DE3442932A1 - Verfahren zum schutz von ladegeraeten, schaltschraenken oder verbrauchern in photovoltaischen energieversorgungsanlagen gegen direkten blitzschlag oder dergleichen - Google Patents
Verfahren zum schutz von ladegeraeten, schaltschraenken oder verbrauchern in photovoltaischen energieversorgungsanlagen gegen direkten blitzschlag oder dergleichenInfo
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- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H9/00—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection
- H02H9/04—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection responsive to excess voltage
- H02H9/06—Emergency protective circuit arrangements for limiting excess current or voltage without disconnection responsive to excess voltage using spark-gap arresters
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- Emergency Protection Circuit Devices (AREA)
Description
Licentia Patent-Verwaltungs-GrabH PTL-HH/Sl/bl
Theodor-Stern-Kai 1 HH 84/29
D-6000 Frankfurt 70
"Verfahren zum Schutz von Ladegeräten, Schaltschränken oder Verbrauchern
in photovoltaischen Energieversorgungsanlagen gegen direkten Blitzeinschlag oderdergleichen11
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1
und eine Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens.
In photovoltaischen Energieversorgungsanlagen können im Falle eines direkten
oder indirekten (z.B. in benachbarte Bäume oderdergleichen) Blitzschlages infolge des hohen Potentialunterschiedes zwischen Einschlagsort
und dem Aufstellungsort der Anlage Blitzteilströme oder induzierte Ströme
auf beiden Anschlußleitungen zwischen dem Solargenerator und angeschlossenen Verbrauchern fließen. Ein Schutz der Anlage kann durch vorzugsweise
gasgefüllte überspannungsableiter erreicht werden, die die unzulässigen
Blitzteilströme oder induzierten Ströme gegen Erde ableiten. Hierzu ist es bekannt, eine Reihenschaltung des Überspannungsabieiters mit einem
Varistor, eine Reihenschaltung des Uberspannungsableiters mit einer Sicherung,
die infolge des hohen Folgestromes nach der Zündung des Überspannungaableiters abschaltet, oder eine Kombination der beiden genannten Möglichkeiten
zu verwenden.
HH 84/29
Die erste Möglichkeit hat den Nachteil, daß trotz Zündung des Überspannungsableiter die hohe Varistorspannung, die ein Vielfaches der Systemspannung beträgt, für die gesamte Dauer der Überspannung bestehen bleibt.
Dies bedeutet nachteiligerweise sehr große Induktivitäten zur Überstrom
begrenzung. Bei der zweiten Lösung besteht ein Nachteil darin, daß nach
einmaliger Überspannung und Sicherungsabschaltung gegen nachfolgende Überspannungen kein Schutz mehr besteht. Bei der dritten Möglichkeit
bietet nach Sicherungsauslösung nachteiligerweise nur noch der parallel geschaltete Varistor mit seinem hohen Spannungsabfall einen Schutz.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bzw. eine
Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens vorzuschlagen, das bzw. die es ermöglicht, daß die in photovoltaischen Energieversorgungsanlagen mit Nennspannungen von vorzugsweise über 12 Volt Gleichspannung
vorhandenen Überspannungsableiter nach dem Durchzünden und Abklingen der Überspannung verlöschen und direkt danach wieder betriebsbereit sind.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Verfahrensschritte von Anspruch 1 gelöst.
20
Eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens
ist im Anspruch 2 beansprucht.
Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung sind in den
Unteransprüchen 3 bis 5 beschrieben.
Ein Vorteil der Erfindung liegt neben der Möglichkeit der Anwendung für
Solargeneratoranlagen beliebiger Nennspannung sowie für geerdete oder isolierte Anlagen darin, daß bereits etwa 100 ms nach dem Zünden eines
Überspannungsabieiters die Gesamtanlage wieder voll funktionsfähig ist. Von Vorteil ist weiterhin, daß die Überspannung nur maximal 1/is ansteht,
anschließend begrenzt der Überspannungsableiter. Dieses erlaubt kleine
und kostengünstige Bauformen der als Filterbauelemente wirkenden Bauteile.
- *- - HH 84/29
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens dargestellt, und zwar ist eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung in einer photovoltaischen Energieversorgungsanlage
gezeigt.
Die Anschlußklemmen eines Solargenerators 1 sind über zwei Anschlußleitungen
4 und 5 an die Eingangsklemmen einer Verbrauchereinheit angeschlossen, die aus einer Parallelschaltung eines beliebigen Verbrauchers
2 und einer Speicherbatterie 3 besteht. In einer Anschlußleitung, der
Leitung 4, ist in unmittelbarer Nähe der Verbrauchereinheit eine Rückstromsperrdiode
V3 angeordnet. Diese Diode kann auch in einem Ladereglergerät angeordnet sein. Bei Anlagen mit betriebsmäßig geerdetem Pluspol
wird sie statt in Leitung 4 in Leitung 5 mit der Anode auf der Batterieseite angeschlossen. Normalerweise vorgesehene Regeleinrichtungen
sind aus Gründen der Einfachheit in der Zeichnung nicht enthalten.
In beiden Anschlußleitungen 4 und 5 befindet sich jeweils eine gleichstromkompensierte
Spule Tl bzw. T2 ausreichend großer Induktivität, die auf der Seite der Verbrauchereinheit über eine Zenerdiode V2 elektrisch
leitend miteinander verbunden sind. Jede Spule Tl bzw. T2 ist über einen vorzugsweise gasgefüllten Überspannungsableiter Fl bzw. F2 an Erde gelegt,
wobei in der nicht näher bezeichneten Verbindungsleitung zwischen der Spule Tl und dem Überspannungsableiter Fl die Primärwicklung eines
Stromtransformators T3 angeordnet ist. Die Sekundärspule des Stromtransformators
T3 speist einen Löschkreis zur Lichtbogenlöschung der Überspannungsableiter
Fl und F2.
Im vorliegenden Beispiel besteht der Löschkreis aus einer Reihenschaltung
eines Thyristors Vl und eines Relais K mit parallel angeordnetem Kondensator
C1, wobei diese Reihenschaltung und der als Schließer ausgebildete Kontakt Kl des Relais K parallel zur Zenerdiode V2 liegen. Die Steuerelektrode
des Thyristors V1 erhält von der Sekundärspule des Stromtransformators T3 einen Zündstromimpuls. Dies kann über ©ine Gleichrichterschaltungsanordnung
V4 erfolgen, die zwischen der genannten Sekundär-
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-6-
wicklung und der Steuerelektrode sowie der Kathode des Thyristors Vl angeordnet ist. Zweckmäßigerweise ist die Steuerelektrode mit der Kathode
noch durch einen Beschaltungswiderstand R elektrisch leitend verbunden.
Ein Kurzschluß des Solargenerators 1 bzw. der Funkenstrecken der Überspannungsableiter Fl und F2 für eine zur Lichtbogenlöschung ausreichende
Zeit werden für den Fall eines direkten oder indirekten Blitzschlages erläutert:
Infolge des hohen Potentialunterschiedes zwischen Einschlagsort und dem
Ort der Geräteaufstellung können Blitzteilströme, D Blitz, oder induzierte
Ströme auf beiden Anschlußleitungen 4 und 5 zwischen den Bauelementen der Blitzschutzschaltungsanordnung und Solargenerator 1 fließen. Diese Ströme
rufen z.B. an der gleichstromkompensierten Spule Tl einen derart hohen
und rasch ansteigenden Spannungsabfall hervor, daß die überspannungsableiter Fl und F2 (oder zumindest einer) zünden und die Ströme gegen Erde
ableiten. Zündet nur der Ableiter F2, verlöscht der Lichtbogen im Ableiter nach Abklingen des Überstromes J Blitz, da dann keine Energiequelle
zur Aufrechterhaltung des Lichtbogens mehr zur Verfügung steht. Gleiches
gilt, falls nur der Ableiter Fl zündet.
Zünden dagegen beide Überspannungsableiter F1 und F2 (der wahrscheinlichste
Fall), treibt der Solargenerator 1 tagsüber den Strom über die Ableiter Fl und F2, der zur Aufrechthaltung des Lichtbogens auch nach Abklingen
des Überstromes benötigt wird. Die Ableiter Fl und F2, die nicht löschen, solange bei Spannungen^* 15 Volt Gleichspannung noch mehr als ca. loo mA
über die überspannungsableiter FI und F2 fließen können, was bei niederohmigen Solargeneratoren der Fall ist, wurden dadurch nach kurzer Zeit
zerstört. Dieses wird dadurch verhindert, daß der Solargenerator 1 und
damit die Reihenschaltung beider Funkenstrecken Fl und F2 für eine zur
Lichtbogenlöschung ausreichende Zeit kurzgeschlossen werden. Reihenschaltungen von mehreren Uberspannungsableitern zur Erzielung einer genügend großen Lichtbogenbrennspannung haben den Nachteil, daß zum Zünden
der gesamten Strecke derart hohe Spannungen benötigt werden, daß un-
- *"- HH 84/29
kontrollierte Überschläge gegen Erde und in den Betriebsmitteln auftreten
können. Zur Lichtbogenlöschung wird beispielsweise der Überspannungsableiter
Fl infolge Überspannung gezündet. Es fließt somit der Ab-
leiterstrom I auch über den Stromtransformator T3. Der dabei entstehende
a
Strompuls zündet den Thyristor Vl. Der Strom durch den Thyristor wird
im ersten Augenblick durch den Ladestrom von Cl bestimmt und gewährleistet sicheres Einrasten. Nach ca. 5 - 10 ms zieht das Relais K an
und schließt über seinen Kontakt Kl die Überspannungsableiter Pl und F2
kurz. Diese erlöschen. Die Spannung an dem Kondensator Cl treibt nun einen negativen Strom durch den Thyristor Vl und sperrt diesen. Das Relais K
fällt ab, und die Schutzschaltung ist wieder voll funktionstüchtig. Insgesamt sind die Überspannungsableiter ca. 100 ms kurzgeschlossen. Die
Rückstrot.sperrdiode V3 verhindert, daß die Batterie kurzgeschlossen
wird. Die Relaiskontakte brauchen nur den Generatorkurzschlußstrora zu
schalten, der etwa 10 % über dem Nennstrom liegt.
- β-
- Leerseite -
Claims (5)
1. Verfahren zum Schutz von Ladegeräten, Schaltschränken oder Verbrauchern
in photovoltaxsehen Energieversorgungsanlagen gegen direkten Blitzeinschlag
in die Anlage, gegen die Auswirkung von indirektem Blitzeinschlag oder gegen induzierte Überspannungen, unter Verwendung einer in einer Anschlußleitung
des Solargenerators zu einer Batterie bzw. zu einem Verbraucher angeordneten Rückstromsperrdiode und von die unzulässigen Blitzteilströme
oder induzierten Ströme gegen Erde ableitenden,vorzugsweise
gasgefüllten Überspannungsableiter!!, dadurch gekennzeichnet, daß der Solargenerator
(1) und die Funkenstrecken der überspannungsableiter (Fl1 F2)
für eine zur Lichtbogenlöschung ausreichende Zeit kurzgeschlossen werden.
2. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß in beiden Anschlußleitungen (4, 5) des Solargenerators
(1) jeweils eine gleichstromkompensierte Spule (Tl, T2) ausreichend großer Induktivität angeordnet ist, die auf der Seite des Verbrauchers
(2) über eine Zenerdiode (V2) elektrisch leitend miteinander verbunden sind, daß jede Spule (Tl, T2) über einen Überspannungsableiter
(Fl, F2) geerdet ist, und daß zwischen einer Spule (Tl) und einem Über-
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spannungsableiter (Ft) die Primärspule eines Stromtransformators (T3)
geschaltet ist, an dessen Sekundärspule ein Löschkreis zur Lichtbogenlöschung der Überspannungsableiter (Pl, F2) angeschlossen ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Löschkreis eine Reihenschaltung aus einem Thyristor (Vl) und einem Relais (K) mit parallel angeordnetem Kondensator (Cl) aufweist, daß die
aus Thyristor (Vl) und Relais (K) bestehende Reihenschaltung sowie der als Schließer ausgebildete Kontakt (Kl) des Relais (K) parallel zur
Zenerdiode (V2) angeordnet sind, und daß die Sekundärspule des Stromtransformators (T2) einen Ziindstromimpuls an die Steuerelektrode des
Thyristors (Vl) abgibt.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Gleichrichterschaltungsanordnung (V4), die zwischen der Sekundärwicklung des
Stromtransforraators (T3) und der Steuerelektrode sowie der Kathode des
Thyristors (Vl) angeordnet ist.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch einen
die Steuerelektrode und die Kathode des Thyristors (Vl) verbindenden Be
schaltungswiderstand (R).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843442932 DE3442932A1 (de) | 1984-11-24 | 1984-11-24 | Verfahren zum schutz von ladegeraeten, schaltschraenken oder verbrauchern in photovoltaischen energieversorgungsanlagen gegen direkten blitzschlag oder dergleichen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843442932 DE3442932A1 (de) | 1984-11-24 | 1984-11-24 | Verfahren zum schutz von ladegeraeten, schaltschraenken oder verbrauchern in photovoltaischen energieversorgungsanlagen gegen direkten blitzschlag oder dergleichen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3442932A1 true DE3442932A1 (de) | 1986-06-05 |
| DE3442932C2 DE3442932C2 (de) | 1991-08-14 |
Family
ID=6251085
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843442932 Granted DE3442932A1 (de) | 1984-11-24 | 1984-11-24 | Verfahren zum schutz von ladegeraeten, schaltschraenken oder verbrauchern in photovoltaischen energieversorgungsanlagen gegen direkten blitzschlag oder dergleichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3442932A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2010136257A1 (de) * | 2009-05-26 | 2010-12-02 | Sma Solar Technology Ag | Überspannungsschutz für wechselrichter mit eingangsseitigem emv-filter |
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1984
- 1984-11-24 DE DE19843442932 patent/DE3442932A1/de active Granted
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3442932C2 (de) | 1991-08-14 |
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