DEP0040891DA - Apparat zur oszillatorischen Blutdruckmessung und Pulsüberwachung - Google Patents
Apparat zur oszillatorischen Blutdruckmessung und PulsüberwachungInfo
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Description
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Apparat zur oszillatorischen Blutdruckmessung und Pulsüberwachung.
Die bekanntesten Methoden zur Blutdruckmessung sind die auskultatorische und die oszillatorische. Bei der auskultatorischen Messweise lässt man den Druck in der dem Patienten angelegten Manschette langsam ab und hört gleichzeitig in er Ellenbeuge mit einem Stethoskop, wenn das Blut wieder erstmalig durch die bisher verschlossene Arterie strömt. Der untere Blutdruckwert ist bei weiterem Ablassen des Manschettendruckes am Manometer dort abzulesen, wo die inzwischen lauter gewordenen Töne leiser werden. Die auskultatorische Messung ist sehr umstritten, da die Qualität der Töne keinen sicheren Beweis für die Blutdruckwerte liefern und zudem sehr abhängig von dem benutzten Hörrohr sind, zumal die Töne sehr leise sind.
Die oszillatorische Messweise ist zuverlässiger, da man direkt die Schwankungen abliest, die im Manschettenraum entstehen, verursacht durch die pulsatorische Ausweitung und das jedesmalige Verschliessen der Arterie. Das bekannteste oszillatorisch messende Gerät wurde von von Recklinghausen entwickelt. Es besitzt 2 Tonometerdosen. Die eine zeigt den jeweiligen Manschettendruck an, die zweite ist besonders empfindlich konstruiert und zeigt die Oszillationen an. Bei grösser bzw. kleiner werdenden Oszillationen werden die beiden Blutdruckwerte abgelesen. Das Gerät verlangt einige Übung zur Bedienung, das durch einen Hebel einmal die eine, dann wieder die andere Tonometerdose angeschaltet wird. Zudem ist das Ausschlagen eines Zeigers nach zwei Richtungen nicht geeignet, um die jeweilige Amplitudengrösse zu beobachten, da der Zeiger sehr schnell oszilliert. Bei hoher Pulsfrequenz ist die Tonometerdose oft den Anforderungen (durch die Trägheit des Instruments) nicht gewachsen.
Die Erfindung verbessert die oszillatorische Methode. Die Pulsationen oder Druckschwankungen, die in der Manschette durch Öffnen oder Schliessen der Arterie entstehen, werden erfindungsgemäss auf einen Kondensator übertragen, dessen Kapazität sich im Rhythmus der Druckschwankungen ändert.
Damit der Kondensator nicht den Belastungen des Überdruckes in der Manschette ausgesetzt ist, wird der Kondensator in eine Druckkammer gesetzt, in der der gleiche Überdruck herrscht wie im Luftschlauch der Manschette. Der Kondensator spricht dann nur auf die durch die Arterie verursachten Druckschwankungen und nicht auf den Überdruck der Manschette an.
Auf der Zeichnung (Abb. 1) ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Druckkammer h ist durch die Gummischläuche d und e mit der Gummiblase f der Manschette verbunden. b ist ein Isolierring, auf dem die bewegliche Membrane c aus Metall oder metallisierten Gummi befestigt ist. Durch die isolierte Durchführung g wird eine elektrische Verbindung der Membrane c nach aussen geführt. Die Rückwand a der Druckkammer h bildet den einen Belag des Kondensators, die Membran c den zweiten. Durch die Bewegungen der Membrane c,
hervorgerufen durch die Pulsationen in der Gummiblase f, wird der Abstand zwischen a und c geändert, wodurch sich die Kapazität des Kondensators ändert.
Der Kondensator C in der Druckkammer wird mit einer Selbstinduktionsspule L parallel geschaltet und bildet mit ihr einen Schwingungskreis, dargestellt in Abb. 2. Der Schwingungskreis C und L liegt im Bereich des elektromagnet. Feldes eines Senders S, der mit Tonfrequenz moduliert ist, und dessen Sendefrequenz mit der Eigenfrequenz des Schwingungskreises, gebildet durch den Kondensator C der Druckkammer h und der Selbstinduktionsspule L, im Ruhezustand der Membrane c übereinstimmt. Die im Schwingungskreis C und L entstehenden Spannungen werden über eine bekannte Audionschaltung zu einem Verstärker geführt, an den ein Lautsprecher, Messinstrument oder Kurvenschreiber angeschlossen werden kann. Die Pulsationen in der Manschette verändern die Kapazität des Kondensators C im Druckraum und damit die Eigenfrequenz des Schwingungskreises C und L, wodurch je nach Resonanzlage mit der Sendefrequenz die Empfangslautstärke verändert wird.
Die Änderung des Resonanzkreises C und L kann aber auch in der bekannten Schwebungssummerschaltung benutzt werden. Die Pulsationen in der Manschette verursachen dann im Lautsprecher eine Veräderung der Tonhöhe.
Endlich können nach Abb. 3 in der bekannten Schaltung des Kondensatormikrophons die Änderungen des Kondensators c direkt auf ein Anzeigegerät J übertragen werden.
Dieser neue oszillatorisch messende Blutdruckapparat hat gegenüber den älteren Methoden folgende Vorteile:
Da die akustischen Impulse im Lautsprecher beliebig laut eingestellt werden können, fällt der wesentliche Fehler der individuellen Hörfähigkeit und dadurch ein falsches Ablesen der Werte fort.
Druch die Verstärkung der Impulse über den Verstärker ist es möglich, ein Registriergerät anzuschliessen und die Impulse in Kurvenform aufzuzeichnen.
Durch die grosse Lautstärke eignet sich der Apparat besonders gut zum Demonstrieren im Hörsaal bei Kreislauffunktionsprüfungen.
Ganz besonders aber ist der Apparat als Kontrollgerät bei Operationen geeignet. Mittels Lautsprecher oder vom Narkotiseur durch Kopfhörer oder durch ein Anzeigegerät wird der Pulsschlag bei der Operation dauernd beobachtet. Damit wird die die Kreislauffunktion überwacht und Kollapsgefahr kann dadurch sofort erkannt werden.
Claims (3)
1.) Gerät zur oszillatorischen Blutdruckmessung und Pulsüberwachung, gekennzeichnet durch einen Kondensator, der durch den Pulsationsdruck der Arterie veränderlich ist.
2.) Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensator in einer Druckkammer liegt, in welcher der gleiche Druck herrscht wie in der dem Patienten angelegten Manschette.
3.) Gerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensator parallel zu einer Selbstinduktionsspule liegt oder mit einer Selbstinduktionsspule in Serie geschaltet ist und damit diesen Kreis als Resonanzkreis verändert.
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