Verfahren und Anordnung zur optischen Vermessung des Oberflächenprofils von Objekten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur optischen Vermessung des Oberflächenprofils von Objekten, insbesondere von Zähnen, Zahnreihen oder Zahnstümpfen.
Verfahren und Anordnungen der hier in Rede stehenden Art sind seit geraumer Zeit in unterschiedlichen Ausgestaltungen bekannt und werden insbesondere eingesetzt, um eine hohe Passgenauigkeit bzw. Randschlussgenauigkeit von Zahnkronen zu erzielen. Einige der bekannten Verfahren arbeiten nach dem Streifenprojektionsverfahren, wobei ein Streifenmuster bzw. eine Gitterstruktur optisch auf die Oberfläche des zu vermessenden dreidimensionalen Objekts projiziert wird. Aus einer um einen Triangulationswinkel verkippten Blickrichtung erscheinen die Streifen durch die Topografie verbogen, d.h. die Höheninformation wird in die Phase des detektierten und verformten Streifenmusters übersetzt. Durch einen aus der Interferometrie bekannten statischen oder dynamischen Algorithmus der Phasengewinnung kann zunächst die Phasenkarte ermittelt werden, die dann durch das sog. Phase-Unwrapping in die Topografie umgerechnet wird. Unter dieser Voraussetzung lassen sich die Pixelkoordinaten eines Streifenbildes auf einem CCD-Kamerachip in die entsprechenden Objektkoordinaten umrechnen.
Bei den bekannten Verfahren, die nach dem Streifenprojektionsverfahren arbeiten, wirkt sich der Umstand nachteilig aus, dass das Zahnmaterial transluzent ist. Aufgrund der Transluzenz dringt das auf die Oberfläche des Zahns projizierte Streifenmuster teilweise in den Zahn ein. Dabei kann die Eindringtiefe zusätzlich auch von der Oberflächenbeschaffenheit des Zahnmaterials abhängen. Durch das Eindringen des Streifenmusters in das Zahninnere wird das Abbild der Oberflächenstruktur des Zahns verfälscht, was eine deutliche Verschlechterung des Messergebnisses zur Folge hat.
Zur Umgehung dieses Problems ist vorgeschlagen worden, auf die Oberfläche eine Schicht aus Kontrastpuder zur Mattierung oder eine Schicht einer fluoreszierenden Flüssigkeit aufzubringen. Durch diese Maßnahmen wird zwar das Problem gelöst, dass das projizierte Streifenmuster teilweise in den Zahn eindringt. Allerdings bringt das Vorsehen einer zusätzlichen Schicht einen Nachteil dahingehend mit sich, dass es sich auch bei hoher Geschicklichkeit des Anwenders nicht vermeiden lässt, dass die Schicht unterschiedliche Dicken aufweist. Unterschiedliche Schichtdicken führen allerdings beim anschließenden Projizieren der Streifenstruktur wiederum zu Messungenauigkeiten.
Als Alternative zu dem Streifenprojektionsverfahren ist der Einsatz von konfokalen Laserscan-Mikroskopen zur Zahnvermessung bekannt. Der Einsatz eines Konfokalmikroskops ist allerdings nicht nur äußerst kostenintensiv, sondern weist zudem gravierende Nachteile im Hinblick auf die zu erzielende Aufnahmegeschwindigkeit sowie im Hinblick auf die Komplexität des Systems auf.
Der vorliegenden Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren und eine Anordnung zur optischen Vermessung des Oberflächenprofils von Objekten, insbesondere von Zähnen, Zahnreihen oder Zahnstümpfen, derart auszugestalten und weiterzubilden, dass mit einfachen Mitteln eine hohe Messgenauigkeit erreicht ist.
Erfindungsgemäß wird die voranstehende Aufgabe hinsichtlich eines Verfahrens mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Danach ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass eine Struktur auf die Oberfläche des Objekts aufgebracht wird, wobei sich die Struktur aus einzelnen, auf der Oberfläche des Objekts verteilten Messpunkten zusammensetzt, dass das Objekt mittels einer Lichtquelle beleuchtet wird und dass von der aufgebrachten Struktur ausgehendes Detektionslichts mittels einer Kamera unter verschiedenen Beobachtungswinkeln detektiert und aus den Kamerabilddaten das Oberflächenprofil des Objekts berechnet wird.
Des Weiteren ist die obige Aufgabe im Hinblick auf eine Anordnung zur optischen Vermessung des Oberflächenprofils von Objekten durch die
Merkmale des Patentanspruchs 28 gelöst. Danach ist die erfindungsgemäße Anordnung gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Aufbringen einer Struktur aus einzelnen, auf der Oberfläche des Objekts verteilten Messpunkten, eine Lichtquelle zur Beleuchtung des Objekts, eine Kamera zur Detektion des von der aufgebrachten Struktur ausgehenden Detektionslichts unter verschiedenen Beobachtungswinkeln sowie eine Auswerteeinheit zur Berechnung des Oberflächenprofils des Objekts aus den Kamerabilddaten.
In erfindungsgemäßer Weise ist erkannt worden, dass sowohl bei einer Mattierungsschicht zur Erzeugung eines Untergrunds für ein zu projizierendes Streifenmuster, als auch bei einer Fluoreszenzschicht, welche die Oberfläche des zu vermessenden Objektes vollständig abdecken, Messungenauigkeiten aufgrund ungleichmäßiger Schichtdicken unvermeidbar sind. In weiter erfindungsgemäßer Weise ist sodann erkannt worden, dass zur 3D-Messung eines Objekts keine die Oberfläche des Objekts vollständig oder zumindest bereichsweise abdeckende Schicht notwendig ist, sondern dass vielmehr einzelne, die Oberfläche des Objekts repräsentierende Markierungen ausreichen. Erfindungsgemäß wird daher eine Struktur auf die Oberfläche des Objekts aufgebracht, wobei sich die Struktur aus einzelnen, auf der Oberfläche des Objekts verteilten Messpunkten zusammensetzt. Mit anderen Worten werden durch das Aufbringen der Struktur zufällig verteilte Stützpunkte auf der Oberfläche des Objekts generiert. Diese Stützpunkte definieren Messpunkte in der Weise, dass das bei Beleuchtung des Objekts von der Struktur ausgehende Licht als Detektionslicht mittels einer Kamera nachgewiesen wird. Im Konkreten wird das von der aufgebrachten Struktur ausgehende Detektionslicht unter verschiedenen Beobachtungswinkeln detektiert und aus den Kamerabilddaten das Oberflächenprofil des Objekts berechnet.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Anordnung arbeiten mit hoher Genauigkeit, da die Oberfläche des Objekts unmittelbar anhand der in physischer Form auf das Objekt aufgebrachten Struktur vermessen werden kann.
Im Rahmen einer vorteilhaften Ausgestaltung wird als Struktur eine Punktstruktur verwendet, die durch Aufbringen einzelner Partikel auf die Oberfläche des Objekts erzeugt wird. Als Detektionslicht kann das von der
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Struktur reflektierte und/oder gestreute und/oder polarisierte Licht detektiert werden. Die aufgebrachten Partikel fungieren dabei quasi jeweils als individuelle Streulichtzentren. Im Falle der Verwendung einer lumineszierenden Struktur wird als Detektionslicht das in Folge der Beleuchtung von der Struktur ausgehende Fluoreszens- und/oder Phosphoreszenzlicht detektiert.
Im Hinblick auf eine problemlose Verteilung der Partikel auf der Oberfläche des Objekts bietet sich ein Aufbringen der Partikel als Lösung an. Bevorzugt sind die Partikel dabei in Alkohol gelöst, da dieser nach der Applikation schnell verdunstet. Alternativ ist auch ein Aufbringen der Partikel als Emulsion oder als Suspension möglich.
Eine für einen Patienten besonders angenehme Applikation kann dadurch erreicht werden, dass die Partikel bspw. durch eine (Mund-)Spülung oder als
Spray aufgebracht werden. Weiter denkbar ist ein Aufbringen der Partikel als
Tinktur oder mittels eines Films oder einer Folie. Insbesondere bei der
Vermessung von Zähnen werden die Partikel bevorzugt mittels eines
Kaugummis aufgebracht. Im Hinblick auf eine leichte Entfernbarkeit nach Abschluss der Messung werden die Partikel in vorteilhafter Weise in einer abwaschbaren, abspülbaren und/oder abziehbaren Form aufgebracht.
Im Hinblick auf die konkrete Ausgestaltung der Partikel kann vorgesehen sein, dass es sich um Nanopartikel handelt, deren Größe in einem Bereich kleiner gleich 1 μm liegt. Nanopartikel erweisen sich insoweit als besonders vorteilhaft, als ihre Größe kleiner als die optische Auflösung ist. Nachteilig ist allerdings, dass Nanopartikel in Zellen eindringen und toxisch wirken können. Zur Vermeidung dieses Problems werden in vorteilhafter Weise Partikel mit einer Größe in einem Bereich zwischen 1 μm und vorzugsweise 200 μm verwendet. Partikel in dieser Größenordnung vereinen mehrere Vorteile: Zum einen sind sie nicht toxisch, zum anderen liefern sie angesichts ihrer größeren Fläche mehr Detektionslicht als Nanopartikel, wobei ihr Durchmesser immer noch kleiner ist als die optische Auflösung.
Hinsichtlich der konkreten Art der Partikel kann vorgesehen sein, dass diese aus Metall sind, wodurch sich eine besonders gute Reflexion des Beleuchtungslichts von den Partikeln ergeben würde. Alternativ können sog.
„Beads" oder mit sog. „quantum dots" markierte Partikel eingesetzt werden. „Quantum dots" (Quantenpunkte) sind nanoskopische Strukturen aus Halbleitermaterialien, deren optische Eigenschaften durch Beeinflussung ihrer Form, ihrer Größe oder der Anzahl ihrer Elektronen maßgeschneidert werden können.
Im Hinblick auf eine einfache Identifizierung der einzelnen Partikel kann vorgesehen sein, dass mehrfarbige Partikel eingesetzt werden.
Alternativ oder zusätzlich zu Partikeln, welche das Beleuchtungslicht im Wesentlichen reflektieren und/oder streuen, können auch aktive Partikel eingesetzt werden, die in Folge von Bestrahlung selbst Detektionslicht emittieren. Im Konkreten kann es sich dabei um mit Fluorophoren markierte Partikel, um fluoreszierende Proteine, bspw. in Form von Bakterien mit GFP (Green Fluorescence Proteins) und/oder um autofluoreszierende Partikel, wie sie z.B. in Lebensmitteln vorkommen, handeln.
Im Rahmen einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Oberflächenprofil des Objekts unter Anwendung eines Triangulationsverfahrens berechnet wird. Dabei ist es von Vorteil, wenn die Kamera zwei räumlich voneinander beabstandete photosensitive Sensoren bzw. Detektoren umfasst. Jeder Partikel auf der Oberfläche des Objekts wird auf jedem der beiden Sensoren, d.h. doppelt, abgebildet. Der Abstand zwischen den beiden Sensoren kann dabei als Basislänge in die Berechnungen im Rahmen des Triangulationsverfahrens einfließen. Als photosensitive Sensoren/Detektoren können bspw. CCD-Chips, EMCCDs, CMOS-Sensoren, Lawinenfotodioden (APDs), MEMS (Micro-Electro- Mechanical System)-basierte Detektoren und/oder PSDs (Position Sensitive Devices) eingesetzt werden.
Anstelle einer Kamera mit zwei voneinander separierten photosensitiven Sensoren ist auch die Verwendung einer Kamera mit nur einem Sensor möglich. Dabei wird das von einem Punkt der Struktur ausgehende Detektionslicht zu gleichen Teilen auf je eine Hälfte des Sensors abgebildet.
In vorteilhafter Weise wird zwischen den beiden Sensoren der Kamera bzw. den beiden Hälften des einen Sensors der Kamera eine Kreuzkorrelation
durchgeführt. Auf diese Weise ist eine eindeutige Identifikation der abgebildeten Punkte auf den Sensoren der Kamera möglich. Als zusätzliches Hilfsmittel zur eindeutigen Identifikation der abgebildeten Punkte erweist sich eine Auswertung der Fokusgröße der Bildpunkte der Partikel auf den Sensoren als vorteilhaft. Bei der Verwendung mehrfarbiger Partikel kann darüber hinaus die Farbinformation zur Identifikation der Partikel herangezogen werden.
Im Rahmen einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden mehrere Bilder des Objekts unter jeweils verschiedenen Detektionswinkeln aufgenommen, wobei die einzelnen Bilder schnell hintereinander, vorzugsweise mit einer Videorate (bspw. 24 Bilder pro Sekunde), aufgenommen werden. Diese Maßnahmen erlaubt ein Tracking bzw. eine
Nachverfolgung der einzelnen Punkte der Struktur über die einzelnen Bilder hinweg, so dass die unterschiedlichen digitalen Bilder korrekt zu einem dreidimensionalen Bild des Objekts zusammengefügt werden können.
In weiter vorteilhafter Weise wird die Lichtquelle zur Beleuchtung des Objekts gepulst betrieben. Dadurch wird die Möglichkeit eröffnet, Bildaufnahme und Detektion zu synchronisieren, wobei die Sensoren der Kamera in diesem Fall mit Shuttem betrieben werden können. Im Falle des Einsatzes von CCD- Chips als Sensoren werden bevorzugt Frame Transfer CCDs eingesetzt.
Für den Fall, dass eine Struktur aus fluoreszierenden oder phosphoreszierenden Partikeln auf das zu vermessende Objekt aufgebracht wird, kann das Lumineszenzlicht in vorteilhafter Weise mit zwei Farben detektiert werden. Durch Lineares Unmixing kann auf diese Weise eine Störlichtunterdrückung erreicht werden, indem Detektionslicht, das von einer möglichen Autofluoreszenz des Objekts herrührt, von dem eigentlichen Fluoreszenzlicht der Partikel getrennt wird.
Im Hinblick auf eine besonders effiziente Auswertung kann vorgesehen sein, dass für die Bildaufnahme eine künstliche Unscharfe erzeugt wird. Diese Unscharfe kann bspw. dadurch realisiert werden, dass den Sensoren und/oder einer vorgeschalteten Abbildungsoptik, die bspw. als Mikrolinsenarray ausgeführt sein kann, eine Schwingungsbewegung mit kleiner Amplitude aufgeprägt wird. Diese Vorgehensweise wird insbesondere
dann angewandt, wenn sich herausstellt, dass die Abbildungen der Partikel auf dem Sensor zu klein sind. Durch die Schwingungsbewegung vergrößert sich der Bildpunkt und durch Schwerpunktsbildung kann seine genaue Position ermittelt werden.
Die Oberflächenstruktur des Objekts kann auch mittels eines holografischen Verfahrens bestimmt werden. Dazu wird das Beleuchtungslicht mittels eines Strahlteilers in einen Referenzstrahl und in einen Gegenstandsstrahl aufgeteilt. Da für die Erstellung von Hologrammen die zeitliche und räumliche Stabilität eines durch die Überlagerung der Wellenfelder ausgebildeten Interferenzmusters eine entscheidende Voraussetzung ist, ist eine räumliche Fixierung von Objekt und Kamera vorteilhaft. Insoweit bietet sich dieses Verfahren insbesondere zur Vermessung von Zähnen außerhalb der Mundhöhle an.
Prinzipiell ist die Vermessung des Oberflächenprofils von Objekten in jeglicher Art von Körperhöhle, so bspw. im Ohr, möglich. Auch eine Vermessung von Objekten innerhalb des Körpers unter Einsatz von endoskopischen Verfahren ist denkbar. Das Beleuchtungslicht kann dabei in an sich bekannter Weise über Lichtleitfasern eingespeist werden.
Im Hinblick auf ein besonders einfaches Aufbringen der Struktur auf das zu vermessende Objekt kann die Einrichtung zum Aufbringen als Sprühdüse ausgeführt sein. In besonders vorteilhafter Weise ist die Sprühdüse an einer Sonde angeordnet, welche von der Beleuchtungslichtquelle gespeist wird.
Eine sondenartige Anordnung ließe sich in jegliche Art von Körperhöhle einführen.
Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die den nebengeordneten Patentansprüchen 1 und 29 nachgeordneten Patentansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 in einer schematischen Ansicht ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anordnung mit einer Kamera mit zwei photosensitiven Sensoren,
Fig. 2 in einer schematischen Ansicht ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anordnung mit einer Kamera mit einem einzigen photosensitiven Sensor,
Fig. 3 in einer schematischen Ansicht ein mit dem Sensor aus Fig. 2 aufgenommenes Bild und
Fig. 4 in einer schematischen Ansicht ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anordnung zur Durchführung eines holografischen Verfahrens.
Fig. 1 zeigt - schematisch - ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anordnung zur optischen Vermessung des Oberflächenprofils eines Objekts 1 , wobei es sich im Konkreten um die Vermessung eines Zahns 2 handelt. Zunächst ist der Zahn 2 präpariert worden, indem eine punktförmige Struktur auf die Oberfläche aufgebracht worden ist. Die punktförmige Struktur besteht aus einzelnen Partikeln 3, die an der Oberfläche des Zahns 2 anhaften. Vor dem Hintergrund des transluzenten
Zahnmaterials bilden die Partikel 3 einen optischen Kontrast und fungieren bei der Beleuchtung des Zahns 2 mittels einer Beleuchtungslichtquelle 4 als individuelle Streulichtzentren.
Die Lichtquelle 4 ist bevorzugt als Laser, als LED oder als Kaltlichtquelle ausgeführt. Auch das Licht einer normalen Lampe oder Sonnenlicht kann zur Beleuchtung des Objekts 1 verwendet werden. Vorzugsweise wird eine Beleuchtung im sichtbaren Wellenlängenbereich zwischen 400 und 800 nm verwendet.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel durchläuft das von den einzelnen Partikeln 3 reflektierte bzw. gestreute Detektionslicht zunächst einen Farbfilter
5 und wird sodann mit Linsen 6 auf zwei als CCD-Chips 7 ausgeführte Sensoren 8 einer nicht näher dargestelltenKamera abgebildet. Die Linsen 6 und die CCDs 7 sind dabei so aufeinander abgestimmt, dass die Auflösung der Optik bzw. der CCDs 7 zur Detektion der einzelnen Partikel 3 ausreichend ist. Im Konkreten ist die Abstimmung so gewählt, dass das Detektionslicht jedes einzelnen Partikels 3 auf wenige Pixel einer CCD 7 trifft.
Nach erfolgter Bildaufnahme wird der Betrachtungswinkel verändert und die Punktstruktur erneut aufgenommen. Mit anderen Worten wird eine Videosequenz erstellt, indem nacheinander mehrere Bilder des Objekts 1 aus unterschiedlichen Richtungen aufgenommen werden. Auf diese Weise werden auch bei einer Bildaufnahme aus einem bestimmten Beobachtungswinkel verdeckte Bereiche des Objekts 1 erfasst. Aus den vorliegenden Bildern wird über ein Triangulationsverfahren das dreidimensionale Bild des zu vermessenden Zahns 2 errechnet. Für die Berechnungen im Rahmen des Triangulationsverfahrens dient der Abstand der beiden CCD-Chips 7 der Kamera als Basislänge.
Fig. 2 und 3 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anordnung, wobei - im Gegensatz zu der Anordnung gemäß Fig. 1 - das Detektionslicht der einzelnen Partikel 3 nur mit einer CCD 7 detektiert wird. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen gleiche Bauteile wie in Fig. 1 .
Wie bereits in Zusammenhang mit Fig. 1 erläutert, werden mehrere Aufnahmen des Objekts 1 aus verschiedenen Positionen, d.h. unter unterschiedlichen Betrachtungswinkeln aufgenommen. Die Aufnahmen werden vorzugsweise mit einer Video-Rate, d.h. bspw. mit 24 Bildern pro Sekunde, aufgenommen. Unter Ausnutzung der Überbestimmtheit bzw. Redundanz des Systems kann aus der Gesamtheit der Aufnahmen entweder die relative Kamera-Position oder - ähnlich dem GPS-Prinzip - direkt die 3-D-
Position der einzelnen Partikel 3 errechnet werden.
Bei dem beschriebenen Verfahren erhält man einen weiteren
Informationsgewinn dadurch, dass - wie in Fig. 2 schematisch angedeutet - die Fokusgröße der Bildpunkte der einzelnen Partikel 3 auf der CCD 7 ausgewertet werden. Die aus dieser Auswertung resultierenden
Zusatzinformationen können zur eindeutigen Identifikation der abgebildeten Punkte in den einzelnen Aufnahmen verwendet werden.
Fig. 4 zeigt schließlich - ebenfalls schematisch - ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anordnung, wobei die dreidimensionale Struktur des zu vermessenden Zahnes 2 dort mittels eines holographischen Verfahrens ermittelt wird. Dabei passiert der von einer als Laser 9 ausgeführten Beleuchtungslichtquelle 4 emittierte Beleuchtungslichtstrahl zunächst eine Linse 10 und wird dann mittels eines Strahlteilers 1 1 in zwei Teilstrahlen aufgeteilt. Der eine Teilstrahl - Referenzstrahl 12 - wird über einen ersten Umlenkspiegel 13 direkt auf einen photosensitiven Sensor 8 einer Kamera gelenkt. Der zweite Teilstrahl - Gegenstandsstrahl 14 - wird über einen zweiten Umlenkspiegel 15 auf das zu vermessende Objekt 1 gerichtet und dient zur Beleuchtung der auf die Oberfläche des Objekts 1 aufgebrachten punktförmigen Struktur.
Wie in Fig. 4 schematisch angedeutet, erzeugt jedes Partikel 3 Fresnelsche Zonenplatten auf dem als CCD 7 ausgeführten Sensor 8. Deren Phase wird durch Überlagerung mit dem Referenzstrahl 12 auf der CCD 7 gespeichert.
Abschließend sei angemerkt, dass die voranstehend erörterten Ausführungsbeispiele lediglich der beispielhaften Erörterung der beanspruchten Lehre dienen, diese jedoch nicht auf die Ausführungsbeispiele einschränken.
B e z u g s z e i c h e n l i s t e
1 Objekt
2 Zahn
3 Partikel
4 Beleuchtungslichtquelle
5 Farbfilter
10 6 Linse
7 CCD-Chip
8 photosensitiver Sensor
9 Laser
10 Linse
15 11 Strahlteiler
12 Referenzstrahl
13 Umlenkspiegel
14 Gegenstandsstrahl
15 Umlenkspiegel