DE970010C - Verfahren zur Gewinnung von Feinstkornstaerke aus Weizen - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Feinstkornstaerke aus WeizenInfo
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Description
- Verfahren zur Gewinnung von Feinstkornstärke aus Weizen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Feinstkornstärke aus Weizen, in der Größenordnung unterhalb der Siebgrenze, insbesondere zur Verwendung für fotografisclhe Papiere. durch wiederholtes Schleudern der entsprechend verdünnten, die Staube enthaltenden Rohstärkemilch in Raffinierzentrifugen, bis zum Absetzen der größeren Anteile an der Wandung als Block.
- Bei den bekannten Verfahren dieser Art war der Schleu,derprozeß zu Ende, wenn sicll genügend -Grobkornstärke an den Wandungen der Zentrifuge abgesetzt hatte. Die verbleibende Stärkemilch wurde der Zentrifuge entnommen und über Walzentrockner weiter biehandelt. Das sich ergebende Endprodukt war nicht rein von Beimengungen und kam als Sekundastärke, also als ein Produkt minderen Wertes gegenüber der Primastärke auf den Markt.
- Abweichend von diesen bekannten Verfahren wird erfindungsgemäß in an sich bekannter Weise die Suspension in einer Raffinierzentrifuge so lange geschleudert, bis die groben Anteile zum Block aufgebaut sind, worauf die verbleibende, die feinsten Teilchen enthaltende Suspension entnommen, in bekannter Weise von Schleimstoffen und Unreinlidikeiten befreit mid hierauf in einer Entwässerungszentrifuge bis zu einem Wassergehalt von etwa 40 0/o geschleudert wird, wobei sich die Feinstteilcben über den noch verbliebenen Grobteilchen an den Wandungen der Zentrifuge absetzen und abgetrennt werden. Es wird also bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Schleuderarbeit unterbrochen, wenn sich die Grobkornstärke an den Wandungen der Zentrifuge aufgebaut hat und die Feinstkornstärke noch schwimmend in der Stärkemilch vorhanden ist. Die Stärkemilch wird dann erneut geschleudert, nachdem sie vorher in an sich bekannter Weise von Srhlleimstoffen befreit wurde.
- Diese nach dem Abschleudern des Grobkornes verbleibende Stärkemilch fand bisher lediglich als Sekundastärke Verwendung. Wenn aber in der erftndungsgemäßen Weise verfahren wird, dann kann sie aus der Stärkemilch als ein Produkt gewonnen werten, das der Primastärke noch überlegen ist.
- Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung kann man die an den Wandungen der Entwässerungszentrifuge anfallenden Feinstteilchen entnehmen, in reinem Wasser suspendieren und erneut in einer Zentrifuge entwässern. Auf diese Weise kann man die Reinheit und Feinheit des sich an den Wandingen der Zentrifuge absetzenden Feinstkornes nodh weiter verbes,sern, so daß die so gewonnene Feinstkornstärke, insbesondere auch für die Herstellung fotografischer Papiere, besonders geeignet ist.
- An Hand der Zeichnung ist das erfindungsgemäße Verfahren an einem Schema erläutert.
- Eine in üblicher Weise aus Weizenmehl hergestellte RohSstärkemilch wird bei einem spezifischen Gewicht von etwa 1,09 in der Raffinierzentrifuge I nur etwa 2 bis 2,5 Minuten bei I000 Uml./min geschleudert, wobei sich die gröberen Anteile an- der Wandung zu einem Block 2 a aufbauen. Die restlichte Stärkemilch wird durch eine Leitung I a unter Neueinstellung des Verdünnungsgrades in die nächste Raffinierzentrifuge 3 bzw. über einen Zwischenbehälter erneut in die Zentrifuge I eingetragen, während die Stärkeblöcke 2 a der Normalstärkeverarbeitung zugeleitet werden.
- Auch in der Zentrifuge 3 wird das Verfahren in gleicher Weise nach etwa 2 bis 2,5 Minuten abgebrochen und die restliche Stärkemilch wiederum durch die Leitung 3 a in die Entwässerungszentrifuge 5 übergeführt, während die Stärkeblöcke 4a wie vorher der Normalstärkeverarbeitung zugeführt werden.
- In der Entwässerungszentrifuge 5 wird die restliche Stärkemilch nun etwa 5 Minuten lang geschlendert. Von den Stärkeblöcken 5 a wird die innerste Schicht 5 b in einer durch mikroskopische Untersuchung festgestellten Diclse abgetrennt und in der Trockenkammer 6 zu Strahlenstärke behandelt, während die übrigen Blockteile der Grobstärke zugeteilt werden. Es hat sich ergeben, daß bei dieser Verfahrensffihrung die noch immer in geringem Maße mit ausgeschiedenen Fremdkörper (Mahl rückstände) sich überraschenderweise an der Wandung dler Zentrifuge zuerst ablagern. Diese Schicht 5 c gelangt daher auf diese Weise zu der Normalstärke. Die übrighleibende Stärkeschicht 5 b an der Innenseite des Stärkeblocks 5 a ist daher ohne besondere Handhabung völlig frei von solchen Fremdkörpern. Dadurch wird ihre Güte noch erhöht, weil solche Teilchen die Verarbeitung von Stärke zu Fotopapieren benachteiligen würden, sofern sie bei dem obigen Verfahren durch Handarbeit nicht sorgfältig genug entfernt worden sind.
- Die praktische Nutzanwendung dieses Verfahrens hat dazu geführt, daß bei verhältnismäßig geringem Mascbinen-, Kraft- und Arbeitsaufwand täglich aus etwa 3 t Rohstärke etwa 650 kg Feinstkornstärke für die Herstellung fotografischer Patiere gewonnen werden können. Diese Leistungssteigerung ist mit darauf zurückzuführen, daß nach Überführen der restlichen Stärkemilch aus den Trommeln der Zentrifuge I und 3 jeweils unter Belassung der Stärkeblöcke in ihnen eine weitere Menge Rohstärkemilch nachgelassen werden kann, um den Stärkeblock vor seinem Austragen auf diese Weise allmählich in mehreren aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen bis zur möglichen Dicke weiter aufzubauen. Verlustzeiten werden hierbei weitgehend ausgeschaltet.
- Man erkennt, daß man es durch entsprechende Bemessung der Schleuderdauer in den Zentrifegen I und 3 wie durch die Bemessung der Dicke der von den in der Zentrifuge 5 gewonnenen Stärkeblöcken abgetrennten inneren Schicht 5 b in der Hand hat, die Durchschnittsgröße der auszusondernden Feinstanteile zu beeinflussen.
- Das Trennverfahren ist auch zur Verarbeitung anderer Suspensionen als Stärke geeignet, z. B.
- Graphit, Farbstoffen, Metallstauben usw., wobei jeweils der Verdünnungsgrad so gewählt werden muß, daß die Teilchen eine möglichst freie Bewegung innerhalb der Flüssigkeit durchftihren können.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Gewinnung von Feinstkorn stärke aus Weizen in der Größenordnung unterhalb der Siebgrenze, insbesondere zur Verwendung für fotografische Papiere, durch wiederholtes Schleudern der entsprechend verdünnten, die Staube enthaltenden Rohstärkemilch in Raffinierzentrifugen blis zum Absetzen der größeren Anteile an der Wandung als Block, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst in an sich bekannter Weise die Suspension in einer Raffinierzentrifuge so lange geschleudert wird, bis die groben Anteile zum Block aufgebaut sind, worauf die verbleibende, die feinsten Teilchen enthaltende Suspension entnommen, in bekannter Weise von Schleimstoffen und Unreinlichkeiten befreit und -hierauf in einer Entwässerungszentrifuge bis zu einem Wassergehalt von etwa 40 0/o geschleudert wird, wobei sich die Feinstteilchen über den noch ve4liebenen Grobtelilchen an den Wandungen der Zentrifuge absetzen und abgetrennt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Wandungen der Entwässerungszentrifuge anfallenden Feinste teilcehell entnommen, in reinem Wasser suspen diert und erneut in ehier Zentrifuge entwässert werden.In Betracht gezogene Druckschriften: Zeitschrift für Spiritusindustrie, Nr.17,24.4.1930, Sonderdruck »Die ter M,eer-Schleuder«; deutsche Patentanmeldung H I44290 IVa/8gk.
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1953
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Non-Patent Citations (1)
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