DE819730C - Verfahren und Vorrichtung zur Lecksuche - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Lecksuche

Info

Publication number
DE819730C
DE819730C DEA2631A DEA0002631A DE819730C DE 819730 C DE819730 C DE 819730C DE A2631 A DEA2631 A DE A2631A DE A0002631 A DEA0002631 A DE A0002631A DE 819730 C DE819730 C DE 819730C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
container
oxygen
phosphorescence
luminescence
dye molecules
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA2631A
Other languages
English (en)
Inventor
Ludolf Dr Jenckel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Atlas Werke AG
Original Assignee
Atlas Werke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Atlas Werke AG filed Critical Atlas Werke AG
Priority to DEA2631A priority Critical patent/DE819730C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE819730C publication Critical patent/DE819730C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01MTESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01M3/00Investigating fluid-tightness of structures
    • G01M3/02Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum
    • G01M3/04Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum by detecting the presence of fluid at the leakage point
    • G01M3/20Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum by detecting the presence of fluid at the leakage point using special tracer materials, e.g. dye, fluorescent material, radioactive material
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01MTESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01M3/00Investigating fluid-tightness of structures
    • G01M3/02Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum
    • G01M3/04Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum by detecting the presence of fluid at the leakage point
    • G01M3/20Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum by detecting the presence of fluid at the leakage point using special tracer materials, e.g. dye, fluorescent material, radioactive material
    • G01M3/202Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum by detecting the presence of fluid at the leakage point using special tracer materials, e.g. dye, fluorescent material, radioactive material using mass spectrometer detection systems

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Examining Or Testing Airtightness (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Ledksudhe Für die Lecksuche in Behältern sind verschiedene Verfahren und Vorrichtungen bekannt. Wegen ihrer hohen Meßgenauigkeit haben sich insbesondere bei der Lecksuche in Vakuumapparaten die in jüngster Zeit entwickelten massenspektrometrischen Methoden durchgesetzt. Diese Verfahren erfordern jedoch verwickelte und kostspielige Meßapparaturen und sind bisher nur mit Helium als Testgas erfolgreich zu gebrauchen. Es sind zwar einfachere ältere Untersuchungsmethoden bekannt, die jedoch den Anforderungen der Hochvakuumtechnik nicht genügen. So ist beispielsweise schon vorgeschlagen worden, die Farhwirkung von leichtflüchtigen Verbindungen, wie z.U. Alkohol oder Tetrachlorkohlenstoff, bei der hochfrequenten Entladung für die Lecksuche auszunutzen, indem man den zu untersuchenden Behälter mit einer Hochfrequenzentladungsröhre verbindet und den Farbumschlag l>eol)achtet, der eintritt, wenn beim Abtasten des l, ehälters mit einem Testgasstrahl ein Leck getroffen wird. Dieses Verfahren ist zwar wesentlich einfacher als das massenspektrometrische, ist aber wegen seiner geringen Empfindlichkeit für die Hochvakuumtechnik ungeeignet.
  • Erfindungsgemäß läßt sich eine Lecksuche hoher Empfindlichkeit mit verhältnismäßig einfachen Mitteln dadurch erreichen, daß die Beeinflussung angeregter Farbstoffmoleküle durch Luft bzw. reinen Sauerstoff zum Nachweis der Leckstellen ausgenutzt wird. Die in den Farbstoffmolekülen aufgespeicherte Lichtenergie wird zur Aktivierung des Sauerstoffs verbraucht, so daß eine Schwächung der Fluoreszenzhelligkeit und eine Kürzung der Phosphoreszenzdauer zu beobachten ist. Dabei werden schon mit äußerst kleinen Spuren an Sauerstoff, die weder chemisch noch durch Druckmessungen feststelllbar sind, große Lumineszenz-Unterschiede hervorgerufen. Das Wesen der Erfindung besteht demnach darin, daß angeregte Farbstoffmoleküle der Einwirkung der im Untersuchungsgefäß vorhandenen Stoffkonzentration ausgesetzt werden und daß die Lumineszenzhelligkeit des Farbstoffes bei Verwendung von Sauerstoff als-Testgas beobachtet wird. Die Fluoreszenz kann unter künstlicher Beleuchtung beobachtet, die Phosphoreszenz durch kurze, periodische Belichtung hervorgebracht werden. Als Farbstoff eignet sich z. B. das Adsorbar von Trypaflavin an Kieselsäure.
  • Da der Sauerstoffeffekt reversibel ist, kann man so vorgehen, daß man in einer Luft- oder Sauerstoffatmosphäre arbeitet und die Zunahme der Fluoreszenz bzw. Phosphoreszenz beobachtet, die beim Abtasten des Behälters mit einem das Leck vorübergehend schließenden Stoff, z. B. einer Flüssigkeit, auftritt; man kann aber auch umgekehrt in einem neutralen Medium, z. B. in einer Flüssigkeit oder in einer Stickstoffatmosphäre oder auch in Luft arbeiten und die Abnahme der Fluoreszenz bzw. Phosphoreszenz beobachten, die beim Auftreffen eines reinen Sauerstoffstrahles auf eine Leckstelle des Behälters auftritt. Die Entfernung des Sauerstoffes durch erneutes Evakuieren stellt das ursprüngliche Lumineszenzvermögen in vollem Umfange wieder her.
  • Da die Sauerstoffempfindlichkeit der Phosphoreszenz um ein Vielfaches größer ist als die Empfindlichkeit der Fluoreszenz, wird das Verfahren vorteilhaft mit Phosphoreszenzmessung durchgeführt. In Verbindung mit empfindlichen Phosphoreszenzmeßgeräten lassen sich geringste Spuren von Sauerstoff nachweisen.
  • An Stelle von Adsorbaten können auch Lösungen fluoreszierender Farbstoffe, z. B. acetonische Lösungen von Benzoflavin, Verwendung finden.
  • Bei der Prüfung, insbesondere von Druckgefäßen, kann man auch so verfahren, daß innerhalb des Behälters ein höherer Druck aufrechterhalten wird als außerhalb und daß die Wandung des Behälters mit der Saugöffnung eines Testgefäßes, das Farbstoffmoleküle enthält und ständig mit der Pumpe in Verbindung steht, nach Leckstellen abgesucht wird. Man erkennt die Leckstellen bei austretendem Sauerstoff an einer Abnahme, bei austretendem neutralen Gas und Arbeiten in einer Sauerstoffatmosphäre an einer Zunahme der Lumineszenz-, insbesondere der Phosphoreszenzhelligkeit.
  • Es ist auch bekannt, daß die abklingende Phosphoreszenz von Farbstoffadsorbaten bei tiefer Temperatur von z. B. 800 C schon durch verschwindend geringe Sauerstoffmengen augenblicklich ausgeleuchtet wird und daß diese rasche Farb-und Intensitätsänderung der Phosphoreszenz als Indikator für den Nachweis geringster Sauerstoffspuren dienen kann.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Lecksuche in Behältern, insbesondere in Vakuumapparaten, bei Verbindung des Behälters mit einer ständig arbeitenden Vakuumpumpe, dadurch gekennzeichnet, daß angeregte Farbstoffmoleküle der Einwirkung der im Behälter vorhandenen Gase ausgesetzt werden und daß die Lumineszenzhelligkein, rund zwar vorzugsweise die Phosphoreszenz des Farbstoffes bei Verwendung von Sauerstoff als Testgas beobachtet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß in einem sauerstoffhaltigen Medium, insbesondere in Luft, gearheitet und das Verschwinden der Lumineszenz-, insbesondere Phosphoreszenztilgung beim Verschließen der Leckstelle durch eine Flüssigkeit oder einen sonstigen auf den Behälter aufzubringenden Stoff beoliachtet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß in Lift oder einem sauerstofffreien Medium, z. 13. in einer Stickstoffatmosphäre, gearbeitet und die Lumineszenz-, insbesondere Phosphoreszenztilgung beobachtet wird, die beim Auftreffen eines Sauerstoffstrahls auf eine Leckstelle des Behälters auftritt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb des Behälters ein niederer Druck aufrechterhalten wird als im Behälter und daß mit der Saugöffnung eines Farbstoffmoleküle enthaltenden Testgefäßes, das ständig mit einer Pumpe in Verbindung steht, die Wandung des Behälters nach Leckstellen abgesucht wird, die bei austretendem Sauerstoff an einer Abnahme, bei austretendem neutralen Gas und Arbeiten in einer Sauerstoffatmosphäre an einer Zunahme der Lumineszenz-, insbesondere der Phosphoreszenzhelligkeit zu erkennen sind.
  5. 5. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch I bis 4, gekennzeichnet durch ein Testgefäß, das entweder unmittelbar oder über dem zu untersuchenden Behälter mit einer Vakuumpumpe verbunden ist und angeregte Farbstoffmoleküle enthält, deren Lumineszenzhelligkeit einer Auslösung durch Sauerstoff als Testgas unterliegt.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Testgefäß an den zu untersuchenden Behälter anschließhar ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Testgefäß mit einer Saugdüse zum Absuchen der Behälterwandung versehen ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 7, gekennzeichnet durch Verwendung einer besonderen Lichtquelle, z. B. einer Kohlebogenlampe, zur Anregung der Farbstoffmoleküle.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 8, gekennzeichnet durch ein im Rhythmus der Belichtungspausen einschaltbares ?Vleßgerät zur Bestimmung der Phosphoreszenzhelligkeit.
DEA2631A 1950-07-07 1950-07-07 Verfahren und Vorrichtung zur Lecksuche Expired DE819730C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA2631A DE819730C (de) 1950-07-07 1950-07-07 Verfahren und Vorrichtung zur Lecksuche

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA2631A DE819730C (de) 1950-07-07 1950-07-07 Verfahren und Vorrichtung zur Lecksuche

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE819730C true DE819730C (de) 1951-11-05

Family

ID=6919982

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA2631A Expired DE819730C (de) 1950-07-07 1950-07-07 Verfahren und Vorrichtung zur Lecksuche

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE819730C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2396280A1 (fr) * 1977-06-29 1979-01-26 Nagatanien Honpo Co Ltd Procede pour detecter les defauts d'etancheite dans un recipient ou emballage scelle de facon etanche
EP3553488A1 (de) * 2018-04-12 2019-10-16 Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH Verfahren und vorrichtung zur detektion von gaslecks

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2396280A1 (fr) * 1977-06-29 1979-01-26 Nagatanien Honpo Co Ltd Procede pour detecter les defauts d'etancheite dans un recipient ou emballage scelle de facon etanche
EP3553488A1 (de) * 2018-04-12 2019-10-16 Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH Verfahren und vorrichtung zur detektion von gaslecks

Similar Documents

Publication Publication Date Title
US4784959A (en) Method of detecting hydrocarbon fuel leaks
Brody Instrument to measure fluorescence lifetimes in the millimicrosecond region
DE19960174A1 (de) Verfahren zur Lecksuche und Lecklokalisierung sowie zur Durchführung dieser Verfahren geeignete Vorrichtungen
DE819730C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Lecksuche
CN102539435A (zh) 高灵敏度着色-荧光两用探伤渗透液
Abe et al. The development of PIV–PSP hybrid system using pressure sensitive particles
JP2003075348A (ja) 水質測定方法及び装置
Bowman et al. Ozone-induced chemiluminescence of organic compounds
US3981185A (en) Postemulsifiable dye penetrant system and method for using same
US3117227A (en) Method of flow detection using visible light sensitive phosphors
US3108187A (en) Flaw detection method using fluorescent penetrant and a fluorescent developer
DE953387C (de) Geraet zum Auffinden von Undichtigkeiten bei Vakuumanlagen, insbesondere bei Entladungsroehren
US3939092A (en) Water washable dye penetrant and method for utilizing same
SE8800325L (sv) Foerfarande och utrustning foer snabb bestaemning av antalet spermaceller och/eller antalet levande spermier
JP3897860B2 (ja) 密閉品のリークテスト方法
JPH03199938A (ja) 液漏れ検査方法
Murty et al. Fluorescence decay studies of chlorophyll a in vivo
US3506827A (en) Method of masking fluorescence in fluorescent dye tracer inspection process materials
US4615828A (en) Method and apparatus for detecting hydrocarbon fuel leaks
DE19602145C2 (de) Optisches Meßverfahren zur Bestimmung der Bio- oder Chemolumineszenz einer Probe, insbesondere im Rahmen des Leuchtbakterientests und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
JPS5761944A (en) Control method of magnetic powder concentration in wet type magnetic powder flaw detection test
US3564249A (en) Reverse penetrant method and means
US3066221A (en) Detector of free water in liquids of low water solubility
CN109632751B (zh) 基于三线态-三线态湮灭上转换荧光检测pH值的方法及pH检测器
US3341298A (en) Method for the detection of free water in hydrocarbon fuels