DE29917858U1 - Kieferimplantat - Google Patents
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Description
IHD 132
Die Erfindung betrifft ein basalosseointegriertes Kieferimplantat zur Aufnahme und Befestigung einer Krone, einer Prothese, eines Steges oder einer Brükke.
Basalosseointegrierte, laterale Kieferimplantate, die in ein auf chirurgische Weise im Ober- oder Unterkiefer hergestelltes Implantatbett eingesetzt werden und nach dem Einheilen zur Befestigung einer Krone, künstlicher Zähne oder einer zahnprothetischen Konstruktion dienen, sind bereits in den vielfältigsten Ausführungsformen bekannt. Diese Kieferimplantate bestehen im wesentlichen aus einem ring- oder scheibenförmigen Fußteil, der über einen Steg mit einem orthogonal zum Fußteil orientierten Schaft verbunden ist. Der Schaft weist an seinem freien Ende ein Abutment ohne Gewinde zur Befestigung einer zahntechnischen Überkonstruktion oder ein Außen- oder Innengewinde zur Aufnahme eines Abutments auf.
Die bekannten Lösungen können in Kieferimplantate mit einer einteiligen oder mehrteiligen Ausführung unterteilt werden - FR 75 07 078, EP 0 214 962, DE 298 12 642.
Trotz der guten Erfolge, die mit den bisher bekannten Kieferimplantaten erzielt worden sind, zeigt sich, daß mit der Ausbildung des Implantatbettes und dem Einsetzen des Implantates in die auf chirurgische Weise hergestellte Öffnung eine weitgehende exakte Anpassung an die natürliche, verschiedenartige Anatomie der Ober- oder Unterkiefer oft nur sehr schwer möglich ist und eventuelle Nachbesserungen der Positionierung des Implantates und notwendige Anpassungen durch Biegen des Implantatsteges nach dem Einwachsen des Implantats in den Kieferknochen vorgenommen werden müssen, was naturgemäß nur begrenzt durchführbar und mit der Gefahr des Lockerns des Kieferimplantates im Ober- oder Unterkiefer verbunden ist. Die bekannten basalosseointegrierten Implantate weisen eine Form auf, die für den Behandlungsverlauf oft ungünstig ist.
Aus FR 2 302 715, EP 0 388 576 und EP 0 214 962 ist ferner bekannt, die Oberfläche des Fußteiles des Implantats und den Übergangsbereich des Schaftes zum Steg, den sogenannten Schafthals, durch Strahl-, Ätzoder kombinierte Verfahren zu vergrößern oder den Übergangsbereich mit einer Profilierung oder einer gesonderten Struktur zu versehen, um den sicheren Sitz des Implantatschafts im Kieferknochen zu unterstützen. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, daß durch die Strukturen und die Oberflächenvergrößerungen in diesem Übergangsbereich Reizungen und Entzündungen des im Prozeß der Einheilung entstandeneh Bindegewebes hervorgerufen werden können und zudem die Oberflächenvergrößerungen zu einer Ansammlung von Bak-
terien führt, die den Einheilungsprozeß und einen dauerhaften, festen Sitz des Kieferimplantats im Oberoder Unterkiefer nachteilig beeinflussen können.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, durch eine geeignete Gestaltung des Fußteiles weitergehende Möglichkeiten der Anpassung des Implantats an die verschiedenartige, natürliche Anatomie in der Ausbildung des Ober- und Unterkiefers zu schaffen, das einfache Einsetzen und das komplikationsfreie Einwachsen des Implantats in den Kieferknochen, verbunden mit einem festen und dauerhaften Sitz, weiter zu verbessern.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis 14.
Das einstückig ausgebildete, basalosseointegrierte Kieferimplantat nach der Erfindung besitzt vorzugsweise einen von einer quadratischen Grundform abgeleiteten Fußteil, wobei mindestens eine Seite der Grundform eine Rundung aufweist und einen stegartigen, halbkreisförmigen Fußabschnitt bildet, während die Ecken der gegenüberliegenden Seite durch Radien abgerundet sind und die verbleibenden Seiten der quadratischen Grundform durch Aussparungen im Fußteil ebenfalls stegartige Fußabschnitte bilden.
Nach einer ersten Ausführungsvariante ist der Steg, der den Implantatschaft mit dem Fußteil verbindet, zweiseitig ausgeführt und frei wählbar in senkrechter oder horizontaler Implantatachse angeordnet.
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In Weiterbildung dieser Ausführung ist der Steg einseitig ausgebildet und an die Innenwand des halbkreisförmigen Fußabschnittes angelenkt.
Der Implantatschaft kann aber auch über kreuzförmig angeordnete Stege oder durch mehrere einseitig ausgeführte Stege, die gegeneinander um 120° versetzt angeordnet sind, mit dem kraftübertragenden Fußteil verbunden sein.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung und die von einer quadratischen Grundform abgeleitete Konfiguration ist der Fußteil nahezu identisch an die Form des durch Fräsen hergestellten Implantatbettes angepaßt und füllt diese vollständig aus.
Der Fußteil, der Steg und wahlweise der Übergangsbereich des Schaftes zum Steg ist in an sich bekannter Weise mit einer durch Strahl-, Ätz- oder kombinierte Verfahren hergestellten Oberflächenvergrößerung versehen, während der Schaft in seinem Kopfbereich unterhalb des Gewindes oder des Abutments eine glatte, nicht strukturierte Oberfläche aufweist.
Während die Oberflächenvergrößerung des Fußteiles, des Steges und gegebenenfalls des Übergangsbereiches und die im Fußteil vorgesehenen Aussparungen ein schnelles Einwachsen des Implantats und seinen festen Sitz im Ober- oder Unterkiefer unterstützen, verhindert der von Oberflächenvergrößerungen und Strukturierungen freie Schaft im gewindenahen Kopfbereich die Anbindung von Plaque. Gleichzeitig unterstützt der von Oberflächenvergrößerungen und Strukturierungen freie Abschnitt des Schaftes, daß sich ein vom natürlichen Speichel gespülter Mikrospalt ausbilden kann, der das Entstehen von reizlosem Bindegewebe fördert. Reizungen und Entzündungen des Bindegewebes werden
durch den Mikrospalt in diesem Bereich verhindert und dadurch der feste und sichere Sitz des Implantats im Ober- oder Unterkiefer ebenfalls unterstützt. Es hat sich gezeigt, daß bei flexiblen Implantatsystemen, d.h. bei Konstruktionen im Unterkiefer oder bei Oberkieferarbeiten bei weinigen Implantaten, gelegentlich Reizungen am strukturierten Schaft auftraten, die dann später Knochenauflösungen zur Folge haben können.
Durch den sich im Kopfbereich ausbildenden Mikrospalt hat der Schaft und der Steg des in die Kompakta des Kieferknochens fest eingebundenen Kieferimplantes bei Beaufschlagung mit größeren Kräften ferner die Möglichkeit, in die Spongiosa des Kieferknochens einzufedern. In den am Steg und am Schaft angrenzenden Bereichen des Kieferknochens kommt es dabei zu Verschiebungen. Ein dauerhafter und fester Sitz des Kiefer implantates wird dadurch ebenfalls unterstützt, wobei die Kraftübertragung stets in die Kompakta erfolgt.
Vorteilhafterweise beträgt die Höhe des von Oberflächenvergrößerungen freien glatten Teils des Schaftes mindestens die Hälfte der Höhe des Schaftes bis zum Gewinde zur Befestigung eines Abutments oder dergleichen, während das Verhältnis zwischen der Höhe des Schaftes und der Höhe des Fußkörpers 1 : 6 bis 1 : 30 beträgt. Auf diese Weise kann sich, fernab von der Region des bakteriellen Angriffes, eine gute Osseointegration des basalen Schaftanteiles ausbilden.
Die erfindungsgemäße Ausbildung des Fußteiles sichert eine exakte Plazierung des Fußteil in der Kompakta des Ober- und/oder Unterkiefers und schafft dadurch die Voraussetzungen für einen dauerhaften, festen Sitz des Kieferimplantates.
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Durch die Anordnung von Steg und Schaft zum Fußteilschwerpunkt und die vorgeschlagene Konfiguration des Fußteiles ist eine weitgehende Anpassung des Implantats an die verschiedenartige natürliche Anatomie der Ober- und Unterkiefer gegeben, wobei nur mit einer Fräsrichtung gearbeitet werden kann. Gegenfräsungen zur Ausbildung des Implantatbettes entfallen. Die Ausbildung des basalosseointegrierten Kieferimplantates nach der Erfindung führt gleichzeitig zu einer wesentlichen Verkürzung der Fräszeiten für das Implantatbett und damit der Operationszeiten.
Nachträgliche, nach dem Einwachsen des Implantats in den Ober- oder Unterkiefer vorzunehmende Anpassungen und Korrekturen, beispielweise durch Biegen des Schaftes, die naturgemäß mit einer Gefahr der Lockerung des Implantates im Kieferknochen verbunden sind, können dadurch vermieden werden.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der kraftübertragende Fußteil des einstückig ausgebildeten Kieferimplantates, mit einem einseitig an die Innenwand des halbkreisförmigen Fußabschnittes angelenkten Steg versehen, der in einen orthogonal zum Fußteil ausgerichteten Schaft mit einem biegbaren Hals übergeht, wobei sich an den biegbaren Hals ein einstückig in den Schaft integriertes Abutment zur Aufnahme der prothetischen Überkonstruktion anschließt. Diese Kieferimplantatvariante läßt sich kostengünstig herstellen und hat den Vorteil, daß nach ihrer Implantation im Mund des Patienten zum Implantat gehörende Bauteile nicht mehr zusammengefügt oder miteinander verschraubt werden müssen.
Durch den einseitig, an die Innenwand des ringförmigen Fußabschnittes angelenkten Steg wird zusätzlich die Gefahr verringert, daß das Bindegewebe von der Insertionsseite her über den Steg des Fußteils bis in die Bereiche des Schaftes hineinwächst. Das Voranwachsen des Bindegewebes in Richtung auf den Schaft erfolgt nämlich über die Stege. Es hat sich aber überraschenderweise ergeben, daß bei einer Verringerung der Stege sich auch die Verlustwahrscheinlichkeit für das Implantat verringert, ohne daß dadurch die Bruchhäufigkeit steigt.
Durch eine geeignete Materialauswahl des Implantats und eine entsprechende konstruktive Gestaltung im Halsteil des Schaftes, an den sich das Abutment anschließt, besteht die Möglichkeit, das Abutment im Mund des Patienten in die erforderliche Richtung zu biegen und dadurch die Voraussetzungen für ein paralleles Einbringen von mehrspannigen Brücken zu schaffen.
Vorteilhafterweise ist das Abutment so bemessen, daß eine Zementierung der Krone oder der Überkonstruktion vorgenommen werden kann und besitzt bei einer Ausbildung des Implantates als einfacher Zementierpfosten kopfseitig ein Außengewinde. Dadurch ist es möglich, auch verschraubbare Brücken auf dem Implantat zu befestigen. Bekanntlich besteht das Problem, daß Brücken, die ausschließlich durch Zementierung befestigt worden sind, schlecht zu entfernen sind, sofern dies einmal erforderlich wird. Die erfindungsgemäße Lösung gestattet es aber, eine Brücke gleichzeitig durch Zementieren und Verschrauben zu befestigen. Auch wenn sich die Schraube einmal lösen sollte, wird die Brücke dadurch noch in ihrer Befestigung begrenzt gehalten und umgekehrt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung besitzt das Kieferimplantat mehrere voneinander beabstandete kraftübertragende Fußteile, die jeweils über innenliegende Stege verfügen und untereinander durch einen orthogonal zu den Fußteilen ausgerichteten weiteren Schaft miteinander verbunden sind. Mit dieser Ausführungsform wird in vorteilhafter Weise eine Erhöhung der kraftübertragenden Flächen erreicht. Wie bekannt, werden Kräfte nur im Bereich des kompakten Knochens, d.h. im Bereich der Ringkörper des Fußteiles, übertragen, die hierfür vollständig innerhalb der Kompakta des Knochens liegen. Die übereinanderliegenden, voneinander beabstandeten Fußteile können unterschiedliche Abmessungen mit einer unterschiedlichen Ausbildung und Anordnung der Stege aufweisen, wobei mindestens ein Fußteil, vorzugsweise der untere, einen zweiseitigen Steg besitzt, zu dem der Steg des anderen Fußteiles unter einem Winkel &agr; von 30° bis 90°, vorzugsweise 90°, positioniert ist. Die so ausgebildeten Fußteile bieten eine weitgehende Anpassung des Implantates an die anatomischen Gegebenheiten und gewährleisten eine volle Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Knochenbreite des Ober- und/oder Unterkiefers. Der durchgehende Steg des unteren Ringkörpers liegt dabei vollständig im spongiösen, weichen Knochenmark, während der obere, rechtwinklig zum durchgehenden, unteren Steg liegende Steg vollständig von der Kompakta des Knochens aufgenommen wird, und zwar auf der Knochenseite, die nach der Fräsung unverletzt ist. Implantate mit derart ausgebildeten Fußteilen bewähren sich insbesondere im Bereich der Arteria PaIatina, wo der crestale Anteil des Kieferkamms breiter ist als der basale Anteil. Ein Öffnen der Arterie im Zusammenhang mit der Herstellung der Operationsöffnung zur Aufnahme des Implantates kann dadurch vermieden werden.
Durch einen größeren, 3 mm übersteigenden Abstand zwischen den Fußteilen wird nicht nur das Setzen des Implantates erleichtert und sein Halt im Ober- und/ oder Unterkiefer verbessert, sondern auch eine bessere Durchblutung des Interdiskalbereiches erzielt, da der laterale Zufluß von der Schleimhaut her erweitert wird. Außerdem nimmt die Lateralstabilität des Implantates zu. Ferner ist der basale Fußteil für den Fall der bakteriellen Besiedelung des crestalen Fußteiles besser geschützt. Implantat-Totalverluste werden dadurch vermindert. Zudem wird eine etwaige Entfernung des Implantates oder eines Fußteiles des Implantates erleichtert. Das Einsetzen des Implantates kann ebenfalls sicherer ausgeführt werden. Insbesondere bei sprödem, cortikalem Knochen ist die Gefahr des Abrisses der osteotomierten Interdiskalbereiche geringer, wenn die Fußteile weiter voneinander entfernt positioniert sind.
Die vorstehend näher beschriebenen Implantatverianten werden vorzugsweise aus Titan Grade 1 oder Grade 2 (nach ISO 5832, Teil 2) hergestellt. Es hat sich gezeigt, daß gerade diese weicheren Titanwerkstoffe eine sehr große Bruchdehnung besitzen und dadurch in der Lage sind, die Bewegungen des Kiefers, insbesondere während des Kauaktes, nachzuvollziehen und keine starre Sperre im Kiefer bilden. Die aus Titan Grade 1 oder Grade 2 hergestellten Implantate passen sich somit zunächst elastisch und später, nach dem Einwachsen, plastisch den Bewegungen des Kiefers leichter an.
Insgesamt werden durch die Erfindung die Voraussetzungen für eine weitgehende Anpassung der Implantate an die Anatomie der Ober- und Unterkiefer und für einen relativ einfachen chirurgischen Eingriff, ein
schnelles, komplikationsgeiTiindertes Einheilen des Implantats in den Ober- oder Unterkiefer unterstützt und ein dauerhaft sicherer und fester Sitz erzielt.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der dazugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1 - die Draufsicht auf eine erste Ausfüh-
runfsform des erfindungsgemäßen Implantates
Fig. 2 - den Schnitt A-A aus Fig. 1
Fig. 3 bis 6 - weitere Implantatvarianten nach der
Erfindung mit unterschiedlicher Ausbildung und Anordnung der Stege
Wie aus Fig. 1 und 2 hervorgeht, besteht das erfindungsgemäße Implantat, das in ein auf chirurgische Weise in einem Ober- oder Unterkiefer hergestelltes Implantatbett eingesetzt wird, aus einem Fußteil 2 und einem an dem Fußteil 2 über einen Steg 6 angelenkten Schaft 1. Der Schaft 1 ist orthogonal zum Fußteil 2 ausgerichtet und besitzt an seinem freien Stirnende ein Gewinde 3, das beispielsweise zur Aufnahme eines Abutments oder selbst als Zementierpfosten dient.
Der orthogonal zum Fußteil 2 ausgerichtete Schaft 1 kann an seinem freie Stirnende auch in ein einstückig mit dem Schaft 1 ausgebildetes Abutment übergehen nicht dargestellt -, das vorzugsweise mit einem Innengewinde ausgestattet ist. Dabei ist der Außenmantel des Abutments, der in an sich bekannter Weise kegelförmig ausgebildet ist, so bemessen, daß eine retentive Zementierung und/oder eine verfugende Abdichtung
zwischen der Aufnahmefläche für das Implantat in der Überkonstruktion und dem Außenmantel des Abutments aufgebracht werden kann. Diese Lösung bietet somit die Möglichkeit, die prothetische Überkonstruktion mit dem im Ober- oder Unterkiefer eingesetzten Implantat gleichzeitig zu verschrauben und durch eine retentive Zementierung zu befestigen.
Der Fußteil 2 des erfindungsgemäßen basalosseointegrierbaren Implantates besitzt eine quadratische Grundform, wobei eine Seite der Grundform eine Rundung 4 aufweist und einen stegartigen, halbkreisförmigen Fußabschnitt 14 bildet. Die übrigen Seiten der quadratischen Grundform sind durch die im Fußteil 2 vorgesehenen und an die Stege 6 und 13 angrenzenden Aussparungen 10; 11; 15; 19; 20; 21; 22; 23 und 24 ebenfalls zu stegartigen Fußabschnitten 16; 17 und 18 ausgebildet, während die Ecken der der Rundung 4 gegenüberliegenden Seite durch Radien 5 abgerundet sind.
Der symmetrisch zum Fußteilschwerpunkt 9 positionierte Schaft 1 ist gemäß einer ersten Ausführung des Implantates über einen zweiseitigen Steg 6 der, wie in Fig. 1 und 5 gezeigt, wahlweise in horizontaler oder vertikaler Implantatachse angeordnet werden kann, an die Innenwand der stegartigen Fußabschnitte 16; 18 bzw. 14; 17 angelenkt.
Wie aus Fig. 3 hervorgeht, können die zweiseitig ausgebildeten Stege 6 auch kreuzförmig angeordnet werden, während gemäß - Fig. 6 - einseitige Stege 13 um 120° gegeneinander versetzt positioniert sind. Durch die unterschiedliche Ausbildung und Anordnung der Stege 6 und 13 ist eine weitere Anpassung der Implantate an die aufzunehmenden und zu übertragenden Kräfte gewährleistet.
Eine weitere Ausführungsform des erf indungsgeinäßen Implantates mit einem einseitig ausgebildeten, an die Innenwand des halbkreisförmigen Fußabschnittes 14 angelenkten Steg 13 ist in Fig. 4 dargestellt. Beim Einsetzen des Implantats wird der Steg 13 durch den Operateur in den gegen Resorptionen stabilsten Knochen, also vornehmlich im Bereich des Oberkiefers am Palatum oder im Bereich des Unterkiefers, lingual eingebracht.
Durch die erfindungsgemäßen Fußteile ist auf relativ einfache Weise eine weitgehende Anpassung der Fußteile an das jeweils verwendete Fräswerkzeug bzw. an das im Ober- oder Unterkiefer eingebrachte Implantatbett zur Aufnahme des Implantats gegeben. Dabei verschwinden die unterschiedlich ausgebildeten und angeordneten Stege 6; 13 vollständig in der Tiefe des Kieferknochens und sind dadurch nicht dem Bewuchs der schneller wachsenden Schleimhaut ausgesetzt.
Abweichend von den bisher bekannten Kieferimplantaten, bei denen der Implantatschaft eine Profilierung oder eine Oberflächenvergrößerung aufweist, besitzt das Kieferimplantat nach der Erfindung, wie in Fig. 2 gezeigt, in seinem Kopfbereich 7a eine strukturfreie, glatte Oberfläche während der Übergangsbereich 7 des Schaftes 1 zum Steg 6 bzw. 13 wahlweise mit einer Oberflächenvergrößerung 8 oder mit einer Strukturierung versehen sein kann. Durch die glatte Oberflächenbeschaffenheit des Kopfbereiches 7a wird die Anlagerung von Plaque erschwert und Bindegewebereizungen und -entzündungen, die bei profilierten und oberflächenvergrößerten Schaftabschnitten oftmals anzutreffen sind, vermieden. Gleichzeitig können der Schaft 1 und die Stege 6; 13 bei größeren Belastungen in die Spongiosa des Kieferknochens minimal einfedern,
wodurch sich im Übergangsbereich 7 eine elastische Knochendeformierung ausbildet. Durch die glatte Schaftausbildung im Kopfbereich 7a werden für den Fall des minimalen Einfederns des Kieferimplantates Bindegewebereizungen und -entzündungen ausgeschlossen und ein dauerhaft sicherer und komplikationsfreier fester Sitz des Fußteiles 2 in der Kompakta des Oberoder Unterkiefers gewährleistet.
Der Fußteil 2 des Kieferimplantats nach Fig. 1 bis 6 weist ferner Aussparungen 10; 11; 15; 19, 20; 21; 22; 23 und 24 auf, die in der Weise angeordnet sind, daß mit Ausnahme auf den Randbereich der Stege 6 und 13 stegartige Fußabschnitte 14; 16; 17 und 18 entstehen. Nach dem Einsetzen des Kieferimplantats in das Implantatbett sind die Randbereiche der Stege 6 und 13 und die stegartigen Fußabschnitte 14; 16; 17 und 18 weitgehend in der Kompakta des Ober- und/oder Unterkiefers positioniert und sichern auf diese Weise einen festen Sitz des Kieferimplantats im Kieferknochen. Der Einheilungsprozeß des eingesetzten Kieferimplantats und die Blutversorgung des kieferkammnahen Knochenabschnittes werden ferner durch die Aussparungen 10; 11; 15; 19, 20; 21; 22; 23 und 24 erleichtert und unterstützt.
Für eine äußerst stabile hoch belastbare Implantatkonstruktion kann das Implantat mit untereinander angeordneten und voneinander beabstandeten Fußteilen 2 ausgestattet sein, die über Stege und einen weiteren, zusätzlichen Schaft miteinander verbunden sind nicht dargestellt. Der Abstand zwischen den Fußteilen sollte hierbei größer als 3 mm sein, um das Einwachsen des Implantats in den Kieferknochen zu erleichtern und zu unterstützen, während die Stege vorzugsweise unter einem Winkel &agr; gegeneinander versetzt angeordnet werden.
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Wie bereits vorstehend beschrieben, werden die erfindungsgemäßen Implantate vorzugsweise aus Titan Grade 1 oder Grade 2 nach ISO 5832, Teil 2 hergestellt.
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IHD 132
| 1 | Schaft |
| 2 | Fußteil |
| 3 | Gewinde |
| 4 | Rundung |
| 5 | Radius |
| 6 | Steg |
| 7 | Übergangsbereich |
| 7a | Kopfbereich |
| 8 | Oberflächenvergrößerung |
| 9 | Fußteilschwerpunkt |
| 10 | Aussparung |
| 11 | Aussparung |
| 12 | - |
| 13 | Steg |
| 14 | Fußabschnitt |
| 15 | Aussparung |
| 16 | Fußabschnitt |
| 17 | Fußabschnitt |
| 18 | Fußabschnitt |
| 19 | Aussparung |
| 20 | Aussparung |
| 21 | Aussparung |
| 22 | Aussparung |
| 23 | Aussparung |
| 24 | Aussparung |
| 25 | Aussparung |
Claims (15)
1. Kieferimplantat zur Aufnahme und Befestigung von künstlichen Zähnen oder einer prothetischen Überkonstruktion, bestehend aus einem scheibenförmigen, ringartig ausgebildeten Fußteil (2), der basal in den Ober- oder Unterkiefer eingesetzt wird, und einem orthogonal zum Fußteil (2) ausgerichteten Schaft (1), der endseitig ein Abutment oder ein Gewinde (3) zur Befestigung eines Abutments trägt, wobei der Schaft (1) über einen Steg (6) mit dem Fußteil (2) zu einem einstückig ausgebildeten, basalosseointegrierbaren Kieferimplantat verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der kraftübertragende Fußteil (2) eine quadratische Grundform besitzt und eine Seite der Grundform eine Rundung (4) aufweist und einen stegartigen, halbkreisförmigen Fußabschnitt (14) bildet, während die Ecken der gegenüberliegenden Seite durch Radien (5) abgerundet sind und die verbleibenden Seiten der quadratischen Grundform durch Aussparungen (10; 11; 15; 19; 20; 21; 22; 23; 24) ebenfalls stegartige Fußabschnitte (16; 17; 18) bilden.
2. Kieferimplantat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der den Schaft (1) mit dem Fußteil (2) verbindende Steg (6) zweiseitig ausgebildet und in der horizontalen Implantatachse positioniert ist.
3. Kieferimplantat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der den Schaft (1) mit dem Fußteil (2) verbindende Steg (6) zweiseitig ausgebildet und in der senkrechten Implantatachse positioniert ist.
4. Kieferimplantat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (6) kreuzartig angeordnet ist.
5. Kieferimplantat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (1) über einen einseitig ausgebildeten, an die Innenwand des durch die Rundung (4) entstandenen, halbkreisförmigen Fußabschnittes (14) angelenkten Steg (13) mit dem Fußteil (2) verbunden ist.
6. Kieferimplantat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Verbindung zwischen Schaft (1) und Fußteil (2) einseitig ausgebildete Stege (13) dienen, die zueinander versetzt angeordnet sind.
7. Kieferimplantat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Implantat zwei übereinander angeordnete und voneinander beabstandete kraftübertragende Fußteile (2) besitzt.
8. Kieferimplantat nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den übereinander angeordneten Fußteilen (2) größer als 3 mm ist.
9. Kieferimplantat nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußteil (2), die Stege (6; 13) und wahlweise der Übergangsbereich (7) des Schaftes (1) zu den Stegen (6; 13) eine an sich bekannte Oberflächenvergrößerung (8) aufweist, während der Schaft (1) im Kopfbereich (7a), eine glatte, nicht strukturierte Oberfläche besitzt.
10. Kieferimplantat nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis zwischen der Höhe des Schaftes (1) und der Höhe des ersten Fußteiles (2) 16 bis 1 : 30 beträgt und mindestens die Hälfte der Höhe des Schaftes (1) bis zum Außengewinde (3) keine Oberflächenvergrößerung (8) und eine glatte Oberflächenbeschaffenheit aufweist.
11. Kieferimplantat nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen der Fußteile (2), der Stege (6; 13) und des Übergangsbereiches (7a) durch Strahl-, Ätz- oder kombinierte Strahl-/Ätzverfahren etc. vergrößert sind.
12. Kieferimplantat nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß es kopfseitig mit einem einstückig im Schaft ausgebildeten Abutment abschließt, wobei das Abutment ein Innengewinde besitzt und über den Außenmantel des Abutments eine retentive Zementierung oder eine verfugende Abdichtung der aufgesetzten Überkonstruktion vornehmbar ist.
13. Kieferimplantat nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Überkonstruktion durch gleichzeitiges Verschrauben und Zementieren mit dem Implantat fest verbunden ist.
14. Kieferimplantat nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (1) im Bereich des Fußteilschwerpunktes (9) positioniert ist.
15. Kieferimplantat nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Implantat aus Titan Grade 1 oder 2 hergestellt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29917858U DE29917858U1 (de) | 1999-09-30 | 1999-09-30 | Kieferimplantat |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29917858U DE29917858U1 (de) | 1999-09-30 | 1999-09-30 | Kieferimplantat |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29917858U1 true DE29917858U1 (de) | 2001-02-08 |
Family
ID=8080092
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29917858U Expired - Lifetime DE29917858U1 (de) | 1999-09-30 | 1999-09-30 | Kieferimplantat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29917858U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1336388A1 (de) * | 2002-02-14 | 2003-08-20 | Dr. Ihde Dental AG | Dentalimplantat |
| EP2062549A1 (de) | 2007-11-21 | 2009-05-27 | Biomed Est. | Disk-Implantat |
| DE202009009142U1 (de) | 2009-07-07 | 2010-12-16 | Biomed Est. | Diskimplantat |
-
1999
- 1999-09-30 DE DE29917858U patent/DE29917858U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1336388A1 (de) * | 2002-02-14 | 2003-08-20 | Dr. Ihde Dental AG | Dentalimplantat |
| EP2062549A1 (de) | 2007-11-21 | 2009-05-27 | Biomed Est. | Disk-Implantat |
| DE202009009142U1 (de) | 2009-07-07 | 2010-12-16 | Biomed Est. | Diskimplantat |
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