DE855128C - Verfahren zur Temperaturueberwachung elektrischer Kabel - Google Patents

Verfahren zur Temperaturueberwachung elektrischer Kabel

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DE855128C
DE855128C DEP2203A DEP0002203A DE855128C DE 855128 C DE855128 C DE 855128C DE P2203 A DEP2203 A DE P2203A DE P0002203 A DEP0002203 A DE P0002203A DE 855128 C DE855128 C DE 855128C
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DE
Germany
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jacket
cable
temperature
measuring
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Expired
Application number
DEP2203A
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English (en)
Inventor
Christian Dipl-Ing Held
Wilhelm Hillebrandt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B7/00Insulated conductors or cables characterised by their form
    • H01B7/32Insulated conductors or cables characterised by their form with arrangements for indicating defects, e.g. breaks or leaks
    • H01B7/324Insulated conductors or cables characterised by their form with arrangements for indicating defects, e.g. breaks or leaks comprising temperature sensing means

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Description

  • Verfahren zurTemperaturüberwachung elektrischer Kabel Um elektrische Kraftübertragungskabel, insbesondere Hochspannungskabel, voll ausnutzen zu können, ist es erforderlich, ihre Temperatur sorgfältig zu überwachen. Zu diesem Zweck ist es bekamit, in den Leitern der Kabel Temperaturfühler einzubauen, mit deren Hilfe die Temperatur der Leiteroberfläche unmittelbar gemessen werden kann. Dies erfordert aber, abgesehen von der Kompliziertheit der Meßanordnung, die Sonderanfertigung einer Kabellänge, wodurch die Herstellungskosten der Anlage wesentlich erhöht werden. Außerdem muß die mit den Temperaturfühlern versehene Kabellänge, um die Kosten zu verringern, möglichst am Anfang bzw. Ende der Kabelstrecke ausgelegt werden, wo nicht in allen Fällen die ungünstigsten Betriebsbedingungen in bezug auf Erwärmung bzw. Wärmeableitung und damit die höchste Betriebstemperatur zu erwarten sind. Im übrigen wird bei dem beschriebenen Verfahren nur ein Mittelwert über eine verhältnismäßig große Kabellänge bestimmt, wodurch örtlich begrenzte Stellen mit besonders ungünstigen Erwärmungsbedingungen nicht erfaßt werden. Es ist deshalb üblich geworden, für die Temperaturüberwachung thermische Kabelnachbildungen zu verwenden, die aus kurzen, dem zu überwachenden Kabel entsprechenden Kabelstücken bestehen, die in ihrem Innern Temperaturfühler besitzen und über Stromwandler mit einem Strom gespeist werden, der in der Nachbildung dieselbe Erwärmung wie im Kabel selbst erzeugt. Aber auch die Herstellung solcher Kabelnachbildungen ist verhältnismäßig kostspielig. Es ist auch bereits ein Verfahren bekanntgeworden, das die vorstehend erwähnten Nachteile vertneidet und es gestattet, die Temperatur im Innern elektrischer Kraftübertragungskabel in einfacher Weise zu überwachen, ohne große Kosten zu verursachen und das außerdem den Vorteil hat, bei be-1 iebigen und auch bereits verlegten Kabeln angewandt werden zu können. Dieses Verfahren beruht darauf, das durch Messung der Temperatur des Kabelmantels die Temperatur im Innern des Kabels überwacht wird. Da das durch den Kabelaufbau bedingte Temperaturgefälle innerhalb der Kabel jederzeit der Berechnung bzw. experimentellen Bestimmung zugänglich ist, kann man auf diese Weise mit einer für den praktischen Betrieb ausreichenden Genauigkeit von der Oberflächentemperatur des Kabels auf die Temperatur im Innern schließen. Bei dem bekannten Verfahren erfolgt die Messung der Temperatur des Mantels mit Hilfe eines um das Kabel gewickelten isolierten Meßdrahtes, dessen Widerstandsänderung infolge Temperaturänderung mit Hilfe einer geeichten Meßbrücke bestimmt wird. Eine solche Einrichtung ist jedoch für eine dauernde Überwachung nicht recht geeignet, da die Anordnung einfies zusätzlichen Meßdrahtes Ursache zu Meßfehlern geben kann.
  • Gemäß der Erfindung erfolgt demgegenüber die Bestimmung der Temperatur des Mantels direkt aus seinem elektrischen Widerstand bzw. der Widerstandsänderung. An Stelle oder neben dem Mantel kann unter Umständen auch die Bewehrung des Kabels für die Temperaturmessung verwendet werden.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann beispielsweise an eine kurze Strecke des Kabelmantels, die zweckmäßigerweise von der übrigen Kabellänge durch Isoliermuffen elektrisch getrennt wird, eine Spannung angelegt und in den Stromkreis ein Stromzeiger eingeschaltet werden, wie das schematisch @in Fig. i der Zeichnung dargestellt ist. In die Kabelstrecke i sind in gewissem Abstand zwei Isoliermuffen 2 eingeschaltet, in denen der metallene Mantel durch einen Spalt unterbrochen ist. Die Kabelseele kann dagegen ungeschnitten durch diese Muffen hindurchgeführt werden. An das so von der übrigen Kabellänge elektrisch abgetrennte Mantelstück 3 des Kabels ist eine elektrische Spannung, die einer geeigneten Stromquelle 4 entnommen wird, angelegt und in den Stromkreis ein Stromzeiger 5 eingeschaltet. Die beiden nicht zur Messung herangezogenen Mantelstücke werden entweder für sich geerdet oder durch eine besondere Leitung 6 wieder miteinander verbunden, damit Kapazitäts- und Erdschlußströme ungehindert abfließen können. Eine durch Temperaturänderung des Kabelmantels bedingte Änderung des Widerstandes des Mantelstückes 3 macht sich durch eine entsprechende Ausschlagänderung des Instrumentes bemerkbar, das zweckmäßigerweise in Temperaturgraden geeicht wird. Bei der Berechnung der Meßanordnung werden auf bekannte Weise das Temperaturgefälle zwischen Mantel und Leiter und der Widerstand des Mantelstückes 3 in kaltem Zustand berücksichtigt. Die Länge der zur Messung heranzuziehenden Mantelstrecke ist lediglich von der Ge nauigkeit des verwendeten Meßinstrumentes ab hängig.
  • Gegebenenfalls kann die Messtrecke so verkürz werden, das sie innerhalb eines Muffengehäuse: untergebracht werden kann. Eine derartige Aus führung ist beispielsweise in der Fig. 2 dargestellt Von dem Bleimantel des Kabels i ist ein kurze Stück 3 durch Einschnitte von der übrigen Mantel länge abgetrennt und durch eine Leitung 6 überbrückt, die zur Fortleitung von Kapazitäts- und Erdschlußströmen dient. An die Enden des Mantelstückes 3 sind die Meßleitungen 7 angeschlossen. Das Ganze ist in einem einzigen Muffengehäuse 2 untergebracht. Es ist jedoch nicht immer nötig, den Mantel der Messtrecke an beiden Seiten von der übrigen Mantellänge zu trennen. Es genügt im Gegenteil meist, die elektrische Trennung an nur einer Seite vorzunehmen, unter der Voraussetzung, das die Messtrecke durch die Umgehungsleitung 6 für Kapazitäts- und Erdschlußströme überbrückt wird. Dadurch kann auch bei längeren Messtrecken eine Muffe eingespart werden.
  • In Fig. 3 der Zeichnung ist eine solche Anordnung beispielsweise dargestellt. Hier ist der Mantel des Kabels i nur einseitig unterbrochen. Dabei ist die Anordnung so getroffen, das der Anfang der Messtrecke 3 mit dem Anfang einer Kabellänge zusammenfällt, wo an sich schon eine Verbindungsmuffe 8 angeordnet ist. An dem anderen Ende der durch die Umgehungsleitung 6 überbrückten Messtrecke ist der Mantel nicht unterbrochen. Hier sind lediglich die Anschlüsse 9 für die Umgehungsleitung 6 und io für die Meßleitung 7 angebracht, die durch einen einfachen Korrosionsschutz, z. B. in Form einer Bandwicklung i i, abgedeckt werden.
  • Zur Messung des Widerstandes des Kabelmantels ist bei dem in Fig. 3 gezeigten Beispiel eine Meßbrücke 12 verwendet. Besonders geeignet ist für die Zwecke der Erfindung dabei eine Wheatstonesche Prozentmeßbrücke, da eine solche die Widerstandsänderung mit beliebig hoher Genauigkeit festzustellen gestattet.
  • Gemäß der Erfindung ist es möglich, die Temperatur im Innern des Kabels auf einfache Weise mit genügender Genauigkeit zu überwachen, so das das Kabel wirtschaftlich voll ausgenutzt werden kann.
  • Die Erfindung ist nicht an die gezeigten und beschriebenen Ausführungsbeispiele gebunden. Zur Überwachung der Widerstands- bzw. Temperaturänderungen des Kabelmantels 'können auch andere Einrichtungen als gezeigt Verwendung finden. An Stelle des Mantels kann auch die Bewehrung für die Zwecke der Messung verwendet werden. Unter Umständen ist es möglich, Bewehrung und Mantel eines kurzen Kabelstücks gleichzeitig zur Messung heranzuziehen, indem diese beiden zu einer Schleife hintereinandergeschaltet werden. In diesem Fall ist es nicht nötig, den Mantel zu unterbrechen, sondern es genügt, die entsprechende Länge der Bewehrung von der übrigen Kabellänge elektrisch abzutrennen.
  • Falls erwünscht, können in einer Kabellänge auch mehrere gemäß der Erfindung ausgebildete Meßstrecken vorgesehen werden. Diese Meßstrecken können je mit eigenen Meßinstrumenten versehen oder aber auch auf ein gemeinsames Meßinstrument geschaltet werden, das in diesem Falle zweckmäßigerweise registrierend arbeitet.
  • Die Messung kann mit Gleich- oder Wechselstrom vorgenommen werden. In letzterem Fall empfiehlt es sich, eine höhere Frequenz in einer Größenordnung von etwa ioo bis iooo Hz zu wählen, um den Einfluß von Erdströmen aus der Messung auszuschalten. Dadurch wird auch eine elektrische Abtrennung der Meßstrecke des Kabelmantels von der übrigen Kabellänge überflüssig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zurÜberwachung derTemperatur im Innern elektrischer Kabel durch Messung der Temperatur des Kabelmantels und/oder der Bewehrung, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Mantels bzw. der Bewehrung aus ihrem elektrischen Widerstand bestimmt wird. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an ein Stück des Kabelmantels eine Spannung angelegt und in den Stromkreis ein Stromzeiger eingeschaltet wird. 3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel der Meßstrecke von der übrigen Kabellänge elektrisch getrennt und vorzugsweise durch eine Leitung für Kapazitäts-und Erdschlußströme überbrückt wird. ,I. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte Meßstrecke in einer einzigen :Muffe untergebracht ist. 5. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelmeßstrecke nur einseitig, vorzugsweise in einer normalen Verbindungsmuffe getrennt ist und der zweite Meßanschluß an einer nicht unterbrochenen Stelle des Mantels erfolgt. .lrigezogene Druckschriften: Felten 8C Guilleauine Carlswerk-Rundschau, 1940, S.30.
DEP2203A 1949-03-15 1949-03-15 Verfahren zur Temperaturueberwachung elektrischer Kabel Expired DE855128C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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