DEST004593MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. März 1952 Bekanntgemacht am 28. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
: Die Erfindung bezieht sich auf luftverdichtende
Brennkraftmaschinen mit einem in Haupt- und Nebenbrennraum unterteilten Verbrennungsraum,
die miteinander durch einen oder mehrere Verbin-. dungskanäle verbunden sind, mit Einspritzung des
Kraftstoffes in den Nebenbrennraum.
Es sind Anordnungen von Wirbelkammern in Brennkraftmaschinen seitlich zur Zylinderachse
bekannt, bei welchen die beiden kugelförmigen Kammern durch einen an die beiden Kugelräume
diagonal tangential verlaufenden Verbindungskanal verbunden sind und bei welchen die aus dem
Hauptbrennraum tangential in die eine Kammer eintretende Verbrennungsluft längs deren Wand
strömt und infolge einer Abweiskante zum Teil durch den schrägen, nicht düsenartigen Verbindungskanal
umgelenkt auf die gegenüberliegende Wandseite der zweiten Kammer strömt und die in
der Mittelebene der beiden Kammern, parallel zur Zylinderachse angeordnete Kraftstoffeinspritzdüse
als Doppeldüse (Lochdüse) in beide Kammern gleiche Kraftstoffmengen gleichzeitig und fein zerstäubt
bei nur geringer Einspritztiefe einspritzt. Bei einer weiteren bekannten Anordnung einer
zweiteiligen Wirbelkammer in Brennkraftmaschinen, bei der die beiden kugelförmigen Kammern
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St 4593 Ial46a2
symmetrisch zum Lufteinströmkanal und zu ihm senkrecht die Kraftstoffeinspritzdüse in der Längsachse
der beiden Kammern angeordnet sind, durchdringt' der Kraftstoffstrahl nacheinander die beiden
zusammenhängenden, entgegengesetzte Drehrichtung aufweisenden Luftwirbelwalzen und wird
dadurch im wesentlichen zerstäubt. Bei diesen Anordnungen, bei welchen sich am Ende des Verdichtungshubes
praktisch die ganze Verbrennungsluft in den vom Hauptbrennraum abgezweigten Nebenbrennraum befindet, wird zwar eine innige
Vermischung von Kraftstoff und Verbrennungsluft nur im Nebenbrennraum herbeigeführt und in
ihn nach dem Einsetzen der Zündung ein wesentlicher Teil des Verbrennungsprozesses verlegt;
doch ergeben sich als Hauptnachteile dieser Brennverfahren ungünstige Strömungsverhältnisse für
die Gase und den unverbrannten Kraftstoff beim Ausstoß in den Hauptbrennraum (Hubraum), der
zum Teil unmittelbar gegen den Kolbenboden gerichtet ist und wegen dessen ungleichmäßiger Erwärmung
Betriebsschwierigkeiten bereitet, sowie ungünstige Verbrennungsverhältnisse und schlechter
Wirkungsgrad.
Die Erfindung betrifft eine luftverdichtende Brennkraftmaschine mit einem in Haupt- und
Nebenbrennraum unterteilten Verbrennungsraum der vorbezeichneten Art und bezweckt die Vermeidung
der geschilderten Nachteile der Brennverfahren und die Schaffung eines technisch fortschrittlichen
und im Kraftstoffverbrauch sparsamen Brennverfahrens.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die Verbrennungsluft in den unteren Teil des
Nebenbrennraumes durch die Verbindungskanäle eintritt, längs der Wand des Nebenbrennraumes
nach aufwärts strömt und durch eine mittige düsenartige Verengung des Nebenbrennraumes
umgelenkt wird, um quer durch den Nebenbrennraum an die gegenüberliegende Wandseite des oberen
Teiles des Nebenbrennraumes zu strömenT und
daß die Kraftstoffeinspritzdüse am oberen Ende und in der Längsachse des mit der Zylinderachse
in an sich bekannter Weise einen mehr oder weniger spitzen Winkel einschließenden
Nebenbrennraumes angeordnet ist, wobei die Strahlrichtung der Kraftstoffeinspritzdüse derart
geführt ist, daß der Kraftstoffstrahl den Luftstrom im oberen Teil zuerst quer zur Strömungsrichtung
und in der düsenartigen Verengung und im unteren Teil beim Eintritt durch die Verbindungskanäle aus dem Hauptbrennraum schräg entgegengesetzt
der Strömungsrichtung durchdringt.
Durch die besondere Ausbildung des Nebenbrennraümes wird eine geordnete Luftführung erzielt,
wobei die durch die Verbindungskanäle aus
dem Hauptbrennraum in den Nebenbrennraum tangential, eintretende heiße Verbrennungsluft
längs der Wand des unteren Teiles des Nefeenbrennraümes
nach aufwärts strömt und durch eine mittige düsenartige Verengung quer durch den
Nebenbrennraum an. die gegenüberliegende Wandseite des oberen Teiles des Nebenbrennraumes umgelenkt
wird, und in Verbindung mit der Anord- ;
nung der Kraftstoffeinspritzdüse im oberen Teil und in der Längsachse des Nebenbrennraumes, wobei
der Kraftstoffstrahl die Verbrennungsluft quer zur Strömungsrichtung und in der düsenartigen
Verengung und im unteren Teil ,,schräg entgegengesetzt
der Strömungsrichtung durchdringt, ergibt sich ein Brennverfähren^.das.'diev.u.nges.tör.te; Ausbildung
des Kraftstoffstrahles ohne zu starke Abbremsung und ohne vorzeitige Zerstäubung ermöglicht
und das möglichst geschlossene Vordringen des Kraftstoffes bis in den unteren Teil des Nebenbrennraümes
und zu den Verbindungskanälen zum Hauptbrennraum sichert, so daß nach dem Einsetzen
der Zündung im oberen Teil des Nebenbrennraumes, in dem genügend Luft bzw. Sauerstoff
zur Verfügung steht, bei der Verbrennung die Gase die vor die Verbindungskanäle vorgelegte
unverbrannte Kraftstoffmenge durch diese in den Hauptbrennraum ausstoßen und parallel zur Oberfläche
des Kolbens und der Innenfläche des Zylinderkopfes verteilen. Das Brennverfahren wird
zweckmäßig in Verbindung mit einem zur Zylinderachse in an sich bekannter Weise in einem mehr
oder weniger spitzen Winkel geneigten Nebenbrennraum angewendet, da dies ein günstiges
tangentiales Einströmen der Verbrennungsluft in den Nebenbrennraum bewirkt. Erfahrungsgemäß
wird dadurch eine wirksame Vermischung von Kraftstoff und Verbrennungsluft erreicht, ein guter
und geregelter Ablauf der Verbrennung im Hauptbrennraum bewirkt und eine Überhitzung von
Kolben und Zylinderkopf vermieden.
Die Zeichnung stellt einen Teilschnitt durch den Zylinderkopf und den Nebenbrennraum mit dem
Brennverfahren dar.
In den Zylinderkopf i, der in'üblicher Weise ausgebildet
ist, ist der Nebenbrennraum 2 in Form einer Wirbelkammer eingesetzt, die an ihrem oberen
Ende und in deren Längsachse die Kraftstoffeinspritzdüse 3 trägt. Beim Aufwärtsgang des Kolbens
4 strömt ein Teil der verdichteten Verbrennungsluft aus dem Hauptbrennraum durch einen
oder mehrere Verbindungskanäle 5 in den unteren Teil 6 der Wirbelkammer tangential ein und längs
der Wand nach aufwärts. Dieser Luftstrom wird durch die mittige düsenartige Verengung derart
umgelenkt,. daß er quer durch die Wirbelkammer an die gegenüberliegende Wandseite des oberen
Teiles 8 der Wirbelkammer strömt und weiterhin quer zur Einspritzrichtung der Kraftstoffeinspritzdüse
3 vorbeiströmt. Die Strahlrichtung der Kraft-Stoffeinspritzdüse 3 ist derart geführt, daß der
Kraftstoffstrahl. den heißen Luftstrom zuerst im oberen Teil 8 der Wirbelkammer quer zur Strömungsrichtung
und in der düsenartigen Verengung 7 und im unteren. Teil 6 beim Eintritt aus dem Hauptbrennraum durch die Verbindungskanäle
5 schräg entgegengesetzt der Strömungsrich- .
tung durchdringt.: Dadurch wird eine innige Ver-
: mischung des Kraftstoffes mit ■ der heißen : Verbrennungsluft erreicht, wobei es außerdem
möglich ist, den eingespritzten Kraftstoff möglichst
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weit in den unteren Teil 6 der Wirbelkammer vorzubringen, bevor die Zündung im oberen Teil 8 der
Wirbelkammer einsetzt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Luftverdichtende Brennkraftmaschine mit einem in Haupt- und Nebenbrennraum unterteilten Verbrennungsraum, die miteinander durch einen oder mehrere Verbindungskanäle verbunden sind, mit Einspritzung des Kraftstoffes in den Nebenbrennraum, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbrennungsluft in den unteren Teil (6) des Nebenbrennraumes (2) durch die Verbindungskanäle (5) eintritt, längs der Wand des Nebenbrennraumes (2, 6) nach aufwärts strömt und durch eine mittige düsenartige Verengung (7) des Nebenbrennraumes umgelenkt wird, um quer durch den Nebenbrennraum an die gegenüberliegende Wandseite des oberen Teiles (8) des Nebenbrennraumes zu strömen, und .daß die Kraftstoffeinspritzdüse (3) am oberen Ende (8) und in der Längsachse des mit der Zylinderachse in an sich bekannter Weise einen mehr oder weniger spitzen Winkel einschließenden Nebenbrennraumes angeordnet ist, wobei die Strahl richtung der Kraftstoffeinspritzdüse derart geführt ist, daß der Kraftstoffstrahl den Luftstrom im oberen Teil zuerst quer zur Strömungsrichtung und in der düsenartigen Verengung und im unteren Teil beim Eintritt durch die Verbindungskanäle aus dem Hauptbrennraum schräg entgegen der Strömungsrichtung durchdringt.In Betracht gezogene Druckschriften:
österreichische Patentschrift Nr. 141 061;
französische Patentschrift Nr. 785 376.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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