DE2120593A1 - Bremsvorrichtung - Google Patents
BremsvorrichtungInfo
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Description
Bremsvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Bremsvorrichtung, insbesondere eine hydraulische Handbremse für Eisenbahnwagen,
xsit einer in entgegengesetzten Richtungen bedienbaren Betätigungsvorrichtung sum Anlegen und Lösen der Bremse,
einem axial verschiebbaren Bremskrafterzeuger, welcher über eine Stange mit den Bremselementen verbunden ist,
und einer vorzugsweise hydraulisch mit der Betätigungsvorrichtung lösbaren Sperrvorrichtung, welche Mechanisch
an der Außenfläche der Stange angreift und die Bremselemente in der Breinstellung hält.
Handbremsen für Eisenbahnwagen sind im allgemeinen so
ausgebildet, daß sie unmittelbar die normalerweise vorgesehenen Bremsbacken zvr Anlag© bringen. Zweck der
Handbremse ist es, Wagenssüg© auf ©iner Bahnstation oder
gelegentlich auoii auf dem Schienenstrang festzusetzen und
en einem Fortrollen au hindern<>
Die Handbremse muß für sich allein in der Lage >3®ia, eine ausreichsn&e Bremswirkung
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hervorzurufen, da man sich in bestimmten Situationen
nicht auf das normale Bremssystem des Zuges verlassen
kann. Fortgelaufene Wagen oder Wagsnzüge haben schon
oft EU gefährlichen Unfällen geführt, woraus sich ergibt,
daß die erforderlichen Sicherheitsansprüche bisher nicht
erfüllt
Es sind in der letzten Zeit mehr und mehr hydraulisch
™ betätigte Handbremsen eingesetzt worden, um die bisher
rein mechanischen Handbremsen mit Zahnrad und Kettenübertragungen au ©raetsen* Hydraulische Handbremsen
haben bezüglich d@r Installation und der Hanahabting ©ntscheidende
Vorteile, vor allem den Vorteil, daß säen
leichter eine ausreichende Bremskraft erzeugen kann,
B@i ά&η bisher bekannten Bremsvorrichtungen der letzt-
-genannten Art waren ä^ö.osh die Sperrvorrichiungen unbefriedigend,
welche die Aufgabe haben, nach dem Abbremsen
des Schienenfahrzeuges die mit den Bremselementen ver- '
bun&ene Betätigungsstange in ihrer Lage zu halten» So
hat MBMi b®i bekannten mechanischen Konstruktionen eine
Schraubspindel mit der Betätigungsstange verbunden, die
bsi Betätigung der Stange in Bremsenanlegerichtung durch
ihr© Axialbewegung eine Sperrmutter verdreiat, die bei
ihrer Rückbewegung Spindel und Mutter an einem konischen
Sitz des Gehäuses verspannt, so daß die Spindel an einer
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Drshusg gehindert wircL De.s lläiispcr^en geschieht bei
dieser Anoi-dnuxig iiydraiilisoS} sit Hilfe eines Kolben?,
der die konische Fläche der Spermiutter in solcher Richtung
beaufschlagt„ daß sieh diese aus dem Sitz löst.
Bekannt sind auch ander© Sperrvorrichtungen» bei denen
die/BreiBsbetätigimgsstange durch einen esczentrisch
gelagerten äätb geführt ist, der sich qusr zur Stange
erstreckt und eine öffnung aui:Veists die nur geringfügig
größer ale die Stange ist« Mit Hilfe ®±n&i" Feder
wird der- Arm in soldier Lcige gehalten,, daß die Kanten
der- Ö:?A/:iimg die Olsor^D.äche iler Stange an swei äsxial
flerlisgenden und diametral gegenüberliegendem
ßesvriscblagene Wexn die S.ts-iAig© nach dem Anlegen
dar Bremsen - was durch den Arm nicht 'bshindert' wird ©ins
RUckla\ifb3V76guz)g ausführt, verkleoaaen die beiden
Kanten der öffnung in dem Arm die Stange. Auch hier
kann das Entspcr-ren hydraulisch vorgencimaen werden. Bei
einer solchen Ausbildung ergibt sieh der entscheidende Nachteil» daß die Oberfläche der Stange oder die Kanten
der öffnung im Arm verschlissen würden, so daß der Arm
nicht mehr sicher die Stange hält und die Bremse sich lösen kann.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer
Vorrichtung j, die Verglichea isit d&n bisher bekannten
bad original 2 0 9 8 A 6 / 0 A 0 7
Spsrrvorrichtimg@n>
'einfacher - und verläßlicher ist und
"bei der die Sperrimg unmittelbar an der Stange so vor«·-
genoainen wird, daß sich ein© verstärkte Sperrkraft ergibt
und zwar ohne Risiko einer'.-unbeabsichtigten Bremsenlösüng«,
Auch soll bei der erfindungsgesiäßen Sperrvorrichtung
die Stange nicht mehr so stark verschlissen wurden, so
daß sich eine sehr große Lebensdauer ergibt. Auch soll die Sperrvorrichtung so ausgebildet werden, daß kein©
so großen Fertigungsgenauigkeiten eingehalten werden müssen, damit sich die in hohem Maße verläßliche Spsrr-"
vorrichtung mit einfachen Arbeitsverfahren herstellen
läßt.
Zur Lösung der vorgeaanntsn Aufgabe ist die erfindungs- :
gsmäße-Bremsvorrichtung dadurch gekennzeichnet a daß di©
Sperrvorrichtung eine die Stange konzentrisch usgebende, am
■ Umfang .in .einem konzentrischen Sitz abgestützte Ringscheibe
ist, die aus einer Mehrzahl von in Umfangsrichtung voneinander getrennten-, miteinander federnd verbundenen Teilen fcesteht
j welche vom Sitz aus radial die Außenfläche der Stange
in einer Querebene beaufschlagen, die in Bremsenanlegerichtung
der Stange etwas vor der den Sitz enthaltenen Ebene liegt und daß neben den federnd verbundenen Scheibenteilen ©ine auf
der Stange verschiebbare- Hülse angeordnet ist, dia mit d@r Betätigungsvorrishtijng
gegisn die Seitenfläche/einer VergrSSerung
der Scheibenmittel&ffnuQg vorgeschoben werden kann«
BAD 20 9 846/0407 . -
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben
sieb aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung
und den beigefügten Seichnungen, in denen eine bevorzugte
Ausführungsform der Erfindung beispielsweise veranschau·=
licht ist«,
In den Zeichnungen zeigen:
Figo 1 Axialschniite durch die Hauptbestandteile
der erfindungsgemäßen Handbremse für Eisenbahnwagen mit schematises angedeuteten
hydraulischen Leitungen,
Pig«, 2 eine perspektivische Ansicht der Bremsensperrvorrichtung
und
Pig«, 3 axiale Schnittansichten der Sperrvorrichtung
in awei verschiedenen Betätigungszu
ständen«.
Der obere Teil der Figo 1 zeigt die Betätigungsvorrichtung
1, welche Über Leitungen 13 und 14 mit dem Bremskrafterzeuger
15 verbunden ist« Bei der Betätigungsvorrichtung 1 kann es sich um eine mit Handrad 2 versehene
Pumpe handeln, zu der ein Zylinder 3 mit einem auf einer Spindel 5 geführten Kolben 4 gehört ο Mit Hilfe des Gewindes
6 der mit dem Handrad 2 verbundenen Spindel 5
läßt sich der Solben 4 im Zylinder hin und her bewegen»
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Zur Pumpe gehören zwei Zylinderräuoe 7 und 9« Der Zylinderraum
7 wird begrenzt.durch den Kolben 4» die
Stirnwand 8 des Zylinders, in der die Spindel 5 drehbar, aber axial unverso.hieblieh gelagert ist, und dem Zylinder
3ο Der anders Sylinderraum 9 liegt as gegenüberliegenden
Ende des Kolbens 4 und wird begrenzt von einer zylindrischen Wand 10, die IeIl des Pumpengehäusedeckels ist,
und einem Hilfskolben 11, der mit dem Kolben 4 einteilig'
ausgebildet und abdichtend in der zylindrischen Wand ) 10 geführt 1st ο Sin im Deckel des Pumpengehäuses axial
geführter Stift 12 verhindert eine Drehung der Kolben 4 und 11 und gibt auch jederzeit eine Anzeige über die
jeweilige lage der Kolbeno
Der Bremskrafterzenger 15 ist über die sohematisch angedeuteten
Leitungen 13 und 14 ait den Zylinderräusaen 7
bzw?. 9 verbunden» Zum Bremskraft erzeuger 15 gehören ein
in dem Gehäuse 16 ausgebildeter Servozylinder 17* in dem
sich ein Arbeitskolben 18 axial verschieben kann« Die
Betätigung des Arbeitskolbens 18 erfolgt durch den hydraulischen Druck von der Betätigungsvorrichtung l,der
an der linken Seite des Kolbens 18 angreift. An der gegenüberliegenden Seite des Kolbens 18 greift eine
Rückstellfeder 19 an, die stets bestrebt ist, den Kolben 18 in des? in Pig. 1 dargestellten Lage zu halten» Dar
Arbeitskolben 18 wird von einer Kolbenstange 20 getragen5
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weiche über eine Führung 21 aus dem Zylinder 17 herausragt
und jenseits der Führung 21 einenZylinderraum durchsetzt und eine mit Ringkolben versehene Hülse 23
trägt» Diese Hülse 23 kann gegenüber der Kolbenstange verschoben werden„ 2er Yerschiebungsweg ist begrenzt
mit eines Anschlag 24» wenn dss1 Zylinderraum 22 über die
Leitung 14 unter hydraulischen Druck gesetzt wirdo
Keben der Hülse 23 befindet sich die Sperrvorrichtung
der Bremse ο Der die Sperrvorrichtung 25 durchsetzende Seil der Kolbenstange 20 hat einen kreisförmigen oder
einen polygonalen Querschnitt« An desa aus der Sperrvorrichtung
herausragenden Ende 26 der Kolbenstange ist die letztere mit dem nicht dargeetellten Bremssystem dee
Eisenbahnwagens verbundont und swar- derart verbunden,
daß die Räder des Eisenbahnwagens dadurch festgesetzt werden, daß sich die Stange 20 nach rechts bewegt« Zur
Sperrvorrichtung 25 gehört eine Scheibe 279 die sieb
quer aur Stange 20 erstreckt und mit ihrem Umfang in einen Sperrscheibensitz 28 eingreift, der konzentrisch
zur Stange 20 dem Scheibendurchmesser entsprechend in dem Gehäuse 16 oder einem anderen festen Bauteil des
Bremskrafterzeugers ausgebildet ist« Eine axiale Ver~ Schiebung der Sperrscheibe wird mit einem angeschraubten Deckel 29 verhindert, Inserhalb des Deckels 29 befindet sich eine Druckfeder 30. die ££■ ds-r Außenseite 3Ί
rV.iv Sjp-i.-rcselieir.e argraift-, Die Inneaeai^e '}2 der Fp-sr."?·=
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scheibe 27 wird in Bremsbetätigungsrichtung der Stange 20 mittels
der äußeren Stirnfläche der Hülse 23 beaufschlagt. Im Mittelteil der Sperrscheibe 27 befindet sich eine öffnung, deren
Wand 33 in Axialrichtung gekrümmt ist,so daß ein konvexes Profil entsteht,das so genau bearbeitet ist,daß es der Außenfläche
34 der Stange 20 entspricht.
Wie sich die Sperrscheibe 27 ausbilden läßt, zeigt die Fig.2.
Eine beispielsweise durch Gesenkschmieden gefertigte Kreisscheibe aus Kohlenstoffstahl ist sowohl auf ihrer Außenseite 31, wo
die Flächenteile 35 eine Führung für die Druckfeder 30 bilden, als auch auf der Innenseite 32 mit einer Anzahl von Ausnehmungen
versehen, so daß die Materialstärke der Scheibe in weiten Teilen sehr gering ist, während die dazwischenliegenden Materialteile
starre radiale Stege 36 bilden, die die Stange 20 sternartig umgeben. Die radialen Längen der Stege^iwischen der Wand
33 und den entsprechend der Sitzfläche 28 um den geometrischen Mittelpunkt 37a halbkreisförmig abgerundeten Bereichen
37 sind einander gleich. Die Umfangsteile 38 zwischen den Stegen enden in Umfangsrichtung etwas nach innen versetzt,
so daß sie, wie die Zeichnung zeigt, den Sitz 28 nicht beaufschlagen.
Das Scheibenmaterial ist in Umfangsrichtung mit radialen Schnitten 39 jeweils zwischen den Stegen 36 unterteilt.Diese
Schnitte 39 führen durch die verdickten Teile 35 hindurch und erstrecken sich Ms in die Umfangsteile 38. Die Einschnitte
können mit einem Seitenfräser eingebracht werden, nachdem die
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Scheibe im übrigen fertiggestellt ist. Um diese Einschnitte
bequemer einbringen zu können, ist er- zweckmäßig, vor dem Fräsvorgang in den Umfangsteilen 38 Bohrungen 4o zvorzusehen·
Nachdem die Scheibe unterteilt worden ist, besteht sie aus einer Anzahl von sektorförmigen Federteilen 41,
von denen jeder aus einem starren Steg besteht, der mit den benachbarten Stegen über die noch verbleibende Wand
des dünnen Materials außerhalb der Bohrungen 40 verbunden ist, wie es deutlich der untere Teil der linken Darstellung
der Fig. 3 zeigt. Der in Fig. 3 erkennbare nicht geschlitzte Stegteil 42 des Bauteils 38 hat einen Torsionsmittelpunkt
42a, welcher von dem Schnittpunkt benachbarter Verschwenkungsachsen
36a definiert wird, wobei diese Achsen 36a
durch die geometrischen Mittelpunkte 37a der halbkreisförmig abgerundeten Bereiche 37 gehen und sich senkrecht zu dem
zugehörigen radialen Steg 36 erstrecken. Die einzelnen Scheibenteile haben somit die Möglichkeit, unabhängig
voneinander in Längsrichtung gegenüber der Stange 20 und die erwähnte wahre Verschwenkungsachse 36a zu verschwenken.
Da das Material im Stegteil 42 in hohem Maße bezüglich des auf der Verschwenkungsachse 36a liegenden Torsionsmittelpunktes
42a nachgeben kann, ist keine größere Kraft erforderlich, um diese Verschwenkungsbewegung zu ermöglichen. So
läßt sich die Scheibe unter elastischer Verformung der Stegteile 42 leicht tellerförmig verformen.
Wie vor allem der linke Teil der Fig.3 zeigt, beaufschlagt
die Sperrvorrichtung mit den Scheibenteilen 41
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die Oberfläche 34 der Stange 20 auf einer Quere"bsns 45 s
die in Bremsbetätigungsrichtung 44 der Stange etwas vor
einer Ebene 45 liegt, in der die äußeren Abrundungen 37 den Sitz 28 beaufschlagen« Diese Relationen werden dadurch
erzielt, daß die die Mittelöffnung umgebende Wand bei der Bearbeitimg auf der Drehbank mindestens im engsten
Teil mit einem Formwerkzeug so bearbeitet wird, daß ein bogenförmiger Längsschnitt entsteht, dessen Bogen-
^ mittelpunkt vor der Mitte der Randabrundungen 37 liegt«
Wenn der Mittelpunkt des Bogens auf den Punkt 46 verlegt wird, kommt der Tangentialpunkt 47 zwischen den Oberflächen
33 und 34 auf einer tellerförmigen Kurve zu liegen, entsprechen! der die Scheibe sich auf der Oberfläche 34
abwälzt. Andererseits stützt sich der Außenraad 37 der
Soheibe im Sitz 28 ohne Veränderung des Widerlagerpunktes ab, so daß sich letztlich ergibt, daß der Tangent
ialpunkt 47 eine konstante, nach vorn gerichtete
Neigung gegenüber dea Beaufschlagungspunkt des Sitzes behält und dies auch dann, wenn im freien Zustand der
Scheibe die die Mittelöffnung umgebende Wand 33 nicht exakt den gleichen Durchmesser wie die Stange 20 hat«
Die Scheibe kann daher mit einem Bohrungsdiarchmesser
ausgebildet werden, der unter den Abmessungen der Stange liegt «t Dies ist auch von Vorteil im Hinblick auf einen
gewissen im Betrieb unvermeidlichen Verschleiß und auch im Hinblick auf die !Tatsache, daß die Stange, wenn man
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sie durch die Bohrung der Scheibe bei der Montage hindurchschiebt,
die Wandungsteile 33 der Mittelöffnung federnd auseinander drückt , so daß die Sperrvorrichtung
gegenüber der Stange eine Vorspannung erhält ο Me vorerwähnte Neigung kann etwa 3 bis 5°, do h„
kleiner als der Reibungswinkel im Funkt 47 sein.
Zur Erläuterung der Arbeitsweise soll zunächst angenommen werden, daß sich die Bremsvorrichtung in dem
unbetatigten Zustand gemäß Fig. 1 befindet und daß jetzt anschließend das Handrad 2 in solcher Richtung
gedieht wird, daß sich der Pumpenkolben 4 im Zylinder 3 vorbewegt ο Auf diese Weise wird über die Druckleitung
13 ein Strömungsmitteldruck zum Bremskrafterzeuger 15 übertragen, so daß dessen Arbeitskolben 18 sich entgegen
der Kraft der Rückstellfeder 19 nach rechts bewegte In dieser Richtung kann sich die Stange 20 frei
gegenüber der Sperrvorrichtung 25 bewegen, da die äußere glatte Oberfläche 34 der Stange leicht durch
die Öffnung der Scheibe 27 gleitet, ohne von den federnden Teilen 41 zurückgehalten zu werden., Sollte der Reibungseingriff
zwischen der Oberfläche der Stange und der Wand der Scheibenöffnung zu Beginn zu groß sein,
führt dies nur dazu,daß die beaufschlagten Scheibenteile von der Stange mitgenommen und ic Richtung des Pfeiles
48 nach vorn versehwenkt werden, so daß die Scheibenöffnung etwas größer wird, worauf dann die Stange un=>
behindert weiter vorgeschoben werden kanne Die beweg-
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lichen feil© der Wagenbremse P die betätigt werden soll*
werden man tob der Stange 20 in Bremsriehtung verstellt„
bis äle an den Fahrzeugrädern angreifenden Bremselemente
mit ausreichendem Kraft angedrückt werden, wobei diese
an ü$n BremseleiBenten angreifende Kraft von dem Brück
in der Betätigungsvorrichtung 1 abhängt ο
Würde man nun die Betätigungsvorrichtung in diesem Zustand belassen, bliebe die Bremswirkung,die der Bremskrafterzeuger
15 bewirkte, nicht bestehen, da der am Kolben 18 angreifende Strömungsmitteldruck stetig
kleiner werden kann aufgrund von Undichtigkeiten, Temperaturänderungen und dergl» Nun kommt jedoch die
Sperrvorrichtung 25 zum Einsatz, um die Stange 20 in
der vorgeschobenen lage zu halten und die Bremswirkung
aufrechtzuerhalten» Sobald die Stange dazu tendiert, sich wieder zurückzubewegen, werden die von
der Druckfeder 30 dnd der Federwirkung der Scheibe selbst an der Oberfläche in Reibungseingriff gehaltenen
Uofangeteile von der Bewegung der Stange mitgenommen,
wobei der langentla^punkt 47 bestrebt ist, sich zur
Ebene 45 hin zu bewegen und gleichzeitig die starren Stege 56 gegenüber der Stange 20 eine steilere Stellung
einnehmen,, Die Kraft zwischen dem Sitz 28, den
Stegen 56 und der Oberfläche 54 der Stange vergrößern sich sehr schnell, so daß schon nach einer sehr kurzen
Rücklaufbewegung die Stange von der Sperrvorrichtung
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TQa allQZL Seiten fest verspannt wird« Dieser Vorgang
ist scheraatisch im rechten Teil der Fig« 3 dargestellt,
Der Pfeil 49 gibt die Rücklaufkraft wieder, die aus dem Bremsstangensystem kommt 0 Der Pfeil 50 bezeichnet
den Stützdruck im Tangentialpunkt 47 und in den Wider»
lagerpunkten des Sitzes 28« Dieser leisstorwähnta Druck
steigt in Folge der sehr schwachen. Neigung auf einen sehr hohen Wert an und verhindert hierdurch eine Rückbewegung
der Stange0 Durch diesen Selbstsperreffekt
kann die Sperrstellung und damit auch eine bestimmte Bremseneinstellung an jeder einzelnen Stelle des Ärbeitshubes
der Stange 20 erreicht werden«
Sine Freigabe der Stange 20 ist nur möglich durch eine
Sperrscheibenbewegung im Sinne der Pfeile 48« Dies geschieht
bei dem dargestellten Beispiel hydraulisch durch Betätigung des Handrades 2 entgegengesetzt zur
BremsenfestStellrichtung. Durch die entgegengesetzte
Bewegung des Handrades 2 kehrt das Druckmittel von dem Zylinder 17 zum Zylinderraum 7 des Pumpengehäuses 3
zurück, dessen Volumen nunmehr ansteigt, während wegen der Bewegung des Hilfskolbens 11 nach rechts gleichzeitig
das Volumen in dem kleinen Hilfszylinderraum 9 geringer wirdo Der Druckanstieg im Hilfszylinder 9 wird
über die leitung 14 zum Zylinderraum 27 neben der Sperrvorrichtung 25 übertragen* Durch entsprechende Auswahl
der Zylinderquerschnitte vjird sichergestellt, daß schon bei
einermäßigenDrehung des Handrades ein so großer hydrau-
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Druck erzeugt wird, daß sich die Hülse 2? gegen
die Seite 32 der federnden Teile 41 der Sperrvorrichtung legt und diese von der Oberfläche 34 der Stange abhebt ο Die
Stange frflTtn sichnun, unter anderem durch den Einfluß
der Rückstellfeder 19 wieder nach links (bezüglich der Figo 1) bewegen, so daß die beweglichen Seile der Bremse
und die zugehörigen Bremsbacken in Freigabestellung
kommen ,
Obwohl die Erfindung vorstehend nur in Verbindung mit
Fahrzeughandbremsen beschrieben wurde, kann sie offensichtlich auch ohne vom Grundgedanken der Erfindung
abzuweichen, auch für andere Zwecke verwendet werdenα
Solche Anwendungen sind beispielsweise Servoeinrichtung
gen von Steuersystemen oder Arbeitsmaschinen, Hubzylinder oder andere Kraftübertragungsanlagen, bei denen die Vor-
und Zurückbewegung von Maschinenteilen mechanisch gegen eine Bewegung in bestimmter Richtung an einem beliebigen
Punkt entlang des Bewegungspfades der Haschine gesperrt werden soll und wo eine solche Sperrung während einer
unbegrenzten Zeit bestehen bleiben soll und tfobei. dann
wieder eine Entsperrung vorgenommen werden soll, daß man die Sperrvorrichtung in entgegengesetzter Richtung bewegte
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Claims (2)
1. Bremsvorrichtung» insbesondere hydraulische Handbremse für Eisenbahnwagen, mit einer in entgegengesetzten
Richtungen bedienbaren Betätigungsvorrichtung zum Anlegen und Lösen der Bremse, einem axial verschiebbaren
Bremskraft erzeuger, welcher über eine Stange mit
den Bremselementen verbunden ist, und einer vorzugsweise hydraulisch mit der Betätigungsvorrichtung lösbaren
Sperrvorrichtung, irelche mechanisch an der Außenfläche der Stange angreift und die Bremselemente
in der Bremsstellung Mit, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperrvorrichtung (25) eine die Stange (20) konzentrisch umgebende, em Umfang (37) in einem kor.»
zentrischen Sitz (28) abgestutzte Ringscheibe (27) ist, die aus einer Mehrzahl von in Umfangsrichtung voneinander getrennten, miteinander federnd verbundenen
Teilen (41) besteht, welche vom Sitz (28) aus radial die Außenfläche (34) der Stange (20) in einer
Querebene (43) beaufschlagen, die in Bremsenanlegerichtung der Stange (20) etwas vor der den Sitz (28)
enthaltenden Ebene (45} liegt, und daß neben den federnd verbundenen SoheibentelXen (41) sine auf der Stenge (20)
verschiebbare Hülse (23) arigooräüaet i^t„ die mit der
\ . Ü3 Si
'*'■) £C£®:i di® Seitenfläche (32) /
einer Ver-gräBsrung άοτ- Scfeci^smmittslaffsiutj^ (33) vorgeschoben
vsrden Issrmt JiO <] 9>
H (? / 0Ή 0
2. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die federnd verbundenen Scheibenteile
(41) starre, sternförmig zur Stange (20) ausgerichtete,
mit ihren einen halbkreisförmigen Querschnitt aufweisenden Außenenden (37) im Sitz (28) abgestützte Stege (36)
sind, daß diese Scheibenteile (41) um eine Achse (36a'
verschwenkbar sind, die durch die geometrische Mitte
(37a) des halbkreisförmigen Außenendes (37) in der Ebene der Scheibe (27) senkrecht zum Steg (36) verläuft, daß
die zwischen'den Stegen (36) angeordneten Umfangsteile
(38) der Scheibe (27) den Sitz (28) nicht berühren und federnd ausgebildet sind, und daß die Scheibenteile (41)
am Umfang der Scheibe (27) über einen zwischenliegenden Stegteil (42) verbunden sind, in dessen Querschnittsfläche
(42) auf der Verschwenkungsachse (36a) ein Torsionsmittel-
XW-- punkt liegt.
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Leerseite-
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712120593 DE2120593C3 (de) | 1971-04-27 | 1971-04-27 | Bremseinrichtung, insbesondere eine hydraulische Handbremse fur Eisenbahnwagen |
| FR7115672A FR2135853A5 (de) | 1971-04-27 | 1971-04-30 |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712120593 DE2120593C3 (de) | 1971-04-27 | 1971-04-27 | Bremseinrichtung, insbesondere eine hydraulische Handbremse fur Eisenbahnwagen |
| FR7115672A FR2135853A5 (de) | 1971-04-27 | 1971-04-30 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2120593A1 true DE2120593A1 (de) | 1972-11-09 |
| DE2120593B2 DE2120593B2 (de) | 1973-03-08 |
| DE2120593C3 DE2120593C3 (de) | 1973-09-20 |
Family
ID=25761020
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2120593C3 (de) |
| FR (1) | FR2135853A5 (de) |
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| DE102015010975A1 (de) | 2015-08-26 | 2017-03-02 | Waggonbau Graaff Gmbh | Handbremse für einen Güterwagen |
-
1971
- 1971-04-27 DE DE19712120593 patent/DE2120593C3/de not_active Expired
- 1971-04-30 FR FR7115672A patent/FR2135853A5/fr not_active Expired
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| EP3147173A1 (de) | 2015-08-26 | 2017-03-29 | Waggonbau Graaff GmbH | Handbremse für einen bahnwagen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2135853A5 (de) | 1972-12-22 |
| DE2120593C3 (de) | 1973-09-20 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |