Gebinde und Herstellverfahren
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Gebinde gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 , aufweisend eine vorbestimmte Anzahl an Behältern welche von zumindest zwei Umfassungselementen umfasst sind. Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum Herstellen des Gebindes.
[0002] Behälter im Sinne der Erfindung sind beispielsweise Flaschen, Dosen, Tu- ben, Pouches, jeweils aus Metall, Glas und/oder Kunststoff, also zum Beispiel auch PET-Flaschen, aber auch andere Packmittel, insbesondere solche, die zum Abfüllen von flüssigen oder viskosen Produkten geeignet sind, aber auch bereits zu Gruppen (Mehrfachpack) zusammen gefasste Behälter. Derartige Behälter, z.B. PET- Flaschen weisen einen Kontaktbereich auf, welcher sphärisch gewölbt ausgeführt ist, so dass die Behälter quasi aneinander um eine Umfangsbahn, also n einem „Abrollring" abrollen können. Bei Glasflaschen ist dies bei mehrmaligem Gebrauch der Flasche zum Beispiel mittels des meistens in heller Hervorhebung erkennbaren Abnutzungsringes erkennbar. Derartige „Abrollringe" können bei PET-Flaschen nicht nur im Kopfbereich, sondern auch im Fußbereich angeordnet sein.
[0003] Im Detail erfolgt die Herstellung der Gebinde z.B. in der Weise, dass die Behälter auf einer Transportebene eines Transporteurs aufstehend und mit ihrer Behälterachse in vertikaler Richtung oder im Wesentlichen vertikaler Richtung orientiert in einem Massentransport also in einem breiten Behälterstrom zugeführt wer- den, in dem die Behälter hinsichtlich markanter Behälter und/oder Ausstattungsmerkmale eine willkürliche Orientierung aufweisen. Dieser breite Behälterstrom wird dann durch Gasseneinteilung in mehrere einspurige Behälterströme umgewandelt. In weiteren Verfahrensschritten erfolgt das Abteilen der die späteren Gebinde also deren Behältergruppen bildenden Behälter aus den einspurigen Behälterströmen, das Zusammenführen der notwendigen Anzahl von Behältern jeweils zu einer verdichteten Behältergruppe, in der die Behälter mit mehreren Mantel- oder Umfangs- flächen, also mit den Kontakt- oder Berührflächen gegeneinander anliegen, und dass Verbinden der Behälter jeder Behältergruppe zu dem kompakten und festen also stabilen Gebinde.
[0004] Es ist bekannt, mehrere Artikel jeweils zu einer Artikelgruppe zusammen zu fassen oder zu formieren und aus den Artikelgruppen unter Verwendung von
BESTÄTIGUNGSKOPIE
Schrumpffolien (z.B. US 7 726 464 A1 ) feste und so transportfähige Lager- und Transporteinheiten oder Gebinde herzustellen.
[0005] Vorgeschlagen wurde auch bereits, transportfähige Gebinde dadurch her- zustellen, dass die jeweils zu einer Behältergruppe formierten Behälter durch eine die Behältergruppe schlaufenartig umgreifende Umreifung (DE 10 2009 025 824 A1 , DE 10 2009 044 271 A1 , DE 41 26 212 A1 ) verpackt, d.h. miteinander zu einem Gebinde verbunden werden, was eine besonders kostengünstige und einfache Möglichkeit zur Herstellung von Gebinden also Transport- und Lagereinheiten dar- stellt. Die Umreifung kann auch mit den Behältern verklebt werden. Nachteilig bei der Umreifung ist allerdings, dass beim ersten Entnehmen eines Behälters aus einem solchen Gebinde die in dem Gebinde verbliebenen Behälter durch die Umreifung nicht mehr zusammengehalten werden. Dies gilt nicht nur dann, wenn die Umreifung getrennt oder zerschnitten wird, sondern auch dann, wenn es möglich ist, ohne Durchtrennen der Umreifung einen Behälter aus dem Gebinde zu entnehmen.
[0006] Weiterhin besteht beim Transport derartiger Gebinde auf einem Bandfördermittel immer die Gefahr, dass sich zylindrische oder weitgehend zylindrische Artikel, wie Dosen, Flaschen oder Behälter durch Vibration, Stöße etc. eine nestende Position einnehmen, also in die Lücke der Nachbarreihe rutschen. Um dies zu verhindern muss bei bekannten Gebinden eine sehr große Spannung auf die Umreifung gebracht werden.
[0007] Die DE 10 2006 037 105 A1 dagegen befasst sich mit einem Verfahren zum Zusammenstellen von Flaschenpaketen, bei welchem auf beiden Seiten einer Bahn ein Drehstern vorgesehen wird, welcher Flaschenhälse in Klammern an Flachträgern hineindrückt. Das Flaschenpaket wird noch mit einem Band oder einer Umhüllung (Folie) umfasst. [0008] Gemäß der DE 23 31 193 wird an Behälter ein Klebemittel in schmalen Flächen oder Reihen angebracht, wobei jeweils benachbarte Flächen, welche nicht mit Klebemittel versehen sind, ein Greifen der Packung zum Zwecke des Tragens ermöglichen soll. An den Klebestellen kleben die Behälter aneinander. Die EP 2 096 039 A1 offenbart ebenfalls Behälter mit einem Klebemittel zu versehen, wobei aber zudem noch eine Schrumpffolie um das Flaschenpaket angeordnet wird.
[0009] Insbesondere bei hohen, langen Behältern wird eine große überlappende Folienlänge benötigt, um das Schrumpfloch noch einigermaßen zu schließen, was nachteiliger Weise zu hohem Materialverbrauch und somit erheblichen Folienkosten führt. Ein hoher Folienverbrauch ist aber auch aus Gründen der noch vorhandenen, sehr begrenzten Ressourcen sehr nachteilig. Da die langen, seitlichen Folienenden sehr schlecht miteinander laminieren und im Schrumpftunnei durch die gegenseitige Abschattung ungleichmäßig einschrumpfen, entsteht ein sehr faltiges Erscheinungsbild, was sich nachteilig auf den Verkauf auswirkt, wobei so quasi ein Produkt minderwertiger Güte suggeriert wird.
[0010] Üblicherweise weisen die Behälter des Gebindes einen Barcode oder auch einen QR-Code auf, welcher von entsprechenden Lesegeräten gelesen werden kann. Der Code enthält Informationen z.B. über den Kaufpreis des Behälters oder seines Füllgutes bei einem Einzelhändler. Sinnvoll ist, dass jeder Behälter einen solchen Code hat, da Einzelbehälter aus dem Gebinde entnommen werden können, so dass auch nur der Einzelpreis des Behälters für den vereinzelten Behälter entrichtet werden muss. Möglich ist, dass die Schrumpffolie, welche um das Gebinde angeordnet ist, ebenfalls einen Code gleicher Art aufweist, so dass das Lesegerät den Gebindepreis erkennen kann. Dabei wurde beobachtet, dass trotz des übli- cherweise auf den klaren, also auf den durchsichtigen Folien aufgedruckten Codes dieser nicht korrekt von dem Lesegerät erfasst wurde, sondern der Code eines der Behälter. So kann es passieren, dass das Gesamtgebinde für den Einzelpreis eines der in dem Gebinde aufgenommen Behälter verkauft wird, was einen erheblichen Nachteil für den Einzelhändler darstellt.
[0011] Weiter ist bekannt, das Gebinde mit einem Tragegriff zu versehen, welcher als Folienband mit einigen der PET-Flaschen oder gar mit der umfassenden Schrumpffolie verbunden wird, so dass quasi eine Tragschlaufe gebildet ist, an welcher der Verbraucher das Gebinde transportieren könnte. Mittels der Tragschlaufe könnte das Gebinde an einer einzigen Hand transportiert werden, so dass eine zweite Hand z.B. für den Transport weiterer Einkäufe frei wäre. Nach einer kurzen Tragezeit seitens des Verbrauchers, schneidet das Folienband aufgrund der wirkenden Gesamtkraft des Gebindes jedoch so schmerzhaft in die Traghand, dass ein Absetzten und eventuell sogar ein Wechsel der Traghand erfolgt. Beobachtet wurde auch schon, dass das Gebinde dann bodenseitig angehoben wird, und so transportiert wird, ohne, dass das Folienband gegriffen wird. Dabei wird der Verbraucher seine beiden Hände einsetzen, um das Gebinde zu transportieren, so dass der ei-
gentliche Vorteil des Folienbandes nämlich die zweite Hand frei zu haben hinfällig ist.
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Gebinde der Eingangs genannten Art, sowie ein Verfahren zum Herstellen von Gebinden anzugeben, bei dem die vorgenannten Nachteile vermeidbar sind, wobei auch der Materialverbrauch der Schrumpffolie reduziert werden soll und das faltige Erscheinungsbild vermeidbar ist, und wobei das Gebinde unter Verzicht auf eine Tragschlaufe leicht tragbar sein soll, und wobei sichergestellt ist, dass ein Gebindecode lesbar ist, ohne dass ein Einzel- behältercode von dem entsprechenden Lesegerät erkannt wird, wenn ein Gesamtgebinde dem Lesegerät zugeführt wird.
[0013] Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Gebinde mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgesehen, wobei das zumindest ein Umfassungselement eine Folie, insbesondere ein Schrumpffolie ist, und zumindest ein Umfassungselement ein integriertes Tragelement oder einen Tragabschnitt aufweist und die Behälter als Gruppe ring- oder reifenartig umgibt. Die Lösung der Aufgabe gelingt ebenso mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 13. Verfahrenstechnisch ist bevorzugt vorgesehen, dass die vorbestimmte Anzahl an Behältern zusammenge- führt werden. Die Behältergruppe wird von dem Umfassungselement in der beispielhaften Ausgestaltung als Banderole oder Gehäuseelement umgeben, wobei optional ein Befestigen oder Anhaften mittel Haft- oder Klebemittel zumindest an Eckbehältern vorgesehen werden kann. Dieses so umfasste Gebinde wird mit der Schrumpffolie umgeben, wobei ebenfalls Haft- oder Klebemittel zum befestigen oder Anhaften, wie z.B. unten noch erwähnt wird, vorgesehen werden kann. Das Gebinde wird dann der Schrumpfvorrichtung zugeführt, in welcher die Schrumpffolie aufgeschrumpft wird. Mit der Erfindung wird also ein Gebinde zur Verfügung gestellt, welches ein äußeres Umfassungselement, also die Schrumpffolie, und inneres Umfassungselement, in der beispielhaften Ausgestaltung als Banderole oder Gehäu- seelement aufweist, wobei in dem inneren Umfassungselement das Tragelement oder der Tragabschnitt integriert ist.
[0014] Behälter im Sinne der Erfindung sind, z.B. PET-Flaschen, d.h. u.a. Flaschen, Dosen Tuben, Pouches, jeweils aus Metall, Glas und/oder Kunststoff, aber auch andere Packmittel, insbesondere solche, die zum Abfüllen von flüssigen oder viskosen Produkten geeignet sind, aber auch bereits zu Gruppen (Mehrfachpack)
zusammen gefasste Behälter. Die Behälter des Gebindes sind in nicht-nestender Position angeordnet.
[0015] „Haft- oder Klebemittel" in Sinne der Erfindung sind u.a. alle Materialien oder Massen, mit denen eine Klebeverbindung zwischen den Komponenten des Gebindes möglich ist.
[0016] In günstiger Ausgestaltung weist das Umfassungselement an zumindest einer Stirnseite das integrierte Tragelement oder den integrierten Tragabschnitt auf.
[0017] Zweckmäßig ist, wenn das Umfassungselement in einer ersten Ausgestaltung als Banderole, bevorzugt als breite Banderole so um das Gebinde herum angelegt ist und solche Dimensionen hat, dass zumindest ein auf den Behältern des späteren Gebindes angeordneter Code, also z.B. ein Barcode oder ein QR-Code abgedeckt ist. In bevorzugter Ausgestaltung wird die Banderole um einen Bauchbereich der jeweiligen Behälter des späteren Gebindes angeordnet.
[0018] Zweckmäßig ist, wenn die Banderole aus einem Karton, einer Wellpappe oder dergleichen gebildet ist. In weiter günstiger Ausgestaltung ist das in der Banderole integrierte Tragelement als Austanzung aus dieser gebildet.
[0019] Das Tragelement kann dabei jeweils oberhalb und unterhalb von einem Greifelement angeordnete Eingreiföffnungen aufweisen. Das Greifelement kann dabei in zweckmäßiger Ausgestaltung Materialschwächungen in Form von Nuten aufweisen, so dass jeweils abknickbare Laschen gebildet sind. Die Laschen sind dahin vorteilhaft, als das Greifelement so in seiner effektiven Griffstärke vergrößert wird, wenn die Laschen in Richtung zum Greifelement, bevorzugt nach hinten hinter das Greifelement abgeknickt werden. Dieser Ausgestaltung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass je dicker das Tragelement ausgeführt ist, ein Einschneiden dünner Tragelemente, wie zum Beispiel bei den Eingangs genannten Folienriemen in die Traghand weitgehend vermieden wird. In weiterer Ausgestaltung können die Laschen entlang der Schwächungslinie auch von dem Gebinde wegorientiert abgeknickt werden, so dass ein sich in der Traghand bildendes, im Querschnitt gesehen dreieckiges Tragelement gebildet ist. So kann sich mit den beispielhaften Ausgestal- tungsformen ein sehr angenehmes Traggefühl mit dem erfindungsgemäßen Tragelement ergeben.
[0020] Damit die Banderole ortstabil gehalten werden kann, kann vorteilhaft vorgesehen sein, diese kraftschlüssig um die Behälter herum anzuordnen. Dabei kann die Banderole unter Vorspannung die Behälter des Gebindes umgreifen, wobei die Vorspannkraft nur so bemessen sein muss, dass die Banderole bei der weiteren Bearbeitung des späteren Gebindes nicht verrutscht. Möglich ist, dass die Banderole dem späteren Gebinde als Streifen zugeführt wird, wobei die Streifenenden bevorzugt überlappend miteinander verbunden werden, wobei die Streifenenden miteinander verklebt werden könnten. In weiter bevorzugter Ausgestaltung kann die Banderole zumindest an Eckbehältern des späteren Gebindes befestigt werden, wobei eine Klebverbindung an den Eckbehältern mittels Haft- oder Klebemittel zielführend ist.
[0021] Ist die Banderole um das Gebinde herum angeordnet, kann das weitere Umfassungselement, also die Schrumpffolie um das Gebinde und die Banderole umschließend herum angeordnet werden, wobei das Gebinde anschließend einer Schrumpfvorrichtung zugeführt wird, in welcher die Schrumpffolie auf das Gebinde aufgeschrumpft wird.
[0022] Zuvor ist zweckmäßiger vorgesehen, dass die Schrumpffolie jeweils stirn- seitig des Gebindes mit der Banderole verklebt wird. Mittels des Verklebens der Schrumpffolie mit den Stirnseiten des Gebindes ist die Schrumpffolie auch bei dem anschließenden Schrumpfvorgang ortstabil gehalten, wobei eine große überlappende Folienlänge dort vermeidbar ist. Auch ein stirnseitig, faltiges Erscheinungsbild ist vermieden, da ein Überlappen von seitlichen Folienenden ausgeschlossen ist. Denn die seitlichen Folienenden sind stirnseitig mit der Banderole, oder bei deren Fehlen mit Eckbehältern des Gebindes verklebt.
[0023] Mit der Erfindung wird ein Gebinde zur Verfügung gestellt, welches zwischen der optionalen Schrumpffolie und den Behältern des Gebindes eine Bandero- le aufweist. Die Folie ist stirnseitig des Gebindes befestigt. Mittels der Banderole können so zumindest die Codes der einzelnen Behälter abgedeckt werden, so dass ein Einlesen eines einzelnen Behältercodes durch entsprechende Lesegeräte vermieden ist. In günstiger Ausgestaltung trägt die Banderole selbst einen Code, welcher Daten betreffend des Gebindes aufweisen kann. So können z.B. Preisinforma- tionen für das Gesamtgebinde auslesbar sein. Vorteilhaft ist in der Banderole das Tragelement integriert, so dass das Gebinde leicht an einer Traghand transportierbar ist, ohne dass Einschneidungen befürchtet werden müssen, da das Tragele-
ment in einer Gebrauchsposition bezogen auf die Dicke der einfachen Banderolendicke aufgrund der umgeknickten Laschen erheblich verbreitert, also dicker ist.
[0024] Die Banderole ist in besonders zielführender Ausgestaltung bedruckbar, und wie bereits erwähnt zweckmäßiger Weise aus einem Karton, oder aus dünner Pappe oder aus Wellpappe oder aus einer Pappe/Papierkombination gebildet. Die Banderole könnte so nicht nur mit dem Code sondern auch mit anderen Informationen bedruckt werden, wobei die Schrumpffolie durchsichtig ist. [0025] Das Gebinde ist jeweils stirnseitig zumindest bereichsweise folienfrei, da die Folienenden nicht überlappen und auch nicht aneinander stoßen, so dass das integrierte Tragelement zweckmäßiger Weise stirnseitig angeordnet ist. Zielführend ist vorgesehen, dass das integrierte Tragelement oder der integrierte Tragabschnitt im Bereich des Schrumpflochs angeordnet ist.
[0026] In einer weiteren Ausgestaltung ist das Umfassungselement als Gehäuse ausgeführt, welches das integrierte Tragelement oder den integrierten Tragabschnitt aufweist. [0027] Das Gehäuse kann einen Bodenteil und optional einen Deckelteil aufweisen. In zweckmäßiger Ausgestaltung ist das Tragelement in den Bodenteil integriert. In bevorzugter Ausgestaltung ist das in dem Gehäuse integrierte Tragelement an zumindest einer Stirnseite angeordnet. Ein ring- oder reifenartiges Umfassungselement ist im Sinne der Erfindung eine Banderole, bevorzugt eine breite Banderole oder ein Gehäuseelement, welches an seinem Bodenteil optional einen Boden haben kann.
[0028] Zielführend kann das Tragelement als Griffmulde ausgeführt sein, welche einen sich über der Griffmulde in einer Richtung erstreckenden Tragsteg aufweist, so dass der Tragsteg umgreifbar ist, wenn in die Griffmulde eingegriffen wird.
[0029] Das Gehäuse, also der Bodenteil und der optionale Deckel kann aus einem Kunststoff aber auch, wie die Banderole zuvor auch, aus Karton, Pappe, Wellpappe oder aus einer Papier/Pappekombination gebildet sein, wobei der Deckel in geeig- neter Weise mit dem Bodenteil verliersicher aber gewollt lösbar verbindbar ist.
[0030] Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, wie zuvor bei der Banderole auch, eine Schrumpffolie vorzusehen, wobei die einzelnen Schritte und Ausführungen analog ausführbar und ausgestaltbar sind. [0031] Ist das Gehäuse mit seinem Bodenteil und dem optionalen Deckel um das Gebindes herum angeordnet, kann eine Schrumpffolie um das Gebinde und das Gehäuse umschließend herum angeordnet werden, wobei das Gebinde anschließend einer Schrumpfvorrichtung zugeführt wird, in welcher die Schrumpffolie auf das Gebinde also auf das Gehäuse aufgeschrumpft wird.
[0032] Zuvor ist zweckmäßiger vorgesehen, dass die Schrumpffolie jeweils stirnseitig des Gebindes mit dem Gehäuse verklebt wird. Mittels des Verklebens der Schrumpffolie mit den Stirnseiten des Gehäuses ist die Schrumpffolie auch bei dem anschließenden Schrumpfvorgang ortstabil gehalten, wobei eine große überlappen- de Folienlänge dort vermeidbar ist. Auch ein stirnseitig, faltiges Erscheinungsbild ist vermieden, da ein Überlappen von seitlichen Folienenden ausgeschlossen ist. Denn die seitlichen Folienenden sind stirnseitig mit dem Gehäuse verklebt.
[0033] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Gebinde in einer perspektivischen Ansicht, Fig. 2 eine stirnseitige Vergrößerung des Gebindes aus Figur 1 , und
Fig. 3 ein Gebinde in weiterer Ausgestaltung in einer perspektivischen Ansicht. [0034] In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile stets mit denselben Bezugszeichen versehen, weswegen diese in der Regel auch nur einmal beschrieben werden.
[0035] Figur 1 zeigt ein Gebinde 1 mit beispielhaft sechs Behältern 2 oder Fla- sehen 2, welches von zumindest einem Umfassungselement 3 umfasst sind, wobei das zumindest eine Umfassungselement 3 ein integriertes Tragelement 4 oder einen integrierten Tragabschnitt aufweist. Das Gebinde 1 weist zumindest ein Umfas-
sungselement 3 in der beispielhaften Ausgestaltung als Banderole 3 auf, welche um Bauchbereiche 5 der Behälter 2 des Gebindes 1 herum angeordnet ist. Die Banderole 3 kann bedruckt sein, und zum Beispiel stirnseitig einen Code 6 (Figur 2), also einen Barcode oder beispielhaft einen QR-Code 6 aufweisen. Selbstverständ- lieh kann anstelle des Barcodes oder QR-Codes auch jede andere Informationsquelle vorgesehen sein. Das Gebinde i weist noch ein weiteres Umfassungselement 7 als Schrumpffolie 7 auf, welche um das Umfassungselement 3, also auch um die Behälter 2 und die Banderole 3 gelegt ist. Insofern weist das Gebinde ein inneres Umfassungselement 3 und ein äußeres Umfassungselement 7 auf.
[0036] Das Tragelement 4 ist stirnseitig in der Banderole 3 integriert, und weist jeweils oberhalb und unterhalb von einem Greifelement 8 angeordnete Eingreiföffnungen 9 auf.
[0037] Das Greifelement 8 kann dabei in zweckmäßiger Ausgestaltung Materialschwächungen in Form von Schwächungslinien 10 aufweisen, so dass jeweils abknickbare Laschen 11 gebildet sind. Die Schwächungslinien 10 sind leicht gebogen verlaufend ausgeformt, wobei sich beide Schwächungslinien in ihrem Zenit annä- hern. Die Laschen 1 1 sind dahin vorteilhaft, als das Greifelement 8 so in seiner effektiven Griffstärke vergrößert wird, wenn die Laschen 11 in Richtung zum Greifelement 8, bevorzugt nach hinten hinter das Greifelement 8 abgeknickt werden.
[0038] In weiterer Ausgestaltung können die Laschen 11 entlang der Schwä- chungslinie 10 auch von dem Gebinde 1 wegorientiert abgeknickt werden, so dass sich ein in der Traghand bildendes im Querschnitt gesehen dreieckiges Tragelement 4 gebildet ist.
[0039] Bei dem Greifen des Tragelementes 4 bewirken Ausstanzungen 20 der Banderole 3, dass das Tragelement 4 von dem Gebinde 1 wegorientiert abgehoben wird, so dass quasi ein Henkeltragegriff gebildet ist. Die Ausstanzungen 20 können auch als Sollreissstellen 20 bezeichnet werden.
[0040] Die Folienenden 12 der Schrumpffolie 7 sind stirnseitig an der Banderole 3 angeklebt. Stirnseitig ist das Gebinde 1 folienfrei, wobei das so genannte Schrumpfloch 15 hier angeordnet ist, wenn die Folie aufgeschrumpft ist, wobei die Folienenden 12 nicht überlappen, und auch nicht aneinander stoßen.
[0041] Die Behälter 2 des Gebindes 1 können untereinander an Kontakt- oder Berührflächen miteinander verbunden, beispielsweise verklebt sein. Zum Auftragen von Haft- und Klebemittel können entsprechende Auftragsstationen vorgesehen sein. Zudem können die Behälter 2 in dem Gebinde 1 jeweils identisch ausgerichtet sein, so dass auch ein Auftragen von Haft- oder Klebemittel auf den entsprechenden Stirnseitenbereich des betreffenden, bestimmten Eckbehälters möglich ist, mit welchem die Schrumpffolie verklebt wird. Natürlich kann auch ein entsprechender Klebestreifen vorgesehen sein, welcher die Schrumpffolienenden 12 mit den Eck- behältern verbindet. Selbstverständlich kann auch Haft- oder Klebemittel auf die Banderole 3 aufgebracht werden, um die Schrumpffolienenden 12 stirnseitig mit der Banderole 3 zu verbinden. Natürlich kann auch ein Klebestreifen benutzt werden.
[0042] Figur 3 zeigt eine weitere Ausgestaltung des Gebindes 1 mit beispielhaft sechs Behältern 2 oder Flaschen, welches von zumindest einem Umfassungselement 13 umfasst sind, wobei das zumindest eine Umfassungselement 13 ein integriertes Tragelement 14 aufweist. Das Gebinde 1 weist zumindest ein Umfassungselement 13 in der beispielhaften Ausgestaltung als Gehäuse 13 auf, im welchem die Behälter 2 aufgenommen sind. Das Gehäuse 13 kann bedruckt sein, und zum Bei- spiel stirnseitig einen Code 6, also einen Barcode oder beispielhaft einen QR-Code 6 aufweisen. Selbstverständlich kann anstelle des Barcodes oder QR-Codes auch jede andere Informationsquelle vorgesehen sein. Das Gebinde 1 kann optional noch ein Umfassungselement 7 als Schrumpffolie 7 aufweisen, welche um das Umfassungselement 13, also um die Behälter 2 und das Gehäuse 13 gelegt ist. Selbstver- ständlich können die Komponenten des Gehäuses 13 in geeigneter Weise miteinander verbunden werden. Ist kein Deckel vorgesehen, bietet sich aber die Schrumpffolie an.
[0043] Das Gehäuse 13 weist einen Bodenteil 16 und einen Deckel 17 auf. Das Tragelement 14 ist als Griffmulde 18 mit Tragsteg 19 ausgeführt. Das Tragelement ist bevorzugt in dem Bodenteil 16 angeordnet, so dass der Deckel 7 auch lediglich optional sein kann, insbesondere wenn noch die Schrumpffolie 7 vorgesehen ist, welche das gesamte Gebinde 1 umgibt. [0044] Das innere Umfassungselement 3, 13 in der beispielhaften Ausgestaltung als Banderole 3 oder Gehäuse 13 umgibt die Behälter 2 ring- oder reifenartig.
[0045] Die Folienenden der optionalen Schrumpffolie 7 sind stirnseitig an der Banderole 3 angeklebt. Stirnseitig ist das Gebinde 1 folienfrei, wobei die Folienenden 12 nicht überlappen, und auch nicht aneinander stoßen. Gleiches gilt natürlich für das Gehäuse 13, wobei die Folienenden 12 ebenso überlappungsfrei und stirn- seitig mittel Haft- oder Klebemittel angehaftet sein können.
[0046] Die Behälter 2 des Gebindes 1 können untereinander an Kontakt- oder Berührflächen miteinander verbunden, beispielsweise verklebt sein. Zum Auftragen von Haft- und Klebemittel können entsprechende Auftragsstationen vorgesehen sein. Zudem können die Behälter 2 in dem Gebinde 1 jeweils identisch ausgerichtet sein. Selbstverständlich kann auch Haft- oder Klebemittel zumindest stirnseitig auf das Gehäuse 13 also auf das Bodenteil 16 und den optionalen Deckel 17 aufgebracht werden, um die Schrumpffolienenden 12 stirnseitig mit dem Gehäuse 13 zu verbinden. Natürlich kann auch ein Klebestreifen benutzt werden.
Bezugszeichenliste
1 Gebinde
2 Behälter
3 Umfassungselement/Banderole
4 Tragelement in 3
5 Bauchbereich
6 Code
7 Umfassungselement/Schrumpffolie
8 Greifelement
9 Eingreiföffnungen
10 Schwächungslinie
11 Laschen
12 Schrumpffolienenden
13 Umfassungselement/Gehäuse
14 Tragelement
15 Schrumpfloch
16 Bodenteil
17 Deckel
18 Griffmulde
19 Tragsteg
20 Ausstanzungen/Sollreissstellen