Beschreibung
Gefahrmelder
Die Erfindung betrifft das technische Gebiet der Gefahrmeldetechnik. Die Erfindung betrifft insbesondere einen Gefahrmelder der eine gassensitive Sensoreinrichtung aufweist. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Erkennen einer Gefahrsituation unter Verwendung eines derartigen Gefahrmel- ders.
Automatische Brandmelder können Brande oder deren Entstehung anhand physikalischer Eigenschaften des Brandes erkennen und nachfolgend einen Alarm auslosen. Damit können Maßnahmen zur Brandbekämpfung initialisiert werden und Warnungen an Personen innerhalb eines Gebäudes ausgegeben werden. Durch eine Alarmierung von zustandigem Sicherheitspersonal und/oder der Feuerwehr können Maßnahmen zum Sach- und Personenschutz getroffen werden. Somit kann die Gefahr der Ausbreitung eines Brandes wesentlich reduziert werden. Eine effektive und zuverlässige Funktion der automatischen Brandmeldersysteme ist von einer sehr großen Bedeutung bei einem Einsatz in Wohnungen, öffentlichen Einrichtungen, Verkehrsmitteln oder Industrieanlagen. Dies gilt insbesondere für schwer zu evaku- ierende Gebäude, wie zum Beispiel für Gebäude mit hohen
Gefahrenpotenzialen wie Hotels, Einfamilienhausern mit vielen Kindern, Seniorenheimen usw..
Bekannte Brandmelder werden durch die benutzen Detektor- oder Sensorprinzipien und deren Wirkungsweise charakterisiert. Es werden zum Beispiel Brandgas- oder Rauchgasmelder, Wärmemelder, Rauchmelder, Flammenmelder und sogenannten Multikrite- rienmelder zur Branderkennung eingesetzt.
Ein Brandgas- oder Rauchgasmelder lost einen Alarm aus, wenn die Konzentration von Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid oder anderen Verbrennungsgasen in einem Raum einen bestimmten
Wert überschreitet. Brandgas- oder Rauchgasmelder verwenden typischerweise einen Gassensor.
Ein Wärmemelder lost einen Alarm aus, wenn die Raumtemperatur einen bestimmten Wert wie zum Beispiel etwa 60 °C überschreitet oder innerhalb einer bestimmten Zeit die Umgebungstemperatur überdurchschnittlich schnell ansteigt.
Rauchmelder verwenden verschiedene physikalische Effekte zu einer Erkennung von Brandrauch. In optischen Streulichtdetektoren wird zum Beispiel eine Lichtstreuung an Rauchpartikeln zu einer Brandrauchdetektion verwendet.
Ein Flammenmelder nutzt charakteristische Emissionen einer Flamme in einem bestimmten Spektrum (Infrarot bis Ultraviolett) zur Detektion einer Flamme.
Ein sogenannter Multikriterien-Melder vereint in einem Gerat z.B. einen optischen Rauchmelder und einen Wärmemelder. Durch eine Auswertung von mehreren Ausgangssignalen können Multikriterien-Melder weniger empfindlicher gegenüber Falschalarmen gemacht werden .
Jedoch sind die oben genannten Melder nur zu einer einfachen klassischen Detektion der Brande oder deren Entstehung geeignet. Sie können keine weiteren Informationen bezuglich des Brandes oder der Entstehung des Brandes liefern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gefahrmelder und ein Verfahren zum Erkennen einer Gefahrsituation unter
Verwendung dieses Gefahrmelders anzugeben, welche eine erhöhte Aussagekraft für eine Gefahrmeldung ermöglichen.
Diese Aufgabe wird gelost durch die Gegenstande der unabhan- gigen Patentansprüche. Vorteilhafte Ausfuhrungsformen der vorliegenden Erfindung sind in den abhangigen Ansprüchen beschrieben .
Mit dem unabhängigen Patentanspruch 1 wird ein Gefahrmelder mit einer gassensitiven Halbleitersensoreinrichtung, einer optischen Rauchdetektionseinrichtung und einer Auswerteein- heit zur Auswertung eines ersten Ausgangssignals der gassensitiven Halbleitersensoreinrichtung und eines zweiten Ausgangssignals der optischen Rauchdetektionseinrichtung beschrieben .
Dem genannten Gefahrmelder liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die Funktionsfahigkeit eines klassischen Brandmelders erweitert werden kann, indem zwei unterschiedliche sensorische Prinzipien vorteilhaft miteinander kombiniert werden. Grundsatzlich ist es möglich, die für einen klassischen Brandmelder benutzten sensorischen Prinzipien auf verschiedene Art und Weise zu kombinieren. Eine optimierte Auswahl dieser Prinzipien kann von einer erheblichen Bedeutung in Bezug auf eine effektive und zuverlässige Funktion eines derartigen Gefahrmelders sein. Kriterien und Randbedingungen, wie zum Beispiel eine niedrige Leistungsaufnahme, ausreichende Sensitivitat und Querempfindlichkeit, eine Unterscheidbar- keit einer Mehrzahl von verschiedenen Signalen und wirtschaftliche Aspekte können bei der Auswahl der zu kombinierenden sensorischen Prinzipien berücksichtigt werden.
Bei dem genannten Gefahrmelder wird vorteilhaft ein Erkennungssystem eines optischen Rauchmelders (Rauchdetektionseinrichtung) mit einem Erkennungssystem eines gassensitiven Halbleitersensors (gassensitive Halbleitersensoreinrichtung) kombiniert. Eine Auswerteeinheit kann sowohl ein Ausgangssignal des optischen Rauchmelders als auch ein Ausgangssignal des gassensitiven Halbleitergassensors auswerten. Jedoch wird die Auswerteeinheit bevorzugt eine Auswertung durchfuhren, die auf beiden Ausgangssignalen basiert.
Die Auswerteeinheit kann zum Beispiel einen Analog-Digital- Umsetzer zum Umsetzen und einen Multiplexer zum Kombinieren
der beiden Ausgangssignale ausweisen. Ferner kann die Auswerteeinheit einen Prozessor ausweisen, der geeignet ist die beiden Ausgangssignale einzeln oder in einer Kombination mittels einer entsprechenden Software auszuwerten. Die Aus- werteeinheit kann entweder zusammen mit der gassensitiven
Halbleitersensoreinrichtung und der optischen Rauchdetektion- seinrichtung auf einem Chip monolithisch integriert oder hybrid aufgebaut werden.
Somit wird es möglich, neben der klassischen Detektion von Branden auch Aussagen über andere Gefahrenlagen wie ein Vorhandensein oder einen Einsatz von gefahrlichen Stoffen zu machen. Beispiele für gefahrliche Stoffe sind gefahrliche Gase und/oder Flüssigkeiten, insbesondere brandgefahrliche, brandfordernde Stoffe, brandbeschleunigende Stoffe, explosive Gasgemische und/oder explosive Staube.
Brandgefahrliche Stoffe können Stoffe sein, die besonders geeignet sind, eine Brandgefahr herbeizufuhren. Es können zum Beispiel leicht brennbare, leicht entzündbare, leicht entflammbare und selbstentzundliche Stoffe sein. Unter brandbeschleunigenden Stoffen können brennbare chemische Stoffe verstanden werden, die dazu verwendet werden, die Ausbreitungsgeschwindigkeit eines Feuers zu erhohen. Beispiele für brandbeschleunigende Stoffe sind Flüssigkeiten wie Ethanol (Spiritus), Benzin oder ahnliche, die über abzubrennende Gegenstande vergossen werden können.
Stoffe, die eine Verbrennung unterstutzen aber selbst nicht brennbar sind, können als brandfordernde Stoffe bezeichnet werden. Beispiele für brandfordernde Stoffe sind Sauerstoff, Sauerstoffreiche Salze wie beispielsweise Kaliumchlorat , Peroxide und Fluor.
Wird zum Beispiel ein Vorhandensein von gefahrlichen Stoffen in einem Raum frühzeitig mittels des Gefahrmelders detek- tiert, dann kann der gefahrliche Stoff beseitigt werden. Auch
kann rechtzeitig vor einem Auftreten explosionsfahiger Gasgemische gewarnt werden. Ist zum Beispiel bei einer Brandstiftung keine rechtzeitige Warnung mehr möglich, so kann zusatzlich eine Möglichkeit geschaffen werden, den möglicherweise genutzten brandfordernden Stoff zu erkennen sowie Uberwa- chungseinrichtungen zu initialisieren. Somit kann zum Beispiel mittels Aufzeichnungen von Uberwachungskameras eine Strafverfolgung vereinfacht werden.
Ferner können mit einem derartigen Gefahrmelder gegebenenfalls auch Aussagen über Brandursachen wie zum Beispiel Brandstiftung, Austritt von brandfordernden Substanzen, Anlagendefekte gemacht werden.
Durch die Kombination der Erkennungssysteme des optischen Rauchmelders und des gassensitiven Halbleitersensors wird auch eine Detektion von explosiven Stauben und/oder deren Brandprodukte möglich. Mit einem optischen Rauchmelder können grundsatzlich auch Staube erkannt werden. Sind diese aber in ihrer Beschaffenheit oder Konzentration nur derart vorhanden, dass sie nicht als brandtypischer Rauch zu erkennen sind, dann wird in der Regel kein Alarm ausgelost. Kommt es nachfolgend zu einer Entzündung des Staubes, so kann der Brand mittels des gassensitiven Halbleitersensors und/oder des optischen Rauchmelders erkannt werden. Über eine Auswertung des zeitlichen Verlaufs der Ausgangssignale wird dann die Erkennung des Staubes als Brandursache möglich.
Die Auswerteeinheit kann die Ausgangssignale des gassensiti- ven Halbleitersensors und des optischen Rauchmelders vergleichen und/oder superponieren und/oder den zeitlichen Verlauf der Ausgangssignale zueinander in Beziehung setzen, um die Brandursache einschätzen zu können. Dabei kann eine kombinierte Auswertung der Ausgangssignale sowohl vor einem Brand auch als wahrend eines Brandes durchgeführt werden. Somit kann zum Beispiel eine weitere Brandursache oder eine zusatzliche latente Brandgefahr erkannt werden.
Informationen über mögliche Brandursachen zusammen mit Informationen über Gefahrenlagen sind vor dem Hintergrund einer geeigneten Wahl von Loschmitteln, einer Klarung von Sachver- Sicherungsfragen, einer Ursachenermittlung wie beispielsweise Brandstiftung, Austritt von brandfordernden Substanzen, Anlagendefekte, einer Strafverfolgung eines Brandstifters sowie einer Warnung und Evakuierung von Personen sehr wünschenswert .
Mit dem genannten Gefahrmelder wird es möglich eine umfassende Erweiterung des Sicherheitskonzepts in Wohnräumen, öffentlichen Gebauen, Verkehrsmitteln oder Industrieanlagen zu realisieren. Unter anderem kann es möglich werden Erdgas zu detektieren, das mit der Luft ein explosives Gasgemisch bilden kann und ein brandfordernder Stoff ist. Auch wird es möglich giftige Gase wie zum Beispiel Kohlenmonoxid (CO) , welches möglicherweise durch defekte Verbrennungsanlagen freigesetzt wird, zu detektieren.
Somit kann ein einziges Gerat - der Gefahrmelder - verschiedene Arten von Alarmen, wie zum Beispiel einen Alarm „Brand", einen Alarm „brandfordernder Stoff", einen Alarm „CO", einen Alarm „Staub" auslosen. Ferner können relevante Informationen bezuglich einer Ermittlung der Brandursache und eine Loschmittelempfehlung ermittelt werden. Auch können Kontroll- und Steuerungs-Mechanismen von zum Bespiel Uberwachungskameras und/oder Notausgangen aktiviert werden.
Gemäß einem Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung weist die gassensitive Halbleitersensoreinrichtung einen Metalloxidhalbleiter-Gassensor auf.
Die Verwendung von Metalloxidhalbleiter-Gassensoren für Gefahrmelder kann vorteilhaft sein, da diese preiswert sind, eine hohe Empfindlichkeit, eine einfache elektronische Be- schaltung und eine Lebensdauer bis zu mehreren Jahren aufwei-
sen. Em Metalloxidhalbleiter-Gassensor verändert seine elektrische Leitfähigkeit beziehungsweise seinen Widerstand, sobald bestimmte Gase auf ihn wirken. Typische Gase, welche mit Metalloxidhalbleiter-Gassensoren detektiert werden kon- nen, sind zum Beispiel Propan, Butan, Methan, Erdgas, Kohlen- monoxid, Schwefeldioxid, Stickstoffmonoxid und/oder Stickstoffdioxid. Metalloxidhalbleiter-Gassensoren können auch zum Nachweis von Ammoniak, Alkohol usw. eingesetzt werden. Der Metalloxidhalbleiter-Gassensor kann eine gassensitive Metall- oxid-Halbleitermateπal-Schicht wie zum Beispiel Zinndioxid
(SnO2) , Zmkoxid (ZnO) , Titandioxid (TiO2) , Wolframoxid (WO3) , Vanadiumpentoxid (V2Os) , Galliumoxid (Ga2O3) oder Chromtitanoxid (Cr2_xTix03+z) aufweisen. Um eine Selektivität auf bestimmte Gase zu erreichen können unterschiedliche Materialien eingesetzt werden. Zu einem Nachwies von Kohlenmonoxid und/oder Stickstoffmonoxid und/oder Methan kann Zinndioxid, zu einem Nachweis von Stickstoffdioxid kann Wolframoxid und zu einem Nachweis von Ammoniak kann Cr2_xTix03+z eingesetzt werden. Dabei konnte es untere Nachweisgrenzen geben, die zum Beispiel bei Kohlenmonoxid bei ungefähr 5 ppm, bei Stickstoffmonoxid bei ungefähr 20 ppm, Stickstoffdioxid bei ungefähr 10 ppb, bei Methan bei ungefähr 200 ppm und bei Ammoniak bei ungefähr 5 ppm liegen konnten.
Die die elektrische Leitfähigkeit bestimmende Akzeptordichte an der Oberflache des Metalloxids wird durch eine Gasreaktion mit dem zu detektierenden Gas beeinflusst . Somit kann die Leitfähigkeit beziehungsweise der Widerstand des Metalloxid- halbleiter-Gassensors verändert werden. Im Betrieb konnte ein Ablauf dieser Gasreaktion mit einer Beheizung des Metalloxid- halbleiter-Gassensors ausgelost und/oder beschleunigt und die Selektivität gefordert werden. Abhangig von den verwendeten Materialien und den zu detektierenden Gasen können Temperaturen zwischen 1500C und 9000C, beispielsweise 150°C, 3000C, 500°C, 700°C oder sogar 9000C, verwendet werden. Je nach
Beschaffenheit der Gase reagieren diese mit der Metalloxidoberflache unterschiedlich stark. Die Intensität der Wechsel-
Wirkung ist zudem von der gewählten Temperatur des Metalloxids abhangig. Z.B. nimmt die Sensitivitat eines Ga2Os- Metalloxidsensors auf Kohlenmonoxid (CO) zu höheren Betriebstemperaturen hin ab. D.h. die relative Leitfahigkeitsanderung verringert sich mit zunehmender Temperatur. Bei Methan (CH4) z. B. bleibt die Sensitivitat des Ga203-Metalloxidsensors im wesentlichen mit zunehmender Temperatur erhalten. Durch Verwendung eines Betriebsverfahrens, welches den Metalloxidhalbleiter-Gassensor z.B. zyklisch bei unterschiedlichen Temperaturen betreibt, können unter Verwendung geeigneter Auswerteverfahren, auf diese Weise Gase voneinander unterschieden werden. Zudem können bei Metalloxidhalbleitergas- Sensoren, die entsprechend schnell aufgeheizt und wieder abgekühlt werden können, da sie eine geringe thermische Masse haben, zeitliche Aspekte der Gasreaktion mit in die Auswertung einbezogen werden. Hier liegt die Eigenschaft der Gase zugrunde, unterschiedliche Ad- bzw. Desorbtionszeiten aufweisen zu können; d.h. die Verweildauer der Gase an der Halbleiteroberflache kann von der Gasart abhangig sein. Diese Unter- schiede können sich in der zeitlichen Form des Sensorsignals wiederfinden und können somit in die Auswertung mit einbezogen werden. Eine geringere Arbeitstemperatur kann hingegen zusatzlich für einen geringen Leistungsverbrauch sorgen. Dabei kann der Metalloxidhalbleiter-Gassensor je nach Ausfuh- rungsform eine Aufheiz- und Abkuhlzeit von weniger als 100 ms aufweisen. Die oben genannte Gasreaktion ist im Idealfall vollständig reversibel und in Kombination mit einem Temperaturwechselverfahren ermöglicht dies einen Nachweis und Unterscheidung einer Vielzahl von Gasen.
Mittels der Metalloxidhalbleiter-Gassensoren können besonders gut intelligente Ansteuer- und Auswerteverfahren zum Einsatz kommen, die dazu geeignet sein können, Brandsituationen sicher zu detektieren. Mittels der oben genannten intelligen- ten Ansteuer- und Auswerteverfahren können Brandtypen und relevante Gase voneinander unterschieden sowie unterschiedliche Gefahrsituationen erkannt werden.
Gemaß einem weiteren Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung weist die gassensitive Halbleitersensoreinrichtung eine Anordnung mehrerer Metalloxidhalbleiter-Gassensoren auf.
Mit der Anordnung von Metalloxidhalbleiter-Gassensoren kann die Zahl der zu detektierenden Gasen erheblich erhöht werden. Somit kann ein Brand und/oder eine Brandgefahr früher erkannt werden. Auch kann somit eine Brandursache effektiver und vollständiger ermittelt werden. Jeder einzelne Metalloxidhalbleiter-Gassensor der Anordnung mehrerer Metalloxidhalbleiter-Gassensoren kann unterschiedlich auf ein bestimmtes Ereignis reagieren. Es resultiert somit zu jedem Zeitpunkt ein Signalmuster, welches sich aus den Einzelausgangssignalen zusammensetzt. Diese Signalmuster und/oder entsprechende
Signaturen können nachfolgend mit in einer Ereignisbibliothek gespeicherten Eintragen verglichen und den Eintragen ggf. zugeordnet werden. Dabei erhöht jeder zusatzliche Einzel- Metalloxidhalbleiter-Gassensor die Detektionssicherheit eines Ereignisses. Durch die Vielzahl der aus einer Anordnung von
Metalloxidhalbleiter-Gassensoren stammenden Informationen ist eine vollige Selektivität der Einzelsensoren auf einzelne Gase nicht notwendig.
Gemäß einem weiteren Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung weist der Metalloxidhalbleiter-Gassensor oder die Anordnung mehrerer Metalloxidhalbleiter-Gassensoren ein Tragerelement mit einer Dicke von weniger als 100 μm, bevorzugt weniger als 50 μm und insbesondere weniger als 1 μm auf.
Das Tragerelement kann als eine dünne Membran ausgebildet sein. Vorzugweise wird der Metalloxidhalbleiter-Gassensor mit einem derartigen Tragerelement mikromechanisch hergestellt. Ein extrem dunner Querschnitt für eine Festkorperwarmeleitung kann zu einer sehr guten thermischen Isolation der Metalloxid-Halbleitermaterial-Schicht von restlichen Teilen des Metalloxidhalbleiter-Gassensors fuhren. Daraus kann ein sehr
geringer Heizleistungsbedarf resultieren, um eine konstante Temperatur zu halten. So werden beispielsweise bei solchen Metalloxidhalbleiter-Gassensoren nur wenige 10 mW benotigt, um die Metalloxid-Halbleitermaterial-Schicht stabil auf einer Temperatur von 400 °C zu halten. Ferner konnte die gute thermische Isolierung im Zusammenspiel mit einem flachen Aufbau der restlichen Teile des Metalloxidhalbleiter- Gassensors auf dem Tragerelement zu einer extrem geringen Zeitkonstante für das Aufheizen und das Abkühlen von einzel- nen Komponenten des Metalloxidhalbleiter-Gassensors, wie zum Beispiel des Tragerelements und der Metalloxid-Halbleitermaterial-Schicht, fuhren. Das Tragerelement kann zum Beispiel aus Siliziumnitrid Si3N4 hergestellt werden.
In dem Fall einer Anordnung von mehreren Metalloxidhalbleiter-Gassensoren kann diese an einem einzelnen Tragerelement aufgebaut werden. Dabei können unterschiedliche gassensitive Metalloxide und/oder ein unterschiedlich behandeltes Metalloxid benutzt werden, wobei die Behandlung des Metalloxids z. B. eine Dotierung oder eine Zugabe eines Katalysators aufweisen kann.
Beispiele, wie einzelne Metalloxidhalbleiter-Gassensoren temperaturgepulst angesteuert werden und mit einem Musterer- kennungsverfahren ausgewertet werden, um mit einem einzigen mikromechanisch hergestellten Metalloxidhalbleiter-Gassensor Gase voneinander zu unterscheiden sind unter anderen beschrieben in:
A. Schütze, A. Gramm, T. Ruhl : Identification of Organic
Solvente by a Virtual Multisensor System with Hierarchical Classification, In: IEEE Sensors J, vol. 4, pp . 857-863, December 2004.
T. Kunt et al : Optimization of temperature programmed sensing for gas identification using micro-hotplate sensors, Sen- sors&Actuators B53 (1998), 24-43.
R. E. Cavicchi, J. S. Suehle, K. G. Kreider, M. Gaitan and P. Chaparala : Fast Temperature Programmed Sensing for Micro- Hotplate Gas Sensors, IEEE Electron Device Letters, 16, (1995), 286-288.
Gemäß einem weiteren Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung weist die gassensitive Halbleitersensoreinrichtung einen gassensitiven Feldeffekttransistor auf.
Ein Einsatz der gassensitiven Feldeffekttransistoren kann vorteilhaft sein, da diese (a) sehr kleine Abmessungen haben können (zum Beispiel ungefähr 2 mm2), (b) sowohl im beheizten Zustand als auch bei Raumtemperaturen messen können, (c) eine lange Lebensdauer haben und (d) einen minimalen Leistungsverbrauch haben. Die gassensitiven Feldeffekttransistoren für eine Messung von Leckagen und zu einer Explosionswarnung können damit besonders vorteilhaft eingesetzt werden. Weiterhin zeichnen sich die gassensitiven Feldeffekttransistoren durch eine einfache Signalauslesung aus. Die gassensitiven Feldeffekttransistoren sind ferner kostengünstig und können für eine Produktion für Gassensoren verschiedener Art in hohen Zahlen verwendet werden.
Ein gassensitiver Feldeffekttransistor kann als modifizierter CMOS-FET aufgebaut werden. Eine Gasdetektion kann auf einer Änderung der Austrittsarbeit an einem Gatter basieren. Zwischen dem Gatter und einem Transistor-Kanal wird ein kleiner Luftspalt aufgebaut, der gegenüber einem Gasraum offen ist. Somit kann ein Gas durch die Änderung der Austrittsarbeit am Gatter nachgewiesen werden, das mit einer gassensitiven Gatterschicht ausgestattet ist.
Das mit gassensitiven Schichten versehene Gatter kann in mikromechanischer Weise in einem ganzen Wafer aufgebaut werden. Ein Messbereich kann zum Beispiel bei ungefähr 100 ppm beginnen. Der geringe Leistungsverbrauch ermöglicht es
die gassensitiven Feldeffekttransistoren auch mit Metalloxidhalbleiter-Gassensoren zu kombinieren.
Gemäß einem weiteren Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung weist die gassensitive Halbleitersensoreinrichtung eine Anordnung mehrerer gassensitiver Feldeffekttransistoren auf.
Ein wichtiger Vorteil der gassensitiven Feldeffekttransistoren ist, dass sie mittels einer hybriden Bauweise aufgebaut werden können, wobei eine gemeinsame Grundeinheit durch unterschiedliche Gatterbeschichtungen für verschiedene Gase verwendbar ist. Somit können ganze Anordnungen von gassensitiven Feldeffekttransistoren kostengünstig und auf kleinstem Raum realisiert werden und somit eine Mehrzahl von unter- schiedlichen Gassensoren bilden. Jeder einzelne Gassensor der Anordnung von gassensitiven Feldeffekttransistoren kann unterschiedlich auf ein bestimmtes Ereignis reagieren. Es resultiert somit zu jedem Zeitpunkt ein Signalmuster, welches sich aus den Einzelausgangssignalen zusammensetzt. Diese Signalmuster und/oder entsprechende Signaturen können nachfolgend mit Eintragen einer gespeicherten Ereignisbibliothek verglichen und diesen Eintragen ggf. zugeordnet werden. Dabei erhöht jeder zusatzliche Einzelsensor die Detektionssi- cherheit eines Ereignisses. Durch die Vielzahl der aus einer Anordnung von gassensitiven Feldeffekttransistoren stammenden Informationen ist eine vollige Selektivität der Einzelsensoren auf einzelne Gase nicht notwendig. Mit der Anordnung von gassensitiven Feldeffekttransistoren kann somit die Zahl der zu detektierenden Gasen erheblich erhöht werden. Somit kann ein Brand und/oder eine Brandgefahr früher erkannt werden.
Auch kann somit eine Brandursache effektiver und vollständiger ermittelt werden. Da die einzelnen gassensitiven Feldeffekttransistoren einen geringen Leistungsverbrauch haben, kann auch der gesamte Leistungsverbrauch der Anordnung gering gehalten werden. Ahnlich wie die Metalloxidhalbleiter- Gassensoren können auch die Feldeffekttransistoren und Anordnungen von Feldeffekttransistoren besonders gut geeignet sein
intelligente Ansteuer- und Auswerteverfahren auszunutzen, die Brandsituationen sicher zu detektieren, Brandtypen und relevante Gase voneinander zu unterscheiden sowie unterschiedliche Gefahrsituationen erkennen zu können.
Ein Beispiel für eine Analyse von Gasmischungen, deren Prinzip leicht auf die hier angesprochenen Anordnungen von Feldeffekttransistoren übertragbar ist, wird beschrieben in:
U. Hoefer, A Felske, G. Sulz und K. Steiner: SnO2-
Multisensorsysteme für die Analyse von Gas- und Geruchsstoffgemischen, Tagungsband GMA-Tagung „Prozeßautomation in der Lebensmittelindustrie", 1.-2. Februar 1996.
Gemäß einem weiteren Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung ist die gassensitive Halbleitersensoreinrichtung eingerichtet zur Detektion eines Gefahrstoffs .
Die Detektion der Gefahrstoffe kann sehr wichtig in Hinblick auf eine frühzeitige Erkennung einer Gefahrsituation sein.
Wird ein Vorhandensein von gefahrlichen Stoffen in einem Raum frühzeitig detektiert, kann der gefahrliche Stoff beseitigt werden. Auch kann rechtzeitig vor einem Auftreten explosions- fahiger Gasgemische gewarnt werden. Ist zum Beispiel bei einer Brandstiftung keine rechtzeitige Warnung mehr möglich, so kann zusatzlich eine Möglichkeit geschaffen werden den möglicherweise eingesetzten brandfordernden Stoff zu erkennen und nachfolgend Uberwachungseinrichtungen zu initialisieren.
Gemäß einem weiteren Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung weist die gassensitive Halbleitersensoreinrichtung ein Heizelement auf .
In der Regel weist ein Metalloxidhalbleiter-Gassensor ein integriertes Heizelement auf. Es ist jedoch denkbar, dass der Metalloxidhalbleiter-Gassensor auch extern beiheizt werden kann .
Die Feldeffekttransistoren werden in der Regel entweder unbeheizt betrieben oder kontinuierlich auf moderate Temperaturen um 100°C beheizt werden. Jedoch kann auch ein Feldef- fekttransistor mit einem Heizelement ausgestattet werden, so dass auch die Feldeffekttransistoren oder Anordnungen von Feldeffekttransistoren mit Hilfe dieses Heizelements bei unterschiedlichen Temperaturen betrieben werden können. Dies kann, ahnlich wie bei den Metalloxid-Halbleitergassensoren die Selektivität oder Nachweisempfindlichkeit einzelner Sensoren steigern und somit die Nachweissicherheit eines Ereignisses erhohen.
Das Heizelement kann zum Beispiel als ein Platin-Heizer oder aus einer Polysiliziumstruktur aufgebaut werden. Ferner kann die gassensitive Halbleitersensoreinrichtung auch einen Temperatursensor aufweisen. Ein Ausgangssignal des Temperatursensors kann vorteilhaft verwendet werden, um ein weiteres Messsignal für die Detektion einer Gefahrsituation zur Verfu- gung zu haben.
Gemäß einem weiteren Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung ist der durchschnittliche Leistungsverbrauch der gassensitiven Halbleitersensoreinrichtung im Betrieb weniger als 10 mW, bevorzugt weniger als 5 mW und insbesondere weniger als 1 mW.
Um den Anforderungen an die entsprechenden Normen einer Brandmeldeanlage genügen zu können, weist der beschriebene Gefahrmelder bevorzugt einen Leistungsverbrauch im Bereich von lediglich einigen mW auf. Ein besonders geringer Leistungsverbrauch kann mit den genannten Gefahrmeldern erreicht werden, die auf gassensitiven Halbleitersensoreinrichtungen basieren. Um die geringe Leistungsaufnahme insbesondere bei Metalloxidhalbleiter-Gassensoren basierten Gefahrmeldern zu gewahrleisten, können moderne, effektive Temperaturmodulationstechnologien eingesetzt werden. Daraus kann ein sehr geringer Heizleistungsbedarf resultieren. So werden bei-
spielsweise bei solchen Metalloxidhalbleiter-Gassensoren nur wenige 10 mW benotigt, um die Metalloxid-Halbleitermaterial- Schicht stabil auf einer Temperatur von 400 °C zu halten. Ferner konnte die gute thermische Isolierung im Zusammenspiel mit einem flachen Aufbau des Metalloxidhalbleiter-Gassensors auf dem Tragerelement zu einer extrem geringen Zeitkonstante für das Aufheizen und das Abkühlen des Tragerelements, der Metalloxid-Halbleitermaterial-Schicht und des Heizelements fuhren .
Gemäß einem weiteren Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung weist die optische Rauchdetektionseinrichtung einen Streulichtdetektor und/oder einen linearer Rauchmelder auf.
Ein Einsatz eines Streulichtdetektors oder eines linearen
Rauchmelders ermöglicht eine zuverlässige Detektion von Rauch und/oder Stauben. Die Streulichtdetektoren und linearen Rauchmelder haben einen geringen Leistungsverbrauch. Somit kann der gesamte Leistungsverbrauch des Gefahrmelders gering halten werden und im Bereich von einigen mW bleiben.
Streulichtdetektoren können nach einem Streulichtverfahren arbeiten, das auf den so genanten Tyndall-Effekt basiert. Dabei wird die Erkenntnis benutzt, dass klare Luft praktisch kein Licht reflektiert beziehungsweise streut. Befinden sich aber Rauch- und/oder Staubpartikel in der Luft und somit auch in einer optischen Kammer des Streulichtdetektors, so wird ein Pruf-Lichtstrahl beispielsweise einer Infrarot- Leuchtdiode (LED) an den Rauch- und/oder Staubpartikeln gestreut. Ein Teil des dabei entstehenden Streulichtes kann dann von einem Lichtempfanger wie beispielsweise einer Photodiode detektiert werden.
Streulichtdetektoren sind gut geeignet zum Beispiel zum frühzeitigen Erkennen von Schwelbranden mit relativ großen und hellen Rauchpartikeln. Somit können Streulichtdetektoren bevorzugt angewendet werden, wenn zum Beispiel bei einem
Brandausbruch mit kaltem Rauch zu rechnen ist. Um die Empfindlichkeit des Streulichtdetektors zu erhohen, kann statt einer einfachen LED eine sehr helle Laserdiode benutzt werden .
Ein linearer Rauchmelder reagiert auf eine durch Rauch erzeugte Abschwachung eines - von einer Sendeeinheit ausgestrahlten und von einer Empfangseinheit empfangenen - infraroten Lichtstrahls . Die linearen Rauchmelder können gut geeignet sein zum Beispiel zur Überwachung von großen Flachen .
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Erkennen einer Gefahrsituation unter Verwendung des erfindungsgemaßen Gefahrmelders angegeben.
Mit einem derartigen Verfahren, konnten die oben genannten Vorteile des Gefahrmelders optimal ausgenutzt werden. Ein geeignetes Verfahren, das auf vorteilhafte Weise die beiden von dem Gefahrmelder kombinierten sensorischen Prinzipien berücksichtigt, kann ermöglichen, dass ein einziger Gefahrmelder zum Beispiel zu einer effektiven und zuverlässigen Erkennung von Branden, Brandursachen, gefahrlichen Gasen, brandfordernden Stoffen, explosiven Gasgemischen und Stauben eingesetzt werden kann.
Gemäß einem weiteren Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung weist die Auswertung ein Kombinieren und/oder einen Vergleich des ersten Ausgangssignals und des zweiten Ausgangssignals auf.
Durch das Kombinieren und/oder den Vergleich der beiden Ausgangsignale wird es möglich Informationen bezuglich einer Gefahrsituation, eines Brandes und/oder einer Brandursache zu ermitteln, die über Informationen der einzelnen Ausgangsigna- Ie hinaus gehen. Somit kann zum Beispiel eine weitere Brandursache oder eine zusatzliche latente Brandgefahr erkannt werden .
Gemaß einem weiteren Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung wird die Auswertung in Bezug auf einen zeitlichen Verlauf der beiden Ausgangsignale durchgeführt. Dabei kann die Auswerte- einheit die Ausgangssignale des gassensitiven Halbleitersensors und des optischen Rauchmelders vergleichen und/oder superponieren und/oder den zeitlichen Verlauf der Ausgangssignale zueinander in Beziehung setzen, um die Brandursache einschätzen zu können. Eine derartige Auswertung der Aus- gangssignale kann sowohl vor einem Brand auch als wahrend eines Brandes durchgeführt werden.
Gemäß einem weiteren Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung wird in der Auswerteeinheit ein Auswertevorgang durch das Uber- schreiten eines vorgegebenen Schwellenwerts eines Ausgangsignal der gassensitiven Halbleitersensoreinrichtung (115) und/oder der optischen Rauchdetektionseinrichtung (118) ausgelost .
Mit dem Auswertevorgang, der durch das Überschreiten des Schwellenwerts ausgelost wird, kann zum Beispiel erreicht werden, dass der Auswertevorgang nur bei bestimmten Konzentrationen von bestimmten Gasen und/oder nur bei bestimmten Konzentrationen von Rauch- und/oder Staubpartikeln durchge- fuhrt wird. Dabei kann der Auswertevorgang ausgelost werden, wenn zum Beispiel die Konzentration einen bestimmten Wert überschreitet oder innerhalb einer bestimmten Zeit die Konzentration überdurchschnittlich schnell ansteigt. Die geeigneten Schwellenwerte können bezuglich einer bevorzugten Anwendung und/oder Funktionalitat des Gefahrmelders gewählt werden. Zum Beispiel können somit Falschalarme und/oder unnötige Auswertevorgange vermieden werden. Der Auswertevorgang kann somit mittels eines geeigneten Triggers ausgelost werden .
Gemäß einem weiteren Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung wird ein Heizelement der gassensitiven Halbleitersensoreinrichtung
derart zeitlich variabel betrieben, dass wenigstens zeitweise eine Änderung der Temperatur des Gassensorelements auftritt und der zeitliche Verlauf der Änderung der Temperatur als Warme-Messsignal verwendet wird.
Unter einem Warme-Messsignal kann dabei ein Warmetonungssig- nal verstanden werden, das großteils durch einen Energieeintrag von den Gasreaktionen entsteht. Dabei wird durch eine exotherme Oxidation der zu detektierenden Gase an der gassen- sitiven Halbleitersensoreinrichtung der zeitliche Verlauf der Temperaturanderung als Reaktion auf eine Änderung der Beheizung anders ausfallen, als wenn die Gase nicht oder in anderer Konzentration anwesend sind. Die Form dieses zeitlichen Verlaufes kann somit zusatzlich als Große zur Messung dieser Gase verwendet werden.
Alternativ kann das Warme-Messsignal auch ein Warmeleitungs- signal darstellen, das zum überwiegenden Teil durch die Warmeleitung von Gasen erzeugt wird. Dabei beeinflusst eine Gaszusammensetzung um die gassensitive Halbleitersensoreinrichtung deren Wärmeleitfähigkeit. Wenn die gassensitive Halbleitersensoreinrichtung warmer ist als das umgebende Gas, wird ihre Abkühlung durch die Warmeleitung des Gases von der Gaszusammensetzung abhangen. Dies lasst sich am Aufheizver- lauf oder am Abkuhlverlauf der gassensitiven Halbleitersensoreinrichtung ablesen.
Der zeitliche Verlauf der Änderung der Temperatur, d.h. das transiente Warme-Messsignal, kann auf verschiedene Arten ausgewertet werden. So kann beispielsweise eine zeitliche Änderung der Temperatur direkt nach einem Ausschalten der Beheizung betrachtet werden, d.h. die Steigung des Temperatur-Zeit-Verhaltens. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Änderung der Temperatur nach Verstreichen einer vorbe- stimmten Zeit zu betrachten. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Zeit zu ermitteln, die für eine vorbestimmte Änderung der Temperatur verstreicht.
Gemaß einem weiteren Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung wird in ersten Zeitabschnitten die gassensitive Halbleitersensoreinrichtung derart beheizt, dass sie eine Temperaturschwelle wenigstens erreicht, und in zweiten Zeitabschnitten die gassensitive Halbleitersensoreinrichtung schwacher als in den ersten Zeitabschnitten beheizt oder unbeheizt betrieben wird. Die Dauer und Abfolge der ersten und zweiten Zeitabschnitte sowie die zweite Temperatur wird so gewählt, dass der durch- schnittliche Leistungsverbrauch, der durch den Betrieb des Heizelements anfallt, kleiner als eine obere Heizleistungsgrenze ist, wobei als obere Heizleistungsgrenze 10 mW, bevorzugt 5 mW und insbesondere 1 mW verwendet wird.
Die ersten und zweiten Abschnitte können sich dabei abwechseln und als Temperaturschwelle kann beispielsweise 150 °C verwendet werden. Es kann wenigstens je ein Ausgangssignal der gassensitiven Halbleitersensoreinrichtung aus den zweiten Zeitabschnitten berücksichtigt werden. Alternativ kann aus den zweiten Zeitabschnitten jeweils ein Verlauf von mehreren Ausgangsignalen der gassensitiven Halbleitersensoreinrichtung berücksichtigt werden.
Es können auch weitere Zeitabschnitte verwendet werden, in denen die gassensitive Halbleitersensoreinrichtung derart beheizt wird, dass sie nach einer Einpegelung ihrer Temperatur weitere Temperaturen annimmt, wobei auch die weiteren Temperaturen so gewählt werden, dass der durchschnittliche Leistungsverbrauch, der durch den Betrieb des Heizelements anfallt, kleiner als die obere Heizleistungsgrenze ist. Die Lange der ersten Zeitabschnitte kann weniger als 1 s und die Lange der zweiten Zeitabschnitte kann mehr als 10 s sein, wobei die Abfolge und die Dauer der Zeitabschnitte im laufenden Betrieb angepasst werden kann. Dabei kann das Heizelement innerhalb wenigstens eines Teils der Zeitabschnitte mit einer für jeden dieser Zeitabschnitte festgelegten konstanten Heizspannung oder konstanten Heizleistung betrieben werden.
Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden beispielhaften Beschreibung derzeit bevorzugter Ausfuhrungsformen.
Figur 1 zeigt einen Gefahrmelder.
Figur 2 zeigt einen Metalloxidhalbleiter-Gassensor.
Figur 3 zeigt einen gassensitiven Feldeffekttransistor.
Figur 4 zeigt eine Anordnung mehrerer gassensitiver Feldeffekttransistoren .
Figur 5 zeigt eine Auswertung von Ausgangssignalen eines Metalloxidhalbleiter-Gassensors und einer optischen Rauchde- tektionseinrichtung .
Figur 6 zeigt eine Auswertung von Ausgangssignalen einer
Anordnung mehrerer gassensitiver Feldeffekttransistoren und einer optischen Rauchdetektionseinrichtung .
An dieser Stelle bleibt anzumerken, dass sich in der Zeich- nung die Bezugszeichen von gleichen oder von einander entsprechenden Komponenten lediglich in ihrer ersten Ziffer und/oder durch einen angehängten Buchstaben unterscheiden.
Figur 1 zeigt in einer schematischen Darstellung den Aufbau eines Gefahrmelders 114. Der Gefahrmelder 114 weist ein Grundelement 117 auf. An dem Grundelement 117 ist ein mikromechanisch hergestellter Metalloxidhalbleiter-Gassensor 115, eine optische Rauchdetektionseinrichtung 118 sowie eine elektronische Schaltung mit einer Auswerteeinheit 119, einem Multiplexer 116 und einer Heizungsversorgungseinheit 120 aufgebaut. Der Multiplexer 116 ist dabei mit dem Metalloxid-
halbleiter-Gassensor 115, der optischen Rauchdetektionsein- richtung 118, der Heizungsversorgungseinheit 120 und der Auswerteeinheit 119 sowie mit einem nicht gezeigten Heizelement des Metalloxidhalbleiter-Gassensors 115 verbunden.
Der Multiplexer 116 sorgt dafür, dass die Ausgangsignale des Metalloxidhalbleiter-Gassensors 115 und die Ausgangssignale der optischen Rauchdetektionseinrichtung 118 bei einem Auswertevorgang kombiniert und/oder verglichen werden können. Ferner sorgt der Multiplexer 116 dafür, dass in den ersten Zeitabschnitten die Heizungsversorgungseinheit 120 mit dem Heizelement des mikromechanisch hergestellten Metalloxidhalbleiter-Gassensors 115 verbunden ist und somit der Metalloxidhalbleiter-Gassensor 115 beheizt wird. Weiterhin kann in den zweiten Zeitabschnitten das Heizelement des mikromechanisch hergestellten Metalloxidhalbleiter-Gassensors 115 mit der Auswerteeinheit 119 entweder mittels des Multiplexers 116 oder direkt verbunden werden. Hierdurch entfallt die Beheizung des Metalloxidhalbleiter-Gassensors 115 und eine Messung der Umgebungstemperatur durch die Auswerteeinheit 119 wird ermöglicht. Alternativ kann die Heizungsversorgungseinheit 120 auch direkt sowohl mit dem Heizelement des Metalloxidhalbleiter-Gassensors 115 als auch mit der Auswerteeinheit 119 verbunden werden. Dadurch kann ggf. eine Regelschleife zwischen der Heizungsversorgungseinheit 120, dem Metalloxidhalbleiter-Gassensors 115 und der Auswerteeinheit 119 gebildet werden.
Alternativ oder zusatzlich kann in dem Gefahrmelder 114 auch ein Gassensitiver Feldeffekttransistor (GasFET) , welcher nachfolgend anhand von Figur 3 beschrieben wird, eingesetzt werden. Der GasFET kann auch unbeheizt betrieben werden.
Figur 2 zeigt den Querschnitt eines mikromechanisch herge- stellten Metalloxidhalbleiter-Gassensors 215. Der mikromechanisch hergestellte Metalloxidhalbleiter-Gassensor 215 weist ein Tragerelement 222, beispielsweise aus Siliziumnitrit
Si3N4 auf. Das Tragerelement 222 ist üblicherweise quadratisch oder rechteckig und liegt auf einem Rahmen aus Silizium
221, der mittels eines anisotropen Atzprozesses aus einem Siliziumwafer produziert werden kann. Das Tragerelement 222 weist ein Heizelement 224 auf. Dieses ist im gegebenen Beispiel als Maanderwiderstand aus Platin ausgeführt. Der Maan- derwiderstand 224 wird in einem Bereich des Tragerelements
222, der auf dem Rahmen aus Silizium 221 liegt, von außen kontaktiert. Das Heizelement 224 ist bedeckt von einer Iso- lierschicht 223, die beispielsweise Siliziumdioxid (SiC>2) aufweisen kann. Auf der Isolierschicht 223 sitzt schließlich eine gassensitive Metalloxid-Halbleitermaterial-Schicht 225, die beispielsweise mit Palladium dotiertes Zinndioxid aufweisen kann. Die Metalloxid-Halbleitermaterial-Schicht 225 ist üblicherweise über metallische Anschlüsse, die in Figur 2 nicht gezeigt sind, kontaktiert.
Das Tragerelement des gezeigten mikromechanisch hergestellten Metalloxidhalbleiter-Gassensors 215 ist in diesen Beispielen nur etwa 1 μm dick. Dieser extrem dünne Querschnitt für die Festkorperwarmeleitung fuhrt zu einer extrem guten thermischen Isolation von Heizelement 224 und der gassensitiven Metalloxid-Halbleitermaterial-Schicht 225 von den restlichen Teilen des Aufbaus . Hieraus resultiert ein sehr geringer Heizleistungsbedarf, um eine konstante Temperatur zu halten. So werden beispielsweise bei solchen mikromechanisch hergestellten Metalloxidhalbleiter-Gassensoren nur wenige 10 mW benotigt, um die gassensitive Metalloxid-Halbleitermaterial- Schicht 225 stabil auf einer Temperatur von beispielsweise 4000C zu halten.
Weiterhin fuhrt die gute thermische Isolation im Zusammenspiel mit den relativ flachen Aufbauten auf dem Tragerelement 222, die in Figur 2 nicht maßstablich dargestellt sind, zu einer sehr geringen thermischen Masse des zu beheizenden
Aufbaus. Das wiederum fuhrt zu einer extrem geringen Zeitkonstante für das Aufheizen und das Abkühlen von dem Tragerele-
ment 222, dem Heizelement 224 und der gassensitiven Metalloxid-Halbleitermaterial-Schicht 225. Der mikromechanisch hergestellte Metalloxidhalbleiter-Gassensor 215 kann somit innerhalb von weniger als 150 ms im beheizten Zustand eine Temperatur von beispielsweise etwa 225°C erreichen. Im unbe- heizten Zustand, also nach einem Abschaltzeitpunkt, kann der mikromechanisch hergestellte Metalloxidhalbleiter-Gassensor 215 sogar noch schneller, nämlich in weniger als 100 ms wieder die Umgebungstemperatur erreichen.
Figur 3 zeigt einen gassensitiven Feldeffekttransistor 315, welcher nachfolgend auch kurz als GasFET bezeichnet wird. Der GasFET 315 basiert auf einem Feldeffektaufbau. Der GasFET 315 weist auf einen Drain-Anschluss 335, einen Source-Anschluss 334 sowie ein katalytisches Gatter mit einer gassensitiven Gatterbeschichtung 336, an die Gasmolekule 339 adsorbieren können. Weiterhin weist der GasFET 315 einen Temperatursensor 333 auf. Die vom Temperatursensor 333 gemessene Temperatur wird bei der Auswertung des Signals des GasFETs 315 beruck- sichtigt, um Einflüsse der Umgebungstemperatur auf das Signal des GasFETs 315 zu kompensieren. Dies kann wichtig sein, wenn der GasFET 315 nicht beheizt wird und somit direkt dem Ein- fluss der Umgebungstemperatur ausgeliefert wird. In einem Gefahrmelder 114 kann nun das Signal des Temperatursensors 333 vorteilhaft verwendet werden, um ein weiteres Messsignal für die Detektion einer Gefahrsituation zur Verfugung zu haben .
Figur 4 zeigt schematisch eine Anordnung mehrerer gassensiti- ver Feldeffekttransistoren 415. Gemäß dem hier beschriebenen Ausfuhrungsbeispiel werden verschiedene Halbleiter- Materialien wie zum Beispiel mit Bariumtitanat dotiertes Kupferoxid (BaTiO3/CuO) 436A, mit Palladium dotiertes Zinndioxid (Pa/SnO2) 436B, Kupferphthalocyanin (CuPC) 436C und Polyamid (PA) 436D als gassensitive Gatterbeschichtungen benutzt. Somit kann diese Annordung mittels eines CMOS Trans- ducers 437 einen Cθ2-Sensor 415A, einen CO-Sensor 415B, einen
Nθ2-Sensor 415C und einen Feuchtigkeitssensor 415D aufweisen. Die Anordnung mehrerer gassensitiver Feldeffekttransistoren kann alternativ den Metalloxidhalbleiter-Gassensor 115 in den Gefahrmelder 114 ersetzen oder zusatzlich zu diesem verwendet werden. Analog kann eine Anordnung mehrerer gassensitiver Metalloxidhalbleiter-Gassensors alternativ den Metalloxidhalbleiter-Gassensor 115 in den Gefahrmelder 114 ersetzen oder zusatzlich zu diesem verwendet werden.
Figur 5 zeigt einen Ablauf einer Auswertung von Ausgangssignalen eines Metalloxidhalbleiter-Gassensors und einer optischen Rauchdetektionseinrichtung . Der gassensitive Metalloxidhalbleiter-Gassensor wird mit einem geeigneten Temperaturpulsverfahren 551 bevorzugt durch Temperaturpulse und unterschiedliche Temperaturrampen betrieben. Dabei wird der gassensitive Metalloxidhalbleiter-Gassensor entsprechend beheizt, wobei zum Beispiel von der in Figur 1 dargestellten Heizungsversorgungseinheit 120 des gassensitiven Metalloxidhalbleiter-Gassensors 115 geeignete Strom- bzw. Spannungspul- se an das in Figur 2 dargestellte Heizungselement 224 angelegt werden. Abhangig von den gewählten Temperaturpulsen und Temperaturrampen werden die Gasreaktionen an der gassensitiven Metalloxid-Halbleitermaterial-Schicht unterschiedlich ablaufen, so dass der Metalloxidhalbleiter-Gassensor ein für die detektierten Gasmolekule charakteristisches Ausgangssignal liefert. Dieses kann mittels eines nachfolgenden Mustererkennungsverfahrens 552A ausgewertet werden.
Über benutzte mathematische Algorithmen werden Signaturen unterschiedlicher Gase erkannt, wie dieses zum Beispiel in der Publikation A. Schütze, A. Gramm, T. Ruhl : Identification of Organic Solvente by a Virtual Multisensor System with Hierarchical Classification, In: IEEE Sensors J, vol. 4, pp . 857-863, December 2004 beschrieben ist.
Unter Signaturen können zum Beispiel gascharakteristische Reaktions-Kurven verstanden werden, die den zeitlichen Ver-
lauf zum Beispiel des Widerstandes und/oder der Impedanz des Metalloxidhalbleiter-Gassensors zeigen. Ferner können unter dem Begriff Signaturen die entsprechenden Anstiegskurven des Widerstandes und/oder der Impedanz des Metalloxidhalbleiter- Gassensors verstanden werden. Die gemessenen Signaturen können mit in einer Datenbank gespeicherten Signaturen verglichen werden. Somit kann die Auswertung als Ergebnis zum Beispiel die Information liefern, ob ein brandfordernder Stoff vorhanden ist. Ferner kann als Ergebnis ggf. auch der Typ des vorhandenen brandfordernden Stoffes ermittelt werden. Weiterhin kann als Ergebnis eine Konzentration eines oder mehrerer gefahrlicher Gase wie beispielsweise CO gemeldet werden. Auch kann die Information, ob ein Brandgas vorhanden ist und gegebenenfalls auch dessen Konzentration bereitge- stellt werden. Außerdem kann als Ergebnis die Information über den zeitlichen Verlauf des Ausgangssignals und/oder der Konzentrationen der zu detektierenden Gase gegeben werden.
Parallel wird eine Auswertung von dem Ausgangssignal des Steuerlichtdetektors beziehungsweise des linearen Rauchmelders durchgeführt. Dieses Ausgangssignal kann auch mittels eines Mustererkennungsverfahrens 552B ausgewertet werden. Über benutzte mathematische Algorithmen werden Signaturen von Rauch und Stauben erkannt. Die Signaturen können in dem Fall des Steuerlichtdetektors den zeitlichen Verlauf der Intensität und/oder der Flackerfrequenz und/oder der Signalabnahmebzw. Anstiegsrate des Streulichts aufweisen. In dem Fall des linearen Rauchmelders können die Signaturen den zeitlichen Verlauf der Intensität und/oder der Flackerfrequenz und/oder der Signalabnahme- bzw. Anstiegsrate des von der Empfangseinheit empfangenen Durchlichts aufweisen. Diese Signaturen können mit in einer Datenbank gespeicherten Signaturen verglichen werden. Somit kann die Auswertung als Ergebnis zum Beispiel die Information liefern, ob ein Rauch und/oder Staub vorhanden ist. Ferner kann als Ergebnis die Art und Konzentration der Rauch- und/oder Staubpartikel mitgeteilt werden. Auch kann als Ergebnis die Information über den zeitlichen
Verlauf des Ausgangssignals und/oder der Konzentrationen von Rauch- und/oder Staubpartikeln geliefert werden.
Nachfolgend werden die beiden Ausgangssignale des Metalloxid- halbleiter-Gassensors und der optischen Rauchdetektionsein- richtung superponiert und verglichen 553. Auch die Auswertung der Superposition und des Vergleichs kann ahnlich wie schon oben beschrieben mittels eines Mustererkennungsverfahrens durchgeführt werden. Weiterhin kann diese Auswertung eine Analyse des zeitlichen Verlaufs 553 der Ausgangssignale aufweisen. Durch die hier beschriebene kombinierte Auswertung 553 der beiden Ausgangssignale können zusatzliche Aussagen getroffen werden wie zum Beispiel ob es ohne eine Rauchentwicklung brennt, ob ein Brand durch einen brandfordernden Stoff unterstutzt und/oder ausgelost wurde. Gegebenenfalls kann auch eine Identifikation des brennenden Medium vorgenommen werden. Zusatzlich können mit diesen Informationen zu treffende Maßnahmen und/oder Empfehlungen bezuglich der Art eines geeigneten Loschmittels und/oder einer Steuerung ver- schiedener Aktoren wie zum Beispiel der Start einer Uberwa- chungskamera und/oder einer Aktivierung von Notausgangen ausgegeben werden.
Der Auswertevorgang durch die Auswerteeinheit kann zum Bei- spiel durch Überschreiten eines Schwellenwerts der gassensitiven Halbleitersensoreinrichtung und/oder der optischen Rauchdetektionseinrichtung ausgelost werden.
Figur 6 zeigt einen Ablauf einer Auswertung von Ausgangssig- nalen einer Anordnung mehrerer gassensitiver Feldeffekttransistoren und einer optischen Rauchdetektionseinrichtung. Die Auswertung 652A, 652B, 653 erfolgt analog zu der in Bezug auf Figur 5 beschriebenen Auswertung. Hier stehen Ausgangssignale von unterschiedlichen Sensoren 415A, 415B, 415C und 415D der in Figur 4 dargestellten Anordnung mehrerer gassensitiver Feldeffekttransistoren zu Verfugung.
Die Auswertung der Ausgangssignale der Anordnung mehrerer gassensitiver Feldeffekttransistoren können auf verschiedene Weisen durchgeführt werden. Ein derzeit als besonders geeignet angesehenes Auswerteverfahren ist beschrieben in der Veröffentlichung von U. Hoefer, A Felske, G. Sulz und K.
Steiner: SnC>2-Multisensorsysteme für die Analyse von Gas- und Geruchsstoffe, Tagungsband GMA-Tagung „Prozessautomation in der Lebensmittelindustrie", 1.-2. Februar 1996.
Bei der Auswertung können statistische Verfahren wie zum
Beispiel Hauptkomponentenanalyse, multivariate Datenanalyse und/oder lineare Diskriminanzanalyse angewandt werden.
Bei den in dieser Anmeldung beschriebenen sensorischen Prin- zipien ist besonders die geringe Leistungsaufnahme, der geringe Preis, die hohe Empfindlichkeit auf unterschiedliche Gase und die Stabilität der benutzten Sensoren hervorzuheben. Die genannten Vorteile stellen eine wichtige Voraussetzung dar, um die in dieser Anmeldung beschriebenen Gefahrmelder zu realisieren und deren Betrieb in elektronischen Netzwerken und Bussystemen zu ermöglichen.
Es wird darauf hingewiesen, dass die hier beschriebenen Ausfuhrungsformen lediglich eine beschrankte Auswahl an möglichen Ausfuhrungsvarianten der Erfindung darstellen. So ist es möglich, die Merkmale einzelner Ausfuhrungsformen in geeigneter Weise miteinander zu kombinieren, so dass für den Fachmann mit den hier explizit dargestellten Ausfuhrungsvarianten eine Vielzahl von verschiedenen Ausfuhrungsformen als offensichtlich offenbart anzusehen sind.