DE2551793C2 - Indirekt gesteuerte Vermittlungsanlage, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlage, und Verfahren zu deren Betrieb - Google Patents

Indirekt gesteuerte Vermittlungsanlage, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlage, und Verfahren zu deren Betrieb

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DE2551793C2
DE2551793C2 DE19752551793 DE2551793A DE2551793C2 DE 2551793 C2 DE2551793 C2 DE 2551793C2 DE 19752551793 DE19752551793 DE 19752551793 DE 2551793 A DE2551793 A DE 2551793A DE 2551793 C2 DE2551793 C2 DE 2551793C2
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Jürgen 8031 Puchheim; Trainer Carl DipL-Ing 8031 Argelsried; Weber Anton DipLIng 8000 München Storm
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements
    • H04Q3/58Arrangements providing connection between main exchange and sub-exchange or satellite
    • H04Q3/62Arrangements providing connection between main exchange and sub-exchange or satellite for connecting to private branch exchanges
    • H04Q3/625Arrangements in the private branch exchange
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements
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    • H04Q3/54Circuit arrangements for indirect selecting controlled by common circuits, e.g. register controller, marker in which the logic circuitry controlling the exchange is centralised

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Description

Moderne indirekt gesteuerte Vermittlungsanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, haben jeweils mindestens ein zentrales Steuerwerk, das für die Steuerung dtr Anlage maßgebend ist. An die Arbeitsweise von solchen Steuerwerken in Vermittlungsanlagen werden bekanntlich besonders hohe Anforderungen gestellt. Diese Steuerwerke haben für die Abwicklung des Vermittlungsbetriebe;» zu sorgen. Hierbei handelt es sich um einen Echt-Zeit-Betrieb, da in der Regel anfallende Verbindungsanforderungen ohne merkliche Wartezeiten für den Anforderer abzuwickeln sind. Deshalb sind insbesondere Zeitverluste beim Zusammenarbeiten eines solchen Steuerwerks mit anderen Einrichtungen und vor allem bei der Zusammenarbeit zwischen Teilen eines solchen Steuerwerks selber zu vermeiden. Ein derartiges Steuerwerk hat auch Vorgänge ohne Zeitzwang abzuwickeln, z. B. Routineprüfungen. Solche Vorgänge werden bevorzugt in Pausen des Vermittlungsbetriebes abgewickelt Da solche Pausen zeitlich begrenzt sind, ist es auch vorteilhaft, Routineprüfungen recht schnell abzuwikkeln. Es werden also an Steuerwerke für Vermittlungsanlagen besonders hohe Anforderungen gestellt Hierdurch ist Anlaß gegeben, den Aufbau und die Arbeitsweise dieser Steuerwerke besonders günstig zu gestalten.
Die in Frage kommenden Steuerwerke haben jeweils ein Programmleitwerk mit Registern. Bei ihrem Betrieb sind Operanden, Befehlsadressen und sonstige Daten bei der Abwicklung von Programmbefehlen zwischenzuspeichern, damit sie noch bei der Abwicklung späterer Programmbefehle ausnutzbar sind isiehe z. B. Elektmni-
sehe Rechenanlagen, 1959, Seiten 176 bis 182). Hierfür sind bereits verschiedene Methoden bekannt. So ist es bereits bekannt, die zwischenzuspeichernden Daten zunächst in einem Speicher mit schnellem Zugriff und, wenn dessen Speicherkapazität erschöpft ist, dann in einem weiteren Speicher mit demgegenüber langsameren Zugriff zwischenzuspeichern (siehe l. B. Dt-OS 14 99 224,24 48 690). Es ist auch darüber hinaus bekannt, Adressen vr>n Daten, die in diesem Zusammenhang später wieder schnell verfügbar sein sollen, in einem zum Programmleitwerk selber gehörenden Speicher zwischenzuspeichern (siehe INTEL: MCS-4, Mikro Computer Set, Users Manual, März 1972, insbesondere Seite 12). Hierbei ergibt sich zwar ein besonders schneller Zugriff zu solchen Adressen, es hat sich jedoch noch das Auslesen der zugehörigen Daten aus einem weiteren Speicher anzuschließen.
Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, einen Weg zu zeigen, wie zwei Gruppen von Speicherplätzen in besonders zweckmäßigerweise Weise auszunutzen sind, zu denen in der ersten Gruppe schneller Zugriff und in der zweiten Gruppe einem Vergleich dazu langsamerer Zugriff vorhanden ist. Damit ergibt sich dann auch ein besonders schneller und damit vorteilhafter Betrieb eines in Frage kommenden Steuerwerks. Es wird sich zeigen, daß dieser Betrieb besonders zeitsparend ist. Bei der Erfindung wird von einer indirekt gesteuerten Vermittlungsanlage, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlage, ausgegangen, die mindestens ein zentrales Steuerwerk hat, das ein Programmleitwerk mit Registern hat, bei dessen Betrieb Operanden, Befehlsadressen und sonstige Daten bei der Abwicklung von Programmbefehlen zwischenzuspeichern sind, damit sie noch bei der Abwicklung späterer Programmbefehle ausnutzbar sind, wofür zwei Gruppen von Speicherplätzen bereitstehen, zu denen in der ersten Gruppe ein schneller Zugriff und in der zweiten Gruppe ein im Vergleich dazu langsamerer Zugriff vorhanden ist, und wofür jeweils zunächst die Speicherplätze der ersten Gruppe benutzt werden. Diese Vermittlungsanlage ist dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherplätze der zweiten Gruppe als Überlaufgruppe in folgender Weise in Anspruch genommen werden.
a) Die Daten desjenigen Speicherplatzes der ersten Gruppe, der jeweils in der Reihenfolge der Inanspruchnahme am weitesten zurückliegt, werden in den jeweils obersten freien Speicherplatz der Überlaufgruppe übertragen;
b) der beim Übertragen freigewordene Speicherplatz der ersten Gruppe wird zur Aufnahme von gerade zwischenzuspeichernden Daten benutzt;
c) jeweils nach der Freigabe aller Speicherplätze der ersten Gruppe beim Rückkehren in der Programmreihenfolge, nach der diese Speicherplätze für die betreffenden zwischengespeicherten Daten nicht mehr benötigt werden, werden die zuletzt in einen Speicherplatz der Überlaufgruppen übertragenen Daten in einen freigewordenen Speicherplatz der ersten Gruppe übertragen, wenn sie beim Rückkehren in der Programmreihenfolge benötigt werden.
Wenn in dieser Weise die Uberlaufgruppe von Speicherplätzen ausgenutzt wird, ergibt sich vorteilhafterweise, daß in den Speicherplätzen der ersten Gruppe jeweils die Daten enthalten sind, die in den letzten Fällen zwischengespeichert wurden. Diese Daten stehen daher über den schnellen Zugriff zur Verfügung, wenn sie wieder benötigt werden. Es ist damit zu rechnen, daß bei Rückgriff auf zwischengespeicherte Daten zunächst die zuletzt zwischengespeicherten benötigt werden. Die Inanspruchnahme der Speicherplätze der Überlaufgruppe in der beschriebenen Weise hai also den Vorteil, daß bei der Inanspruchnahme von zwischengespeicherten Daten nur selten damit zu rechnen ist, unmittelbar auf den langsamen Zugriff zu den Speicherplätzen der Überlaufgmppe angewiesen zu sein. Es ist also die Wahrscheinlichkeit groß, jeweils nur mit den Speicherplätzen der Gruppe mit schnellem
ίο Zugriff arbeiten zu können. Damit werden vorteilhafterweise Zeitverluste vermieden. Wenn das Programmleitwerk aus Halbleitern aufgebaut ist, kann es sich einschließlich der Speicherplätze der ersten Gruppe in demselben in Halbleitertechnik integrierten Baustein befinden. In diesem Fall wickeln sich die mit der Zwischenspeicherung zusammenhängenden Vorgänge weitgehend sogar im selben Baustein ab, weshalb sie besonders schnell ablaufen. Ein Speicherplatz wird in der ersten Gruppe durch Übertragung seiner Daten erst freigemacht, wenn die Gruppe voll ausgenutzt ist. Bei der Rückkehr in der Programmreihenfolge befinden sich in der Regel die benötigten Daten noch in dieser Gruppe.
Bei den zwischenzuspeichernden Daten kann es sich
2s um solche Daten handeln, die bei einer Programmunterbrechung durch Wechsel auf ein Programm mit höherer Priorität vorliegen, wie er insbesondere bei Echt-Zeit-Betrieb auftritt (siehe z. B. DT-AS 22 14 240). Es können aber auch fallweise Daten zwischengespeichert werden, die bei einem Sprung in ein Unterprogramm des gerade abzuwickelnden Programmes vorliegen. Vorteilhafterweise kann bei diesen unterschiedlichen Betriebsfällen dieselbe Zwischenspeichertechnik benutzt werden. Weitere Vorteile, die durch die Erfindung erzielbar sind, werden noch später erläutert werden.
Ein Anwendungsbeispiel für die Erfindung wird anhand der F i g. 1 bis 3 näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Vermittlungsanlage mit mehreren Steuerwerken;
Fig.2 zeigt den Aufbau eines zentralen Steuerwerkes mit zwei Gruppen von Speicherplätzen, soweit er für die Erfindung von Belang ist;
F i g. 3 zeigt schematisch, wie Daten zwischen den beiden Gruppen von Speicherplätzen übertragen werden können.
Die in F i g. 1 gezeigte Fernsprechvermittlungsanlage hat einen an sich bekannten Aufbau (s. Siemens: Elektronisches Wählsystem EWSl, Ortsamtstechnik, Einführung und Übersicht, 1972, insbesondere Seiten 6 und 7). Zu dieser Vermittlungsanlage gehört das Koppelnetz KN, an das Teilnehmerstellen TS über Teilnehmerleitungen und Sätze, wie Wahlaufnahmesätze WS, Internsätze /5 und Externsätze ES angeschlossen sind. Das Koppelnetz und die Sätze werden über ein Leitungssystem gesteuert, das mit dem Arbeitsfeldsteuerwerk AST verbunden ist, das seinerseits über ein zentrales Leitungssystem an das Zentralsteuerwerk ZST angeschlossen ist. An das zentrale Leitungssystem ist noch das Datenaustausch- und Übertragungssteuerwerk DTU angeschlossen. Die Externsätze und das Datenaustausch- und Übertragungssteuerwerk DTU sind über die Leitungen VL mit anderen Vermittlungsanlagen oder mit Teilanlagen verbunden. In der Regel sind mehrere Arbeitsfeldsteuerwerke AST vorhanden, was durch ein Vielfachschaltungszeichen angedeutet ist. Das Zentralsteuerwerk, das gezeigte Arbeitsfeldsteuerwerk und das Datenaustausch- und Übertragungssteuerwerk sind Steuerwerke, die in ihrer Arbeitsweise
Rechnern entsprechen. Dementsprechend kann z. B. das Zentralsteuerwerk ZSTin der Weise aufgebaut sein, wie das in F i g. 2 gezeigte Steuerwerk.
Zu dem in F i g. 2 gezeigten Steuerwerk gehören das Programmleitwerk PW, das Informationsverarbeitungswerk IW, der Arbeitsspeicher AS und die schematisch angedeuteten peripheren Einrichtungen AN-EA. Zu diesen peripheren Einrichtungen gehört z. B. eine Ein-ZAusgabe-Einheit, über die Daten von anderen Einrichtungen aufgenommen und zu anderen Einrichtungen abgegeben werden. Außerdem gehört dazu eine Programmunterbrechungseinheit AN, die Anforderungen liefert, die Unterbrechungen des gerade im Steuerwerk abgewickelten Programmes veranlassen. Zum Programmleitwerk gehört der Befehlsspeicher BS, in dem Befehlswörter mit Hilfe eines Befehlszählers aufgerufen werden. Es sind hier die vier Befehlszähler BZl... BZ 4 vorhanden, die jeweils auch Registerfunktionen haben. Die Anfangsstellung eines dieser Befehlszähler wird jeweils vom Befehlsspeicher BS als Teil eines Befehlswortes geliefert. Mit Hilfe eines Befehlszählers aufgerufene Befehlswörter werden daraufhin jeweils Befehlsregistern zugeführt. So werden z. B. der Operationsteil eines Befehlswortes dem Befehlsregister OTl und der Adressenteil eines Befehlswortes dem Befehlsregister ATi zugeführt. Sonstige Teile eines Befehlswortes können zugleich dem Befehlsregister SÄ 11 zugeführt werden. Entsprechende Aufgaben haben die Befehlsregister OT2 ... SRH. In diesen Registern enthaltene Daten werden an das Informationsverarbeitungswerk IW weitergegeben, zum Teil direkt und zum Teil über die beiden Dekoder OD und AD. Der Dekoder ODdekodiert als Operationsdekoder den Operationsteil eines Befehlswortes und der Dekoder AD dekodiert als Adressendekoder den Adressenteil eines Befehlswortes. Ferner sind noch die Register SR 21... SR 24 vorhanden, in denen auch vom Informationsverarbeitungswerk IW gelieferte Zwischenergebnisse fallweise gespeichert werden können. Alle erwähnten Register sind in vier Registersätze eingeteilt. Zum Registersatz RS1 gehören der Befehlsspeicher BZl und die Register OTi, ATi, SR 11 und SÄ 12. In entsprechender Weise sind die übrigen Befehlszähler und Register auf die Registersätze ÄS 2, ÄS 3 und ÄS 4 verteilt. Es kann hier deshalb offensichtlich jeder Registersatz für sich die fallweise zwischenzuspeichernden Daten aufnehmen.
So können z. B. bei einem Sprung oder bei einer Programmunterbrechung im Befehlszähler BZl die Adresse eines Befehlswortes, in den Registern OTl, ATi und SAU jeweils Teile eines Befehlswortes und im Register SÄ 21 erarbeitete Zwischenergebnisse gespeichert werden. Bei der weiteren Abwicklung von Programmbefehlen werden dann der Befehlszähler BZ 2 und die Register OT2, AT2, SÄ 12 und SÄ 22 des Registersatzes ÄS2 benutzt. Bei weiteren Sprüngen und Programmwechseln ohne Rückkehr in das vorherige Programm können dann die Registersätze ÄS 3 und ÄS 4 benutzt werden. Die zwischengespeicherten Daten bleiben dann für die Abwicklung späterer Programmbefehle erhalten und sind für diese jeweils sofort ausnutzbar. Bei dieser Ausnutzung werden die jeweils von einem Registersatz zwischengespeicherten Daten bei Bedarf ausgelesen. Wird z. B. während der Benutzung des Registersatzes ÄS4 in das vorherige Programm zurückgesprungen oder zurückgewechselt, so werden dabei die im Registersatz ÄS 3 zwischengespeicherten Daten ausgelesen und ausgenutzt und es wird für die weitere Abwicklung dieses Programms der Registersatz ÄS 3 benutzt. Der Registersatz ÄS 4 wird zur erneuten Benutzung für Zwischenspeicherzwecke freigegeben. In entsprechender Weise wickeln sich andere Betriebsfälle bei der Ausnutzung der Registersätze ÄS 1... ÄS4 ab. Es wird jeweils nach Abwicklung des angesprungenen Unterprogrammes ober bei Rückkehr in das unterbrochene Programm der vorher benutzte Registersatz durch Löschung der dort
ίο enthaltenen Daten für erneute Benutzung freigegeben. Dabei wird gemäß der vorher durchlaufenen Programmreihenfolge, jedoch in umgekehrter Richtung verfahren.
Jeder der vorstehend beschriebenen Registersätze ist ein Speicherplatz, der zu einer Gruppe von Speicherplätzen mit schnellem Zugriff gehört, also zu der ersten Gruppe von Speicherplätzen. Die zweite Gruppe von Speicherplätzen als Überlaufgruppe befindet sich hier beispielsweise im Arbeitsspeicher AS. Dies ist auch in der F i g. 2 gezeigt, wo zum Arbeitsspeicher AS ein Teil US gehört, der an die Ausgänge der zu den Registersätzen ÄS1 ... ÄS4 gehörenden Register mit angeschlossen ist. Zur Überlaufgruppe von Speicherplätzen gehören die Speicherplätze a.../.., von denen jeder Speicherplatz zur Aufnahme von Daten eines Registersatzes bestimmt ist Die Überlaufgruppe von Speicherplätzen wird nur in folgender Weise in Anspruch genommen. Zunächst werden die Daten desjenigen Registersatzes, der jeweils in der Reihenfolge der Inanspruchnahme am weitesten zurückliegt, in den jeweils obersten freien Speicherplatz der Überlaufgruppe übertragen. Der beim Übertragen freigewordene Registersatz wird zur Aufnahme von gerade zwischenzuspeichernden Daten benutzt. Jeweils nach der Freigabe der Registersätze, also nachdem in der Programmreihenfolge viermal zurückgekehrt wurde, werden die zuletzt in die Überlaufgruppe übertragenen Daten in einen freigewordenen Registersatz übertragen, wenn sie beim weiteren Rückkehren in der Programmreihenfolge benötigt werden. Es ist daher vorteilhafterweise die Wahrscheinlichkeit groß, daß für weitere Zwischenspeicherungen von Daten, insbesondere nach einer Rückkehr in der Programmreihenfolge, ein freier Speicherplatz in der ersten Gruppe vorhanden
ist·
Wie sich diese Vorgänge abwickeln, wird noch anhand des in der F i g. 3 gezeigten Schemas erläutert. Dort sind die zu den Registersätzen ÄS1 ... ÄS4 gehörenden Speicherplätze gezeigt und mit 1,2,3 und 4
bezeichnet. Außerdem ist noch die Überlaufgruppe US mit ihren Speicherplätzen a,b,c... gezeigt. Wenn alle Registersätze ÄS 1 ... ÄS4 mit Daten belegt sind und weitere Daten zwischenzuspeichern sind, so wird zunächst der Registersatz ÄSl hierfür freigemacht,
indem die in ihm enthaltenen Daten in den obersten freien Speicherplatz der Überlaufgruppe US übertragen werden, in diesem Fall in den Speicherplatz a. Der Registersatz ÄS 1 kann dann für die Aufnahme weiterer zwischenzuspeichernder Daten benutzt werden, was dort durch das Hinweiszeichen (5) angedeutet ist. Es sei jetzt angenommen, daß vor der Rückkehr in der Programmreihenfolge abermals wegen eines Sprunges oder eines Programmwechsels Daten zwischenzuspeichern sind. Es wird dann der Registersatz ÄS2 für die
Aufnahme solcher Daten freigemacht, wozu die zunächst in ihm enthaltenen Daten in den Speicherplatz b der Überlaufgruppe US übertragen werden kann, welcher in diesem Fall der oberste freie Speicherplatz
ist. Dann werden in dem Registersatz RS 2 neue Daten eingegeben, worauf das Hinweiszeichen (6) hinweist. Nachdem viermal im Programm zurückgesprungen bzw. Programmwechsel rückgängig gemacht wurden, sind die Registersätze wieder frei. Bei Bedarf werden dann die zuletzt in die Überlaufgruppe übertragenen Daten von dem Speicherplatz b zum Beispiel in den Registersatz RS 2 zurückübertragen. In entsprechender Weise können bei der nächsten Rückkehr in der Programmreihenfolge die in dem Speicherplatz a der Überlaufgruppe US enthaltenen Daten in den Registersatz RS1 zurückübertragen werden. Vor dem beschriebenen Freiwerden der Registersätze sind dort jeweils diejenigen Daten enthalten, die für die vier gegenüber dem gerade abgewickelten Programm vorhergehenden Unterprogramme bzw. Programme zwischengespeichert wurden. Diese Daten stehen daher bei Rückkehr in der Programmreihenfolge meistens verzugslos zur Verfügung, weshalb eine derartige Rückkehr meistens sehr schnell abgewickelt werden kann. Erst wenn mehr als vier Rückkehrvorgänge aufeinander folgen, werden zwischengespeicherte Daten benötigt, die vorübergehend in der Überlaufgruppe enthalten waren.
Die in der Fig.3 in die den Registersätzen RS1 ... RS4 entsprechenden Speicherplätze eingetragenen Hinweiszeichen deuten bereits an, daß die Reihenfolge ihrer Inanspruchnahme nicht immer mit der Reihenfolge übereinstimmt, in denen sie angeordnet sind. Es empfiehlt sich daher, die Registersätze durch ein gemeinsames Numerierungsregister zu ergänzen, das jeweils die Reihenfolge angibt, in der die Registersätze benutzt wurden. Hierbei handelt es sich um das Register NR, siehe F i g. 2. Das Numerierungsregister NR hat den Registersätzen individuell zugeordnete Speicherstellen.
In jeder Speicherstelle ist dann die Stellung dei zugeordneten Registersatzes in der Reihenfolge dei Benutzung angegeben. Zur Einstellung des Numerierungsregisters NR dient die Zählschaltung NA, die ihrerseits vom Informationsverarbeitungswerk /W betrieben wird, da von dort her Sprünge in Unterprogramme oder Programmwechsel veranlaßt werden. Das Informationsverarbeitungswerk /Wist daher auch noch über eine Leitung mit dem Befehlsspeicher BS
ίο verbunden, damit diesem Signal für Programmwechsel und Sprünge in Unterprogramme zugeführt werden können. Solche Sprünge und Programmwechsel selber können im übrigen in an sich bekannter Weise abgewickelt werden.
Es ist zweckmäßig, beim Betrieb der Vcrmiltlungsanlage in der Weise zu verfahren, daß die Anzahl und die Reihenfolge der Sprünge und Programmwechsel derart begrenzt bzw. geordnet sind, daß bei störungsfreiem Betrieb die vorgesehene Speicherkapazität ausreicht und bei Rückkehr in der Programmreihenfolge kein Suchen nach vorher nicht zwischengespeicherten Daten auftritt. Ergibt es sich beim Betrieb, daß trotzdem nicht vorhandene Speicherkapazität oder nicht vorhandene Daten angefordert werden, so können solche Anforderungen dazu ausgenutzt werden, Alarmsignale zu liefern. Solche Anforderungen können dann nämlich nur anfallen, wenn bei der Abwicklung von Programmen eine Störung aufgetreten ist.
Die Erfindung ist darauf abgestellt, bei Vermittlungsanlagen mit zentralen Steuerwerken angewendet zu werden. Es handelt sich dabei um Steuerwerke, die Daten verarbeiten. Daher kann die Erfindung auch bei sonstigen Daten verarbeitenden Anlagen mit Vorteil angewendet werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Indirekt gesteuerte Vermittlungsanlage, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlage, mit mindestens einem zentralen Steuerwerk, das ein Programmleitwerk mit Registern hat, bei dessen Betrieb Operanden, Befehlsadressen und sonstige Daten bei der Abwicklung von Programmbefehlen zwischenzuspeichern sind, damit sie noch bei der Abwicklung späterer Programmbefehle ausnutzbar sind, wofür zwei Gruppen von Speicherplätzen bereitstehen, zu denen in der ersten Gruppe ein schneller Zugriff und in der zweiten Gruppe ein im Vergleich dazu langsamerer Zugriff vorhanden ist, und wofür jeweils zunächst die Speicherplätze der ersten Gruppe benutzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherplätze (a ... f...) der zweiten Gruppe (USJaIs Überlauf gruppe in folgender Weise in Anspruch genommen werden:
a) Die Daten desjenigen Speicherplatzes (1) der ersten Gruppe (RSi... RS4) der jeweils in der Reihenfolge der Inanspruchnahme am weitesten zurückliegt, werden in den jeweils obersten freien Speicherplatz (a) der Überlaufgruppe (US) übertragen;
b) der beim Übertragen freigewordene Speicherplatz (1) der ersten Gruppe (RS i ...RS 4) wird zur Aufnahme von gerade zwischenzuspeichernden Daten benutzt;
c) jeweils nach der Freigabe aller Speicherplätze (1 ... 4) der ersten Gruppe (RS 1...RS4) beim Rückkehren in der Programmreihenfolge, nach der diese Speicherplätze für die betreffenden zwischengespeicherten Daten nicht mehr benötigt werden, werden die zuletzt in einen Speicherplatz (b) der Überlaufgruppe (US) übertragenen Daten in einen freigewordenen Speicherplatz (2) der ersten Gruppe übertragen (RS 1 ... RS4), wenn sie beim Rückkehren in der Programmreihenfolge benötigt werden.
2. Vermittlungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherplätze (1... 4) der ersten Gruppe (RSi ... RS4) durch ein gemeinsames Numerierungsregister (NR) ergänzt sind, das jeweils die Reihenfolge angibt, in der diese Speicherplätze benutzt wurden.
3. Vermittlungsanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Numerierungsregister (NR) den Speicherplätzen (1 ... 4) der ersten Gruppe (RS 1... RS 4) individuell zugeordnete Speicherstellen hat und daß in jeder Speicherstelle die Stellung des zugeordneten Speicherplatzes in der Reihenfolge der Benutzung angegeben ist.
4. Vermittlungsar.lage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlaufgruppe (US) von Speicherplätzen sich in einem Teil des jeweiligen Arbeitsspeichers (AS) befindet
5. Vermittlungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Programmleitwerk (PW) und die Speicherplätze (1 ... 4) der ersten Gruppe (RSi ... RS4) sich jeweils im selben in Halbleitertechnik integrierten Baustein befinden.
6. Vermittlungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß fallweise Daten in einem Speicherplatz der ersten Gruppe (RSi ... RS4) eingespeichert werden, di bei einem Sprung in ein Unterprogramm des gerad abzuwickelnden Programmes vorliegen.
7. Vermittlungsanlage nach einem der vorherge 5 henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, da
fallweise Daten in einen Speicherplatz der erste; Gruppe (RSi ... RS4) eingespeichert werden, di bei einer Programmunterbrechung durch Wechte auf ein Programm mit höherer Priorität vorlieger 10 insbesondere bei Echt-Zeit-Betrieb.
8. Vermittlungsanlage nach einem der vorherge henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dal jeweils nach Abwicklung eines angesprungener Unterprogrammes oder bei Rückkehr in eir
15 unterbrochenes Programm der vorher benutzte Speicherplatz der ersten Speichergruppe durch Löschung der dort enthaltenen Daten für erneute Benutzung freigegeben wird und daß dabei gemäE der vorher durchlaufenen Programmreihenfoige
jedoch in umgekehrter Richtung verfahren wird.
9. Verfahren zum Betrieb der Vermitilungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl und die Reihenfolge der Sprünge und Programmwechsel derart begrenzt bzw. geordnet sind, daß bei störungsfreiem Betrieb die vorgesehene Speicherkapazität ausreicht und bei Rückkehr in der Programmreihenfolge kein Suchen nach vorher nicht zwischengespeicherten Daten auftritt, und daß bei Anforderung nicht vorhandener Speicherkapazität oder nicht vorhandener Daten Alarmsignale geliefert werden.
DE19752551793 1975-11-18 1975-11-18 Indirekt gesteuerte Vermittlungsanlage, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlage, und Verfahren zu deren Betrieb Expired DE2551793C2 (de)

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DE3031956C2 (de) * 1980-08-25 1991-03-07 Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsanlagen, insbesondere für Fernsprechanlagen, mit zentralen und/oder dezentralen Steuereinrichtungen und Arbeitsspeichern

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