FILTEREINRICHTUNG MIT LEERLAUF IM DECKEL
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Filtereinrichtung, insbesondere ein Öl- oder Kraftstofffilter gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .
Aus der DE 10 2009 049 868 A1 ist eine gattungsgemäße Filtereinrichtung bekannt, mit einem in einem Aufnahmeraum angeordneten Ringfilterelement, einem Deckel, der im Einbauzustand zum Verschließen des Aufnahmeraums von unten an einem Gehäuse befestigbar ist, einem im Einbauzustand unten am Deckel angeordneten Leerlauf, durch den der Aufnahmeraum entleerbar ist, sowie mit einem am Ringfilterelement angeordneten exzentrisch und axial abstehenden Pin, der den Leerlauf verschließt, wenn das Ringfilterelement in den Aufnahmeraum eingesetzt und der Aufnahmeraum mit dem Deckel verschlossen ist.
Aus der EP 2 635 360 A1 ist ein Filter für ein flüssiges Medium bekannt, mit einem Filtergehäuse und einem damit lösbar verbindbaren Deckel sowie mit einem austauschbaren Ringfilterelement, das aus einem hohlzylindrischen Filterstoffkörper und zwei diesen einfassenden Endscheiben besteht, wobei das Ringfilterelement auf einen zentralen, einen Teil des Filtergehäuses bildenden Dom aufsteckbar ist. Auf dem Dom ist ein Sperrring axial verschiebbar geführt, wobei der Sperrring mit einer in zum freien Ende des Doms weisender
Ausschubrichtung wirkenden Kraft vorbelastet ist und wobei der Sperrring in einer Ausschubstellung durch eine Riegeleinrichtung gegen ein Einschieben gesperrt ist. Bei in Ausschubstellung befindlichem Sperrring und in axialer Anlage am Sperrring befindlichem Ringfilterelement ist die Dichtung von der zugehörigen Dichtfläche des Filtergehäuses entfernt gehalten, wodurch der Einsatz
ungeeigneter Ringfilterelement zumindest erschwert werden soll.
Bei gattungsgemäßen Filtereinrichtungen ist zur Sicherstellung der Verwendung eines geeigneten Ringfilterelements an diesem oftmals ein axial von einer unteren Endscheibe abstehender Pin angeordnet, mittels welchem das
Ringfilterelement bei montierter Filtereinrichtung in einen
filtergehäusetopfseitigen Kanal eingreift und eine Inbetriebnahme der
Filtereinrichtung ausschließlich dann möglich ist, sofern das verwendete
Ringfilterelement den erforderlichen Pin an der richtigen Stelle aufweist.
Hierdurch können insbesondere die Verwendung von nicht autorisierten
Ringfilterelementen vermieden und dadurch Schäden an bspw. einem
Verbrennungsmotor verhindert werden. Als schwierig hat sich bei derartigen Filtereinrichtungen jedoch oftmals ein Wechsel eines Ringfilterelements erwiesen.
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich deshalb mit dem Problem, für eine Filtereinrichtung der gattungsgemäßen Art, eine verbesserte oder zumindest eine alternative Ausführungsform anzugeben, welche einerseits konstruktiv einfach aufgebaut ist und andererseits einen Wechsel des Ringfilterelements erleichtert.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des
unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind
Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, bei einer an sich bekannten hängenden Filtereinrichtung mit einem in einem Aufnahmeraum hängend angeordneten Ringfilterelement, sowohl einen von unten
federvorgespannten Dom vorzusehen, der das Ringfilterelement nach oben in ein Gehäuse vorspannt, als auch eine an einem freien Ende des ersten Doms angeordnete Führungskontur, die mit einem am Ringfilterelement angeordneten Führungselement zusammenwirkt und ein Ausrichten eines Pins relativ zu einem
Leerlauf bewirkt, wodurch ausschließlich der Einsatz geeigneter Ringfilterelemente erreicht werden kann. Die erfindungsgemäße hängende Filtereinrichtung, die insbesondere als Ölfilter zum Reinigen von Schmieröl, insbesondere für Verbrennungsmotoren von Kraftfahrzeugen, ausgebildet sein kann, besitzt einen Deckel, der im Einbauzustand zum Verschließen des
Aufnahmeraums von unten an einem Gehäuse befestigbar ist. Oben am
Gehäuse sind ein Einlass und ein Auslass zur Ver- und Entsorgung der
Filtereinrichtung vorgesehen. Unten am Deckel ist ein Leerlauf angeordnet, durch den der Aufnahmeraum entleerbar ist. Am Ringfilterelement ist ein exzentrisch und axial abstehender Pin angeordnet, der den Leerlauf verschließt, wenn das Ringfilterelement in den Aufnahmeraum eingesetzt und der Aufnahmeraum mit dem Deckel verschlossen ist. An einem freien Ende des ersten Doms ist eine Führungskontur vorgesehen ist, die mit einem am Ringfilterelement
angeordneten Führungselement zusammenwirkt und ein Ausrichten des Pins relativ zum Leerlauf bewirkt. Die erfindungsgemäße Feder bewirkt bei einem Lösen des Deckels ein Anheben des Ringfilterelements, wodurch dessen Pin aus dem Leerlauf gezogen wird und diesen freigibt, so dass der Aufnahmeraum leerlaufen kann. Gleichzeitig verbleibt das Ringfilterelement jedoch auf dem Dom des Deckels und kann in sauberem Zustand einfach von diesem abgenommen werden.
Bei bisherigen Filtereinrichtungen, wie beispielsweise aus der DE 10 2009 049 868 A1 bekannt, blieb beim Abschrauben des Deckels das Ringfilterelement am Gehäuse hängen, so dass der Monteur das verschmutzte Ringfilterelement mit den Händen anfassen musste, um dieses vom Gehäuse zu lösen und zu tauschen.
Bei der erfindungsgemäßen Lösung drückt beim Losdrehen die im Deckel angeordnete Feder das Ringfilterelement mit dem angeformten Pin aus dem
Leerlauf, wodurch beispielsweise das Öl abläuft, obwohl das Ringfilterelement noch am Deckel ist. Somit kann der Werker das Ringfilterelement sauber mit dem Deckel entnehmen. Das Vorsehen der Feder bietet dabei eine konstruktiv äußerst einfache Möglichkeit, das Ringfilterelement sauber zu wechseln. Zum Einbau des Ringfilterelements wird dieses auf den ersten Dom am Deckel aufgestülpt. Beim Zuschrauben des Deckels wird die Feder vorgespannt und drückt dabei das Ringfilterelement in das Gehäuse. Durch die erhöhte
Reibwirkung zwischen Gehäuse und oberer Endscheibe dreht sich das
Ringfilterelement mittels der Führungskontur im Deckel so, dass der Pin in den Leerlauf eingreift.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Länge der Feder so bemessen ist, dass sie in entspanntem Zustand den Dom und darüber das Ringfilterelement soweit anhebt, dass zum einen der Pin nicht mehr in den Leerlauf eingreift und zum anderen das Ringfilterelement noch auf dem ersten Dom gehalten ist. Hierdurch ist ein besonders einfaches und zudem sauberes Wechseln des Ringfilterelements möglich.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung weist die domseitige Führungskontur eine Axialnut auf, zu welcher das Führungselement bei der Montage der Filtereinrichtung hingeführt wird, und die relativ zu dem ringfilterelementseitigen Pin derart angeordnet ist, dass dieser in den Leerlauf eingeführt wird, sofern das Führungselement in die Axialnut eintritt. Diese genaue Ausrichtung des Pins relativ zum Führungselement und das Zusammenwirken des Führungselements mit der domseitigen Führungskontur bewirkt, dass ausschließlich geeignete Ringfilterelemente in die Filtereinrichtung eingesetzt werden können, nicht hingegen andere Ringfilterelemente, die bspw. keinen Pin aufweisen. Bei diesen wird der Leerlauf nicht verschlossen und eine das
Ringfilterelement umgehende Bypassströmung ermöglicht, die die Filterwirkung
der Filtereinrichtung stark reduziert. Bei der Verwendung von Ringfilterelementen mit Pin, muss sowohl das Führungselement als auch ein Abstand zwischen diesem und dem Pin genau vordefinierten Maßen entsprechen, damit bei einem Zusammenwirken des Führungselements mit der domseitigen Führungskontur der Pin auch in den Leerlauf eintritt, sofern das Führungselement in die Axialnut der Führungskontur geschoben wird. Generell ist somit die Verwendung von nicht geeigneten Ringfilterelementen zumindest stark erschwert, wodurch
Schädigungen an einem mit der Filtereinrichtung verbundenen
Verbrennungsmotor reduziert bzw. gänzlich ausgeschlossen werden können.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung, ist die Führungskontur am Dom in der Art einer abgeschrägten Kanüle ausgebildet ist, wobei an der tiefsten Stelle die Axialnut angeordnet ist. In diesem Fall kann ebenfalls ein besonders leichtgängiges Zuführen des Führungselements zur Axialnut und damit ein besonders leichtgängiges Zuführen des Pins zum Leerlauf erreicht werden. Im Unterschied zu aus dem Stand der Technik bekannten Filtereinrichtungen, bei welchen der ringfilterelementseitige Pin oftmals als Gleitelement benutzt wurde, muss der erfindungsgemäße Pin eine derartige Gleiteigenschaft nicht mehr aufweisen und kann deshalb bspw. auch aus einem elastischen Material, insbesondere aus Gummi, ausgebildet sein.
Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen
Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
Dabei zeigen, jeweils schematisch,
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Filtereinrichtung in einer
Schnittdarstellung,
Fig. 2 eine Detaildarstellung aus Fig. 1 im Bereich eines
federvorgespannten Doms bei vorgespannter Feder,
Fig. 3 eine Darstellung wie in Fig. 2, jedoch bei zumindest teilweise
entspannter Feder,
Fig. 4 eine Innenansicht eines Deckels der Filtereinrichtung,
Fig. 5 eine Darstellung wie in Fig. 4, jedoch mit teilweise geschnittenem
Dom,
Fig. 6 eine Explosionsdarstellung des Deckels der Filtereinrichtung mit
Feder und Dom.
Entsprechend den Fig. 1 bis 3 weist eine erfindungsgemäße Filtereinrichtung 1 , beispielsweise ein Öl- oder Kraftstofffilter, einen Aufnahmeraum 2 auf, in welchem ein Ringfilterelement 3 hängend angeordnet ist. Die Filtereinrichtung 1 besitzt darüber hinaus ein Gehäuse 4, welches mit einem Deckel 5 von unten
verschließbar ist. Der Deckel 5 kann dabei von unten mit dem Gehäuse 4 verschraubt werden. Um bei einem Wechsel des Ringfilterelements 3 die im Gehäuse 4 bzw. im Deckel 5 vorhandene Flüssigkeit entnehmen und dadurch den Aufnahmeraum 2 entleeren zu können, ist unten am Deckel 5 ein Leerlauf 6 vorgesehen, der bei betriebsbereiter Filtereinrichtung 1 durch einen am
Ringfilterelement 3 exzentrisch angeordneten und axial abstehenden Pin 7 verschlossen ist. Erfindungsgemäß ist des Weiteren ein erster rohrförmiger Dom 8 vorgesehen, der bei montierter Filtereinrichtung 1 von unten in einen
Innenraum des Ringfilterelements 3 eingreift. An einem oberen freien Ende des ersten Doms 8 ist dabei einen Führungskontur 9 angeordnet, die mit einem am Ringfilterelement 3 angeordneten Führungselement 10 zusammenwirkt und ein Ausrichten des Pins 7 relativ zum Leerlauf 6 bewirkt. Ebenfalls vorgesehen ist eine Feder 1 1 , die sich einerseits am Deckel 5 und andererseits am Dom 8 abstützt und über diesen das Ringfilterelement 3 nach oben in das Gehäuse 4 vorspannt. Die Feder 1 1 bewirkt bei einem Lösen des Deckels 5, dass das Ringfilterelement 3 stets nach oben in das Gehäuse 4 vorgespannt ist und dadurch bei einem nach unten Schrauben des Deckels 5 mit seinem Pin 7 aus dem Leerlauf 6 gelöst wird, wodurch das im Aufnahmeraum 2 vorhandene Fluid, beispielsweise Öl oder Kraftstoff, abgelassen werden kann. Noch bevor somit der Deckel 5 vollständig vom Gehäuse 4 abgeschraubt werden kann, ist der
Aufnahmeraum 2 entleert. Nach dem Abschrauben des Deckels 5, das heißt nach dessen Lösen vom Gehäuse 4, verbleibt jedoch das Ringfilterelement 3 am ersten Dom 8 und damit am Deckel 5, wodurch eine leichte Entnahme durch einen Monteur bzw. Werker ermöglicht wird. Ein neues Ringfilterelement 3 wird anschließend auf den Dom 8 im Deckel 5 aufgesetzt, wobei bei einem Zudrehen bzw. Anschrauben des Deckels 5 die Feder 1 1 vorgespannt wird und dadurch das Ringfilterelement 3 in das Gehäuse 4 bzw. auf einen dort oben angeordneten zweiten Dom 12 schiebt. Durch die erhöhte Reibung zwischen dem zweiten Dom 12 und beispielsweise einer oberen Endscheibe 13 des Ringfilterelements 3 dreht
sich das Ringfilterelement 3 über die Führungskontur 9 am ersten Dom 8 bzw. Deckel 5 so, dass der Pin 7 passgenau in den Leerlauf 6 eingeführt werden kann. Im Vergleich zu aus dem Stand der Technik bekannten hängenden
Filtereinrichtung verbleibt jedoch bei der erfindungsgemäßen Filtereinrichtung 1 das Ringfilterelement 3 nach einem vollständigen Abschrauben des Deckels 5 nicht im Gehäuse 4, sondern kann einfach mit dem Deckel 5 abgenommen werden.
Die Länge der Feder 1 1 ist dabei so bemessen, dass sie in entspanntem Zustand den ersten Dom 8 und darüber das Ringfilterelement 3 soweit anhebt, dass zum Einen der Pin 7 nicht mehr in den Leerlauf 6 eingreift und diesen verschließt und zum Anderen das Ringfilterelement 3 noch auf dem ersten Dom 8 gehalten ist. Eine derartige Situation ist beispielsweise in der Fig. 3 dargestellt. Bei vollständig angeschraubtem Deckel 5, wie dies beispielsweise gemäß den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, greift der Pin 7 in den Leerlauf 6 ein und verschließt diesen dadurch. Die Feder 1 1 ist in vorliegendem Fall als Spiralfeder ausgebildet und dabei sowohl im Deckel 5 als auch im ersten Dom 8 in einer Federführungskontur 14, 14' gehalten. Die Federführungskontur 14 im Deckel 5 ist dabei anschaulich den Fig. 1 bis 5 zu entnehmen, wogegen die Federführungskontur 14' am Dom 8 den Fig. 1 bis 3 und 6 zu entnehmen ist. Die deckelseitige Federführungskontur 14 umgreift dabei die Feder 1 1 und besitzt zudem einen dritten Dom 15, der in das Innere der Feder 1 1 eingreift. Sowohl der Deckel 5 als auch der erste Dom 8 können dabei in kostengünstiger Weise als Kunststoffspritzgussteil ausgebildet sein, wobei die jeweiligen Federführungskonturen 14, 14' mit angespritzt sind.
Betrachtet man die domseitige Führungskontur 9, so kann man erkennen, dass diese eine Axialnut 16 besitzt, zu welcher das Führungselement 10 bei der Montage der Filtereinrichtung 1 hingeführt wird. Diese Axialnut 16 ist relativ zum Pin 7 so angeordnet, dass letztere in den deckelseitigen Leerlauf 6 einführbar ist,
sofern das Führungselement 10 in die Axialnut 16 eintritt. Die Führungskontur 9 kann in der Art einer abgeschrägten Kanüle ausgebildet sein, wobei an der tiefsten Stelle die Axialnut 16 angeordnet ist. Das Führungselement 10 kann beispielsweise als ein radial nach innen oder radial außen gerichteter
Führungspin ausgebildet sein. Im vorliegenden Fall ist das Führungselement 10 an einer stützstrukturartigen Innenzarge 17 des Ringfilterelements 3 angeordnet, wobei diese Innenzarge 17 stirnseitig von der oberen Endscheibe 13 und einer unteren Endscheibe 18 eingefasst ist.
An der unteren Endscheibe 18, die dem Führungselement 10 benachbart ist, ist eine Dichtlippe 19 angeordnet, die sich bei eingebautem Ringfilterelement 3 dicht an eine Außenfläche des rohrförmigen ersten Doms 8 anliegt und dadurch einen Innenraum von einem Außenraum fluidisch trennt. Die Endscheibe 18 und die Dichtlippe 19 können dabei vorzugsweise einstückig ausgebildet sein,
insbesondere als einstückiges Kunststoffspritzgussteil.
Mit der erfindungsgemäßen Filtereinrichtung 1 ist es erstmals möglich, bei hängenden Filtergehäusen 4 ein verschmutzungsarmes und dadurch sauberes Austauschen des Ringfilterelements 3 zu ermöglichen. Bei bisheriger
Filtereinrichtung mit hängenden Filtergehäusen war vor dem Öffnen des Deckels eine Ablassschraube zu öffnen, um beispielsweise das Altöl aus dem
Aufnahmeraum zu entfernen. Es waren zwar auch Ausführungsformen bekannt, bei welchen ein exzentrisch an eine Endscheibe angeformter und axial abstehender Pin einen Leerlauf im Deckel verschließt, wobei jedoch beiden Ausführungsformen gemein war, das nach dem Abnehmen des Deckels das Ringfilterelement im Filterkopf, das heißt im vorliegenden Fall im Gehäuse 4, hängen blieb und dadurch der Werker das verschmierte Ringfilterelement mit den Händen anfassen musste, um es zu tauschen. Bei der erfindungsgemäßen Filtereinrichtung 1 ist dies nicht mehr erforderlich, da bei einem Aufschrauben
des Deckels 5 die erfindungsgemäß vorgesehene Feder 1 1 das Ringfilterelement
3 anhebt und den Pin 7 aus dem Leerlauf 6 herauszieht, wodurch das im
Aufnahmeraum 2 vorhandene Fluid, beispielsweise Öl, abgelassen werden kann. Nach einem Entleeren des Aufnahmeraums 2 kann der Deckel 5 vollständig abgeschraubt und abgenommen werden, wobei in diesem Fall das
Ringfilterelement 3 auf dem Dom 8 am Deckel 5 verbleibt und dadurch einfach ausgetauscht werden kann.
Beim Abschrauben des Deckels 5 löst sich das Ringfilterelement 3 vom Gehäuse 4, da das Ringfilterelement 3 während der Drehbewegung noch durch den Pin 7 im Leerlauf 6 fixiert ist und somit die Haltekräfte des zwischen Ringfilterelement 3 und Dom 12 gelegenen oberen O-Rings gelockert werden. Um den Löseeffekt noch zu verstärken könnte die mittige obere Aufnahme zudem konisch
ausgeführt sein, wodurch der Kontakt zwischen Ringfilterelement 3 und Gehäuse
4 beim Aufdrehen sehr bald verloren geht.
Die Montage eines neuen Ringfilterelements 3 ist ähnlich einfach, da dieses nur auf den Dom 8 am Deckel 5 aufgesetzt und anschließend der Deckel 5 mit dem Gehäuse verschraubt werden muss. Mittels der Führungskontur 9 und dem Führungselement 10 erfolgt dabei ein Ausrichten des Pins 7 relativ zum Leerlauf, so dass der Pin 7 bei vollständig angeschraubtem Deckel 5 dichtend den Leerlauf 6 eingeschoben ist.