Getränkeabgabeeinrichtung und Verfahren zur Überwachung einer Getränkeabqabeeinrichtung
Die Erfindung betrifft eine Getränkeabgabeeinrichtung mit einer Zuleitung, die mit einem Wärmetauscher verbunden ist, der in einem Behälter für Kühlflüssigkeit angeordnet ist. Die Erfindung betrifft auch die Verwendung eines Temperatursensors zur Bestimmung der Abgabemenge einer Getränkeabgabeeinrich- tung. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Überwachung einer Getränkeabgabeeinrichtung.
Getränkeabgabeeinrichtungen, die häufig auch als Zapfanlagen bezeichnet werden, dienen dazu, Getränke, die in relativ großen Behältern bevorratet wer- den, dosiert abzugeben. So ist es beispielsweise üblich, Bier in Fässern zu lagern und zu transportieren, wobei das Bier mit Hilfe einer Abgabeeinrichtung in geeignete Trinkgefäße gefüllt wird. Getränkeabgabeeinrichtungen können aber auch zum Beispiel für Limonaden und Mineralwässer verwendet werden.
Neben der dosierten Abgabe des Getränks ist in der Regel auch das Kühlen des Getränks auf eine bestimmte Temperatur gefordert. Üblicherweise ist dafür eine Kühleinrichtung innerhalb des Behälters der Getränkeabgabeeinrichtung angeordnet, die eine im Behälter befindliche Kühlflüssigkeit abkühlt. Über einen Wärmetauscher, der von der Kühlflüssigkeit umgeben ist, wird dem dadurch geleiteten Getränk Wärme entzogen und dieses so auf die gewünschte Temperatur gekühlt.
Als Kühlflüssigkeit wird in der Regel Wasser verwendet. Dabei ist es durchaus erwünscht, dass sich an der Kühleinrichtung eine Eisschicht bildet, da diese als Kältespeicher wirkt.
Allerdings darf die Eisschicht nicht zu dick werden und insbesondere nicht in Berührung mit dem Wärmetauscher gelangen, da sonst die Gefahr besteht,
dass das Getränk, das durch den Wärmetauscher geleitet wird, gefriert. Dies kann im schlimmsten Fall zu einer Beschädigung des Wärmetauschers führen.
Zur Überwachung der Dicke einer Eisschicht auf der Kühleinrichtung ist bei- spielsweise aus US 6 324 911 B1 bekannt, einen Ultraschallsensor innerhalb des Behälters anzuordnen, um mit Hilfe des Sensors die Dicke der Eisschicht bestimmen zu können.
In US 5 987 897 wird vorgeschlagen, zwei Temperatursensoren in unterschied- liehen Abständen zu der Kühleinrichtung anzuordnen und auf Grundlage des Temperaturunterschiedes zwischen den beiden Sensoren die Dicke der Eisschicht zu bestimmen. Dabei wird auch vorgeschlagen, mit Hilfe eines Rührwerks für eine gleichmäßige Temperaturverteilung innerhalb des Behälters der Getränkeabgabeeinrichtung zu sorgen.
Neben der Überwachung der Temperatur der Kühlflüssigkeit und des Getränks ist es auch wünschenswert, die Abgabemenge feststellen zu können. Bekannt ist es, die Abgabemenge mit Hilfe eines Flügelradzählers zu messen. Dies hat allerdings den Nachteil, dass ein Flügelradzähler einen Eingriff in die Zuleitung oder Ausgabeleitung erfordert und verschmutzungsanfällig ist. Dies ist insbesondere aus hygienischen Gründen unerwünscht.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, bei einer Getränkeabgabeeinrichtung eine Parameterüberwachung mit geringem Aufwand zu ermöglichen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Getränkeabgabeeinrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Zuleitung einen Temperatursensor in einem Bereich aufweist, in dem die Zuleitung in die Kühlflüssigkeit eintaucht.
Der Temperatursensor ist also in dem Bereich angeordnet, in dem zwischen der Temperatur des Getränkes, das durch die Zuleitung zum Wärmetauscher geführt wird, und der Temperatur der Kühlflüssigkeit die größte Differenz ist. Je
nach Ausbildung des Wärmetauschers befindet sich dieser Bereich direkt am Einlass des Wärmetauschers. Der Temperatursensor kann dabei innerhalb der Zuleitung angeordnet sein, also die Temperatur des Getränks direkt messen, oder aber an der Außenseite der Zuleitung angeordnet sein und so die Tempe- ratur des Getränks indirekt über die Temperatur der Zuleitung messen. Durch die Platzierung des Temperatursensors in dem Bereich, in dem die Zuleitung in die Kühlflüssigkeit eintaucht, wird während des Zapfens der Temperaturwert des Getränkes vor der Getränkeabgabeeinrichtung ermittelt. Wird über einen längeren Zeitraum kein Getränk abgegeben, gleicht sich die Temperatur des Getränks in der Zuleitung an die Temperatur der Kühlflüssigkeit an, so dass der Temperatursensor schließlich einen konstanten Wert ausgibt, der im Wesentlichen der Temperatur der Kühlflüssigkeit entspricht. Wird ein Getränk abgegeben, führt dies wiederum zu einem Ansteigen der Temperaturwerte, die durch den Temperatursensor ermittelt werden. Durch die Überwachung dieser Tem- peraturwerte lassen sich Rückschlüsse auf die ordnungsgemäße Funktion der Getränkeabgabeeinrichtung ziehen.
Dabei ist besonders bevorzugt, dass die Getränkeabgabeeinrichtung eine Recheneinheit aufweist, die aus Messwerten des Temperatursensors eine Abga- bemenge berechnet. Durch die Abgabe eines Getränks fließt ein wärmeres Getränk aus einem Vorratsbehälter in die Zuleitung der Getränkeabgabeeinrichtung, was zu einem Anstieg der Temperatur führt, die durch den Temperatursensor erfasst wird. Aufgrund dieses Temperaturanstiegs registriert die Recheneinheit, dass ein Getränk ausgegeben wird. Aus der Höhe des Tempera- turanstiegs und der Dauer des Anstiegs berechnet die Recheneinheit, wie groß die Abgabemenge ist. Natürlich funktioniert diese Methode nur, wenn das Getränk beim Einleiten in die Getränkeabgabeeinrichtung eine höhere Temperatur aufweist als die Kühlflüssigkeit. Dies kann aber in Kauf genommen werden, da die Wahrscheinlichkeit, dass die Temperatur des Getränks in der Zuleitung der Temperatur der Kühlflüssigkeit entspricht, sehr gering ist und sich im Gegenzug der erforderliche Aufwand für die Bestimmung der Abgabemenge stark reduziert.
Bevorzugterweise weist die Getränkeabgabeeinrichtung eine Rühreinrichtung auf. Die Rühreinrichtung, die innerhalb des Behälters der Getränkeabgabeeinrichtung angeordnet ist, dient zum Umwälzen der Kühlflüssigkeit und sorgt so für eine gleichmäßige Temperaturverteilung innerhalb der Getränkeabgabeein- richtung. Dabei kann die Rühreinrichtung auch dazu dienen, die Wärmemenge, die dem Getränk entzogen wird, zu steuern und so die Ausgabetemperatur des Getränks zu beeinflussen. Bei angehaltener Rühreinrichtung wird sich ein Temperaturgefälle zwischen dem Wärmetauscher und der Kühleinrichtung einstellen, das höher ist, als wenn die Rühreinrichtung betätigt wird. Dadurch wird auch die Wärmeabgabe des Getränks innerhalb des Wärmetauschers beein- flusst.
Vorzugsweise weist der Behälter mindestens eine Kühleinrichtung auf. Mit Hilfe der Kühleinrichtung kann die Kühlflüssigkeit genau dort abgekühlt werden, wo eine bestimmte Temperatur gefordert ist, nämlich im Inneren des Behälters. Ein Austausch der Kühlflüssigkeit nach außen ist dabei nicht notwendig. Die Anzahl erforderlicher Anschlüsse der Getränkeabgabeeinrichtung wird also minimiert.
Vorteilhafterweise weist die Getränkeabgabeeinrichtung einen Eisdickensensor auf. Dieser Eisdickensensor sorgt dafür, dass die Dicke einer Eisschicht, die sich in der Regel auf der Kühleinrichtung bildet, überwacht werden kann. Der Eisdickensensor ist beispielsweise als Ultraschallsensor ausgebildet oder wird durch eine Kombination mehrerer Temperatursensoren, die im unterschiedlichen Abstand zu der Kühleinrichtung angeordnet sind, gebildet. Aber auch an- dere Ausbildungen des Eisdickensensors sind denkbar.
Vorzugsweise ist der Temperatursensor außen an der Zuleitung angeordnet und als Doppelsensor ausgebildet. Über den Temperatursensor kann dann indirekt die Temperatur des zulaufenden Getränks und gleichzeitig die Temperatur der umgebenden Kühlflüssigkeit bestimmt werden. Der Temperatursensor sollte dabei knapp unter der Oberfläche der Kühlflüssigkeit angeordnet sein. Der Gesamtaufbau der Getränkeabgabeeinrichtung vereinfacht sich dabei, wobei
gleichzeitig die Zuverlässigkeit bei der Ermittlung der Abgabemenge verbessert wird.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform weist die Getränkeabgabeein- richtung einen zusätzlichen Temperatursensor zur Bestimmung der Temperatur der Kühlflüssigkeit auf. Wenn die Temperatur der Kühlflüssigkeit bekannt ist, kann zum Einen die Ansteuerung der Kühleinrichtung damit überwacht werden und zum Anderen die Bestimmung der Abgabemenge durch den Temperatursensor, der an der Zuleitung angeordnet ist, verbessert werden.
Die oben genannte Aufgabe wird auch durch die Verwendung eines Temperatursensors zur Bestimmung der Abgabemenge einer Getränkeabgabeeinrich- tung gelöst. Der Temperatursensor erfüllt dann mehrere Funktionen. Zum Einen erfolgt eine Überwachung der Eingangstemperatur des Getränks, zum Anderen wird eine Information über die Abgabemenge erhalten. Dabei kann die Abgabemenge berührungslos bestimmt werden, was insbesondere bei Lebensmitteln erwünscht ist. Auch die Ermittlung der Temperatur der Kühlflüssigkeit ist möglich, wenn über einen längeren Zeitraum kein Getränk abgegeben wird. Dadurch ist die ordnungsgemäße Funktion der Kühleinrichtung überwachbar. Da- bei lässt auch die Geschwindigkeit, mit der eine Abkühlung des Getränks erfolgt, entsprechende Rückschlüsse zu. Die Verwendung eines Temperatursensors zur Bestimmung der Abgabemenge ermöglicht also eine Vereinfachung der Parameterüberwachung, wobei auf einen zusätzlichen Durchflussmengen- zähler verzichtet werden kann.
Die oben genannte Aufgabe wird durch ein Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass Temperaturwerte eines Getränks beim Eintauchen in eine Kühlflüssigkeit bestimmt und an eine Recheneinheit übermittelt werden.
Die Temperaturwerte des Getränks werden also in dem Bereich bestimmt, in dem der größte Unterschied zwischen der Temperatur des zulaufenden Getränks und der Temperatur der Kühlflüssigkeit herrscht. Die Anforderungen an die Messgenauigkeit sind daher nicht besonders hoch. Trotzdem lassen sich
aus der Temperaturdifferenz und deren zeitlichem Verlauf Informationen über die ordnungsgemäße Funktion der Getränkeabgabeeinrichtung erhalten.
Dabei ist besonders bevorzugt, dass aus einer Änderung der Temperaturwerte eine Abgabemenge bestimmt wird. Die Abgabe eines Getränks aus der Getränkeabgabeeinrichtung führt dazu, dass ein Getränk aus einem Vorratsbehälter nachfließt. Dieses nachfließende Getränk weist in der Regel eine höhere Temperatur auf, was durch den Temperatursensor erfasst wird und so zu einer Änderung der Temperaturwerte führt. Die Größe dieser Änderung und die Dauer des Temperaturanstieges dienen nun zur Bestimmung der Abgabemenge durch die Recheneinheit. Durch das Bestimmen der Temperaturwerte eines Getränks beim Eintauchen in eine Kühlflüssigkeit kann also eine Abgabemenge bestimmt werden und gleichzeitig die Funktionsfähigkeit der Kühleinrichtung überwacht werden.
Bevorzugterweise wird die Dicke einer Eisschicht auf einer Kühleinrichtung gemessen und die Kühleinrichtung angehalten, wenn die Dicke der Eisschicht einen Grenzwert überschreitet. Unterschreitet die Dicke der Eisschicht einen unteren Grenzwert, führt dies natürlich zum Anschalten der Kühleinrichtung. Durch das Überwachen der Dicke einer Eisschicht auf der Kühleinrichtung wird zum Einen sichergestellt, dass der Wärmetauscher nicht in Kontakt mit der Eisschicht gerät, zum Anderen wird aber auch die ordnungsgemäße Funktion der Kühleinrichtung überwacht. Durch die Kombination der Bestimmung der Dicke der Eisschicht und der Bestimmung der Temperaturwerte eines Getränks kann die erforderliche Kühlleistung, die durch die Kühleinrichtung aufgebracht werden muss, relativ genau bestimmt werden. Es ist dadurch eine relativ genaue Steuerung der Ausgabetemperatur des Getränks möglich. Gleichzeitig wird die Betriebsdauer der Kühleinrichtung minimiert. Es ist so ein effizienter und Ressourcen schonender Betrieb möglich.
Vorteilhafterweise wird die Temperatur der Kühlflüssigkeit bestimmt und die Kühleinrichtung angehalten, wenn die Temperatur der Kühlflüssigkeit einen Grenzwert unterschreitet. Es ist dadurch möglich, eine Kühleinrichtung zu ver-
wenden, bei der keine Eisschicht erzeugt wird. Bei einer Kombination mit einer Messung der Dicke einer Eisschicht wird zum Einen die Sicherheit erhöht, dass das Getränk nicht zu weit heruntergekühlt wird, zum Anderen ist es möglich, die gemessene Temperatur der Kühlflüssigkeit bei der Berechnung der Abgabe- menge mit zu verwenden. Wenn die Temperatur der Kühlflüssigkeit einen
Grenzwert unterschreitet, wird die Kühleinrichtung auch dann angehalten, wenn die Dicke einer Eisschicht noch relativ gering ist. Dadurch wird sichergestellt, dass das Getränk innerhalb des Wärmetauschers nicht gefriert.
Vorteilhafterweise wird die Kühleinrichtung angehalten, wenn der Temperaturwert des Getränks einen Grenzwert unterschreitet. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn das Getränk bereits in gekühltem Zustand in die Ge- tränkeabgabeeinrichtung eingeleitet wird. Ein weiteres Abkühlen könnte dann zum Gefrieren des Getränkes führen. Außerdem führt das Anhalten der Kühl- einrichtung zu einer Energieeinsparung, wobei gleichzeitig sichergestellt wird, dass das Getränk nicht unter die gewünschte Trinktemperatur abgekühlt wird.
Vorteilhafterweise wird die Kühlflüssigkeit mit einer Rühreinrichtung vermischt, wobei die Rühreinrichtung abgeschaltet wird, wenn der Temperaturwert des Getränks einen Grenzwert unterschreitet. Durch die Rühreinrichtung wird die Effektivität der Kühlung beeinflusst. Ist die Rühreinrichtung angehalten, ist die Temperatur in der Nähe der Kühleinrichtung geringer als in der Nähe des Wärmetauschers. Durch Einschalten der Rühreinrichtung wird hingegen die Temperatur an der Kühleinrichtung in etwa gleich der Temperatur am Wärmetauscher sein. Wenn der Temperaturwert des Getränks zu gering ist, wird durch Anhalten der Rühreinrichtung also die Kühlung des Getränks reduziert und so schnell die Temperatur des Getränks beeinflusst.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbei- spiels in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigt die
einzige Fig. eine Getränkeabgabeeinrichtung im Querschnitt in schemati- scher Darstellung.
Die Figur zeigt eine Getränkeabgabeeinrichtung 1 mit einem Behälter 2, der mit einer Kühlflüssigkeit gefüllt ist. Innerhalb des Behälters ist eine Kühleinrichtung 3 angeordnet und zwar entlang der Innenwände des Behälters 2. Dargestellt ist eine Leitungsspirale 4 der Kühleinrichtung 3, die in herkömmlicher Weise einen Kühlkreislauf mit Kompressor und Verdampfer aufweist.
Entlang der Leitungsspirale 4 hat sich eine Eisschicht 5 ausgebildet, deren Dicke mit Hilfe eines Eisdickensensors 6 überwacht wird. Der Eisdickensensor 6 ist in diesem Fall als Ultraschallsensor ausgebildet. Es ist auch denkbar, als Eisdickensensor 6 mehrere Temperatursensoren zu verwenden, die in unterschiedlichen Abständen zu der Leitungsspirale 4 angeordnet sind.
Im Inneren des Behälters 2 ist ein Wärmetauscher 7 mit einer Zuleitung 8 und einer Ableitung 9 angeordnet. Die Ableitung 9 führt zu einem nicht dargestellten Abgabeventil. Die Zuleitung 8 verbindet die Getränkeabgabeeinrichtung 1 mit einem nicht dargestellten Vorratsbehälter, beispielsweise einem Fass.
In dem Bereich, in dem die Zuleitung 8 in die Kühlflüssigkeit eintaucht, ist ein Temperatursensor 10 angeordnet. Dieser befindet sich also knapp unter- oder oberhalb der Oberfläche der Kühlflüssigkeit, wobei bevorzugt ist, dass der Temperatursensor 10 unterhalb der Oberfläche der Kühlflüssigkeit angeordnet ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Temperatursensor 10 auf einer Außenseite der Zuleitung 8 angeordnet und misst die Temperatur eines Ge- tränks, das durch die Zuleitung zugeführt wird, also indirekt über die Temperatur der Oberfläche der Zuleitung 8. Dabei ist bei diesem Beispiel der Temperatursensor 10 als Doppelsensor ausgebildet, so dass er gleichzeitig die Temperatur der Kühlflüssigkeit erfassen kann. Diese Temperaturwerte werden an eine nicht dargestellte Recheneinheit übermittelt. Anstelle eines Doppelsensors kön- nen auch zwei einzelne Temperatursensoren verwendet werden, wobei einer die Temperatur des zulaufenden Getränks und einer die Temperatur der Kühlflüssigkeit misst.
Der Wärmetauscher 7 ist in Spiralform ausgebildet. Dabei umgibt er eine Rühreinrichtung 11 , die für eine Bewegung der Kühlflüssigkeit und damit für eine homogene Temperaturverteilung innerhalb des Behälters 2 sorgt. Durch zwei Pfeile ist angedeutet, in welche Richtung die Kühlflüssigkeit durch die Rührein- richtung 11 bewegt wird. Als Kühlflüssigkeit ist in diesem Beispiel Wasser verwendet, es sind aber auch andere Flüssigkeiten denkbar.
Wenn das Abgabeventil geöffnet wird, wird das Getränk von einem Vorratsbehälter durch die Zuleitung 8, den Wärmetauscher 7 und die Ableitung 9 und durch das Abgabeventil in ein Glas oder ähnliches Trinkgefäß gefördert. Da der Wärmetauscher 7 innerhalb der Kühlflüssigkeit angeordnet ist, wird das Getränk dabei auf eine angenehme Trinktemperatur herabgekühlt. Die Kühlung der Kühlflüssigkeit erfolgt über die Kühleinrichtung 3, die Bestandteil eines Kühlkreislaufs ist. Die Figur zeigt, dass die Kühlflüssigkeit so weit abgekühlt ist, dass sich entlang der Leitungsspirale 4 der Kühleinrichtung 3 eine Eisschicht gebildet hat. Diese Eisschicht 5 dient dabei als kapazitiver Wärmespeicher, der es erlaubt, eine relativ große Menge an Getränk zu kühlen und abzugeben, bevor die Kühleinrichtung 3 wieder aktiviert werden muss. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die dabei entstehenden Geräusche und Vibrationen wünschenswert, die durch den Kompressor hervorgerufen werden, der zur Kühleinrichtung 3 gehört.
Die ordnungsgemäße Funktion der Abgabeeinrichtung wird durch den Eisdickensensor 6 und den Temperatursensor 10 überwacht. Erreicht die Dicke der Eisschicht 5 einen vorbestimmten Grenzwert, erkennt dies der Eisdickensensor 6 und sorgt so für das Abschalten der Kühleinrichtung 3. Im Gegenzug sorgt er natürlich auch für das Einschalten der Kühleinrichtung 3, wenn keine Eisschicht 5 vorhanden oder diese unter einem Grenzwert liegt. Gleichzeitig wird bei dem Temperatursensor 10, der als Doppelsensor ausgebildet ist, die Temperatur des zulaufenden Getränks und der Kühlflüssigkeit überwacht. Liegt einer der dabei erfassten Temperaturwerte unter einem vorbestimmten Grenzwert, führt dies ebenfalls zur Abschaltung der Kühleinrichtung 3, selbst wenn die Dicke der Eisschicht noch relativ gering ist. Ein zu starkes Kühlen, das zu
einem Gefrieren des Getränks innerhalb des Wärmetauschers 7 führen könnte, wird also zuverlässig verhindert.
Die Temperatur des zulaufenden Getränks, die durch den Temperatursensor 10 erfasst wird, hat ebenfalls Einfluss darauf, ob die Kühleinrichtung 3 eingeschaltet wird oder nicht. Ist das Getränk bereits relativ kühl oder sogar bereits kurz vor seiner Gefriertemperatur, ist ein weiteres Abkühlen nicht erforderlich. Ein Einschalten der Kühleinrichtung 3 ist also auch dann nicht notwendig, wenn die Temperatur der Kühlflüssigkeit oder die Dicke der Eisschicht 5 eigentlich zu einem Einschalten der Kühleinrichtung 3 führen würde.
Es ist auch denkbar, die Getränkeabgabeeinrichtung 1 nur mit einem Temperatursensor 10 für die Bestimmung der Temperatur des zugeleiteten Getränks und einem Temperatursensor für die Bestimmung der Temperatur der Kühlflüs- sigkeit zu versehen. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn die Getränkeabgabeeinrichtung 1 mit einer Kühlflüssigkeit betrieben wird, bei der sich keine Eisschicht 5 ausbildet.
Ebenfalls ist denkbar, auf den Temperatursensor zur Bestimmung der Tempe- ratur der Kühlflüssigkeit zu verzichten. Die Kühleinrichtung 3 wird dann nur aufgrund der Werte des Eisdickensensors 6 und des Temperatursensors 10 bestimmt.
Auch wenn es prinzipiell möglich ist, auf einen der drei Sensoren zu verzichten, ist die Verwendung aller drei Sensoren vorteilhaft. Der Ausfall eines Sensors führt dann nicht zum Ausfall der Getränkeabgabeeinrichtung. Selbst wenn nur ein funktionsfähiger Sensor verbleibt, kann die Getränkeabgabeeinrichtung verwendet werden. Allerdings wird diese dann weniger effektiv arbeiten. Bei Ausfall des Temperatursensors 10 wird es dann auch nicht mehr möglich sein, die Abgabemenge zu bestimmen.
Eine schnelle, wenn auch geringe Beeinflussung der Temperatur des Getränks kann auch über die Rühreinrichtung 11 erfolgen. Durch Anhalten der Rührein-
richtung 11 wird vom Wärmetauscher 7 weniger Wärme abgeführt, so dass das Getränk, das durch den Wärmetauscher 7 geleitet wird, weniger stark abgekühlt wird. Der Betrieb der Rühreinrichtung 11 führt hingegen zu einer etwas stärkeren Abkühlung. Die Verwendung der Rühreinrichtung 11 zur Beeinflussung der Temperatur des Getränks führt also mit relativ geringem Aufwand dazu, dass die gewünschte Ausgabetemperatur relativ genau eingehalten werden kann, wobei die Temperatur des Getränks schnell beeinflussbar ist.
Durch die Verwendung eines Temperatursensors zur Bestimmung der Abga- bemenge ist es auf einfache Weise möglich, die Abgabemenge zu bestimmen. Gleichzeitig wird der Temperatursensor bei der Ansteuerung der Kühleinrichtung 3 berücksichtigt. Im Zusammenhang mit einem Eisdickensensor und einem weiteren Temperatursensor für die Kühlflüssigkeit lässt sich somit die Effektivität der Kühlung innerhalb der Getränkeabgabeeinrichtung steigern. Gleichzeitig führt der Ausfall eines Sensors nicht zum Ausfall der ganzen Getränkeabgabeeinrichtung. Die Zuverlässigkeit der Getränkeabgabeeinrichtung wird somit erhöht.