DE3632376A1 - Verwendung einer metallisierten, biaxial streckorientierten, opaken kunststoffolie - Google Patents

Verwendung einer metallisierten, biaxial streckorientierten, opaken kunststoffolie

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DE3632376A1 DE19863632376 DE3632376A DE3632376A1 DE 3632376 A1 DE3632376 A1 DE 3632376A1 DE 19863632376 DE19863632376 DE 19863632376 DE 3632376 A DE3632376 A DE 3632376A DE 3632376 A1 DE3632376 A1 DE 3632376A1
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Description

Die Erfindung betrifft die Verwendung einer durch Extru­ sion hergestellten biaxial streckorientierten, opaken Kunststoffolie, die nach einer ein- oder beidseitigen Coronabehandlung mindestens einseitig metallisiert wird und anschließend geprägt und lackiert werden kann.
Der Zigaretteninneneinschlag besteht in der Praxis aus einer Verbundkombination aus einer Aluminiumfolie und Pa­ pier, wobei die Metallschicht nach außen weist.
Umgeben ist dieser Inneneinschlag entweder von einer be­ druckten Hartbox aus Pappkarton oder von einer bedruckten Papierhülle. Um die Papierumhüllung vor Feuchtigkeit zu schützen, ist die Zigarettenpackung schließlich von einer biaxial streckorientierten transparenten Polypropylen­ folie umgeben.
Aus wirtschaftlichen Gründen, besonders wegen hoher Mate­ rialkosten der Aluminiumfolie in der Verbundkombination, ist man teilweise schon dazu übergegangen, anstelle der Verbundkombination Papier/Metallfolie ein lediglich me­ tallisiertes Papier zu verwenden.
Da nun aber die für den Aromaschutz der Zigaretten ver­ antwortliche Aluminiumschicht in dem metallisierten Pa­ pier sehr viel dünner ist als in der Verbundkombination, ist auch der Aromaschutz nicht mehr in zufriedenstellen­ der Weise gewährleistet.
So werden bei metallisierten Papieren, die z.Z. schon für den Zigaretteninneneinschlag verwendet werden, Wasser­ dampfdurchlässigkeiten von 50 bis 100 g/m2×d (DIN 53 122) und Sauerstoffdurchlässigkeiten von 5000 cm3/m2×d×bar (DIN 53 380) gemessen. Diese hohen Werte gewährleisten aber in keiner Weise eine ausreichende Schutzfunktion des Produktes gegen Austrocknen und gegen Aromaverlust. (Es ist allgemein bekannt, daß eine Sauerstoffdurchlässigkeit auch als Maß für die Diffusion von Aromaträgern gilt.)
Die mangelnde Schutzfunktion macht sich besonders nach Entfernung der biaxial streckorientierten Polypropylen­ hüllfolie bemerkbar, d.h. bei angebrochenen Zigaretten­ packungen. Sie spielt aber auch eine wichtige Rolle bei noch unverletzter Polypropylenhülle, da deren Barriere­ eigenschaften besonders hinsichtlich des Aromaschutzes nicht ausreichen.
Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrun­ de, einen Ersatz für das derzeit als Zigaretteninnenein­ schlag verwendete metallisierte Papier zu schaffen, der die genannten Nachteile wie
  • - hohe Wasserdampfdurchlässigkeit,
  • - hohe Sauerstoffdurchlässigkeit (mangelnder Aromaschutz) und
  • - hohe Materialkosten bei möglichst unveränderter Verwendung schon bestehender Verpackungsmaschinen überwindet.
Gelöst wird diese Aufgabe durch Verwendung einer durch Extrusion hergestellten biaxial streckorientierten und metallisierten, opaken Kunststoffolie, durch das Verfah­ ren nach Anspruch 12 und die Verpackung nach Anspruch 13.
Die erfindungsgemäß verwendete metallisierte Kunststoffolie zeigt außerdem Vorteile wie
  • - ausgesprochenen Metallic-Effekt,
  • - gute Prägbarkeit sowie
  • - eine ausreichende Falzbarkeit, eine Voraussetzung für die Verwendung der gleichen Verpackungsmaschinen, die auch bei metallisiertem Papier Anwendung finden.
Die erfindungsgemäß verwendeten Kunststoffolien können sowohl aus Polypropylen als auch aus Polyester bestehen.
Als bevorzugtes Polypropylen für die metallisierte opake Kunststoffolie wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein isotaktisches Propylenhomopolymeres eingesetzt oder ein Copolymeres, das zum überwiegenden Anteil aus Propy­ leneinheiten zusammengesetzt ist. Solche Polymeren be­ sitzen üblicherweise einen Schmelzpunkt von mindestens 140°C, bevorzugt von 150°C. Isotaktisches Polypropylen mit einem n-heptanlöslichen Anteil von weniger als 15 Gew.-%, Copolymere von Ethylen und Propylen mit einem Ethylengehalt von weniger als 10 Gew.-% und Copolymere von Propylen mit anderen Alphaolefinen mit 4 bis 8 Koh­ lenstoffatomen und mit einem Gehalt dieser Alphaolefine von weniger als 10 Gew.-% stellen typische Beispiele für das bevorzugte thermoplastische Polypropylen der Basis­ schicht dar.
Die bevorzugten thermoplastischen Polymeren haben zweck­ mäßigerweise einen Schmelzflußindex im Bereich von 0,5 g/10 min bis 8 g/10 min bei 230°C und 2,16 kp Be­ lastung (DIN 53 735), insbesondere von 1,5 g/10 min bis 4 g/10 min.
Bei den Füllstoffen handelt es sich um anorganische oder organische, mit Polypropylen unverträgliche, pulverförmi­ ge Materialien. Anorganische Füllstoffe sind bevorzugt. Geeignete anorganische Füllstoffe sind Aluminiumoxid, Aluminiumsulfat, Bariumsulfat, Calciumcarbonat, Magne­ siumcarbonat, Silicate wie Aluminiumsilicat (Kaolinton) und Magnesiumsilicat (Talkum), Siliciumdioxid und/oder Titandioxid, worunter Calciumcarbonat, Siliciumdioxid, Titandioxid oder Mischungen davon bevorzugt eingesetzt werden. Calciumcarbonat (Kreide) ist besonders bevorzugt.
Geeignete organische Füllstoffe sind beispielsweise Par­ tikel aus Polymeren wie Polymethylmethacrylat, Polyethyl­ acrylat oder Polyethylen, aus Polyamiden oder aus Polyme­ ren auf Basis von Polyestern. Die Füllstoffmenge beträgt 10 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 15 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des vorhandenen Polypropylens. Die (mitt­ lere) Teilchengröße des pulverförmigen Füllstoffes liegt im Bereich von 2 bis 5 µm, vorzugsweise im Bereich von 3 bis 4 µm. Die Folie kann zusätzlich auch zweckmässige Additive wie Antioxidantien, Antistatika, Farbstoffe und/oder Stabilisatoren in einer jeweils wirksamen Menge enthalten.
Die Folie enthält eine relativ große Menge der oben be­ schriebenen Füllstoffe. Dies führt zu einer relativ redu­ zierten Dichte von 0,4 bis 0,9 g/cm3, vorzugsweise von 0,4 bis 0,55 g/cm3, wodurch eine ausreichende Falzbarkeit gewährleistet wird.
Beim Strecken der extrudierten Folie reißt die Folie an den Korngrenzen der mit dem Polypropylen unverträglichen organischen oder anorganischen Füllstoffe auf. Dies führt zur Entstehung sogenannter Vakuolen oder Mikrohohlräumen, die über die gesamte Folie gleichmäßig verteilt sind und der Folienoberfläche infolge der Lichtbrechung einen perlmuttartigen, opaken Oberflächencharakter verleihen.
Die Folie läßt sich leicht herstellen und auch biaxial strecken. Wenn die Menge an Füllstoff kleiner als 10 Gew.-% ist, bezogen auf Polypropylen, wird die ange­ strebte niedrige Dichte nicht erreicht. Ist sie anderer­ seits größer als 40 Gew.-%, kann die Folie bei den ge­ nannten Bedingungen nicht mehr gestreckt werden. Analoges gilt auch für die Teilchengröße des pulverförmigen Füll­ stoffes. Neben den beiden Merkmalen, Füllstoffmenge und Füllstoffteilchengröße, müssen auch den Längs- und Quer­ streckverhältnissen besondere Beachtung geschenkt werden. Vorzugsweise wird die Polypropylenfolie um das 5- bis 7­ fache längsgestreckt und um das 8- bis 10fache querge­ streckt.
Zum biaxialen Strecken der Folie kann zunächst in Längs­ richtung und anschließend in Querrichtung oder zuerst in Querrichtung und dann in Längsrichtung gestreckt werden. Wesentlich ist, daß die Längs- und Querstreckung nach­ einander und bei den angegebenen ausgewählten Temperatu­ ren und Streckverhältnissen vorgenommen werden. Die Ex­ trusion der Mischung mittels einer Flachdüse, das Abküh­ len der extrudierten Folie zu ihrer Verfestigung, das Wiedererhitzen der Folie auf die Strecktemperatur und die Längs- und Querstreckung werden in an sich bekannter Wei­ se durchgeführt (vgl. DE-AS 28 14 311). Das Abkühlen der Flachfolie zwecks Verfestigung und ihr Wiedererhitzen auf Strecktemperatur wird mit Hilfe einer oder mehrerer Wal­ zen vorgenommen, die auf einer entsprechenden Temperatur gehalten werden. Die Längsstreckung der Folie wird mit Hilfe zweier entsprechend dem angestrebten Streckverhält­ nis verschieden schnellaufender Walzenpaare durchgeführt und ihre Querstreckung mit Hilfe eines entsprechenden Kluppenrahmens. Es ist zweckmäßig, die Folie nach der ersten Streckung abzukühlen und auf dem Weg zur zweiten Streckung wieder auf die erforderliche Strecktemperatur zu bringen.
An die Streckung der Folie schließt sich ihre Thermofi­ xierung (Wärmenachbehandlung) an. Diese wird bei einer Temperatur von vorzugsweise 150 bis 160°C und mit einer zeitlichen Dauer von etwa 0,5 bis 10 s vorgenommen.
Die Dicke der Schicht beträgt 20 bis 80 µm, vorzugsweise 30 bis 60 µm.
Die geringe Dichte hat sich insoweit als vorteilhaft er­ wiesen, da die Folie dann besonders leicht und dauerhaft zu knicken und außerdem gut falzbar ist. Die Folie be­ sitzt schon durch die ihr eigene Opazität ein das ästhe­ tische Geschmacksempfinden angenehm ansprechendes und werbewirksames Aussehen, sie kann aber darüber hinaus noch neben der Bedruckung mit Farbpigmenten versehen sein, wodurch ihr noch ein interessanteres Aussehen ver­ liehen wird.
Neben Polypropylenfolien werden für die erfindungsgemäß verwendeten metallisierten Kunststoffolien noch Poly­ esterfolien, insbesondere Polyethylenterephthalatfolien, verwendet.
Für die Zwecke der Erfindung besteht die orientierte Polyesterfolie vorzugsweise aus Polyethylenterephthalat, obwohl die Erfindung sich ebenso auf Folien auf der Basis eines durch Polykondensation eines Glykols, z.B. Ethylen­ glykol oder Butandiol und deren Mischungen, mit Tereph­ thalsäure oder Mischungen von Terephthalsäure mit anderen Dicarbonsäuren wie z.B. Isophthalsäure, Diphensäure und Sebacinsäure oder deren polyesterbildende Äquivalente entstandenen kristallisierbaren Polyesters anwenden läßt, wobei diese Polyester nach bekannten Verfahren herge­ stellt werden. Die Folie kann nach gleichfalls bekannten Verfahren und mit bekannten Vorrichtungen hergestellt werden. Es wird z.B. eine Polyesterschmelze bereitet, die als amorphe Folie auf eine hochglanzpolierte rotierende Gießwalze extrudiert wird, wo sie sich zur gegossenen Folie verfestigt. Die Folie wird anschließend axial ge­ streckt, und zwar bei einer monoaxial orientierten Folie in einer Richtung d.h. entweder in Extrusionsrichtung (längs) oder senkrecht zur Extrusionsrichtung (quer), und bei einer biaxial orientierten Folie in zwei Richtungen, d.h. sowohl in Längs- als auch in Querrichtung. Bei dem ersten an der gegossenen Folie durchgeführten Streck­ schritt kann beliebig in einer dieser beiden rechtwinklig zueinander verlaufenden Richtungen gestreckt werden. Der Verstreckungsgrad, durch den die Folie Festigkeit und Zähigkeit erhält, kann etwa das 3- bis 5fache der ur­ sprünglichen Abmessung der gegossenen Folie in einer oder beiden Richtungen betragen. Vorzugsweise liegt der Ver­ streckungsgrad im Bereich zwischen etwa dem 3,2- und 4,2­ fachen der ursprünglichen Abmessung.
Die Streckvorgänge werden bei Temperaturen im Bereich etwa ab der Glasübergangstemperatur bis unterhalb der Temperatur, bei der das Polymere weich wird und schmilzt, durchgeführt.
Nach dem Strecken wird die Folie für die zur Kristallisa­ tion des Polyesters notwendige Dauer wärmebehandelt. Durch die Kristallisation erhält die Folie Festigkeit und gute Zugfestigkeitseigenschaften. Die Wärmebehandlung von Polyethylenterephthalat wird bei einer Temperatur im Be­ reich zwischen etwa 190°C und 240°C, vorzugsweise zwi­ schen etwa 215°C und 235°C, durchgeführt.
Dem verwendeten Polyester können ebenso wie dem Polypro­ pylen Füllstoffe anorganischer und organischer Natur in den angegebenen Konzentrationsbereichen zugesetzt werden.
Die beim Streckvorgang entstehenden Mikrohohlräume lassen auch diese Folien opak und perlmuttartig schimmern.
Die Dichte der erfindungsgemäß verwendeten Polyesterfolie liegt bei 0,9 bis 1,4 g/cm3, vorzugsweise bei 1,0 bis 1,1 g/cm3. Die Dicke der Folie beträgt 12 bis 40 µm, insbesondere 15 bis 25 µm.
Zur Verbesserung der Falzbarkeit der erfindungsgemäß ver­ wendeten metallisierten Kunststoffolien wird insbesondere bei Polypropylen- und Polyesterfolien eine dritte Streckung bevorzugt, und zwar in Längsrichtung. Die Streckbe­ dingungen entsprechen den Bedingungen, die auch jeweils bei Polypropylen und Polyester bei der biaxialen Streck­ orientierung in Längsrichtung angewendet werden.
Bei Polypropylenfolien kann die Falzbarkeit auch noch da­ durch verbessert werden, daß ein niedrigmolekulares Harz (synthetisch oder natürlich) mit einem Erweichungspunkt von 60 bis 180°C, vorzugsweise 80 bis 130°C, (bestimmt nach DIN 1995-U4) zugesetzt wird.
Unter den zahlreichen niedrigmolekularen Harzen sind die Kohlenwasserstoffharze bevorzugt, und zwar in Form der Erdölharze (Petroleumharze), Styrolharze, Cyclopentadien­ harze und Terpenharze (diese Harze sind in Ullmanns Enzy­ klopädie der Techn. Chemie, 4. Auflage, Band 2, Seiten 539 bis 553, beschrieben).
Die Erdölharze sind solche Kohlenwasserstoffharze, die durch Polymerisation von tiefzersetzten (deep-decomposed) Erdölmaterialien in Gegenwart eines Katalysators herge­ stellt werden. Diese Erdölmaterialien enthalten gewöhn­ lich ein Gemisch von harzbildenden Substanzen wie Styrol, Methylstyrol, Vinyltoluol, Inden, Methylinden, Butadien, Isopren, Piperylen und Pentylen. Die Styrolharze sind niedrigmolekulare Homopolymere von Styrol oder Copolymere von Styrol mit anderen Monomeren wie α-Methylstyrol, Vinyltoluol und Butadien. Die Cyclopentadienharze sind Cyclopentadienhomopolymere oder Cyclopentadiencopolymere, die aus Kohlenteerdestillaten und zerlegtem Erdölgas er­ halten werden. Diese Harze werden hergestellt, indem die Materialien, die Cyclopentadien enthalten, während einer langen Zeit bei hoher Temperatur gehalten werden. In Ab­ hängigkeit von der Reaktionstemperatur können Dimere, Trimere oder Oligomere erhalten werden.
Die Terpenharze sind Polymerisate von Terpenen, d.h. Koh­ lenwasserstoffen der Formel C10H16, die in fast allen etherischen Ölen oder ölhaltigen Harzen von Pflanzen ent­ halten sind, und phenolmodifizierte Terpenharze. Als spe­ zielle Beispiele der Terpene sind α-Pinen, β-Pinen, Di­ penten, Limonen, Myrcen, Camphen und ähnliche Terpene zu nennen. Bei den Kohlenwasserstoffharzen kann es sich auch um die sogenannten modifizierten Kohlenwasserstoffharze handeln. Die Modifizierung erfolgt im allgemeinen durch Reaktion der Rohstoffe vor der Polymerisation, durch Ein­ führung spezieller Monomerer oder durch Reaktion des polymerisierten Produktes, wobei insbesondere Hydrie­ rungen oder Teilhydrierungen vorgenommen werden.
Als Kohlenwasserstoffharze werden außerdem Styrolhomo­ polymerisate, Styrolcopolymerisate, Cyclopentadienhomo­ polymerisate, Cyclopentadiencopolymerisate und/oder Ter­ penpolymerisate mit einem Erweichungspunkt von jeweils 60 bis 180°C, vorzugsweise 80 bis 130°C, eingesetzt (bei den ungesättigten Polymerisaten ist das hydrierte Produkt be­ vorzugt).
Die wirksame Menge an niedermolekularem Harz beträgt 15 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht von Polypropylen und Harz.
Vor der Metallisierung der Polypropylenfolien muß die Oberfläche coronabehandelt werden. Es ist im Falle der Polyesterfolien und der Polypropylenfolien auch denkbar, eine Haftvermittlerschicht aufzutragen. Solche Schichten werden u.a. in der EP-A-0 144 948 und EP-A-0 146 066 be­ schrieben.
Durch die metallische Beschichtung erhält die erfindungs­ gemäß verwendete Kunststoffolie ein noch ansprechenderes Erscheinungsbild. Die metallische Beschichtung besteht dabei aus einem der Metalle Gold, Silber, Kupfer, Alumi­ nium oder Gemischen oder Legierungen von wenigstens zweien dieser Metalle, bevorzugt aber aus Aluminium. Sie weist eine Dicke im Bereich von 15 bis 50 nm auf. Damit durch die metallische Beschichtung ein gleichmäßiger Oberflächenglanz entsteht, muß die Beschichtung eine weitgehende Kontinuität besitzen und darf keine Insel­ struktur haben. Eine Dicke von mindestens etwa 15 nm ist erforderlich, damit eine diskontinuierliche Inselstruktur zu einer kontinuierlichen Struktur wird.
Die Dicke beträgt vorzugsweise nicht mehr als 60 nm. Die besonders geeignete Dicke der metallischen Schicht liegt im Bereich von 25 bis 35 nm.
Metallisierte Folien dieser Art weisen eine Wasserdampf­ durchlässigkeit von kleiner gleich 1,0 g/m2×d und eine Sauerstoffdurchlässigkeit von kleiner gleich 100 cm3/m2×d×bar auf. Die Bestimmung der Wasserdampf­ durchlässigkeit erfolgt nach DIN 53 122, die der Sauer­ stoffdurchlässigkeit nach DIN 53 380.
Verfahren zum Aufbringen der beschriebenen metallischen Beschichtung sind bekannt, diese kann beispielsweise durch Vakuumabscheidung, Kathodenaufsprühung, Plasmaauf­ sprühung, Dampfphasenplattierung, stromfreie Plattierung, Elektroplattierung und Aufziehen entweder allein oder in Kombination ausgebildet werden. Das Vakuumabscheidungs­ verfahren wird besonders für technische Arbeitsgänge be­ vorzugt. Eine Folie, die eine im vorstehenden beschriebe­ ne metallische Beschichtung trägt, ist beispielsweise aus der DE-OS 28 28 576 bekannt. Die Metallschicht kann zu­ sätzlich zu ihrem Schutz lackiert sein.
Mit der beschriebenen metallisierten Folie als Innenein­ schlag wurden die Zigaretten auf üblichen Zigarettenver­ packungsmaschinen umgeben. Überraschenderweise zeigte sich, daß die Falzbarkeit der Folie einwandfrei ist, eine Voraussetzung, daß auch die Umhüllung mit Papier und anschließend mit der Polypropylenfolie ohne Schwierigkeiten erfolgen kann.
Daneben erweist sich der angesprochene Metallic-Effekt des Inneneinschlags, der durch Prägung noch modifiziert werden kann, als besonders glücklich und wesentlich wer­ bewirksamer als der bisher verwendete Metall-Papier-Ver­ bund bzw. das metallisierte Papier. Als weitere Vorteile des erfindungsgemäß verwendeten Inneneinschlags sind des­ sen geringere Materialkosten und die besseren Aroma­ schutzeigenschaften sowie die geringe Wasserdampfdurch­ lässigkeit zu nennen.
Die Erfindung wird beispielhaft anhand der Fig. 1 und 2 erläutert, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein.
Die Fig. 1 zeigt eine Zigarettenpackung im Querschnitt, wobei die Zigaretten 1 unmittelbar umschlossen sind von der metallisierten Kunststoffolie 2. Umgeben wird diese Packung von einer Papierhülle 3, die werbewirksam be­ druckt ist, und einer Polypropylenfolie 4.
Die Fig. 2 zeigt eine Kunststoffolie 1, die einseitig eine Metallschicht 2 trägt.

Claims (13)

1. Verwendung einer durch Extrusion hergestellten bi­ axial streckorientierten und metallisierten, opaken Kunststoffolie als Zigaretteninneneinschlag.
2. Verwendung einer Kunststoffolie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschicht vorzugs­ weise aus Aluminium ist und eine Schichtdicke von 15 bis 50 nm, vorzugsweise von 25 bis 35 nm, aufweist.
3. Verwendung einer Kunststoffolie nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie geprägt ist.
4. Verwendung einer Kunststoffolie nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen aus einem Propylenhomo- oder -co­ polymeren besteht.
5. Verwendung einer Kunststoffolie nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Dichte von 0,4 bis 0,9 g/cm3, vorzugsweise 0,4 bis 0,55 g/cm3, und eine Dicke von 20 bis 80 µm, vorzugsweise von 30 bis 60 µm, aufweist.
6. Verwendung einer Kunststoffolie nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie um das 5- bis 7fache längsgestreckt und um das 8- bis 10fache quergestreckt ist und bevorzugt ein zweites Mal um das 5- bis 7fache längsgestreckt ist.
7. Verwendung einer Kunststoffolie nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein niedrigmolekulares Harz mit einem Erwei­ chungspunkt von 60 bis 180°C, vorzugsweise 80 bis 130°C, enthält.
8. Verwendung einer Kunststoffolie nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen aus einem Polyester besteht.
9. Verwendung einer Kunststoffolie nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Dichte von 0,9 bis 1,4 g/cm3, vorzugsweise von 1,0 bis 1,1 g/cm3, und eine Dicke von 12 bis 40 µm, vorzugsweise 15 bis 25 µm, auf­ weist.
10. Verwendung einer Kunststoffolie nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sie um das 3- bis 5fache in beiden Richtungen jeweils einmal gestreckt ist und bevorzugt ein zweites Mal um das 3- bis 5fache längsgestreckt ist.
11. Verwendung einer Kunststoffolie nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Wasserdampfdurchlässigkeit von kleiner gleich 1,0 g/m2×d und eine Sauerstoffdurchlässigkeit von kleiner gleich 100 cm3/cm2×d×bar aufweist.
12. Verfahren zur Herstellung einer Zigarettenverpackung, bestehend aus einem Inneneinschlag, einer bedruck­ ten Papierhülle oder einem kartonierten Papier als Werbe­ träger und einer biaxial streckorientierten transparenten Polypropylenfolie, dadurch gekennzeichnet, daß der Innen­ einschlag aus der durch Extrusion hergestellten biaxial streckorientierten und metallisierten, opaken Kunststoffolie nach einem der Ansprüche 1 bis 11 besteht.
13. Zigarettenverpackung, bestehend aus einem Innenein­ schlag, einer bedruckten Papierhülle oder einem karto­ nierten Papier als Werbeträger und einer biaxial streck­ orientierten transparenten Polypropylenfolie, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Inneneinschlag aus einer durch Ex­ trusion hergestellten biaxial streckorientierten und me­ tallisierten, opaken Kunststoffolie nach einem der An­ sprüche 1 bis 11 besteht.
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