DEF0009714MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 14. August 1952 Bekanntgemacht am 27. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, organische Verbindungen in der
Sumpfphase kontinuierlich zu hydrieren. Da bei der Hydrierung Wärme frei wird, müssen geeignete
Kühtaggregate vorhanden seih, um diese
Wärme abzuführen. Eine solche/Kühlmöglichkeit
stellt zum Beispiel die Mantelkühlung dar, die jedoch wegen der Dickwandigkeit der Apparate nur
geringe Wirkung hat. Ferner benutzt man Kühlschlangen, die als durchgehende Rohre im 'Reaktionsraum
eingebaut sind. Solche Rohrbündel sind zwar geeignet, die bei ,der Hydrierung auftreten-,
den Wärmemengen abzuführen, haben aber andererseits den Nachteil, daß sie an der Eintritts- oder.
Austrittsstelle mittels. Stopfbüchse gegenüber dem Reäktionsratim1 abgedichtet sind.Eine'solche Stopfbüchse stellt stets;, vor allem aber bei Hochdruckreäktioheir,
wegen der gegebenenfäils" auftretenden Undichtigkeiten eine ernste Gefahrenquelle dar,
die vor allem bei Hydrierungen leicht zu Bränden führen kann. Ein'weiterer Nachteil solcher,Rohrbündel
besteht darin, daß die auftretende Reaktionswärme nicht [ gleichmäßig genug abgeführt wird.
Ist beispielsweise im unteren Teil die Reaktion am Heftigsten, muß also dort die Hauptreaktions.wärme
abgeführt. werden, so' ist dies nur durch große Mengen an',Kühlmitteln möglich.'Dies hat jedoch
zur Folge, daß im übrigen Teil des Reaktionsofens durch das Rohrbündel mit seiner hohen Kühlmittelmenge
Wärme entzogen wird, so „daß die Reaktion praktisch unterbrochen wird. In solchen Fällen
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spricht man bei den in Frage kommenden Prozessen von sehr kleinen Reaktionszonen, wobei in
Wirklichkeit durch die Art der Kühlung der einmal eingeleitete Prozeß praktisch zum Erliegen
gebracht wird.
Alle diese Nachteile lassen sich dadurch beheben, daß man das Kühlsystem unterteilt, und zwar in
der Art, daß ein Teil haarnadelförmig von unten und der andere Teil haarnadelförmig von oben in
ίο den Reaktionsofen hineingeführt wird. Eine solche Anordnung des Kühlsystems bietet folgende Vorteile:
1. Das gesamte Kühlsystem hat keine Stopfbüchse,
da sämtliche Rohre am unteren bzw. oberen Flanschdeckel eingeschweißt werden.. ....
2. Die Reaktionswärme ist; besser abzuführen, da stets dort, wo die größte -Reaktionswärme auftritt,
stärkere Kühlung möglich ist.
3. Die Leistung eines Reaktionsofens ist mit der angegebenen Kühleinrichtung bedeutend größer, da
an zwei Stellen Produkt eingespritzt werden kann.
4. Besondere Reaktionen können nach der Wärmeabfuhr im unteren Teil des Ofens durch Wärmezufuhr
im oberen Teil zu Ende geführt werden,, was bei durchgehendem Kühlsystem nicht möglich ist.
. ■. ■ Weiterhin wurde gefunden, daß sich die Kontrolle
der 'Temperatur in derartigen Hochdruckapparaturen erleichtern läßt, wenn man. die Reaktionsteilnehmer an verschiedenen Stellen einspritzt.
Es ist auch bekannt, bei Verfahren, die bei Normaldruck oder schwach erhöhten! Druck verlaufen,
Kühlschlangen.einzubauen, die seitlich eingeführt werden. Eine seitliche Einführung bedingt
jedoch eine Reihe von Nachteilen.
i. Die äußere Wand ist durch die Durchführung
geschwächt, so daß eine dickere Wandstärke zu wählen ist.
2. Die äußere Wand ist nicht mehr frei für die Anbringung von Kühlschlangen, Heizmantel, elekirischer
Heizung u. dgl. Will man trotz der Durchführung solche Aggregate anbringen, so kann der
Körper nicht mehr einheitlich von außen gekühlt oder geheizt werden. Die Einführungs- bzw. Ausführungsstutzen
müssen umgangen werden. Damit ist ein gleichmäßiger Wärmefluß nicht mehr gegeben.
Es treten insbesondere bei dickwandigen Reaktionsgefäßen Spannungen im Material auf,
die zur Ermüdung und Rißbildung führen können. Eine solche Spannung ist bei dünnwandigem Material
vielleicht noch tragbar, bei Hochdruck unmöglich.
3. Die technische Durchführung einer seitlichen Einführung ist bei Hochdruckaggregaten außerordentlich
schwierig. Die Rohre müssen nach der Schweißung einer nachträglichen Wärmebehandlung
unterzogen werden, wobei die Schlangen leicht verformt werden. Ferner müssen die Schlangen
mit Wärmekompensatoren, die in der Hochdrucktechnik nur mit großen Schwierigkeiten
wirksam herzustellen sind, ausgerüstet werden, um die Wärmeausdehnung abzufangen.
4. Bei einem Sumpfphasenprozeß nach der vorliegenden Verfahrensmethode dürfen, wo der
Katalysator, Produkt und Wasserstoff im Gleich- strom geführt werden, keinerlei hemmende Einbauten
vorhanden sein, wie dies bei einer seitlichen Einführung unumgänglich ist, da sonst eine ungleiche
Mischung oder Anhäufung von festem Katalysator stattfinden katin. Dieses wiederum
kann zu Nebenreaktionen führen,' weil dann eine einheitliche Durchführung des Verfahrens in Frage
gestellt wird. Bei der Sümpfphase muß die Wärme an der Stelle des Entstehens momentan abgeführt
werden, um Nebenreaktionen zu vermeiden. Ist keine ideale Durchführung und Durchmischung bei
einem Hydrierprozeß möglich, so können durch Nebenreaktionen entstandene Nebenprodukte den
Prozeß empfindlich stören oder die Qualität der entstandenen Produkte ungünstig beeinflussen.
Wärmekompensatoren sind in dem Falle der Einführung von unten und oben nicht notwendig, da
die haarnadelförmig gebauten Kühlsysteme sowohl in der Länge als auch in derBreite genügend Wärmeausdehnuhgsmöglichkeit
haben. Die Wandstärke der Rohre ist, da keine geschwächten Stellen vorhanden
sind, ohne seitliche Einführung am geringsten. Einbau und Ausbau, Reparatur usw. sind
gewährleistet und mit den geringsten Mitteln durchzuführen,, ferner sind die Einführungen gut
zugänglich, sowohl von außen als auch von innen.
Die Zeichnungen veranschaulichen schematisch
ein Ausführungsbeispiel der Hochdruckapparatur.
Abb. ι zeigt die Apparatur im Längsschnitt und "■" Abb. 2 im Querschnitt nach Linie a-b der Abb. 1.
Das Druckrohr 1 ist außen mit Kanälen 2 versehen,
die aus schraubenförmig angebrachten Halbrohren bestehen. Das Kühl- bzw. Heizmittel tritt
bei 2a und 2& ein und verläßt die Kanäle 2 bei 2C
und 2(/. Das Kühl- bzw. Heizsystem im Innern des
Rohres 1 ist in zwei voneinander unabhängige Teile zerlegt, und zwar in den oberen Teil 3 und
den unteren Teil 4. Dementsprechend sind auch die Außenkanäle 2 in-zwei unabhängige Teile angeordnet.
Die Kühl- bzw. Heizrohre 3, 4 sind haarnadelförmig ausgebildet, und ihre Anschlüsse gehen
durch den oberen Deckel 9 bzw. unteren Deckel 5.
Die von außen aufgeschweißten Heiz- bzw. Kühlkanäle 2 unterstützen die' Wärmezufuhr bzw.
Wärmeabfuhr der im Innern des Rohres angebrachten Kühl- bzw. Heizsysteme 3, 4.
Das Druckrohr 1 hat eine kurze Einspritzleitung 7 und eine lange Einspritzleitung 6 für die zu
hydrierende Substanz. Der Wasserstoff wird durch Leitungen 8 eingeführt. Außerhalb des Hochdruckrohres
ι werden ' die Ein- und Ausgänge der Systeme 3, 4 sinngemäß verbunden. Vom oberen
Deckel 9 geht ein Thermoschutzrohr 10 in den Hochdruckkörper 1, um die Temperatur an verschiedenen
Stellen messen zu können. Am unteren Deckel 5 sind die Bohrungen für Produkteintritt,
Abschlämmung usw. angebracht. Die Abführung der Produkte geschieht durch das Abgangsrohr 12.
Im oberen Deckel 9 befinden sich Bohrungen 11, um Manometer, Entlüftung usw. anzuschließen. Es
ist auch möglich, statt der außen angebrachten schraubenförmigen Kanäle 2 Kühl- und Heizmäntel
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vorzusehen oder eine elektrische Beheizung von außen anzubringen.
Ein Reaktionsrohr von 250 mm lichter Weite und 8000 mm Länge wird so eingerichtet, daß von
unten und oben je ein Kühlbündel haarnadeiförmig hineinreicht und unten und in der Mitte je eine
Einspritzstelle für die zu hydrierende Substanz vorhanden ist. Spritzt man stündlich an je einer
Stelle 250 kg Phenol, also insgesamt 500 kg bei 2400 und 100 at Wasserstoffdruck mit einem geeigneten
Katalysator ein, so ist die Temperatur auf der gesamten Ofenlänge nur um wenige Grade
verschieden. Das anfallende Cyclohexanol enthält praktisch kein Phenol me'hr. Spritzt man in ein
gleiches Rohr mit durchgehender Kühlung dieselbe Menge, nämlich 500 kg je Stunde ein, so ist der
Temperaturunterschied zwischen oben und unten etwa 6o°. Das anfallende Cyclohexanol hat bei
dieser Leistung stets einen Gehalt von 0,1 bis 0,5% Phenol.
Claims (2)
1. Hochdruckapparatur für Hydrierungen in der, Sumpfphase, dadurch gekennzeichnet, daß
das Kühl- bzw. Heizsystem derart in zwei voneinander unabhängigen Teilen in dem Reaktionsofen
angeordnet ist, daß ein Teil haarnadeiförmig
von unten und der andere Teil haarnadeiförmig von oben in den Ofen hineinführt.
2. Hochdruckapparatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Einspritzen der
Reaktionsflüssigkeit Einspritzrohre an verschiedenen Stellen des Reaktionsofens angeordnet
sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 585 462, 2 245 945, 596 299.
USA.-Patentschriften Nr. 2 585 462, 2 245 945, 596 299.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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