DE2446958B2 - Geraet zum ueberwachen des entladezustands einer batterie, seine anwendung und messverfahren - Google Patents
Geraet zum ueberwachen des entladezustands einer batterie, seine anwendung und messverfahrenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Überwachen des Entladezustands einer elektrischen Batterie mit einem
weiteren Gerät, vorzugsweise Anzeigegerät, dessen Anzeige mittels einer Brückenschaltung sowohl von der
Batteriespannung als auch vom Entladestrom beeinflußt ist, wobei der Entladestrom durch den Spannungsabfall
an einem Shuntwiderstand gemessen wird. Das Überwachen des Entladezustandes von Batterien ist
wichtig, da die Batterie Schaden nimmt, wenn diese zu stark entladen wird. Ein Maß für den Entladezustand ist
die Klemmenspannung, die aber wiederum auch vom Entladestrom abhängig ist. Um den Entladezustand
festzustellen, muß man also sowohl die Klemmenspannung als auch den Entladestrom messen und beide
Meßwerte der Abhängigkeit entsprechend kombinieren.
Bekannte Geräte zum Überwachen des Entladezustandes einer Batterie, die nach dem Prinzip der
Spannungsmessung mit Stromkompensation arbeiten, haben für die Anzeige ein Drehspulinstrument. Drehspulinstrumente
sind jedoch äußerst empfindlich gegen Erschütterungen und deshalb für den Einsatz auf
Fahrzeugen nicht geeignet. Die Geräte sind gegen mechanische Erschütterungen um so empfindlicher, je
geringer die Meßspannung für das Instrument ist. Geräte, die zwecks Vermeiden sehr großer Erschütterungsempfindlichkeit
mit höherer Meßspannung arbeiten, benötigen einen Shuntwiderstand mit großem Widerslandswert, so daß in diesem der Nutzentnahmestrom
beachtlich geschwächt wird. Die bekannten Geräte zum Überwachen des Entladezustandes geben
nach Erreichen eines vorbestimmten Entladezustandes — vorzugsweise nach Erreichen einer Entladung von
80% — mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung ein Signal ab, das den Benutzer des Antriebs, beispielsweise
bei einem Fahrzeug den Fahrer, vor weiterer Benutzung und damit weiterer Entladung der Batterie warnt. Die
bekannten Geräte sind zum großen Teil sehr ungenau und zumindest soweit die Genauigkeit einigermaßen
befriedigend ist sehr teuer.
Darüber hinaus gibt es Geräte, die nach einem völlig
anderen Prinzip arbeiten, beispielsweise dem Prinzip der Batterie-Säuremessung. Auch diese Geräte weiser
wesentliche Nachteile auf, können hier jedoch außei Acht gelassen werden, da sie auf einem anderen Prinzip
beruhen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dii
Nachteile der bisher bekannten Geräte zu bescitigei und insbesondere ein einfaches und robustes Gerät zi
.1- _ rr
M-IlClIH-II.
Gemäß der Erfindung ist der Shuntwiderstand eil
T-
Widerstand kleinen Widerstandswertes und ist die Batteriespannung durch Widerstände vermindert an die
Brückenschaltung gelegt und wird deren Ausgangsspannung in einem Verstärker verstärkt und erst diese
weitere verstärkte Spannung dem weiteren Gerät, s beispielsweise Anzeigegerät, zugeführt. Dadurch wird
nicht nur die gestellte Aufgabe mit geringem wirtschaftlichem
Aufwand gelöst, sondern lassen sich durch Weiterausgestaltungen wesentliche weitere Verbesserungen,
Fortschritte und Vorteile erzielen, die im folgenden erläutert werden.
Bei den bisher bekannten Geräten der eingangs genannten Art mußte der Shuntwiderstand der Charakteristik
der jeweiligen Batterie angepaßt werden. Um diesen Nachteil zu vermeiden, ist gemäß einer
Weiterausgestaltung der Erfindung parallel zum Shuntwiderstand ein über unverstellbare Widerstände mit
diesem verbundener einstellbarer Widerstand geschaltet, durch dessen Einstellen eine Anpassung an die
Charakteristik den jeweiligen Batterie erfolgen kann.
Das von dem Verstärker gespeiste weitere Gerät kann ein Anzeigegerät mit Zeigeranzeige sein.
Gemäß einer anderen Weiterausgestaltung der Erfindung kann der Verstärker mit einem Grenzwertgerät
verbunden sein, das bei Unterschreiten eines vorgegebenen Grenzwertes der Batterieladung, vorzugsweise
einer Restladung von 20%, ein Signal, beispielsweise ein optisches oder akustisches Signal,
auslöst oder ein weiteres Organ beaufschlagt. Dieses weitere Organ kann ein weiteres Signal, gegebenenfalls
ein Haiiptsignal, auslösen.
Dieses weitere Organ kann ein Taktgeber sein.
Dieser Taktgeber kann eine Lichtquelle beaufschlagen.
Hs kann also ein optisches Signal unmittelbar von dem Grenzwertgeber oder über den Taktgeber
ausgelost werden, wobei im letzteren Falle das optische Signal periodisch aufleuchtet und somit auffälliger ist.
Die Lichtquelle kann eine Luminezenzdiode sein.
Gemäß einem wesentlichen weiteren Schritt der Erfindung ist der Taktgeber mn einem Zählwerk
verbunden, das nach einer vorgegebenen Anzahl von Taktimpulsen den Stromkreis zu einem Relais schließt,
dessen Kontakt im Stromkreis eines Verbrauchers liegt, so daß bei siromdurchflossenem Relais der Verbraucher
abgeschaltet wird. Zweckmäßigerweise ist der Kontakt der Hauptschalter des durch die Batterie gespeisten
Antriebes oder bei mehreren durch die Batterie gespeisten Antrieben des den stärksten Strom verbrauchenden
Antriebes.
Bei zumindest einigen der bisher bekannten Geräte bestand die Möglichkeit, das Warnsignal dadurch
auszuschalten, daß kurzfristig die Batterie abgeschaltet wird.
Im abgescnalteten Zustand regeneriert sich die Batterie etwas, so daß beim Wiedereinschalten nicht
sofort wieder der Grenzwert der Entladung angezeigt wird. Bei Geräten, bei denen das Signal erst mit einer
seitlichen Verzögerung ausgelöst wird, wird zudem dadurch wiederum die Anzeigezeitverzögerung in Lauf
geset/.t. Beispielsweise bei einem Fahrzeug, dessen Fahrer das Fahrzeug weiter betreiben möchte, könnte
also das Signal durch kurzzeitiges Abschalten der Batterie beseitigt werden und sodann das Fahrzeug
weiter betrieben werden und damit die Batterie in unzuträglichem Maße entladen werden. Dieser Nachteil
wird gemäß einem weiteren Schritt der Erfindung •umgeschaltet, indem parallel zum Zahlwerk ein
Speicherkondensator geschaltet ist. dessen Ladung das Zählwerk bei ausgeschalteter Batteriespannung unter
Spannung hält. Zweckmäßigerweise ist auf die andere Seite des Anschlusses der Speicherkondensatorieitung
eine Diode geschaltet, damit der Speicherkondensator sich nicht über die Anschlußleitung entladen kann. Diese
Ausgestaltungsform hat somit den Vorteil, daß auch dann, wenn die Batterie kurzzeitig abgeschaltet wird,
die vorher aufgenommene Information über das Erreichen des Grenzwertes des Entladezustandes
zumindest eine bestimmte Zeit lang aufrecht erhalten bleibt, wobei die Größe dieser Zeitspanne durch die
Wahl der Speicherkondensatorkapazität entsprechend gewählt werden kann. Diese Ausgestaltungsform hat
aber auch den weiteren Vorteil, daß nur die Ziehen, in denen die Batterie tatsächlich in einem Zustand über
den vorgegebenen Grenzwert hinausgehender Entladung betrieben wird, aufaddiert werden. Falls sich
während eines Abschaltens die Batterie so weit regeneriert hat, daß bei Wiedereinschalten der Grenzwert
des Entladezustandes nicht mehr unterschritten ist. so wird während dieser Zeit der Taktgeber keine neuen
Taktimpulse in das Zählwerk geben, bis dieser Grenzwert wieder unterschritten ist, so daß also auch
nicht unangemessen frühzeitig ein für den weiteren Betrieb entscheidendes Hauptsignal gesetzt wird.
Dieses Hauptsignal kann dadurch gegeben sein, daß das Zählwerk wie beieits geschildert nach Überschreiten
einer vorgegebenen Anzahl von Taktimpulsen den Stromkreis zu dem genannten Relais schließt und
dadurch eine Zwangsabschaltung bewirkt, so daß diese Zwangsabschaltung das genannte Hauptsignal darstellt.
Gemäß einem anderen Schritt der Erfindung ist vorgesehen, daß das Zählwerk nach Überschreiten einer
anderen größeren Anzahl von Taktimpulsen den Stromfluß zu dem Relais wieder unterbricht, so daß
beispielsweise dann, wenn die Batterie inzwischen durch Energiezufuhr aufgeladen oder eine andere Batterie
eingesetzt worden ist. zwangsläufig der Antrieb nach einer bestimmten Zeit wieder einsatzfähig ist.
Da der Taktgeber Taktimpulse in einer vorbestimmten zeitlichen Folge abgibt, stellt der Taktgeber
zusammen mit dem Zählwerk eine Zeitmeßeinrichtung dar, mit deren Hilfe nur die Zeit gemessen wird, in der
die Batterie unterhalb des vorgegebenen Grenzwerts der Entladung betrieben wird.
Um auch bei pulsierendem Entladestrom, beispielsweise
bei einem Antrieb mit Impulssteuerung, eine einwandfreie Messung auszuführen, ist eine Schaltung
zur Siebung der Meßwerte vorgesehen. Statt einer Kette, wobei jeweils zwischen zwei Widerständen eine
Anschlußleitung zu einem Kondensator vorgesehen ist ist eine Schaltung vorgesehen, in der parallel zuir
Verstärker ein Kondensator angeordnet ist.
Gemäß einem wesentlichen weiteren Schritt dei Erfindung ist zumindest ein wesentlicher Teil dei
Schaltung unmittelbar auf den Shuntwidcrstaind aufge
baut. Zweckmäßigerweise ist zu diesem Zweck dei Shuntwiderstand als Metallplatte entsprechender Ab
messungen ausgestaltet. Dadurch können verschiedene Leitungen eingespart werden, die Montage win.
vereinfacht. Γ.ίη wesentlicher Teil des Gerätes steht al:
eine integrierte Baueinheit zur Verfügung, bei der de Shuntwiderstar.d an die den Batteriestrom führende!
Klemmen angeschlossen wird, wobei andererseit lediglich die Leitung zum Anzeigegerät bzw. zu den
Relais an diese Baueinheit angeschlossen zu werdet braucht.
Besonders vorteilhaft ist die Anwendung eine
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Gerätes nach der Erfindung bei einem batterieelektrisch Brückenspannung verstärkt und dem Anzeigeinstruangetriebenen
Fahrzeug zur Überwachung des Entlade- ment 9 zugeführt. Der einstellbare Widerstand 46 dient
zustandes der Batterie dieses Fahrzeugs. Vorzugsweise zur Eichung der Anzeige. Über den Widerstand 44 wird
ist dieses Fahrzeug ein Hublader. Das von dem die Brücke in Abhängigkeit von der Versorgungsspan-Zählwerk
beeinflußte Relais kann dabei den Absolut- 5 nung verstimmt. Beim Belasten der Batterie sinkt ihre
hauptschalter des Fahrzeuges betätigen oder den Spannung. Dies wird durch eine vom Shuntwiderstand
Schalter für den Fahrantrieb oder vorzugsweise den 12 abgeleitete Spannung in der Brückenschaltung 1
Schalter für den Elektromotor der Pumpe für die kompensiert. Durch den einstellbaren Widerstand 42
Hubhydraulik. Das hat dann zur Folge, daß nicht mehr kann das Maß des Einflusses des Entladestromes
gehoben werden kann, wobei nämlich beim Heben io eingestellt werden, so daß abhängig von der Charakterischwerer
Lasten sehr viel Strom der Batterie entnom- stik der Batterie die Anzeige am Anzeigegerät 9
men werden kann, während andererseits das Fahrzeug unabhängig von der Belastung der Batterie ist. Mit dem
zumindest eine begrenzte Zeit noch fahren kann und einstellbaren Widerstand 47 wird der Schalipunkt des
somit die Möglichkeit hat, zu einer Ladestation bzw. als Grenzwertgeber wirkenden Komparators 19 eingeeiner
Werkstatt, die für den Batteriewechsel vorgesehen 15 stellt. Ist die Anzeige im Anzeigegerät 9 im grünen Feld,
ist, zu fahren. das heißt, zeigt das Anzeigegerät 9 hinreichende
Die Erfindung betrifft somit auch ein Verfahren zum Batterieladung an, so ist der Ausgang des Komparators
Feststellen des Entladezustandes einer Batterie, bei dem 19 auf »L« Potential. 1st hingegen die Anzeige des
die Batteriespannung gemessen und die Meßgröße Anzeigegerätes 9 im roten Feld, ist der Ausgang des
zwecks Berücksichtigung der Batteriecharakteristik 20 Komparators 19 auf »H« Potential,
vom Entladestrom beeinflußt wird, wobei gemäß der Zeigt der Komparator 19, daß der vorgesehene
vom Entladestrom beeinflußt wird, wobei gemäß der Zeigt der Komparator 19, daß der vorgesehene
Erfindung bei Erreichen eines Grenzwertes der Grenzwert der Entladung erreicht ist, wird der
Meßgröße ein Impulsgeber in Funktion gesetzt wird, Taktgeber 3 angesteuert, der in angesteuertem Zustand
der während der Dauer des Unterschreitens des Taktimpulse in vorbestimmter zeitlicher Folge abgibt
Grenzwertes Impulse zu einem Zählwerk gibt, das die 25 und somit Zeitspannenmarkierungen gibt, die im
Impulse aufaddiert und bei Erreichen einer vorgegebe- Zählwerk 5 integriert werden. Liegen die Ausgänge 22
nen Anzahl von Impulsen den Stromfluß zu einem und 19 auf »L«, so liegt der Ausgang des Taktgebers 3
Relais schaltet, das seinerseits den Verbraucher oder auf»/-/«. In diesem Falle bleibt die Leuchtdiode 4 dunkel,
einen wesentlichen Verbraucher abschaltet. Liegt einer der Ausgänge von 22 oder 19 oder liegen die
Die Zeichnung zeigt die Schaltung eines Ausfüh- 30 Ausgänge von 22 und 19 auf »f/«, so fließt ein
rungsbeispiels. Ladestrom über die Widerstände 48 und 49 in den
Fi g. 1 zeigt ein vereinfachtes Schaltschema. Kondensator 50. Der Taktgeber 3 erzeugt eine
Fig. 2 zeigt ein Schaltschema, in dem die Schaltung periodische Rechteckspannung mit vorgegebener Zeileingehender
im einzelnen dargestellt ist. folge, beispielsweise einer Frequenz von 1,5 Hz. Das hat
Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht des 35 zur Folge, daß die Leuchtdiode 4 blinkt, wenn der Zeiger
Gerätes, bei dem alle wesentlichen Teile auf den des Anzeigegeräts 9 ins rote Feld kommt. Der Benutzer
Shuntwiderstand aufgebaut sind. des Antriebs, beispielsweise der Fahrer eines Fahr/.eu-
Die Klemmen 10 und 11 sind die Batterieanschluß- ges, wird somit durch das Blinken der Leuchtdiode 4
klemmen, wobei die Klemme 10 die positive und die gewarnt.
Klemme 11 die negative Klemme ist. Die Brückenschal- 40 Wird das Gerät an die Versorgungsspannung gelegt.
tung 1 dient zur Spannungsmessung mit Stromkompen- so gelangt zunächst über die Diode 7 und den
sation und enthält die festen Widerstände 36 bis 41 und Kondensator 52 ein positiver Impuls auf den Eingang 53
den einstellbaren Widerstand 42, der zur Anpassung an des Zählwerks 5. Dadurch wird dieses in die Nullstellung
die Charakteristik der Batterie dient. Der feste gebracht. Die Ausgänge 54, 55 und 56 des Zählwerks 5
Widerstand 44 dient zur Reduzierung der Spannung, die 45 liegen sodann auf »L« Potential und die Ausgänge der
der Brückenschaltung 1 zugeführt wird. Für die nachgeschalteten Inverter II, III, IV liegen auf »/V«
Speisung der elektronischen Schaltung 2, 3, 5 wird eine Potential. Damit liegt auch der Eingang des Inverters V
stabilisierte Spannung von beispielsweise 10 Volt auf »/-/« Potential und dessen Ausgang auf »L«. Über
benötigt, die durch den integrierten Spannungsstabilisa- den Widerstand 57 fließt ein Basisstrom, der bewirkt,
tor 14, dem ein Transistor 15 (F i g. 2) nachgeschaltet ist, 50 daß der Transistor 20 durchschaltet und somit die Spule
erzeugt wird. Der Widerstand 16 und der Kondensator des Relais 6 von Strom durchflossen wird. Dadurch wird
73 (F i g. 2) schützen die Elektronik vor Spannungsspit- der Kontakt des Relais 6 geschlossen und somit ist der
zen aus der Versorgungsspar.nung. Die Diode 18 dient Antrieb betriebsbereit.
als Schutz für den Fall, daß versehentlich die Batterie Die Spannungsimpulse des Taktgebers 3 werden über
mit falscher Polung angeklemmt wird oder aus anderen 55 den Inverter I und den Kondensator 58 auf den Eingang
Gründen eine Falschpolung erfolgt. 24 des Zählwerks 5 übertragen. Nach einer vorgegebe-
Der Verbraucher 88 ist über die Leitung 89 an die nen Anzahl von Impulsen, beispielsweise nach 512
Batterieanschlußklemme 11 und über die Leitung 90 und Impulsen springt der Ausgang 54 des Zählwerks 5 von
den Shuntwiderstand 12 an die Batterieanschlußklemme »L« auf »H«. Der Inverter II kehrt das Signal um und am
10 angeschlossen. 60 Eingang von Inverter V liegt »ix<
und dessen Ausgang
Durch die Spannungsmessung mit Stromkompensa- auf »H«. Der Transistor 20 sperrt den Stroir.fluß so daß
tion in der Brückenschaltung 1 wird der Vorteil erzielt, das Relais 6 abfällt. Dadurch wird dessen Kontakt
daß Betrieb mit nur einer Speisespannung möglich ist geöffnet und der durch diesen Schalter geschaltete
während bekannte Geräte teilweise zusätzlich einen Antrieb abgeschaltet. Dieses Abschalten erfolgt somit
Spannungswandler benötigen. Der Operationsverstär- 65 dann und nur dann, wenn die Batterie eine bestimmte
ker 22 ist mit dem Kondensator 23 parallel als Zeitspanne lang in einem bestimmten Entladezustand
Integrator geschaltet, so daß sich eine Siebwirkung betrieben worden ist wobei durch das Aufaddieren der
ergibt. In der Schaltung 2 wird mit solcher Wirkung die Taktimpulse im Zählwerk 5 gleichgültig ist. ob diese
Zeitspanne unterbrochen war oder nicht, also ob diese Zeilspanne des Betriebs im Entlade/ustand zusammenhangend
war oder ob es sich um mehrere Teilzeitspannen handelte, zwischen denen zeitliche Unterbrechungen
lügen.
Liegt der Ausgang des Inverters V auf »/-/«. liegt auch
an der Anode von der Diode 35 »/7« Potential. Nach einer vorgegebenen größeren Anzahl von Taktimpulsen,
beispielsweise 4096 Taktimpulsen, springen alle Ausgänge des Zählwerks 5 auf »/.«. so daß das Relais 6
wieder anzieht.
Um in der beschriebenen Weise zu verhindern, daß bei kurzzeitigen Unterbrechungen der Versorgungsspannung das Zählwerk 5 gelöscht wird und somit die
Zeitspanne, in der die Batterie unterhalb des Grenzwertes des Entladungszustandes betrieben werden kann,
neu beginnt, ist der Speicherkondensator 8 vorgesehen, der über die Diode 7 geladen wird. Die Lange der
Zeitspanne, die solche Unterbrechung der Versorgungsspannung haben darf ohne Auswirkung auf das
Zählwerk 5, kann durch die Größe des Widerstandes 34 gewählt werden und kann beispielsweise zwei Minuten
betragen.
Mit dem beschriebenen Gerät wird nicht nur mit dem Anzeigegerät 9 der jeweilige Entladungszustand angezeigt
und damit dann, wenn der Zeiger auf dem roten feld steht, erkennbar gemacht, daß der zulässige
Entladung'izusiand unterschritten ist sondern wird auch
darüber hinaus durch das Blinken der Leuchtdiode 4 zusätzlich deutlich darauf aufmerksam gemacht, wenn
die Batterie in einem unzulässigen Entladezustand betrieben wird. Darüber hinaus erfolgt Zwangsabschaltung
dann, wenn eine vorgesehene Zeitspanne lang die Batterie im Tiefentladungszustand betrieben wurde.
wobei diese Zwangsabschaltung nach einer bestimmten Zeitspanne erfolgt, unabhängig davon, ob diese
Zeitspanne unterbrochen wurde oder nicht.
Bei der in F i g. 3 dargestellten Raumform des Erfindungsgegenstandes ist der Shuntwiderstand 12 als
Platte ausgestaltet, auf die das Gerät bzw. alle wesentlichen Teile der Schaltung aufgebaut sind. Da bei
dem Gerät gemäß der Erfindung der Shuntwiderstand nur einen kleinen Widerstandswert haben soll, ist es
möglich, diesen als stabile Platte auszugestalten. Durch die beiden Löcher 71 und 72 werden die in der
Zeichnung nicht mehr dargestellten Anschlußbolzen gesteckt, mit denen die aus Γ i g. 2 ersichtlichen
Anschlüsse 10 und Π hergestellt weiden.
Die beiden Schraubankerhülsen 75 und 76 stellen die in I'ig. 2 mit den gleichen Bezugsziffern versehenen
Koniakte her. Die Ankerschrauben 78 und 79 sind durch je eine der Hülsen 75 und 76 hindurchgezogen. Die
Widerstände 36 und 39 sind auf einer gedruckten Leiterplatte angeordnet.
Die Bodenplatte 74 ist als gedruckte Schaltung ausgestaltet und trägt gleichzeitig das durch die
Schraubanker 78 und 79 gehaltene Gehäuse 77. das alle Teile der Schaltung einschließlich des Relais 6 enthält
mit Ausnahme des Anzeigegeräts 9 und der Leuchtdiode 4, die im Gehäuse des Anzeigegeräts 9 derart
untergebracht ist, daß ihr Blinklicht auf der Anzeigeskala zu sehen ist.
Auf dem in F i g. 3 rechten Teil der Bodenplatte 74 sind sieben Anschlüsse angeordnet. Der Anschluß 80
(siehe Fig. 2 und 3) ist an den Minuspol der Batterie
angeschlossen. Der Anschluß 82 führt sowohl zu einer Seite des Anzeigegerätes wie auch zu einer Seite der
Leuchtdiode. Der Anschluß 84 ist der zweite Anschluß zur Leuchtdiode 4 und der Anschluß 86 ist der zweite
Anschluß zum Anzeigegerät 9. Die Anschlüsse 83, 85 und 87 sind die drei Ausgänge des Relais mit einem
Wechselkontakt, wobei der Anschluß 83 zum Ruhekontakt führt, der Anschluß 85 zum Fußkontakt und der
Anschluß 87 zum dritten Kontakt führt.
Das Gerät gemäß der Erfindung ist somit sehr leicht zu montieren. Durch Aufsetzen des Shunts 12 mit den
beiden Bohrungen 71 und 72 auf die entsprechenden Anschlußboizen und Herstellen der sieben Anschlüsse
80 bis 87 sind alle erforderlichen Verbindungen geschlossen. Es braucht dann nur noch das gleichzeitig
die Leuchtdiode 4 enthaltende Anzeigegerät 9 an entsprechender Stelle des Fahrzeugs montiert zu
werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (14)
1. Gerät zum Überwachen des Entladezustandes einer elektrischen Batterie mit einem Anzeigegerät,
dessen Anzeige mittels einer Brückenschaltung sowohl von der Batteriespannung als auch vom
Entladestrom beeinflußt ist, wobei der Entladestrom durch Spannungsabfall an einem Shuntwiderstand
gemessen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Shuntwiderstand (12) ein Widerstand
kleinen Widerstandswertes ist und die Batteriespannung durch Widerstände vermindert an die Brückenschaltung (1) gelegt ist und deren Ausgangsspannung
einem Verstärker (2) und dann erst dem Auzeigegerät zugeführt ist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, daß parallel zum Shuntwiderstand (12) ein
einstellbarer Widerstand (42) geschaltet ist, wobei jeweils zwischen einen Anschluß des Shuntwider-
Standes (12) und einen Anschluß des einstellbaren Widerstandes (42) ein unveränderbarer Widerstand
(36 bzw. 39) geschaltet ist.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärker mit einem
Grenzwertgerät (19) verbunden ist, das bei Unterschreiten eines vorgegebenen Grenzwertes der
Batterieladung ein Signal auslöst, vorzugsweise ein weiteres Organ beaufschlagt.
4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Organ ein Taktgeber (3) ist.
5. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Taktgeber (3) mit einem Zählwerk (5)
verbunden ist, das nach einer vorgegebenen Anzahl von Taktimpulsen eine Umschaltung derart bewirkt.
daß diese den Stromdurehflußzustand eines Relais, welches einen Schalter des durch die Batterie
gespeisten Verbrauchers enthält, ändert.
6. Gerät nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet, daß an den Versorgungsanschluß des Zählwerks
(5) ein Speicherkondensator (8) angeschlossen ist.
7. Gerät nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet, daß das Zählwerk (5) nach Überschreiten einer
zweiten größeren Anzahl von Taktimpulsen den Stromflußzustand durch das Relais (6) umschaltet.
8. Gerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Schaltung zum Sieben des Meßwertes.
9. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Shuntwiderstand als Metallplatte
ausgestaltet ist, auf der zumindest ein wesentlicher :so
Teil des Gerätes aufgebaut ist.
10. Anwendung eines Gerätes nach einem der
vorhergehenden Ansprüche für die Überwachung des Entladezustands der Batterie eines Fahrzeuges.
11. Anwendung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzeug ein Flurförderfahrzeug,
vorzugsweise ein Hublader ist.
1?. Anwendung nach Anspruch 10 eines Geräts ■ach einem der Ansprüche 5 oder 6. dadurch
gekennzeichnet, daß das Relais den Schalter des |-ah 1 antriebs schaltet.
13. Anwendung nach Anspruch 10 eines Geräts
•ach einem der Ansprüche 5 oder b, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais den Schalter für den
Antriebsmotor der Pumpe der Hubhydraulik schallet.
14. Vertahren zum l-eststellen des Entiadezusuuides
einer Batterie, bei dem die Batteriespannung gemessen und diese Meßgröße entsprechend der
Batteriecharakteristik den Entladestrom kompensierend abhängig von diesem in einer Brückenschal
tung beeinflußt wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei Erreichen eines Grenzwertes der durch die
Stromkompensation beeinflußten Meßgröße ein Impulsgeber in Funktion gesetzt wird, der während
der Dauer des Unterschreiten des Grenzwertes Impulse zu einem Zählwerk gibt, das die Impulse
aufaddiert und bei Erreichen einer vorgegebenen Anzahl von Impulsen den Stromfluß zu einem Relais
schaltet, das dann den oder zumindest einen wesentlichen Verbraucher abschaltet.
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