DE3207698C2 - - Google Patents
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- B25J18/002—Arms comprising beam bending compensation means
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- B25J19/02—Sensing devices
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Description
Stand der Technik
Die Erfindung betrifft einen Industrieroboter nach der Gattung des Hauptanspruchs. Um Industrieroboter universell und rationell einset zen zu können, werden hohe Anforderungen an die Arbeitsgenauigkeit, die Schnelligkeit sowie die Belastbarkeit gestellt. Gleichzeitig sollen die Steuerung und die Bedienbarkeit bzw. die Programmierbar keit möglichst einfach sein. Hohe Anforderungen an die Arbeitsge nauigkeit und Belastbarkeit bedingen einen stabilen und damit ver bundenen schweren Aufbau, wobei dies auch für die weitausladenden Teile, insbesondere eines Roboterarmes zutrifft. Große Massen und eine hohe Belastbarkeit, insbesondere des Roboterarmes gehen jedoch zu Lasten der Schnelligkeit und der Arbeitsgenauigkeit, die sich auch unter Verwendung aufwendiger Konstruktionen und teueren Mate rials nur bis zu einer wirtschaftlich sinnvollen Grenze erhöhen läßt. Der Schnelligkeit stehen jeweils vor allem die Fliehkraft oder die Corioliskraft entgegen, während die Belastbarkeit des freien Endes des Roboterarmes sehr stark die Arbeitsgenauigkeit bzw. die Posi tioniergenauigkeit beeinflußt.
Die Erfindung betrifft einen Industrieroboter nach der Gattung des Hauptanspruchs. Um Industrieroboter universell und rationell einset zen zu können, werden hohe Anforderungen an die Arbeitsgenauigkeit, die Schnelligkeit sowie die Belastbarkeit gestellt. Gleichzeitig sollen die Steuerung und die Bedienbarkeit bzw. die Programmierbar keit möglichst einfach sein. Hohe Anforderungen an die Arbeitsge nauigkeit und Belastbarkeit bedingen einen stabilen und damit ver bundenen schweren Aufbau, wobei dies auch für die weitausladenden Teile, insbesondere eines Roboterarmes zutrifft. Große Massen und eine hohe Belastbarkeit, insbesondere des Roboterarmes gehen jedoch zu Lasten der Schnelligkeit und der Arbeitsgenauigkeit, die sich auch unter Verwendung aufwendiger Konstruktionen und teueren Mate rials nur bis zu einer wirtschaftlich sinnvollen Grenze erhöhen läßt. Der Schnelligkeit stehen jeweils vor allem die Fliehkraft oder die Corioliskraft entgegen, während die Belastbarkeit des freien Endes des Roboterarmes sehr stark die Arbeitsgenauigkeit bzw. die Posi tioniergenauigkeit beeinflußt.
Um diesen Schwierigkeiten entgegenzuwirken, ist es aus der
US-PS 41 19 212 bekannt, Meßmittel vorzusehen, die es ermöglichen,
jederzeit die genaue Position des Roboterarms bezüglich eines festen
Raumpunktes zu kennen. Die in der US-Patentschrift beschriebene Vor
richtung sieht zu diesem Zweck ein aus zwei, über ein freigelagertes
Gelenk miteinander verbundenen Verbindungsstäben bestehendes Gestän
ge vor, dessen eines freie Ende mit der Roboterhand und dessen
anderes freies Ende mit einem ortsfesten Raumpunkt verbunden ist.
Mittels zweier Potentiometer, von denen eines am freigelagerten Ge
lenk, das andere am ortsfesten Raumpunkt angeordnet ist, werden kon
tinuierlich zum einen der über das freie Gelenk zwischen den Verbin
dungsstäben liegende Winkel, sowie zum anderen der zwischen dem vom
ortsfesten Punkt ausgehenden Verbindungsstab und einer festen Refe
renzlinie liegende Winkel erfaßt. Mit Hilfe der beiden gemessenen
Winkel kann die Position der Roboterhand bezüglich des ortsfesten
Punktes bestimmt werden. Die Positionsbestimmung ist, da das Gestän
ge von auf den Roboterarm wirkenden vertikalen Kräften freibleibt,
auch dann möglich, wenn der Roboterarm selbst durch das Gewicht ei
nes von ihm zu manipulierenden Gegenstandes deformiert wird. Eine
solche, mit Hilfe eines Gestänges arbeitende Positionserkennungsvor
richtung kann für bestimmte Robotertypen oder in bestimmten Anwen
dungsfällen ungeeignet sein. So wirken bei Robotern, die schnelle
und/oder ruckartige Bewegungen ausführen, auf das Gestänge
Flieh- oder Corioliskräfte, wodurch die Meßergebnisse verfälscht
werden können. Bei sehr feingliedrig gestalteten Roboterarmen kommt
ein Gestänge eventuell ebenfalls nicht in Betracht. Die in der
US-Schrift beschriebene Vorrichtung weist ferner mit wenigstens drei
Gelenken sowie zwei Meßpotentiometern eine relativ große Anzahl an
verschleißbehafteten Komponenten auf.
Aus der DE-OS 25 08 968 ist ein Handhabungssystem für einen Roboter
bekannt, welches mittels wenigstens eines Sensors die relative Lage
des Roboterarmes zu einem Werkstück erfaßt, und aufgrund des Meßwer
tes die Position des Roboterarms korrigiert. Eine derartige Vorrich
tung hat den Nachteil, daß sie sich nur für bestimmte Arbeitsgänge
eignet. Sie muß für andere Arbeitsgänge umgerüstet oder neu einge
richtet werden.
Es sind ferner viele Anordnungen für Manipulatoren bekannt, zum Bei
spiel aus der DE-OS 26 28 701, die der Ermittlung der durch das auf
genommene Objekt auf die Greifwerkzeuge aufgehebten Kräfte dienen,
wobei über Dehungsmeßelemente eine laufende Überwachung oder Steue
rung in unterschiedlichen Achsrichtungen möglich ist. Eine Berech
nung der Lageabweichung des Manipulators von einer Sollage aufgrund
der Kräfte Meßwerte ist nicht vorgesehen.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur
Korrektur von Lageabweichungen eines Roboterarmes anzugeben, welche
flexibel anwendbar ist, einen geringen Verschleiß aufweist und ge
naue Meßergebnisse liefert.
Die Vorrichtung mit den erfindungsgemäßen Merkmalen des Hauptan
spruchs hat den Vorteil, daß sie an vielen Robotertypen und für
viele Anwendungsfälle leicht angepaßt werden kann. Sie kann sowohl
innerhalb eines Roboterarms als auch außerhalb angeordnet sein. Die
Zahl der Verschleißteile ist herabgesetzt oder entfällt ganz. Auf
grund einer verringerten Eigenmasse unterlegt sie nahezu keinerlei
Flieh- oder Corioliskräften. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermög
licht ferner mit nur geringem zusätzlichem Aufwand auch die Erfas
sung von Lageabweichungen in horizontaler Richtung. Je nach Anwen
dungsfall und/oder Konstruktion des Roboters kann dadurch insgesamt
die Belastbarkeit, die Schnelligkeit und/oder die Arbeitsgenauigkeit
erhöht werden, ohne die Stabilität des Roboterarmes vergrößern zu
müssen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert, es zeigt
Fig. 1 einen Industrieroboter mit stabil gelagertem Roboterarm,
Fig. 2 und Fig. 3 Roboterarme mit optomechanischen Meßeinrich
tungen zur Erfassung von Lageabweichungen,
Fig. 4 und 4a eine Meßeinrichtung im Roboterarm mit einer Laserop
tik,
Fig. 5 einen Industrieroboter mit Doppelarm,
Fig. 6 und 6a eine optische Meßeinrichtung für horizontale und ver
tikale Abweichungen und
Fig. 7 Diagramm mit Kurven zur Steuerung eines Roboterarmes.
Industrieroboter lassen sich noch verhältnismäßig einfach - wie z. B.
in Fig. 1 dargestellt - in ihren Grundachsen sehr stabil aufbauen,
wobei beispielsweise die Führungssäule 1 durch eine obere Lagerung 2
in einem hintergreifenden bügelförmigen Gestell 3 in sehr stabiler
Lage gehalten werden kann. Durch diese oder ähnliche stabile Bauformen
wird es möglich die Halterung 4 für einen Roboterarm höhenverstell
bar, horizontal und/oder vertikal verschwenkbar in einer Weise auszu
bilden, daß bei schnellen Bewegungen, Belastungsänderungen usw. nur
geringfügige Lagetoleranzen entstehen. Wollte man den Roboterarm 5
genau so stabil ausbilden, würde dies - vor allem wenn dieser weit
ausgreifbar ausgelegt sein muß - eine wesentliche Erhöhung der Masse
dieses Roboterarmes bewirken, die dann wiederum eine Verstärkung der
Grundachsen erforderlich macht. Gleichzeitig würde, insbesondere bei
großen Ausladungen des Roboterarmes große Drehmomente erforderlich
werden, die auch aufgefangen werden müßten bzw. zu einer Herab
setzung der Geschwindigkeit zwingen.
Erfindungsgemäß verzichtet man auf einen Teil der Stabilität des
Roboterarmes 5 und läßt z. B. elastische Verbiegungen 6 des freien
Endes 9 in vertikaler Richtung zu, die über die geforderten Tole
ranzgrenzen hinausgehen, und gleicht die hierbei entstehenden Lage
änderungen des Greifers 7 durch eine entsprechende Korrektur in
der Z-Achse 8 oder durch Aufwärtsschwenken des Roboterarmes 5 aus.
Während bei einem Aufwärtsschwenken auch die in gleicher Richtung
liegende Greiferachse zumindest teilweise berichtigt wird, kann es
z. B. bei einer Korrektur über die Z-Achse 8 sinnvoll sein, gleich
zeitig auch die Schwenkachse des Greifers nach entsprechender Um
formung oder Umrechnung des Korrektursignals zusätzlich zu korrigieren.
Der Aufbau der Meßeinrichtung für die Erzeugung eines der Lageab
weichung entsprechenden Meßwertes hängt stark von der Konstruktion,
insbesondere des Roboterarmes, der maximal zugelassenen Abweichung
und der erforderlichen Korrekturgenauigkeit ab. Die Meßeinrichtung
kann sowohl innerhalb z. B. im Innern eines rohrförmigen Roboterarmes,
zwischen zwei parallel geführten, vorn miteinander verbundenen Arm
gestängen oder auch außen entlang eines Roboterarmes angebracht werden.
In Fig. 2 ist am freien Ende 20 eines Roboterarmes 21 ein leichtes
Gestänge 22 schwenkbar angelenkt, das sich nahezu über die gesamte
Länge des Roboterarmes 21 erstreckt. Etwa in der Mitte des Gestänges
22 befindet sich ein zweiter Lagerpunkt 23. Dort ist das Gestänge
gleichfalls schwenkbar im vorderem Teil einer Hülse 24 gehaltert, die
fest mit dem stabil gelagerten Teil des Roboterarmes verbunden bzw.
verklemmt ist. Das hintere, frei schwenkbare Ende 25 stellt einen
Lagewertgeber 26 ein, der z. B. eine Vielzahl von Fotoelementen auf
weist, die je nach Lage eines am Gestängenende 25 angebrachten Spie
gels oder einer Fotodiode ein unterschiedliches Ausgangssignal abgeben.
Ein ähnliches Gestänge 30 kann auch gemäß Fig. 3 an den beiden Enden
31 und 32 an den jeweiligen Enden des Roboterarmes 33 schwenkbar an
gelenkt sein. Etwa in der Mitte des Gestänges ist ein kleiner, leichter
teilzylinderförmig gekrümmter Hohlspiegel 34 befestigt, der im Strahlen
gang einer in Fig. 3a und b vergrößert dargestellten Lichtoptik liegt.
Die Lichtoptik 35 besteht aus einer Lichtquelle 36 mit Reflektor 37
und Linse 38, welche die Lichtstrahlen gebündelt auf den Spiegel 34
wirft.
Der Spiegel 34 wirft die Lichtstrahlen auf einen Streifen 39, der
eine Reihe, direkt aneinander angeordnete Fotosensoren 40 trägt.
Die Lichtstrahlen fallen in Form einer schmal zusammengepreßten
Ellipse, nahezu als schmaler waagrechter Lichtbalken auf die Foto
sensoren 40 auf. Die Lichtoptik 35 und der Streifen 39 mit den Foto
sensoren 40 sind fest im stabil gelagerten Teil des Roboterarmes
angeordnet. Das Gestänge 30 ist seitlich in leichtem Bogen an der
Lichtoptik vorbeigeführt und so - erforderlichenfalls außermittig -
im Roboterarm angebracht, daß auch bei maximal zugelassener Verbie
gung des Roboterarmes (die nach unten größer gewählt sein kann) das
Gestänge 30 und der Spiegel 34 nirgendwo anschlägt. Wird der Roboter
arm durch eine äußere Last herabgebogen, überträgt sich diese Bewe
gung auch auf den Spiegel 34 und die Lichtstrahlen treffen nun auf
einen weiter oben liegenden Bereich des Spiegels auf. Hierdurch wer
den die Lichtstrahlen nach unten abgelenkt und der auf den Streifen 39
fallende Lichtbalken wandert nach unten aus.
In Fig. 4 ist anstelle der Lichtoptik eine Laseroptik 50 vorgesehen,
die einen scharf gebündelten Laserstrahl 51 auf Fotosensoren 52
wirft die am freien Ende 53 des Roboterarmes 54 angebracht sind.
Hierbei kann auf ein Meßgestänge vollständig verzichtet werden.
Bei diesen Ausführungsbeispielen wurde nur von Abweichungen in
vertikaler Richtung ausgegangen. Abweichungen in horizontaler Rich
tung führen im allgemeinen zu keinem Positionsfehler, jedoch können
in beiden Richtungen Schwingungen auftreten, die z. B. ein zu grei
fenden Gegenstand umwerfen, beschädigen oder zu Defekten am Greifer
führen können. In einigen Fällen läßt sich durch eine entsprechende
Konstruktion, z. B. mit zwei parallelen Armen 70 gemäß Fig. 5 Schwingun
gen in horizontaler Richtung gering halten. Obwohl die Arme 70 hier
bei schwächer ausgebildet werden können, benötigt dann der Arm einen
breiteren Freiraum und insbesondere eine verwindungssteife vordere
Verbindung 71 der beiden Arme, die einen zusätzlichen die Masse er
höhenden Aufwand bedingen.
Dieser Aufwand kann verringert werden, wenn über eine zweite Meßein
richtung auch die horizontalen Abweichungen erfaßt werden, oder die
Meßeinrichtung derart ausgebildet ist, daß Abweichungen gleichzeitig
in beiden Richtungen gemessen werden können. Dies kann z. B. durch
einen entsprechend flächenhaft ausgebildeten Meßwertgeber bewirkt
werden, wobei der Lagewertgeber 26 in Fig. 2 bzw. 52 in Fig. 4 eine
wie in Fig. 4a dargestellte Fläche 55 aufweist, die mit einer Viel
zahl einzelner Fotosensoren bestückt ist.
Die Fotosensoren können auch - wie in Fig. 6 und in einem vergrößertem
Ausschnitt in Fig. 6a dargestellt - aus einzelnen schmalen, parallel
verlaufenden Sensorstreifen 80 bestehen, die auf einer lichtdurch
lässigen Trägerplatte 81 im Abstand nebeneinander aufgebracht sind.
ünter der Trägerplatte 81 ist eine zweite Trägerplatte 82 mit in
gleicher Weise aufgebrachten Sensorstreifen 83 angeordnet, die um
ein Winkel von 90° verdreht ist. Wird nun der abtastende Lichtstrahl 84
derart gewählt, daß er größer ist als die Breite eines Sensorstreifens,
so wird zumindest stets ein Sensorstreifen 83 zusammen mit einem
Sensorstreifen 80 auf beiden Trägerplatten 81 und 82 von Lichstrahlen
getroffen. Die beiden Trägerplatten 81, 82 können auf einem flachen,
darunterliegenden Elektronikteil (nicht dargestellt) befestigt sein,
das die Signale auswertet und als Digital- oder Analogwert über ein
mehradriges Kabel 85, erforderlichenfalls zeitmultiplex getastet, der
Steuerung zuführt.
In Fig. 7 ist der Verfahrweg Z über die Zeit t in einem Diagramm dar
gestellt, wobei von einem Ausganspunkt 0 mit vorgegebener Geschwindig
keit der Punkt Z1 angefahren werden soll. Wie z. B. bei bekannten nume
rischen Steuerungen üblich, wird hierbei ein sich annähernd linear
ändernder Sollwert 87 erzeugt, der zum Zeitpunkt t1 dem Endwert Z1
entspricht. Der vom Istwertgeber für diese Achse (Z) ermittelte Ist
wert 88 hinkt dem Sollwert 87 jeweils um einen Betrag 89 hinterher,
der als Stellgröße aus einer Soll-Ist-Wertvergleichsstufe für das auf
zubringende Drehmoment des Servoantriebes dieser Achse (Z) dient.
Wird nun z. B. im Punkt 0 vom Greifer eine Last aufgenommen, so er
gibt sich bei kleiner Bewegungsgeschwindigkeit durch eine Verbiegung
des Roboterarmes eine Verfahrkurve 90, wobei das Ende des Roboterarmes
nicht Z1 sondern einen darunterliegenden Punkt Z1′ erreicht. Wird
die Abweichung 91 während des Verfahrweges erfindungsgemäß gemessen
und als Korrekturwert 92 von der Steuerung ausgewertet, erfolgt ein
Stillsetzen des Antriebs zum Zeitpunkt t2 erst dann, wenn das Armende
des Roboters den Punkt Z1 erreicht hat. Wird nun jedoch mit größerer
Geschwindigkeit der Roboterarm angehoben, wird dieser in Schwingungen
93 versetzt, die eine sich ständig ändernde Abweichung 94 bewirkt.
In Weiterbildung der Erfindung wird nun diese Abweichung 94 ständig
zusammen mit dem Betrag 89 aus der Soll-Ist-Wertvergleichsstufe in
einer Größe dem Servoantrieb zugeführt, daß dieser die Schwingungen
weitgehend ausgleicht. Hierbei bewirkt schon eine geringfügige Ab
weichung 95 zusammen mit der Soll-Ist-Abweichung 96 eine vergrößerte
Beschleunigung, jedoch wird, sobald ein Überschwingen erfolgt, die
Geschwindigkeit durch die hierbei auftretende Richtungsänderung des
Abweichungssignals 97 stark herabgesetzt. Bei richtiger Dimensionierung
des Abweichungssignals, der Regelsteilheit, der Regelgeschwindikeit usw.,
kann hierdurch die Schwingung weitgehend unterdrückt werden. Mit ge
ringem Aufwand an Einstellmitteln kann ein Schwingungsausgleich er
folgen, der nur noch Restschwingungen 98 der Antriebsachse zuläßt während
sich das freie Ende des Roboterarmes nahezu schwingungsfrei bewegt.
Wird der Soll-Ist-Wert zu Null, bleibt das Abweichsignal weiter be
stehen bis das Ausgangssignal aus der Soll-Ist-Wertvergleichsstufe
einen entgegengesetzten Wert gleicher Größe aufweist und das zusammen
gesetzte Signal zu Null wird. Hierdurch kann die Lageabweichung des
Roboterarmendes auskorrigiert werden.
In gleicher Weise kann eine Schwingung des Roboterarmes in horizontaler
Ebene gedämpft werden, wenn ein Meßwertgeber (wie z. B. in Fig. 6 dar
gestellt) verwendet wird, der Abweichungen in der Horizontalen erfaßt.
Je nach Aufbau der Steuerung und der Antriebsregelkreise kann es auch
von Vorteil sein, getrennte, aus dem Abweichsignal abgebildete Signale
einmal für die Korrektur der Lage des Roboterarmendes und ein zweites
Signal zur Schwingungsdämpfung zu verwenden.
Das Abweichsignal bzw. bestimmte Gebersignal der Meßeinrichtung für die
Abweichungen, können auch dazu verwendet werden, die Abweichungen -
z. B. durch eine Verringerung der Verfahrgeschwindigkeit - zu begrenzen
oder ein Stillsetzen bewirken, wenn eine Überlastung vorliegt. Hierzu
können z. B. die Ausgangssignale der äußeren Streifen der Fotosensoren
gemäß Fig. 6 dienen oder es wird das Signal anwählbarer, weiter innen
liegender Streifen verwendet, die der maximalen Belastung entsprechen.
Damit bei einem Überschwingen des Lichtpunktes 84 über den letzten
Streifen hinaus keine Störung eintritt, kann bei fehlendem Gebersignal
ein Sperrsignal für weitere Bewegungen an die Steuerung gegeben werden,
oder falls ein derartiges Überschwingen zulässig ist, das Signal des
letzten Streifens gespeichert am Ausgang des Gebers anliegen, bis der
Lichtpunkt 84 diesen Streifen ein zweites Mal trifft oder durch Auf
treffen auf den zweitletzten Streifen dieses Ausgangssignals gelöscht
wird.
Je nach Konstruktion des Roboters kann es auch vorteilhaft sein
in weiteren Grund- oder Armachsen gleichartige Korrektureinrich
tungen vorzusehen, oder auch eine Torsionsverbiegung des Roboter
armes zu erfassen, um diese über eine andere, insbesondere Greifer
achse auszugleichen. So kann z. B. die hintere Lagerung 32 des Ge
stänges 30 in Fig. 3 eine zusätzliche Drehlagerung erhalten und an
diesem Gestängeende ein Drehwertgeber vorgesehen sein, der die
Torsionsverbiegungen mißt.
Claims (11)
1. Industrieroboter mit einer Einrichtung zur Erhöhung der Arbeits
geschwindigkeit und/oder Schnelligkeit, umfassend eine Meßeinrich
tung zum Erfassen von durch das Einwirken des Eigengewichtes und an
derer Kräfte hervorgerufenen Abweichungen des freien Endes eines
Roboterarmes von der Soll-Lage, sowie mit einem der Meßeinrichtung
zugeordneten Lageregelkreis, wobei Teile der Meßeinrichtung in der
Teile auf andere Teile der Meßeinrichtung in Richtung zur Lagerung
des Roboterarms derart einwirken, daß am Meßwertgeber ein direkt der
Größe der Lageabweichung abhängiges Ausgangssignal anliegt, und
dieses Ausgangssignal einer Korrekturstufe in dem der Meßeinrichtung
zugeordneten Lageregelkreis zugeführt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lageveränderung des freien Endes des Roboterarmes den Strah
lengang einer optischen Einrichtung so verändert, daß je nach Größe
und Richtung der Lageveränderung andere Teile eines Fotosensors (40,
52) im Strahlengang liegen.
2. Industrieroboter nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß
die Lageveränderung mechanisch auf einen gekrümmten Spiegel (34)
übertragen wird, der im Strahlengang der optischen Einrichtung
(35) liegt und die Krümmung des Spiegels (34) derart gewählt
ist, daß mit einer Lageänderung des Spiegels (34) die zurückge
worfenen Strahlen ihre Richtung ändern und gebündelt auf jeweils
andere Fotosensoren (40) fallen.
3. Industrieroboter nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß ein,
die beiden Enden des Roboterarmes verbindendes, in sich steifes
Gestänge (30) vorzugsweise im Roboterarm (33) vorgesehen ist,
das an den Enden schwenkbeweglich gelagert ist und in dem mitt
leren Bereich einen Spiegel (34) trägt, der je nach Lage des
Gestänges (30) Strahlen auf einzelne Sensoren (40) eines opti
schen Lagewertgebers zurückwirft und der optische Lagewert
geber und die dazugehörige Strahlenquelle (36) am gehalterten Teil
des Roboterarmes befestigt ist.
4. Industrieroboter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das von der Lageabweichung (6) abhängige Ausgangssignal
zusätzlich einer weiteren Korrekturstufe im Lageregelkreis
einer anderen Achse, insbesondere einer Handachse zur Korrektur
des, durch ein Durchbiegen des Roboterarmes hervorgerufenen
Winkelfehlers, zugeführt ist.
5. Industrieroboter nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch
gekennzeichnet, daß die Korrekturstufe dem Lageregelkreis
während der Bewegung des Roboterarmes Korrektursignale (95,
96) zuführt, die sowohl die Lageabweichung des freien Endes
des Roboterarmes korrigieren, wie auch einem Schwingen insbe
sondere einem Oberschwingen des Roboterarmes entgegenwirken.
6. Industrieroboter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Lageregelkreis mit einer Soll-Ist-Wertvergleichsstufe vor
gesehen ist, dessen Ausgangsspannung das Drehmoment des An
triebes bestimmt und dieser Ausgangsspannung eine Korrektur
spannung aus der Korrekturstufe in einer Weise überlagert ist,
daß die Summenspannung erst zu Null wird, wenn durch eine ent
sprechend entgegengerichtete Ausgangsspannung aus der Soll-
Ist-Wertvergleichstufe die Korrekturspannung kompensiert ist
und die Korrekturspannung derart gewählt ist, daß dies dann
erfolgt, wenn das freie Ende des Roboterarmes die korrigierte
Endstellung eingenommen hat.
7. Industrieroboter nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch ge
kennzeichnet, daß der Meßwertgeber (55, 83, 84) Lageabweichungen
sowohl in der Vertikalen wie auch Horizontalen erfaßt oder für
beide Richtungen getrennte Meßwertgeber vorgesehen sind.
8. Industrieroboter nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch ge
kennzeichnet, daß gleichartige Meßeinrichtungen in oder an
anderen Führungsgliedern zur Lagerung und/oder Führung der
Halterung des Roboterarmes - vorgesehen sind.
9. Industrieroboter nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch ge
kennzeichnet, daß über den Meßwertgeber oder einen zusätzlichen
Meßwertgeber Torsionsabweichungen erfaßt werden.
10. Industrieroboter nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch ge
kennzeichnet, daß das Ausgangssignal für eine extreme Lageab
weichung so lange gespeichert bleibt, bis ein Signal für eine
nicht so große Abweichung anliegt.
11. Industrieroboter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das
Extremwertsignal zusätzlich weiteren Steuerstufen zur Verringe
rung der Armgeschwindigkeit oder Notabschaltung zugeführt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823207698 DE3207698A1 (de) | 1982-03-04 | 1982-03-04 | Industrieroboter mit einer einrichtung zur erhoehung der arbeitsgenauigkeit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823207698 DE3207698A1 (de) | 1982-03-04 | 1982-03-04 | Industrieroboter mit einer einrichtung zur erhoehung der arbeitsgenauigkeit |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3207698A1 DE3207698A1 (de) | 1983-09-08 |
| DE3207698C2 true DE3207698C2 (de) | 1991-06-06 |
Family
ID=6157239
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823207698 Granted DE3207698A1 (de) | 1982-03-04 | 1982-03-04 | Industrieroboter mit einer einrichtung zur erhoehung der arbeitsgenauigkeit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3207698A1 (de) |
Families Citing this family (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0139781B1 (de) * | 1983-10-28 | 1987-07-22 | Fürstlich Hohenzollernsche Hüttenverwaltung Laucherthal | Handhabungsgerät |
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