DE3486331T2 - Kern eines Störungsfilters aus einer amorphen Legierung. - Google Patents

Kern eines Störungsfilters aus einer amorphen Legierung.

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Description

    Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft den Kern eines Störungsfilters aus einer amorphen Legierung. Insbesondere betrifft die Erfindung den Kern eines Störungsfilters zum Unterdrücken impulsförmiger Störungen, wobei das Störungsfilter einen Kern und ein Paar von Wicklungen zur Erzeugung von gegeneinander versetzten magnetischen Flüssen umfaßt.
  • Beschreibung des Standes der Technik (1 weichmagnetische Materialien)
  • Üblicherweise wird als Kern eines Störungs- bzw. Rauschfilters ein Ferrit benutzt. Ferrite haben eine hervorragende Permeabilitätscharakteristik. Ihre Sättigungsflußdichte ist jedoch niedrig. Siliciumstähle werden ebenfalls üblicherweise als Kern für ein Störungsfilter verwendet. Siliciumstähle haben eine höhere Permeabilität bei einer niedrigen Frequenz und eine hohe magnetische Flußdichte. Die Frequenzcharakteristik der Permeabilität ist jedoch nicht hervorragend. Außerdem wird üblicherweise verdichtetes Eisenpulver als Kern eines Störungsfilters verwendet. Verdichtetes Eisenpulver hat eine hohe Sättigungsdichte, seine Permeabilität ist jedoch niedrig. Amorphe Legierungen können exzellente magnetische Materialien sein, und zwar wegen ihrer ungeordneten Struktur und einem Energieverlust (in Watt), der so niedrig sein kann, daß er nur ein Drittel des Verlustes bei konventionellen kristallinen Legierungen beträgt. Daher wurden, wie wohl bekannt ist, ungeheure Anstrengungen unternommen, um die thermisch stabilen weichmagnetischen Eigenschaften, wie z. B. eine hohe Restflußdichte, eine hohe Sättigungs-Flußdichte und einen niedrigen Energieverlust von amorphen Legierungszusammensetzungen zu erforschen. Derartige weichmagnetische Eigenschaften können üblicherweise erreicht werden, wenn die BH-Kurve eine rechteckige Gestalt hat und in Längsrichtung langgestreckt ist, d. h. wenn die Koerzitivkraft niedrig ist, ist die Magnetisierung bei einem-vorgegebenen magnetischen Feld hoch.
  • Die JP-OS 54-148122 offenbart eine amorphe Legierung, welche 80 bis 84 Atom% Eisen, 12 bis 15 Atom% Bor und 1 bis 8 Atom% Silicium enthält, und welche eine hohe Sättigungsflußdichte, eine hohe Dehnbarkeit bzw. Duktibilität und eine hohe Temperaturstabilität zeigt.
  • Die US-PS 4,217,315 illustriert die Zusammensetzung einer amorphen Legierung auf der Basis von Fe, B, Si durch einen gekrümmten Bereich und beschreibt eine Fe&sub8;&sub1;P13'3-15,7 Si3 bis 5-Zusammensetzung als eine typische Zusammensetzung, welche eine hohe Sättigungsmagnetisierung, eine hohe Kristallisierungstemperatur und eine niedrige Koerzitivkraft hat und welche somit hervorragend für den Gebrauch in einem Motor und einem Transformator geeignet ist.
  • Die US-PS 4,219,355 offenbart, daß bei einer amorphen Legierung auf der Basis von FeaBbSicCd die (folgende) Zusammensetzung a = 80,0 bis 82,0 Atom%; b = 12,5 bis 14,5 Atom%, c = 2,5 bis 5,0 Atom% und d = 1,5 bis 2,5 Atom% hinsichtlich der Koerzitivkraft, der magnetischen Flußdichte und des Energieverlustes bei einer kommerziellen Frequenz überlegen ist.
  • Die JP-OS 57-116750, welche der EP 55 327 A entspricht, offenbart, daß in einer amorphen Legierung auf der Basis von FeaSibBc die Zusammensetzung a = 75 bis 78,5 Atom%; b = 4 bis 10,5 Atom%, c = 11 bis 21 Atom% eine exzellente Wechselstrom-Erregungscharakteristik hat, d. h. einen niedrigen Energieverlust und eine niedrige Erregungskraft. In dieser Veröffentlichung wird speziell offenbart, daß die magnetischen Eigenschaften dadurch verbessert werden, daß eine Wärmebehandlung unter einem magnetischen Feld durchgeführt wird.
  • Die JP-OS 57-137451 offenbart, daß eine amorphe Legierung, welche besteht aus 77 bis 80 Atom% Eisen, 12 bis 16 Atom% Bor und 5 bis 10 Atom% Silicium, die folgenden Eigenschaften zeigt:
  • Eine Sättigungsmagnetisisierung von 15 kG oder mehr, eine Koerzitivkraft von annähernd 3,2 A/m (0,04 Oe) oder weniger und einen Energieverlust von 0,22 W/kg (0,1 W/lbs) (bei 1,26 T (12,6 kG), 60 Hz).
  • Die JP-OS 58-34162 offenbart, daß eine amorphe Legierung, welche besteht aus 78 bis 82 Atom% Eisen, 8 bis 14 Atom% Bor, 5 bis 15 Atom% Silicium und bis zu 1,5 Atom% Kohlenstoff, eine antimagnetische Alterungseigenschaft und einen guten (geringen) Energieverlust sowie eine gute magnetische Flußdichte besitzt.
  • Die JP-OS 58-42751 offenbart, daß bei einer amorphen Legierung, welche besteht aus 77 bis 79 Atom% Eisen, 8 bis 12% Atom% Silicium, 9 bis 11 Atom% Bor und 1 bis 3 Atom% Kohlenstoff, die säkulare Änderung (Langzeitänderung) der magnetischen Eigenschaften sehr gering ist.
  • Die JP-OS 56-127749 offenbart, daß dann, wenn x den Wert von 4 bis 9,5 Atom% hat und wenn a den Wert von 82 bis 86 Atom% hat, und zwar in einer Fea-xB100-a-xSi2x-Zusammensetzung, die amorphe Legierung thermisch stabile weichmagnetische Eigenschaften besitzt.
  • Die JP-OS 57-190304 offenbart, daß in einer Fe100-a-b-cMoaXbYc-Zusammensetzung (X steht für Ni, Co oder dgl.; Y steht für Si, Al, B, C oder dgl., a = 0,1 bis 6 Atom%, b = 0 bis 30 Atom% und c = 15 bis 30 Atom%), Mo wirksam ist, um das Rechteckigkeitsverhältnis zu verbessern, d. h. eine amorphe Legierung mit einem Rechteckigkeitsverhältnis von 60% oder mehr zu liefern, wenn eine Gleichstrommagnetisierung erfolgt.
  • In den vorstehend erwähnten Dokumenten zum Stand der Technik sind die meisten Untersuchungen darauf gerichtet, die richtigen Bereiche für den Anteil von Fe, B, Si und C zu ermitteln, während der Fe-Gehalt auf etwa annähernd 80 Atom% gesetzt wird. Gemäß den Druckschriften zum Stande der Technik kann keine Zusammensetzung gefunden werden, die als Kern eines Störungsfilters hervorragende Eigenschaften zeigen kann, mit Ausnahme der JP-OS 57-116750, in der geeignete B- und Si-Anteile bei einem Eisengehalt von 75 Atom% untersucht werden und mit Ausnahme der JP-OS 57-190304, in der über die Verbesserung des Rechteckigkeitsverhältnisses aufgrund eines Mo-Anteils berichtet wird. Da jedoch in der JP-OS 57-116750 die amorphe Legierung einer Wärmebehandlung in einem magnetischen Feld unterworfen wird, um eine quadratische (rechteckige) und in Längsrichtung lange BH-Kurve zu erreichen, können Eigenschaften, die für einen Kern eines Störungsfilters geeignet sind, nicht erreicht werden.
  • Die Zeitschrift Proc. 4th Int. Conf. on Rapidly Quenched Metals (Sendai, 1981) S. 1035-1038 berichtet über eine Studie der Permeabilitätsänderung in Abhängigkeit von der Frequenz bezüglich der Zusammensetzungen (Fe0,76B0,14Si0,10)&sub9;&sub8;(Be, C, Al, Co, Ni, Cr, Nb)&sub2; und (Fe1-xCox)&sub7;&sub4;Cr&sub2;B&sub1;&sub4;Si&sub1;&sub0;.
  • In dieser Studie wird über ein abnormales Phänomen berichtet, gemäß welchem die Permeabilität bei einer gewissen Frequenz drastisch abnimmt, nämlich in der Nähe von 50 kHz um annähernd 20%.
  • Der Bericht offenbart auch, daß diese abnorme Abnahme der Permeabilität einer magnetomechanischen Resonanz zuzurechnen ist und hauptsächlich durch die Magnetostriktion beeinflußt wird, d. h. die abnormale Abnahme der Permeabilität macht sich am stärksten in amorphen Legierungen bemerkbar, die eine große Magnetostriktion haben.
  • (2) Störungsfilter
  • Störungsfilter können als 2-Leiter-Energiefilter für digitale Ausrüstungen angesehen werden, wie z. B. in der US-PS 3,996,537, oder als Energieversorgungsfilter zur Störungsunterdrückung, wie z. B. in der US-PS 3,683,271.
  • Das Störungsfilter gemäß dem Stand der Technik wird unter Bezugnahme auf Fig. 1 erläutert. In der Zeichnung zeigen:
  • Fig. 1 ein Schaltbild eines Störungsfilters;
  • Fig. 2 eine grafische Darstellung zur Erläuterung des Zusammenhangs zwischen der Stör-Eingangsspannung und der Stör-Ausgangsspannung;
  • Fig. 3 ein Diagramm, welches den Bereich der Komponenten A, B, und C gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
  • Fig. 4 eine grafische Darstellung der Permeabilität und der Permeabilitätsänderungen in Abhängigkeit von dem angelegten magnetischen Feld;
  • Fig. 5 ein ternäres Diagramm amorpher Legierungen; und
  • Fig. 6 eine grafische Darstellung des Zusammenhangs zwischen u&sub2; (nach der Entmagnetisierung) und u&sub2;
  • (nach einer impulsförmigen Störung) bzw. die prozentuale Verschlechterung für eine Impulsstörung.
  • Gemäß Fig. 1 umfaßt das Störungsfilter 1 einen Kern 1A und zwei Wicklungen bzw. Spulen 2A und 2B. Eine Wechselspannung AC 100 V wird an das Störungsfilter angelegt und erzeugt magnetische Flüsse, wenn sie durch die Wicklungen 2A und 2B fließt. Die Summe der von den Wicklungen 2A und 2B erzeugten magnetischen Flüsse ist Null.
  • Zwischen den Spulen 2A und 2B liegen ein Kondensator 3 und zwei weitere Kondensatoren 4A und 4B, die in Serie geschaltet und an ihrem Verbindungspunkt geerdet sind. Der Zusammenhang zwischen der Störungs- bzw. Rausch-Eingangsspannung und der Störungs- bzw. Rausch-Ausgangsspannung ist in Fig. 2 gezeigt. Wie aus Fig. 2 deutlich wird, nimmt die Störungs-Ausgangsspannung abrupt zu, wenn die Störungs-Eingangsspannung einen kritischen Wert überschreitet. Der Grund dafür besteht darin, daß der Kern 1A (Fig. 1) des Störungsfilters magnetisch gesättigt wird und wenn eine solche abrupte Zunahme in der Störungs-Ausgangsspannung eintritt, funktioniert das Störungsfilter nicht. Die in Fig. 2 gezeigte Kurve hat in dem Bereich mit niedrigem Störungs-Ausgangssignal eine Steigung, die durch die Induktivität des Störungsfilters 1 (Fig. 1) bestimmt wird, d. h. durch die Permeabilität des Kerns 1A. Die Steigung nimmt mit einer Zunahme der Permeabilität ab. Die Störungseingangsspannung, bei der die in Fig. 2 gezeigte Kurve abrupt ansteigt, wird durch die Sättigungsflußdichte des Kerns 1A bestimmt. Daher muß der Kern eines Störungsfilters eine hohe Permeabilität und eine hohe Sättigungsflußdichte haben. Außerdem muß die Frequenzcharakteristik der Permeabilität hervorragend sein, wenn ein Störungsfilter zum Ausfiltern von Störungen aus einer hochfrequenten Spannung verwendet wird.
  • Die JP-OS 56-46516 offenbart einen Kern für ein Störungsfilter, welcher aus einer im wesentlichen vollständig amorphen Legierung besteht. Dieser Kern ist gegenüber den konventionellen Kernen merklich verbessert, insbesondere wenn er zum Filtern einer Spannung mit starken Störungen verwendet wird. Er (der Kern) ist jedoch nicht ausreichend um einen Hochspannungs-Störungsimpuls von 1000 V oder mehr zu unterdrücken, der für 1 us oder mehr erzeugt wird. Ein solcher Störimpuls ist häufig dem Strom auf einer Energieleitung oder in einer Energieschaltung überlagert.
  • Die JP-OS 57-24519 offenbart einen Kern für ein Rauschfilter, welches aus einer magnetisch amorphen Legierung besteht, die teilweise ausgefällte Kristalle enthält. Der Kern wurde von den Erfindern der vorliegenden Erfindung erfunden, welche entdeckten, daß bei Vorhandensein von ausgefällten Kristallen in einer amorphen Legierung der Kern einen Hochspannungs- Störimpuls wirksam unterdrücken kann.
  • Die JP-OS 57-24518 spezifiziert die BH-Kurve einer amorphen Legierung zur Verwendung als Störungsfilter. Genauer gesagt und wie oben unter Bezugnahme auf Fig. 1 und 2 angemerkt, führt eine hohe Induktivität für eine hohe Permeabilität des Kerns eines Störungsfilters üblicherweise zu einer Abnahme in der Störungs-Ausgangsspannung. Im Falle einer quadratischen (rechteckigen) und in Längsrichtung langgestreckten BH-Kurve, die durch Erhöhung der Permeabilität erhalten wird, kann ein Hochspannungs-Störimpuls nicht unterdrückt werden. Daher wird in der genannten Druckschrift zu der BH-Kurve angegeben, daß diese eine schräge Gestalt mit folgenden Werten hat:
  • 0,2T ≤ B&sub2; ≤ 0,7Bs(T) (2000 G ≤ B&sub2; ≤ 0,7 Bs(G)), wobei B&sub2; die magnetische Flußdichte bei einer Magnetisierung von 160 A/m (2 Oe) und 50 kHz ist und wobei Bs die Sättigungsflußdichte ist. In der genannten Druckschrift werden als amorphe Legierungen genannt: Fe&sub7;&sub6;Co&sub4;B18,9Si2,1; Fe78,4Ni1,6B&sub1;&sub2;Si&sub8;; Fe62,4Ni&sub1;&sub6;Mo1,6B&sub1;&sub6;Si&sub4; und dgl.
  • Die JP-OS 56-185201, welche der JP-OS 58-87803 entspricht, offenbart eine amorphe Legierung mit einer speziellen BH-Kurve, für die folgende Werte gelten: ui (Anfangspermeabilität) = 2000 - 5000; Br ≤ 0,3 T (3 kG); B&sub2; = 0,6 - 0,9 T (6 - 9 kG) und B ≥ 1 2 T (12 kG); diese Legierung kann bei Verwendung als Störungsfilter einen Hochspannungsstörimpuls unterdrücken.
  • Vorzugsweise sind die magnetischen Eigenschaften des Kerns eines Störungsfilters von denjenigen eines Kerns für einen konventionellen Transformator, für einen Elektromotor oder dergleichen in folgender Beziehung verschieden: Bei dem Kern eines Störungsfilters sollte die BH-Kurve geneigt sein, d. h. es sollte eine konstante Permeabilitätscharakteristik oder eine unveränderte Permeabilität u in Abhängigkeit von dem Magnetfeld vorliegen sowie eine nicht sehr hohe restliche Flußdichte Br. Eine solche BH-Kurve ist für den Kern eines Transformators, eines Elektromotors oder dergleichen unerwünscht.
  • Vermutlich können die Eigenschaften, die für das Störungsfilter erforderlich sind, erhalten werden, indem man die Zusammensetzung der amorphen Legierung so einstellt, daß sie eine Magnetostriktion von Null hat, da die oben beschriebene abnorme Abnahme der Permeabilität, welche für den Kern eines Störungsfilters unerwünscht ist, gemäß der zitierten Druckschrift Proceedings . . . Rapid Quench Metal durch die Zusammensetzung mit der Magnetostriktion von Null vermieden werden kann. Bei der amorphen Legierung auf Kobaltbasis mit der Magnetostriktion Null sind die anderen Eigenschaften außer der Magnetostriktion, insbesondere die magnetische Flußdichte, schwach, und außerdem zeigen die magnetischen Eigenschaften eine große Langzeitänderung. Dies macht die Legierung mit der Magnetostriktion Null für den Kern eines Störungsfilters ungeeignet.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine amorphe Legierung anzugeben, die eine Verschlechterung der Eigenschaften des Kerns eines Störungsfilters verhindern kann, insbesondere eine Verschlechterung des Impulswiderstandes, wobei diese Art der Verschlechterung in einem bekannten Störungsfilterkern auftreten kann, der beispielsweise zusammengesetzt ist aus etwa 80% Fe und gelegentlich Co oder Ni, wobei der Rest B und/oder Si ist.
  • Die von den Erfindern des Anmeldungsgegenstandes entdeckte Verschlechterung der Impulswiderstandes ist ein Phänomen, bei dem ein Hochspannungsstörungsfilter (ein Hochspannungsimpuls) bei der ersten Verwendung des Störungsfilters nach Wunsch unterdrückt werden kann, jedoch zu späteren Zeitpunkten, zu denen das Störungsfilter verwendet wird, nicht mehr unterdrückt werden kann.
  • Die in der Basisanmeldung 84-30 75 88.8 beschriebene und beanspruchte Erfindung schafft einen Kern für ein Störungsfilter, welcher einen zu einer Spule aufgewickelten dünnen Streifen einer amorphen magnetischen Legierung umfaßt und dadurch gekennzeichnet ist, daß diese Legierung im wesentlichen besteht aus: einer ersten Komponente (A), bei der es sich um Fe oder um Fe mit mindestens einem Element der Übergangsmetalle handelt, einer zweiten Komponente (B), bei der es sich um mindestens ein Element handelt, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, die besteht aus Si und Al, sowie aus einer dritten Komponente (C), bei der es sich um mindestens eine Komponente handelt, die aus der Gruppe ausgewählt ist, die besteht aus B, C und P, wobei die erste, die zweite und die dritte Komponente (in der Legierung) in einer Menge enthalten sind, die in einen Bereich fällt, der durch eine Kurve X definiert ist bzw. auf die Linie dieser Kurve X, die in Fig. 3 gezeigt ist, wobei die Legierung folgende Werte aufweist: eine Permeabilität (u&sub2;) von etwa 5000 gemessen bei 100 kHz und einem magnetischen Feld von 0,16 A/m (2 mOe), eine restliche Flußdichte (Br) von 0,3 T (3 kG) oder weniger, bestimmt anhand einer BH-Kurve, die bei einer Frequenz von 2 kHz und bei einem angelegten Magnetfeld von maximal 160 A/m (2 Oe) gemessen wurde, sowie eine magnetische Flußdichte (B&sub2;) von 0,6 bis 0,9 T (6 bis 9 kG) gemessen bei 160 A/m (20 Oe). Das mindestens eine genannte Übergangsmetallelement kann Mo sein. Die Zusammensetzung dieser amorphen magnetischen Legierung wird nachstehend als erste Zusammensetzung bezeichnet und fällt nicht in den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung (in letzterer wird der gesamte von der Kurve X begrenzte Bereich ausgeschlossen). Eine amorphe magnetische Legierung mit der ersten Zusammensetzung besitzt eine geringe Impulswiderstands-Verschlechterung.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird geschaffen: ein Kern eines Störungs-(Rausch-)Filters umfassend: einen zu einer Spule gewickelten dünnen Streifen aus einer amorphen, magnetischen Legierung, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung im wesentlichen besteht aus: einer ersten Komponente (A), bei der es sich um Fe und Mo handelt, einer zweiten Komponente (B), bei der es sich um mindestens ein Element handelt, welches ausgewählt ist aus der Gruppe, die besteht aus Si und Al, und einer dritten Komponente (C), bei der es sich um mindestens ein Element handelt, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus B, C und P besteht, wobei die erste, die zweite und die dritte Komponente in einer Menge enthalten sind, die in einen Bereich fällt, der durch eine Kurve Y definiert ist bzw. auf die diese Kurve Y darstellende Linie, und welche ferner in einen Bereich außerhalb der Kurve X fällt, wobei die Kurven X und Y den in Fig. 3 gezeigten Verlauf haben, wobei die Legierung das Mo in einer Menge von 3% bis zu 7% enthält und eine Permeabilität (u&sub2;) von etwa 4000 oder mehr, gemessen bei 100 kHz, und ein Magnetfeld von 0,16 A/m (2 mOe), eine restliche Flußdichte (Br) von 0,3 T (3 kG) oder weniger, bestimmt an einer BH-Kurve, gemessen bei einer Frequenz von 2 kHz, und einem maximal angelegten magnetischen Feld von 160 A/m (2 Oe), und eine magnetische Flußdichte (B&sub2;) von 0,5 bis 1,1 T (5 kG bis 11 kG), gemessen bei 160 A/m (2 Oe) aufweist. Die Zusammensetzung dieser amorphen magnetischen Legierung wird nachstehend als die zweite Zusammensetzung bezeichnet. Eine amorphe magnetische Legierung mit der zweiten Zusammensetzung besitzt eine geringere Verschlechterung des Impulswiderstandes und eine hohe Permeabilität.
  • Die Verschlechterung des Impulswiderstandes wird gemäß den industriellen Standards für Induktivitäten oder dergleichen nicht quantitativ bestimmt. Bei der VDE (-Vorschrift) 0565, Teil 3.3.6, Induktivität 3.6.2 für Westdeutschland handelt es sich um einen Industriestandard, welcher Induktivitäten allgemein spezifiziert und gemäß diesem Standard wird erwähnt, daß dann, wenn der Strom einem stabförmigen Kern oder einer Drosselspule aus einem Pulverkern zugeführt wird, die Änderung der Induktivität gegenüber dem Nennwert ± 20% oder weniger betragen muß. Diese Änderung kann gemäß der ersten und der zweiten Zusammensetzung zweifelsfrei nicht befriedigt werden.
  • Die prozentuale Verschlechterung des Impulswiderstandes wird in der vorliegenden Anmeldung durch folgende Gleichung definiert: ue nach Anlegen eines Magnetfelds Entmagnetisierung
  • wobei ue die Permeabilität bei 100 kHz und 0,16 A/m (2 mOe) (0,002 Oe) ist, und wobei "Entmagnetisierung" einen entmagnetisierten Zustand mit dem Wert Null der magnetischen Flußdichte bezeichnet.
  • Vor dem Definieren der prozentualen Verschlechterung des Impulswiderstandes stellten die Erfinder der vorliegenden Erfindung aus einer amorphen Legierung Ringkerne mit einem Außendurchmesser von 31 mm, einem Innendurchmesser von 19 mm und einer Höhe von 8 mm her, legten an diese ein Magnetfeld von 160 A/m (20 Oe) oder weniger an und entmagnetisierten sie. Danach wurden folgende Änderungen der Permeabilität gemessen. ue nach Anlegen eines Magnetfelds Entmagnetisierung
  • Die Erfinder erhielten die in Fig. 4 gezeigten Ergebnisse.
  • Wie aus Fig. 4 deutlich wird, ist die Verringerung der Permeabilität (ue) am größten bei 320 A/m (4 Oe) des angelegten Magnetfelds. Das bedeutet, daß dann, wenn ein Magnetfeld von 320 A/m (4 Oe) an die Kerne aus der amorphen Legierung angelegt wird, die Permeabilität (ue) im Vergleich zu der Permeabilität (ue) vor dem Anlegen des Magnetfelds, d. h. gegenüber der Permeabilität (ue), welche eine amorphe Legierung zunächst zeigt, um annähernd 30% verringert wird. Dies bedeutet, daß ein Hochspannungs-Störimpuls, welcher üblicherweise beim ersten Mal unterdrückt werden kann, möglicherweise nicht mehr unterdrückt werden kann, da die Fähigkeit zur Unterdrückung von Störungen um etwa 30% abnimmt, wenn eine externe Störung an einen Kern angelegt wird, welche ein Magnetfeld von 320 A/m (4 Oe) erzeugt.
  • Auf der Basis der Ergebnisse, die von den Erfindern des Anmeldungsgegenstandes gewonnen wurden, wurde die prozentuale Verschlechterung des Impulswiderstandes in der oben angegebenen Weise bestimmt. Durch Überwachung der prozentualen Verschlechterung des Impulswiderstandes ist es möglich, die schlimmste Verschlechterung des Impulswiderstandes, die möglicherweise bei Kernen auftreten kann, zu kontrollieren. Wenn die prozentuale Verschlechterung des Impulswiderstandes annähernd kontrolliert wird, kann die Verschlechterung des Impulswiderstandes kontrolliert werden, die bei einem Magnetfeld auftreten kann, welches höher als 320 A/m (4 Oe) ist. Außerdem ist die Permeabilität (u&sub2;) repräsentativ für die Impulsunterdrückungscharakteristik eines Kerns, an welchen aufgrund einer Störungsimpulsspannung ein Feld von mehr als 0,16 A/m (2 mOe) angelegt wird.
  • Bisher gab es keine quantitativen Verfahren zur Auswertung der Verschlechterung der Impulsunterdrückung, vermutlich weil die naturgemäß unvorhersehbare Schwankung eines Störimpulses, d. h. eine große Schwankungsbreite der Störimpulsspannung und eine positive oder negative Ladungsänderung, die Entwicklung derartiger quantitativer Verfahren verhinderte.
  • Bei der vorliegenden Erfindung ist die Permeabilität einer der wichtigen Faktoren. Da jedoch die Permeabilität von amorphen Legierungen strukturempfindlich ist, sind genaue Messungen derselben (der Permeabilität) nicht immer leicht. Bei Versuchen, die von den Erfindern des Anmeldungsgegenstandes durchgeführt wurden, wurde die Permeabilität so genau wie möglich unter Verwendung eines Prüfgeräts des Typs 4274 der HP Corporation gemessen. Messungen der Permeabilität können jedoch zu einem Fehler von maximal 5% führen.
  • Die amorphe magnetische Legierung gemäß der vorliegenden Erfindung ist im wesentlichen amorph. Sie kann jedoch nach Wunsch ausgefällte feine Kristalle in einer kleineren Menge enthalten. Ausgefällte feine Kristalle in der amorphen magnetischen Legierung bewirken nahezu keine Änderung der Sättigungsflußdichte (Bs), führen jedoch zu einer Reduzierung der magnetischen Flußdichte. Die Wärmebehandlung zum Ausfällen der feinen Kristalle wird, falls erforderlich, ausgeführt, um die Eigenschaften zu realisieren, die für das Störungsfilter benötigt werden. Wenn also die im wesentlichen amorphe Legierung nicht die oben vorgeschriebenen Werte für Br und B&sub2; erreichen kann, wird die Wärmebehandlung zum Ausfällen der feinen Kristalle durchgeführt. In diesem Fall können die oben vorgeschriebenen Werte für Br und B&sub2; auch durch eine Wärmebehandlung erreicht werden, die nicht zu einer merklichen Ausfällung von feinen Kristallen führt. Es ist erwünscht, daß Br so niedrig wie möglich und möglicherweise tatsächlich Null ist (Br = 0), vorausgesetzt, daß B&sub2; und u&sub2; die oben angegebenen Werte haben, da eine amorphe Legierung, bei der Br tatsächlich den Wert Null hat, einen Kern liefern kann, der hinsichtlich der Störimpulsspannung eine kleine Verschlechterung aufweist, d. h. eine kleine Änderung der Induktivität, und der Hochspannungsimpulse stabil unterdrücken kann.
  • In dem Bereich von Fig. 3, auf den sich die vorliegende Erfindung bezieht (d. h. in dem Bereich, der auf die Kurve Y fällt oder innerhalb derselben, jedoch außerhalb der Kurve X liegt), ermöglicht das Ersetzen von 3 bis 7% der Fe-Komponente durch Molybden die Bildung einer amorphen magnetischen Legierung, die eine äquivalente oder verbesserte Impulswiderstandsverschlechterung besitzt.
  • Ein Effekt von Mo, der durch die Erfinder des Anmeldungsgegenstandes entdeckt wurde, wird unter Bezugnahme auf Tabelle 1 beschrieben. Tabelle 1 Eigenschaften Mo-Menge u&sub2; nach Entmagnetisierung Impulsverschlechterung Prozentuale Verschlechterung des Impulswiderstandes
  • Tabelle 1 zeigt die Eigenschaften der amorphen Legierung mit folgender Zusammensetzung: Fe76-xMoxSi&sub6;B&sub1;&sub8;. Wie aus Tabelle 1 deutlich wird, nimmt die prozentuale Verschlechterung des Impulswiderstandes aufgrund des Zusatzes von Mo drastisch ab. Der Wert u&sub2; (nach Impulsverschlechterung) in Tabelle 1 und in der nachfolgenden Beschreibung ist diejenige Permeabilität, die nach Anlegen eines Magnetfeldimpulses von 4 Oe unter folgenden Bedingungen gemessen wird: 100 kHz und 0,16 A/m (2 mOe = 0,002 Oe).
  • Mo ist für die Eigenschaften der amorphen Legierung für das Störungsfilter wirksamer als andere Additive, wie z. B. Nb, Cr und/oder dergleichen, die für die erste Zusammensetzung offenbart wurden, wie dies nachstehend unter Bezugnahme auf Tabelle 2 beschrieben wird. Tabelle 2
  • Gemäß Tabelle 2 wird das Fe der Basiszusammensetzung Fe&sub7;&sub6;Si&sub6;B&sub1;&sub8; teilweise durch die in der Tabelle angegebenen Komponenten ersetzt.
  • Der obere, der mittlere und der untere Wert für die Ersatzzusammensetzung gelten für u&sub2; (nach der Entmagnetisierung), u&sub2; (nach der Impulsverschlechterung) bzw. für die prozentuale Verschlechterung des Impulswiderstandes.
  • Die Fe&sub7;&sub6;Si&sub6;B&sub1;&sub8;-Zusammensetzung hat die folgenden Eigenschaften:
  • u&sub2; (nach Entmagnetisierung) = 5000
  • u&sub2; (nach Impulsverschlechterung) = 4000
  • prozentuale Verschlechterung des Impulswiderstandes = 20%.
  • Wie aus Tabelle 2 deutlich wird, verbessert Mo den Wert von u&sub2; (nach der Entmagnetisierung und nach der Impulsverschlechterung) drastisch, während die prozentuale Impulsverschlechterung bei einem Wert von 20% gehalten wird. W und Mo ändern diese Eigenschaften tatsächlich nicht. Ni verschlechtert alle diese Eigenschaften. Die anderen Elemente verbessern entweder nur u&sub2; (nach der Entmagnetisierung und nach der Impulsverschlechterung) oder die prozentuale Verschlechterung des Impulswiderstandes.
  • Beiläufig sei angemerkt, daß die Herstellung eines aus der amorphen Legierung bestehenden Bandes dann unmöglich wird, wenn in der Legierung Ti in einer Menge von 1% und W in einer Menge von 3% enthalten ist.
  • Nunmehr wird die erste Zusammensetzung beschrieben.
  • Bei der Komponente A handelt es sich um Fe oder um Fe und mindestens ein Übergangsmetallelement. Das mindestens eine Übergangsmetallelement wird unter den 4s-Übergangselementen (Sc - Zn), den 5s-Übergangselementen (Y - Cd), den 6s-Übergangselementen (La - Hg) und den Elementen ausgewählt, welche Atomzahlen haben, die gleich oder größer sind als die Atomzahlen für Ac und bei denen es sich um Co, Ni, Cr, Cu, Mo, Nb, Ti, W, V, Zr, Ta, Y oder um ein Element der seltenen Erden handeln kann.
  • Bei M handelt es sich vorzugsweise um Mn, Cr, Mo, Nb, Ni oder Co, wobei Mn besonders bevorzugt wird. Wenn Ni, Co und Fe als Bestandteil M verwendet werden, können Ni und Co, bezogen auf M, etwa 20% oder weniger ausmachen. Wenn zusätzlich zu einem oder mehreren der Elemente Ni, Co und Fe die weiteren Elemente als Bestandteil M verwendet werden, beträgt ihre Menge üblicherweise etwa 5 Atomprozent oder weniger.
  • Die Komponente B ist mindestens ein Element, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, die besteht aus Si und Al. Der Gehalt an Al beträgt vorzugsweise 10 Atomprozent oder weniger bezogen auf den Gesamtgehalt an Si und Al.
  • Die Komponente C ist mindestens ein Element, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, die besteht aus B, C und P. Der Anteil von C beträgt vorzugsweise 20 Atomprozent oder weniger bezogen auf die Gesamtmenge von B, C und P, und der Anteil von P beträgt vorzugsweise 5% oder weniger bezogen auf die Gesamtmenge von B, C und P.
  • Zusätzlich zu den Komponenten A, B und C kann in der ersten Zusammensetzung mindestens ein Element enthalten sein, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, die besteht aus Be, Ge, Sb und In, da ein solches Element die Auswirkungen der vorliegenden Erfindung nicht behindert.
  • Wenn die Zusammensetzung einer amorphen Legierung auf oder innerhalb der Kurve X liegt, sind die weichmagnetischen Eigenschaften denjenigen außerhalb der Kurve X etwas unterlegen; es kann jedoch nicht nur ein Hochspannungsstörimpuls wirksam unterdrückt werden, sondern auch die Impulswiderstandsverschlechterung ist nicht merklich.
  • Wenn die Komponenten A, B und C in dem vierseitigen Bereich
  • - oder auf dessen Rand - liegen, der gebildet wird, indem man die folgenden, in Atomprozenten ausgedrückten, ternären Ordinaten (73, 9, 18), (73, 12, 15), (76, 9, 15) und (76, 6, 18) verbindet, ist die Impulswiderstandsverschlechterung sehr gering.
  • Nunmehr werden die magnetischen Eigenschaften der amorphen Legierung mit der ersten Zusammensetzung beschrieben.
  • Wenn die Permeabilität (u&sub2;) geringer ist als etwa 2000, ist die Induktivität des Kerns eines Störungsfilters so niedrig, daß die Störungsausgangsspannung unvorteilhaft hoch ist. Wenn andererseits die Permeabilität (u&sub2;) höher als etwa 5000 ist, dann hat die BH-Kurve deutlich die Tendenz, bei einer niedrigen Impulsspannung in die Sättigung zu gelangen, mit der Folge, daß ein Störimpuls hoher Spannung nicht unterdrückt werden kann. Die restliche Flußdichte bzw. die Remanenz (Br) sollte so niedrig wie möglich sein. Wenn die restliche Flußdichte (Br) höher ist als 0,3 T (3 kG), geht die konstante Permeabilitätscharakteristik verloren und der zusammensetzungsmäßige Bereich der amorphen Legierung, in dem das Unterdrückungsverhältnis der Impulsspannung hoch ist, hat die Tendenz, in nachteiliger Weise eingeengt zu werden.
  • Bei einem Ausführungsbeispiel der Basisanmeldung (der ersten Zusammensetzung) beträgt die prozentuale Impulswiderstandsverschlechterung 10% oder weniger.
  • Bei einem anderen Ausführungsbeispiel, bei dem die Komponenten A, B und C so ausgewählt sind, daß sie annähernd innerhalb der Kurve X liegen, beträgt die prozentuale Impulswiderstandsverschlechterung 5% oder weniger.
  • Gemäß Fig. 5 wird der Bereich der ersten Zusammensetzung in dem ternären Diagramm durch die Kurve X markiert. Die Kurven Y und Z zeigen Zusammensetzungen an, welche eine relative Impulswiderstandsverschlechterung von -20% bzw. -30% haben.
  • Wenn der Anteil der Komponente A geringer als 70 Atomprozent, wird die Sinterung einer Legierung, welche aus den Komponenten A, B und C besteht, schwierig.
  • Die Kurven U, V und W zeigen Zusammensetzungen an, welche nach der Entmagnetisierung, gemessen bei 100 kHz, eine Permeabilität von 10000, 7500 bzw. 5000 haben. Die bei 25 kHz gemessene Permeabilität ist innerhalb der Kurve U am höchsten. Der Zusammensetzungsbereich innerhalb der Kurve U fällt nahezu mit dem Bereich zusammen, in dem die Permeabilität (u&sub2;) am höchsten ist.
  • Wie aus der Beschreibung im Zusammenhang mit Fig. 5 deutlich wird, fällt der Anteilsbereich für die Komponenten A, B und C, in dem die prozentuale Impulswiderstandsverringerung niedrig ist, nicht mit dem Bereich zusammen, in dem die Permeabilitäten am höchsten sind.
  • Die Kurve S in Fig. 5 zeigt die Mengen der Komponenten A, B und C an, bei denen die Höhe der Sättigungsflußdichte, gemessen bei einem Wechselstrom von 2 kHz und bei einer Magnetisierungskraft von 800 A/m (10 Oe), ungefähr die Größe von 15 kG erreicht. Wenn die Mengen der Komponenten A, B und C auf der rechten Seite der Kurve S (auf der eisenreichen Seite) liegen, wird die oben erwähnte Sättigungsflußdichte hoch. Die Mengen der Komponenten A, B und C, die durch die Kurve X angedeutet werden, sind daher gemäß der vorliegenden Erfindung so gewählt, daß die oben erwähnte Sättigungsflußdichte (Bs) niedrig ist.
  • Ein bevorzugtes Verhältnis von Kristallen zu Glas (Glas/Kristalle) beträgt hinsichtlich der ersten Zusammensetzung üblicherweise 50% oder weniger.
  • Nunmehr wird die zweite Zusammensetzung erläutert.
  • Bei der Komponente A handelt es sich um Fe und Mo oder um Fe plus Mo und mindestens ein Element der Übergangsmetalle, welches ausgewählt ist aus den 4s-Übergangselementen (Sc - Zn), den 5s-Übergangselementen (Y - Cd) und den 6s-Übergangselementen (La - Mg). Das Mo und das mindestens eine Übergangselement werden nachstehend als Komponente M bezeichnet. Wenn es sich bei M um etwas anderes handelt als Mo, dann ist dies vorzugsweise Co, Ni, Cr, Cu, Nb, Ti, W, V, Zr, Ta, Y oder ein Seltenerdelement. Ni und Co der M-Komponenten können in der zweiten Zusammensetzung in einer Menge bis hinauf zu etwa 20 Atomprozent, bezogen auf Fe, enthalten sein. Die anderen M-Komponenten (außer Mo) können in der zweiten Zusammensetzung in einer Menge bis zu etwa 5%, bezogen auf Fe, enthalten sein.
  • Bei M handelt es sich vorzugsweise um V, Mn, Cr, Nb, Ni oder Co und noch bevorzugter um Mn, V oder Nb.
  • Bei der Komponente B handelt es sich um mindestens ein Element, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, die besteht aus Si und Al. Der Anteil des Al beträgt vorzugsweise 10 Atomprozent oder weniger bezogen auf den Gesamtanteil von Si und Al.
  • Die Komponente C ist mindestens ein Element, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, die besteht aus B, C und P. Der Anteil von C beträgt vorzugsweise 20 Atomprozent oder weniger bezogen auf den Gesamtanteil von B, C und P, und der Anteil von P beträgt vorzugsweise 5% oder weniger bezogen auf den Gesamtanteil von B, C und P.
  • Wenn die Komponenten A, B und C auf die Kurve y&sub1;, die in Fig. 3 gezeigt ist, fallen oder innerhalb derselben liegen, wird für u&sub2; (nach der Entmagnetisierung) ein Wert von 5000 oder mehr (u&sub2; ≥ 5000) erhalten. Wenn der Anteil der Komponente 80% oder mehr beträgt, wird die Kristallisierungstemperatur niedrig, und die Langzeitänderung der Permeabilität wird ernsthaft erhöht. Ein bevorzugter Anteil der Komponente A beträgt weniger als 80%. Außerdem kann dann, wenn die Komponenten A, B und C auf der in Fig. 3 gezeigten Kurve y&sub2; oder innerhalb derselben liegen, für p&sub2; (nach der Entmagnetisierung) ein Wert von 6000 oder mehr (u&sub2; ≥ 6000) erhalten werden.
  • Die Komponenten A, B und C sind in einer Menge vorhanden, die auf oder innerhalb der in Fig. 3 gezeigten Kurve 3 liegt, da bei Mengen außerhalb der Kurve 3 der Impulsverschlechterungswiderstand verschlechtert wird und gelegentlich nicht erreicht wird, daß gilt: u&sub2; = 4000.
  • Die Permeabilität (u&sub2;), die restliche Flußdichte (Br) und die magnetische Flußdichte (B&sub2;) werden bei der zweiten Zusammensetzung so bestimmt, daß ein Kern für ein Impulsfilter geschaffen wird, welcher Impulse hoher Spannung wirksam unterdrücken kann, wie dies nachstehend detailliert beschrieben wird.
  • Wenn die Permeabilität (u&sub2;) kleiner als etwa 4000 ist, wird die Induktivität des Kerns eines Störungsfilters zu niedrig, um eine hohe Dämpfung von Störungen oder eine niedrige Störausgangsspannung zu erhalten.
  • Je niedriger die restliche Flußdichte (Br) ist, desto vorteilhafter sind die charakteristischen Eigenschaften des erhaltenen Kerns eines Störungsfilters. Mit anderen Worten können dann, wenn die Komponenten A, B und C außerhalb der Kurve Y liegen, die magnetischen Eigenschaften, wie z. B. eine hohe magnetische Flußdichte-und ein niedriger Kernverlust, wie sie für das weichmagnetische Material verlangt werden, erreicht werden, da die konventionellen amorphen weichmagnetischen Materialien mit dem Fe-Anteil von rund 80% diese Eigenschaften nicht haben; der Impulswiderstand wird jedoch ernsthaft beeinträchtigt. Die Mengen der Komponenten A, B und C, welche durch die Überlappung der Kurven X und Y angezeigt werden, werden von der vierten Zusammensetzung nicht umfaßt, da die Permeabilität (u&sub2;) im allgemeinen niedrig ist, d. h. etwa 3000 beträgt.
  • Wenn die restliche Flußdichte (Br) einen Wert von 0,3 T (3 kG) (Br > 3 kG) überschreitet, besteht die Tendenz, daß die konstante Charakteristik der Permeabilität nachteiligerweise verloren geht, mit dem Ergebnis, daß eine wirksame Impulsspannungsunterdrückung, wie sie bei der konstanten Permeabilität erreicht wird, eingeschränkt wird.
  • Wenn die magnetische Flußdichte (B&sub2;) geringer ist als 0,5 T (5 kG), wird die zulässige Störeingangsspannung nachteiligerweise niedrig. Wenn andererseits die magnetische Flußdichte (B&sub2;) größer ist als 11 kG, hat die BH-Kurve die Tendenz, einen nicht-linearen Teil zu umfassen, d. h. die Permeabilität hat die Tendenz, inkonstant zu werden, und die zulässige Störeingangsspannung wird niedrig. Dies bedeutet, daß der steile Anstieg der in Fig. 2 gezeigten Kurve bei einer niedrigen Eingangsspannung auftritt.
  • Zur Untersuchung der Frage, ob die Abnahme der prozentualen Impulswiderstandsverschlechterung aufgrund von Mo auf eine Abnahme der magnetomechanischen Resonanz zurückzuführen ist oder nicht, wurde von den Erfindern des Anmeldungsgegenstandes die Magnetostriktion der amorphen Legierungen gemäß Tabelle 3 gemessen. Tabelle 3 Magnetische Eigenschaften Zusammensetzung nach Entmagnetisiereung Impulsverschlechterung in Prozent
  • Das Ausmaß der Magnetostriktion wurde durch den Zusatz von Mo nicht wesentlich verändert.
  • Außerdem wurde das Rechteckigkeitsverhältnis der Legierungen gemäß vorliegender Erfindung gemessen. Dieses betrug weniger als 50% und üblicherweise 20% oder weniger.
  • Es wird daher nicht angenommen, daß Mo wirksam ist, um das Rechteckigkeitsverhältnis von Legierungen gemäß der vorliegenden Erfindung zu verbessern.
  • Weiterhin wurde festgestellt, daß Co, Ti und W eine Änderung im Ausmaß der Magnetostriktion bewirken.
  • Weder das Rechteckigkeitsverhältnis noch die Magnetostriktion sind der niedrigen prozentualen Impulswiderstandsverschlechterung zuzurechnen.
  • Untersuchungen, die unter anderen Gesichtspunkten als den oben erwähnten durchgeführt wurden, konnten nicht klären, welche der physikalischen Eigenschaften der niedrigen prozentualen Impulswiderstandsverschlechterung zuzurechnen ist.
  • Während der Wärmebehandlung der vollständig amorphen Legierung kann in Abhängigkeit von der Temperatur und der Dauer der Wärmebehandlung eine kleine Menge von feinen Kristallen ausgefällt werden. Die in einer kleineren Menge in der amorphen Legierung ausgefällten feinen Kristalle werden nach dem folgenden Verfahren entdeckt. Ein dünner Streifen der amorphen Legierung wird einer Ionenätzung oder einem elektrolytischen Polieren unterworfen, um seine Dicke auf 50 nm oder weniger zu reduzieren. Der dünne Streifen wird dann mit Hilfe eines Transmissions-Elektronenmikroskops bei einer Beschleunigerspannung von 100 - 200 kV und einer Vergrößerung von 10000 bis 100000 betrachtet. Das Vorliegen und die Menge ausgefällter feiner Kristalle kann durch den Kontrast bestimmt werden.
  • Wenn die feinen Kristalle in der amorphen Legierung mit der zweiten Zusammensetzung ausgefällt werden, nehmen sie eine Fläche von 3% oder weniger, üblicherweise von 0,5% oder weniger ein.
  • Eine Bedingung der Wärmebehandlung zum Ausfällen der feinen Kristalle wird unter Bezugnahme auf Tabelle 4 erläutert.
  • Die amorphe Legierung, die der Wärmebehandlung unterworfen wird, ist eine Fe&sub7;&sub5;Mo&sub5;Si&sub1;&sub2;B&sub8;-Legierung, und unter den Bedingungen gemäß Versuch Nr. 3 bis 7 werden die Eigenschaften gemäß der Erfindung erreicht. Tabelle 4 Versuch Nr. Bedingung Feine Kristalle B&sub2; Br u&sub2; nach Entmagnetisierung Impulsverschlechterung Impuls-Widerstandsverschlechterung
  • Das Ausfällen der feinen Kristalle bewirkt tatsächlich keine Änderung in der Sättigungsflußdichte (Bs (in Tabelle 4 nicht angegeben) und bewirkt eine Reduzierung der restlichen Flußdichte (Br). Unabhängig davon, ob die feinen Kristalle nicht ausgefällt werden, wird während der Wärmebehandlung bei einer Temperatur unterhalb der Kristallisationstemperatur die restliche Flußdichte (Br) reduziert, ohne daß tatsächlich eine Änderung in der Sättigungsflußdichte (Bs) bewirkt würde.
  • Die amorphe FE&sub7;&sub3;Mo&sub5;Si&sub9;B&sub1;&sub3;-Legierung (die zweite Zusammensetzung) wurde verschiedenen Wärmebehandlungen unterworfen, um u&sub2; (nach der Entmagnetisierung) zu ändern. Der Einfluß von u&sub2; (nach der Entmagnetisierung) auf u&sub2; (nach der Impulsverschlechterung) und die prozentuale Impulswiderstandsverschlechterung wurden untersucht. Die Ergebnisse sind in Fig. 6 dargestellt.
  • Wie aus Fig. 6 deutlich wird, liegt u&sub2; (nach der Impulsverschlechterung) geringfügig niedriger als die u&sub2; (nach der Entmagnetisierung) = u&sub2; (nach der Impulsverschlechterung)- Linie, wenn der Wert von u&sub2; (nach der Entmagnetisierung) etwa 5000 oder weniger beträgt. Der Wert von u&sub2; (nach der Impulsverschlechterung) liegt weit unterhalb dieser Linie, und die prozentuale Impulsverschlechterung wird drastisch abgesenkt, wenn u&sub2; (nach der Entmagnetisierung) höher ist als etwa 5500.
  • Eine solche Tendenz, wie sie in Fig. 6 gezeigt ist, liegt bei der amorphen Legierung vor, die die zweite Zusammensetzung hat, wird jedoch im Vergleich zu der amorphen Legierung, welche frei von Mo ist, aufgrund des Mo abgeschwächt.
  • Der Kern kann in einem nicht-magnetischen Kunststoffgehäuse, einem nicht-magnetischen oder magnetischen Metallgehäuse oder einem Keramikgehäuse angeordnet werden. Der dünne Streifen einer amorphen Legierung kann eine Dicke von etwa 10 bis 100 um, vorzugsweise von 10 bis 50 um haben und eine Breite von 0,1 bis 50 cm. Ein Ende des zu einer Spule aufgewickelten dünnen Streifens kann mittels geeigneter Mittel, wie z. B. durch Kleben, Schweißen, Umwickelung oder Verstemmen, befestigt werden und zwischen einander gegenüberliegenden Oberflächenbereichen des zu einer Spule aufgewickelten dünnen Streifens kann ein isolierendes Material sandwichartig angeordnet werden.
  • Eine Wärmebehandlung zum Ausfällen feiner Kristalle kann in der Umgebungsluft, einem Inertgas oder einer nicht oxidierenden Atmosphäre durchgeführt werden. Diese Wärmebehandlung hat auch den Zweck eines Glühens zur Spannungsreduzierung in dem zu einer Spule gewickelten dünnen Streifen aus einer amorphen magnetischen Legierung.
  • Die Erfindung gemäß der Basisanmeldung und die vorliegende Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme auf die Beispiele 1 bzw. 2 erläutert.
  • Beispiel 1
  • Dünne Streifen aus einer amorphen magnetischen Legierung mit einer Dicke von 18 um und einer Breite von 8 mm wurden nach einem bekannten Ein-Rollen-Verfahren hergestellt, zu Kernen gewickelt und einer Wärmebehandlung unterworfen. Die Eigenschaften der Kerne wurden nach der Wärmebehandlung gemessen. Diese Eigenschaften und die Zusammensetzung der aus einer amorphen magnetischen Legierung bestehenden dünnen Streifen sind in Tabelle 5 angegeben. Tabelle 5 Versuch Nr. Zusammensetzung B&sub2; Br u&sub2; Entmagnetisierung Impuls Impulswiderstandsverschlechterung Fortsetzung Tabelle 5 Versuch Nr. Zusammensetzung B&sub2; Br u&sub2; Entmagnetisierung Impuls Impulswiderstandsverschlechterung
  • In der Tabelle 5 sind die mit einem * markierten Zusammensetzungen diejenigen gemäß der Basiserfindung, und die nicht mit einem * bezeichneten Zusammensetzungen sind Vergleichsbeispiele. Wie aus Tabelle 8 deutlich wird, ist die Menge der Komponente A (Fe allein oder eine Kombination von Fe und M), der Komponente B (Si allein oder eine Kombination von Si und Al) und der Komponente C (B allein oder eine Kombination von B, C und P) kritisch für die Erzielung des verbesserten Impulswiderstandes.
  • Beispiel 2
  • Dünne Streifen aus einer amorphen Legierung mit einer Dicke von 18 um und einer Breite von 8 mm wurden nach einem bekannten Ein-Walzen-Verfahren hergestellt, in die Form eines gewickelten Kerns gewickelt und einer Wärmebehandlung unterzogen. Die Eigenschaften der Kerne und die Zusammensetzungen der amorphen Legierung sind in Tabelle 6 angegeben. Tabelle 6 Zusammensetzung B&sub2; Br u&sub2; nach Entmagnetisierung nach Impulsverschlechterung Impulswiderstandsverschlechterung

Claims (2)

1. Kern eines Störungs-(Rausch-)Filters umfassend: einen zu einer Spule gewickelten dünnen Streifen aus einer amorphen, magnetischen Legierung, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung im wesentlichen besteht aus:
einer ersten Komponente (A), bei der es sich um Fe und Mo handelt, einer zweiten Komponente (B), bei der es sich um mindestens ein Element handelt, welches ausgewählt ist aus der Gruppe, die besteht aus Si und Al, und einer dritten Komponente (C), bei der es sich um mindestens ein Element handelt, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus B, C und P besteht, wobei die erste, die zweite und die dritte Komponente in einer Menge enthalten sind, die in einen Bereich fällt, der durch eine Kurve Y definiert ist bzw. auf die diese Kurve Y darstellende Linie, und welche ferner in einen Bereich außerhalb der Kurve X fällt, wobei die Kurven X und Y den in Fig. 3 gezeigten Verlauf haben, wobei die Legierung das Mo in einer Menge von 3% bis zu 7% enthält und eine Permeabilität (u&sub2;) von etwa 4000 oder mehr, gemessen bei 100 kHz, und ein Magnetfeld von 0,16 A/m (2 mOe), eine restliche Flußdichte (Br) von 0,3 T (3 kG) oder weniger, bestimmt an einer BH-Kurve, gemessen bei einer Frequenz von 2 kHz, und ein maximal angelegtes magnetisches Feld von 160 A/m (2 Oe), und eine magnetische Flußdichte (B&sub2;) von 0,5 bis 1,1 T (5 kG bis 11 kG), gemessen bei 160 A/m (2 Oe) aufweist.
2. Kern nach Anspruch 1 mit einer prozentualen Impulswiderstandsverschlechterung von 0 bis -10%, welche durch die (folgende) Gleichung definiert ist: ue nach dem Anlegen eines Magnetfelds Entmagnetisierung
wobei ue die Permeabilität bei 100 kHz und 0,16 A/m (2 mOe) ist.
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