Bezeichnung der Erfindung
Friktions-Motorspindel und Verfahren zum Betrieb
Die Erfindung betrifft eine Friktions-Motorspindel mit einem Gehäuse, einer Spindel und einer zur Lagerung der Spindel vorgesehenen Lagereinheit sowie einen zum Direktantrieb der Spindel vorgesehenen elektromotorischen Antrieb. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb eines Friktions- otorspindelsystems.
Friktions-Motorspindeln werden zur Texturierung von glattem, unbehandeltem Filament oder Garn in Textilmaschinen eingesetzt. In der Regel werden drei Friktions- Motorspindeln zu einem Texturieraggregat oder auch Friktions-Motorspindelsystem zusammen gefasst, wobei die Friktions-Motorspindeln in Form eines gleichschenkligen Dreiecks zueinander angeordnet sind. Das System bringt durch scheibenförmige Reibungselemente eine Drehung auf das Filament auf, das zwischen den Friktions- Motorspindeln durchgezogen wird. Das Filament wird auf diese Weise verdrillt, beziehungsweise texturiert, um die elastische Dehnbarkeit des ursprünglichen, glatten Filaments zu erhöhen. Friktionsmotorspindeln sind zum Beispiel aus DE 10 2005 023 928 A1 oder EP 0 828 872 B1 bekannt. Die Regler und Leistungsgeber sind über Leitungen mit den elektromotorischen Antrieben und Sensoren der Spindeln verbunden, sie werden in der Regel zusammen in einem Schaltschrank für eine Textilmaschine angeordnet. Eine Textilmaschine weist typischerweise eine Anzahl von über 200 Friktions-Motorspindelsystemen auf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für Textilanlagen geeignete, einen elektrischen Direktantrieb aufweisende, Friktions-Motorspindeln zum Texturieren von Filamenten und Garnen anzugeben und Verfahren zu deren Betrieb anzugeben, welche sich durch eine hohe Drehzah (Stabilität, energieeffizienten Betrieb und geringen Verkabelungsaufwand auszeichnen.
Diese Aufgabe wird ausgehend von dem Oberbegriff des Anspruchs 1 in Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Die darauffolgenden abhängigen
Ansprüche geben Jeweils vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung wieder. Eine Friktions-Motorspindef weist ein Gehäuse und eine Spindel auf, wobei zur Lagerung der Spindel eine Lagereinheit vorgesehenen ist. Weiterhin weist die Friktions- Motorspindel einen zum Direktantrieb der Spindel vorgesehenen elektromotorischen Antrieb auf. Erfindungsgemäß weist die Friktions-Motorspindel eine Reglerbaugruppe auf. die zum Betrieb des elektromotorischen Antriebs vorgesehen und in die Friktions-Motorspindel integriert ist. Die Reglerbaugruppe ist der Friktions-Motorspindel zugeordnet. Sie kann in oder an einem Gehäuse der Friktions-Motorspindel angeordnet sein. Für die Textilanlage ergibt sich eine dezentrale Anordnung der Reglerbaugruppen für die Friktions-Motorspindein.
Der erfindungsgemäße Aufbau ist besonders vorteilhaft« weil gegenüber der üblichen Verwendung von einer oder mehrerer zentraler Reglerstationen, z.B. in einem Schaltschrank der Textilanlage, der Verdrahtungsaufwand deutlich reduziert und vereinfacht wird. Bisher war es nötig für jede Friktions-Motorspindel ein eigenes Leistungskabel und ein eigenes Sensorkabel von der Friktions-Motorspindel zum Schaltschrank zu verlegen. Dies ist neben dem hohen Installationsaufwand, vor allem durch die Vielzahl möglicher Stör- oder Fehlerquellen nachteilig, Zu den Störquellen muss auch eine Beeinträchtigung der elektromagnetischen Verträglichkeit gezählt werden, da es bei der Vielzahl von langen und parallel verlaufenden Kabeln zu einem unerwünschten Übersprechen kommen kann. Insbesondere die Übertragungen der Sensorsignale sind störanfällig. Weiterhin kann es aufgrund der großen Kabellängen zu Spannungsabfällen und Signalreflexionen kommen. Diese Faktoren beeinflussen insgesamt das Reglerverhalten und somit die auch Drehzahlstabilität der Friktions-Motorspindein negativ
Erfindungsgemiß können diese Nachteile durch die Anordnung einer Reglerbaugruppe direkt bei der Friktions-Motorspindel nicht mehr in dieser Form auftreten, wodu ch sich eine höhet e Drehzahlstabilität und ein deutlich reduzierter Verkabelungsaufwand ergeben. Die notwendige elektrische Leistung für den Betrieb des elektromotorischen Antriebs kann der Reglerbaugruppe über den Anschtuss an ein Stromnetz zur Verfügung gestellt werden, an das eine Vielzahl von Friktions-Motorspindein gleichzeitig angeschlossen werden können. Die Verlegung ist aufgrund der mögli-
chen Verwendung von Verteilern und der freien Zuordnung gegenüber der Verlegung von Leistungskabel, wie oben beschrieben, sehr einfach.
Unter elektromotorischem Antrieb sind alle bekannten Bauformen von Elektromoto-
- ren zu verstehen, die dazu geeignet eine rotatorische Bewegung einer Achse zu erzeugen, wie z.B. Schrittmotoren, Reluktanzmotoren, Synchron- und Asynchronmotoren und elektronisch kommuferte Gleichstrommotoren, auch bekannt als bürstenlose Gleichstrommotoren. i L Vorzugsweise ist die Reglerbaugruppe dazu vorgesehen eine Drehzahlregelung oder eine Drehzahlsteuerung des elektromotorischen Antriebs durchzuführen. Die hierfür notwendigen elektrischen und elektronischen Bauelemente sind in der Reglerbaugruppe zusammengefasst. Dies umfasst auch mögliche Bauelemente, die dazu eingerichtet sind Sensorsignale von Sensoren an oder in der Friktions-Motorspindel auszulesen und auszuwerten. Weiterhin kann die Reglerbaugruppe Bauelemente aufweisen, die zur Frequenzregelung oder Kommutierung geeignet sind. Die Reglerbaugruppe ist nicht zwangsläufig eine räumlich zusammenhängende Baugruppe, beispielsweise ist eine räumliche Trennung von einzelnen Komponenten der Reglerbaugruppe im Bereich der entsprechenden Friktions-Motorspindel möglich. Die mög-o liehe Regelgüte der Reglerbaugruppe wird durch die Anordnung der Reglerbaugruppe durch die sehr kurzen Leitungswege deutlich positiv beeinflusst.
In einer weiteren Ausgestaltung ist die Regelbaugruppe einer Friktions-Motorspindel dazu vorgesehen mindestens eine weitere Friktions-Motorspindel zu betreiben. Da in 5 der Regel drei Friktions-Motorspindeln zu einem Friktions-Motorspindelsystem zusammen gefasst werden, bleiben bei dieser möglichen Ausgestaltung die Vorteile der kurzen Leistungswege und des begrenzten Verkabelungsaufwand erhalten, wohingegen durch die Zusammenfassung der Reglerbaugruppen sich Vorteile ergeben, wie z.B. eine vereinfachte Steuerung der gesamten Textilmaschine und reduzierte Kosten.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Reglerbaugruppe einer Friktions-Motorspindel mindestens eine elektronische Schnittstelle aufweist.
Diese Schnittstelle ist dazu eingerichtet, die Drehzahlvorgaben für die Textilmaschine entgegen zu nehmen und z.B. etwaige Störungen an die zentrale Anlagensteuerung zu senden, Weiterhin können über die elektronische Schnittstelle weitere Sollzustände der zentralen Anlagensteuerung der Textilmaschine an die Reglerbaugruppe ü- bertragen werden, wie z.B. Anlagenstopp, Anlagenstart und verschiedene andere Betriebszustinde. Die Schnittstelle kann ein Anschluss an ein digitales Bussystem sein, das die digitale Zuordnung der Friktions-Motorspindel in einem zentralen System zur Anlagensteuerung ermöglicht, z.B. einer Speicherprogrammierbaren Steuerung SPS. Der Anschluss und die Installation einer Friktions-Motorspindel werden damit deutlich erleichtert, da auch hier, ähnlich wie beim Stromnetz, Verteiler genutzt werden können. Zudem wird durch digitale Übertragungsprotokolle eine fehlerfreie Datenübertragung über das Bussystem gewährleistet.
Vorzugsweise ist die Reglerbaugruppe einer Friktions-Motorspindel dazu vorgesehen die Drehzahl mit mindestens einer weiteren Friktionsmotorspindel zu synchronisieren. Dies kann zum einen dadurch geschehen, dass wie oben dargestellt eine Reglerbaugruppe für den Betrieb mehrerer Friktionsmotorspindeln, vor allem beim Zu- sammenschluss zu einem Friktions- otorspindelsystem, alle notwendigen Informationen und Eingriffsmöglichkeiten in einer Reglerbaugruppe vereinigt sind, wodurch die Synchronisation erreicht werden kann. Zum anderen kann eine Synchronisation von mehreren Friktions-Motorspindeln, die alle eine Reglerbaugruppe aufweisen dadurch erreicht werden, dass das zentrale Bussystem oder Datennetz zur Kommunikation der Reglerbaugruppen untereinander zur Synchronisation genutzt wird. Darüber hinaus kann eine andere elektronische Schnittstelle der Reglerbaugruppe genutzt werden, die nicht an den zentralen Datenbus der Textilmaschine angeschlossen ist. sondern nur mit den Friktions-Motorspindeln des entsprechenden Systems, mit denen eine Synchronisation erfolgen soll. Insgesamt ist durch die Verwendung einer elektronischen Schnittstelle in der erfindungsgemäßen Reglerbaugruppe auch die Synchronisation über eine Datenverbindung einer größeren Anzahl oder alter Friktions-Motorspindeln eine Textilmaschine möglich.
Vorzugsweise weist die Reglerbaugruppe einen Niederspannungsleistungsregler auf. Der Leistungsbedarf des elektromotorischen Antriebs wird somit durch einen Regler
bzw. Leistungssteiler gedeckt, der typischerweise mit einer Versorgungsspannung von 24 V DC betrieben werden kann. Weiterhin sind alle Versorgungsspannungen im Bereich der Kleinspannung dazu geeignet den Niederspannungsregler zu betreiben. Durch die Verwendung eines Niederspannungsreglers ergeben sich aufgrund der reduzierten Sicherheitsanforderungen Vereinfachungen beim Aufbau und bei der Verbindungstechnik, sowie weitere Kosten vorteile.
Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass bei einem größeren Leistungsbedarf oder auch aus anderen Gründen ein Hochspannungsregler in der Regelbaugruppe verwendet wird. Die Versorgungsspannung ist keine für Menschen ungefährliche Kleinspannung mehr, hier typischerweise im Bereich von 200 V bis 400 V. Ein Hochspannungsregler bedarf im Gegensatz zu einem Niederspannungsregler eines höheren Installationsaufwands, die potentielle Leistungsübertragung ist jedoch aufgrund der höheren Spannungen bei vergleichbaren Kabelquerschnttten größer.
Die Reglerbaugruppe einer erfindungsgemäßen Friktions-Motorspindel weist vorzugsweise mindestens einen Mikrokontroller auf. Der Mikrokontroller kann zum Auslesen und Verarbeiten von Sensordaten, zum Verarbeiten von Daten aus einer elektronischen Schnittstelle sowie zur Implementierung des Reglers bzw. des Regelalgorithmus dienen Der Mikrokontroller kontrolliert entsprechende Stellgrößen» die von der Leistungselektronik für den Betrieb eines elektromotorischen Antriebs umgesetzt werden.
Ferne ist vorgesehen, dass die Friktions-Motorspindel einen Drehwinkelstellungsgeber aufweist, der als Sensor die notwendigen Informationen über den Ist-Zustand der Spindel für die Reglerbaugruppe ermittelt. Dieser Sensor ist vorzugsweise mindestens einen Hallsensor, der als berührungsloser Sensor zur Lage- und Drehzahlerfassung dienen kann. Weiterhin kann der Drehwinkelstellungsgeber bei Verwendung eines elektronisch kommutierten elektromotorischen Antriebs als Basis für die Kommutierung genutzt werden
Weiterhin wird die Aufgabe der Erfindung ausgehend von dem Oberbegriff des Anspruchs 10 in Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen getost. Ein Verfahren zum Betrieb eines Friktions-Motorspindelsystems steuert oder regelt mehrere»
iypischerweise drei Friktions-Motorspindeln. Eine Reglerbaugruppe, die an oder in einem Gehäuse einer Friktions-Motorspindel angeordnet ist steuert oder regelt mindestens eine weitere, typischerweise zwei weitere Friktions-Motorspindeln, Die Regelung erfolgt durch Übertragung von elektrischen Signalen und/oder durch Übertragung der elektrischen Leistung für den elektromotorischen Antrieb. Das Verfahren zeichnet sich durch eine besonders hohe Regelgüte, was für die Qualität und Hochwertigkeit der Texturierung entscheidend ist, und eine einfache Steuerbarkeit der Textilmaschine aus. Weiterhin beinhaltet das Verfahren zum Betrieb die Möglichkeit, dass die Regelung in jeder Friktions-Motorspindel separat erfolgt, und die notwendige Synchronisation durch eine Datenübertragung zwischen den Reglerbaugruppen der Friktions-Motorspindeln erfolgt.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsbeispieie der Erfindung dargestellt sind.
In den Figuren zeigen:
Fig. 1 Schnittdarstellung einer Friktions-Motorspindel mit integrierter Reglerbaugruppe;
Fig. 2 Schematische Darstellung einer Reglerbaugruppe; und
Fig.3 Schematisch Darstellung der Synchronisation mehrerer Friktions- Motorspindeln.
In Fig. 1 ist eine Ausführung einer erfindungsgemäßen Friktions-Motorspindel 10 dargestellt. Auf der Spindel 1 1 sind die Texturierscheiben 12 angeordnet, deren Anzahl auch anders als hier dargestellt sein kann. Die Lagereinheit 13 bildet ein zweireihiges, vorgespanntes Wälzlager, das die Lagerung der Spindel 1 1 und des elektromotorischen Antriebs 16 übernimmt. In alternativen Ausführungsformen sind verschiedenste Lagerarten möglich. Die Wälzkörper sorgen für eine reibungsarme Ro- tierbarkeit zwischen dem Außenring 14 und der Spindel 1 1 . Der Außenring 14 der
Lagefeinheit 13 ist vom Gehäuse 15 der Friktions- otorspindel 10 umschlossen. Der elektromotorische Antrieb 16 erzeugt die Drehbewegung der Spindel 1 1 , auf der der Rotor 17 des elektromotorischen Antriebs 16 aufgeklebt- oder gepresst ist, wodurch sich ein Direktantrieb der Spindel 1 1 ergibt. Der Stator 18 des elektromotorischen Antriebs 16 ist im Gehäuse 15 angeordnet. Die Reglerbaugruppe 19 ist im Gehäuse 15 der Friktions-Motorspindel 10 angeordnet. Die Reglerbaugruppe 19 besteht aus verschiedenen elektrischen und elektronischen Bauelementen 20, die über kurze Leitungswege mit dem Stator 18 des elektromotorischen Antriebs 16 verbunden sind, Werterhin ist eine Verbindung zum Drehwinkelstellungsgeber 22, in diesem Ausführungsbeispiel ein Hallsensor, vorhanden, mit dessen Hilfe eine phasenrichtige Kommutierung bzw Bestromung des Stators 18 sowie eine Regelung erfolgt. Das Gehäuse 15 ist mit einem Deckel 21 verschlossen, so dass die Lagereinheit 13, der e- lektromotorische Antrieb 16 und die Reglerbaugruppe 19 gegen schädliche äußere Einflüsse und Berührung abgeschirmt sind. Zur Verbindung der Friktions- Motorspindel 10 mit dem Stromnetz 24 und dem Datennetz 32 (sh. Fig. 2 und 3) sind Steckerverbindungen 23 im Gehäuse 15 oder im Deckel 21 eingebracht. In einer alternativen Ausführungsform sind entsprechende Kabel durch das Gehäuse oder durch den Deckel 21 geführt.
Fig. 2 zeigt in einer schematischen Darstellung eine mögliche Ausführungsform einer Regierbaugruppe 19, die erfindungsgemäß in oder an der Friktions-Motorspindel angeordnet ist. Die Regierbaugruppe 19 verfügt über mehrere Verbindungen zu externen Komponenten 16, 24, 29, 32. wobei das Stromnetz 24 an einen Spannungswandler 25 angeschlossen ist. Der Spannungswandler 25 wandelt zum einen die Spannung des Stromnetz 24 für elektronische Bauelemente der Regierbaugruppe 19 um und stellt diese als interne Versorgungsspannung 26 für elektronische Bauelemente zur Verfügung, zum anderen wird die Spannung des Stromnetzes 24 der Leistungselektronik 30 entweder direkt oder gewandelt zur Verfügung gestellt. Die Leistungselektronik 30 kann Transistoren, Thyristoren und Triacs beinhalten, die die Wicklungen des elektromotorischen Antriebs ansteuern.
Der Mikrokontroller 27 führt die Regelung anhand der auf ihm hinterlegten Regelalgorithmen aus. Weiterhin können verschiedene Voreinstellungen, Regelgrenzen und
Parameter auf dem Mikrokontroller 27 oder einer zusätzlichen Speichereinheit in der Reglerbaugruppe hinterlegt sein. Für die Regelung werden die Sollgrößen aus der Schnittstellenbaugruppe 31 , die die Verbindung zum Datennetz 32 herstellt, mit den Istgrößen aus der Sensorbetriebsgruppe 28, die die Verbindung mit verschiedenen Sensoren herstellt, verglichen. Auf der Grundlage dieser beiden Größen wird ein Regelsignal vom Mikrokontroller 27 ausgegeben, das an die Leistungselektronik 30 ü- bertragen wird. Die Leistungselektronik 30 betreibt wiederum den elektromotorischen Antrieb 16.
Fig. 3 zeigt verschiedene mögliche Ausführungsbeispiele für die Steuerung oder Regelung und Synchronisation von mehreren Friktions-Motorspindeln 10.
Im Ausführungsbeispiel aus Fig. 3a sind drei Friktions-Motorspindeln 10 dargestellt, wovon nur eine die erfindungsgemäße Reglerbaugruppe 19 aufweist. Die entsprechende Reglerbaugruppe 19 übernimmt in diesem Ausführungsbeispiel das Auslesen der Sensoren 29 und das Ansteuern der elektromotorischen Antriebe 16 von zwei weiteren Friktions-Motorspindeln 10. Die drei dargestellten Friktions- Motorspindeln 10 bilden vorzugsweise ein Friktions-Motorspindelsystem und sind daher räumlich sehr nah zueinander angeordnet, so dass die Leistungskabel für die elektromotorischen Antriebe 16 und die Kabel für die Sensorik 29 entsprechend kurz ausfallen können. Es wird im Ausführungsbeispiel aus Fig. 3a nur eine erfindungsgemäße Friktions-Motorspindel 10 benötigt» bei den beiden anderen dargestellten Friktions-Motorspindeln 10 kann somit die Reglerbaugruppe 19 entfallen, was zu einem Kostenvorteil führt.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3b sind drei erfindungsgemäße Friktions- Motorspindeln 10 dargestellt, die ein Friktions-Spindelsystem darstellen können. Jede Friktions-Motorspindel 10 ist an das Stromnetz 24 und das Datennetz 32 angeschlossen. Die Regelbaugruppe 19 jeder Friktions-Motorspindel 10 regelt oder steuert mit Hilfe der Sensorik 22 den elektromotorischen Antrieb 16 Die Synchronisation erfolgt über die Schnittstellenbaugruppe 28 durch das zentrale Datennetz 32 der Textilmaschine.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel in Fig. 3c sind drei erfindungsgemäße Frikti- ons- otorspindeln 10 dargestellt, wobei alle Friktions-Motorspindeln 10 über einen Anschluss an das Stromnetz 24, aber lediglich eine Friktions-Motorspindel 10 über einen Anschluss an das Datennetz 32 verfügt. Die anderen beiden dargestellten Reglerbaugruppen 19 der Friktions-Motorspindeln 10 sind über eine weitere elektronische Schnittstelle durch eine Datenverbindung 33 miteinander verbunden. Die Datenverbindung 33 wird dabei vorzugsweise zur Synchronisation der Friktions- Motorspindeln genutzt. In einer alternativen Ausführungsform führt die Regelung nur eine Reglerbaugruppe 19 der Friktions-Motorspindeln 10 aus, vorzugsweise die Friktions-Motorspindel 10 mit dem Anschluss an das Datennetz 32, und sendet die Steuerbefehle über die Datenverbindung 33, über die auch die Sensordaten der Sensorik 29 übertragen. Verschiedene Abstufungen zwischen diesen beiden Ausführungsformen sind möglich.
In den Ausführungsbeispielen der Fig. 3b und Fig 3c ist es möglich baugleiche, erfindungsgemäße Friktions-Motorspindeln zu verwenden. Bei der Ausführungsform aus Fig. 3b ist einfacher zu realisieren, jede Friktions-Motorspindel 10 über das zentrale Steuerungssystem der Textilmaschine anzusteuern. Das Ausführungsbeispiel aus Fig. 3c ermöglicht eine weitere Verkürzung der benötigten Datenkabel, da der Weg zum nächsten Verteiler des Datennetzes 32 nur für eine Friktions-Motorspindel 10 gelegt werden muss. Die anderen beiden Friktions-Motorspindeln können über kurze Patchkabel angeschlossen werden.
Bezugszeichenliste
Friktions-Motorspindel
Spindel
Texturierscheibe
Lagereinheit
Außenring
Gehäuse
elektromotorischer Antrieb
Rotor
Stator
Reglerbaugruppe
elektrische und elektronische Bauelemente
Deckel
Drehwinkelstellungsgeber
Steckerverbindungen
Stromnetz
Spannungswandler
interne Versorgungsspannung
Mikrokontroller
Sensorbetriebsg ruppe
Sensorik
Leistungselektronik
Schnittstellenbaugruppe
Datennetz
Datenverbindung