DE3715405A1 - Vorrichtung zum ueberpruefen der automatischen montage eines kolbens - Google Patents
Vorrichtung zum ueberpruefen der automatischen montage eines kolbensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Überprüfen der automatischen
Montage eines Kolbens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei der automatischen Montage von Motoren, insbesondere Automobil
motoren, wird zum Einsetzen der Kolben in die Zylinder ein mit Greif
fingern versehenes Greifwerkzeug zum Fassen der Kolben und ein Aus
drücker zum Schieben der Kolben aus den Greiffingern in die Zylinder
benutzt. Bei Verwendung derartiger Fertigungsautomaten kann es durch
unkorrektes Fassen der Kolben durch die Greiffinger, durch ungenaues
Aufsetzen der Kolben auf den Zylinderblock und durch schlecht auf
gesetzte Kolbenringe zu Störungen beim Montageablauf und sogar zu
Kolbenringbrüchen kommen. Insbesondere durch nicht kontrollierte Brüche
von Kolbenringen entstehen bei der Motorfertigung hohe Schäden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß alle Störungen bei der automatischen
Montage eines Kolbens registriert und zur Behebung dem Fertigungs
automaten signalisiert werden.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unter
ansprüchen gekennzeichnet.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden alle Unregelmäßigkeiten,
insbesondere der Bruch von Kolbenringen, registriert und zu Signalen zur
Behebung der Störungen verarbeitet. Die Prüfeinrichtung erkennt bei der
Auswertung der durch die Beschleunigungsaufnehmer ausgesendeten Impulse
die nachfolgend aufgeführten Montagemängel:
- - den Bruch eines Kolbenringes,
- - das ungenaue Greifen eines Kolbens mit den Greiffingern,
- - das unrichtige Aufsetzen des Greifwerkzeuges oder eines Kolbens auf den Zylinder,
- - das ungenaue Aufstoßen des Ausdrückers auf einen Kolben,
- - das falsche Einführen eines Kolbens in einen Zylinder.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der in der Zeichnung darge
stellten Ausführungsbeispiele erläutert:
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Gesamtdarstellung einer Vorrichtung zum
Überprüfen der automatischen Montage eines Kolbens mit einer
ersten Ausführungsform einer Prüfeinrichtung;
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung eines Pfeils II der Fig. 1 auf ein
Greifwerkzeug und einen Kolben und
Fig. 3 eine schematische Gesamtdarstellung wie Fig. 1 mit einer zweiten
Ausführungsform einer Prüfeinrichtung.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Greifwerkzeug 2 dargestellt, das mit drei
Greiffingern 3 einen Kolben 4 symmetrisch gegriffen und auf einen
Zylinderblock 5 über eine Zylinderbohrung 6 abgesetzt hat. Dabei fassen
Nasen 3 a der Greiffinger 3 in Ausnehmungen 7 des Zylinderblocks 5. Der
Kolben 4 ist mit einem Ölabstreifring 8 und Kolbenringen 9 versehen.
Weiterhin ist ein Kolbenbolzen 10 angedeutet. Zusätzlich zum bekannten
Greifwerkzeug 2 ist hier auch eine Prüfstange 11 vorgesehen, die
elastisch mittels einer Feder 12 an einem Arm 13 des Greifwerkzeuges 2
angelenkt ist. Der Kolben 4 wird bei der weiteren Montage mit einem
Ausdrücker 14 aus den Greiffingern 3 in die Bohrung 6 des Zylinders 5
gedrückt. Zum Überprüfen des Montagevorganges, sowohl das Greifen des
Kolbens 4 mit den Greiffingern als auch das Ausdrücken des Kolbens in
den Zylinder 5, sind Beschleunigungsaufnehmer 15 bis 19 vorgesehen.
Dabei sind die Beschleunigungsaufnehmer 15, 16 und 17 an den Greif
fingern 3, derjenige 18 an der Prüfstange 11 und derjenige 19 an dem
Ausdrücker 14 angeordnet. Die Beschleunigungsaufnehmer 15 bis 19 be
stehen vorzugsweise aus piezokeramischen Sensoren mit schmalem aus
gesuchtem Frequenzbereich, die sowohl für Körperschall- als auch
Beschleunigungsmessungen geeignet sind.
Eine in der Zeichnung gestrichelt umrandete Prüfeinrichtung 22 besteht
aus fünf Meßverstärkern 23, fünf Filtern 24, zehn Spannungsspitzen-De
tektoren 25, zehn Schmitt-Triggern mit Verzögerung 26 und einer Aus
wertelogik 27. Die Beschleunigungsaufnehmer 15 bis 19 sind durch
Leitungen 28 mit den zugehörigen Meßverstärkern 23 verbunden. Alle
Schaltelemente 23 bis 27 sind in üblicher Weise durch Leitungen mit
einander verbunden. Die Meßverstärker 23 haben die von den Beschleuni
gungsaufnehmern 15 bis 19 über die Leitungen 28 empfangenen Impulse auf
die erforderliche Amplitude an. Mit Hilfe der Filter 24 werden aus den
verstärkten Impulsen Störsignale aus der Umgebung und/oder von der
Mechanik des Fertigungsautomaten eliminiert. Mit den Spannungsspit
zen-Detektoren 25 von denen für jeden Beschleunigungsaufnehmer 15 bis 19
zur gesonderten Erfassung der positiven und negativen Halbwelle der
Impulse je zwei vorhanden sind, und den Schmitt-Triggern 26 mit ein
stellbarer Pulsbreite werden die von den Störsignalen befreiten Nutz
impulse registriert. In der Auswertelogik 27 werden die Nutzimpulse
aller Beschleunigungsaufnehner 15 bis 19 durch logische Verknüpfungen
dahingehend überprüft, ob sie übliche, montagebedingte Impulse dar
stellen, ob sie von einer Montagestörung oder vom Bruch eines Kolben
ringes herrühren. Die Feststellung des Bruches von Kolbenringen ge
schieht in Echtzeit durch eine logische Verknüpfung der Signale in der
Auswertelogik 27. Ein Bruch eines Kolbenringes wird durch das zeit
gleiche Auftreten von Impulsen in den Beschleunigungsaufnehmern 15, 16
und 17, die dasselbe Vorzeichen in ihrer Beschleunigungsrichtung und in
ihrer Austiegsflanke gekennzeichnet. Je nach Art der Impulse gibt die
Auswertelogik 27 Signale über eine Leitung 29 an den Fertigungsautomaten.
Zum Registrieren und Auswerten der Impulse aus den Beschleunigungs
aufnehmern 15 bis 19 in der Prüfeinrichtung 22 sind nachfolgende
Kriterien wichtig: Das Greifen der Greiffinger 3 an dem Kolben 4 erfolgt
nie gleichmäßig wegen der entspannten Kolbenringe 8, 9 und weil sich das
Greifwerkzeug über dem Kolben nie so genau positionieren läßt. Dabei
kommen also die Impulse aus den Beschleunigungsaufnehmern 15, 16, 17
zeitlich versetzt in die Prüfeinrichtung 22. Im Falle des Bruches eines
der Kolbenringe 8, 9 geben die Beschleunigungsaufnehmer 15, 16, 17
gleichzeitig Impulse ab, die den Impulsen beim Greifvorgang entgegen
gesetzt gerichtet sind. Diese "Bruchimpulse" erkennt die Auswertelogik
27 und sie gibt dann über die Leitung 29 ein Signal an den Fertigungs
automaten zum Austausch des Kolbens 4 gegen einen anderen Kolben. Das
Aufsetzen der Prüfstange 11 mit dem Beschleunigungsaufnehmer 18 muß kurz
vorher oder gleichzeitig mit dem Aufsetzen der Greiffinger 3 ein
schließlich des Kolbens 4 auf dem Zylinder 5 erfolgen. Der dabei von dem
Beschleunigungsaufnehmer 18 in die Prüfeinrichtung 22 eingegebene Impuls
wird registriert, von der Auswertelogik 27 erkannt und von dieser ein
Signal in den Fertigungsautomaten gegeben, daß jetzt mit dem Ausdrücker
14 der Kolben 4 in die Zylinderbohrung 6 gedrückt werden kann. Der
Beschleunigungsaufnehmer 19 an der Unterseite des Ausdrückers 14 gibt
beim Aufsetzen auf den Kolben 4 Impulse an die Prüfeinrichtung 22. Die
Auswertelogik 27 unterscheidet wiederum, ob die Nutzimpulse daraus
normal oder unüblich sind. Letzteres kann z.B. auftreten, wenn der
Kolben 4 in der Zylinderbohrung 6 klemmt, oder wenn beim Einführen der
Kolbenringe 8,9 ein Kolbenring zu Bruch geht. Bei diesen Störimpulsen
gibt die Auswertelogik wiederum ein Signal in den Fertigungsautomaten
zum Austausch des Kolbens 4. Dadurch, daß die Beschleunigungssensoren 15
bis 19 nur die im Greifwerkzeug 2 und im Ausdrücker 14 selbst auf
tretenden Stoß- und Schallwellen aufnehmen und als Impulse weiterleiten,
ist die Prüfeinrichtung 22 gegen laute Umweltgeräusche, wie sie in
Fertigungshallen vorzufinden sind, weitgehend unempfindlich.
Die in der Fig. 3 dargestellte Prüfeinrichtung 32 verstärkt die aus den
Beschleunigungsaufnehmern 15 bis 19 eingehenden Impulse wiederum durch
fünf Meßverstärker 23 und sondert die Störimpulse durch fünf Filter 24
aus. Danach werden die Impulse in zwei Verstärker gegeben, die zur
Unterscheidung der Beschleunigungsrichtung, z.B. des Greif- und Bruch
signals mit Gleichrichtern gekoppelt sind. Der eine Verstärker 33
verstärkt nur die positiven Halbwellen der Impulse und der andere
Verstärker 34 die negativen Halbwellen. Die so getrennten Halbwellen der
Impulse durchlaufen darauf je einen A/D-Wandler 35 und 36, in dem die
analogen Halbwellen digitalisiert werden. Die digitalisierten Halbwellen
werden schließlich zur Auswertung in einen Computer 37 eingegeben. In
den Speicher des Computers 37 sind für den üblichen Montageverlauf
Referenzkurven für die digitalisierten positiven und negativen Halb
wellen eingegeben. Somit können die bei der Montage eingehenden Nutz
impulse leicht im Speicher verglichen und identifiziert werden. Bei
Fehlern im Montageablauf gibt der Computer 37 über eine Leitung 38
entsprechende Signale in den Fertigungsautomaten.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Überprüfen der Montage eines Kolbens in einem
Zylinder, insbesondere zum Prüfen von Kolbenringen auf Bruch, die an
einen Fertigungsautomaten mit einem Greifwerkzeug zum Fassen des Kolbens
und mit einem den Kolben aus dem Greifwerkzeug in den Zylinder drücken
den Ausdrücker angesetzt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß an Fingern (3) des Greifwerkzeuges (2), an dem Ausdrücker (14) und
an einer, das Aufsetzen der Greiffinger (3) auf dem Zylinder (5) kon
trollierenden Prüfstange (11) Beschleunigungsaufnehmer (15 bis 19)
angeordnet sind, die ihre elektrischen Impulse in eine Prüfeinrichtung
(22, 32) zur Auswertung auf fehlerhafte Montage, auf Bruch der Kolben
ringe (8, 9) und zur Erzeugung von Signalen zur Behebung der Fehler
einleiten.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß drei den Kolben (4) symmetrisch
umfassende Greiffinger (3) angeordnet sind, die bei der Montage in
Ausnehmungen (7) auf der Oberkante des Zylinders (5) eingreifen und die
zusammen mit dem an die Unterseite der Prüfstange (11) angesetzten
Beschleunigungsaufnehmer (18) auf den Zylinder (5) aufsetzen.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Prüfstange (11) federnd in dem
Greifwerkzeug (2) gelagert ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Beschleunigungsaufnehmer (15 bis
19) als piezokeramische Sensoren mit schmalem ausgesuchten Frequenz
bereich ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Prüfeinrichtung (22) für die
Aufbereitung der Impulse für jeden Beschleunigungsaufnehmer (15 bis 19)
ein Verstärker (23), ein Filter (24), zwei Spannungsspitzen-Detektor
(25) und zwei Schmitt-Trigger mit einstellbarer Verzögerung (26) und
einstellbarer Pulsbreite sowie gemeinsam für die aufbereiteten Impulse
und für die Erzeugung von erforderlichen Signalen an den Fertigungs
automaten eine Auswertelogik (27) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Prüfeinrichtung (32) für die
Aufbereitung der Impulse für jeden Beschleunigungssensor (15 bis 19) ein
Vorverstärker (23) und ein Filter (24), für die weitere Verstärkung
sowie für die Trennung nach positiver und negativer Richtung der bis
dahin aufbereiteten Impulse aller Beschleunigungsaufnehmer (15 bis 19)
je ein Verstärker mit Gleichrichter (33, 34) zum Aussondern der positiven
und negativen Halbwellen, für jede der Halbwellen einen
Analog-DigitalWandler (35, 36) und ein gemeinsamer Computer (37) ange
ordnet sind, in dem nach Vergleich mit Referenzkurven Signale für den
Fertigungsautomaten erzeugbar sind.
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Publications (2)
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