DE3439040C2 - Werkzeugeinrichtung mit einem Werkzeughalter und mit einer Werkzeughalteraufnahme - Google Patents

Werkzeugeinrichtung mit einem Werkzeughalter und mit einer Werkzeughalteraufnahme

Info

Publication number
DE3439040C2
DE3439040C2 DE19843439040 DE3439040A DE3439040C2 DE 3439040 C2 DE3439040 C2 DE 3439040C2 DE 19843439040 DE19843439040 DE 19843439040 DE 3439040 A DE3439040 A DE 3439040A DE 3439040 C2 DE3439040 C2 DE 3439040C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tool holder
positioning
bore
positioning pin
tool
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19843439040
Other languages
English (en)
Other versions
DE3439040A1 (de
Inventor
Otto 7121 Löchgau Eckle
Helmut 7141 Schwieberdingen Veigel
Original Assignee
Komet Stahlhalter- Und Werkzeugfabrik Robert Breuning Gmbh, 7122 Besigheim
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Komet Stahlhalter- Und Werkzeugfabrik Robert Breuning Gmbh, 7122 Besigheim filed Critical Komet Stahlhalter- Und Werkzeugfabrik Robert Breuning Gmbh, 7122 Besigheim
Priority to DE19843439040 priority Critical patent/DE3439040C2/de
Publication of DE3439040A1 publication Critical patent/DE3439040A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3439040C2 publication Critical patent/DE3439040C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B31/00Chucks; Expansion mandrels; Adaptations thereof for remote control
    • B23B31/02Chucks
    • B23B31/10Chucks characterised by the retaining or gripping devices or their immediate operating means
    • B23B31/107Retention by laterally-acting detents, e.g. pins, screws, wedges; Retention by loose elements, e.g. balls
    • B23B31/1075Retention by screws
    • B23B31/1077Retention by screws acting on a floating pin
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B29/00Holders for non-rotary cutting tools; Boring bars or boring heads; Accessories for tool holders
    • B23B29/04Tool holders for a single cutting tool
    • B23B29/046Tool holders for a single cutting tool with an intermediary toolholder

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Cutting Tools, Boring Holders, And Turrets (AREA)

Abstract

Bei einer Vorrichtung zur Verbindung eines Drehwerkzeughalters (2), mit einer während der Bearbeitung stationären Werkzeughalteraufnahme (1) einer Drehmaschine, weist der Werkzeughalter (2) einen zylindrischen Paßzapfen (5) auf, der von einer Ringfläche (6) umgeben ist. Die Werkzeughalteraufnahme (1) weist eine von einer ringförmigen Stirnfläche (8) umgebene Paßbohrung (7) für den Paßzapfen (5) und eine Spanneinrichtung (9-12) auf, die auf letzteren im Sinne eines Aneinanderpressens von Ringfläche (6) und Stirnfläche (8) einwirkt. Es sind zwei Positionierstiftteile (15, 16 bzw. 15', 16') vorgesehen, von denen je eines in einer zugehörigen Positionierbohrung (13, 14) mit Haftsitz spielfrei eingepreßt ist, und von denen jedes an seinem dem anderen Positionierstiftteil zugekehrten Ende mindestens eine ebene Schrägfläche aufweist, die an einer entsprechenden Schrägfläche des anderen Positionierstiftteiles vollflächig anliegt. Die Schrägflächen sind gegenüber einer durch die gemeinsame Hauptachse (A) von Paßzapfen (5) und Paßbohrung (7) sowie die Achsen der Positionierbohrungen (13, 14) hindurchgehenden Axialebene (E-E) in spitzem Winkel geneigt.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Werkzeugeinrichtung gemäß den Merkmalen des Oberbegriffes das Hauptanspruches.
  • Bei einer derartigen bekannten Werkzeugeinrichtung (VDI-Richtlinien, VDI 3425, Blatt 2, November 1972) weist die Werkzeughalteraufnahme einen Positionierstift auf, der zur Zuführung von Kühlmittel durchbohrt ist. Damit der über die Stirnfläche der Werkzeughalteraufnahme vorstehende Positionierstift ohne Zwang in die Positionierbohrung des Werkzeughalters eingeführt werden kann, ist zwischen beiden Teilen ein Spiel von etwa 0,1 mm vorgesehen. Durch das Ineinandergreifen von Positionierstift und Positionierbohrung soll die Werkzeugschneide eines in dem Werkzeughalter eingespannten und voreingestellten Werkzeuges nach jedem Wechsel eines Drehwerkzeughalters immer eine vorbestimmte Position einnehmen und auch während der Bearbeitung behalten. Wenn nämlich die Werkzeugschneide infolge ungewollter Verdrehung um die gemeinsame Achse von Werkzeughalter und Werkzeughalteraufnahme gegenüber der vorbestimmten Position nur etwas versetzt angeordnet ist, so entstehen am bearbeiteten Werkstück ungewollte Durchmesserveränderungen. Das Spiel zwischen Positionierstift und Positionierbohrung bewirkt bei einer weit ausladenden Werkzeugschneide eine vielfach größere Verlagerung derselben von der vorbestimmten Position. Hinzu kommt, daß der Positionierstift wegen der nicht völlig starr arbeitenden Spanneinrichtung auch einen Teil des Drehmomentes übertragen muß. Hierdurch entsteht eine geringfügige Durchbiegung des mit Spiel in die Positionierbohrung eingreifenden Positionierstiftes, so daß sich die Werkzeugschneide unter den Bearbeitungskräften zusätzlich gegenüber ihrer vorbestimmten Position verlagert.
  • Ähnliche Probleme treten bei einer anderen bekannten Werkzeugeinrichtung auf (DE-PS 31 08 439), wenn diese bekannte Werkzeugeinrichtung einen Drehwerkzeughalter und eine während der Bearbeitung stationäre Werkzeughalteraufnahme einer Drehmaschine aufweist. Auch bei dieser bekannten Werkzeugeinrichtung muß nämlich der Positionierstift mit geringem Spiel in die Positionierbohrung des Werkzeughalters eingreifen.
  • Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Werkzeugeinrichtung mit einem Werkzeughalter und mit einer Werkzeughalteraufnahme, insbesondere mit einem Drehwerkzeughalter und mit einer während der Bearbeitung stationären Werkzeughalteraufnahme einer Drehmaschine der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei der durch besondere Ausgestaltung des Positionierstiftes eine äußerst genaue, spielfreie Drehlagerbestimmung des Werkzeughalters gegenüber der Werkzeughalteraufnahme gewährleistet und eine verdrehsteife Verbindung zwischen diesen beiden Teilen geschaffen wird, die auch unter größeren Schnittkräften möglichst unnachgiebig bleibt.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Hauptanspruch gekennzeichnete Werkzeugeinrichtung gelöst.
  • Die Erfindung geht also von dem Gedanken aus, ein Positionierstiftteil spielfrei in den Werkzeughalter und das andere Positionierstiftteil spielfrei in die Werkzeughalteraufnahme einzupressen und die Drehlagebestimmung des Werkzeughalters gegenüber der Werkzeughalteraufnahme über Schrägflächen vorzunehmen, die an den Positionierstiftteilen vorgesehen sind. Da die Schrägflächen im spitzen Winkel gegenüber der erwähnten Axialebene geneigt sind, ergibt sich beim Einsetzen des Werkzeughalters in die Werkzeughalteraufnahme zunächst automatisch ein ausreichendes Spiel zwischen den beiden gegenüberstehenden Schrägflächen. Je weiter der Werkzeughalter in die Werkzeughalteraufnahme eingeführt wird, desto mehr verkleinert sich dieses Spiel bis schließlich bei Anlage der Ringfläche des Werkzeughalters an der Stirnfläche der Werkzeughalteraufnahme beide Schrägflächen spielfrei aneinanderliegen. Durch Verwendung geeigneter Einbaulehren, mit denen die Positionierstifte in die zugehörigen Positionierbohrungen von Werkzeughalter und Werkzeughalteraufnahme eingepreßt werden, kann man diese spielfreie Anlage der Schrägflächen in sehr einfacher Weise erreichen. Durch die Einbaulehren wird auch sichergestellt, daß die Schrägflächen der Positionierstiftteile von verschiedenen Werkzeughaltern immer spielfrei an den Schrägflächen von Positionierstiftteilen der verschiedensten Werkzeughalteraufnahmen anliegen. Hierdurch wird eine hohe Wechselgenauigkeit und Wiederholgenauigkeit erreicht. Die spielfreie Anlage der Schrägflächen gewährleistet eine äußerst genaue Drehlagebestimmung des Werkzeughalters gegenüber dem Werkzeughalterschaft und damit auch eine exakte Lagebestimmung der Werkzeugschneide. Außerdem wird auch über die eingepreßten Positionierstiftteile und ihre vollflächig aneinanderliegenden Schrägflächen eine äußerst verdrehsteife Verbindung zwischen Werkzeughalter und Werkzeughalteraufnahme geschaffen, die auch bei größeren Schnittkräften weitgehend unnachgiebig bleibt. Damit ist gleichzeitig auch eine hohe Bearbeitungsgenauigkeit gewährleistet.
  • Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die Schrägflächen in einem solchen spitzen Winkel gegenüber der Axialebene geneigt sind, daß die Wirkungslinie einer auf die Mitte der Berührungsfläche zweier Schrägflächen einwirkenden Normalkraft auf der der jeweiligen Schrägfläche abgewandten Seite des Positionierstiftteiles innerhalb der zugehörigen Positionierbohrung in den Werkzeughalter bzw. die Werkzeughalteraufnahme verläuft. Hierdurch werden Biegebeanspruchungen der Positionierstiftteile vermieden, so daß auch bei hohen Schnittkräften eine Verdrehung des Werkzeughalters gegenüber der Werkzeughalteraufnahme so gut wie ausgeschlossen ist.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen gekennzeichnet.
  • Die Erfindung ist in folgendem, anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
  • Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Werkzeughalter und eine Werkzeughalteraufnahme, teilweise im Axialschnitt nach der Linie I-I der Fig. 2,
  • Fig. 2 einen Radialschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1,
  • Fig. 3 einen Axialschnitt eines ersten Ausführungsbeispieles der zusammenwirkenden Positionierstiftteile,
  • Fig. 4 eine Seitenansicht des einen Positionierstiftteiles in Richtung IV der Fig. 3,
  • Fig. 5 eine Stirnansicht dieses Positionierstiftteiles in Richtung V der Fig. 4,
  • Fig. 6 einen Teilschnitt der Positionierstiftteile in einer zweiten Ausführungsform.
  • In der Zeichnung ist mit 1 die Werkzeughalteraufnahme einer Drehmaschine bezeichnet, die zur Aufnahme je eines Werkzeughalters 2 dient. Der Werkzeughalter 2 kann bezüglich des mit ihm starr oder auswechselbar verbundenen Werkzeuges 3 mit Schneidplatte 4 ganz unterschiedliche Formen aufweisen. Zur Verbindung mit der Werkzeughalteraufnahme 1 ist er jedoch immer mit einem Paßzapfen 5 versehen, welcher über eine konzentrisch zur Achse A des Paßzapfens 5 angeordnete Ringfläche 6 vorsteht. Die Ringfläche 6 erstreckt sich senkrecht zur Achse A. Die Werkzeughalteraufnahme 1 weist zur Aufnahme des Paßzapfens 5 eine Paßbohrung 7 auf, die von einer Stirnfläche 8 umgeben ist. Die Werkzeughalteraufnahme 1 ist ferner im Bereich der Paßbohrung 7 mit zwei diametral gegenüberliegenden Innengewinden versehen, in welchen die Spannschrauben 9 und 10 verschraubbar sind. In dem Paßzapfen 5 ist eine Querbohrung 11 vorgesehen, in welcher ein Spannbolzen 12 radial verschiebbar ist. Der Spannbolzen 12 greift mit einem kegelförmigen Vorsprung in die Spannschraube 10 ein und ist mit einer kegelförmigen Vertiefung versehen, in welcher die Spannschraube 9 eingreift. Die Achsen der Querbohrung 10 und der Innengewinde sind so zueinander versetzt, daß beim Anziehen der Spannschraube 9 die Ringfläche 6 an die Stirnfläche 8 angepreßt wird (wie es noch genauer in der DE-PS 31 08 439 beschrieben ist). Im Bereich der Stirnfläche 8 ist eine zur Achse A der Paßbohrung 7 parallele Positionierbohrung 13 vorgesehen. Der Werkzeughalter 2 weist im Bereich seiner Ringfläche eine gleichartige Positionierbohrung 14 auf, die mit der Positionierbohrung 13 koaxial ist. Die Positionierbohrungen 13, 14 dienen zur Aufnahme von Positionierstiftteilen 15, 16, die in den Fig. 3-5 in einer ersten Ausführungsform näher dargestellt sind bzw. von Positionierstiftteilen 15&min;, 16&min;, die in einer zweiten Ausführungsform in Fig. 6 näher dargestellt sind. ln jedem Fell sind die Positionierstiftteile 15, 16 bzw. 15&min;, 16&min; mit Haftsitz in die zugehörigen Positionierbohrungen 13, 14 eingepreßt und weisen zur exakten Positionierung des Werkzeughalters 2 gegenüber der Werkzeughalteraufnahme 1 und zur Übertragung eines Teiles des Drehmomentes Schrägflächen 17 und 18 sowie 17 a und 18 a bzw. 17&min; und 18&min; auf.
  • Diese ebenen Schrägflächen 17 und 18 sowie 17 a und 18 a bzw. 17&min;, 18&min; sind gegenüber einer durch die Hauptachse A von Paßzapfen 5 und Paßbohrung 7 sowie die Achsen s der Positionierbohrungen 13, 14 hindurchgehenden Ebene E-E in spitzem Winkel µ von vorzugsweise etwa 15° geneigt. Die Schrägflächen verlaufen ferner quer zur Umfangsrichtung von Paßbohrung 7 und Paßzapfen 5. Wenn der Werkzeughalter 2 mit der Werkzeughalteraufnahme 1 zusammengespannt ist, dann liegen die Schrägflächen 17 und 18 sowie 17 a und 18 a bzw. 17&min; und 18&min; vollflächig und spielfrei aneinander.
  • Bei dem in den Fig. 1-5 dargestellten Ausführungsbeispiel weist das eine Positionierstiftteil 16 einen im Querschnitt trapezförmigen Ansatz auf, dessen beide Flanken die Schrägflächen 18, 18 a bilden. Das andere Positionierstiftteil 15 ist zur Aufnahme des Ansatzes 19 mit einer genau passenden trapezförmigen Nut 20 versehen, deren Flanken ebenfalls Schrägflächen 17, 17 a bilden. Das Positionierstiftteil 16 ist in die zugehörige Positionierbohrung 14 soweit versenkt eingepreßt, daß nur sein Ansatz 19 über die Ringfläche 6 des Werkzeughalters 2 vorsteht. Das andere Positionierstiftteil 15 ist in die zugehörige Positionierbohrung 13 vollständig versenkt eingepreßt, so daß seine Stirnfläche 15 a mit der Stirnfläche 8 der Werkzeughalteraufnahme 1 in einer Radialebene liegt.
  • Das Einpressen der Positionierstiftteile 15, 16 in die zugehörigen Positionierbohrungen 13, 14 erfolgt zweckmäßig mittels genau gearbeiteter Einbaulehren. Diese Einbaulehren weisen ähnlich wie die Werkzeughalteraufnahme und der Werkzeughalter eine Paßbohrung, einen Paßzapfen und Positionierstifte auf. Diese in den Einbaulehren montierten Positionierstifte greifen mit ihren Positionierstiften in die einzupressenden Positionierstifte 15, 16 ein, wodurch einerseits die Einpreßtiefe der einzupressenden Positionierstiftteile in die Positionierbohrungen festgelegt wird und andererseits auch die Drehstellung des Ansatzes 19 bzw. der Nut 20 gegenüber der Ebene E-E. Mit Hilfe derartiger Einbaulehren ist es möglich, die Positionierstiftteile 16 in verschiedene Werkzeughalter 2 und die Positionierstiftteile 15 in verschiedene Werkzeughalteraufnahmen so einzubauen, daß alle unter Verwendung der gleichen Einbaulehren hergestellten Werkzeughalter und Werkzeughalteraufnahmen untereinander auswechselbar sind und doch stets mit der gleichen Präzision zusammenpassen.
  • Damit der Ansatz 19 beim Einstecken des Werkzeughalters 2 in die Werkzeughalteraufnahme 1 nicht mit der Zentrierbohrung 13 der Werkzeughalteraufnahme 1 kollidiert, ist der Ansatz 19 an seinen quer zu den Schrägflächen 18, 18 a verlaufenden Umfangsflächen 19 a im Durchmesser verjüngt. Dies kann entweder dadurch erfolgen, daß die Flächen 19 a leicht kegelstumpfförmig ausgebildet sind oder einen etwas kleineren Durchmesser aufweisen als das Positionierstiftteil 16.
  • Beim Zusammenstecken von Werkzeughalter 2 und Werkzeughalteraufnahme 1 greift zunächst der Ansatz 19 mit verhältnismäßig großem Spiel in die trapezförmige Nut 20 ein. Je weiter sich Werkzeughalter 2 und Werkzeughalteraufnahme 1 nähern, desto geringer wird das Spiel zwischen dem Ansatz 19 und der Nut 20. Durch dieses geringer werdende Spiel werden Werkzeughalter 2 und Werkzeughalteraufnahme 1 erforderlichenfalls etwas gegeneinander verdreht, solange bis bei Anlage der Ringfläche 6 an der Stirnfläche 8 die Schrägfläche 17 an der Schrägfläche 18 und die Stirnfläche 17 aan der Stirnfläche 18 a vollflächig und spielfrei anliegen. Hierdurch ist die Drehwinkellage des Werkzeughalters 2 gegenüber der Werkzeughalteraufnahme äußerst exakt festgelegt. Treten bei der Bearbeitung größere Schnittkräfte auf, die größer sind als das durch die Haftreibung zwischen Ringfläche und Stirnfläche übertragbare Drehmoment, dann entsteht an der Berührungsfläche zwischen den sich berührenden Schrägflächen 17 und 18 eine Normalkraft N, die in etwa durch die Mitte der Berührungsfläche verläuft. Die Wirkungslinie W dieser Normalkraft verläuft weiterhin auf der der Schrägfläche 17 abgewandten Seite des Positionierstiftteiles 15 innerhalb der zugehörigen Positionierbohrung, also in demjenigen Bereich, wo das Positionierstiftteil 15 in der Positionierbohrung 13 anliegt. In ähnlicher Weise verläuft auch die Wirkungslinie W auf der der Schrägfläche 18 abgekehrten Seite des Positionierstiftteiles 16 innerhalb der zugehörigen Positionierbohrung 14 in den Werkzeughalter 2. Da die Positionierstiftteile 15, 16 im Bereich der Wirkungslinie W an ihren zugehörigen Positionierbohrungen 13, 14 anliegen, wird eine Biegebeanspruchung der Positionierstiftteile 15, 16 vermieden und damit eine sehr drehsteife Verbindung zwischen Werkzeughalter 2 und Werkzeughalteraufnahme 1 geschaffen, die auch bei größeren Schnittkräften nicht nachgibt.
  • Damit die Positionierstiftteile 15, 16 in ihrer durch die Einbaulehren vorbestimmten Lage verbleiben, weist jedes Positionierstiftteil 15, 16 eine sich in Richtung der Achse a erstreckende Gewindebohrung 21, 22 auf. In den Gewindebohrungen 21, 22 sind Stützschrauben 23, 24 angeordnet, die nach dem Einpressen der Positionierstiftteile 15, 16 leicht angezogen werden, so daß sie sich am Grund 13 a, 14 a der zugehörigen Positionierbohrung 13, 14 abstützten. Auf diese Weise sind die beiden Positionierstiftteile 15, 16 auch bei größerer Krafteinwirkung gegen Verschieben in das Innere ihrer Positionierbohrungen 13, 14 gesichert. Die Stützschrauben 23, 24 können bei etwaiger Beschädigung der Positionierstiftteile 14, 15 auch dazu verwendet werden, um diese aus den zugehörigen Positionierbohrungen herauszuschieben.
  • Gegebenenfalls können die Positionierstiftteile 15, 16 in den Positionierbohrungen 13, 14 auch dadurch abgestützt werden, daß jede Positionierbohrung 13, 14 über mindestens eine Füllbohrung 25, 26 mit der Außenflächen der Werkzeughalteraufnahme 1 bzw. des Werkzeughalters 2 in Verbindung steht. Über diese Füllbohrungen 25, 26 kann der zwischen dem jeweiligen Positionierstiftteil 15, 16 und dem Grund 13 a, 14 a der zugehörigen Positionierbohrung 13, 14 verbleibende Raum mit einer schrumpfungsfrei aushärtenden Kunststoffmasse ausgefüllt werden. Über diese Kunststoffmasse stützt sich dann das jeweilige Positionierstiftteil 15, 16 am Grund 13 a, 14 a der zugehörigen Positionierbohrung 13, 14 ab.
  • Während bei dem in Fig. 1-5 dargestellten Ausführungsbeispiel der Ansatz 19 und die Nut 20 symmetrisch zu den Achsen der Positionierstiftteile 16, 15 angeordnet sind, wäre auch eine asymmetrische Anordnung denkbar, damit der Ansatz 16 und das kraftbeaufschlagte Teil des Positionierstiftteiles 15 einen größeren Querschnitt aufweisen.
  • Diese Veränderung könnte soweit ausgedehnt werden, daß an jedem Positionierstiftteil 15&min;, 16&min;, wie es in Fig. 6 dargestellt ist, nur noch eine Schrägfläche 17&min;, 18&min; vorgesehen ist. In diesem Fall sind die beiden Positionierstiftteile 15&min;, 16&min; identisch ausgebildet und weisen je einen Ansatz 27, 28 mit je einer Schrägfläche 17&min;, 18&min; auf. Die beiden Positionierstiftteile 15&min;, 16&min; sind jeweils soweit in die zugehörige Positionierbohrung 13, 14 eingepreßt, daß jeder Ansatz 27, 28 gleich weit etwa um die Hälfte seiner axialen Höhe über die Ringfläche 6 bzw. Stirnfläche 8 vorsteht. Auch hier verläuft die Wirkungslinie W einer auf die Schrägflächen 17&min;, 18&min; einwirkenden Normalkraft N so wie es oben bezüglich des ersten Ausführungsbeispieles beschrieben wurde. Da die Ausgestaltung der Positionierstiftteile 15&min;, 16&min; bezüglich ihrer Anordnung und Abstützung in den Positionierbohrungen 13, 14 genauso ausgestaltet sein kann wie bei dem vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel, sind diese Einzelheiten nicht nochmals in der Zeichnung dargestellt und beschrieben.

Claims (8)

1. Werkzeugeinrichtung mit einem Werkzeughalter und mit einer Werkzeughalteraufnahme, insbesondere mit einem Drehwerkzeughalter und mit einer während der Bearbeitung stationären Werkzeughalteraufnahme einer Drehmaschine, bei welcher der Werkzeughalter einen zylindrischen Paßzapfen aufweist, der von einer senkrecht und konzentrisch zur Paßzapfenachse verlaufenden Ringfläche ausgeht, bei welcher ferner die Werkzeughalteraufnahme eine von einer ringförmigen Stirnfläche umgebene Paßbohrung zur Aufnahme des Paßzapfens und eine Spanneinrichtung aufweist, die auf den Paßzapfen im Sinn eines Aneinanderpressens von Ringfläche und Stirnfläche einwirkt, und bei welcher die Werkzeughalteraufnahme im Bereich der Stirnfläche eine zur Paßbohrung parallele Positionierbohrung aufweist, in welche ein zylindrischer Positionierstift eingesetzt ist, der in eine im Werkzeughalter im Bereich der Ringfläche vorgesehene Positionierbohrung eingreift, dadurch gekennzeichnet, daß der Positionierstift aus zwei Teilen (15, 16 bzw. 15&min;, 16&min;) besteht, von denen je eines in der zugehorigen Positionierbohrung (13, 14) mit Haftsitz spielfrei eingepreßt ist und von denen jedes an seinem dem anderen Positionierstiftteil zugekehrten Ende, soweit es über die Ringfläche (6) bzw. die Stirnfläche (8) vorsteht, gegenüber dem Durchmesser der ihm nicht zugehörigen Positionierbohrung verjüngt ist, und an diesem Ende mindestens eine ebene Schrägfläche (17, 18 und 17 a, 18 a bzw. 17&min;, 18&min;) aufweist, die an einer entsprechenden Schrägfläche des anderen Positionierstiftteiles vollflächig anliegt.
2. Werkzeugeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägflächen (17, 18, 17 a, 18 a, 17&min;, 18&min;) in einem solchen spitzen Winkel (µ) gegenüber der durch die gemeinsame Hauptachse (A) von Paßzapfen (5) und Paßbohrung (7) sowie die Achsen (a) der Positionierbohrungen (13, 14) hindurchgehenden Axialebene (E-E) geneigt sind, daß die Wirkungslinie (W) einer auf die Mitte der Berührungsfläche zweier Schrägflächen (17 und 18 bzw. 17&min; und 18&min;) einwirkenden Normalkraft (N) auf der der jeweiligen Schrägfläche abgewandten Seite des Positionierstiftteiles (15, 16 bzw. 15&min;, 16&min;) innerhalb der zugehörigen Positionierbohrung (13, 14) in den Werkzeughalter (2) bzw. die Werkzeughalteraufnahme (1) verläuft.
3. Werkzeugeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägflächen (17, 18, 17 a, 18 a, 17&min;, 18&min;) unter einem Winkel (µ) von etwa 15° gegenüber der Axialebene (E-E) geneigt sind.
4. Werkzeugeinrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Positionierstiftteil (16) einen im Querschnitt trapezförmigen Ansatz (19) aufweist, dessen beide Flanken die Schrägflächen (18, 18 a) bilden, und daß das andere Positionierstiftteil (15) zur Aufnahme des Ansatzes (19) eine entsprechende, im Querschnitt trapezförmige Nut (20) aufweist, deren Flanken ebenfalls die Schrägflächen (17, 17 a) bilden.
5. Werkzeugeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das den Ansatz (19) tragende Positionierstiftteil (16) in die zugehörige Positionierbohrung (14) so weit versenkt eingepreßt ist, daß nur sein Ansatz (19) über die Ringfläche (6) des Werkzeughalters (2) vorsteht.
6. Werkzeugeinrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Positionierstiftteile (15&min;, 16&min;) identisch ausgebildet sind, je eine einzige an je einem Ansatz (27, 28) angeordnete Schrägfläche (17&min;, 18&min;) aufweisen und jeweils so weit in die zugehörige Positionierbohrung (13, 14) eingepreßt sind, daß jeder Ansatz (27, 28) gleich weit über die Stirnfläche (8) bzw. die Ringfläche (6) vorsteht.
7. Werkzeugeinrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Positionierstiftteil (15, 16 bzw. 15&min;, 16&min;) eine sich in Achsrichtung erstreckende Gewindebohrung (21, 22) mit einer darin verschraubbaren Stützschraube (23, 24) aufweist, die sich am Grund (13 a, 14 a) der zugehörigen Positionierbohrung (13, 14) abstützt.
8. Werkzeugeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Positionierbohrung (13, 14) über mindestens eine Füllbohrung (25, 26) mit einer Außenfläche des Werkzeughalters (2) bzw. der Werkzeughalteraufnahme (1) in Verbindung steht und daß über diese Füllbohrung (25, 26) der zwischen dem Positionierstiftteil (15, 16 bzw. 15&min;, 16&min;) und dem Grund (13 a, 14 a) der zugehörigen Positionierbohrung (13, 14) verbleibende Raum mit einer schrumpfungsfrei aushärtenden Kunststoffmasse ausgefüllt ist.
DE19843439040 1984-10-25 1984-10-25 Werkzeugeinrichtung mit einem Werkzeughalter und mit einer Werkzeughalteraufnahme Expired DE3439040C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19843439040 DE3439040C2 (de) 1984-10-25 1984-10-25 Werkzeugeinrichtung mit einem Werkzeughalter und mit einer Werkzeughalteraufnahme

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19843439040 DE3439040C2 (de) 1984-10-25 1984-10-25 Werkzeugeinrichtung mit einem Werkzeughalter und mit einer Werkzeughalteraufnahme

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3439040A1 DE3439040A1 (de) 1986-04-30
DE3439040C2 true DE3439040C2 (de) 1987-01-29

Family

ID=6248712

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19843439040 Expired DE3439040C2 (de) 1984-10-25 1984-10-25 Werkzeugeinrichtung mit einem Werkzeughalter und mit einer Werkzeughalteraufnahme

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE3439040C2 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3911058C1 (en) * 1989-04-06 1990-09-27 Emuge-Werk Richard Glimpel Fabrik Fuer Praezisionswerkzeuge Vormals Moschkau & Glimpel, 8560 Lauf, De Device for connecting a mounting body for a tool to a machine part
DE3911055A1 (de) * 1989-04-06 1990-10-11 Glimpel Emuge Werk Genauigkeitsspannfutter

Families Citing this family (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3617695A1 (de) * 1986-05-26 1987-12-03 Krupp Gmbh Kupplung zur verbindung von werkzeugkopf und werkzeughalter an werkzeugmaschinen
DE3721158A1 (de) * 1987-06-26 1989-01-05 Krupp Gmbh Werkzeugwechselsystem mit winkellagefixierung
DE102004042520B3 (de) * 2004-09-02 2006-04-06 Wto Werkzeug-Einrichtungen Gmbh Werkzeugträger für Werkzeuge bei Werkzeugmaschinen
CN107160209B (zh) * 2017-07-18 2023-05-30 邢台中伟卓特液压科技有限公司 摇摆座车弧专用工装
CN113787357B (zh) * 2021-08-16 2024-06-25 北京实验工厂有限责任公司 一种十字轴压装类组件销轴孔系加工定位装夹装置和方法

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2094191B (en) * 1981-03-06 1985-06-12 Komet Stahlhalter Werkzeug Boring tool shank

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3911058C1 (en) * 1989-04-06 1990-09-27 Emuge-Werk Richard Glimpel Fabrik Fuer Praezisionswerkzeuge Vormals Moschkau & Glimpel, 8560 Lauf, De Device for connecting a mounting body for a tool to a machine part
DE3911055A1 (de) * 1989-04-06 1990-10-11 Glimpel Emuge Werk Genauigkeitsspannfutter

Also Published As

Publication number Publication date
DE3439040A1 (de) 1986-04-30

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3108439C1 (de) Bohrwerkzeug, insbesondere Bohrstange
DE19940330C2 (de) Werkzeugspanneinrichtung
EP0123156B1 (de) Mehrteiliges Spannsystem, insbesondere für rundlaufende Werkzeuge
EP0385280B1 (de) Innendrehmeissel
DE2339873C2 (de) Anordnung zum Einstellen und Befestigen eines ein Schneidplättchen tragenden Blocks in einer nutförmigen Aufnahme im Werkzeugkörper eines spanabhebenden Werkzeugs
EP1358960B1 (de) Werkzeugträger mit einer Spannzangenaufnahme
EP0111092A1 (de) Kupplungsvorrichtung
EP0182290A2 (de) Messerkopf
WO2011015259A1 (de) Werkzeugträger mit auswechselbaren werkzeughaltern und werkzeughalter
EP2114599A1 (de) Ausgewuchtetes ausbohrwerkzeug mit klemmeinrichtung
EP0353436B1 (de) Einstellvorrichtung, insbesondere für Werkzeuge
EP0164582A1 (de) Spannelement zum zentrischen Spannen rotierender Teile
EP0962280B1 (de) Ausrichteinrichtung
DE3439040C2 (de) Werkzeugeinrichtung mit einem Werkzeughalter und mit einer Werkzeughalteraufnahme
EP2097199B1 (de) Systempendelvorrichtung und verfahren
DE2533495B2 (de) Bohrstange
EP0157890A1 (de) Schneidwerkzeug aus einem Schneidkopf und einem mit diesem verbundenen Aufnahmeschaft
CH673966A5 (de)
EP0529508A2 (de) Werkzeug-Spanndorn
DE3401200A1 (de) Bohr- und ausdrehwerkzeug
DE69603779T2 (de) Hochpräzise Zentrierspitze
DE8335033U1 (de) Kupplungsvorrichtung
EP0355033B1 (de) Vorrichtung zur Befestigung eines an einem Ende eines zylindrischen Schaftes angeordneten Gegenstandes an einem Kupplungsteil einer Kupplung
DE8431314U1 (de) Vorrichtung zur Verbindung eines Werkzeughalters mit einer Werkzeughalteraufnahme
DE3026513A1 (de) Aufbohrwerkzeug, insbes. plansenker

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee