DE60005293T2 - Methode und Vorrichtung zur Verarbeitung elektronischer Dokumente - Google Patents

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DE60005293T2
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    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06VIMAGE OR VIDEO RECOGNITION OR UNDERSTANDING
    • G06V30/00Character recognition; Recognising digital ink; Document-oriented image-based pattern recognition
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Description

  • Verwandte Anmeldungen
  • Die vorliegende Anmeldung nimmt Bezug auf die europäische Patentanmeldung mit der Nummer 99 108 354.4, die am 28. April 1999 eingereicht wurde.
  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verarbeiten elektronischer Dokumente, insbesondere zum Extrahieren von bestimmten Elementen von elektronischen Textdokumenten.
  • Beschreibung verwandter Technologie
  • Die elektronische Datenverarbeitung (EDV) wird heutzutage immer wichtiger, um mit der riesigen Menge von Dokumenten fertig zu werden, die von Institutionen wie großen Firmen, Verwaltungsbüros oder Ähnlichem bearbeitet werden müssen. Es ist heute üblich, dass die Dokumente in elektronischer Form vorliegen, die beispielsweise das Ergebnis eines Scanning-Prozesses und danach eines optischen Zeichenerkennungsprozesses (OCR) sind, um geschriebene Dokumente in eine elektronische Form zu konvertieren.
  • Falls eine große Menge von solchen Dokumenten bearbeitet werden muss, beispielsweise, um spezifische Daten, die darin enthalten sind, in geordneter Weise wie beispielsweise in einer Datenbank zu speichern, dann ist es wünschenswert, dass bestimmte Teile von Informationen (Elemente des Dokuments), wie beispielsweise das Geburtsdatum, der Geburtsort, oder Ähnliches, von solchen elektronischen Dokumenten auf automatische Weise extrahiert werden können. Wenn beispielsweise eine Firma automatisch ein großes Volumen von Lebensläufen verarbeiten möchte, dann könnte es wünschenswert sein, diese Daten auf automatische Weise von den elektronischen Dokumenten zu extrahieren. Auch für andere Zwekke wie beispielsweise die Extraktion von Buchhaltungsinformationen für ERP-Systeme kann die Extraktion von Daten aus Textdokumenten wünschenswert sein. Es gibt viele Anwendungen, die vorstellbar sind, für welche es wünschenswert sein kann, dass eine bestimmte Textinformation oder ein Textelement oder bestimmte Zahlen oder Zahleninformationen aus einem Textdokument extrahiert werden können. Das Textdokument kann beispielsweise ein beliebiges Dokument sein, das bestimmte Daten von Interesse enthält, die extrahiert werden sollen, da sie zu einer bestimmten Informationskategorie, die extrahiert werden soll, gehören.
  • Herkömmliche Extraktionssysteme, die bestimmte spezifische Daten von elektronischen Textdokumenten extrahieren können, arbeiten so, dass sie eine bestimmte feste Position in einem Dokument aufsuchen, von der angenommen wird, dass die gewünschten Daten dort lokalisiert sind.
  • Solche Arten von Suchalgorithmen arbeiten nicht sehr gut, da sie stark von Dokumenten abhängig sind, die ein bestimmtes vordefiniertes Format aufweise, wobei jedoch die gewünschten Daten nicht immer am selben Platz angeordnet sind.
  • US-5,191,525 beschreibt ein System zum automatischen Verarbeiten von Papierdokumenten basierend auf einer automatischen Extraktion und zum Verarbeiten von Daten, die in diesen Dokumenten enthalten sind. Für diesen Zweck werden die Dokumente zuerst in ein elektronisches Format konvertiert. Das System kann verschiedene Typen von Dokumenten bearbeiten, und zuerst muss der Typ des Dokuments identifiziert werden. Für diesen Zweck sind verschiedene geographische Identifikationsgebiete vorgesehen, die ein spezifisches Identifikationswort oder -worte enthalten, basierend auf welchen die Identifikation des Dokumententyps durchgeführt wird. Nachdem der Typ identifiziert wurde, wird basierend auf Wissen über die Zusammensetzung dieses Typs von Dokument ein Herausschneiden von graphischen Datenbereichen, die von dem graphischen Bild extrahiert werden, durchgeführt. Diese Bereiche werden zum Erkennungssubsystem gesandt und gemäß dem schon wohl bekannten Wissen über den Typ des Dokuments enthalten sie einen bestimmten Typ von Daten, der dann für die weitere Verarbeitung dieses Dokuments verwendet werden kann. Das System hängt somit von a-priori-Wissen über die Zusammensetzung der individuellen Dokumente ab, insbesondere über den Ort, wo ein bestimmter Typ von Daten innerhalb eines bestimmten Dokumententyps erwartet werden kann.
  • Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die herkömmlichen Verfahren zur Extraktion bestimmter Teile von Daten von Textdokumenten zu verbessern.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Gemäß einem Aspekt schafft die vorliegende Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Layout-Dokuments, das ein Element des Textdokuments repräsentiert und als Eingabe für eine Klassifiziervorrichtung verwendet werden kann. Aufgrund des besonderen Typs des Layout-Dokuments, das gemäß diesem Aspekt der vorliegenden Erfindung erzeugt wird, ist die Klassifiziervorrichtung in der Lage, eine verbesserte Klassifikation eines Textelements, das durch das Layout-Dokument repräsentiert wird, durchzuführen. Dadurch wird eine verbesserte Extraktion von bestimmten Textelementen von Textdokumenten möglich.
  • Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Layout-Dokument basierend auf Elementen eines elektronischen Textdokuments erzeugt, wobei das Layout eine Repräsentation von Elementen des Dokuments zusammen mit Repräsentationen ihrer entsprechenden Position enthält. Durch Erzeugung eines solchen Layout-Dokuments, das als Eingabe für eine Klassifiziervorrichtung wie beispielsweise ein neuronales Netz verwendet werden kann, wird es möglich, die Elemente eines Dokuments zusammen mit ihren geometrischen Kontextelementen (ihrer Nachbarschaft/Umgebung) zu evaluieren und dabei nicht nur das Format oder den Inhalt eines Elements selbst auszunutzen, sondern auch weitere Informationen, um zu evaluieren, ob das Element zu einer bestimmten Kategorie gehört oder nicht. Durch Berücksichtigung nicht nur eines Elements oder seines Formats selbst, sondern statt dessen auch seines Umgebungsbereichs bzw. der Elemente, die in dem Umgebungsbereich enthalten sind, erhält eine Klassifiziervorrichtung weitere Hinweise dahingehend, ob ein Textelement zu einer bestimmten Kategorie gehört oder nicht. Diese weiteren Hinweise, die durch den Umgebungsbereich und die darin enthaltenen Textelemente gegeben werden, können von einer Klassifiziervorrichtung erkannt oder gelernt werden, beispielsweise einem neuronalen Netz, und dadurch kann ein trainiertes neuronales Netz eine verbesserte Klassifikation und somit eine verbesserte Extraktion von Elementen von Textdokumenten erzielen.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung werden Layouts für eine Vielzahl von Elementen, die zu einer bestimmte Kategorie gehören, erzeugt, und die so erzeugten Layouts werden dann verwendet, um die Klassifiziervorrichtung zu trainieren, um Elemente dieser Kategorie zu erkennen. Vorzugsweise ist die Klassifiziervorrichtung ein neuronales Netz, das durch die Layouts, die für eine Vielzahl von Elementen erzeugt wurden, trainiert wird, und durch Eingabe in die Vorrichtung während der Trainingsphase, ob die Elemente, für die die Layouts erzeugt wurden, zu einer bestimmten Kategorie gehören oder nicht. Ein so trainiertes neuronales Netz oder eine Klassifiziervorrichtung kann weiter zur Klassifizierung von unbekannten Textelementen verwendet werden sowie zur Durchführung einer Extraktion von Elementen aus unbekannten Texten.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Klassifiziervorrichtung, die trainiert wurde, verwendet, um zu evaluieren, ob ein unbekanntes Element zu einer bestimmten Kategorie gehört oder nicht, und zwar basierend auf einem Layout-Dokument, das für dieses Element generiert wurde, um dadurch Elemente aus einem Dokument zu extrahieren, die zu einer bestimmten Kategorie gehören.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung werden Kandidaten identifiziert, die gemäß einem Suchkriterium möglicherweise zu der Kategorie, zu der die extrahierten Daten gehören sollen, gehören. Vorzugsweise kann ein Suchkriterium ein Format eines Elements sein, ein Wortsuchkriterium, ein fehlertolerantes Wortsuchkriterium oder eine Kombination solcher Kriterien. Für jeden dieser Kandidaten kann dann ein Layout-Dokument erzeugt werden, und zwar basierend auf dem Kandidaten selbst, seiner Position in dem elektronischen Dokument und basierend auf weiteren Elementen des elektronischen Dokuments und ihrer Position in dem Dokument. Vorzugsweise werden diejenigen Elemente bei Erzeugung des Layout-Dokuments in Betracht gezogen, die innerhalb eines oder mehrerer vordefinierter Gebiete liegen, vorzugsweise in der Nähe oder in der Umgebung des Kandidaten.
  • Basierend auf einem solchen Layout-Dokument wird dann beurteilt, ob der Kandidat tatsächlich zu der gewünschten Kategorie gehört oder nicht.
  • Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird die Entscheidung, ob ein Kandidat zu der gewünschten Kategorie gehört, durch Verwendung einer Klassifiziervorrichtung durchgeführt, die vorzugsweise ein neuronales Netz ist. Das neuronale Netz kann durch Verwendung von Layout-Dokumenten von Kandidaten trainiert worden sein und ferner durch Eingabe von Informationen in das neuronale Netz, ob diese Kandidaten zu der gewünschten Kategorie gehören oder nicht.
  • Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel wird die Entscheidung, ob ein Kandidat zu der gewünschten Kategorie gehört oder nicht, durch Verwendung eines Verfahrens oder einer Vorrichtung wie in der europäischen Patentanmeldung mit der Anmeldenummer 99 108 354.4 beschrieben durchgeführt, die am 28. April 1999 eingereicht wurde und deren Priorität für die vorliegende Anmeldung beansprucht wurde und die hiermit durch Bezugnahme in die Anmeldung aufgenommen wird.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • 1 zeigt ein Computersystem, das verwendet werden kann, ein Ausführungsbeispiel gemäß der vorliegenden Erfindung zu implementieren;
  • 2 illustriert ein Beispiel für ein Textdokument, von dem Elemente extrahiert werden sollen;
  • 3 zeigt ein Beispiel eines Arbeitsdokuments, das aus einem Textdokument erzeugt wurde;
  • 4 zeigt ein Beispiel eines Benutzerinterfaces für die Definition des Layoutgebiets;
  • 5a zeigt ein Beispiel für ein Layoutgebiet;
  • 5b zeigt ein Beispiel für ein Layout-Dokument;
  • 6 zeigt ein Beispiel eines Kodierschemas für das Kodieren einer Kandidaten-Box;
  • 7 zeigt ein Beispiel für das Kodieren von Elementpositionen des Layout-Dokuments;
  • 8 zeigt ein Beispiel einer Lernphase einer Klassifiziervorrichtung;
  • 9 zeigt ein Beispiel einer Extraktionsphase einer Klassifiziervorrichtung.
  • Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
  • Die vorliegende Erfindung kann durch ein Computersystem wie in 1 gezeigt implementiert werden.
  • 1 zeigt schematisch den Aufbau eines Computersystems, das in Verbindung mit dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung verwendet werden kann. Der Computer 100 enthält eine CPU 110, einen Speicher 120; und eine I/O-Einheit 130. Der Computer 100 ist in der Lage, Programme auszuführen, indem Computer befehle durch die CPU 110 ausgeführt werden, die die CPU von dem Speicher 120 geholt hat und die in einer Speichereinrichtung 150 wie beispielsweise einer CD-ROM oder einer Floppydisk gespeichert waren. Die I/O-Einheit 120 ist mit einer Tastatur 160 und einer Maus 170 verbunden, um einen Benutzer in die Lage zu versetzen, Daten in den Computer einzugeben, und sie ist ferner mit einem Drucker 180 verbunden, um Dokumente als Ausdrucke auszugeben. Der Computer 100 ist ferner mit einer Anzeigeeinheit 140 wie einem Monitor verbunden. Es ist ferner zu verstehen, dass die Computerkonfiguration, die in 1 gezeigt ist, nur eine exemplarische Konfiguration ist und andere Computerkonfigurationen wie Parallelverarbeitungs-Computer, neuronale Netz-Computer mit gesonderter Hardware oder irgendwelche anderen Computersysteme, die in der Lage sind, das unten erklärte Verfahren auszuführen, in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung benutzt werden können.
  • Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit der Extraktion eines Geburtsdatums (date of birth) aus einem Lebenslauf (curriculum vitae) wie in 2 gezeigt beschrieben. Es wird sofort von dem Fachmann verstanden, dass die Beschreibung der vorliegenden Erfindung in Zusammenhang mit der Extraktion eines Geburtsdatums eines Lebenslaufs lediglich für erläuternde Zwecke dient und das gleiche Verfahren und die Vorrichtung wie nachfolgend beschrieben auch für jegliche andere Textdokumente, von denen bestimmte Teile von Informationen extrahiert werden sollen, wie beispielsweise eine Kontonummer eines Kontoblatts, die Preise von Rechnungen, zur Extraktion von Werten, die eine Lagerhaltung in einer Fabrik von entsprechenden Blättern, und Ähnlichem verwendet werden können.
  • Der Lebenslauf ist in dem Computer auf einem Datenträger in elektronischer Form gespeichert, er kann das Ergebnis eines Editierprozesses unter Verwendung eines Textverarbeitungsprogramms sein, oder das elektronische Dokument kann das Ergebnis eines Scanning-Prozesses und einer anschließenden optischen Zeichenerkennung sein. An Stelle eines Lebenslaufs kann jegliches andere Dokument, von dem ein Element mit einer bestimmten Bedeutung oder fallend in eine bestimmte Kategorie extrahiert werden soll, verwendet werden.
  • Zunächst wird das elektronische Dokument analysiert, um die individuellen Dokumente, aus denen es besteht, zu erhalten. "Element" bedeutet hier irgendeine Sequenz von Zeichen, die von anderen Elementen durch einen Begrenzer wie beispielsweise eine Leerstelle, einen Tabulator, einen Unterstrich, oder irgendein anderes Datenelement, das als Trennzeichen interpretiert werden kann, getrennt ist. Der einfachste Weg zur Aufsplittung von Text in einzelne Elemente ist durch Identifizierung derjenigen Textteile als Elemente, die voneinander durch ein Leerzeichen getrennt sind, abhängig von dem Zweck der Analyse können jedoch auch andere Kriterien in Betracht gezogen werden wie beispielsweise der genannte Unterstrich, ein Bindestrich, ein neuer Absatz, oder andere Elemente des elektronischen Dokuments, die so betrachtet werden können, dass sie ein Element von dem anderen trennen. Ein weiteres Kriterium, das in Betracht gezogen werden kann, wenn individuelle Elemente identifiziert werden, könnte die geometrische Distanz zwischen den individuellen Textzeichen sein. Beispielsweise könnte ein Schwellwert definiert sein, jenseits von dem ein Abstand zwischen zwei Zeichen so interpretiert wird, dass die zwei Zeichen unterschiedliche Elemente sind. Im vorliegenden Beispiel nehmen wir an, dass ein Element irgendein einzelnes Zeichen oder eine Sequenz von Zeichen sein kann, die von anderen "Elementen" durch ein Leerzeichen getrennt sind.
  • Im vorliegenden Beispiel eines Textdokuments wie in 2 gezeigt wären die ersten beiden Elemente "curriculum" und "vitae", andere Elemente wären "Tel:", "Fax:", etc. wie sofort von dem Fachmann verstanden wird. Diese Elemente werden beispielsweise durch einen Parser identifiziert, der einfach nach Leerzeichen sucht.
  • Abgesehen von dem Erhalten der Elemente selbst wird auch ihre entsprechende Position in dem Dokument erhalten, beispielsweise durch Berechnung der X- und Y-Koordinaten, an denen das Element in dem Dokument angeordnet ist. Die Position wird später zur Erzeugung des Layout-Dokuments verwendet.
  • Nachdem die individuellen Elemente des elektronischen Textdokuments identifiziert wurden, werden diese Elemente in einem so genannten "Arbeitsdokument" gespeichert. In dem Arbeitsdokument wird jedes Element, das identifiziert wurde, zusammen mit Information über seine Position in dem elektronischen Dokument gespeichert. Beispielsweise kann das Element "curriculum" zusammen mit seinen X- und Y-Koordinaten gespeichert werden, die seine Position in dem elektronischen Dokument identifizieren. Das Arbeitsdokument ist ein bequemes Werkzeug zur Speicherung aller Elemente, die identifiziert wurden, zusammen mit ihrer entsprechenden Position, so dass für die Erzeugung des Layout-Dokuments, das später im Detail erläutert wird, Bezug genommen werden kann auf das Arbeitsdokument. Ein Beispiel eines Arbeitsdokuments, das aus einem Textdokument erzeugt wurde, ist in 3 gezeigt. Die Tags Tagt, Tagt, etc. enthalten die Positionsinformationen der entsprechenden Elemente. Diese Information kann in irgendeiner Form repräsentiert werden, beispielsweise durch direktes Speichern der X- und Y-Koordinaten der Elemente in den Tags. Die Elemente in 3 können beispielsweise die individuellen Worte sein, die in einem Textdokument identifiziert wurden, oder irgendwelche anderen Zeichensequenzen, die durch das vorher erläuterte Verfahren als Elemente erkannt wurden, und die Tags enthalten dann Informationen über die Position dieser Elemente, wie beispielsweise, wo sie bezüglich ihrer X- und Y-Koordinaten lokalisiert sind. Die Tags können ferner Indikationen des Schriftstils der Elemente, der Fonts, enthalten, ob sie unterstrichen sind oder nicht, oder irgendwelche ähnliche Informationen. Beispielsweise kann für ein fettgedrucktes Element im entsprechenden Tag die Zeichensequenz "bf' enthalten sein, die repräsentiert, dass das Element in fettgedruckten Zeichen (bold faced characters) gedruckt ist, eine andere Zeichensequenz kann repräsentieren, dass das Element unterstrichen ist, oder Ähnliches.
  • Die Position eines Elements kann beispielsweise das Gravitationszentrum eines Elements sein, das auf der Grundlage seiner individuellen Pixelwerte berechnet wurde, oder es kann irgendwelche andere geometrische Informationen repräsentieren, die die Lokalisierung des Elements repräsentieren. Beispielsweise kann eine Umrahmung (box) konstruiert werden, die das Element umgibt, und der Durch schnitt zwischen den maximalen und minimalen X-Koordinaten der Box kann aus X-Koordinate für die Positionen verwendet werden und der Durchschnitt des Maximums und des Minimums der Y-Position der Box kann als Y-Koordinate des Elements verwendet werden, wenn seine Position im Text durch ein entsprechendes Tag im Arbeitsdokument repräsentiert wird.
  • Das Arbeitsdokument enthält eine Liste von identifizierten Elementen zusammen mit Tags, die ihre jeweilige Position und möglicherweise auch weitere Informationen wie vorher erwähnt enthalten, wie beispielsweise Informationen über die Fonts der Elemente, ihren Stil, ob sie unterstrichen sind oder nicht, etc.
  • Auf diese Weise wird das Arbeitsdokument erzeugt und enthält eine Liste von den individuellen Elementen des elektronischen Textdokuments zusammen mit ihrer entsprechenden Position und möglicherweise anderer Informationen. Auch nichttextuelle Elemente können in dem Arbeitsdokument enthalten sein, wie beispielsweise horizontale oder vertikale Linien oder Gitter, die in dem elektronischen Dokument enthalten sind, die dann ebenso in dem Arbeitsdokument in einer Form gespeichert werden, die ihre Position und ihr Aussehen (horizontal, vertikal, Linie, Gitter, oder Ähnliches) gemäß einem Kodierungsschema repräsentieren. Beispielsweise kann eine horizontale Linie in einem Arbeitsdokument durch die Zeichensequenz AAAA repräsentiert werden, eine vertikale Linie kann durch die Zeichensequenz BBBB repräsentiert werden, wobei jede dann gefolgt wird von einem Tag, das die Position der Linie angibt. Das so erzeugte Arbeitsdokument kann dann zur Identifizierung von Kandidatenelementen verwendet werden, die möglicherweise das Element, das extrahiert werden soll, sein können. Zu diesem Zweck wird das Arbeitsdokument (oder möglicherweise auch das "Quelldokument", basierend auf dem das Arbeitsdokument erzeugt wurde) geparst, um diejenigen Elemente zu identifizieren, die ein bestimmtes Suchkriterium wie beispielsweise ein Formatkriterium erfüllen. In diesem Schritt des Extrahierens eines Kandidaten werden alle Elemente analysiert, um mögliche Kandidaten für die gewünschten zu extrahierenden Elemente zu finden. Vorzugsweise werden nicht nur individuelle Elemente gesucht, sondern auch Kombinationen von Elementen, so dass das Verfahren mit Leerzeichen zwischen den individuellen Elementen fertig wird. Wenn beispielsweise nach einer Bankkontonummer gesucht wird, von der angenommen wird, dass sie acht Stellen hat, so kann eine Suche nach einer Nummer durchgeführt werden, die acht Stellen hat, die entweder repräsentiert werden als "99999999" oder als "999 999 99" oder als "9 9 9 9 9 9 9 9", oder in irgendeiner anderen Kombination. Die Suche nach solch einer Bankkontonummer kann daher beispielsweise durchgeführt werden, indem nach einer Zahl mit acht Stellen gesucht wird. Abhängig von dem Informationsinhalt, den das zu extrahierende Element haben soll, kann ein anderes Format als Suchkriterium verwendet werden. Mögliche Suchkriterien sind Suchen nach regulären Ausdrücken (wie beispielsweise eine Formatsuche, bei der nach einem bestimmten Format wie etwa einer Zeichenkette, einer Folge von Zahlen, die möglicherweise auch eine bestimmte Gesamtzahl von Ziffern enthält, gesucht wird), oder Ähnliches. Ein anderes Suchkriterium könnte sein, dass eine Suche nach einem simplen vordefinierten Element durchgeführt wird, indem ein String-Vergleich durchgeführt wird. Beispielsweise kann eine Suche nach dem Wort "birth" (Geburt) durchgeführt werden, und jedes Element, das dieses Suchkriterium erfüllt, würde dann als Kandidat auftauchen.
  • Ein anderes mögliches Suchkriterium könnte es sein, eine sogenannte Bestimmungssuche durchzuführen, was bedeutet, dass ein Element gesucht wird, das an einer bestimmten Position (links/rechts/oben/unten) bezüglich eines Kandidaten angeordnet ist, der durch ein anderes Suchkriterium gefunden wurde. Wenn z.B. ein Suchkriterium eine Suche nach dem Wort "birth" sein würde, dann könnte eine Bestimmungssuche für ein Element durchgeführt werden, das rechts von dem Element "birth" angeordnet ist, und in diesem Fall wäre der resultierende Kandidat das Element, das rechts von dem Element "birth" angeordnet ist. Im Beispiel von 2 würde mit einer solchen Bestimmungssuche das Element "May 5, 1960" als Kandidat auftauchen.
  • Ein weiteres Suchkriterium könnte es sein, eine Suche nach allen Elementen durchzuführen, die auch in einer Datenbank vorliegen.
  • Die Suche nach Kandidaten ist vorzugsweise fehlertolerant in der Art, dass Präfixe/Suffixe ignoriert werden können, um typische Fehler von optischer Zeichenerkennung zu ignorieren, oder um solche Elemente wie "," und "." zu ignorieren. Beispielsweise könnte im Fall von 2 eine Wortsuche für das Wort "birth" durch Verwendung einer solchen fehlertoleranten Suche durchgeführt werden, z.B. unter Verwendung einer Wildcard. Eine Suche würde dann für das Element "birth*" durchgeführt werden, so dass das Element "birth:" als Kandidat auftauchen würde. Mit der Bestimmungssuche könnte dann das tatsächliche Datum, das rechts von dem Element "birth" angeordnet ist, als Kandidat ermittelt werden.
  • Abhängig von der Art, mit der die Kandidatensuche durchgeführt wird, werden mehr oder weniger Kandidaten für die zu extrahierenden Elemente identifiziert.
  • Andere Suchverfahren könnten beispielsweise eine Trigramm-Suche einschließen, was bedeutet, dass Kombinationen von drei Zeichen gesucht werden. Dies ist auch eine Methode zur Durchführung einer fehlertoleranten Suche. Wenn beispielsweise ein Tippfehler in einem Kandidaten auftaucht, dann würde eine Trigramm-Suche nichtsdestotrotz solch einen Kandidaten erhalten, da mehrere Zeichensequenzen, die in dem Kandidaten enthalten sind, als korrekte Trigramme erkannt würden. Eine weitere fehlertolerante Suchmethode wäre es, die Levenshtein-Distanz zu verwenden, die eine Repräsentation der Tastendrucke ist, die auf einer Tastatur nötig sind, um eine Zeichensequenz in eine andere umzuwandeln. Basierend auf der Levenshtein-Distanz könnte ebenfalls eine fehlertolerante Suche durchgeführt werden.
  • Vorzugsweise wird die Kandidatensuche durch Suche des Arbeitsdokuments nach Elementen, die das verwendete Suchkriterium erfüllen, durchgeführt. Dabei kann die Analyse des Dokuments in Elemente, die bereits durchgeführt wurde, verwendet werden. Im Prinzip kann jedoch auch eine Suche nach Kandidaten direkt auf dem Textdokument durchgeführt werden.
  • Die Suche dient dazu, Kandidatenelemente zu erhalten, die möglicherweise die Information enthalten, nach der gesucht wird. Es ist sofort erkennbar, dass abhängig von den Informationen, die gesucht werden, die Suchkriterien entsprechend angepasst werden müssen. Wenn eine Bankkontonummer gesucht wird, dann wird vorzugsweise ein Formatkriterium verwendet, das ein möglicherweise bekanntes Zahlenformat der Kontonummer verwendet. Wenn dagegen ein Geburtsort gesucht wird, dann ist die Suche nach Zeichenketten vielversprechender als die Suche nach Zahlen. Die Anpassung der Suchkriterien (Formatsuche, Wortsuche, Datenbanksuche, Bestimmungssuche, oder eine Kombination davon) an das bestimmte Stück Information, das gesucht wird, kann vom Fachmann abhängig von den Umständen entsprechend gewählt werden.
  • Wenn die gefundenen Kandidaten später in einer Trainingsprozedur für eine Klassifiziervorrichtung verwendet werden sollen, wie dies im Detail später beschrieben wird, dann ist es bevorzugt, wenn sie irgendwie dem Benutzer angezeigt oder initiiert werden, und wenn der Benutzer in der Lage ist zu bestätigen, ob die gefundenen Kandidaten mit dem Suchkriterium übereinstimmen oder nicht. Dadurch kann die Klassifiziervorrichtung wie später erläutert wird trainiert werden. Die Anzeige der Kandidaten kann beispielsweise durch "Highlighten" von ihnen im durchsuchten Textdokument geschehen, um dann dem Benutzer eine Bestätigung oder ein Verwerfen der Kandidaten durch einen Mausklick zu ermöglichen. Die Formatsuche oder fehlertolerante Elementensuche liefern Kandidaten für zu extrahierende Elemente. Das Ergebnis der Kandidatensuche ist bereits ganz gut in Bezug auf Korrektheit, da es auf inhärenten Eigenschaften der Elemente, die gesucht werden, basiert, wie etwa ihrem Format oder ihrem tatsächlichen Informationsinhalt. Die Kandidaten können jedoch dann weiter ausgewertet werden bezüglich dessen, ob sie zu einer bestimmten Kategorie gehören, indem andere Elemente als die Kandidaten selbst berücksichtigt werden, wie dies nachfolgend beschrieben wird.
  • Für jeden der Kandidaten wird dann ein sogenanntes Layout-Dokument erzeugt, das nicht nur eine Repräsentation des Kandidaten und seiner Position in dem elektronischen Dokument enthält, sondern auch von anderen Elementen, die das Kan didatenelement umgeben, sowie ihrer jeweiligen Position. Daher ist das Layout-Dokument eine elektronische Repräsentation des Kandidaten und seiner Position in dem elektronischen Dokument selbst, sowie auch von anderen Elementen in dem elektronischen Dokument und ihrer entsprechenden Position. Vorzugsweise wird ein Layout-Dokument, das für einen bestimmten Kandidaten generiert wird, für ein bestimmtes Gebiet, das diesen Kandidaten umgibt, erzeugt. Dieses Gebiet (oder eine entsprechende Mehrzahl von Gebieten) kann entweder vordefiniert sein oder vom Benutzer definiert werden.
  • Ein Beispiel der Definition eines solchen Umgebungsgebiets durch ein Benutzerinterface ist in 4 gezeigt. 4 zeigt, wie insgesamt vier Kästen (boxes), die den Kandidaten umgeben, von einem Benutzer definiert werden können. Eine erste Box umgibt den Kandidaten in alle Richtungen, eine zweite Box repräsentiert die Nachbarschaft links des Kandidaten, eine dritte Box repräsentiert die Nachbarschaft rechts des Kandidaten, und eine vierte Box repräsentiert die Nachbarschaft über dem Kandidaten. Optional kann auch eine fünfte Box, die die Nachbarschaft unter dem Kandidaten repräsentiert, verwendet werden. Der Benutzer kann die Dimension der Größe der Boxen beispielsweise durch Eingabe von Werten, die ihre Größe in Dots per Inch oder in einer anderen Einheit, wie etwa Pixels, Millimeter, oder Ähnlichem repräsentieren, eingeben. In dem Beispiel von 4 kann die Größe der Boxen vom Benutzer dimensioniert werden, sie können jedoch auch vordefiniert sein. Das Gebiet zur Erzeugung des Layout-Dokuments kann vom Benutzer abhängig von der spezifischen Kategorie eines Elements, das ein Benutzer zu extrahieren wünscht, definiert werden.
  • Zur Erzeugung des Layout-Dokuments werden alle Elemente, die bezüglich ihrer Position in dem elektronischen Dokument in die Boxen, die das Gebiet des Layout-Dokuments definieren, zur Erzeugung des Layout-Dokuments berücksichtigt. Für diesen Zweck kann Bezug genommen werden auf das Arbeitsdokument, in dem alle Elemente zusammen mit ihren entsprechenden Positionen gespeichert sind.
  • Im Folgenden wird angenommen, dass der Prozess des Erhaltens eines Kandidatenelements das Element May 5, 1960 des Dokuments aus 2 als Kandidat ergeben hat. Dies kann beispielsweise das Ergebnis einer Formatsuche sein, die nach einer Kombination von drei individuellen Elementen in Reihe sucht, wobei die drei Elemente zwei ganze Zahlen (repräsentieren Tag und Jahr) und eine weitere Zahl oder ein Wort, das den Monat repräsentiert, enthalten sollen. Das Suchergebnis wäre dann die Reihe der drei Elemente. Auch andere Suchkriterien könnten vorgestellt werden, die zum Ergebnis May 5, 1960 als Kandidaten führen, wie etwa eine Bestimmungssuche, die nach drei Elementen neben dem Element "birth" sucht, was ebenfalls in May 5, 1960 als Kandidaten resultieren würde. Irgendwelche anderen Suchen nach regulären Ausdrücken könnten ebenfalls in einem Kandidaten wie May 5, 1960 resultieren, wie beispielsweise die Suche nach einem regulären Ausdruck, der drei Elemente enthält, wobei zwei der drei Elemente Zahlen und das dritte ein Wort oder eine Nummer sind, wobei eine der Zahlen im Bereich zwischen 1 und 31 liegt. Es ist sofort erkennbar für den Fachmann, dass viele Definitionen von Suchkriterien möglich sind, die zu Kandidaten für ein Stück Information führen, das ein "Datum" sein soll.
  • Nachdem ein oder mehrere Kandidaten durch die obige Suchprozedur wie beschrieben erhalten wurden, wird dann für jeden der Kandidaten ein Layout-Dokument erzeugt, das eine Repräsentation des Kandidaten sowie seines Umgebungsgebiets ist. Zur Erzeugung des Layout-Dokuments werden zunächst die Elemente, die innerhalb des Gebiets liegen, das zur Erzeugung des Layout-Dokuments verwendet wird, identifiziert und dann basierend auf diesen Elementen das Layout-Dokument erzeugt. Es enthält eine Repräsentation des Kandidaten sowie der Elemente, die innerhalb dieses Gebiets liegen, zusammen mit den entsprechenden Positionen dieser Elemente.
  • 5a zeigt ein Beispiel eines Layoutgebiets im Fall des Textdokuments aus 2. Der Kandidat hier ist "May 5, 1960", und die gestrichelte Linie in 5a definiert das Layoutgebiet, das den Kandidaten umgibt. Alle Elemente des Dokuments aus 2, bzw. aus 5a, die in dieses Gebiet fallen, werden zur Erzeugung des Layout-Dokuments verwendet. Das in 5a gezeigte Gebiet kann das Ergebnis einer Benutzerdefinition unter Verwendung eines Interfaces wie dem aus 4 sein, oder es kann auch vordefiniert sein.
  • Ein Beispiel für das Layout-Dokument, das für den Kandidaten "May 5, 1960" erzeugt wurde und das entsprechende Layoutgebiet wie im Beispiel von der 5a gezeigt ist in 5b gezeigt. Die erste Linie des Layout-Dokuments entspricht dem Element "May 5, 1960" selbst. Es wird im Layout-Dokument durch die Zeichensequenz "DDMMYY" repräsentiert, da gemäß der besonderen Implementation des vorliegenden Ausführungsbeispiels erkannt wird, dass sein Format einem "Datum" entspricht. Es ist jedoch nicht nötig, sondern lediglich eine bevorzugte Option bei der Erzeugung des Layout-Dokuments, dass ein erkennbares Element, von dem das Format erkennbar ist, im Layout-Dokument durch eine entsprechende Repräsentation dieses Formats ersetzt wird, wie hier durch DDMMYY als Repräsentation des Formats "Datum". Die Zeichensequenz rechts der Sequenz "DDMMYY" repräsentiert die Position dieses Elements im elektronischen Dokument, wie später genauer erläutert wird.
  • Die erste Linie des Layout-Dokuments in 5b entspricht daher dem Kandidatenelement "May 5, 1960". Die Position des Kandidaten im elektronischen Dokument aus 2 und auch seine Größe wird durch die Zeichensequenz "MXMYWLHM" repräsentiert, wie aus der nachfolgenden Erläuterung klarer werden wird.
  • Zur Erläuterung, wie die Position des Kandidatenelements in dem elektronischen Dokument im Layout-Dokument durch die Zeichensequenz "MXMYWLHM" repräsentiert wird, wird auf 6 Bezug genommen. 6 zeigt eine sogenannte Kandidatenbox, d.h. das begrenzende Rechteck des Kandidatenelements. Abhängig von der Größe des Kandidatenelements (z.B. abhängig vom Font) kann auch die Größe der Kandidatenbox variieren und kann im Layout-Dokument unter Verwendung des Kodierschemas für die Boxgröße wie schematisch illustriert in dem rechten Teil von 6 repräsentiert werden. Basierend auf diesem Kodierschema wird die Boxgröße als "WLHM" kodiert, was bedeutet, dass die Kandidatenbox eine große Breite "lange width" (WL) aufweist, sowie eine mittlere Höhe "medium height" (HM), wie aus 6 erkennbar ist. Diese Kodiersequenz führt dann zu den letzten vier Zeichen WLHM in der ersten Linie des Layout-Dokuments aus 5b. Es wird sofort verstanden, dass welche tatsächlichen Werte durch welche Kodiersequenz repräsentiert werden, in anderen Worten, welche Werte als "klein" und welche als "groß" kodiert werden, von der besonderen Implementierung abhängt und lediglich eine Frage der Auswahl für den Fachmann ist.
  • Daher wird, wie aus der ersten Linie des Layout-Dokuments aus 5b erkennbar, nicht nur die Position der Kandidatenbox (die die Positionen des Kandidaten selbst repräsentiert) in dem Dokument kodiert wie später erläutert wird, sondern auch die Größe der Kandidatenbox (repräsentierend die Größe des Kandidaten). Die Repräsentation der Größe der Kandidatenbox durch eine entsprechende Kodiersequenz wird schematisch im unteren Teil auf der rechten Seite der 6 illustriert. Eine Kandidatenbox, die eine geringe Kandidatenbreite in X-Richtung aufweist, wird als "WS" (für "width small", geringe Breite) kodiert, eine Kandidatenbox mittlerer Größe wird kodiert als "WM" (für "width medium", mittlere Breite), eine Kandidatenbox mit großer Ausdehnung in X-Richtung wird kodiert als "WL" (für "width lange", große Breite), und eine extra große Kandidatenbox mit einer extra großen Größe in X-Richtung wird kodiert als "WX" (für "width extra lange", extra große Breite). Auf ähnliche Weise ist die Frage, welche Werte welchen Kodiersequenzen zugeordnet sind, eine Frage der Auswahl für den Fachmann.
  • Ähnlich der Breite wird auch die Höhe der Kandidatenbox durch eine der Sequenzen "NS", "HM", "HL", oder durch "HX" kodiert. Für den Fall der 5b mit dem Kandidaten May 5, 1960, wird die Kandidatenbox kodiert als "WLHM", was bedeutet, dass sie eine große Ausdehnung in X-Richtung hat und eine mittlere Ausdehnung in Y-Richtung.
  • Die Position der Kandidatenbox in X- und Y-Richtung wird kodiert wie schematisch illustriert im linken Teil der 6. Für diesen Zweck werden bestimmte Gebiete des Dokuments aus 2 bestimmten Kodiersequenzen zugeordnet, wie in 6 im linken Teil gezeigt. Abhängig von dem Gebiet, in dem die Kandidatenbox angeordnet ist, wird die X- und Y-Position der Kandidatenbox kodiert entweder als "LL", "MX", "RR" (für die X-Position) und als "TT", "MY", oder "BB" (für die Y-Position).
  • Im vorliegenden Fall von 5a für die Kandidatenbox May 5, 1960, ist es so, dass die Kandidatenbox bezüglich ihrer Lokalisierung in X-Richtung mittel ist, was bedeutet, dass sie nicht sehr weit rechts im Dokument liegt und nicht sehr weit links im Dokument, sondern eher in der Mitte des Dokuments bezüglich ihrer X-Position. Solch eine Lokalisierung wird durch die Zeichensequenz "MX" kodiert, wie aus dem linken Teil von 6 erkennbar ist. Die Y-Position der Kandidatenbox wird kodiert durch die Sequenz "MY", da sie bezüglich ihrer Y-Position vergleichsweise in der Mitte des Dokuments liegt. Daraus kann die Positionskodierung "MXMY" wie in der ersten Linie des Layout-Dokuments gezeigt, für die Kandidatenbox erhalten werden. Kombinieren der Repräsentation der Formatrepräsentation des Kandidaten, der Position der Kandidatenbox und der Größe der Kandidatenbox resultiert in der Zeichensequenz, die in der ersten Linie von 5b gezeigt ist.
  • Es ist zu verstehen, dass die Kodierung aus 6 für die Kandidatenbox lediglich exemplarisch ist und andere Kodierungen, andere Zuordnungen zwischen Position und Code und andere Aufspaltungen des Dokuments in entsprechende Gebiete genauso gut verwendet werden können. Die Granularität der Größe und der Position der Kandidatenbox können feiner oder grober als in 6 sein, abhängig von der besonderen Implementierung, wie leicht vom Fachmann verstanden wird.
  • Ganz ähnlich sind die Kodiersequenzen, die hier verwendet wurden, völlig arbiträr, hier bedeutet "LL" einfach "ganz weit links", "MX" bedeutet "ziemlich in der Mitte in X-Richtung", und "RR" bedeutet "ganz weit rechts im Dokument in X-Richtung". Auf ähnliche Weise bedeutet "TT" "ganz oben", "MY" bedeutet "ziemlich in der Mitte", und "BB" bedeutet "ganz unten im Dokument bezüglich Y-Richtung". Andere Kodiersequenzen können jedoch genauso gut verwendet werden, wie vom Fachmann erkannt wird. Auch können anstelle von Großbuchstaben DDMMYY andere Zeichensequenzen verwendet werden, um das erkannte Format eines "Datums" zu repräsentieren.
  • Nachdem die Kandidatenbox wie oben erläutert kodiert wurde, werden dann die anderen Elemente, die in das Gebiet des Layout-Dokuments wie unter Bezugnahme auf 5a erläutert fallen, dann auch kodiert und in das Layout-Dokument integriert.
  • Das in 5b gezeigte Layout-Dokument wurde erzeugt basierend auf einem Gebiet, das in 5a durch die gestrichelte Linie gezeigt wird. Wie bereits vorher erläutert, kann das Umgebungsgebiet auch anders auf ein kleineres Gebiet gesetzt werden, abhängig von den Präferenzen des Benutzers und der Rechenlast, die vom verwendeten Computer verarbeitet werden kann, und es kann natürlich auch größer gesetzt werden. Daher ist das Layout, das hier verwendet wird, als exemplarisches Beispiel zu verstehen, und andere Gebietsdefinitionen können genauso gut verwendet werden. Natürlich ist, je größer das verwendete Gebiet, um so mehr Information im Layout-Dokument, das aus diesem Gebiet erzeugt wird, enthalten, und daher ist es möglich, dass mit einem vergrößerten Gebiet die Genauigkeit der weiteren Evaluierung des Layout-Dokuments erhöht wird. Dies kann jedoch von der besonderen Implementierung und dem besonderen Zweck abhängen, und es können ebenso gut mit kleinen Layoutgebieten gute Resultate erzielt werden.
  • Die zweite Zeile des Layout-Dokuments aus 5b ist eine Repräsentation der Faxnummer 07029 8125, die in 5a gezeigt ist und in das Layoutgebiet fällt. Da gemäß der besonderen Implementierung des vorliegenden Ausführungsbeispiels erkannt wird, dass die zwei Elemente 07029 und 8125, die in das Layoutgebiet fallen, aus ganzen Zahlen bestehen, werden sie in dem Layout-Dokument durch eine Kodiersequenz repräsentiert, die der Repräsentation von ganzen Zahlen zugewiesen ist, nämlich Großbuchstaben IIQQ.
  • Die zweite und die dritte Zeile des Layout-Dokuments in 5d repräsentieren jeweils die Vorwahl 07029 und die Nummer 8125. Die Kodiersequenz IIQQ, die eine ganze Zahl repräsentiert, wird dann jeweils gefolgt von einer Kodiersequenz, die die relative Position der ganzen Zahl in dem Textdokument aus 2 bezüglich des Kandidatenelements angibt.
  • Zum Kodieren der relativen Position kann irgendein Kodierschema verwendet werden, das besondere, das hierin verwendet wird, wird schematisch in 7 erläutert. Zum Zweck der Kodierung diskreter Bereiche von Distanzen, die relativen Positionen in X- und Y-Richtung entsprechen, werden entsprechende Kodiersequenzen zugeordnet, wie "NR" für near (nahe), "FF" für far (weit), "HEE" für angeordnet an gleicher Position in horizontaler Richtung, "VFF" für angeordnet an gleicher Position in vertikaler Richtung, usw. Das besondere Kodierschema wird in 7 illustriert, aber es ist zu verstehen, dass dies lediglich ein Beispiel ist und leicht modifiziert werden kann. So können beispielsweise die Kodiersequenzen unterschiedlich sein, die Aufteilung in bestimmte Bereiche kann unterschiedlich sein, die Zahlenbereiche können unterschiedlich sein, usw.
  • Aus 7 in Verbindung mit 5b wird verstanden, dass die zweite Zeile des Layout-Dokuments aus 5b basiert auf dem Fakt, dass die Vorwahl 07029 links nahe (LNR) und oben nahe (ANR) der Kandidatenbox ist, was zu einer Positionskodiersequenz LNRANR wie in der zweiten Zeile von 5b gezeigt und an den Ganzzahlencode IIQQ angehängt.
  • Da die Nummer 8125 horizontal gleich aber nahe über dem Kandidaten angeordnet ist, führt dies zu der dritten Zeile in 5b, die lautet IIQQHEEANR.
  • Die verbleibenden drei Elemente "date", "of' und "birth:", die in das Layoutgebiet fallen, werden in den letzten drei Zeilen des Layout-Dokuments aus 5b zusammen mit ihren entsprechenden Positionskodiersequenzen repräsentiert, die sofort in Verbindung mit 7 verstanden werden. Alle Elemente sind vertikal gleich dem Kandidaten (VEE), aber an unterschiedlichen horizontalen Distanzen von dem Kandidaten.
  • Es wird sofort verstanden, dass anstelle der relativen Positionskodierung auch absolute Positionen der Elemente innerhalb des Layoutgebiets für die Erzeugung des Layout-Dokuments verwendet werden können.
  • Weiter ist es auch möglich, dass, wenn das Layout-Dokument erzeugt wird, andere solche Elemente, für die das Format erkennbar ist, nicht nur beispielsweise so als wenn das Element das Format eines "Datum" aufweist, im Layout-Dokument durch eine entsprechende Kodiersequenz kodiert werden. Während dies hier lediglich für das Datum in der ersten Zeile und die ganzen Zahlen in zweiter und dritter Zeile des Layout-Dokuments gezeigt wurden, kann eine solche Ersetzung auch für andere erkennbare Elemente wie etwa beispielsweise Postleitzahlen (ZIP-Codes) (könnten durch eine Datenbankabfrage erkannt werden) und die durch eine bestimmte Zeichensequenz wie ZZZ oder Ähnliches repräsentiert werden, durchgeführt werden. Die entsprechende Erkennung kann entweder basieren auf Formaterkennung oder einer Datenbankabfrage (in der beispielsweise alle Postleitzahlen gespeichert sind).
  • Wie oben erläutert, wird ein Layout-Dokument erzeugt, das Informationen über den Kandidaten selbst, seine Position im Dokument und ferner Informationen über andere Elemente des Dokuments und ihre Position im Dokument enthält. Die Positionsinformationen werden im vorliegenden Beispiel repräsentiert durch Ersetzung von Koordinatenwerten durch Zeichensequenzen, die eine Position gemäß einem bestimmten Kodierschema repräsentieren, das verwendet wird, um Orte oder Gebiete, in die das elektronische Element für Kodierzwecke aufgeteilt wurde, und denen entsprechende Zeichenkodes zugewiesen wurden, zu definieren. Ähnlich können Zahlenkodes genauso gut zur Kodierung der Position der Elemente des elektronischen Dokuments verwendet werden. Irgendein Kodierschema, das die Position und/oder das Format der Elemente repräsentiert, kann zur Erzeugung des Layout-Dokuments verwendet werden. Das Layout-Dokument kann auch weitere In formationen über nicht-textuelle Elemente des Dokuments, das analysiert werden soll, wie beispielsweise Linien oder Gitter in dem Dokument, enthalten. Die Information kann auch leicht durch eine geometrische Analyse des Dokuments erhalten werden, und dann können die Linien oder Gitter, die in einem Dokument vorhanden sind, in dem Layout-Dokument durch entsprechende Kodiersequenzen kodiert werden, vorzugsweise auch durch Repräsentierung ihrer entsprechenden Position, möglicherweise auch ihres Stils und weiterer Informationen.
  • Vorzugsweise enthält das Kodierschema, das zur Erzeugung des Layout-Dokuments verwendet wird, eine Positionskodierung, die basiert darauf, dass diskrete Gebiete von Lokalisierungsinformationen entsprechenden Positionskodes wie vorher erläutert zugewiesen sind. Weiter werden vorzugsweise Stilinformationen oder Formatinformationen, die erkannt werden können, wie etwa das Format oder der Stil von Elementen, auch im Layout-Dokument durch entsprechende Kodiersequenzen repräsentiert. Es ist jedoch möglich, lediglich einige dieser Elemente eines Kodierschemas zur Erzeugung eines Layout-Dokuments zu verwenden.
  • Die im Layout-Dokument angegebene Position kann eine Repräsentation der geometrischen Position basierend auf Koordinatenwerten sein, wie etwa den X- und Y-Koordinatenwerten, die vorher erläutert wurden. Es ist jedoch auch möglich, dass die Positionsinformation für ein Element in dem Layout-Dokument die relative Position zwischen dem Kandidaten und diesem Element repräsentiert, wie etwa die Anzahl von Elementen, die zwischen diesem Element und dem Kandidaten auftauchen. Dadurch wird es auch möglich, die relative Position zwischen dem Kandidaten und anderen Elementen in dem Layoutgebiet zu kodieren, und zwar durch die Distanz zwischen ihnen durch die Anzahl von Worten, die zwischen ihnen auftauchen. Solch ein Kodierschema könnte beispielsweise nützlich sein, wenn das zu verarbeitende Textdokument tatsächlich nicht viel eines Layouts aufweist, wie etwa eine E-Mail-Nachricht. Alternativ kann jedoch für eine E-Mail ein virtuelles Layout berechnet und für die weitere Verarbeitung verwendet werden anstelle der relativen Position der Elemente wie vorher erläutert.
  • Je mehr Informationen in dem Layout-Dokument über die Kandidaten und ihre umgebenden Elemente enthalten ist, desto genauer kann das Layout-Dokument und das nachfolgende Verarbeitungsergebnis sein. Je detaillierter das Layout-Dokument jedoch ist, um so mehr Verarbeitungsleistung ist nötig, um das Layout-Dokument zu erzeugen und es weiterzuverarbeiten, um zu einer Entscheidung zu kommen. Deshalb kann abhängig von der gewünschten Genauigkeit der Entscheidungsprozedur der Benutzer oder ein Programmierer das Gebiet zur Erzeugung des Layout-Dokuments sowie die bei Erzeugung des Layout-Dokuments verwendeten Informationen bestimmen.
  • Vorgehend wurde das Erhalten von Kandidaten und die nachfolgende Erzeugung eines Layout-Dokuments für den Kandidaten erläutert. Wenn es nun beispielsweise gewünscht wird, dass ein bestimmtes Stück Information, nämlich das Geburtsdatum, aus dem Dokument aus 2 extrahiert wird, dann wird eine Kandidatensuche auf dem Dokument durchgeführt, um Kandidaten für ein Datum zu erhalten. Im Fall von 2 wird eine Suche nach einem regulären Ausdruck oder eine Formatsuche wie vorher erläutert durchgeführt und würde zwei Kandidaten liefern, die gemäß dem verwendeten Suchkriterium das Geburtsdatum sein könnten, nämlich May 5, 1960 und May 17, 1979. Für beide Kandidaten wird dann ein Layout-Dokument wie vorher erläutert erzeugt und dieses Layout-Dokument wird in eine Klassifiziervorrichtung eingegeben, die trainiert wurde, die Layout-Dokumente von tatsächlichen Geburtsdaten im Gegensatz zu Layout-Dokumenten zu erkennen, die zwar Daten sind, aber keine Geburtsdaten. Solch eine Erkennung wird möglich, da das aus einem Geburtsdatum erzeugte Layout-Dokument weitere Hinweise enthält, die es möglich machen, sie als Layout-Dokumente zu erkennen, die von Geburtsdaten stammen anstelle von anderen Daten. So ist es beispielsweise häufig, dass das Wort "birth" in der Nachbarschaft des Geburtsdatums auftaucht, und wenn ein Layout-Dokument vorliegt, bei dem dieser Begriff enthalten ist, so ist dies ein weiterer Hinweis, dass dieses Layout-Dokument aus einem Geburtsdatum erzeugt wurde. Auf ähnliche Weise können andere Elemente, die in der Nachbarschaft des Geburtsdatums auftauchen, auch als Hinweis interpretiert werden, wie etwa der Begriff "place" oder der Begriff "of' wie im Beispiel aus 5b. Wenn jedoch bei spielsweise mehrere Geburtsdaten in der Spalte einer Tabelle angeordnet sind, wobei der Kopf der Spalte den Begriff "birth" enthält, dann kann durch Kodierung der Position des Begriffs "birth" wie vorher erläutert dies von einer Klassifiziereinrichtung als Hinweis verwendet werden, dass die Daten in dieser Spalte tatsächlich Geburtsdaten sind. Im Allgemeinen kann das Umgebungsgebiet der Nachbarschaft eines Kandidaten, für den ein Layout-Dokument erzeugt wurde, als Hinweis für den tatsächlichen Informationsinhalt eines solchen Kandidaten durch eine Klassifiziervorrichtung verwendet werden. Durch Berücksichtigung der Hinweise, die durch ein solches Umgebungsgebiet oder eine Nachbarschaft gegeben werden, kann ein Satz von Kandidaten, der aus einem Dokument gemäß einem Suchkriterium extrahiert wurde, weiter ausgewertet werden dahingehend, ob diese Kandidaten tatsächlich die gesuchte Information enthalten.
  • Natürlich kann das Layout-Dokument auch direkt für alle Elemente eines Textdokuments erzeugt werden, und dann kann jedes Element basierend auf dem so generierten Layout-Dokument ausgewertet werden, ob es zu einer bestimmten gewünschten Kategorie gehört oder nicht. Die Verwendung einer Kandidatensuche vorher reduziert jedoch die Rechenkosten, die entstehen würden, wenn ein Layout-Dokument für jedes Element des Textdokuments erzeugt werden müsste.
  • Nachfolgend wird der Extraktionsprozess und der Trainingsprozess unter Verwendung einer Klassifiziervorrichtung im Detail beschrieben.
  • Nachdem das Layout-Dokument erzeugt wurde, kann es zum Trainieren eines neuronalen Netzes oder irgendeiner anderen computerisierten Vorrichtung verwendet werden, das entscheiden kann, ob ein bestimmtes Dokument zu einer bestimmten Kategorie gehört oder einer Klasse oder nicht. Für diesen Zweck werden die Layout-Dokumente von Kandidaten in das neuronale Netz oder eine andere Entscheidungsvorrichtung (Klassifiziervorrichtung) eingegeben, und zwar zusammen mit der Information, ob das Layout-Dokument einem korrekten Kandidaten entspricht oder nicht, was bedeutet, ob der Kandidat den gewünschten Informationsinhalt aufweist oder nicht.
  • Ein Training eines solchen neuronalen Netzes wird schematisch in 8 dargestellt.
  • Ein elektronisches Dokument wird wie oben erläutert analysiert, um Elemente eines Textdokuments und ihre entsprechenden Positionen zu erhalten. Vorzugsweise wird dann ein textbasiertes Dokument, ein Arbeitsdokument erzeugt. Dann wird ein Filtern durchgeführt, um daraus einen Satz von Kandidaten zu erhalten, die möglicherweise mit einer bestimmten Kategorie übereinstimmen könnten. Vorzugsweise wird das erhaltene Set korrigiert, entweder basierend auf manueller Eingabe durch den Benutzer oder automatisch, z.B. durch Überprüfung, ob der erhaltene Kandidat eine Wahrscheinlichkeit einer Korrektheit jenseits eines bestimmten Schwellwerts aufweist. Für eine manuelle Korrektur in der Trainingsphase können die Kandidaten in dem Dokument gehighlighted werden und der Benutzer kann dann für einige oder alle von ihnen bestätigen, ob sie korrekte Kandidaten sind oder nicht. Die vorgenannte manuelle oder automatische Selektion von korrekten Resultaten führt dann zu einem Satz von korrekten Ergebnissen und zu einem Satz von falschen Ergebnissen. Für jedes der Elemente des Satzes der korrekten Ergebnisse und für jedes der Elemente des Satzes von falschen Ergebnissen werden dann Layout-Dokumente erzeugt. Danach werden die für den Satz von falschen Ergebnissen erzeugten Layout-Dokumente und die für den Satz von korrekten Ergebnissen erzeugten Layout-Dokumente verwendet, um das neuronale Netz zu trainieren. Wenn kein Kandidat erkannt wird, kann der Benutzer auch selbst einen Kandidaten auswählen, ihn highlighten (beispielsweise durch die Maus) und dann als Trainingsinput verwenden.
  • Ein Extraktionsprozess, er ein Netzwerk verwendet, das wie in 8 gezeigt trainiert wurde, ist in 9 gezeigt. Ein Satz von Kandidaten wird ähnlich wie in 8 erhalten, für jeden von ihnen wird ein Layout-Dokument erzeugt wie vorher erläutert. Die Layouts werden dann als Inputs für das trainierte neuronale Netz verwendet, welches dann entscheidet, ob die Kandidaten zu der gewünschten Kategorie gehören oder nicht.
  • Eine Ausgabe des Netzwerks kann in den korrekt extrahierten Kandidaten bestehen oder beispielsweise auch in einer Gewichtung, die die Wahrscheinlichkeit der Korrektheit für jeden Kandidaten gewichtet. Die extrahierten Kandidaten können auch direkt importiert oder exportiert in ein anderes elektronisches Dokument werden, wie etwa eine Datenbank, eine MS-Excel-Datei, eine Tabelle, ein Word-Dokument oder irgendein anderes Dokument, das für eine weitere elektronische Verarbeitung oder Ähnliches geeignet ist.
  • Der Extraktionsprozess, der die Identifikation der Kandidaten und die Erzeugung des Layout-Dokuments einschließt, kann wie oben im Detail beschrieben ausgeführt werden. Für alle gefundenen Kandidaten wird dann das entsprechende erzeugte Layout-Dokument in eine Klassifiziervorrichtung oder eine Entscheidungsvorrichtung eingegeben, die nicht notwendigerweise, wenn auch bevorzugt, ein neuronales Netzwerk ist, und dann wird für jeden Kandidaten eine Entscheidung getroffen, ob er zu der korrekten Kategorie gehört oder nicht.
  • Eine besonders geeignete Vorrichtung zur Klassifizierung des erzeugten Layout-Dokuments dahingehend, ob es zu der gewünschten Kategorie gehört oder nicht, wird in der europäischen Patentanmeldung 99 108 354.4 beschrieben, deren ganzer Inhalt hiermit durch Bezugnahme in die vorliegende Anmeldung aufgenommen ist. Die darin beschriebene Vorrichtung ist in der Lage, Text-Dokumente durch ihre Repräsentation mittels Vektoren zu klassifizieren, wobei die Werte der Vektorkomponenten jeweils der Frequenz entsprechen, mit der ein bestimmtes Wort oder ein Term in dem Dokument auftaucht. Solch ein Vektor, der ein Dokument repräsentiert, spannt einen n-dimensionalen Vektorraum auf, und mehrere Dokumente zusammen spannen auch einen bestimmten Vektorraum auf. Die Klassifikation wird durchgeführt durch Berechnung einer Hyperebene, die den Vektorraum in mindestens zwei Subebenen aufteilt, wodurch eine Klassifikation in so viele Klassen, wie Unterräume vorliegen, durchgeführt werden kann. Ein Lern- oder Trainierprozess besteht in der Ausbildung des Vektorraums und der entsprechenden trennenden Hyperebene für einen Satz von Trainingsdokumenten. Ein unbekanntes Dokument kann dann klassifiziert werden, indem berechnet wird, ob der entsprechende Vektor in den einen oder anderen Unterraum fällt. Da mit dem vorgehend beschriebenen Verfahren es möglich ist, die Elemente eines Textdokuments durch ein Layout-Dokument zu repräsentieren, das Hinweise über ihre Umgebungsgebiete gibt, und da das Layout-Dokument selbst wiederum ein Textdokument ist, kann der in der vorgenannten europäischen Patentanmeldung beschriebene Klassifizierapparat für Klassifizierzwecke verwendet werden. Eine vorzugsweise Implementierung der Vorrichtung zur Klassifikation, die in der Patentanmeldung beschrieben ist, besteht in einem neuronalen Netz, wie etwa in einem Perceptron. Weitere Details, wie die Entscheidungsvorrichtung implementiert werden kann, können aus dieser Anmeldung entnommen werden und werden daher nicht weiter hier im Detail beschrieben.
  • Es soll jedoch verstanden werden, dass irgendein anderes neuronales Netz oder ein anderes Computerverfahren oder eine Vorrichtung, die in der Lage ist, Dokumente dahingehend zu evaluieren (klassifizieren), ob sie zu einer bestimmten Kategorie gehören oder nicht, zum Training von Layout-Dokumenten und dann zum Treffen der Entscheidung, ob ein Kandidat (oder sein entsprechendes Layout-Dokument) als korrekt extrahiert anzusehen ist oder nicht, verwendet werden kann. Es soll ferner verstanden werden, dass auch irgendeine andere Layout-Dokument-Repräsentation in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, nicht nur die Layout-Dokumente, bei denen die Positionen durch Sign-Sequenzen repräsentiert werden. Es ist beispielsweise auch gut möglich, dass die Positionen durch absolute Zahlen kodiert werden, die die Positionen (Koordinaten) repräsentieren, oder durch Winkel und Entfernungen (Polarkoordinaten).
  • Es wird vom Fachmann verstanden, dass die vorgenannte detaillierte Beschreibung lediglich ein exemplarisches Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung beschreibt, andere Ausführungsbeispiele liegen ebenfalls im Können des allgemeinen Wissens des Fachmanns. Es ist ferner sofort erkennbar für den Fachmann, dass das Verfahren der vorliegenden Erfindung durch irgendein Computersystem, irgendeinen Allzweckcomputer oder durch irgendeine Spezialhardware, die eine vor ne beschriebene Methode ausführt, implementiert werden kann. Eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung kann daher in irgendeinem Computersystem bestehen, das das Verfahren der vorliegenden Erfindung ausführt, wobei das Verfahren beispielsweise in einem Computersystem wie in 1 gezeigt, bestehen kann. Soweit bestimmte Vorrichtungselemente oder Vorrichtungskomponenten hier oder in den angefügten Ansprüchen erwähnt sind, so können sie durch einen Computer oder einen Teil eines Computers implementiert werden, der Computerprogramme oder Teile von Computerprogrammen trägt oder ausführt. Soweit die vorliegende Erfindung auf ein Computerprogramm oder ein Computerprogrammprodukt bezogen ist, ist es für den Fachmann offensichtlich, dass ein Datenträger oder irgendein Computerelement wie ein Speicher oder eine Übertragungsleitung oder Ähnliches, das Computerprogrammbefehle aufnehmen kann, ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung bilden kann, soweit es Computerprogrammbefehle aufnimmt, die einen Computer in die Lage versetzen, ein Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung auszuführen. Der Fachmann wird auch erkennen, dass viele Computerprogramme geschrieben werden können, die gemäß den Prinzipien der vorliegenden Erfindung wie vorgehend beschrieben arbeiten, so dass irgendwelche Computerprogramme, die gemäß dem Verfahren der Erfindung wie vorstehend beschrieben arbeiten, als unter den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung fallend anzusehen sind. Darüber hinaus kann eine Datenstruktur, die die Struktur eines Layout-Dokuments wie beschrieben repräsentiert, auch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sein, unabhängig davon, ob sie auf einem Speichermedium, einem Datenträger, einer Übertragungsleitung, einem Speicher wie einem ROM, einem RAM, oder Ähnlichem, ausgebildet ist. Weiter kann die vorliegende Erfindung in einer Klein-Server-Architektur verwendet werden, was bedeutet, dass Teile eines Computerprogramms, die die vorliegende Erfindung implementieren, auf dem Server und andere Teile auf dem Client ausgeführt werden.
  • Soweit Vorrichtungskomponenten in der vorliegenden Beschreibung oder den angefügten Ansprüchen erwähnt sind, so können sie durch einen Computer realisiert werden, der ein Computerprogramm oder bestimmte Programmbefehle ausführt, oder sie können durch irgendeine Spezialhardware implementiert werden, die die Funktion dieser Komponente ausführt, wie etwa ein elektronischer Schaltkreis, ein Special-Purpose-Computer, oder Ähnliches.
  • Weitere Modifikationen und Anwendungen der vorliegenden Erfindung werden für den Fachmann erkennbar, und es wird verstanden, dass die vorliegende Erfindung lediglich durch exemplarische Ausführungsbeispiele erläutert wurde, die nicht als limitierend für den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung zu verstehen sind. Insbesondere soll verstanden werden, dass das Beispiel des Extrahierens eines Geburtsdatums lediglich ein exemplarisches Beispiel ist und die vorstehend erläuterte Methode zur Extraktion irgendwelcher Informationselemente aus einem Textdokument verwendet werden kann, die zu einer bestimmten Kategorie gehören, wie sofort von dem Fachmann erkannt wird.

Claims (24)

  1. Computerimplementiertes Verfahren zur Erzeugung eines von einer Klassifiziervorrichtung zu verwendenden Inputs basierend auf einem elektronischen Dokument, welches eine Vielzahl von Elementen umfaßt, wobei das Verfahren gekennzeichnet ist durch: Analysieren des elektronischen Dokuments, um eine oder mehrere der Elemente zusammen mit Informationen über ihre jeweilige Position in dem Dokument zu erhalten; Erzeugen eines elektronischen Layout-Dokuments, das als der Input der Klassifiziervorrichtung verwendet werden soll, wobei das elektronische Layout-Dokument aufweist: eine Repräsentation einer Vielzahl von in dem Analysierschritt erhaltenen Elementen zusammen mit Informationen, die deren absolute und/oder relative Position in dem elektronischen Dokument repräsentieren.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Layout-Dokument aufweist: eine Repräsentation eines ersten Elements von einer Vielzahl von Elementen des Textdokuments zusammen mit Informationen, die dessen absolute und/oder relative Position in dem elektronischen Dokument repräsentieren; und eine Repräsentation von anderen der Vielzahl von Elementen des Textdokuments zusammen mit Informationen, die deren absolute und/oder relative Position in dem elektronischen Dokument repräsentieren, wobei die anderen Elemente innerhalb eines vordefinierten oder benutzerdefinierten Gebiets liegen, das dem ersten Element benachbart ist und/oder dieses umgibt.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, welches ferner aufweist: Suchen nach Elementen, die einem bestimmten Suchkriterium entsprechen, um Kandidaten für Elemente zu erhalten, welche bezüglich ihres Informationsinhalts in eine bestimmte Kategorie fallen; und Erzeugen eines Layout-Dokuments für eines oder mehrere der Kandidatenelemente.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei der Schritt des Suchens von Kandidaten ferner einen oder mehrere der folgenden Schritte aufweist: Suchen nach Elementen in dem Dokument, die ein bestimmtes Formatkriterium erfüllen; Suchen nach Worten in dem Dokument, die ein bestimmtes String-Vergleichskriterium erfüllen; Durchführen einer fehlertoleranten Wortsuche; Durchführen einer Suche nach einem Element, welches eine vorbestimmte relative Position in Bezug auf einen aufgefundenen Kandidaten aufweist; Durchführen einer Datenbankabfrage zum Suchen von Elementen, welche mit in einer Datenbank gespeicherten Worten übereinstimmen.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, welches fernen einen oder mehrere der folgenden Schritte aufweist: Repräsentieren der Position eines Elements in dem Layout-Dokument durch eine entsprechende Zeichensequenz basierend auf einem vordefinierten Positionscodierungsschema; Repräsentieren von Elementen, welche ein erkennbares vordefiniertes Format aufweisen, durch eine Zeichensequenz basierend auf einem vordefinierten Formatcodierungsschema; Repräsentieren von Elementen, welche eine erkennbare Bedeutung aufweisen, durch eine Zeichensequenz basierend auf einem vordefinierten Bedeutungscodierungsschema.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei das erkannte Format eines oder mehrere der folgenden umfaßt: Vertikale und/oder horizontale Linien in dem Dokument; Fließkommazahlen; Datumsangaben; ganze Zahlen; Postleitzahlen.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Fläche, die zur Erzeugung des Layout-Dokuments berücksichtigt wird, eine oder mehrere geometrische Flächen aufweist, deren Dimensionen vordefiniert sein können oder vom Benutzer gesetzt werden können.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, welches ferner aufweist: Benutzen des elektronischen Layout-Dokuments als einen Input für eine Klassifiziervorrichtung zum Trainieren der Klassifiziervorrichtung oder zum Auswerten des Inputs durch die Klassifiziervorrichtung.
  9. Verfahren zum Extrahieren von einem oder mehreren Elementen aus einem elektronischen Dokument, welche zu einer bestimmten vordefinierten Kategorie gehören, wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß es aufweist: Suchen nach Kandidatenelementen in dem Dokument basierend auf einem oder mehreren vordefinierten Suchkriterien; Erzeugen eines Layout-Dokuments gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche für jedes Kandidatenelement, das durch den Suchschritt erhalten wird; und Beurteilen, ob der Kandidat zu der Kategorie gehört, und zwar basierend auf dem Informationsinhalt des Layout-Dokuments.
  10. Verfahren zum Trainieren einer Klassifiziervorrichtung, um die Vorrichtung dazu zu trainieren, zu erkennen, ob ein Element eines Dokuments zu einer bestimmten Kategorie gehört oder nicht, wobei das Verfahren gekennzeichnet ist dadurch, daß es aufweist: Suchen nach Kandidatenelementen in dem Dokument basierend auf einem oder mehreren vordefinierten Suchkriterien; Erzeugen eines Layout-Dokuments gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche für jedes Kandidatenelement, das durch den Suchschritt erhalten wird; und Eingeben des Layout-Dokuments in die Klassifiziervorrichtung, um die Klassifiziervorrichtung zu trainieren, und zwar zusammen mit Informationen, die festlegen, ob der Kandidat zu der bestimmten Kategorie gehört oder nicht.
  11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, wobei die Klassifiziervorrichtung ein neuronales Netz ist.
  12. Vorrichtung zum Erzeugen eines Inputs, der von einer Klassifiziervorrichtung verwendet werden soll, basierend auf einem elektronischen Dokument, welches eine Vielzahl von Elementen umfaßt, wobei die Vorrichtung gekennzeichnet ist durch: einen Analysator zum Analysieren des elektronischen Dokuments, um eine oder mehrere der Elemente zusammen mit Informationen über ihre jeweilige Position in dem Dokument zu erhalten; einen Generator zum Erzeugen eines elektronischen Layout-Dokuments, das als der Input der Klassifiziervorrichtung verwendet werden soll, wobei das elektronische Layout-Dokument aufweist: eine Repräsentation einer Vielzahl von in dem Analysierschritt erhaltenen Elementen zusammen mit Informationen, die deren absolute und/oder relative Position in dem elektronischen Dokument repräsentieren.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, wobei das Layout-Dokument aufweist: eine Repräsentation eines ersten Elements von einer Vielzahl von Elementen des Textdokuments zusammen mit Informationen, die dessen absolute und/oder relative Position in dem elektronischen Dokument repräsentieren; und eine Repräsentation von anderen der Vielzahl von Elementen des Textdokuments zusammen mit Informationen, die deren absolute und/oder relative Position in dem elektronischen Dokument repräsentieren, wobei die anderen Elemente innerhalb eines vordefinierten oder benutzerdefinierten Gebiets liegen, das dem ersten Element benachbart ist und/oder dieses umgibt.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, welche ferner aufweist: einen Sucher zum Suchen nach Elementen, die einem bestimmten Suchkriterium entsprechen, um Kandidaten für Elemente zu erhalten, welche bezüglich ihres Informationsinhalts in eine bestimmte Kategorie fallen; und den Generator zum Erzeugen eines Layout-Dokuments für eines oder mehrere der Kandidatenelemente.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, wobei der Sucher zum Suchen nach Kandidaten ferner eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweist: einen Elementsucher zum Suchen nach Elementen in dem Dokument, die ein bestimmtes Formatkriterium erfüllen; einen Wortsucher zum Suchen nach Worten in dem Dokument, die ein bestimmtes String-Vergleichskriterium erfüllen; einen Wortsucher zum Durchführen einer fehlertoleranten Wortsuche; einen Elementsucher zum Durchführen einer Suche nach einem Element, welches eine vorbestimmte relative Position in Bezug auf einen aufgefundenen Kandidaten aufweist; einen Datenbankabfrager zum Durchführen einer Datenbankabfrage zum Suchen von Elementen, welche mit in einer Datenbank gespeicherten Worten übereinstimmen.
  16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, wobei das Layout-Dokument ferner an eines oder mehrere der folgenden Merkmale angepaßt ist: Repräsentieren der Position eines Elements in dem Layout-Dokument durch eine entsprechende Zeichensequenz basierend auf einem vordefinierten Positionscodierungsschema; Repräsentieren von Elementen, welche ein erkennbares vordefiniertes Format aufweisen, durch eine Zeichensequenz basierend auf einem vordefinierten Formatcodierungsschema; Repräsentieren von Elementen, welche eine erkennbare Bedeutung aufweisen, durch eine Zeichensequenz basierend auf einem vordefinierten Bedeutungscodierungsschema.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 16, wobei das erkannte Format eines oder mehrere der folgenden umfaßt: Vertikale und/oder horizontale Linien in dem Dokument; Fließkommazahlen; Datumsangaben; ganze Zahlen; Postleitzahlen.
  18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 17, wobei die Fläche, die zur Erzeugung des Layout-Dokuments berücksichtigt wird, eine oder mehrere geometrische Flächen aufweist, deren Dimensionen vordefiniert sein können oder vom Benutzer gesetzt werden können.
  19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 18, welche ferner aufweist: die Klassifiziervorrichtung, welche das elektronische Layout-Dokument als einen Input zum Trainieren der Klassifiziervorrichtung oder zum Evaluieren des Inputs durch die Klassifiziervorrichtung verwendet.
  20. Vorrichtung zum Extrahieren einer oder mehrerer Elemente, die zu einer bestimmten vordefinierten Kategorie gehören, aus einem elektronischen Dokument, wobei die Vorrichtung gekennzeichnet ist durch: einen Sucher zum Suchen von Kandidatenelementen in dem Dokument basierend auf einem oder mehreren vordefinierten Suchkriterien; einen Generator zum Erzeugen von einem Layout-Dokument gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche für jedes Kandidatenelement, das in dem Suchschritt erhalten wird; und einen Beurteiler zum Beurteilen, ob das Kandidatenelement zu der Kategorie gehört, basierend auf dem Informationsinhalt des Layout-Dokuments.
  21. Klassifiziervorrichtung welche trainierbar ist, um zu erkennen, ob ein Element eines Dokuments zu einer bestimmten Kategorie gehört oder nicht, wobei die Vorrichtung gekennzeichnet ist durch einen Sucher zum Suchen von Kandidatenelementen in dem Dokument basierend auf einem oder mehreren vordefinierten Suchkriterien; einen Generator zum Erzeugen von einem Layout-Dokument gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche für jedes Kandidatenelement, das von dem Sucher erhalten wurde; und eine Einrichtung zum Eingeben des Layout-Dokuments zusammen mit Informationen dahingehend, ob der Kandidat zu der bestimmten Kategorie gehört oder nicht, in die Klassifiziervorrichtung, um die Klassifiziervorrichtung zu trainieren.
  22. Vorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, wobei die Klassifiziervorrichtung ein neuronales Netzwerk ist.
  23. Computerprogramm, welches von einem Computerprogramm ausführbaren Programmcode umfaßt, dadurch gekennzeichnet ist, daß er angepaßt ist, den Computer zu veranlassen, ein Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 auszuführen.
  24. Datenstruktur zur Verwendung als Input in einer Klassifiziervorrichtung, wobei die Datenstruktur dadurch gekennzeichnet ist, daß sie dadurch erhalten wurde, daß ein Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 ausgeführt wurde.
DE60005293T 2000-02-23 2000-02-23 Methode und Vorrichtung zur Verarbeitung elektronischer Dokumente Expired - Lifetime DE60005293T2 (de)

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DE60005293D1 DE60005293D1 (de) 2003-10-23
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