DE4328186C2 - Strömungsteiler für radial-axiale Eintrittsgehäuse - Google Patents
Strömungsteiler für radial-axiale EintrittsgehäuseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Strömungsteiler für radial-
axiale Eintrittsgehäuse von rotierenden thermischen Maschi
nen.
Derartige Strömungsteiler sind bekannt. Ihre Aufgabe besteht
in der Stabilisierung der Strömung, bevor diese die erste
Leitreihe der Maschine erreicht.
Bekannt ist eine Gasturbine, welche ein Heissgasgehäuse mit
Einzug des Unterteils aufweist, beim dem zur Stabilisierung
der Strömung ein grosser plattenförmiger gekühlter Strömungs
teiler verwendet wird, welcher in einem Gebiet mit geringer
Geschwindigkeit angeordnet ist. Der Nachteil dieser Lösung
sind periodische Überströmungen auf Grund der geringen Strö
mungsgeschwindigkeit. Ausserdem sind die Herstellungskosten
der thermischen Maschine wegen des Einzuges am Heissgasgehäu
seunterteil hoch. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass
wegen der grossen Abmessungen des Strömungsteilers relativ
viel Kühlluft verbraucht wird, so dass die Temperaturinhomo
genitäten und die NOx-Werte anwachsen.
Bekannt ist auch ein dachförmiger bzw. schmetterlingsförmiger
Strömungsteiler, welcher in einem Heissgasgehäuse ohne Einzug
des Unterteils angeordnet ist. Bei dieser bekannten Lösung
ist der Überströmquerschnitt sehr gross, so dass es zu perio
dischen Instabilitäten kommen kann. Der dachförmige Strö
mungsteiler liegt im Gebiet mit niederer Strömungsgeschwin
digkeit, so dass die stabilisierende Wirkung gering ist.
Weitere Nachteile sind die teure Herstellung und der hohe
Kühlluftverbrauch auf Grund der ausserordentlich grossen Ab
masse des Strömungsteilers. Letzteres hat auch hier höhere
Temperaturinhomogenitäten und höhere NOx-Werte zur Folge.
Aus US-PS 2 187 788 ist eine Turbine bekannt mit einer Regelstufe mit Partialbeaufschlagung
und einem anschliessend voll beaufschlagten Teil. Bei Teillast ensteht bei dieser Turbinenart
im Ringraum ein Drall, welcher zu einem bedeutenden Energieverlust des Strömungsmediums
führt. Um dies zu verhindern, wird gemäss der genannten US-Druckschrift im Ringraum ein
Blech angeordnet.
Die Erfindung versucht, all diese Nachteile zu vermeiden. Ihr
liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer rotierenden thermischen
Maschinen mit radial-axialem Eintrittsgehäuse einen Strö
mungsteiler zu schaffen, der eine grosse Stabilisierung der
Strömung bewirkt und bei dem ein Überströmen verhindert bzw.
erschwert wird, der minimale Mengen an Kühlluft benötigt,
billig in der Herstellung ist und auch bei Eintrittsgehäusen
ohne Einzug am Unterteil eingesetzt werden kann.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der Strö
mungsteiler im Turbineneinlauf dem Eintritt gegenüberliegend
vor der ersten Leitreihe bzw. im Verdichtereinlauf dem Ein
tritt gegenüberliegend vor den Rippen angeordnet ist, dass
der Strömungsteiler im mittleren Staupunkt der Gehäuseströ
mung angebracht ist, dass der Strömungsteiler ein dickköpfi
ges Profil mit einer maximalen Profildicke (dmax) und einer
geraden Skelettlinie aufweist, dass die in Strömungsrichtung
hintere Seite des Strömungsteilers senkrecht zur Rotorwelle
in einem Abstand zur ersten Leitreihe bzw. zu den Rippen
angeordnet ist, dass zwischen der in radialer Richtung ge
sehenen inneren Seite des Strömungsteilers und der Gehäusewand
ein Spiel vorhanden ist und die Sehnenlänge des Strö
mungsteilers von innen nach aussen abnehmend ist, und dass
die in Strömungsrichtung vordere Seite des Strömungsteilers
geneigt ist wie eine begradigte Potentiallinie.
Die Vorteile der Erfindung liegen u. a. darin, dass eine
grosse stabilisierende Wirkung auf die Strömung erreicht und
damit der Wirkungsgrad der Anlage erhöht wird und dass nur
geringe Kühlluftmengen benötigt werden, was sich in einer
Verringerung der Temperaturinhomogenitäten und der NOx-Werte
bemerkbar macht. Ausserdem können auch radial-axiale Ein
trittsgehäuse ohne Einzug am Unterteil eingesetzt werden, so
dass die Kosten sinken.
Es ist besonders zweckmässig, wenn das Profil des Strömungs
teilers ähnlich dem Profil der ersten Turbinenleitreihe bzw.
der Rippen ist und die maximale Profildicke dmax unabhängig
vom Radius und damit über die gesamte Höhe des Strömungstei
lers konstant ist.
Ferner ist es vorteilhaft, wenn das Verhältnis der maximalen
Profildicke dmax zur Sehnenlänge des Strömungsteilers an der
Nabe 1/6 beträgt und der Abstand zwischen Strömungsteiler und
ersten Leitreihe bzw. Rippen 1/4 der Schaufelteilung t der
ersten Leitreihe bzw. der Rippe beträgt.
Vorteilhaft ist, wenn die in radialer Richtung gesehene äus
sere Seite des Strömungsteilers im Turbineneinlauf maximal so
breit wie das darunterliegende Wärmestausegment ist und der
Strömungsteiler mit über das Wärmestausegment zugeführter
Kühlluft kühlbar ist.
Die zirkulare Lage des Strömungsteilers in Strömungsrichtung
gesehen ist eine Funktion der Schrägstromcharakteristik der
ersten Turbinenleitreihe bzw. der Rippen.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand einer einwelligen axial durchströmten Gasturbine dar
gestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Teillängsschnitt der Turbine;
Fig. 2 einen vergrösserten Teillängsschnitt des
Heissgasgehäuses mit dem Strömungsteiler;
Fig. 3 die schematische Darstellung der zirkularen Lage
des Strömungsteilers in Strömungsrichtung gesehen;
Fig. 4 einen Teillängsschnitt des Verdichters.
Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentli
chen Elemente gezeigt. Die Strömungsrichtung der Kühlluft ist
mit Pfeilen bezeichnet.
Fig. 1 zeigt als Ausführungsbeispiel einen Teillängsschnitt
einer axial durchströmten Gasturbine mit einem radial-axialen
Eintrittsgehäuse 1, in Fig. 2 ist der Ausschnitt mit dem Strö
mungsteiler im Heissgasgehäuse der Turbine vergrössert darge
stellt. Im Turbineneinlauf sitzt erfindungsgemäss dem Ein
tritt gegenüberliegend der Strömungsteiler 2 vor der ersten
Turbinenleitreihe 3. Er ist im mittleren Staupunkt der Gehäu
seströmung angebracht. Da die zirkulare Lage des Strömungs
teilers 2 abhängig ist von der Schräganströmungscharakteri
stik der ersten Leitreihe 3, verschiebt sich der untere Stau
punkt bei Verwendung von gekrümmten Schaufeln, wie sie z. B.
in Fig. 2 mit der Position 3 dargestellt sind, um ca. 3° entgegen der Drehrich
tung des Rotors 4, d. h. γ < 180° (siehe Fig. 3). Würde man
den Strömungsteiler bei einem zirkularen Winkel von γ = 180°
anordnen, würde er überströmt werden.
Der Strömungsteiler 2 weist ein dickköpfiges Profil mit
gerader Skelettlinie auf. Es ähnelt dem Profil der ersten
Turbinenleitreihe 3. Die maximale Profildicke dmax ist über
die gesamte Höhe des Strömungsteilers konstant. In unserem
Ausführungsbeispiel beträgt dmax = 30 mm.
Die untere Seite des Strömungsteilers 2 ist maximal so breit
wie das darunterliegende Wärmestausegment 5. Zwischen der in
radialer Richtung gesehenen inneren Seite des Strömungstei
lers 2 und der Gehäusewand ist ein Spiel j vorhanden, welches
nur so gross ist, wie für Differenzdehnungen infolge von
Temperaturschwankungen notwendig ist. Die Sehnenlänge s des
Strömungsteilers 2 an der Nabe beträgt das 6-fache von dmax,
in unserem Beispiel sind das 180 mm. Der Winkel zwischen der
vorderen Kante des Strömungsteilers 2 und der Flächennormalen
der oberen Gehäusewand beträgt 23°.
Der Abstand a vom Strömungsteiler 2 zur ersten Leitreihe 3
beträgt 1/4 der Schaufelteilung t der ersten Leitreihe 3. Bei
einer Schaufelteilung von t = 120 mm ist in unserem Beispiel
der Abstand a = 30 mm.
Der im Turbineneinlauf dem Eintritt gegenüberliegende Strö
mumgsteiler 2 wird während des Betriebes mit Kühlluft ver
sorgt. Diese wird beispielsweise durch kleine Kanäle über das
Wärmestausegment 5 herangeführt.
Der erfindungsgemässe Strömungsteiler 2 hat eine Reihe von
Vorteilen. Seine stabilisierende Wirkung ist sehr gross, weil
er im Gebiet höherer Strömungsgeschwindigkeit liegt. Der
Querschnitt des Strömungsteilers 2 in zirkularer Richtung be
trägt nur 4 bis 5% vom Gesamtquerschnitt. Auf Grund seiner
geringen Grösse ist der Kühlluftbedarf minimal, deshalb sind
die NOx-Werte und Temperaturinhomogenitäten sehr gering. Da
kein Überströmen des Strömungsteilers möglich ist, sind vor
der ersten Turbinenleitreihe 3 nur minimale Strömungsinhomo
genitäten vorhanden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass
am Heissgasgehäuseunterteil kein Einzug mehr nötig ist. Die
Herstellung dieser rotationssymmetrischen Schale ist billig.
Der Strömungsteiler 2 selbst ist ebenfalls mit niedrigen
Kosten herstellbar.
Sinngemäss gilt das oben Gesagte auch für das in Fig. 4 darge
stellte Ausführungsbeispiel. Der Strömungsteiler 2 ist hier
im Verdichtereinlauf dem Eintritt gegegüberliegend unmittel
bar vor der Rippe 6 angeordnet. Im Gegensatz zum Ausführungs
beispiel 1 ist in diesem Beispiel die zirkulare Lage des
Strömungsteilers 2 durch einen Winkel von γ = 180° gekenn
zeichnet, da sich in Falle der axial orientierten geraden
Rippen 6 der untere Staupunkt dort befindet.
1
Eintrittsgehäuse
2
Strömungsteiler
3
erste Leitreihe
4
Rotor
5
Wärmestausegment
6
Rippen
a Abstand zwischen Strömungsteiler und erster Leit reihe bzw. Rippen
dmax
a Abstand zwischen Strömungsteiler und erster Leit reihe bzw. Rippen
dmax
maximale Profildicke
t Schaufelteilung
s Sehnenlänge des Strömungsteilers
j Spiel zwischen Strömungsteiler und Gehäusewand
γ zirkularer Winkel
t Schaufelteilung
s Sehnenlänge des Strömungsteilers
j Spiel zwischen Strömungsteiler und Gehäusewand
γ zirkularer Winkel
Claims (7)
1. Strömungteiler für radial-axiale Eintrittsgehäuse (1) von rotierenden
thermischen Maschinen, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsteiler (2)
im Turbineneinlauf dem Eintritt gegenüberliegend vor der ersten Leitreihe (3)
bzw. im Verdichtereinlauf dem Eintritt gegenüberliegend vor den Rippen (6) an
geordnet ist, dass der Strömungsteiler (2) von der vertikalen Gehäuseachse aus
unter einem zirkularen Winkel γ ≦ 180° in Drehrichtung des Rotors (4) angebracht
ist, dass der Strömungsteiler (2) ein dickköpfiges Profil mit einer maximalen
Profildicke (dmax) und einer geraden Skelettlinie aufweist, dass die in Strömungs
richtung hintere Seite des Strömungsteilers (2) senkrecht zur Rotorwelle in einem
Abstand (a) zur ersten Leitreihe (3) bzw. zu den Rippen (6) angeordnet ist, dass
zwischen der in radialer Richtung gesehenen inneren Seite des Strömungsteilers
(2) und der Gehäusewand ein Spiel (j) vorhanden ist und die Sehnenlänge (s)
des Strömungsteilers (2) von innen nach aussen abnehmend ist, und dass die in
Strömungsrichtung vordere Seite des Strömungsteilers (2) geneigt ist wie eine
begradigte Potentiallinie.
2. Strömungsteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Profil des Strömungsteilers (2) ähnlich dem Profil
der ersten Turbinenleitreihe (3) bzw. der Rippen (6) ist.
3. Strömungsteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass seine maximale Profildicke (dmax) unabhängig vom Radius
und damit über die gesamte Höhe des Strömungsteilers (2)
konstant ist.
4. Strömungsteiler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, dass das Verhältnis der maximalen Profildicke
(dmax) zur Sehnenlänge (s) des Strömungsteilers (2) an der
Nabe 1/6 beträgt.
5. Strömungsteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand zwischen Strömungsteiler und erster Leit
reihe bzw. Rippen (a) 1/4 der Schaufelteilung (t) der ersten
Leitreihe (3) bzw. der Rippen (6) beträgt.
6. Strömungsteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die in radialer Richtung gesehene äussere Seite des
Strömungsteilers (2) im Turbineneinlauf maximal so breit wie
das darunterliegende Wärmestausegment (5) ist und der Strö
mungsteiler (2) mit über das Wärmestausegment (5) geführter
Kühlluft kühlbar ist.
7. Strömungsteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die zirkulare Lage des Strömungsteilers (2) in Strö
mungsrichtung gesehen eine Funktion der Schräganströmungs
charakteristik der ersten Turbinenleitreihe (3) bzw. der
Rippen (6) ist.
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