DE850753C - Kammerturbine - Google Patents

Kammerturbine

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Publication number
DE850753C
DE850753C DEK6530A DEK0006530A DE850753C DE 850753 C DE850753 C DE 850753C DE K6530 A DEK6530 A DE K6530A DE K0006530 A DEK0006530 A DE K0006530A DE 850753 C DE850753 C DE 850753C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chamber
steam
labyrinth
teeth
channels
Prior art date
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Expired
Application number
DEK6530A
Other languages
English (en)
Inventor
Gustav Dipl-Ing Koehler
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE850753C publication Critical patent/DE850753C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D11/00Preventing or minimising internal leakage of working-fluid, e.g. between stages
    • F01D11/001Preventing or minimising internal leakage of working-fluid, e.g. between stages for sealing space between stator blade and rotor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Turbine Rotor Nozzle Sealing (AREA)
  • Sealing Using Fluids, Sealing Without Contact, And Removal Of Oil (AREA)

Description

  • Kammerturbine Bei einer Kammerturbine sind feststehende und umlaufende Scheiben abwechselnd hintereinander angeordnet. So ergibt sich, daß jede Laufscheibe in einer Kammer umläuft. Dabei nimmt der Druck des Treibmittels in Strömungsrichtung von Kammer zu Kammer ab, so daß an den Innenbohrungen der Kammerwände und an der die Laufscheiben tragenden Welle oder an den Bunden dieser Laufscheiben Abdichtungen vorgesehen werden müssen. Dies geschieht meist in Form von Labyrinthdichtungen. Bei so gestalteten Turbinen sind die Strömungsvorgänge durch die Beschaufelung und durch die Labyrinthe folgende: Der aus einer Laufschaufelreihe austretende Dampf teilt sich in zwei Ströme. Der eine geht durch die darauffolgende Laufschaufelreihe, der andere durch die Zu dieser Schaufelreibe gehörende Labyrinthdichtung. Hinter jeder Laufscliaufelreihe vereinigen sich diese beiden Dampfströme wieder, um gemeinsam der nachfolgenden Laufschaufelreihe zugeführt zu werden. Bei einem solchen Vorgang entstehen Verluste für den Energieumsatz des Treibmittels nicht nur dadurch, daß die Labyrinthdampfmenge sich diesem Energieumsatz entzieht, sondern noch dadurch, daß bei jeder Wiedervereinigung der Labyrinthdampfmenge mit dem Schaufeldampf hinter einer Leitschaufelreihe, also mit Dampf größter StrÖmungsenergie, ein Stoßverlust entsteht, der etwa ebenso groß ist wie der zuerst genannte Mengenverlust. Diese Verluste können insbesondere bei kleinen Durclisatzvolumen auf Grund kleiner Leistung oder hoher Dampfdrücke und auch auf Grund anderer Verhältnisse, wie z. B. notwendig werdender großer Wellendurchmesser, sehr erheblich sein. Mit der vorliegenden Erfindung ist beabsichtigt, den Stoßverlust zu vermeiden und die Labyrinthdampfmengen möglichst herabzusetzen. Es wird zu diesem Zweck zunächst erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß eine Kammerabdichtung aus zwei Dichtungsstellen besteht, wobei der Raum zwischen diesen beiden Stellen durch Kanäle im Läufer mit dem Raum vor der in Strömungsrichtung folgenden Kammerabdichtung verbunden ist. Der erste Teil einer Kammerabdichtung hat die eigentliche Aufgäbe der Kammerabdichtung. Durch diesen Teil strömt also die gesamte Labyrinthdampfmenge. Der zweite Teil einer Kammerabdichtung hat im wesentlichen nur die Aufgäbe der Abdämmung dieser Labyrinthdampfmenge. Da bei einer Anzahl hintereinander angeordneter Kammern die Lässigkeit der vorderen Kammerabdichtungen größer ist als die der hinteren, so bilden sich nunmehr folgende Strömungsvorgänge aus. Der durch den ersten Teil einer Kammerabdichtung strömende Dampf gelangt durch die Kanäle im Läufer praktisch in vollem Umfang in den Raum vor der darauffolgenden Kammerabdichtung. Ein Teil dieses Dampfes deckt also dann die Lässigkeitsverluste der nächsten Kammerabdichtung, während der restliche Teil des Dampfes, entsprechend der Differenz der Dampfmengen zweierbenachbarter Kammerabdichtungen, der Beschaufelung zugeführt wind, nunmehr aber am Austritt aus einer Laufschaufelreihe, also an. den Stellen der Beschaufelung, an :denen der Dampf die geringste kinetische Energie besitzt. Es strömt dabei niemals Dampf von der Beschaufelung weg in die Labyrinthe. Vielmehr deckt der Lässigkeitsdampf der ersten Kammerabdichtung die Lässigkeit sämtlicher fölgenden Kammerabdichtungen und wird gleichzeitig entsprechend der Abnahme der Lässigkeit von Kammer zu Kammer der Beschaufelung ohne Mischverlust zugeführt. Bei gegebener Lässigkeit der Kammerabdichtungen werden auf die beschriebene Art die durch sie entstehenden Gesamtverluste also zunächst einmal auf die Mengenverluste beschränkt, :d. h. auf etwa die Hälfte der üblichen Kammerabdichtungen verringert.
  • Um die Höhe der Lässigkeit selbst auf einen möglichst geringen Betrag herabzusetzen, wird weiter vorgeschlagen, daß mindestens die erste Dichtungsstelle einer Kammerabdichtung aus zwei radial verlaufenden Kämmen mit gegeneinander versetzten Zähnen besteht, wobei die Zähne beider Kämme geradlinig, im wesentlichen axial und möglichst spitz auslaufen und im Betrieb der engste Spalt von den spitzennahen Teilen der Flanken je zwei benachbarter Zähne gebildet wird. Im besonderen sollen :dabei der Abstand der Zahnflanken zweier benachbarter Zähne überall gleich groß, der Abstand der Zahnspitzen vom gegenüberliegenden Zahngrund größer als dieser Flankenabstand sein und die Zahnflanken von der Spitze bis zum Zahngrund geradlinig verlaufen: Mit dieser Form der Labyrinthe wird bei gleicher Spaltweite nicht nur die Lässigkeit, sondern auch der Raumbedarf eines Labyrinthelementes ganz außerordentlich verkleinert. Für die Wirkung der neuen Labvrinthform wird noch der Strömungswiderstand gekrümmter Kanäle herangezogen. Dieser Widerstand steigt mit der Größe des Umlenkwinkels und mit der Schärfe der Umlenkung und erhält seinen Höchstwert, wenn der innere Krümmungsradius der Kanalbegrenzung sich dem Wert Null und der Umlenkwinkel sich 18o° nähert. Bei der neuen Labvrinthform bilden immer drei benachbarte Kammzähne einen derartig gekrümmten Kanal. Durch möglichst dünne und spitze Ausführung der Kammzähne ergeben sich laufend Umlenkungen der Labyrinthströmung um I fast i8o° bei einem Innenradius, entsprechend dem der Kammspitze, der dem Wert Null sehr nahe kommt. Ein Labyrinthelement hat nunmehr die Wirkung von drei bis vier Elementen bekannter Labyrinthforrnen, wobei gleichzeitig auf gleichen Labyrinthlängen jetzt vier- bis sechsmal soviel und auch mehr Labyrinthelemente untergebracht werden können wie früher, d. h. z. B., daß auf einer La'byrinthlänge von 20 mm eine Wirkung erzielt werden kann, für die man normalerweise je nach Labyrinthform eine Länge von 2,40 bis 480 mm @benötigt. Man kann also durch die Anwendung der neuen Labyrinthform die Lässigkeit der Kammerabdichtungen ohne weiteres z. B. auf den fünften, die Gesamtverluste durch die Lässigkeit, also einschließlich der Mischverluste, ,bis auf den zehnten Teil bekannter Kammerabdichtungen herabsetzen.
  • Die zweite Dichtungsstelle einer Kammerabdichtung kann in beliebiger Form ausgeführt werden, da sie, wie bereits oben erwähnt, im wesentlichen nur die Aufgabe einer Dämmung hat.
  • Die Kanäle im Läufer zur Abführung des Labyrinthdampfes aus dem Raum zwischen den :beiden Dichtungsstellen einer Kammerabdichtung in den Raum vor der nachfolgenden Kammerabdichtung können in verschiedener Form ausgeführt werden. Dies hängt auch davon a@b, ob die Laufscheiben aus dem Vollen herausgedreht oder auf der Welle als besondere Teile aufgesetzt sind. Im ersten Fall wird man, je nach den herrschenden Spannurigen im Betrieb, die Scheiben an der Übergangsstelle in die Welle mehr oder minder verstärken und die Kanäle z. B. als axiale Bohrungen in diesem verstärkten Teil der Scheiben vorsehen. Im zweiten Fall wird es möglich, die Kanäle durch Nuten in den Sitz- und anderen Flächen der Scheiben herzustellen.
  • Die Abb. i und 2 zeigen Ausführungsbeispiel,-für den Erfindungsgegenstand, und zwar Ab'b. i eine Kammerturbine mit der neuen Kammerabdichtung im Längsschnitt und Abb. 2 die hierfür in Abb. i verwendete Labyrinthform in vergrößertem Maßstab.
  • In Abb. i gelten für die Einzelteile folgende Bezeichnungen: i für die Leitscheiben, 2 für die Laufscheiben, 3 für die Welle, 4 für die erste und für die zweite Stelle einer Kammerabdichtung, 6 für den Raum zwischen diesen beiden Dichtungsstellen 4 und 5, 7 für den Raum vor einer Kammerabdichtung, 8 für die Verbindungskanäle der Räume 6 und 7. Auch die Stopfbüchsen sind mit den :gleichen Labyrinthformen ausgeführt. Auf diese Weise wird außer sehr kurzen Stopfbüchslän.gen auch ein sehr einfacher Ausbau des Läufers erzielt. Vor dem Abheben des Gehäuseoberteils wird der Läufer um einen kleinen Betrag nach hinten verschöben. Sämtliche Labyrinthe sowohl in den Stopfbüchsen als auch die der Kammerabdichtungen kommen dabei außer Eingriff. Dann kann ohne weiteres das Gehäuseoberteil abgenommen und der Läufer herausgenommen werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kammerturbine, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kammerabdichtung aus zwei Dichtungsstellen besteht, wobei der Raum zwischen diesen beiden Dichtungsstellen durch Kanäle im Läufer mit dem Raum vor der in Strömungsrichtung folgenden Kammerabdichtung verbunden ist.
  2. 2. Kammerturbine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die erste Dichtungsstelle einer Kammerabdichtung aus zwei radial verlaufenden Kämmen mit gegeneinander versetzten Zähnen besteht, wobei die Zähne beider Kämme geradlinig, im wesentlichen axial und möglichst spitz auslaufen und im Betrieb der engste Spalt von den spitzennahen Teilen der Flanken je zwei benachbarter Zähne gebildet wird.
  3. 3. Kammerturbine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungskanäle zwischen den Räumen 6 und 7 durch axiale Bohrungen in den Scheiben hergestellt werden. . Kammerturbine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungskanäle zwischen den Räumen 6 und 7 durch Nuten in den Sitzflächen der Scheiben hergestellt werden.
DEK6530A 1950-09-23 1950-09-23 Kammerturbine Expired DE850753C (de)

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DEK6530A DE850753C (de) 1950-09-23 1950-09-23 Kammerturbine

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DE850753C true DE850753C (de) 1952-09-29

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DEK6530A Expired DE850753C (de) 1950-09-23 1950-09-23 Kammerturbine

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