Beschreibung
Optimiertes Wiederaufladen von Prepaid-Konten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Verfahren zum Wiederaufladen eines vorausbezahlten elektronischen Guthabens eines Nutzers, insbesondere zur Bezahlung von Diensten in einem Daten- bzw.
Telekommunikationssystem/, sind aus dem Stand der Technik bekannt und werden üblicherweise als Einzahlungen mittels Kreditkarte, Überweisung, Scheck oder Barzahlung auf ein Konto eines Dienstleistungsbetreibers abgewickelt. Die Benutzung eines vorausbezahlten Dienstes geschieht dann im Regelfall so, daß z. B. das mobile Telefon eines Nutzers (Handy) zunächst über eine Callback-Zugangsnummer CLI- registriert wird (Caller Line Identification) . Der Nutzer wird dann über einen Callback auf seinem Handy zurückgerufen. Er nimmt daraufhin das Gespräch an und wählt, wie gewohnt, die gewünschte Zielrufnummer oder nutzt z. B. eine der beim Dienstleister registrierten Kurzwahlen. Das nach dem Telefonat verbleibende Guthaben kann der Nutzer sich schließlich z. B. durch Drücken der #-Taste ansagen lassen.
Derartige vorausbezahlte Dienste (Prepaid Services) werden im wesentlichen für Privatkunden angeboten und bieten neben günstigen Verbindungspreisen innerdeutsch je nach Zielland auch große Ersparnisse für Auslandsgespräche. Vorteile dieser Dienste sind insbesondere in der sekundengenauen Abrechnung, auf Wunsch detaillierter Einzelgesprächsnachweise pro Quartal, einfacher Zugang über Rufnummernregistrierungen (CLI) und in der Einwahl über jedes beliebige Telefon mittels einer persönlichen Kontonummer und einer PIN zu finden.
Trotz der genannten Vorteile stehen Dienstleistungsunternehmen, welche vorausbezahlte Dienste
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Dadurch bietet sich dem Nutzer beim Führen eines Telefonates die Möglichkeit, rechtzeitig sein elektronisches Guthaben soweit zu erhöhen, daß ihm ein unfreiwilliger Abbruch des Gespräches und möglicherweise eine Sperrung des Anschlusses durch zu geringen Guthabenvorhalt erspart bleibt.
Alternativ ist es möglich, daß die Aufladefunktion in Ansprechen auf das Unterschreiten des Schwellwertes in einen Wartezustand versetzt wird, bis der aktuell vom Nutzer genutzte Dienst beendet wird. Eine solche Funktionalität hat den Vorteil, daß z. B. ein aktuelles Telefonat nicht gestört wird, trotzdem der Nutzer nach Beendigung einen Hinweis darauf erhält, daß ein Minimalguthaben erreicht ist und sein Guthaben einer Aufladung bedarf.
In bevorzugter Weise kann die Wiederaufladefunktion auch wiederkehrend automatisch aktiv sein. Ist für einen Nutzer z. B. bei einem vorausbezahlten Guthaben von DM 100,00 ein relativ hoher Schwellwert von DM 20,00 eingestellt, würde ein Unterschreiten dieses Schwellwertes nicht notwendigerweise die Gefahr der Sperrung des Anschlusses mit sich bringen. Der Nutzer könnte sich also mit der Wiederaufladung seines Kontos Zeit lassen, da die wiederkehrend automatisch aktive Wiederaufladefunktion ihn in regelmäßigen oder auch sich verkürzenden Abständen an das notwendig werdende Aufstocken seines elektronischen Guthabens erinnert.
Bleibt die Wiederaufladefunktion aktiv, auch wenn diese vom Nutzer durch Auslösen eines Abbruch- oder Ignorierungssignals zunächst abgebrochen oder zeitweise nicht beachtet werden sollte, ist sichergestellt, daß vor der Sperrung des Anschlusses dem Nutzer ausreichend Gelegenheit gegeben wurde, sein vorausbezahltes Guthaben den von ihm in Anspruch genommenen Diensten anzupassen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltungsform ist das Wiederaufladen mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens nicht
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Ein wichtiges Thema ist die Authorisierung der Zahlungen, insbesondere, wenn die Wiederaufladefunktion über das Internet gesteuert wird. Der Austausch von Daten sollte durch ein kryptographisches Verfahren abgesichert werden, insbesondere bei der Übertragung im Internet. Geeignete Programme wie SSL (Secure Socket Layer) oder PKI (Public key infrastructure) sind dem Fachmann bekannt, auf eine weitergehende Erläuterung ihrer Anwendung wird daher im folgenden verzichtet.
Vorteilhaft ist es, wenn das Referenzkonto dem selben Kunden gehört, wie das aufzuladende Prepaid Konto. In diesem Fall würde selbst im Falle eines Diebstahls oder sonstigen Abhandenkommens des Handys dem Kunden kein finanzieller Schaden entstehen, da immer sichergestellt wäre, daß jeweils das Prepaid-Konto vom eigenen Referenzkonto aufgeladen wird.
Eine noch weitergehende Sicherung wird erreicht, wenn der Zeitraum, in dem ein wiederholter Aufladevorgang stattfinden kann, begrenzt wird. Das bedeutet, das Verfahren wird so gestaltet, daß der Aufladevorgang nach einer Durchführung erst wieder nach Ablauf eines zuvor definierten Zeitraums (beispielsweise einem Tag) wieder gestattet oder unterstützt wird. Dieses hätte den Vorteil, daß der rechtmäßige Eigentümer des Endgerätes einen ausreichenden Zeitraum zur Verfügung hat, um sein Konto bzw. sein Handy zu sperren.
Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand einer Figur näher erläutert. Diese Figur zeigt ein Funktionsdiagramm zur Verdeutlichung des prinzipiellen
Ablaufes eines Aufladeverfahrens für elektronische Guthaben zur Bezahlung von Prepaiddiensten.
Zu erkennen ist insbesondere eine Dienststeuerung, welche in Form einer ablauffähigen Software ausgebildet ist und eine Dienstablaufumgebung umfaßt, welche die Dienste Wiederaufladen (Recharge) und Vorauszahlen (Prepaid)
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Nutzung von Dienstleistungen des Teilnehmers A den neu definierten unteren Kontoschwellwert und initiiert wiederum bei dessen Unterschreitung den Recharge-Dienst . Dem Teilnehmer A steht damit die maximale Flexibilität des Verfahrens zum Wiederaufladen eines vorausbezahlten elektronischen Guthabens zur Verfügung.
Wirtschaftlich bedeutsame Anwendungen der Erfindung sind zukünftig insbesondere auch beim Zugriff auf Internet- Datenbasen aufgrund des GPRS- oder UMTS-Mobilfunkstandards aufgrund eines vorausbezahlten Guthabens zu sehen. Diese modernen Mobilfunksysteme ermöglichen bekanntlich die Übertragung großer Datenmengen mit akzeptabler Geschwindigkeit und bieten daher ein großes Potential für Prepaid-Anwendungen mit nutzerfreundlichen Konditionen, wie sie mit der Erfindung verwirklicht werden. Eine weitere, wirtschaftlich wichtige Anwendung liegt bei künftigen Video- on-Demand-Systemen, d. h. bei der Lieferung von Filmen, Videoclips oder anderen Bewegtbild-Files an den Inhaber eines Prepaid-Guthabens, oder auch bei der analogen Lieferung von Musik- oder anderen Audiodateien auf gleicher Grundlage.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß alle oben beschriebenen Verfahrensschritte für sich alleine gesehen und in jeder Kombination, insbesondere die in der Figur dargestellten Details, als erfindungswesentlich beansprucht werden. Abänderungen hiervon sind dem Fachmann geläufig.