DE20200235U1 - Bodenpaneel mit Schalldämmauftrag - Google Patents

Bodenpaneel mit Schalldämmauftrag

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Description

Die Erfindung betrifft ein Bodenpaneel, insbesondere Laminatpaneel mit einem Kern auf Holzbasis, einer die Oberseite bildenden Dekorschicht und einem auf die Unterseite aufgebrachten Schalldämm-Auftrag aus Kunststoff.
Ein solches Bodenpaneel ist beispielsweise aus der WO 01/09461 A1 bekannt. Mittels des Schalldämmauftrages soll die Trittschalldämpfung erhöht und die beim Begehen eines mit starren Bodenpaneelen ausgestatteten Raumes entstehende Geräuschentwicklung reduziert werden. Die Geräuschentwicklung beruht auf Reflektionen von Stoßwellen, die beim Begehen in den Boden eingeleitet werden. Das Amplitudenspektrum der Stoß- bzw. Schallwellen hängt von der Dämpfung zwischen den Paneelen und dem Untergrund ab. Bei der Entwicklung des Paneels nach dieser Druckschrift ist man davon ausgegangen, dass die Geräuschentwicklung eines Fussbodens dann besonders groß ist, wenn zwischen dem Fussboden und dem darunter befindlichen Estrich eine Luftschicht verbleibt. Um diese Luftschicht zu verhindern, wird vorgeschlagen, auf der Paneelunterseite eine fest verbundene Schicht aus thermoplastischem Material aufzubringen. Hierzu wird das Material so weit erhitzt, bis es fließfähig wird und dann auf die Unterseite des Paneels aufgestrichen oder aufgewalzt.
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tflervf *· ·**· ·**· · * .* ;,. BurOJe^efftlblik Deutschland
i(j7 .* &igr; '' · .· . : ;Tel<if ort 0531 /28 140-0
. *..* " TelefaV O5"31 /28 14 0 - 28
Aus der WO 93/24295 A1 ist ein Holzbodenbelag mit einer Holzwerkstoffschicht und einer hiermit fest verbundenen Trägerschicht bekannt. Die Trägerschicht besteht aus durch Druck- und Temperatureinfluss verdichtetem und mindestens teilweise verbundenem stückigem thermoplastischen Kunststoffmaterial. Da die Trägerschicht aus mindestens teilweise miteinander verbundenen Stücken aus Kunststofffoliematerial bestehen soll, und die Verbindung des Kunststoffmaterials einen guten Zusammenhalt aufweist, jedoch noch so locker ist, dass Lufteinschlüsse und auch kleine Lunker in dem verdichteten Kunststoffmaterial vorhanden sind, soll die Trägerschicht besonders elastisch sein. Durch die Verbindung dieser Trägerschicht mit der Holzschicht soll ein Holzbodenbelag entstehen, der trittelastisch ist und schalldämmende Eigenschaften aufweist.
Der Trittschalldämmung eines Bodenbelages kommt sicherlich eine hohe Bedeutung zu. Dabei darf aber nicht unbeachtet bleiben, dass nicht der Trittschall das eigentliche Maß der Dinge ist, sondern der Trittschall immer auch in Verbindung mit dem Raumschall gesehen werden muss, also der Schallwellen, die beim Begehen des Bodens unmittelbar oder mittelbar reflektiert werden.
Aus der DE 100 34 407 C1 ist ein Laminatpaneel bekannt, das sich durch eine auf seiner Unterseite mittels Streifenverleimung befestigte Dämmschicht auszeichnet, die in Längs- und Querrichtung kürzer ausgebildet ist als das Paneel. Die Leimstreifen verlaufen in Querrichtung und sind so dick, dass sich zwischen der Dämmschicht und dem Paneel Zwischenräume ausbilden, wodurch die Wärmedämmung erhöht wird. Durch die gegenüber dem Paneel kürzere Ausbildung der Dämmschicht stellen sich nach dem Verlegen der Paneele sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung zwischen jeden Dämmschichten jedes Paneels weitere Luftpolster ein, die die Schallisolierung deutlich erhöhen, weil der Trittschall nicht über die Paneelfuge hinweg weitergeleitet werden kann, da eine Kompression der Dämmschicht weitgehend vermieden wird. Hierdurch wird dann auch der Raumschall deutlich reduziert.
Von dieser Problemstellung ausgehend soll das eingangs beschriebene Bodenpaneel hinsichtlich der Schalldämmeigenschaften verbessert werden.
Zur Problemlösung zeichnet sich ein gattungsgemäßes Bodenpaneel dadurch aus, dass das Material für den Schalldämm-Auftrag eine Brinellhärte bis 10 und einen Druck-E-Modul von 20 bis 3.000 N/mm2 aufweist.
Durch diese Ausgestaltung werden die Schalldruckwerte des beispielsweise beim Begehen angeregten Laminatfussbodens reduziert und die zu den Schalldruckwerten gehörenden Frequenzen in einen tieferen Bereich verschoben.
Vorzugsweise weist der Schalldämm-Auftrag eine Dichte von 0,5 bis 5,0 g/cm3 auf. Insbesondere vorteilhaft ist es, wenn der Schalldämm-Auftrag ein Flächengewicht von 20 bis 10.000 g/m2 aufweist.
Eine weitere Verbesserung der Raumschalleigenschaften wird erreicht, wenn der Schalldämm-Auftrag strukturiert ist und die Dicke des Schalldämmauftrages bis zu 8,0 mm beträgt.
20
Der Kunststoff für den Schalldämm-Auftrag ist vorzugsweise ein bei Raumtemperatur blockfreier Schmelzkleber, also ein Thermoplast.
Die Trittschalldämmung wird weiter verbessert, wenn bei der von der Unterseite des Schalldämm-Auftrags hervorstehenden Struktur das Verhältnis von Knicklänge zu Trägheitsmoment (Schlankheitsgrad) zwischen 1 und 500 liegt.
Mit Hilfe einer Zeichnung soll ein Ausführungsbeispiel nachfolgend kurz beschrieben werden. Es zeigt:
Figur 1 - den Teilquerschnitt durch ein Laminatbodenpaneel nach einer ersten Ausführungsform;
Figur 2 - eine Ausschnittsvergrößerung einer zweiten Ausführungsform gemäß der Darstellung nach Figur 1.
Das Bodenpaneel besteht aus einem Kern 1 aus Holzwerkstoff, beispielsweise HDF oder MDF, einer auf der Oberseite des Kerns 1 aufgebrachten Dekorschicht 2 und einem auf die Unterseite aufgebrachten Schalldämm-Auftrag 3 aus einem thermoplastischen Material. Als Thermoplast wird ein bei Raumtemperatur blockfreier Schmelzkleber verwendet. Es können aber auch andere bei Raumtemperatür blockfreie Kunststoffe verwendet werden.
Der Schalldämm-Auftrag 3 wird auf die Unterseite aufgewalzt oder aufgestrichen. Das Material weist eine Brinellhärte bis 10 und einen Druck-E-Modul von 20 bis 3.000 N/mm2 auf. Die Dichte des Schalldämm-Auftrages 3 beträgt 0,5 bis 5,0 g/cm3 und das Flächengewicht beträgt 20 bis 10.000 g/m2.
Wie die Zeichnung zeigt, ist der Schalldämm-Auftrag 3 strukturiert. Die Strukturhöhe 6 beträgt 0,1 bis 10,0 mm und die Strukturwandstärke 4 0,05 bis 1.380 mm. Die in der Zeichnung vereinfacht dargestellte Struktur ist im Querschnitt rechteckig. Die Strukturgrundfläche ist durch Projektion der Strukturwandstärke 4 auf den Untergrund definiert ist. Bei einer im Querschnitt trapezförmigen Ausgestaltung kann die Strukturgrundfläche kleiner sein als die Projektion der Wandstärke auf den Untergrund.
Der Schlankheitsgrad der aus der Paneelunterseite herausstehenden Struktur ergibt sich aus dem Verhältnis von Knicklänge zu Trägheitsradius und beträgt vor-
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zugsweise 1 bis 500. Als Strukturbild sind Parallelogramme, Dreiecke, Trapeze, Vielecke, Kreise, Elipsen oder auch Raupenaufträge, parallel, gekurvt, alternierend usw. vorstellbar. Das Strukturformbild kann sich im Abstand von 0,1 bis 5,0 mm für geschlossene Formen und im Raupenauftrag im Abstand von 0,3 bis 20 mm parallel zur Achse wiederholen.
Durch diese Ausgestaltung werden die Schalldruckwerte beim Begehen eines mit den Bodenpaneelen ausgelegten Fussbodens reduziert und die zugehörigen Frequenzen in einen tieferen Bereich verschoben. Die optimale Federwirkung ergibt sich durch das Verhältnis des Druckelastizitätsmoduls zur Strukturhöhe und zur Auflagefläche der Struktur sowie der Schlankheit der Strukturwände. Dadurch kann die Nachgiebigkeit der Struktur eingestellt werden. Durch die Federwirkung schmiegt sich der Schalldämm-Auftrag 3 gut an den Untergrund an, was das Ausbreiten der Schallwellen zwischen Untergrund und Auftrag 3 stark reduziert. Die Schallenergie wird umgehend in Wärme umgewandelt. Mit der Federwirkung wird zudem erreicht, dass der entstandene Lärm durch mechanische Beanspruchung des Paneels abgefedert wird, was den im Raum messbaren Schalldruck reduziert.
Re/he

Claims (7)

1. Bodenpaneel, insbesondere Laminatpaneel mit einem Kern (1) auf Holzbasis, einer die Oberseite bildenden Dekorschicht (2) und einem auf die Unterseite aufgebrachten Schalldämm-Auftrag (3) aus Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass das Material für den Schalldämm-Auftrag (3) eine Brinellhärte bis 10 und einen Druckelastizitätsmodul von 20 bis 3000 N/mm2 aufweist.
2. Bodenpaneel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalldämm-Auftrag (3) eine Dichte von 0,5 bis 5,0 g/cm3 aufweist.
3. Bodenpaneel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalldämm-Auftrag (3) ein Flächengewicht von 20 bis 10.000 g/m2 aufweist.
4. Bodenpaneel nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalldämm-Auftrag (3) strukturiert ist.
5. Bodenpaneel nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke (6) des Schalldämm-Auftrages bis zu 8 mm beträgt.
6. Bodenpaneel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff ein bei Raumtemperatur blockfreier Schmelzkleber ist.
7. Bodenpaneel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei der von der Unterseite hervorstehenden Struktur das Verhältnis von Knicklänge zu Trägheitsradius zwischen 1 und 500 liegt.
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