DE4343320A1 - Verfahren zum Erzeugen von Wachsester - Google Patents
Verfahren zum Erzeugen von WachsesterInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C67/00—Preparation of carboxylic acid esters
- C07C67/08—Preparation of carboxylic acid esters by reacting carboxylic acids or symmetrical anhydrides with the hydroxy or O-metal group of organic compounds
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen von
Wachsester aus einem mindestens eine Fettsäure und
mindestens einen Fettalkohol enthaltenden flüssigen
Gemisch, wobei die Fettsäure und der Fettalkohol pro
Molekül 6 bis 30 C-Atome enthalten.
In der Zeitschrift JAOCS, Band 69, Nr. 11 (November
1992), Seite 1150 bis 1153 wird ein Verfahren dieser Art
beschrieben, wobei man das Fettsäure-Fettalkohol-Gemisch
zusammen mit einem Zeolith-Katalysator bei Temperaturen
im Bereich von 150 bis 275°C in einer Laborapparatur
rührt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs
genannte Verfahren auf einfache Weise großtechnisch
durchzuführen. Erfindungsgemäß geschieht dies dadurch,
daß das Gemisch bei Temperaturen im Bereich von etwa 105
bis 300°C bewegt und in eine Sprühzone hinein versprüht
wird, wobei in der Sprühzone eine wasserdampfhaltige
Atmosphäre erzeugt wird, die man mindestens teilweise
entfernt. Das Bewegen und dabei intensive Mischen der
Reaktionsteilnehmer kann z. B. durch Rühren oder Umwälzen
erfolgen, wobei sich das Umwälzen z. B. durch die
Strömungsführung und/oder durch Inertgaszufuhr mit
beträchtlicher Turbulenz durchführen läßt.
Auch wenn die Zugabe eines Katalysators
verfahrensbeschleunigend wirken kann, so läßt sich das
Verfahren der Erfindung doch auch ohne Katalysator
durchführen. Da der Verzicht auf einen Katalysator bei
der großtechnischen Wachsester-Herstellung erhebliche
Kostenvorteile bringt, wird man eine solche
Verfahrensweise bevorzugen.
Insbesondere wenn ohne Katalysator gearbeitet wird, ist
es zweckmäßig, das Gemisch während des Bewegens und des
Versprühens auf Temperaturen von mindestens 120°C zu
halten.
Das Verfahren kann kontinuierlich oder chargenweise
durchgeführt werden. Für die kontinuierliche Arbeitsweise
empfiehlt es sich, die Fettsäure und den Fettalkohol in
einer ersten Reaktionszone zu mischen, wobei ein
wachsesterhaltiges Gemisch entsteht, das man durch
mindestens eine weitere Reaktionszone leitet, in welcher
man das Gemisch bewegt, und daß man das Gemisch in
mindestens einer Sprühzone versprüht.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren ist es wichtig, daß der
bei der Veresterung entstehende Wasserdampf mindestens
teilweise aus dem Reaktionsgemisch entfernt wird. Dies
kann auf verschiedene Weise erfolgen, zum Beispiel
dadurch, daß man die wasserdampfhaltige Atmosphäre über
dem Gemisch absaugt. Eine andere Möglichkeit besteht
darin, durch du Gemisch ein Inertgas, zum Beispiel
Stickstoff, hindurchzuleiten. Das Inertgas erzeugt einen
Strippeffekt, wobei das Inertgas Wassermoleküle sowohl
aus dem flüssigen Gemisch als auch aus der Sprühzone
mitnimmt.
Es empfiehlt sich, das Gemisch in die Sprühzone hinein
fein zu verdüsen, wobei man Tröpfchendurchmesser
vorzugsweise im Bereich von 0,01 bis 5,0 mm ausbildet.
Das Verhältnis von Fettsäure zu Fettalkohol zu Beginn der
Umsetzung kann in weitem Bereich variieren. Wenn man ein
wachsesterreiches Produkt erzeugen will, das nur noch
geringe Reste an Fettsäure und Fettalkohol aufweist, wird
man Fettsäure und Fettalkohol im Molverhältnis 1 : 1
vorlegen. Wenn es daraufankommt, ein möglichst
säurefreies Wachsester-Produkt herzustellen, empfiehlt es
sich, mit einem Überschuß an Fettalkohol zu beginnen. Auf
diese Weise ist es ohne weiteres möglich, Wachsester mit
einer Säurezahl kleiner 1 oder auch kleiner 0,3
herzustellen. Die Säurezahl wird wie üblich gemessen in
mg KOH zum Neutralisieren der restlichen Säure pro Gramm
der untersuchten Probe.
Ausgestaltungsmöglichkeiten des Verfahrens werden mit
Hilfe der Zeichnung erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine einstufige Verfahrensweise, die besonders für
chargenweisen Betrieb geeignet ist und
Fig. 2 eine dreistufige Verfahrensweise, die sich
besonders für kontinuierliches Arbeiten eignet.
Beim Verfahren der Fig. 1 werden einem Reaktor (1) durch
die Leitung (2) gemeinsam Fettsäure und Fettalkohol
zugeführt und das Gemisch wird durch eine Düse (3) in
feine Tröpfchen zerteilt in die Sprühzone (4) des
Reaktors (1) hinein versprüht. Unterhalb der Sprühzone
(4) befindet sich im Reaktor (1) eine Reaktionszone (5),
wo das Gemisch aus Fettsäure, Fettalkohol und gebildetem
Wachsester ständig intensiv gerührt wird. In das Gemisch
wird durch die Leitung (6) Inertgas, zum Beispiel
Stickstoff, eingeleitet. Bei der Umsetzung von Fettsäure
mit Fettalkohol bei den im Reaktor herrschenden
Temperaturen im Bereich von 105 bis 300°C und
vorzugsweise von mindestens 120°C entsteht Wasserdampf,
der vor allem durch das Versprühen wirksam aus dem
Reaktionsgemisch abgetrennt wird. Der gebildete
Wasserdampf wird zusammen mit Inertgas durch die
Leitung (7) aus dem Reaktor (1) abgeführt, z. B. durch
Absaugen. Falls Ausgangsmaterial und Wachsester-Produkt
mitgerissen wird, kann man das in an sich bekannter,
nicht dargestellter Weise durch Kondensation
wiedergewinnen und zurück in den Reaktor (1) leiten.
Die Ausgangsmaterial und Wachsester enthaltende
Flüssigkeit, die sich in der Reaktionszone (5) sammelt,
wird für eine gewisse Zeit im Kreis geführt und durch die
Leitung (8) unter der Wirkung der Pumpe (9) auf den Kopf
des Reaktors (1) gegeben und erneut durch die Düse (3)
versprüht. Bei chargenweisem Betrieb des Reaktors (1)
liegen die Verweilzeiten im Reaktor bei 1 bis 10 Stunden,
wobei die Gesamtmenge der Flüssigkeit 1 bis 20 Mal/h
versprüht wird.
Ebenso wie beim Verfahren der Fig. 1 kann man auch beim
Verfahren der Fig. 2 ohne Katalysator arbeiten. Gemäß
Fig. 2 gibt man durch die Leitung (11) Fettsäure und
durch die Leitung (11a) Fettalkohol in einen ersten
Reaktionsbehälter (12), in welchem das Gemisch intensiv
gerührt wird. Während des Rührens führt man durch die
Leitung (13) Inertgas, z. B. Stickstoff, zu.
Wasserdampfhaltiges Inertgas zieht man durch die Leitung
(14) ab. Im ersten Reaktionsbehälter (12) erfolgt die
Umsetzung nur teilweise, so daß man in der Leitung (15)
eine Fettsäure, Fettalkohol und Wachsester enthaltende
Flüssigkeit abführt, die man einem zweiten
Reaktionsbehälter (16) aufgibt. Dieser zweite Behälter
(16) arbeitet im Prinzip genauso wie der erste
Reaktionsbehälter (12), er weist ebenfalls eine
Inertgaszufuhr (17) und eine Ableitung (18) für
wasserdampfhaltiges Gas auf.
In der Leitung (20) zieht man aus dem zweiten
Reaktionsbehälter (16) eine Flüssigkeit ab, die gegenüber
der Flüssigkeit der Leitung (15) einen erhöhten Anteil an
Wachsester und daneben noch Reste an Fettsäure und
Fettalkohol enthält. Diese Flüssigkeit gibt man einem
Reaktor (1a) auf, der, wie bereits zusammen mit Fig. 1
erläutert, eine Sprühzone (4) und eine Reaktionszone (5)
aufweist. Inertgas wird durch die Leitung (6) zugeführt
und wasserdampfhaltiges Gas führt man in der Leitung (7)
ab. Wachsesterreiches Produkt fällt in der Leitung (21)
an. Falls erforderlich, kann man den Reaktor (1a)
ebenfalls mit einem Flüssigkeitskreislauf betreiben,
wobei man einen Teil der Flüssigkeit der Leitung (21)
durch die gestrichelt eingezeichnete Leitung (22) zum
Kopf des Reaktors (1a) zurückführt. Die
Gesamt-Verweilzeit beim kontinuierlichen Verfahren gemäß
Fig. 2 ist üblicherweise länger als die Verweilzeit beim
chargenweisen Verfahren der Fig. 1.
Das Verfahren kann abweichend von Fig. 2 auch nur mit
einem Reaktionsbehälter oder aber auch mit mehr als 2
Reaktionsbehältern betrieben werden. Auch kann man mehr
als einen mit Sprüheinrichtung versehenen Reaktor
einsetzen.
Im Labormaßstab wird gemäß Fig. 1 chargenweise gearbeitet
und ein Reaktor (1) mit elektrisch beheizbarem Mantel
verwendet. 208 g eines Fettsäuregemisches (C₈-C₁₈) mit
mittlerem Molekulargewicht der Fettsäuren von 208 wird
mit 1,1 mol C₁₆-Fettalkohol dem Reaktor aufgegeben, wobei
die Reaktionsteilnehmer eine Temperatur von 65°C
aufweisen. Die Säurezahl des Gemisches beträgt 117 mg
KOH/g. Im Reaktor herrscht eine Temperatur von 250°C, als
Inertgas wird durch die Leitung (6) Stickstoff zugeführt.
Pro Stunde werden 6 l Flüssigkeit durch die Düse (3) mit
Tröpfchengrößen im Bereich von 0,01 bis 1,0 mm in die
Sprühzone (4) hinein versprüht; bei einem
Vergleichsversuch wird auf dieses Versprühen und die
Leitung (8) verzichtet. Das Fortschreiten der
Veresterungsreaktion wird stündlich durch Messen der
Säurezahl überwacht. Ergebnisse:
Beim erfindungsgemäßen Arbeiten mit Versprühen kann der
Versuch nach 3 Stunden mit praktisch vollständiger
Veresterung beendet werden; der Vergleichsversuch ohne
Versprühen wird nach 6 Stunden ständigen Rührens des
Reaktionsgemisches mit unbefriedigendem Ergebnis
abgebrochen.
Im Labormaßstab wird gemäß Fig. 2 kontinuierlich
gearbeitet, wobei man 3 Rührkessel (12), (16) und (1a)
mit elektrisch beheizbarem Mantel verwendet. Der Kessel
(1a) der Endstufe ist mit einer Sprühzone (4) und einer
Kreislaufleitung (22) ausgestattet. Dem ersten Rührkessel
(12) führt man durch die Leitung (11) das bereits für das
Beispiel 1 verwendete Fettsäuregemisch (C₈-C₁₈) und durch
die Leitung (11a) C₁₂-Fettalkohol, beide vorgewärmt auf
200°C zu, und zwar 1,2 mol Fettalkohol pro mol
Fettsäuregemisch. In den Rührkesseln wird jeweils eine
Temperatur von 250°C aufrechterhalten und Stickstoff als
Inertgas zugeführt. Die Verweilzeit in den Rührkesseln
beträgt 4 Stunden.
In den Leitungen (15), (20) und (21) werden die
Säurezahlen 21,2; 3,8 und 0,2 gemessen, d. h. das Produkt,
das man in der Leitung (21) erhält, ist praktisch
säurefrei. Wenn man jedoch in der Endstufe auf die
Sprühzone (4) und die Kreislaufleitung (22) verzichtet
und den Reaktor (1a) nur als Rührkessel betreibt, erhält
man ein Produkt mit einer Säurezahl von 2,1, d. h. der
erzeugte Wachsester weist noch einen erheblichen
restlichen Säuregehalt auf.
Claims (7)
1. Verfahren zum Erzeugen von Wachsester aus einem
mindestens eine Fettsäure und mindestens einen
Fettalkohol enthaltenden flüssigen Gemisch, wobei die
Fettsäure und der Fettalkohol pro Molekül 6 bis 30
C-Atome enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gemisch bei Temperaturen im Bereich von etwa 105 bis
300°C bewegt und in eine Sprühzone hinein versprüht
wird, wobei in der Sprühzone eine wasserdampfhaltige
Atmosphäre erzeugt wird, die man mindestens teilweise
entfernt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gemisch während des Bewegens und des Versprühens
auf Temperaturen von mindestens 120°C gehalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fettsäure und der Fettalkohol
in einer ersten Reaktionszone gemischt werden, wobei
ein wachsesterhaltiges Gemisch entsteht, das man durch
mindestens eine weitere Reaktionszone leitet, in
welcher man das Gemisch bewegt, und daß man das
Gemisch in mindestens einer Sprühzone versprüht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gemisch ohne Katalysatorzugabe
bewegt und versprüht wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß man in das Gemisch während des
Bewegens ein Inertgas einleitet und
wasserdampfhaltiges Inertgas aus dem Gemisch ableitet.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß man den während der Reaktion
entstehenden Wasserdampf oberhalb des Gemisches
absaugt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß man im Gemisch einen Überschuß an
Fettalkohol aufrechterhält und ein wachsesterreiches,
praktisch säurefreies Produkt erzeugt.
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Applications Claiming Priority (1)
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