DE2840403A1 - Roentgenbildvorrichtung mit einem steuergitter - Google Patents
Roentgenbildvorrichtung mit einem steuergitterInfo
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Description
Röntgenbildvorrichtung mit einem Steuergitter
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Röntgenbildvorrichtung
und insbesondere auf eine neue elektrostatische Röntgenbildvorrichtung mit einem Steuergitter für einen verbesserten
Bildkontrast.
Eine Vorrichtung zum Aufnehmen eines Röntgenbildes durch elektrostatische Techniken, insbesondere in einer Einrichtung unter
Anwendung eines der Luft aussetzbaren, durch xerographische
Techniken schnell entwickelbaren Aufzeichnungsfilms, ist höchst
erwünscht für Ärzte und andere Röntgentechnologie-Benutzer. Es ist
eine Vorrichtung bekannt, die diese Erfordernisse erfüllt, wie es in dem US-Patent 3 940 620 und in dem US- Patent 4 039 830 offenbart
ist. Das erstgenannte Patent beschreibt eine elektrostatische Röntgenbildaufnahmevorrichtung mit einem gasgefüllten Spalt bzw.
Zwischenraum, der von einem Paar von unter Abstand angeordneten Elektroden umschlossen ist. Eine erste Elektrode hat eine Schicht
aus einem Fluoreszenzmaterial, das beim Aufnehmen von Röntgenquanten Ultraviolett-Photonen emittiert, und eine darüber befindliche
Schicht aus einem der Luft aussetzbaren, ultraviolettempfindlichen,
fotoemittierenden Material. Die verbleibende bzw. andere Elektrode
hat eine hieran angrenzend und in dem gasgefüllten Zwischenraum angeordnete Kunststoffplatte. Das fotoemittierende Material emittiert
Elektronen in Abhängigkeit von einfallenden Ultraviolett-Photonen von der Fluoreszenzmaterialschicht, und die Elektronen werden
in Abhängigkeit von einem elektrischen Feld in dem Zwischenraum über denselben beschleunigt. Die beschleunigten Elektronen
werden in dem gasgefüllten Spalt bzw. Zwischenraum durch einen Lawineneffekt verstärkt und auf der Kunststoffplatte bzw. dem Kunststoff
ilm abgelagert, um ein elektrostatisches Bild zu bilden, das nachfolgend durch xerographische Techniken entwickelt wird.
Das an zweiter Stelle genannte US-Patent beschreibt eine elektrostatische Röntgenbildaufnahmevorrichtung mit einem Paar von
unter Abstand angeordneten Elektroden, zwischen denen sich ein gasgefüllter Zwischenraum befindet. An der zu dem Zwischenraum weisen-
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den Oberfläche einer Elektrode ist eine Schicht aus einem Fluoreszenz-Phosphormaterial
angeordnet, das in Abhängigkeit von einer Röntgenstrahlenerregung Ultraviolett-Photonen emittiert. An die zu
dem Zwischenraum weisenden Oberfläche der anderen Elektrode angrenzend
befindet sich eine Kunststoffplatte bzw. ein Kunststoffilm.
Ein leitendes Gitter ist in dem gasgefüllten Zwischenraum angeordnet und stützt bzw. hält ein fotokathodisches Material auf der zu
der Phosphorschicht an der ersten Elektrode weisenden Gitteroberfläche. Direkt auf das fotokathodische Material auftreffende Röntgenquanten
erzeugen 'schnelle' Elektronen, welche allgemein von
der Kunststoffplatte weg gerichtet werden, während 'langsame1 Elektronen,
die in dem fotokathodischen Material in Abhängigkeit von
in der Phosphorschicht erzeugten Ultraviolett-Photonen^emittiert und dazu veranlaßt werden, durch die Zwischenräume des Gitters zu
gelangen, und zwar durch ein elektrisches Feld, das in dem Zwischenraum zwischen den Elektroden erzeugt wird. Diese Elektronen
werden in dem Zwischenraum beschleunigt und verstärkt, bevor sie auf der Kunststoffplatte abgelagert werden, um später durch xerographische
Techniken entwickelt zu werden. x/erzeugt werden,
Bei den Vorrichtungen beider genannter US-Patente hängt der Lawinenverstärkungsgrad in dem gasgefüllten Zwischenraum von
der Natur des den Spalt ausfüllenden Gases und von der Amplitude des Feldes über dem Spalt und somit von dem elektrischen Feld in
dem gasgefüllten Zwischenraum ab. Das Ansammeln der Ladungen an der dielektrischen Ladungsaufnahmeschicht führt zu einer Verminderung
des elektrischen Feldes in dem gasgefüllten Zwischenraum. Ein abnehmendes Feld in dem Spalt erzeugt eine verminderte Lawinenverstärkung
und führt zu einer Ablagerung abnehmender Ladungsmengen in dem Ladungsbild, wodurch sich ein relativ schlechter Bildkontrast
ergibt. Es ist erwünscht, eine verbesserte Vorrichtung der genannten Typen zu schaffen, die sicherstellt, daß eine im wesentlichen
konstante Lawinenverstärkung während des gesamten Bilderzeugungsintervalls auftritt, wodurch der Kontrast des auf der
Kunststoffplatte bzw. dem Kunststoffilm abgelagerten Ladungsbildes
verbessert wird.
Erfindungsgemäß enthält eine elektrostatische Röntgenbildaufnahmevorrichtung
des Typs, der zwei unter Abstand angeordnete Elektroden mit einem dazwischen befindlichen gasgefüllten
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und an diese Zwischenraum hat, wohei an einender Elektroden/angrenzend Mittel
vorhanden sind, die differentiell absorbierte Röntgenstrahlen empfangen,
um differentielle Fotoelektronenmuster abzugeben, und wobei an eine verbleibende bzw. weitere Elektrode angrenzend eine
Kunststoffplatte bzw. ein Kunststoffilm zum Aufnehmen der Fotoelektronen
nach der Lawinenverstärkung in dem gasgefüllten Raum zwischen den Elektroden angeordnet ist, ein unbeschichtetes Metallgitter,
das zwischen der Kunststoffplatte und den Elementen der die Röntgenstrahlen aufnehmenden Elektrode sowie hieran angrenzend
angeordnet ist. Das elektrische Feld, dem der Hauptteil der Verstärkung zuzuschreiben ist, hat eine im wesentlichen konstante
Größe, wodurch eine im wesentlichen konstante Lawinenverstärkung sowie Ladungsablagerung auftreten und ein Ladungsbild mit relativ
großem Kontrast auf der Kunststoffplatte abgelagert wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird ein Nickelgitter
mit einer Strangdicke von größer als etwa 15 Ai"/penutzt, um
die Deformierung des Gitters in Abhängigkeit von Kräften zu vermindern, die aufgrund des umgebenden elektrischen Feldes auf das
Gitter einwirken.
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen detailliert beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 - in einer geschnittenen Seitenansicht eine verbesserte elektrostatische Rontgenbildaufnahmevorrichtung mit
einem Steuergitter nach der vorliegenden Erfindung und Figur 2 - das Steuergitter in einer geschnittenen Seitenansicht,
wobei die in Abhängigkeit von dem umgebenden elektrischen Feld auftretende Deformierung des Gitters dargestellt
ist.
Gemäß Figur 1 empfängt eine verbesserte elektrostatische Röntgenaufnahmevorrichtung 1o eine Vielzahl von Röntgenstrahlen
von einer ein zu analysierendes Objekt 12 bestrahlenden Röntgenstrahlenquelle (aus Vereinfachungsgründen nicht dargestellt). Die
Röntgenstrahlen, die für medizinische Diagnosezwecke in typischer Weise Energien im Bereich von 60 KeV haben, werden in dem Objekt
12 entsprechend der Dichte und der jeweiligen Pfadlänge unterschiedlich
absorbiert.
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Somit unterliegen die außerhalb der Grenzen des Objekts verlaufenden Röntgenstrahlen 11a im wesentlichen keiner Absorption,
während die durch einen relativ dünnen Abschnitt 12a des Objekts gelangenden Röntgenstrahlen 11b in einem kleineren Ausmaß absorbiert
werden als die durch einen relativ dicken Abschnitt 12b des
Objekts gelangenden Röntgenstrahlen 11c.
Die unterschiedlich absorbierten Röntgenstrahlen werden an einer ersten Elektrode 15 empfangen, die ein Blatt bzw. eine
Tafel 15 aus einem leitenden Material hat, wie aus einem Leichtmetall,
beispielsweise Aluminium und dergleichen, und die eine Schicht 17 abstützt, wie aus Phosphor und dergleichen, wobei sich
diese Schicht 17 dadurch auszeichnet, daß in Abhängigkeit von einer Absorption von Röntgenstrahlenphotonen eine Emission von
Fotoelektronen 18 auftritt. Es ist festzustellen, daß die Schicht 17 eine einzelne Schicht aus einem Material sein kann, das direkt
Röntgenstrahlen in Fotoelektronen umsetzt; auch kann die Schicht 17 eine erste Schicht aus einem Phosphor zum Umsetzen von Röntgenstrahlen
in Ultraviolett-Photonen aufweisen, wobei die erste Schicht von einer zweiten Schicht (an der von der leitenden Platte
16 abgelegenen Seite) aus einem Material überlagert ist, welches
die Ultraviolett-Photonen in Fotoelektronen umsetzt, wie es in dem
zuvor genannten US-Patent 3 940 620 offenbart ist, auf das hiermit Bezug genommen wird; oder es kann sich um eine Schicht aus einem
Fluoreszenz-Phosphormaterial handeln, das in Abhängigkeit von einer Röntgenstrahlen-Erregung Ultraviolett-Photonen emittiert,
wobei unter Abstand hieran angrenzend ein Fotokathoden-Fotoelektron-Diskriminatormittel
auf Gitterbasis vorhanden ist, wie es in dem zuvor erwähnten US-Patent 4 0 39 830 offenbart ist, und zwar
zum Unterscheiden gegenüber 'schnellen' Elektronen, wobei relativ 'langsame' Elektronen von der ersten Elektrode 15 in der Pfeilrichtung
A injiziert werden können. Es ist ferner festzustellen, daß die Schicht 17 eine relativ ebene, planare Schicht (wie dargestellt)
oder eine strukturierte fotokathodische (photocathodic) Schicht sein kann, wie es in der deutschen Patentanmeldung
P 28 15 321.1 bzw. in der US-Patentanmeldung Ser. No. 759 426 (vom 14. Januar 1977) offenbart ist, worauf hiermit Bezug genommen
wird.
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Eine zweite Elektrode 2o wird durch nicht dargestellte Mittel in einer Abstandsbeziehung von der ersten Elektrode 15 gehalten,
um zwischen den ersten sowie zweiten Elektroden einen Spalt bzw. Zwischenraum 22 zu bilden. Die zweite Elektrode 2o
weist ein anderes leitendes Blatt bzw. eine Platte 24 auf, wobei ein Blatt bzw. eine Platte aus Kunststoffmaterial, wie aus einem
Material mit der Handelsbezeichnung Mylar und dergleichen, an der Oberfläche der Platte 24 anliegt, die zu der ersten Elektrode 15
weist. In vorteilhafter Weise ist eine Schicht 26 aus einer Flüssigkeit, wie Dodecan, zwischen der Platte 24 und der Kunststoffplatte
25 abgelagert, um dazwischen eine gleichmäßige Bindung vorzusehen, damit das Erzeugen eines relativ fehlerfreien Ladungsbildes
auf der Kunststoffplatte 25 erleichert wird, wobei die Bildreduktion
nachfolgend erläutert wird. Alternativ kann die Kunststoffplatte oder der Film 25 durch ein positives Koronamittel 28 geladen
werden, um eine gleichmäßige Bindung mit der planaren leitenden Platte 24 zu erreichen, wodurch die Flüssigkeitsschicht 26
vermieden wird.
Der Zwischenraum 22 ist mit einem verstärkenden Gas gefüllt, wie mit unter atmosphärischem Druck stehender Luft (wodurch
es nicht erforderlich ist, daß ein Differenzluftdruck-Deckenmittel
bzw. -Abschirmungsmittel das Volumen zwischen der ersten Elektrode
15 und der zweiten Elektrode 2o umschließt) oder mit einer Argon-CH.
Mischung und dergleichen, wobei diese Gase eine Gasdiffusionsabdichtung
(nicht dargestellt) erforderlich machen.
Erfindungsgemäß ist ein aus einem leitenden feinen Gitter
32 bestehendes Steuerungsmittel 3o in dem Zwischenraum 22 angeordnet, und zwar unter einem Abstand D- von der leitenden Platte
16 der ersten Elektrode 15 und unter einem Abstand D„ von der leitenden
Platte 24 der zweiten Elektrode 2o. Das Gitter 32 hat eine Dicke t in der Größenordnung von 15 u/nund ist in einer zur Zeit
bevorzugten Ausführungsform aus einem Nickelmaterial-Gitter mit etwa 19,7 Gitter- bzw. Maschenlinien pro linearer Millimeterdistanz
(500 Maschenlinien pro linearer Zolldistanz) hergestellt. Ein Stützglied 35 aus einem leitenden Material ist mit einer
Durchgangsöffnung 36 versehen, deren Größe und Form dem erwünschten Bildbereich entspricht; in der zur Zeit bevorzugten Ausfüh-
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rungsform ist die Öffnung 36 kreisförmig, und das Stützglied 35
ist ein Ring aus leitendem Material. Das Gitter 32 ist unter Spannung an dem Öffnungsumfang befestigt. Der Steuergitteraufbau 3o
ist fest angeordnet, und das Gitter 32 wird parallel zu beiden Elektroden 15 sowie 2o und unter entsprechenden Abständen D.. und
D2 hiervon gehalten.
Eine erste Quelle 38 mit einem elektrischen Potential V^ ist zwischen die leitende Platte 16 der ersten Elektrode 15 und
die leitende Abstützung 3 5 des Steuergitteraufbaues geschaltet. Der positive Anschluß der Spannungsquelle 38 ist mit dem Steuergitteraufbau
verbunden, um zu veranlassen, daß ein erstes elektrisches Feld mit der Größe E.. zwischen dem Steuergitter und der
leitenden Platte 16 der ersten Elektrode in der Richtung des Pfeiles E. erzeugt wird. Eine zweite Quelle 39 mit einem elektrischen
Potential der Größe V2 ist zwischen den Steuergitteraufbau 3o und
die leitende Platte 24 der zweiten Elektrode geschaltet, wobei der positive Anschluß der Quelle 39 mit der zweiten Elektrode verbunden
ist, um ein zweites elektrisches Feld der Größe E2 zwischen
der leitenden Platte 24 der zweiten Elektrode und dem Gitter 32 in der Richtung des Pfeils E2 zu erzeugen.
Im Betrieb liegen die Spannungen V.. und V2 zwischen der
ersten Elektrode 15 (Kathode) sowie dem Gitteraufbau 3o und zwischen dem letzteren sowie der zweiten Elektrode 2o (Anode) während
einer Röntgenbestrahlung eines Objekts 12. Die differentiell bzw.
unterschiedlich absorbierten Röntgenstrahlen 11 erzeugen eine anteilige
Emission von Fotoelektronen 18. Somit erzeugen die Röntgenstrahlen-Photonen 11a, die im wesentlichen keiner Absorption
durch das Objekt 12 unterworfen wurden, eine relativ große Anzahl von Fotoelektronen 18a, während die Röntgenstrahlen-Photonen 11b,
die während des Hindurchtretens durch den Abschnitt 12a des Objekts einem gewissen Dämpfungsgrad unterworfen wurden, eine Emission
einer kleineren Anzahl von Fotoelektronen 18b begründen. Die
Röntgenstrahlen-Photonen 11c, die gemäß Annahme durch den relativ
dicken Abschnitt 12b des Objekts vollständig gedämpft wurden, begründen
keina Emission von irgendwelchen Fotoelektronen. Die Fotoelektronen
18 werden durch das erste elektrische Feld E1 über den
GasZwischenraum in Richtung zum Gitter 32 beschleunigt, wobei sie
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einer Lawinenverstärkung in dem Gas unterworfen sind. Da die Dicke
(oder der Durchmesser) eines jeden Gitterstrangs (etwa 1 5 u) sehr
viel kleiner als der Abstand zwischen angrenzenden Strängen (etwa o,o51 mm bzw. 1/5oo Zoll) ist, gelangt ein Teil des durch die Wechselwirkung
mit dem ersten elektrischen Feld E., verstärkten Elektronenstroms
durch die Zwischenräume des Gitters 32 zur zweiten Elektrode 2o, und es wird ein Ladungsbild des Objekts 12 auf der
isolierenden Kunststoffplatte 25 für eine nachfolgende Entwicklung
durch bekannte xerographische Techniken abgelagert bzw. ausgebildet. Die Größe des von der Röntgenstrahlenaufnähme abhängigen Fotoelektronenstroms
ist eine Funktion des auf die Fotoelektronen einwirkenden Feldes. Die Größe V~ der Spannungsquelle 39 und somit
die Größe E2 des Feldes zwischen der zweiten Elektrode 2o sowie dem Gitter 32 werden entsprechend gewählt, um einen Betrieb in dem
sogenannten 'Plateau' Bereich der Kurve zu begründen, die die Abhängigkeit
zwischen dem Röntgenstrahlen-Fotostrom und dem elektrischen Feld wiedergibt. Wenn somit die Spannung V2 nahe dem oberen
Ende des Plateau-Bereiches gewählt wird, werden die durch das Gitter gelangenden Fotoelektronen zur zweiten Elektrode 2o weiter
bzw. stärker beschleunigt, und sie unterliegen einer zusätzlichen Verstärkung in dem gasgefüllten Zwischenraum vor dem Ablagern bzw.
Auftreffen auf der isolierenden Platte 25. Wenn die Größe der auf
der Platte 25 abgelagerten negativen Ladung ansteigt, fällt die Größe des Potentials zwischen der zweiten Elektrode 2o sowie dem
Gitter 32, wobei eine proportionale Abnahme bezüglich der Größe des Beschleunigungsfeldes E2 auftritt. Die kleinere Größe des
zweiten elektrischen Feldes E„ erzeugt jedoch eine relativ kleine
Änderung des röntgenstrahleninduzierten Fotoelektronenstroms, da der Lawinenverstärkungsvorgang in dem Zwischenraum zwischen dem
Gitter 32 und der zweiten Elektrode 2o noch in dem 'Plateau' Bereich
der Kurve stattfindet, wodurch der Fotoelektronenstrom im wesentlichen konstant gehalten wird, obwohl die ansteigenden Werte
der negativen Ladung an der Platte 25 die Größe des zweiten elektrischen Feldes E2 reduzieren. Somit wird eine nahezu konstante
Leistungsfähigkeit der Ladungsansammlung an der isolierenden Platte
25 erreicht, und zwar unabhängig von der zwischen der zweiten Elektrode sowie dem Gitter auftretenden Feldreduzierung infolge
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der Ladungsansaramlung an dem isolierenden Schaummaterial während
der Röntgenbestrahlung.
Gemäß Figur 2 wirkt ein relativ starkes resultierendes elektrisches Feld E (gleich E1 - E2) auf die feinen Stränge des
Gitters 32 ein, um eine Kraft W pro Einheitsfläche in der Richtung
Z zu der ersten Elektode 15 zu erzeugen. Diese Kraft neigt zum Deformieren
des Gitters und zum Begründen einer Veränderung des Lawinenverstärkungsgrades in dem Gaszwischenraum mit der Distanz D.
zwischen der ersten Elektrode 15 und dem Gitter. Somit wird eine Kraft W = (1/2)K fcQ |eI 2 erzeugt, wobei K die dielektrische Konstante
des Zwischenraums, £Q die Dielektrizitätskonstante von
Vakuum und E das resultierende elektrische Feld (E1 - E2) sind.
Die unter einem radialen Abstand r von dem Zentrum des kreisrunden Gitters mit dem Radius R auftretende Verlagerung ζ(r) eines Gitterstrangs
in der Richtung Z ergibt sich durctv die Gleichung:
z(r) = (c/W) (cosMWR/cJ-coshiWr/c) )
Hierbei ist c in Krafteinheiten pro Längeneinheit angegeben und
durch
T(r) = c cosh(Wr/c) = c/cos6
definiert. Hierbei ist T(r) die Zugkraft (tension) an einem Gitterstrang
an einer Position r, und θ ist der Winkel zwischen dem Zugkraftvektor (der tangential zur Deformierungskurve des Gitters
am Strang bzw. an der Position r ist) und der Ebene des nicht deformierten Gitters, welche parallel zu den ebenen Elektroden 15
und 2o verläuft. Somit unterliegen die Stränge des Gitters 32 einer zunehmenden Deformierung von ihrer erwünschten planaren Position
zu der ersten Elektrode 15 bei einer Annäherung an das Zentrum des Gitters; die effektive Distanz zwischen dem Gitter und
der zuweisenden Oberfläche der leitenden Platte 16 wird somit verändert, und es erfolgt eine Veränderung des Lawinenverstärkungsgrades
in dem Gaszwischenraum zwischen dem Gitter sowie der ersten Elektrode.
In einer zur Zeit bevorzugten Ausführungsform, bei der
ein gespanntes Nickelgitter 32 benutzt wird, ist der mit einer vernachlässigbaren Gitterdeformierung und -längung erreichbare
Wert von c durch die Gleichung
c = (O, DYtP
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gegeben, wobei Y der Young-Modul/für das Gittermaterial und P der Prozentsatz der Durchlässigkeit des Gitters sind. Bei Verwendung
eines Nickelgitters mit 59 Linien pro mm (1500 Linien pro Zoll), mit einem Wert P = 0,64 sowie t = 3,75 μιτιηηά einem Young-Modul
Y = 2,1 χ 106 N/cm2 (2,1 χ 1012 Dyn/cm2), ferner mit einem luftgefüllten
Zwischenraum 22 mit K= 1,0 und mit Spannungsquellen sowie 39 einer entsprechenden Größe zum Erreichen eines resultie-
4 renden elektrischen Feldes (an dem Gitter) mit E= 1,6 χ 10 Volt
pro cm wurde festgestellt, daß die maximale Deformierungsdistanz ζ(0) am Zentrum des kreisförmigen Gitters etwa 1,8 pttfür ein Gitter
mit einem Radius von 127 mm (5 Zoll) beträgt, während eine Deformierungsdistanz
von etwa 18,6 pnfür ein Gitter mit einem Radius
R von etwa 4o6,4 mm (16 Zoll) auftritt. Bei der vorliegenden bevorzugten
Ausführungsform hat das Nickelgitter eine Strangdicke
von größer als 15 ^u, und diese Dicke ist ausreichend, um die maximale
Deformierungsverlagerung auf einen vernachlässigbaren Wert zu reduzieren. Es ist festzustellen, daß bei einem aus einem anderen
Material hergestellten Gitter 32 die für eine vernachlässigbare maximale Deformierungsverlagerung erforderliche Strangdicke wegen
des abweichenden Wertes des Young-Moduls für dieses Material unterschiedlich
ist, wobei die erforderliche Strangdicke durch Berücksichtigung der obigen Analyse festgestellt werden kann. Es ist
ferner darauf hinzuweisen, daß zwar bei einer zur Zeit bevorzugten Ausführungsform entsprechende Abstände bzw. Distanzen D1 und D2
von 1,0 mm und 0,5 mm bevorzugt sind, daß jedoch auch andere Distanzen
benutzt werden können. Es ist auch festzustellen, daß der Gitteraufbau 3o oder die zweite leitende Elektrodenplatte 24 auf
Massepotential betrieben werden können, wie es durch die hiermit verbundenen elektrischen Massepotentiale 4oa und 4ob (gestrichelt
dargestellt) gezeigt ist. Oder es können der Steuergitteraufbau und die leitende Platte der zweiten Elektrode unter Wegfall der
zweiten Spannungsquelle 39 beide mit elektrischem Massepotential verbunden werden, insbesondere wenn die Kunststoffplatte 25 durch
positive Koronamittel gleichförmig gegenüber, der leitenden Platte
24 der zweiten Elektrode abgegrenzt ist, wobei die positive Ladung an der Platte ein zweites elektrisches Feld liefert, das eine
für einen passenden Betrieb der Vorrichtung ausreichende Größe hat. *(ELektrizitätsmodul)
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Leerseite
Claims (10)
- Patentansprüche.J Elektrostatische Röntgenbildvorrichtung mit einer gasgefüllten Kammer, die durch eine differentiell absorbierte Röntgenstrahlung aufnehmende Fotokathode und eine unter Abstand hiervon angeordnete Ladungsaufnahme-Plattenanode begrenzt ist, gekennzeichnet durch ein in dem gasgefüllten Zwischenraum (22) zwischen der Fotokathode (15) und der Anode (2o) angeordnetes
Steuergitter (32), durch Mittel (38) zum Halten des Steuergitters (32) auf einem positiven Potential in bezug auf die Fotokathode (15), um eine Lawinenverstärkung von Fotoelektronen
(18) zu erleichtern, die von der Fotokathode (15) durch den
gasgefüllten Zwischenraum (22) zu dem Steuergitter (32) gelangen, und durch Mittel (39) zum Halten der Ladungsaufnahme-Plattenanode (2o) auf einem Potential in bezug auf das Steuergitter (32), um einen Betrieb in dem Plateau-Bereich einer
Röntgenstrahlenfotostrom-Spannungs-Kurve der Vorrichtung zu
erleichtern. - 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Steuergitter (32) eine Dicke hat, die ausreicht, um ein Deformieren in Abhängigkeit von Kräften im wesentlichen zu eliminieren, die infolge des umgebenden elektrischen Feldes (E1, E2)
auf das Gitter (32) einwirken.909813/0945ORIGINAL INSPECTED - 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitter (32) aus Nickel hergestellt ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stränge des Nickelgitters (32) eine Dicke von größer als etwa 1 5 ppr,haben.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergitter (32) etwa 19,7 Gitterstränge pro linearer Millimeterdistanz hat (500 pro linearer Zolldistanz).
- 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1-5, ferner gekennzeichnet durch die Peripherie des Steuergitters (32) abstützende Mittel (35) zum Halten des Steuergitters (32) unter Spannung.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütz- bzw. Haltemittel (35) ein aus leitendem Material hergestelltes Stützglied sind und eine hindurchgeführte Öffnung (36) zum Aufnehmen des Gitters (32) haben.
- 8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergitter (32) etwa zweimal so weit von der Fotokathode (15) wie von der Anode (2o) entfernt ist.
- 9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergitter (32) von der Fotokathode (15) eine Distanz von etwa 1 mm hat.
- 10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergitter (32) von der Anode (2o) eine Distanz von etwa ο,5 mm hat.909813/0945
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