Die vorliegende Erfindung betrifft einen Türgriff für ein schrankartiges Hausgerät wie etwa
einen Kühlschrank oder einen Gefrierschrank.
Derartige Türgriffe haben herkömmlicher Weise ausschließlich die Funktion, einem Benutzer
ein bequemes Aufziehen der Tür zu ermöglichen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, einen Türgriff für ein schrankartiges Hausgerät zu
schaffen, der dem Benutzer darüber hinaus einen Zusatznutzen bietet.
Die Aufgabe wird gemäß Anspruch 1 dadurch gelöst, dass der Türgriff neben einem an
einer Tür des Hausgerätes befestigbaren Griffkörper zusätzlich einen an dem Griffkörper
vorgesehenen Trägerabschnitt für ein Zubehörteil umfasst, welcher mit dem Griffkörper
einstückig verbunden oder lösbar an diesem befestigt sein kann. Dieser Trägerabschnitt
kann mit dem Zubehörteil fest verbunden, insbesondere einteilig zusammenhängend ausgebildet
sein, bevorzugt ist allerdings ein Trägerabschnitt, der seinerseits mit dem Zubehörteil
lösbar verbunden ist. Dies ermöglicht die Anbringung unterschiedlicher Zubehörteile
nach Wahl eines Benutzers über einen einzigen Trägerabschnitt. Durch die Ausbildung
einer Nut, z.B. am Griffkörper, ist im Falle einer lösbaren Verbindung des Trägerabschnitts
am Griffkörper ein die formsteife Verbindung der beiden Teile unterstützender
Formschluß erzeugbar, der zudem das Zusammenfügen der beiden Teile erleichtert.
Die lösbare Verbindung kann zweckmäßigerweise gebildet sein durch einen plattenförmigen
Abschnitt des Zubehörteiles, der in einen Schlitz des Trägerabschnittes einsteckbar
ist.
Zubehörteile können zum Beispiel sein:
- ein Becher, der je nach Formgebung und/oder Geschmack des Benutzers als
Blumenvase oder als ein Köcher für Schreibzeug, etwa zum Aufnehmen von Notizen
für einen Einkaufszettel, genutzt werden kann,
- ein Notizpapierhalter,
- ein Kapselheber zum Öffnen von aus dem Hausgerät entnommenen Flaschen,
- ein Handtuchhalter,
- ein Folienabroller, zum Beispiel für Aluminium- oder Frischhaltefolie, die zum Verpacken
von in dem Gerät gelagerten Lebensmitteln benötigt werden,
- ein Spender für Packungsverschlüsse, zum Beispiel für Gummiringe oder Drahtclips,
oder
- ein Bilderrahmen.
Der Trägerabschnitt ist vorzugsweise in einer Nut des Griffkörpers befestigbar; bei geeigneter
Breite kann diese Nut auch zur leichten Griffigkeit des Griffkörpers beitragen.
Bei einem Griffkörper mit plattenartiger Griffleiste, die durch einen über ihre Innenseite
vorstehenden Griffhalter an der Tür montierbar ist, erstreckt sich die Nut vorzugsweise an
der Innenseite des Griffkörpers, wo sie, der Tür zugewandt, für einen Benutzer nicht sichtbar
ist.
Wandabschnitte der Nut, die zu deren Boden hin divergieren, erleichtern die Verankerung
des Trägerabschnittes in der Nut.
Die Nut hat wenigstens ein offenes Längsende, an dem der Trägerabschnitt in die Nut
einschiebbar ist. Wenn das untere Längsende der Nut geschlossen ist, kann auch bei
unzureichender Befestigung des Trägerabschnittes in der Nut das Zubehörteil nicht
herunterfallen; unter dem Gesichtspunkt der Herstellung einfacher und preiswerter ist eine
an beiden Enden offene Nut.
Zur Befestigung des Trägerabschnittes in der Nut weist ersterer wenigstens eine durchgehende
Gewindebohrung auf, die an einem ihrer Enden auf die Seitenwand der Nut
mündet. Mit Hilfe einer in die Gewindebohrung eingedrehten Schraube, vorzugsweise
einer Madenschraube, kann der Trägerabschnitt leicht in der Nut festgespannt werden.
Um die Schraube zum Festspannen oder Lösen leicht zugänglich zu machen, ist die Gewindebohrung
vorzugsweise so orientiert, dass ihr zweites Ende auf eine Stirnfläche des
Trägerabschnittes mündet, die im wesentlichen quer zu der Längsrichtung der Nut orientiert
ist.
Der Griffkörper des erfindungsgemäßen Türgriffes ist als Profilteil, zum Beispiel als
Strangpressprofil aus Aluminium oder als extrudiertes Kunststoffprofil, einfach und preiswert
herstellbar.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht des Griffkörpers des Türgriffes;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf den Türgriff mit daran montiertem Zubehörteil;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht des Trägerabschnittes; und
- Fig. 4
- eine Ansicht eines Bechers als Beispiel für ein Zubehörteil.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht des Griffkörpers 10 eines erfindungsgemäßen
Türgriffes. Der Griffkörper hat einen in etwa L-förmigen Querschnitt, wobei ein in der Fig.
vom Betrachter abgewandter Schenkel des L eine Griffleiste 1 bildet, die vorgesehen ist,
um von einem Benutzer in die Hand genommen zu werden, und der zweite, in der
Darstellung der Fig. 1 auf den Betrachter zulaufende Schenkel einen Griffhalter 2 zum
Verbinden der Griffleiste 1 mit einer (in der Figur nicht dargestellten) Tür eines
Kältegerätes bildet. Der Griffhalter 2 ist an seinem in Fig. 1 dem Betrachter zugewandten
Ende mit einem zum Querschnitt der Tür komplementären Verlauf verjüngt und läuft in
eine dünne Zunge 3 aus, in der eine Mehrzahl von Bohrungen 4 angeordnet sind, die
Schrauben zum Befestigen des Griffes an der Tür aufnehmen sollen.
Eine Nut 5 erstreckt sich über die gesamte Höhe der Griffleiste 1 und einen Großteil ihrer
Breite. Eine erste Seitenwand 6 der Nut grenzt unmittelbar an den Griffhalter 2; eine zweite
Seitenwand 7 ist an einem Randwulst 8 der Griffleiste 1 gebildet. Die Breite des Randwulstes
ist so bemessen, dass die Fingerspitzen eines Benutzers, der den Griff von der
Seite her anfasst, in die Nut hineingreifen und so leicht festen Halt finden.
Die zwei Seitenwände 7, 8 sind zum Boden der Nut 5 hin divergent. Der Querschnitt der
Nut 5 ist über ihre gesamte Länge konstant, so wie - von Kantenabrundungen abgesehen
- der Querschnitt des gesamten Griffes.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf den an einer Kältegerätetür 11 montierten Griff 10 mit einem
an den Griffkörper 10 montierten Zubehörteil. Das Zubehörteil 12, hier ein Becher, ist
an dem Griffkörper 10 mit Hilfe eines Trägerabschnittes 13 befestigt, der formschlüssig in
die Nut 5 eingreift. Der Trägerabschnitt 13 erstreckt sich nur über einen kleinen Teil der
Höhe des Griffes, um dessen Handhabung nicht zu erschweren. Durch die Orientierung
der Seitenwände 6, 7 ist ein Entweichen des Trägerabschnittes 13 aus der Nut in Richtung
zur Kältegerätetür 11 hin ausgeschlossen. Der Trägerabschnitt 13 ist nur durch vertikales
Verschieben entlang der Nut 5 entfernbar oder montierbar.
Fig. 3 zeigt den Trägerabschnitt 13 in perspektivischer Ansicht. Ein Schlitz 14 erstreckt
sich in etwa parallel zur im montierten Zustand der Tür 11 zugewandten Rückseite 15 des
Trägerabschnittes 13 über dessen gesamte Höhe. Zwei Bohrungen 16 (s. Fig. 2) kreuzen
den Schlitz 14. Sie dienen zum Befestigen des Zubehörteiles 12 mit Hilfe von (nicht gezeigten)
Schrauben und haben einen der Rückseite 15 zugewandten, vergleichsweise
breiten Abschnitt zum Aufnehmen der Köpfe der Schrauben und einen der Vorderseite 17
zugewandten, engeren Abschnitt mit Innengewinde.
Zwei Gewindebohrungen 18 verlaufen schräg von einer oberen bzw. unteren Stirnfläche
19 des Trägerabschnittes 13 zu einer Kante 20, die im montierten Zustand des Trägerabschnittes
einerseits am Boden der Nut 5 und andererseits an der Seitenwand 7 anliegt.
Durch Eindrehen einer Madenschraube in wenigstens eine der Gewindebohrungen 18 ist
der Trägerabschnitt 13 in der Nut in beliebiger Höhe fixierbar.
Das in Fig. 4 gezeigte Zubehörteil, hier ein Becher, hat einen jeweils der Funktion des
Zubehörteiles entsprechenden, hier hohlzylindrischen Körper 21 und eine von dem Körper
21 ausgehende Montagezunge 22, deren Stärke so bemessen ist, dass sie mit geringem
Spiel in dem Schlitz 14 des Trägerabschnittes 13 einführbar ist und die mit zwei Bohrungen
23 versehen ist, durch die sich im montierten Zustand des Zubehörteiles die oben
erwähnten Schrauben zur Befestigung am Trägerabschnitt 13 erstrecken.
Anstelle des Bechers kann eine große Vielzahl anderer Zubehörteile, wie oben beispielhaft
aufgezählt, in gleicher Weise an dem erfindungsgemäßen Griff befestigt sein. Da diese
Zubehörteile jeweils in Alleinstellung, getrennt von einem Hausgerätegriff, bekannt
sind, erübrigt sich hier ihre detaillierte Beschreibung.