationsverstärkers Ul verbunden. Die Hilfsspannungsversorgung 15 ist hier nicht dual, sondern wie in der ersten Ausführungsform von Fig. 2 aufgebaut .
Die Schaltungsanordnung 1 dieser dritten Ausführungsform funktioniert analog der Schaltungsanordnung 1 der ersten Ausführungsform. Wegen des ebenfalls „unten liegenden"
Shunts R2 sind die Spannungsänderungen am Widerstand R2 und damit die Istwerte Ii gleich gepolt wie in der ersten Aus¬ führungsform von Fig. 2. Weil der Operationsverstärker in gleicher Weise arbeiten soll, jedoch einen NPN-Transistor entsprechend ansteuern muss, sind hier seine Eingänge zwi¬ schen Soll- und Istwert zu tauschen. Dann wirkt Ql auch hier so, dass dieser bei geringen Stromänderungen des Stromes I LED durch die LEDs 5 niederohmig bleibt, während er bei zeitlich schnelleren und stärkeren Änderungen des Stromes I LED durch die LEDs 5 sukzessive hochohmiger wird und so der Stromänderung entgegenwirkt.
Der Vorteil einer Minimierung der Gleichtaktunterdrückung im Operationsverstärker durch Lage der gesamten Schaltungsmimik aus beiden Eingangspotenzialen und dem den NPN- Transistor Ql ansteuernden Ausgang in dieselbe Hälfte der recht knappen Hilfsspannung UB geht in Fig. 6 im Vergleich zu Fig. 3 zwar verloren. Dafür wird hier eine Struktur gewonnen, die von sich aus einer nötigen Stromgegenkopplung sehr viel näher kommt.
In Fig. 7 wird die in der Vorläuferfigur bereits hergestellte Nähe zu einer Stromgegenkopplung genutzt, um eine deutlich vereinfachte vierte Ausführungsform vorzuschlagen. Dabei gilt das Prinzip der Gegenkopplung eines Strommess- wertes durch eine Spannung am Emitter des betrachteten NPN- Transistors .
Die Anordnung aus variabler Impedanz Ql und Strommesseinrichtung R2 wird unverändert aus der Vorgängerfigur übernommen. Als Ql arbeitet ein NPN-Transistor, der im Folgen- den als die einfachste Möglichkeit angesehen wird, einen Verstärker aufzubauen. Dessen Gegenkoppeleingang ist sein Emitter, das Signal dafür eine Spannung, dessen Mitkoppeleingang seine Basis. Hier schließt sich der Kreis der Polaritäten mit den bekannten Eigenschaften jedes NPN- Transistors. Ein positives Mitkoppelsignal ist ein Strom, der in die Basis hineinfließt.
Wie in allen anderen Ausführungsbeispielen ist auch hier der Kondensator C2 auf eine Spannung aufgeladen, deren Wert dem Mittelwert des gemessenen durch die Lichtquelle flie- ßenden Stroms entspricht. Dazu ist er zum Strommesswider¬ stand R2 im Wesentlichen parallelgeschaltet, die Masche wird ergänzt durch den Tiefpass-bildenden Widerstand R4. Im Gegensatz zu den ersten drei Ausführungsbeispielen ist hier diese Tiefpass-bildende Masse am Knoten zwischen R4 und R2 nicht direkt, sondern über die Basis-Emitter-Strecke des
Transistors Ql geschlossen. Daher ist C2 hier um die Basis- Emitter-Flussspannung sowie um die Spannung an R4, die durch den positiven Basisstrom entsteht, höher aufgeladen als in den vorangegangenen Ausführungsbeispielen. Da es sich bei beiden um Offsets handelt, gilt eingangs aufge¬ stellter Zusammenhang auch hier.
Der Tiefpass 17, der nach wie vor aus C2 und R4 besteht, verschmilzt hier jedoch mit der Hilfsspannungsversorgung 15. Der Kondensator C2 wird doppelt genutzt und hat daher auch den Wert des ehemaligen Pufferkondensators C5. Dank der sicheren Begrenzung seiner Spannung durch R4, R2 und die Basis-Emitter-Strecke von Ql kann die parallel geschal¬ tete Zenerdiode D3 entfallen. Der Ladewiderstand ver¬ schmilzt mit dem ehemaligen Basisvorwiderstand zum Pull-up- Widerstand R17 bei ähnlichen Werten. Zur Verbesserung der Tiefpasswirkung kann R4 hier auch durch eine Induktivität mit einem Wert von wenigen Millihenry ersetzt sein.
Fig. 8a zeigt eine Weiterbildung des dritten Ausführungs¬ beispiels mit Linearisierung der Verstärkung des NPN- Transistors Ql durch einen Widerstand R18, der direkt pa¬ rallel zur Basis-Emitter-Strecke dieses Transistors ge¬ schaltet ist. Diese Linearisierung zeigt deutliche Vorteile bei kleinen Eingangsspannungen, insbesondere vermeidet sie die Sättigung des Transistors und danach folgende Einbrüche im Strom durch die Lichtquelle, welche die Stromwelligkeit ungewünscht erhöhen.
In Fig. 8b ist gezeigt, wie sich mehrere kleine NPN- Transistoren parallelschalten lassen. Alle Kollektor- und Basisanschlüsse sind untereinander verbunden, nicht jedoch die Emitteranschlüsse: Jeder einzelne Transistor bekommt seinen eigenen Strommesswiderstand R2 λ und eigenen Linearisierungswiderstand R18x.
In Fig. 9 schließlich ist die ursprüngliche Idee des Spit- zenwertgleichrichters als Hilfsspannungsversorgung 15 wie-
der aufgegriffen. Da die Basisspannung von Ql niemals dem Spitzenwert der zwischen erstem und zweitem Anschluss der Schaltungsanordnung abfallenden Spannung entsprechen kann, wird aus dem Spitzenwertgleichrichter ein Einweggleichrich- ter. Die am Pull-Up-Widerstand R17 abfallende Spannung gleicht dies aus, denn in C2 ist jetzt ein deutlich kleine¬ rer Wert für den mittleren Lichtquellenstrom gespeichert und nicht mehr ein Spitzenwert der Gesamtspannung.
Im Eingangsspannungsminimum kann der Gesamtspannungsabfall über der Schaltungsanordnung jedoch kleiner als die momentan in C2 gespeicherte Spannung werden. Dann setzt die sogenannte Kollektorgegenkopplung ein, Anteile des eigent¬ lich für die Basis vorgesehenen Stroms aus C2 fließen stattdessen über den Kollektor desselben Transistors und verdrängen nicht nur den eigentlich dort vorgesehenen
Lichtquellenstrom, sondern schwächen gleichzeitig die An- steuerung. Die Folge sind Einbrüche im Lichtquellenstrom, die Lücken ähneln und somit die Stromwelligkeit gegen 100% gehen lassen. Die Lösung dieses Problems ist die (Wieder- ) Einführung der ehemaligen Spitzenwert-Detektionsdiode D2, die nun aller¬ dings als gewöhnlicher Einweggleichrichter arbeitet und vermeidet, dass Ladung aus C2 lediglich durch die Basis von Ql oder durch dessen Linearisierungswiderstand R18 abflie- ßen kann.
Fig. 10 schließlich zeigt eine fünfte Ausführungsform der Schaltungsanordnung, die im Wesentlichen Fig. 9 mit einem PNP-Transistor Ql entspricht, der als variable Impedanz genutzt wird. Die Hilfsspannungsversorgung 15 ist nun wieder "saugend" aufgebaut wie in Fig. 3, ebenso ist die
Strommesseinrichtung 13 bestehend aus dem niederohmigen
Widerstand R2 wieder "obenliegend", also mit dem ersten Anschluss der Schaltungsanordnung 1 verbunden. Die übrigen Funktionsblöcke ergeben sich analog zu Fig. 9.
Bezugszeichenliste
I Schaltungsanordnung zur Verringerung der Lichtmodulation von mindestens einer Lichtquelle
3 Vollwellengleichrichter
5 LED
55 LED-Kette
7 Betriebsgerät
II Stromregeleinrichtung
13 Strommesseinrichtung
15 Hilfsspannungsversorgung
17 Mittelwertbildungseinrichtung
UN Netzspannung
ILED Strom durch die LED-Kette
Ii Istwert für die Stromregeleinrichtung
Is Sollwert für die Stromregeleinrichtung
Ql Transistor
Ul Operationsverstärker