DE4437525C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Untersuchung der Wandung eines Bohrlochs in Gestein - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Untersuchung der Wandung eines Bohrlochs in GesteinInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Untersu
chung der Wandung eines Bohrlochs in Gestein, wobei
eine Bild-Aufnahmevorrichtung in das Bohrloch einge
fahren wird und von der Bohrlochwandung eine Folge
von Bildaufnahmen erzeugt und aufgezeichnet wird.
Darüber hinaus betrifft die Erfindung eine Vorrichtung
zur Untersuchung der Wandung eines Bohrlochs in Ge
stein, insbesondere zur Durchführung des vorgenannten
Verfahrens, mit einer Bild-Aufnahmevorrichtung, die in
das Bohrloch einfahrbar ist und eine Folge von Bildauf
nahmen von der Bohrlochwandung erzeugt.
Seit langer Zeit ist es bekannt, in die Erde bzw. in
Gestein Bohrungen einzubringen, um aus dem dabei
gewonnenen Bohrkern Aufschlüsse über den Aufbau
und die Schichtungen des Gesteins bzw. des Gebirges
zu erhalten. Auf diese Weise lassen sich Voraussagen
über die Eignung des Gestein für bestimmte Baumaß
nahmen treffen.
Es hat sich gezeigt, daß die Auswertung der Bohrker
ne in vielen Fällen nicht ausreichend ist, da insbesondere
in einem wenig standfesten Gebirge sich kein oder zu
mindest kein zusammenhängender Bohrkern gewinnen
läßt. Um dieses Problem zu lösen, ist ein Verfahren ent
wickelt worden, die Wandung des fertigen Bohrlochs
mit einer Kamerasonde zu untersuchen. Zu diesem
Zweck wird eine Kamera (früher üblicherweise eine
Film- oder Vidicon-Kamera, heutzutage üblicherweise
eine CCD-Kamera) in das Bohrloch eingefahren, nach
dem die Bohrung abgeteuft und das Bohrgestänge voll
ständig herausgezogen wurde. Häufig wird die Bohrung
vor dem Einfahren der Kamera zusätzlich auch noch
gespült. Beim Ein- und Ausfahren wird von der Bohr
lochwandung eine Film- bzw. Video-Aufnahme aufge
zeichnet die anschließend von Geologen nach gefüge
kundlichen oder petrographischen Gesichtspunkten
ausgewertet wird.
Bei Anwendung des Verfahrens hat es sich gezeigt,
daß es insbesondere bei Bohrungen, die zum Nachbre
chen oder Verstürzen neigen, zu einer Beschädigung
oder einem Verlust der Kamerasonde kommen kann, da
bei dem bekannten Verfahren die Kamerasonde in das
unverrohrte Bohrloch eingefahren wird. Da die mit ei
nem Verlust der Kamerasonde verbundenen finanziel
len Schäden relativ hoch sind, werden mittlerweile Boh
rungen, die nachbrechen oder verstürzen können, übli
cherweise aus Sorge um die Kamerasonde nicht befah
ren. Häufig wird die Sondierung deshalb nur in standfe
stem Gestein vorgenommen, obwohl sich bei diesem in
der Regel ein guter Bohrkern gewinnen läßt der in aus
reichendem Maße Aufschluß über das Gestein gibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ver
fahren zur Untersuchung der Wandung eines Bohrlochs
in Gestein der genannten Art zu schaffen, das sich auch
in wenig standfestem Gebirge zuverlässig anwenden
läßt. Darüber hinaus soll eine Vorrichtung zur Untersu
chung der Wandung eines Bohrlochs in Gestein ge
schaffen werden, die die Durchführung des Verfahrens
in einfacher und kostengünstiger Weise ermöglicht.
Hinsichtlich des Verfahrens wird die Aufgabe erfin
dungsgemäß dadurch gelöst, daß das Bohrloch in an sich
bekannter Weise nach einem Bohrverfahren erzeugt
wird, bei dem nach Ziehen einer Bohrvorrichtung in
dem Bohrloch ein Mantelrohr verbleibt, daß die Bild-
Aufnahmevorrichtung nach dem Ziehen der Bohrvor
richtung in das Bohrloch eingefahren und am unteren
Ende des Mantelrohres derart angekoppelt wird, daß sie
aus dem Mantelrohr teilweise hervorragt, und daß das
Mantelrohr anschließend zusammen mit der Bild-Auf
nahmevorrichtung aus dem Bohrloch herausgezogen
wird, während gleichzeitig die Folge von Bildaufnahmen
erzeugt wird. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird das Bohrloch vorzugsweise nach dem Seilkernver
fahren abgeteuft. Nachdem die gewünschte Bohrtiefe
erreicht ist, wird das Kernrohr herausgezogen, während
das Außenrohr einschließlich der Bohrkrone in dem
Bohrloch verbleibt. Das Außenrohr mit der Bohrkrone
wird im folgenden als Mantelrohr bezeichnet.
In das Bohrloch bzw. das Mantelrohr wird daraufhin
die Bild-Aufnahmevorrichtung eingefahren. Die Bild-
Aufnahmevorrichtung, die eine Kamera, insbesondere
eine CCD-Kamera umfaßt, wird am unteren Ende des
Mantelrohres an diesem festgelegt, wobei das untere
Ende der Bild-Aufnahmevorrichtung mit der Aufnah
meoptik vorzugsweise wenige Zentimeter aus dem
Mantelrohr heraus in das ungesicherte Bohrloch vor
steht. Aufgrund der Ankoppelung der Bild-Aufnahme
vorrichtung an dem Mantelrohr ist eine genaue Positio
nierung der Kamera und insbesondere deren Zentrie
rung im Bohrloch möglich.
Anschließend werden die einzelnen Schüsse des Man
telrohres in bekannter Weise aus dem Bohrloch heraus
gezogen, wobei gleichzeitig mit dem Ziehen eine konti
nuierliche Bild- bzw. Videoaufnahme der Bohrlochwan
dung hergestellt und auf einem Datenträger aufgezeich
net wird.
Mit dem anmeldungsgemäßen Verfahren ist es mög
lich, die Bildaufzeichnung aus dem Schutz des Mantel
rohres heraus vorzunehmen, wobei die Bohrlochwan
dung gegen Nachbrechen oder Verstürzen durch das
Mantelrohr gehindert ist Somit ist das Risiko eines Ver
lustes der Bild-Aufnahmevorrichtung minimiert. Ein
weiterer Vorteil liegt in einer wesentlichen Zeiterspar
nis, da mit dem Ziehen des Mantelrohres die Untersu
chung bzw. Sondierung des Bohrloches abgeschlossen
ist, während bei dem bekannten Verfahren die Untersu
chung erst nach dem Ausbau der Rohre beginnt und das
Bohrpersonal mit dem Bohrgerät bis zur Beendigung
der Sondierung auf der Baustelle warten muß, um die
abschließenden Aufgaben erledigen zu können.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vor
gesehen, daß die Bohrlochwandung mittels einer Be
leuchtungsvorrichtung beleuchtet wird, die an oder na
he dem unteren Ende der Bild-Aufnahmevorrichtung
angeordnet ist und aus dem Mantelrohr unten heraus
ragt. Die Beleuchtungsvorrichtung stellt eine gute Aus
leuchtung der Bohrlochwandung sicher, so daß hoch
wertige, aussagekräftige Bildaufzeichnungen der Bohr
lochwandung erzielt werden können.
Es hat sich bewährt, das Mantelrohr zusammen mit
der Bild-Aufnahmevorrichtung im wesentlichen konti
nuierlich aus dem Bohrloch herauszuziehen, wobei die
Bild-Aufnahmevorrichtung in dem Mantelrohr zentriert
sein sollte.
Für die Auswertung der Bildaufnahmen ist es vorteil
haft, die Stellung bzw. die Ausrichtung der Bild-Aufnah
mevorrichtung in dem Bohrloch zu kennen. Zu diesem
Zweck ist in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen, daß die Bild-Aufnahmevorrichtung einen
Kompaß aufweist mittels dessen die Ausrichtung der
Bild-Aufnahmevorrichtung in dem Bohrloch kontinuier
lich erfaßt wird. Mit dem Kompaß, bei dem es sich um
einen Kreiselkompaß handeln kann, wird die Nord-
Richtung ermittelt und kontinuierlich aufgezeichnet.
Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, daß die Daten be
züglich der Ausrichtung der Bild-Aufnahmevorrichtung
den Bildaufnahmedaten beispielsweise mit Hilfe eines
Texteinblendsystems überlagert werden, so daß in jedes
Bild der Bohrlochwandung die jeweils aktuelle Ausrich
tung der Bild-Aufnahmevorrichtung eingeblendet ist.
Vorzugsweise ist der Bild-Aufnahmevorrichtung
auch ein Timer zugeordnet, mittels dessen der zeitliche
Ablauf des Ziehens des Mantelrohres und der Bild-Auf
nahmevorrichtung erfaßt wird. Auch die entsprechen
den Zeitdaten werden aufgezeichnet und vorzugsweise
mit Hilfe des Texteinblendsystems den Bild-Aufnahme
daten überlagert.
Während der Untersuchung der Wandung des Bohr
lochs wird an der Erdoberfläche der Ablauf des Ziehens
des Mantelrohres und der Bild-Aufnahmevorrichtung
mittels eines Wegmeßsystems und mittels eines weite
ren Timers erfaßt. Dabei wird am Bohrgerät mit dem
elektrischen Wegmeßsystem jeder Hub des Bohrge
stänges registriert und mit einer Zeitangabe, die von
dem weiteren Timer erzeugt wird, korreliert. Um bei
einer späteren Auswertung der Bohrlochuntersuchung
eine exakte Tiefenangabe der im Bohrloch aufgenom
menen Bilder zu ermöglichen, werden vor Beginn des
Einfahrens der Bild-Aufnahmevorrichtung in das Bohr
loch der Timer an der Bild-Aufnahmevorrichtung und
der weitere Timer am Bohrgerät synchronisiert.
Hinsichtlich der Vorrichtung wird die oben genannte
Aufgabe dadurch gelöst, daß die Bild-Aufnahmevorrich
tung in dem unteren Endabschnitt eines im Bohrlochs
befindlichen Mantelrohres derart ankoppelbar ist, daß
sie aus dem Mantelrohr teilweise hervorragt und mit
diesem zusammen bewegbar bzw. aus dem Bohrloch
herausziehbar ist.
In bevorzugter Ausführung der Erfindung weist die
Bild-Aufnahmevorrichtung eine Kamera, insbesondere
eine Videokamera, beispielsweise CCD-Kamera, mit ei
nem Objektiv und eine Speichervorrichtung für die von
der Kamera empfangenen Bildaufnahmedaten auf. Bei
der Speichervorrichtung kann es sich um ein Bandlauf
werk handeln, sind jedoch auch andere Speichermedien
möglich.
Aus Schutzgründen ist das Objektiv vorzugsweise
vom vorderen Ende der Bild-Aufnahmevorrichtung zu
rückversetzt, so daß es vollständig im Mantelrohr ange
ordnet ist und im vorderen, aus dem Mantelrohr vorste
henden Abschnitt der Bild-Aufnahmevorrichtung ist ein
Spiegel angeordnet mittels dessen die von der Bohr
lochwandung ausgehenden Strahlenbündel zu dem Ob
jektiv umlenkbar sind. Dabei erfolgt vorzugsweise eine
Umlenkung um annähernd 90°, so daß eine im wesentli
che senkrechte Aufnahme der Bohrlochwandung mög
lich ist. Eine derartige Umlenkung der Strahlenbündel
kann mit einem rotationssymmetrischen Spiegel, insbe
sondere einem Kegelstumpfspiegel erreicht werden.
Am unteren Ende der Bild-Aufnahmevorrichtung ist
eine Beleuchtungsvorrichtung zur Beleuchtung der
Bohrlochwandung vorgesehen. Da gleichzeitig eine
Aufnahme der Bohrlochwandung über den gesamten
Umfang erreicht werden soll, ist vorzugsweise als Be
leuchtungsvorrichtung ein Beleuchtungsring, insbeson
dere ein Halogen-Beleuchtungsring vorgesehen.
Die Bild-Aufnahmevorrichtung umfaßt des weiteren
den oben genannten Kompaß, insbesondere Kreisel
kompaß, zur Erfassung der Ausrichtung der Bild-Auf
nahmevorrichtung in dem Bohrloch und den Timer zur
Erfassung des zeitlichen Ablaufs. Um die Daten des
Kompasses und des Timers mit den Bilddaten in Rela
tion zu bringen, ist eine Text-Einblendvorrichtung vor
gesehen, mittels der die von der Kamera abgegebenen
Bildaufnahmedaten mit den Daten des Kompasses be
züglich der Ausrichtung und/oder den Daten des Timers
bezüglich des zeitlichen Ablaufs des Ziehens des Man
telrohres überlagerbar sind.
Wie aus dem oben Gesagten hervorgeht, benötigen
zumindest einige Bauteile der Bild-Aufnahmevorrich
tung eine Stromversorgung. Zu diesem Zweck besitzt
die Bild-Aufnahmevorrichtung eine Stromquelle, insbe
sondere Akkumulatoren.
Die Kamera mit dem Objektiv ist zusammen mit den
weiteren Bauteilen der Bild-Aufnahmevorrichtung, d. h.
der Speichervorrichtung und/oder dem Kompaß und/oder
dem Timer und/oder den Akkumulatoren und/oder
dem Texteinblendsystems und/oder der Speicher
vorrichtung in einem rohrförmigen Gehäuse aufgenom
men, dessen Außenabmessungen im wesentlichen dem
Innendurchmesser des Mantelrohres bzw. den Außen
abmessungen des Seilkernrohrs entsprechen. Der Me
chanismus zur Ankoppelung des Gehäuses an dem
Mantelrohr entspricht dem der Seilkernausrüstung.
Auch die Beleuchtungsvorrichtung und der Spiegel sind
an dem Gehäuse gehalten, ragen jedoch aus diesem um
ein geringes Naß nach unten heraus.
Auf der Erdoberfläche ist ein Wegmeßsystem mit ei
nem weiteren Timer angeordnet mit denen der Ablauf
des Ziehens des Mantelrohres weg- und zeitmäßig er
faßbar ist.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung
sind aus der folgenden Beschreibung eines Ausfüh
rungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung er
sichtlich, wobei die einzige Figur einen Längsschnitt
durch das untere Ende einer in ein Bohrloch eingeführ
ten Bild-Aufnahmevorrichtung zeigt.
Gemäß der Figur ist in einem Gestein 10 ein Bohrloch
11 mittels des bekannten Seilkernverfahrens ausgebil
det, wobei das Kernrohr gezogen ist und ein Außenrohr
14 mit einem an dessen unterem Ende angeordneten
rohrförmigen Räumer 15 und einer daran nach unten
anschließenden rohrförmigen Bohrkrone 16 in dem
Bohrloch 11 verbleibt.
Eine Bild-Aufnahmevorrichtung 12 weist ein rohrför
miges Gehäuse 17 auf, das an seinem oberen Ende mit
einem Kopplungsmechanismus 13 versehen ist, der dem
bei dem Seilkernrohr üblichen Kopplungsmechanismus
mit einer Stützkupplung, einem Klinkengehäuse, einer
Klinke und einem Lagergehäuse entspricht und deshalb
hier nicht näher erläutert werden soll. Mittels des Kopp
lungsmechanismus, kann die Bild-Aufnahmevorrichtung
12 an das Außenrohr 14 angekoppelt werden, so daß sie
zusammen mit diesem aus dem Bohrloch 11 herausge
zogen werden kann.
In dem rohrförmigen Gehäuse 17 ist eine Video- bzw.
CCD-Kamera 22 mit einem nach unten gerichteten Ob
jektiv 22a angeordnet, wobei die Kamera 22 jedoch
vollständig in dem Gehäuse 17 aufgenommen und durch
dieses geschützt ist. Am unteren Ende des Gehäuses 17
ist ein koaxial zum Bohrloch 11 ausgerichteter Beleuch
tungsring 24 vorgesehen, mittels dessen die Bohrloch
wandung 11a angeleuchtet werden kann. Um die von
der Bohrlochwandung 11a ausgehenden Strahlenbündel
SB zu dem im Inneren des Gehäuses 17 angeordneten
Objektiv 22a umzulenken, ist oberhalb des Beleuch
tungsrings 24 ein Kegelstumpfspiegel 23 konzentrisch
zu dem Gehäuse 17 angeordnet. Somit kann die Kamera
22 Bilder der Bohrlochwandung 11a aufnehmen, obwohl
sie in dem Gehäuse 17 angeordnet und durch dieses
geschützt ist.
Des weiteren sind in dem Gehäuse 17 ein Bandlauf
werk 21 zur Speicherung der von der Kamera 22 aufge
nommenen Bilder sowie ein Kompaß 19 zur Erfassung
der Ausrichtung der Bild-Aufnahmevorrichtung 12 in
dem Bohrloch 11 vorgesehen. Die Daten des Kompas
ses 19 können mit Hilfe eines Text-Einblendsystems 20
mit den Bilddaten der Kamera 22 überlagert werden. In
dem Text-Einblendsystem 20 ist darüber hinaus ein Ti
mer integriert, dessen Zeitangabe ebenfalls mit den
Bilddaten der Kamera 22 überlagert und auf dem Band
laufwerk 21 gespeichert werden kann.
Zur Stromversorgung der Kamera 22 und der ande
ren Baueinheiten ist in dem Gehäuse 17 ein Akku 18
vorgesehen, der eine ausreichende Betriebsdauer der
Bild-Aufnahmevorrichtung 12 gewährleistet.
Die Außenabmessungen des Gehäuses 17 sind derart
an das von dem Außenrohr 14, dem Räumer 15 und der
Bohrkrone 16 gebildete Mantelrohr angepaßt, daß die
Bild-Aufnahmevorrichtung 12 in dem Bohrloch 11 im
wesentlichen zentriert ist.
Wenn das Mantelrohr zusammen mit der Bild-Auf
nahmevorrichtung 12 aus dem Bohrloch 11 heraus nach
oben gezogen wird, kann von der Bohrlochwandung 11a
mit Hilfe der Kamera 22 eine im wesentlichen kontinu
ierliche Bildfolge aufgenommen und zusammen mit den
entsprechenden Daten des Kompasses 19 und des Ti
mers auf dem Bandlaufwerk 21 gespeichert werden. Zu
sammen mit den in oben genannter Weise gewonnenen
Daten des an der Erdoberfläche angeordneten Weg
meßsystems und des weiteren synchronisierten Timers
läßt sich bei der späteren Auswertung der Bohrlochauf
nahmen eine exakte Tiefenangabe der im Bohrloch vor
genommenen Videobilder gewinnen.
Claims (29)
1. Verfahren zur Untersuchung der Wandung eines
Bohrlochs in Gestein, wobei eine Bild-Aufnahme
vorrichtung in das Bohrloch eingefahren wird und
von der Bohrlochwandung eine Folge von Bildauf
nahmen erzeugt und aufgezeichnet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß das Bohrloch (11) in
an sich bekannter Weise nach einem Bohrverfah
ren erzeugt wird, bei dem nach Ziehen einer Bohr
vorrichtung in dem Bohrloch (11) ein Mantelrohr
(14, 15, 16) verbleibt,
daß die Bild-Aufnahmevorrichtung (12) nach dem Ziehen der Bohrvorrichtung in das Bohrloch (11) eingefahren und am unteren Ende des Mantelroh res (14, 15, 16) derart angekoppelt wird, daß sie aus dem Mantelrohr (14, 15, 16) teilweise hervorragt, und
daß das Mantelrohr (14, 15, 16) anschließend zu sammen mit der Bild-Aufnahmevorrichtung (12) aus dem Bohrloch (11) herausgezogen wird, wäh rend gleichzeitig die Folge von Bildaufnahmen er zeugt wird.
daß die Bild-Aufnahmevorrichtung (12) nach dem Ziehen der Bohrvorrichtung in das Bohrloch (11) eingefahren und am unteren Ende des Mantelroh res (14, 15, 16) derart angekoppelt wird, daß sie aus dem Mantelrohr (14, 15, 16) teilweise hervorragt, und
daß das Mantelrohr (14, 15, 16) anschließend zu sammen mit der Bild-Aufnahmevorrichtung (12) aus dem Bohrloch (11) herausgezogen wird, wäh rend gleichzeitig die Folge von Bildaufnahmen er zeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bohrlochwandung (11a) mittels
einer Beleuchtungsvorrichtung (24) beleuchtet
wird, die an oder nahe dem unteren Ende der Bild-
Aufnahmevorrichtung (12) angeordnet ist und aus
dem Mantelrohr (14, 15, 16) unten herausragt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Mantelrohr (14, 15, 16) zu
sammen mit der Bild-Aufnahmevorrichtung (12) im
wesentlichen kontinuierlich aus dem Bohrloch (11)
herausgezogen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bild-Aufnahme
vorrichtung (12) in dem Mantelrohr (14, 15, 16) zen
triert wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bild-Aufnahme
vorrichtung (12) einen Kompaß (19) aufweist, mit
tels dessen die Ausrichtung der Bild-Aufnahmevor
richtung (12) in dem Bohrloch (11) kontinuierlich
erfaßt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ausrichtung der Bild-Aufnahme
vorrichtung (12) aufgezeichnet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Daten bezüglich der Ausrich
tung der Bild-Aufnahmevorrichtung (12) den Bild
aufnahmedaten überlagert werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bild-Aufnahme
vorrichtung (12) ein Timer zugeordnet ist, mittels
dessen der zeitliche Ablauf des Ziehens des Mantel
rohres und der Bild-Aufnahmevorrichtung erfaßt
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß der zeitliche Ablauf des Ziehens auf
gezeichnet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Daten bezüglich des zeitli
chen Ablaufs des Ziehens den Bildaufnahmedaten
überlagert werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ablauf des Zie
hens des Mantelrohres und der Bild-Aufnahmevor
richtung mittels eines Wegmeßsystems und mittels
eines weiteren Timers erfaßt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Wegmeßsystem und der weitere
Timer an der Erdoberfläche angeordnet sind.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch
gekennzeichnet, daß der Timer an der Bild-Aufnah
mevorrichtung und der weitere Timer vor dem Ein
bringen der Bild-Aufnahmevorrichtung in das
Bohrloch synchronisiert werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bild-Aufnahme
vorrichtung eine Kamera, insbesondere eine Vi
deokamera (22) aufweist.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß das Bohrloch nach
dem Seilkernverfahren abgeteuft wird.
16. Vorrichtung zur Untersuchung der Wandung
eines Bohrlochs in Gestein, zur
Durchführung des Verfahrens nach einem der An
sprüche 1 bis 15, mit einer Bild-Aufnahmevorrich
tung, die in das Bohrloch einfahrbar ist und eine
Folge von Bildaufnahmen von der Bohrlochwan
dung erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bild-Aufnahmevorrichtung (12) in dem unteren
Endabschnitt eines im Bohrloch (11) befindlichen
Mantelrohres (14, 15, 16) derart ankoppelbar ist,
daß sie aus dem Mantelrohr teilweise hervorragt
und mit diesem zusammen bewegbar ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Bild-Aufnahmevorrichtung
(12) eine Kamera, insbesondere Videokamera (22)
mit einem Objektiv (22a) und eine Speichervorrich
tung (21) für die von der Kamera empfangenen
Bildaufnahmedaten aufweist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Objektiv (22a) vom vorderen
Ende der Bild-Aufnahmevorrichtung (12) zurück
versetzt ist, und daß im vorderen, aus dem Mantel
rohr vorstehenden Abschnitt der Bild-Aufnahme
vorrichtung ein Spiegel (23) angeordnet ist, mittels
dessen die von der Bohrlochwandung (11a) ausge
henden Strahlenbündel SB zu dem Objektiv (22a)
umlenkbar sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Spiegel ein rotationssymme
trischer Spiegel, insbesondere ein Kegelstumpf
spiegel (23) ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis
19, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichervor
richtung ein Bandlaufwerk (21) ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis
20, dadurch gekennzeichnet, daß die Bild-Aufnah
mevorrichtung (12) an ihrem unteren Ende eine Be
leuchtungsvorrichtung (24) zur Beleuchtung der
Bohrlochwandung (11a) aufweist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Beleuchtungsvorrichtung ein
Beleuchtungsring (24), insbesondere ein Halogen-
Beleuchtungsring ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis
22, gekennzeichnet durch einen Kompaß (19), mit
tels dessen die Ausrichtung der Bild-Aufnahmevor
richtung in dem Bohrloch kontinuierlich erfaßbar
ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis
23, gekennzeichnet durch einen Timer, mittels des
sen der zeitliche Ablauf des Ziehens des Mantel
rohres und der Bild-Aufnahmevorrichtung erfaß
bar ist.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis
24 gekennzeichnet durch eine Einblendvorrichtung
(20), mittels der die von der Kamera (22) abgegebe
nen Bildaufnahmedaten mit den Daten des Kom
passes (19) bezüglich der Ausrichtung und/oder
den Daten des Timers bezüglich dem zeitlichen Ab
lauf des Ziehens des Mantelrohres überlagerbar
sind.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis
25, dadurch gekennzeichnet, daß die Bild-Aufnah
mevorrichtung eine Stromquelle, insbesondere Ak
kumulatoren (18) aufweist.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis
26, dadurch gekennzeichnet, daß die Bild-Aufnah
mevorrichtung ein rohrförmiges Gehäuse (17) auf
weist, dessen Außenabmessungen im wesentlichen
den Innenabmessungen des Mantelrohres entspre
chen.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis
27, dadurch gekennzeichnet, daß die Kamera (22)
und/oder die Speichervorrichtung (21) und/oder
der Kompaß (19) und/oder der Timer in dem Ge
häuse (17) der Bild-Aufnahmevorrichtung angeord
net sind.
29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis
28, gekennzeichnet durch ein Wegmeßsystem und
einen weiteren Timer, mit denen der Ablauf des
Ziehens des Mantelrohres weg- und zeitmäßig er
faßbar ist.
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Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004026702B3 (de) * | 2004-05-28 | 2006-02-09 | Deutsche Montan Technologie Gmbh | Vorrichtung zur Untersuchung von Ankerbohrlöchern |
Citations (4)
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|---|---|---|---|---|
| DE1068196B (de) * | 1959-11-05 | |||
| DD100517A1 (de) * | 1972-10-11 | 1973-09-20 | ||
| DE4129709C1 (de) * | 1991-09-06 | 1992-12-03 | Bergwerksverband Gmbh | |
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-
1994
- 1994-10-20 DE DE4437525A patent/DE4437525C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| KAULFUSS: Markscheidewesen und Gebirgsschlagver- hütung. In: Glückauf, 119,Nr.18,1983, S.863-865 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4437525A1 (de) | 1996-04-25 |
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